Alles ausprobiert, trotzdem wie das Leiden Christi
zuckerpuppe

Hallo, ich hab lange gezögert, in ein Forum einzutreten, da trotz der gleichen Diagnose so unzählbare unterschiedliche Schmerzen und Formen auftreten- aber das wisst ihr ja schon...

Ich wurde vor drei Jahren diagnostiziert; ein Zufallsbefund eines chronich entzündeten Blinddarms. Von da an zwei OPs, dreihundert Frauenärzte (gefühlt) und unzählige dumme Kommentare weiter, bin ich nun echt am Ende.

Nicht nur, dassich täglich Schmerzen habe und die komplette Opioid-Palette durch bin - bis zu einem Schmerzpflaster derzeit, habe ich auch nur noch Dauerblutungen. Bis ich in einer Schmerzklinik gelandet bin, hatte ich 9 Wochen durchgehend schwarze, dicke Blutungen und war nur noch bedröhnt; konnte teilweise nicht mehr aufstehen. Die Klinik war sehr gut, mit anthroposophischen Ansätzen wie Oxaliswickel, Globuli, Pülverchen und Spritzen (alles homöopathisch).

Doch trotz aller Bemühungen kann ich weder arbeiten noch studieren (ich bin 26 Jahre alt) und freu mich unglaublich auf meine Zukunft, haha.

Ich glaube, ihr wisst, wie peinlich es gegenüber  Fremden ist, ja "nur" eine Frauenkrankheit zu haben und wie unglaublich es ist, zu hören, dass man sich doch mal "zusammenreißen" soll...

Wie man merkt, ich bin sehr verzweifelt, am Ende der Kräfte und Perspektiven - ich glaub ich hab schon alles probiert: Yoga, Ernährung, Pülverchen, Globuli, Spritzen, Enantone (schlimm), Akupuntur, Psychotherapie bei einem Mann-haha. Alles andere kann ich mir leider nicht leisten. Witzig ist, dass mein Opioid-Pflaster mehr kostet, als meine Miete und ich vermutlich bald wieder eine stärkere Dosierung brauche.

Ich weiß nicht, ob ich jemals einen Job bekomme, wenn ich mir meine bereits vorhandenen 40% GdB aufstocken lasse durch den zusätzlichen Befund der Endometriose. Hat da jemand vielleicht Erfahrungen, wie die Jobaussichten für " Behinderte" sind?

  Gibt es vielleicht Leidensgenossinen im Raum Berlin oder dem Planeten Erde, die ähnliche Erfahrungen gemacht hat?? Oder die einen guten Psychologen kennt? Vielleicht sogar für chronische Schmerzen? 

P.S. Ich habe ein tolles Buch gefunden von Dr. Susan Evans, "Endometriosis and other Pelvis Pain" , bislang nur in Englisch, aber wirklich großartig. Vielleicht hilft es euch auch ein wenig...

 Das beste homöopathische Mittel finde ich die Ampullen, die man sich subcutan injiziert: Endometrium D30. Sprecht aber auf alle Fälle vorher mit eurem Arzt darüber!!

Liebste Grüße

 

 



Hallo, ich fühle mit dir,
Ardanwen

Hallo,

ich fühle mit dir, mir gehts ähnlich von den Schmerzen her (habe auch noch mit Schmerzen durch einen Unfall zu kämpfen) und meine berufliche Situation sieht ähnlich düster aus! Meine Endo-Diagnose habe ich erst seit knapp 2 Wochen und oh Wunder - sehr viele gesundheitliche Beschwerden lassen sich dadruch bei mir erklären.

Auch das Unverständnis der Mitmenschen und Arbeitskollegen, sowie unqualifizierte Ärzte bekomme ich fast täglich am eigenen Leib zu spüren.

Ich versuchs jetzt seit Anfang Februar nur noch mit Osteopathie und Homöopathie, da die "klassische" Schulmedizin, sowie die Opiate bei mir austherapiert sind und ich nur noch mit Nebenwirkungen zu kämpfen habe, egal, was ich an Medikamenten nehme.

Meine letzte Hoffnung ist nun eine Behandlung in einer Schmerzklinik, ich bin mal gespannt, ob mir das weiterhilft. Meine Psychologin hilft mir zwar auch schon seit Jahren immer ganz gut über die Runden, aber ich muss aufgrund von jetzt mittlerweile mehrfachen chronischen Erkrankungen doch in die Schmerzklinik.

Endometrium wollte ich auch mal ausprobieren, bespreche das aber erst mit meinem HP.

Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Kraft, mit deiner Situation umzugehen!

Wir haben hier alle ähnliche Probleme und es tut sehr gut, zu wissen, dass man nicht alleine da steht.

 

LG, Isa