100.000 Fragen von Forumsneuling (vor allem Immu)
Ammonit

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Hallo allerseits und ein gutes Neues Jahr allen hier!

Ich bin Bj. 1968 und bei mir wurde 2006 Endometriose AFS III diagnostiziert, nachdem ich als Schmerzpatientin mit Verdacht auf Sigmadivertikulitis ins KH gekommen war. Es folgten drei Monate Therapie mit Enantone Depot und eine zweite Bauchspiegelung, bei der viele Endo-Herde entfernt wurden.

Danach waren Beschwerden weg, mit denen ich in den Vorjahren "ohne Erfolg" beim Arzt gewesen war - vor allem auffällig war, dass mein Energieproblem sich in Luft aufgelöst hatte: Ich war nicht mehr nach vier, fünf Stunden auf Arbeit total fertig, hatte keine Konzentrationsprobleme mehr etc. Ich hatte alles Mögliche abklopfen lassen und mein Problem war dann mangels anderer Ursachen als psychosomatisch klassifiziert worden, weil niemand in Richtung Gynäkologie geschaut hatte. (Meine Gyn hatte mir nur immer erzählt, dass mein bestehendes Myom nicht gefährlich sei. Nachfragen zu meiner Mens und Beschwerden gab es nie.)

Ein gutes Jahr nach der Sanierung wurde ich dank ICSI schwanger; Sept 2008 wurden bei einer Myomentfernung noch ein paar weitere Endo-Herde entfernt. Seit 2010 bin ich wieder auf dem Kinderwunschpfad und merke in den letzten Wochen/Monaten, dass ich wieder so müde und antriebslos bin wie vor der Endo-Sanierung. Jetzt im Urlaub zwischen den Jahren sind mir noch ein paar andere Sachen aufgefallen, von denen ich mich jetzt frage, ob es vielleicht einen Zusammenhang mit der Endo gibt. Und deshalb bin ich jetzt hier und nerve euch ;-) : 

In den Jahren 2007 – 2009 hatte ich ca. zwei bis drei starke Migräneanfälle im Jahr – in den letzten Monaten waren es eher ein bis drei pro Monat. Das entspricht auch etwa dem, wie es bis 2006 war. Unter Migräneanfällen hatte ich auch als junges Mädchen gelitten, bis ich mit der Antibabypille anfing (eine dreiphasige, ich glaube, sie hieß Trinovum; hab sie gut zwölf Jahre genommen). Nach dem Absetzen tauchten sie irgendwann wieder auf.

Vor einigen Jahren diagnostizierte ein Dermatologe eine leichte Neurodermitis, als ich wegen trockener Hautstellen da war. Seiner Einschätzung nach ohne weiteren Handlungsbedarf. Diese trockenen Stellen waren auch für einige Jahre (auch 2007-2009?) deutlich weniger (nur ein oder zwei kleine am ganzen Körper) – aktuell sind es sieben oder acht.

Seit fast drei Monaten bin ich dauererkältet mit zwei „echten“ Schüben zwischendurch. Ich erinnere mich, dass ich in der pillenlosen Phase vor der Endo-Diagnose oft zwei- dreimal pro Winter mit einem „richtigen“ grippalen Infekt oder einer Seitenstrang-Angina zu tun hatte.

In der pillenlosen Phase hatte ich u.a. auch eine Röschenflechte und eine akute Toxoplasmose.

Dann hat mir jetzt noch eine Freundin einen Auszug aus einem Buch zum Lesen gegeben, wo die Autorin (Christine Northrup) bei Endometriose eine Diät ohne Kuhmilch, aber mit Sojaprodukten empfiehlt.

Da ich auch laktoseintolerant bin, hat da sofort ein Lämpchen aufgeleuchtet.

Und jetzt meine Fragen:

Kennt hier jemand aus eigener Erfahrung einen Zusammenhang zwischen

-         Endometriose und Migräne

-         Endometriose und Neurodermitis

-         Endometriose und anderen Infektionskrankheiten

-         Endometriose und Kuhmilchgenuss bzw. Laktoseintoleranz

-         Endometriose und Soja

Ich möchte gerne die Endo wieder in den Griff kriegen, aber wegen meines Alters und weiterhin bestehendem Kinderwunsch eine erneute Wechseljahrstherapie oder Bauchspiegelung vermeiden. Mein Kinderwunscharzt rät auch davon ab. Alternativ würde er die Antibabypille zwischen bzw. vor den kommenden Versuchen empfehlen.

Allerdings hatte ich letztes Jahr mal kurzzeitig eine einphasige Pille genommen (Yasmin), um eine Behandlung besser zu timen, auf die ich allerdings mit depressiven Verstimmungen und einer gewissen Gereiztheit reagiert habe, die über die Einnahmedauer ständig zunahmen.

Was könnte ich tun, um die Endo auf der einen Seite wieder in den Griff zu kriegen, aber auf der anderen Seite dem Kinderwunsch nicht im Weg zu stehen? Habt ihr Ideen, Vorschläge?

Danke an alle fürs Lesen und im voraus für Antworten.



Grüss Dich, ich bin zwar
Nina Martin

Grüss Dich, ich bin zwar schon 6 Jahre älter aber ich will dir was dazu schreiben.

Ich leide auch an Migraene und Endo und ich habe diverse Allergien, hautgeschichten, Laktoseintollernaz..

Besonders der zusammenhang mit der Migraene beschäftigt mich weil ich entsetzlich darunter leide.Irgendwie habe ich das Gefühl mein Körper verkraftet das Auf und ab der hormone nicht.  Früher hatte ich auch nur 2-3 Tage im Monat Migraene , seit 1o jahren sind es 10 tage im Monat und es helfen nur noch Triptane. Während der wechseljahrtherapie bin ich irgendwie ein anderer Mensch-.. im positiven sinne: weniger Schmerzen im Bauch, viel weniger, keine Stimmungsschwankungen, kaum PMs, Migraene besser.

Pille durfte ich nie nehmen weil ich auch Auramigraene habe( wie ist es da bei dir) Die Pillen ohne Östrogen und auch die Mirena machen Dauerblutungen und Krämpfe. weil ich schon sehr viel probiert habe auch alternative Therapien , bin ich moment mit Enantone in den Wechselj. und habe für März einen Op termin GM und Verwachsungen.

Ich hoffe das es schmerztechnisch was bringt. meine Beschwerden siond ab Eisprung. Die Migraene war früher zur Regel, jetzt ist sie sprunghafter. Die Allergien sind mal mehr mal weniger. Gruss Nina



Hallo, Nina, danke für
Ammonit

Hallo, Nina,

danke für deine Antwort. Wie schön, dass die Wechseljahrstherapie bei dir so gut anschlägt. Unter Enantone Depot hatte ich damals fast das volle Programm an NW, bloß der übermäßige Haarwuchs ist mir erspart geblieben: Meine Stimmungsschwankungen waren nicht von schlechten Eltern, Hitzewallungen ohne Ende etc. Mit ein Grund, weshalb ich auf diese Therapieform nicht so abfahre; außerdem kostet es so viel Zeit...

Toi toi toi für deine OP im März!

LG Ammonit



Hallo Ammonit, ich kann Dir
Liselotte

Hallo Ammonit,

ich kann Dir nur bezüglich der Ernährung ein Buch empfehlen: "Unsere Nahrung - unser Schicksal" von Dr. M.O. Bruker. Es gibt noch ein weiteres Buch von Britta Kaiser "Endometriose und Ernährung", wobei das erstere besser erklärt ist.

Einen Zusammenhang zwischen der Endo und der Ernährung gibt es auf jeden Fall. Wobei der Zusammenhang sich nicht speziell auf die Krankheit Endometriose, sondern auf sehr viele Krankheiten bezieht. Aber da Du auch mehrere Leiden aufgezählt hast, wie Migräne, Neurodermitis und schwache Abwehr, ist das Buch von Dr. Bruker passender. Du wirst staunen, wenn Du es liest.

Was Soja angeht, so habe ich gelesen (in dem 2. Buch), dass es für die Fruchtbarkeit gut ist, aber man sollte damit nicht übertreiben. Überhaupt müssen wir darauf achten, dass unsere Ernährung nicht zu einseitig wird, also dass man nicht plötzlich zum Frühstück, Mittag- und Abendessen Soja isst. Vollkorn und Rohkost seien sehr gesund und der Schlüssel zu einem gesunden Körper. Und sonst, außer Zucker und ungesunden Fetten, kann man wirklich alles essen. Aber das steht alles im Buch von Dr. Bruker und ist sehr gut erklärt!

Da ich meine Ernährung erst vor 3 Wochen umgestellt habe, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht von Efolgen sprechen. Aber ich fühle mich leichter, da das Essen nicht mehr so schwer im Magen liegt. Ich durfte nach der Essensumstellung eine neue Erfahrung machen: Richtig satt und voll zu sein, ohne mich träge und schwer zu fühlen. Es geht! Und für Frauen mit Endometriose ist das Wohlbefinden in der Magengegend mehr als wichtig!

Die Pille würde ich bei einem bestehenden KiWu nicht nehmen. Sie zögert nur alles hinaus und sie schafft die Krankheit nicht aus der Welt.

Ich wünsche Dir viel Glück und Kraft bei der Verwirklichung Deines KiWu! 



Guten Morgen Liselotte, ich
rebecca004

Guten Morgen Liselotte,

ich kann das mit der Ernährung auch nur bestätigen.

Ich hatte in den letzten Wochen 2 bis 3 Kilo zugenommen, für viele sah das nicht viel aus, aber ich habe mich unwohl gefühlt und ich habe einfach zu viel gegessen. (vielleicht liegts auch an dem kalten Wetter oder an der Pille/Hormone)

Wenn ich eine Mahlzeit zur mir genommen hatte, hatte ich immer noch Hunger und ich fühle mich so richtig "voll". Seit 1 Woche esse ich wieder warme Dinkelflocken mit Leinsamen und Sesam, einen kleinen Apfel oder Birne mit einem Teelöffel Honig und einem Esslössel "Dickmilchjoghurt".

Ich habe dann ein paar Stunden keinen Hunger und das Frühstück tut mir echt gut. Mittags freie Essensauswahl.

Abends hatte ich vorgestern gar nichts gegessen (war echt schwer, ich dachte ich muss verhungern, aber seitdem habe ich wieder weniger Hunger)

 und gestern nur Fisch mit Gemüse ohne Kohlenhydrate!!! Ich gehe auch jetzt fast jeden Tag oder jeden zweiten Tag laufen. Ich fühle mich echt total gut. So leicht und dennoch satt.

Ich bin der Meinung, dass Ernähung schon eine sehr große Rolle spielt, man fühlt sich einfach leichter und besser und ich denke man verträgt dann auch die Hormone besser.

..natürlich soll das Ganze auch noch Spaß machen und wenn man Lust auf was Süßes hat, soll man dem Gefühl auch nachgehen.

...wenn ich wieder so einen Heißhunger habe, trinke ich jetzt erstmal ein Glas Wasser und meinstes vergeht der wieder.

 

Schönen Tag

Lg



Hallo Rebecca, es freut mich
Liselotte

Hallo Rebecca,

es freut mich sehr, dass Du meiner Meinung bist. Ich esse seit 3 Woche auch morgens immer Müsli, das aus einer 6-Korn-Mischung besteht, mit Sahne, Obst und Nüssen. Sesam und Sonnenblumenkerne sind auch dabei. Es macht sehr satt und ist trotzdem leicht. Wahnsinn! 

Aber mit dem Zucker solltest Du aufpassen, denn es verträgt sich auf die Dauer nicht mit der Vollkornernährung. Es hat was mit der Verdauung zu tun. Außerdem ist es für die Endo nicht gut und natürlich ist Zucker der Hauptverursacher von Karries und anderen Krankheiten.

Auch trenne ich Kohlenhydrate, Fette etc. nicht, weil es mir zu stressig ist und es ist wichtig, dass man noch Vitamine, Vitalstoffe und vieles mehr zu sich nimmt. Früher wussten die Menschen auch nicht, dass es so etwas wie Eiweise gibt und sie erkrankten trotzdem nicht massenweise an Krebs etc. - wie es heutezutage der Fall ist. Die Wissenschaft hat bisher noch nicht alles entdeckt, was der menschliche Körper aus der Nahrung ziehen kann. Kohlenhydrate, Eiweise, Fette, Vitamine ... sind nur ein Teil, der uns heute bekannt ist. 

Deswegen ist es wichtig, dass wir uns so natürlich wie möglich ernähren und- da wir bereits KRANK sind - unveränderte Nahrungsmittel (Vollkorn, Obst, Rohgemüse, natürliche/native Fette und kein Zucker) essen.

Aber ich kann es nicht so gut erklären. Es steht alles in den Büchern!

LG schönen Resttag noch! 



Hallo, Lieselotte, vielen
Ammonit

Hallo, Lieselotte,

vielen Dank für die beiden Buchempfehlungen. Das Buch von Bruker gibt es bei uns in der Statbücherei, da kann ich es ja kostengünstig mal "anlesen". :-)

Was Soja angeht, so habe ich jetzt gelesen, dass man wegen der Phytoöstrogene eher vorsichtig sein soll. ARGH, gibt es denn nicht doch mal eine eindeutige Antwort? Mit Rohkost bzw. Obst und Gemüse muss ich leider auch vorsichtig sein, da ich auch noch eine Fruchtzuckerunverträglichkeit habe. Apfel, Birne, Honig, wie von Rebecca (Danke auch an dich!) stehen z.B. auf der "Do Not"-Liste :-(

Was den KiWu angeht, so sind wir dank schlechten Spermiogramms so oder so auf medizinische Hilfe angewiesen, und die Pille wird "auch sonst" häufig zwischen Behandlungszyklen eingesetzt. Mal sehen, was meine Haus-Gyn dazu noch zu sagen hat.

LG Ammonit