Cannabis auf Rezept bei Endometriose???
Papaya

Hallo....

 hab jetz schon mehrfach im Internet gelesen daß Cannabis bei Endometriose helfen soll.  Hat schon jemand Erfahrungen damit gemacht? Bekommt man das auf Rezept? Wäre eine gute Alternative, hört sich jedenfalls nicht schlecht an was ich darüber gelesen hab. Besser als irgendwelche Chemiebomben oder Hormone. 

LGSmile

 



Ich hab auch schon gehört
Engel07

Ich hab auch schon gehört das man das bei gewissen Krankheiten einsetzt. Da kam mal ein Beitrag im TV wo das ältere Menschen mit chronischen Krankheiten/ Beschwerden bekamen. Ich weiß aber nicht mehr ob das hier in Deutschland war (glaub ich eher nicht). Aber raucht man das Zeug nicht? Was machen die, die Nichtraucher sind. Und vorallem in welcher Dosis. Man darf doch dann auch nicht mehr Auto fahren oder?

Ich selbst hab das noch nie probiert, aber warum nicht- wenns hilft. Hast schon recht, besser als Chemie und Hormone. 

--

Liebe Grüße

Engel



Lilie, ich denk mir mal das
Engel07

Lilie, ich denk mir mal das keiner hier ernsthaft auf die Idee kommt, zu versuchen Cannabis auf Rezept zu bekommen. Das war bestimmt auch nur so ein Gedanke von Papaya.

Aber (auch wenn ich jetzt eins auf den Deckel krieg von Euch), ob man nun von Schmerzmittel oder von Cannabis zugedröhnt ist- es kommt aufs Selbe raus...... >ganzschnellduck<Embarassed

--

Liebe Grüße

Engel



*hihi*  Den Gedanken hatte
lila

*hihi* 

Den Gedanken hatte ich auch schon. Und wenn es gehen würde, ich würde es tun!

Ich glaube vor kurzem wurde Cannabis zur Schmerztherapie zugelassen. Aber was konkretes kann ich dazu leider nicht sagen. Hab das irgendwo gelesen, oder im Radio gehört? Jedenfalls war mal sowas in Diskussion.

Cannabis hin, Cannabis her, ich glaube es ging dabei auch nicht ums "Tütchen rauchen", sondern um einen (oder sogar DEN?) Wirkstoff, der in der Pflanze enthalten ist.

Und das Thema "Drogen" generell, Codein ist heute noch in manchen Medikamenten! Und viele Medis die es so gibt sind chemisch und haben einen netten Abhängigkeitsgrad, da würde ich Cannabis doch mit Kusshand nehmen! Man soll sich ja auch nicht ständig zudröhnen. Und mit den ganzen Ibus mach ich mir auch Gedanken um meine Gesundheit! Die Dosis wirds machen, wie bei Muskatnuss auch ;)  



http://www.schmerz-therapie-d
lila

****** lila, Du bist der
Engel07

***Laughing*** lila, Du bist der Hammer ***Laughing***

Hast aber Recht, die Schmerzmedis gehen mir auch langsam auf den Magen. Muß sie aber leider nehmen dank der Nebenwirkungen von der Valette. Komm mir jeden Tag vor als wär mein Schädel ein Kontrabass in einem Orchester wo kräftig dran gezupft wird. Yell Und das mit dem Codein ist auch richtig. Meine Kleine hat z.B. ein Hustenstiller mit Codein drin.

--

Liebe Grüße

Engel



Warum nicht gleich Opium?
chanelle71

Warum nicht gleich Opium? Smile

Ich backte tatsächlich mal einen Mohnkuchen in der Hoffnung, dass ich irgend etwas merke, aber die Wirkung blieb aus. Wink

--

Liebe Grüsse, Chanelle



Warum nicht gleich Opium?
chanelle71

Warum nicht gleich Opium? Smile

Ich backte tatsächlich mal einen Mohnkuchen in der Hoffnung, dass ich irgend etwas merke, aber die Wirkung blieb aus. Wink

--

Liebe Grüsse, Chanelle



Hm, also ich habe schon
Papaya

Hm, also ich habe schon ernsthaft vor mir das verschreiben zu lassen. Es geht ja nicht ums prall machen (da haun meine Schmerztabletten außerdem schon mehr rein). Hab schon verschiedene Pillen verschrieben bekommen, aber nicht vertragen. In einem Monat 10 Kilo zugenommen,... auch durch Diät nicht mehr runterbekommen.... Schmerztabletten hab ich auch schon einige durch, z.B. Tramadol. Aber schlagen halt sehr auf den Magen, mir ist immer richtig schlecht. So gesehn ist ja Cannabis das harmloseste von allen.

 Grüße, ...



@Papaya: heisst das, Du
chanelle71

@Papaya: heisst das, Du nimmst momentan keine Hormone? Vielleicht wär dann das natürliche Progesteron in niedriger Dosierung etwas für Dich?

--

Liebe Grüsse, Chanelle



@ chanelle  da informier
Papaya

@ chanelle

 da informier ich mich grad was des ist, habs grad im Forum hier entdeckt... Ich nehm keine Hormone, nix, außer Schmerztabletten. Ich will halt auf keinen Fall wieder so zunehmen. Ich war total aufgeschwemmt von der Pille... 



Ja die Nebenwirkungen von
Engel07

Ja die Nebenwirkungen von der Pille hauen ganz schön rein. Kann noch so viel auf das achten was ich eß (soviel ist das schon garnicht mehrFrown) und nehm trotzdem zu. Bald brauche ich Kleidung in Größe "Ein-Mann-Zelt".

--

Liebe Grüße

Engel



@ Papaya
chanelle71

Würde ich auf jeden Fall einmal versuchen in Deinem Fall - das natürliche Progesteron ist nicht wie die künstlichen Gestagene, sondern köperidentisch. Du kannst mit ganz wenig anfangen und dann langsam steigern und sehen, was passiert. Ich denke, auf jeden Fall wird es Dir besser gehen damit als jetzt und als mit der Pille. Smile

Ich hatte einmal einen Freund, der rauchte Cannabis, in der Zeit war er nicht wirklich sich selbst. Find das jetzt keine echte Alternative...

--

Liebe Grüsse, Chanelle



Papaya,    ich würde es
lila

Papaya, 

 

ich würde es auch zuerst mit dem Progesteron versuchen! Und eben auch andere angepriesene Alternativen (Ernährung, TCM). Dieses Cannabiszeug scheint noch nicht wirklich ausgereift zu sein und scheint schon noch ernste Nebenwirkungen zu haben und vor allem der Punkt mit der Abhängigkeit, die laut Google ja wirklich noch besteht!  Und, damit kannst Du Deine Endo auch nicht in Schach halten, was dem Progesteron evtl. ein kleines bisschen doch gelingen kann. 

 

Liebe Grüße

 

Lila  



daß Cannabis bei Endometriose helfen soll
marlen

Hallo Papaya ,

 

du hast geschrieben ,das du mehrfach im Internet gelesen daß Cannabis bei Endometriose helfen soll.

Wo und wer schreibt das, hast du bitte mal ein Quelle dazu.

Denn mein Eindruck ist das die Schmerzbehandlung bei Endometriose

sowieso recht schlecht ist.

 

Es ist doch so das bei Endometriose , die Schmerzlevel sehr unterschiedlich sind.

Das geht von schmerzfrei über leicht,- starke Schmerzen (nur zyklisch) oder chronisch

bis hin zu extremen chronischen Schmerzen, mit Berentung, Schwerbehinderung

und Pflegebedürftigkeit. 

 

 Mein Eindruck ist, das es sehr schwer ist überhaupt eine adäquate Schmerztherapie

mit extremen Endometriose Schmerzen zu bekommen!

 

Schmerzmedikamente der Stufe der 3 , die unter das Betäubungsmittelgesetz

fallen werden bei Endometriose Schmerzen ja fast nicht verschrieben,

weil die Erkrankung auch im Bereich der Schmerzen meist nicht 

ernst genommen wird.

 

 Ob   THC bei Endometriose Schmerzen helfen würde, das wird unklar bleiben,

denn solange dieser "Stoff" so als  böse Droge  gilt , und nur auf BTM Rezept

verschrieben werden kann und dabei noch als Schmerzmittel nur in irgendwelchen

Versuchsreihen auftaucht, wird das kein Arzt bei Endometriose Schmerzen verschreiben.

 

Das hier zu Schmerzen bei Endometriose

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=51195

das ist irgendwie sehr wenig....

 

Papaya, ich weiß nicht ob du als Foren Troll - provozierend  ein "Reiz -Drogen Thema" hier einbringen willst?

oder ob du ernsthaft nach Hilfe gegen die Schmerzen etwas suchst?

 

ernsthaft:

 Allein wenn du den Arzt nach so einem Rezept fragst, kommst du in eine Schublade!

 

Deshalb solltest du , wenn du dies ernsthaft probieren willst, -dann 

wende dich an diese Ärzte  , die geschrieben haben Cannabis  hilft bei Endometriose.

 

Deswegen nochmal die Frage wo steht das, hast du einen Link.?

 

Dann Tramadol und vor allem auch die Schmerzmittel der Stufe 3

Opiate , Morphin, Fentanyl , Oxicodon... ( alle nur auf Rezept Betäubungsmittel )

das sind alles Meikamente die als Nebenwirkung , eine starke Darmträgheit bewirken ( dazu muß Movicol genommen werden)

und auch Übelkeit verursachen und eine Reihe von weiteren Nebenwirkungen.(Harnverhalt..)

 

Bei der Übelkeit ist meist Histamin-  ein Verursacher,

denn diese Medikamente sind Histaminliberatoren.

 

http://www.histaminintoleranz.ch/therapie_medikamente.html

 

Damit Schmerzmittel teilweise besser wirken, wird auch niedrig dosiertes

Amitriptylin oder Doxepin eingesetzt in der Schmerztherapie.

Das sind trizyklische Antidepressiva.

 

Cannabis und Gewicht , wenn du eh Sorge hast das dein Gewicht ansteigen könnte,

ist THC gar nicht geeignet, denn ein gewünschter Effekt ist ,eine starke Appetit Anregung,

denn bei zehrenden Krankheiten und starken Schmerzen kommt es meistens zu

ungewolltem Gewichtsverlust, was noch mehr Kraft raubt.

Cannabis greift auch in den Hormonhaushalt ein, verursacht zb Prolaktinerhöhung...

 

Schmerzmedikamente und Magen, gerade die freiverkäuflichen Ibuprofen, Naproxen

die greifen sehr schnell die Schleimhaut von Magen + Darm an, gerade bei Dauereinnahme und deshalb

wäre ein Magenschutz sehr wichtig.

Es wäre besser einen guten Schmerztherapeuten zu finden, der auch etwas

von Endometriose versteht um dann gezielter Schmerzmedikamente einzusetzen

und dabei wird er auf die Nebenwirkungen achten! und vorbeugen!....

 

Mal abgesehen von dem ganzen Suchtpotential, das oft sehr  verzerrt+falsch dargestellt wird,

bei Kombinationen von Medikamenten kann es vor allem zu gefährlichen

Wechselwirkungen kommen.

 

Wie epileptischer Anfall, Serotonin  Syndrom, Atemstillstand.

Tramadol + Cannabis ist soweit ich weiß eine dieser gefährlichen Kombination!

 

Auch das frei verkäufliche Johanniskraut , was zb als natürliches Antidepressivum gilt,

das kann in Kombination ganz gefährliche Probleme verursachen.

 

Deshalb ist es wichtig,  bei Schmerzen nicht allein rumzuprobieren, 

sondern  schon wegen der Wechselwirkungen sich Hilfe bei einem Schmerztherapeuten

(Schmerzambulanz, Anästhesisten ) zu holen.

Mit Endometriose Schmerzen ist es leider nicht leicht einen Schmerztherapeuten zu finden,

wobei das ist ja nichts neues ist, in Bezug auf Diagnose ,Op´s, Behandlung

ist es mit Endometriose ja ebenso schwierig...

 

 Alles Gute

 Marlen

 



@ Marlen: Da stimm ich dir
Ardanwen

@ Marlen: Da stimm ich dir voll und ganz zu.

Ich war jetzt extra 4 Wochen teilstationär in Schmerztherapie, die kannten sich wirklich sehr gut aus mit Medikamenten, aber ich hatte auch andere Therapien zur Schmerzbewältigung (Krankengym, Psychologische Gespräche etc.) und lasse mich seit einiger Zeit osteopathisch und mit Akupunktur behandeln.

Opiate hatte ich auch schon, haben bei mir anfangs gut gewirkt.  Dann waren da nur noch Nebenwirkungen und die Dosis musste ständig erhöht werden...dazu kamen massiv schlechte Leberwerte.

Einige Schmerztherapeuten haben mir auch von Cannabis erzählt, aber das is einfach nur ein anderes, körperbelastendes Mittel. Es bringt genauso Nebenwirkungen und Abhängigkeit mit sich, wie alle anderen Betäubungsmittel.

Ich werde jetzt mit Amitriptylin behandelt,  ich nehme momentan NUR 10 mg abends, aber es hilft mittlerweile (nach ca. 3 Wochen Einnahme) schon ganz gut.

Und es hat lange nicht die Nebenwirkungen, die bisher eingenommene Medikamente bei mir verursacht hatten.

Also, es hilft wirklich, sich einen guten Schmerztherapeuten oder sogar eine Schmerzklinik zu suchen, die kompetent beraten und die Einnahme individuell betreuen können.



Hey,also diese ganzen
Tinimaus

Hey,

also diese ganzen Nebenwirkungen bei den starken Opiaten (Stufe 3) müssen nicht auftreten- das muss man individuell ausprobieren. Ich nehme seit etwa einem halben Jahr Palexia 200mg und zusätzlich bei Bedarf unretardiertes Oxygesic. Komme damit gut klar, hatte z.B. von Tramal (die eh nicht richtig geholfen haben) heftigst Nebenwirkungen (extremen Juckreiz, Harnverhalt, Verstopfung, Watte im Kopf, Schlafprobleme, etc....) und mit den Medis jetzt komme ich super klar, obwohl die um Längen stärker sind. Klar brauch ich gelegentlich mal Movicol oder auch Dulcolax. Das ist aber nicht nur auf die Medis zurückzuführen, denn das schwankt auch von selber sehr stark, d.h. wenn ich über einen Monat wirklich nur die Schmerzmedis und kein Abführzeugs nehme, hab ich in der Zeit die gesamte Bandbreite von Durchfall bis Verstopfung.

  Und ich bin relativ stabil mit der Dosis. Bei solchen Schmerzmitteln muss man die Dosis meist erst erhöhen, wenn die Schmerzen stärker werden, eine richtige "Opiatgewöhnung" was die Schmerzen angeht, gibt es ganz selten, d.h. man muss meist nicht die Dosis erhöhen, weil der Körper sich dran gewöhnt hat. Und die Opiate machen auch meist bei wirklichen Schmerzen NICHT psychisch abhängig. Natürlich muss man die ausschleichen, wenn man die irgendwann absetzen kann. Das ist aber deswegen, weil der Körper sonst Entzugssymptome zeigt (keinen psychischen Entzug, dass man das Verlangen danach hat, sondern körperlichen Entzug, der sich z.B. durch Übelkeit und Erbrechen bemerkbar macht- und diese körperliche Abhängigkeit ist NICHT gleichzusetzen mit Opiatgewöhnung, das ist was anderes).

Cannabis ist bestimmt nicht besser als diese Chemie-Sachen - das hat damit gar nichts zu tun, dass Schmerzmedis böse sind, weil sie eine Chemiebombe sind. Jeder pflanzliche Wirkstoff ist für den Körper ein Fremdstoff. das ist keine wirkliche Argumentation. Viele der synthetischen oder auch halb-synthetischen Medikamente sind modifizierte pflanzliche Pharmaka. Diese synthetische Abwandlung und Standardisierung ist auch das, was Medikamente sicher macht, was die Dosis angeht. Das kennt man doch aus Berichten über so Drogen wie Heroin, auch Cannabis etc- da kann man sich teilweise nicht sicher sein, wie viel vom Wirkstoff da drin ist, weil das in der Natur immer schwankt. In dem einen Hanfblatt ist dann viel drin, in dem anderen weniger. Und es gibt vor allem Medikamente, die wirklich aus der Natur stammen, aber natürlich viiieeeele Nebenwirkungen haben, Morphin z.B. ist Bestandteil des Schlafmohns, und ist meines Wissens nach überhaupt nicht synthetisch abgewandelt. Digitoxin, das ist ein sehr heftiges Medikament, das bei Herzschwäche (Herzinsuffizienz) eingesetzt wird, das stammt aus den Blättern des Fingerhuts. Also total natürlich. Damit kann man aber ganz schnell Menschen umbringen, weil das eine ganz enge therapeutische Breite hat, d.h. die kleinste wirksame Dosis ist nicht viel niedriger als die kleinste tödliche Dosis. Das heißt, ein bisschen zu viel hat ganz schlimme Konsequenzen.

Ob lieber Cannabis oder lieber chemische Schmerzmittel- also, die chemischen sind meiner Meinung nach sicherer... Da ist dann wichtig, dass man einen guten Schmerztherapeuten hat (ich hab keinen- das hat bisher mein Hausarzt gemacht und jetzt macht die Rezepte zwar ne ausgebildete Anästhesistin, aber ich hab Hoffnung, das Zeug bald loswerden zu können, wenn mal einer die Ursache für die Schmerzen und entsprechend auch die Darmblutungen findet- schreit alles nach Endo-Rezidiv...) hat. Leider kennen sich wirklich viele Ärzte damit nicht aus. Die Frau, die grade die Rezepte für mich macht, dachte, dass Endometriose in der Gebärmutter ein Normalbefund ("also normales Endometrium?") wäre. Die hat sie auch sonst nicht mehr alle. Wenn das noch länger gehen sollte, muss ich mir ne Alternative suchen....

Und noch was: heftige chronische Schmerzen sind nicht unbedingt ein Grund für Schwerbehinderung und Pflegebedürftigkeit- wenn eine gute Medikation vorhanden ist, geht das auch. Ich studier mit dem Zeug auch weiter und mach selbstständig meinen Kram. Wäre auch mit 23 Jahren echt vermessen, zu sagen, ich kann nicht weiter studieren und meinem normalen Leben nicht nachgehen. Ein bisschen Einschränkungen hab ich, wenn ich mal Tage hab, wo ich mit Schmerzmitteln nicht so gut was ausrichten kann, aber sonst gehts. 

Liebe Grüße, TIni



@ marlen Foren-Troll? Vielen
Papaya

@ marlen

Foren-Troll? Vielen Dank!Frown Ich mach mir halt Gedanken wie ich mit meiner Krankheit weiterleben kann, ohne mich mit Hormonen, Antidepressiva oder sonstigen Chemiezeugs vollzustopfen. Ich vertrag das alles nicht... War lediglich eine Frage von mir, ob schon jemand damit Erfahrung gemacht hat. 

LG, Papaya

 



Hallo Papaya! Bin seit
Elena

Hallo Papaya!

Bin seit langem wieder im Forum und auf Deinen Post gestossen.

Ich muss sagen, dass nachdem meine Schmerzen nach ca. 4 Hammer-Tabletten (wie Tramadol, Tilidin und Ketanov (gibt es in DE nicht)) überhaupt nicht nachgelassen hatten... musste ich zu Cannabis greifen. Und ich muss sagen, dass ich nach ca. 10 min überhaupt keinen Schmerz mehr verspürt habe und nach Tagen endlich wieder ruhig schlafen konnte. Nicht nur einmal hat mir dieses "Mittelchen" geholfen. Ich weiss nicht, wie ich diese Tage des heftigsten Schmerzes sonst überstanden hätte.

 Also, es hilft!!! Und wenn es hilft, warum nicht?! Das chemische Zeugs, was wir sonst schlucken ist auf keinen Fall gesünder.

Und wer hier so tun würde, als wäre das total unverständlich und "wie kann man nur", der hat, behaupte ich, noch keine RICHTIGEN Endo-Schmerzen gehabt!! Dafür lege ich meine Hand ins Feuer.

 Von dem her finde ich Deine Idee gut. Wir kriegen es nur nicht verschrieben, weil die Pharma-Industrie es nicht unterstützt und dabei nicht viel verdient.

LG



Hallo Lilie, da geb ich dir
Tinimaus

Hallo Lilie,

da geb ich dir Recht. Elena, diese Behauptung find ich auch ganz schön frech. Es gibt genug Mädels, die heftigste Schmerzen haben und dass da angeblich nur Cannabis hilft, ist QUATSCH. das ist echt unverschämt, sorry, dass ich da so direkt bin, ich bin sehr sehr hart im Nehmen und glaub mir, ich weiß, was unerträgliche Schmerzen sind. Bei Bauchschmerzen reicht mir Novalgin, aber was mein Darm seit 10 Monaten täglich veranstaltet, da haben nicht mal Tramal, Tilidin usw.  geholfen. Da geht dann aber auch noch was anderes, Tramal ist nicht das obere Ende der Fahnenstange. Stichwort BtM-Rezept!!!!!!!!!!! Das ist garantiert um einiges sicherer als die ach so natürlichen Hanfblätter. Lies dir mal meinen letzten Beitrag durch, und darauf kannst du dich verlassen, dass das kein Kram ist, den ich irgendwo bei Wikipedia gelesen hab, ich studier nebenbei so ein bisschen Medizin im 9. Semester. Morphin ("Chemiebombe") und seine halbsynthetischen Abkömmlinge stammen aus dem Schlafmohn (Morphin selbst) und dieses natürliche Mittel Morphin wurde dann ein bisschen modifiziert, dadurch entstanden die anderen Wirkstoffe.

Liebe Grüße, Tini



Hallo Mädels,  zunächst
Elena

Hallo Mädels,

 zunächst möchte ich hier was klar stellen:

 @Lilie

Ich habe niemanden zum Drogenkonsum angestachelt und niemanden aufgerufen mitzumachen. Es wurde lediglich von meiner persönlichen Erfahrung damit gesprochen. Außerdem möchte ich gar nicht, dass andere Leute hier die gleiche Meinung haben wie ich. Jeder hat seinen Kopf und seine eigene Meinung. Menschen sind verschieden..

Ein gescheiter Arzt kann die Schmerzen ebenfalls nicht immer lindern. Es hängt, soweit ich weiss, vom Patienten und von dem Endo-Grad ab, wie schnell und vor allem welche Medikamente wirken. Wenn sie überhaupt noch wirken. Und in meinem Fall wirken sie eben auch in großen Mengen nichts.  Die 5x6 cm große Raumforderung, die bei mir direkt auf dem Nerv sitzt kann nicht operiert werden. Tabletten und Spritzen greifen nicht. Und nun?

Aufpassen, wenn ich chemische Präparate chemisch nenne, muss ich nicht. Mittlerweile habe ich so viel davon gegessen, dass es in Jahren nicht raus geht. Jeder muss für sich entscheiden.

Rausgebrüllt habe ich auch nichts. Ich bitte euch, bevor solche Urteile gemacht werden, den Post nochmals zu lesen. 

Dass Cannabis und Schmerzmittel unterschiedliche Dinge sind ist jedem klar. Jedoch geht es hier um die Wirkung, soweit ich gelesen habe.

  @Tini

 Ich habe nicht geschrieben, dass nur Cannabis hilft. Deshalb bitte ich auch hier den Post nochmal zu lesen. Diese Unterstellung finde ich ungerecht.

Novalgin wirkt bei mir leider lange nicht mehr. Ich wäre sehr froh, wenn es was helfen würde. Morphine verschreibt mir mein Doktor nicht, da er sie zu heftig findet. Die Probleme mit dem Darm sind bei mir nicht so ausgeprägt, wie bei dir. Deshalb kann ich verstehen, dass bei dir auch das "Rote" Rezept in Frage kommt. 

 Ich weiß nicht, wie die "Modifikaiton" von den Stoffen von Statten geht, glaube aber eher weniger, dass es in einem Gewächshaus gemacht wird. Das ist eben der Unterschied zu Cannabis. Hier wird nichts modifiziert.

 

Nochmal, dass es klar ist: ich bin kein Drogenanhänger und bei Gott kein regelmäßiger Konsument von Cannabis. Der Post galt als Antwort bzw. Erfahrungsaustausch. Genauso ist er auch geschrieben. Also, kein Aufruf zur Meinungsgleichheit! Auch kein Gebrülle.

Deshalb möchte ich wirklich bitten, dass die Posts genau gelesen werden, ohne verschiedene Additionen.

Viele Grüße,

Elena 



Hi,  ich habe kürzlich
Ricky68

Hi,

 ich habe kürzlich einen Bericht gelesen, in dem stand, dass für eine ganz bestimmte Erkrankung nun Cannabis zugelassen werden soll.

Leider weiß ich nicht mehr, welche das war.

Auch ging es darinl darum, ob in Natur oder nachgeahmt, in dem der Wirkstoff künstlich hergestellt wurde.

Also so absurd ist das gar nicht.

Und wenn es Elena hilft warum nicht? Problematisch ist nur, dass es (noch) verboten ist...

 Als ich bei meiner  Not-OP warten mußte, weil kein OP-Saal frei war, habe ich auch ein Opiat bekommen...boarr, war es mir schlecht. Bei jeder Bewegung mußte ich mich sowas von übergeben.

Was besser war wußte ich nicht mehr, die Schmerzen waren weg, so wie ich auch...aber das Brechen habe ich doch viel zu bewußt wahrgenommen...bis mir endlich vor der Narkose der Assistent ein passendes Mittel dagegen gegeben hat...

Aber ich schweife ab...sorry...

Und dieser Künstler, der ALS hatte, dem wurde auch Cannabismißbrauch vorgeworfen, aber er wurde letztendlich nicht gerichtlich belangt, da er nachweisen konnte, dass es das einzigste war, was ihm noch gegen sein extremen Schmerzen half.

--

Lieben Gruß

Ricky



Mein Nachbar planzt sein
chanelle71

Mein Nachbar planzt sein Cannabis auf dem Balkon. Ist wohl nicht verboten, sie zu pflanzen, nur das Rauchen? Mein Bruder hatte während seiner WG-Zeit auch so eine Pflanze auf dem Balkon, er sagt, davon hätte er irgend eine Allergie bekommen. (?) Und auch, dass das damals einfach "in" gewesen sein. Geraucht hätte er das Zeug nicht. (hmm.. wie ich auch immer, habe nicht genauer nachgefragtInnocent)

Mit meinem Ex-Freund bin ich auch mal vom Norden, wo wir wohnten, in die Stadt gefahren mit Cannabis im Kofferraum. Glücklicherweise wusste ich damals nicht, dass das nicht legal ist (naiv wie ich war).. hätte mich wohl glatt die Aufenthaltsbewilligung für Kanada kosten können... Embarassed auf Jahre hinaus. 

Ansonsten - ja, ist wohl deshalb problematisch, weil's nicht legal ist. Könnte wohl auch eine Schliessung des threads bedeuten, wenn hier mal jemand reinschaut, der zuständig wäre (ist wohl nur selten der Fall). 

Was sind denn mögliche Schäden durch Cannabis-Missbrauch? Die Fertilität wird ja herabgesetzt, hat es auch einen Einfluss auf die Hirnzellen, langfristig meine ich?

--

Liebe Grüsse, Chanelle



Soweit ich weiß, wird
Ardanwen

Soweit ich weiß, wird Cannabis auch in Deutschland bei einigen schweren Erkrankungen als Medikation verschrieben.

Als Beispiel: Der Opa eines Bekannten von mir ist an Parkinson erkrankt, bekommt als Linderung der Symptome (Zittern, Bewegungseinschränkung) auch eine Cannabis-Medikation, was bei ihm auch eine Besserung seines Zustandes bewirkt.

Allerdings muss er das Medikament selbst zahlen, was sehr sehr teuer ist, so erzählte der Bekannte mir jetzt auf Nachfrage (ca. 600 Eur für eine Monats-Packung).

Als Info dazu habe ich mal einen Link eingesetzt:

http://www.cannabis-med.org

Das ist die Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin, unter "Deutschland" und  "medizinische Möglichkeiten" findet sich einiges interessantes zu diesem Thema. Die Seite an sich ist auch sehr aufschlussreich.

Was ich aber immer wieder erwähnen muss: Viele, ganz viele Ärzte kennen sich NICHT wirklich mit einer geeigneten Schmerzmedikation aus.

Ich habe seit meiner Kindheit chronische Erkrankungen, im Laufe der Jahre kamen immer mehr dazu, zuletzt Endometriose...alle meine Erkrankungen sind mit großen Schmerzen verbunden, bis hin zu Bewusstlosigkeit.

Ich bin vor einem Jahr dann bei Morphiumpräperaten und Opium gelandet. Geholfen hat es anfangs etwas, obwohl ich auch mega Nebenwirkungen hatte.

Nach einiger Zeit haben selbst diese BTM-Gesetz unterliegenden Mittel nichts mehr bei mir geholfen, obwohl ich in schmerztherapeutischer Behandlung war, also dachte, der Arzt muss sich ja auskennen.

Jetzt war ich 4 Wochen in einer Schmerzklinik, die sich mit einer multimodalen Schmerztherapie (Medizin, Psychologie, Physiotherapie, Ergotherapie, Gruppengespräche) ausschließlich mit chronischen Schmerzpatienten beschäftigt, ich bekomme jetzt nur noch 1 Medikament, es ist ein Antidepressivum, was eine schmerzlindernde Wirkweise hat.

Hier mal ein als Erklärung der Wirkweise ein Auszug zu meinem momentanen "chemischen" Schmerzmedikament:

"Amitriptylin gehört zur Wirkstoffgruppe der trizyklischen Antidepressiva und hat auch deren Wirkungsweise.

Alle Nervenreaktionen des Gehirns werden durch Botenstoffe wie beispielsweise Serotonin und Noradrenalin vermittelt. Diese Botenstoffe sind in kleinen Bläschen an den Nervenenden gespeichert und werden bei Erregung des Nervs ausgeschüttet. So gelangen sie an an andere Nerven und binden sich dort an spezielle Bindungsstellen (Rezeptoren). Daraufhin leiten die betroffenen Nerven das Reizsignal weiter. Nachdem sie ihre Aufgabe so erfüllt haben, werden die Botenstoffe über spezielle Transportsysteme wieder in ihre Speicher aufgenommen oder von Enzymen abgebaut.

Amitriptylin hat eine zweifache Wirkung. Einmal besetzt der Wirkstoff im Gehirn verschiedene Bindungsstellen für Botenstoffe und verändert damit den Einfluss dieser Botenstoffe auf den Gehirnstoffwechsel. Zum zweiten blockiert Amitriptylin Transportstoffe, die die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin nach erfolgter Signalübertragung wieder in ihre Speicherplätze zurückbefördern. In der Folge verbleiben Serotonin und Noradrenalin länger am Wirkort und ihre Wirksamkeit steigt. Amitriptylin löst auf diese Weise Angst- und Spannungszustände und hebt depressive Verstimmungen auf. Der beruhigende Effekt von Amitriptylin tritt in der Regel sehr schnell ein, während die stimmungsaufhellende Wirkung erst nach etwa zwei Wochen regelmäßiger Einnahme einsetzt.

Bei chronischen Schmerzen ist oft die Verarbeitung der Schmerzsignale im Gehirn gestört. Der Botenstoff Serotonin spielt eine große Rolle beim Aufbau eines Filters für eingehende Schmerzsignale. Durch die Beeinflussung des Serotonins kann Amitriptylin die ständige Einnahme von Schmerzmitteln ersetzen. Der Wirkstoff muss zur Schmerzlinderung dann aber regelmäßig über einen langen Zeitraum eingenommen werden.

Der Wirkstoff kann zudem bei chronischen Schmerzen, die häufig auch eine seelische Komponente haben, innerhalb eines Therapiekonzeptes angewendet werden. Die Schmerzskala, die Amitriptylin dabei abdeckt, reicht von leichten bis mäßig starken Schmerzen bis hin zu starken bis sehr starken Schmerzen. Behandelt werden können mit Amitriptylin beispielsweise Kopfschmerzen, bei Migräne-Anfällen sowie Fibromyalgien (Schmerzen am Bewegungsapparat), aber auch andere Schmerzzustände."

Wie gesagt, ich habe jetzt erst, nach ca. 20 Jahren (bin 27!) damit eine Linderung für meine Schmerzen gefunden, nachdem ich jahrelang von einem inkompetenten Arzt zum nächsten geschickt wurde und am Ende als Simulant abgestempelt wurde.

Vielleicht ist es eine Anregung für alle, die nicht mehr weiterwissen, wie sie mit ihren Schmerzen fertig werden sollen und auch wie ich schon bei den härtesten Mitteln gelandet sind ohne Erfolg, sich mal mit dem Thema "Schmerzklinik für chronische Schmerzpatienten "zu beschäftigen :-)

 

 



Hi,   ich denke wir reden
Ricky68

Hi,

 

ich denke wir reden hier ja nicht darüber, dass sich jemand dauerhaft "zudröhnt" .

Ich persönlich bin nicht der Mensch, der bewußtseinsverändernde Mittel einnehmen kann, ich traue dem nicht.

Unter ärztlicher Kontrolle ist es etwas anderes und eben, wenn einzelne Menschen meinen sie können damit umgehen, würde ich mich nicht als Moralapostel aufschwingen wollen... 

 Letzendlich ist es aber gerade egal, ob jemand Alkohol oder Cannabis als Mittel zum Zweck benutzt. Es tut dem Körper nicht gut. Genausowenig wie starke Schmerzmittel etc...

--

Lieben Gruß

Ricky



Hmm.. also
chanelle71

Hmm.. also "bewusstseinsverändernde Mittel" sind für mich ansonsten genau so die ganzen Gestagene, die einem die Gynäkologen häufig als Alleinmittel bei Endometriose anbieten. Sealed

Ihr glaubt gar nicht, wie schlimm es mir damit immer ging. Mich selber war ich zumindest schon sehr lange nicht mehr. Und viele Leute müssen sich gefragt haben, was mit der Person geschehen ist, mit der sie einmal Gespräche zu führen pflegten.. von daher, ja: irgendwo ist die Linie wirklich nur sehr fein. Möchte hier auch niemanden anprangern. Ich selber suchte nach Alternativen zu Hormonen und hätte alles dafür getan, um diese NW los zu werden. Fuhr sogar bis nach AT für eine OP, die wir auch komplett selber bezahlen mussten. 

--

Liebe Grüsse, Chanelle



Hi Chanelle, ja, leider
Ricky68

Hi Chanelle,

ja, leider wirken bei mir die Hormone auch stark, weswegen ich keine mehr nehme.

Ich habe es erst richtig gemerkt, als ich sie nach einem halben Jahr abgesetzt habe. Es war, als wenn endlich die watte in meinem Gehirn entwich.

Ausserdem wirkte es auch auf mein Gemüt, was ich aber mit viel Willen unterdrückte. Also die schlechte Stimmung, so dass es niemand merkte, was aber enorme Kraft brauchte.

Ich habe das Gefühl, dass ich auf alles was ich meinem Körper zuführe sehr stark reagiere.

Morgen habe ich nun meine erste Kontrolluntersuchung und bin so was am Hoffen, dass alles in Ordnug ist, damit ich weiterhin ohne Hormone bleiben kann.

 

--

Lieben Gruß

Ricky



Hey Ricky Du sprichst mir
chanelle71

Hey Ricky

Du sprichst mir aus der Seele - ja, es kostete sehr viel Kraft, immer vorzugeben, es sei soweit alles ok und dabei war gar nichts gut. 

Ich für mich habe das Gefühl, ich reagiere v.a. auf Hormone so extrem. Hatte durch die Pille auch ernsthafte Brustveränderungen (zum Glück gutartig, aber ich musste es biopsieren lassen..) und Schilddrüsenprobleme, u.a. Vitiligo, gefühllose Hände usw. Das hat sich alles wieder normalisiert unter der Mirena, zum Glück. Nun habe ich sie auch raus, seit 3 Tagen, und warte mal, was passiert...

Ich drücke Dir fest die Daumen, dass morgen alles ok ist!

--

Liebe Grüsse, Chanelle



Hallo Lilie,  ich verstehe,
Elena

Hallo Lilie,

 ich verstehe, dass mein Post vielleicht nicht allen passt bzw. dass nicht alle damit einverstanden sind. Warum nicht ist nur meine eigene Meinung.  In unserem Land ist dieses Mittel illegal. Aus diesem Grund werden wir dementsprechend erzogen. Und aus diesem Grund reagieren wir so negativ darauf.. Dennoch bin ich der Meinung, dass wenn es irgendwann zur Schmerztherapie legalisiert wird, dieses Thema von einer ganz anderen Seite diskutiert wird.

Vielen Dank für deinen Link bezügl. Dr. Possover. Da es der einzige Doktor ist, der wohl als erster solche OP durchgeführt hat (d.h. Nervenbahnen befreit), ist er auch mir bekannt. Die Befunde und alle Unterlagen sind bereits bei ihm.

Viele Grüße

Elena



@ Ricky: ich bin auch nicht
Tinimaus

@ Ricky:

ich bin auch nicht der Mensch, der gerne Schmerzmittel nehmen mag. Wenn man darüber redet, was dem Körper gut tut und was nicht,  sind Dauerschmerzen auch nicht besser. Ich habe vor meiner 1. OP überhaupt nichts genommen, nachdem mir Ibu und Co, alles was frei verkäuflich war, überhaupt nicht geholfen hat. Wobei ich sonst auch nie was genommen hatte, höchstens mal ne Ibu 400 bei Kopfschmerzen. Weil ich auch Adenomyose hab und mit 23 eine GM-Entfernung nicht in Frage kommt, hatte ich hinterher noch an ein paar Tagen im Monat stärkere Schmerzen und hab mir dann mal Novalgin verschreiben lassen. Und es ging mir so viel besser! ich kann ordentlich Schmerzen aushalten, ohne was zu nehmen, aber habe mittlerweile gelernt, dass es besser ist, ab einem bestimmten Level was dagegen zu tun, weil Schmerzen auf Dauer extrem anstrengend sind.

Letztes Jahr im Oktober fingen bei mir unter anderem Darmblutungen und heftigste Enddarmschmerzen an. Sitzen ist ne Katastrophe.  Hab das 6 Wochen ohne Schmerzmittel mitgemacht, weil nicht mal zwei Novalgin ansatzweise geholfen haben. War abends immer fix und alle, wenn ich von Seminaren in der Uni nach Hause kam. Und so sah ich auch aus, als ich dann mit meinem HA über ne Schmerzmedikation gesprochen hab. Haben 3 Monate gebraucht, das richtige zu finden. Tramal und Tilidin haben nur in Höchstdosis halbwegs geholfen, ist einfach zu heftig. Ich war richtig schockiert, als mein HA meinte, ich soll regelmäßig retardierte Opioide nehmen.Und seit ich ne gute Medikation hab (Palexia retard 200mg regelmäßig und bei Bedarf unretardierte Oxygesic dazu), gehts mir so viel besser. Hätte natürlich sagen können, näh, ist mir alles zu ungesund- nee, da sind Dauerschmerzen ungesünder als ne richtige Medikation. Opioide machen auch keine Organschäden. Sind also gesünder als Ibu und Co, auf Dauer. NSAR machen Magen, Nieren und Herz kaputt. Novalgin ist abgesehen von ganz seltenen Leukozytenabfällen recht unschädlich. Wenn man von ernsten Nebenwirkungen absieht (z.B. Harnverhalt, den hatte ich von Tramal), sind die Opioide völlig ok. Da muss man eben ausprobieren, welches man verträgt. Ohne regelmäßige Schmerzmedis müsste ich mich dauernd ins Bett legen, weil ich nicht sitzen kann. Dann hätte ich mein Studium an den Nagel hängen können, ein Großteil der Freizeit mit Freunden wäre nicht möglich, da hätte ich keinen Spaß am Leben. Abgesehen davon, dass Schmerzen Stress ohne Ende für den Körper bedeuten. Hatte vor kurzem Magengeschwüre. Kann gut sein, dass die Schmerzen dazu beigetragen haben. Und ich bin seit längerem stabil mit der Dosis. Mussten nur 1mal erhöhen, das war nach Ende der Trenantone (die nix geholfen hat). hab jetzt noch ein paar Untersuchungen und hoffe, dass dann endlich bald mal die Ursache beseitigt werden kann. Ist einfach höllisch schiefgelaufen alles. Ich mag die Schmerzmittel auch nicht mehr sehen. Aber es ist das geringere Übel. Ich kann wirklich was aushalten, aber jeden Tag unerträgliche Schmerzen machen Lebensqualität zunichte. Dann wäre ich jetzt ein psychisches Wrack. So hab ich die letzten 10 Monaten, in denen gesundheitlich ALLES schiefgelaufen ist, bis auf ein paar Hänger einigermaßen unbeschadet überstanden. 

Solche Medis kann man eh nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen. Hat nix damit zu tun, ob man selbst meint, dass man mit dem Zeug umgehen kann- wenn man es braucht, dann braucht man es, und das muss eh ein Arzt verschreiben und genau dokumentieren (BtM-Rezepte haben eine Wahnsinnsbürokratie dahinter) Dazu zwingen auch die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes. Mein Hausarzt weiß da sehr gut, dass er mir das bedenkenlos verschreiben kann, weil ich da gut mit umgehe. Das würde der ja merken, wenn ich in immer kürzeren Abständen ein neues Rezept bräuchte. Tu ich aber nicht. Und eine Dosissteigerung ist bei Opioiden auch meist nur nötig, wenn die Schmerzen stärker werden, eine richtige Opiattoleranz (was die schmerzstillende Wirkung angeht) gibts ganz ganz selten. (Anästhesiekurs in der Uni, nicht Wikipedia) Eine Toleranz gibt es z.B. gegen die sedierende Wirkung. Deswegen müssen Leute, die wegen dieser Wirkung davon abhängig werden, die Dosis irgendwann steigern, teilweise um das 10-fache der eigentlich erlaubten Höchstdosis. Holen sich die Rezepte dann von verschiedenen Ärzten und Apotheken. Und auch diese psychische Abhängigkeit ist bei retardierten (!) Opioiden selten. weil die nicht so einen "Kick" machen. Und wenn man das als Dauermedi nimmt, bekommt man immer Retardierte. dann als Bedarfmedi was unretardiertes. So hab ich das auch. Die Dinger machen zwar alle körperlich abhängig, soll heißen, wenn man es absetzt, gibts je nachdem - Übelkeit, Erbrechen etc. Deswegen muss man es ausschleichen und kriegt dann keine körperlichen Entzugserscheinungen. Eine psychische Abhängigkeit meint das Verlangen nach dem Zeug, weil man es braucht, um ruhiger im Kopf zu werden. Die Gefahr ist bei Opioiden recht gering, wenn man retardierte nimmt...

So, das wollte ich mal loswerden... 

Liebe Grüße, Tini



@ Elena: habe eben schon
Tinimaus

@ Elena:

habe eben schon viel an Ricky geschrieben, was ich auch als Erklärung für dich meine. 

Ich wäre auch sehr froh, wenn Novalgin mir bei diesen krassen Schmerzen helfen würde. Es hilft nicht deswegen nicht, weil ich mich dran gewöhnt hab, sondern weil die Schmerzen zu heftig sind. Gegen sonstige Bauchkrämpfe hilft mir Novalgin immer. Aber nicht gegen die Enddarmschmerzen, da konnte es nie was ausrichten. Tut mir leid, dass es dir auch nicht hilft.

Du schreibst: Und wer hier so tun würde, als wäre das total unverständlich und "wie kann man nur", der hat, behaupte ich, noch keine RICHTIGEN Endo-Schmerzen gehabt!! Dafür lege ich meine Hand ins Feuer.

also, ich find das mit dem Cannabis solange unverständlich, wie man nicht BtM-Zeug ausprobiert hat, das ist um einiges sicherer, als Cannabis... (deswegen find ich die Behauptung total daneben, dass man dann noch keine RICHTIGEN Schmerzen hatte- doch, hab ich, und ich kann ne Menge aushalten, auch ohne Medis) weil eben wirklich genau die Menge Wirkstoff drinsteckt, wie auf der Verpackung steht. Mein Hausarzt hat auch lange gezögert, bis er ein BtM-Rezept geschrieben hat. Ihm war das aber lieber als die Höchstdosis Tramal, die ich 1. nicht vertragen hab und 2. nicht gut geholfen hat. Da würde ich mir entweder nen anderen Hausarzt suchen, oder mal schauen, ob er, wenn er sich nicht traut, mit dem BtM-Rezept, dir ne Überweisung zur Schmerzambulanz gibt. Das hat mein HA bei mir mittlerweile auch gemacht. Hat aber monatelang selbst Rezepte geschrieben, jetzt halt an eine ausgebildete Anästhesistin abgegeben. (und die Frau geht gar nicht..werd wohl wechseln, wenn nicht demnächst mal an die Ursache der Schmerzen und dementsprechend den Darmblutungen- das hat relativ gleichzeitig angefangen- gemacht werden kann) Schmerzambulanzen gibts egtl an jeder Uniklinik und teilweise auch ne normale Praxis mit niedergelassenen Anästhesisten.

Liebe Grüße, Tini