Möchte mich vorstellen - Miss Zoladex :-)
aenis

 

Ein hallo ins Forumsland aus der Schweiz.

Ich bin aenis und ich bin 41 Jahre alt.

Ich lese schon seit einiger Zeit in diesem Forum und ich gehöre zur Kinderwunsch-Fraktion Smile

Meine Geschichte:

Im Dezember 07 wurden am Ultraschall zwei grosse Zysten entdeckt. Verdacht auf Endometriose. Nach 2 weiteren Arztbesuchen war mein Fall klar: „kissing Ovaries“ = Endometriose. Es wurden mir 2 Operationen und künstliche Wechseljahre für ein halbes Jahr empfohlen. Ich hatte das Gefühl als ob mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird und habe alle weiteren Termine abgesagt.

Um doch etwas dagegen zu unternehmen bin ich zu einer Naturheilpraktikerin und Homöopathin gegangen. Wir haben viel geredet und einiges ausprobiert aber die Zysten waren bei jedem Ultraschall unverändert.

Im Herbst 08 lernte ich meinen Mann kennen und war schon bald darauf mit Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt. Das ich bis zur Hochzeit nicht schwanger wurde, hatte mich nicht allzu sehr beschäftigt. Ich wusste ja, dass es nicht einfach sein würde. Zu meiner Naturheilpraktikerin bin ich nicht mehr gegangen, der Weg wurde mir nach dem Umzug zu meinem Mann zu weit. Also suchte ich nach einer Alternative. Ich wünschte mir einen Frauenarzt der sich auch mit Naturheilkunde auskennt.

Ich hatte dann so ein seltenes Exemplar was aber nur 4 Monate gedauert hat. Wenigsten konnte er mir in dieser Zeit sagen, dass sich die GM-Schleimhaut gut aufbaut und dass sich Follikel entwickeln (12. Zyklustag). Mit Temperatur messen und dem CBM habe ich festgestellt, dass ich jeden Monat einen Eisprung habe. Aber schwanger wurde ich trotzdem nicht.

Auf der Suche nach meinem „perfekten Arzt“ bin ich auf eine Naturheilpraktikerin gestossen, die sich mit Endo auskennt. Und so wurde ich zum Studienobjekt für ihre Diplomarbeit. Das ist im Sommer nun ein Jahr her. Mit Fussreflexzonenmassage (FRZ) wurde der Eisprung angeregt und die Gebärmutter beruhigt. Ich brauchte nun am ersten Tag meiner Periode keine Schmerzmittel mehr.

Nach einem schrecklichen FA-Besuch im September 2010 (neue Ärztin) wo mir wiedermal eine OP ans Herz gelegt wurde, habe ich angefangen mich mit dem Thema auseinander zu setzen. Eins war mir klar, es kommt nur ein Spezialist in Frage. Und das ist in der Schweiz gar nicht so einfach.

Aber letzten Dienstag war es soweit. Ich bin in Schaffhausen von Dr. Eberhard operiert worden. Ambulant, ich war am Abend schon wieder zu Hause. Heute nun wurden die Fäden gezogen und ich habe die Zoladex für 3 Monate bekommen.

Tja und in drei Monaten muss ich wieder unters Messer – second look.

Ich habe mich lange gegen die Mühlen der Schulmedizin gewehrt und nun stecke ich doch mittendrin. Ach ja bezüglich Kinderwunsch wurden meine Eileiter geprüft und sie sind verschlossen… Cry

Ich hoffe sie werden bei der zweiten OP nochmals geprüft und sehen dann etwas besser aus. Wink

So nun ist es doch ein wenig lang geworden. Kiss

Aber ich möchte doch noch etwas zu meinen Schmerzen sagen. Ich habe Endo grad IV und bin sehr, sehr dankbar, dass ich so gut wie keine Schmerzen habe. Und es tut mir sehr Leid für alle, die nicht so viel Glück haben. Ich weiss dieses Glück zu schätzen.

Liebe Grüsse aenis

--

Übe dich auch in den Dingen,
an denen du verzweifelst.  Mark Aurel



Hallo aenis! Wenn ich Deine
Einhorn

Hallo aenis!

Wenn ich Deine Geschichte lese, finde ich ziemliche Ähnlichkeiten mit meiner.

Außer das ich keinen Kinderwunsch mehr habe, da ich einen fast 14-jährigen Sohn habe. Heute kann ich dazu nur sagen, da habe ich wohl riesiges Glück gehabt.

Vor 15 Jahren wurde bei mir Endometriose festgestellt, da war es aber noch nicht so schlimm. Die Eileiter wurden durchgespült und drei Monate später war ich auch schon schwanger. Ich bin meinem Frauenarzt von damals so dankbar, dass er direkt auf Endometriose getippt hatte.

In den ganzen Jahren bis jetzt habe ich keinen großartigen Gedanken mehr an Endometriose verschwendet. Jetzt bin ich fast 41 Jahre alt und letztes Jahr im Oktober bin ich dann nach vielen Jahren mal wieder zum Frauenarzt. Meine Periode war etwas stärker geworden, ich dachte ich komme schon in die Wechseljahre. Dabei wurde dann auch per Ultraschall festgestellt, dass ich zwei große Zysten an den Eierstöcken habe, die auch zusammen gewachsen waren. Die OP wurde dann im Januar gemacht und dann kam der Schock. Totale Verwachsungen im gesamten Unterleib, die Gebärmutter ist schon mit dem Darm verwachsen, auch Endo Grad IV. Die OP wurde abgebrochen, man musste mich erstmal über die Risiken aufklären wegen evtl. künst. Darmausgang und so weiter. Eine zweite OP, die direkt folgen sollte, habe ich abgelehnt.

Jetzt hänge ich seit vier Monaten in der Zoladex Therapie und es soll im August die zweite OP stattfinden, weil die Ärzte Angst haben, dass meine Nieren zu schaden kommen könnten. Ich habe aber keine Beschwerden und kann mich mit einer zweiten OP absolut nicht anfreunden. Jetzt hole ich mir noch eine zweite Meinung ein und gehe Ende Juni nach Köln.

Es tut mir leid, dass Deine Eileiter verschlossen sind, aber vielleicht schlägt bei Dir die Zoladex Therapie ja gut an und die Ärzte können sie wieder freilegen. Ich wünsche Dir alles Gute dafür.

Ich glaube, wenn man keine Beschwerden hat, ist es auch schwer zu verstehen, dass es in einem so schlimm aussieht. Wer weiß, wie lange ich damit schon rumlaufe, ohne das ich es wusste?

Wegen den Nieren war ich im März schon beim Urologen und da soll ich jetzt jedes halbe Jahr hinkommen, damit er sie kontrollieren kann. Für mich ist das gut so, wie es ist, ich möchte eigentlich auch kein zweites Mal operiert werden. Viele Frauen haben mehrere Operationen hinter sich und viele Schmerzen. Und bringen tut es meist alles nichts. Wenn man noch einen Kinderwunsch hat, kann ich das völlig verstehen, dass man dann alles macht. 

 Ich wünsche Dir alles Gute!

Liebe Grüße, Sylvia



Hallo Einhorn
aenis

 

Vielen Dank für deine Antwort. 

Ja wenn der Kinderwunsch nicht wäre, hätte ich eine Operation wohl auch noch länger hinausgeschoben.

Mir macht am meisten Angst, dass wenn wir keine Schmerzen haben, dann merken wir ja nicht wenn "etwas kaputt" geht im Körper oder WENN wir dann Schmerzen haben, dass sofort und Notoperiert werden muss.

Wie es genau in mir aussieht (Verwachsungen etc.) erfahre ich ja erst in 4 Wochen. Dann habe ich einen Termin beim Operateur. Und dann wird evtl. auch schon die neue OP besprochen. Ich weiss es nicht....

Auch über Zoladex wurde ich überhaupt nicht aufgeklärt. Wenn ich nicht schon ein wenig "Ahnung" hätte, ich glaube ich würde mir schon recht Sorgen machen.

Ich hab mir den Arzt ausgewählt und ich vertraue ihm. Aber alles lasse ich sicher nicht mit mir machen.Laughing

Ich wünsche dir auf deinem Weg auch alles Gute und wünsche dir den Mut für "deine" Entscheidung/Entscheidungen.

Liebe Grüsse aenis

--

Übe dich auch in den Dingen,
an denen du verzweifelst.  Mark Aurel