Zukunftsangst!!!
Lischa

Ich bin jetzt seit 7 Jahren an Endo erkrankt, weiß es allerdings erst seit 2 Jahre, dass es Endo ist.

Meine Ausnildung ist extrem geferdet und ich weiß keinen Ausweg sie zu ende zu bringen. Ich habe die Künstlichen Wechseljahre schon bekommen  aber es wurde nicht besser sondern schlechter. Beim Homopaten und Heilpraktiker war ich auch ohne Erfolg.

Ich weiß nicht wie mein Leben weiter gehen  soll. Ich falle vor schmerzen in Ohnmacht und habe einen ständigen Dauerschmerz. Ich war bei 5 Spezialisten von der Endo Liga und hatte 5 Op´s

 

HILFE!!!! 



Ich bin doch erst 21!!!
Lischa

Ich bin doch erst 21!!!



Hallo liebe Lischa Das tut
tiger

Hallo liebe Lischa

Das tut mir sehr leid für dich dass du solche Schmerzen erleiden musst. Was für eine Ausbildung machst du denn? Gibt es vielleicht eine Möglichkeit dass du evtl. für eine Zeit lang in eine Schmerzklinik gehen könntest und so zuerst mal zu dir zu schauen und danach die Ausbildung wieder in Angriff nehmen könntest?

Liebe Grüsse



Ich bin im Einzelhandel.
Lischa

Ich bin im Einzelhandel. Leider kann ich die Ausbildung nicht unterbrechen und dann weiter machen. Das wird von meinem Arbeitgeber nicht gestattet. Was ich auch wirklich schade finde. Ich weiß einfach keinen Ausweg mehr und nicht schlägt an. =( Ich bin sooooo deprimiert.



Oje, das klingt wirklich
Butterkeks

Oje, das klingt wirklich nicht schön. Fühl dich erstmal ganz lieb gedrückt *tröst*.

Wie meinst du das, dass du schon seit 7 Jahren Endo hast, es aber erst seit 2 Jahren weißt??? Vor 7 Jahren warst du doch erst 14???
Glaubst du, dass du damals schon Endo hattest, weil du schon damals Schmerzen bei der Mens hattest?
Ich frage, weil ich grad auch am grübeln bin wie lang ich die Endo schon hab. Hatte mit 15/16 auch schon starke Mensbeschwerden, dann hab ich viele Jahre die Pille genommen und es war okay.
Das muss ja aber nicht heißen dass ich damals schon die Endo hatte, oder?

Auch Nicht-Endo-Frauen haben Schmerzen bei der Mens, vor allem junge Mädchen. Zudem entwickelt sich Endo doch unter Östrogeneinfluss oder nicht? Bei jungen Mädchen geht´s mit dem richtigen/massiven Östrogeneinfluss aber erst in der Pubertät, also kurz vor Eintritt der ersten Mens los. Wenn es so ist, dann ist es doch fast unmöglich, dass ein junges Mädchen gleich in ihrem ersten Zyklus so massive Endometriose entwickelt dass sie so stark drunter leidet, oder? Weiß hier vielleicht jemand Bescheid wie das bei jungen Mädchen ist? Würd mich echt mal sehr interessieren?!

Aber zurück zu dir, liebe Lischa!
WQelche Therapien hast du denn jetzt schon probiert? Pille im Langzeitzyklus? Gestangene?
Wann war die letzte OP? Warst du nie schmerzfrei, also auch nach der OP nicht???
Hast du schon ne Reha gemacht? Geht sowas nicht auch während der Ausbildung?

Liebe Grüße, Butterkeks



Hallo Lischa, ich stimme
Normandy

Hallo Lischa,

ich stimme allen fleißigen Schreiberinnen zu. Was du da schreibt klingt nicht schön und hört sich ziemlich verfahren an. Ich weiß nicht, ob ich das dir oder jemand anderen geraten habe, aber ich würde mich an deiner Stelle mal in einer Schmerzambulanz vorstellen um dich sozusagen mal schmerzfrei zu bekommen. Viele Schmerzen können leider auch schon chronisch sein, nach so vielen Jahren der Schmerzen muss man leider davon ausgehen. Ich musste mir jetzt selbst in der Schmerzambulanz eingestehen, das der ein oder andere Schmerz sicherlich schon chronisch ist. Dagegen hilft leider kein Schmerzmittel. Diese Vorgänge werden neurophsiologisch vom Gehirn gesteuert. Sozusagen ist dein Bauch in ständiger Alarmbereitschaft und nimmt jedes Zwicken als unnatürlich starken Schmerz war. Ich soll es jetzt mit einem leichten Antidepressiva probieren. Ich kann leider noch nicht sagen, wie es wirkt, da ich es erst seit ein paar Tagen nehme und solche Medikamente immer erst einen Spiegel aufbauen müssen. 

Was deine Ausbildung angeht: in welchem Lehrjahr befindest du dich? Und gehst du im Moment überhaupt arbeiten? Ich denke eine Reha könnte für dich zum Vorteil werden, da gibt es auch etwas speziell für Schmerzen. Du könntest dich auch mal bei deiner Krankenkasse erkundigen, was sie so anbieten?

Bei einer Krankmeldung kann dir rein rechtlich dein Arbeitgeber garnichts. Schlimmstenfalls erreichst du dein Lernziel für das Ausbildungsjahr nicht und musst dieses wiederholen. Was aber in Anbetracht deiner Lage noch das Beste wäre. Dann hast du auch für dich etwas Luft und Zeit, wieder für dich zur Ruhe zu kommen. Was und wie du schreibst, klingt alles ganz schön chaotisch und am Rande der Verzweifelung. Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut.Jetzt heißt es tief durchatmen und mal stark überlegen, was du ändern kannst und welche Möglichkeiten dir bleiben. Was die Arbeit betrifft, versuch es nüchtern und sachlich zu nehmen. Nicht jeder Arbeitgeber oder auch Kollege hat für deine Erkrankung Verständniss, einfach aus reiner Unwissenheit. Ehe du dich versiehst, verbaust du dir damit ein Stück selbst.

Lass dich von der Erkrankung nicht übermannen.

--

Liebe Grüße Mandy :-)

Glück und Harmonie hängen nicht wie Äpfel oder Birnen an den Bäumen,sie sind das Resultat von Entscheidungen.

 



Hallo Lischa, das hier hab
Tinimaus

Hallo Lischa,

das hier hab ich dir vor ein paar Tagen in einem anderen Thema geschrieben, ich weiß nicht ob du es gesehen hast, daher nochmal hier. ich seh das so wie Mandy, das wäre ein Punkt wo man ansetzen muss, wenn es anders nicht geht. Sonst kommst du aus dem Teufelskreis "Schmerzen - nicht arbeiten können - Frustration" nicht raus.Die richtige Adresse dafür wäre ein niedergelassener Anästhesist, der sich auf Schmerztherapie spezialisiert hat oder die Schmerzambulanz in der Uni. Frag am besten mal deinen betreuenden Spezialisten, ob er dir da jemanden empfehlen kann, der sich mit Endometriose gut auskennt. dass der sich auskennt, ist ganz wichtig!!!! ich bekomme meine Hammermedis z.Zt. nicht mehr von meinem Hausarzt, sondern eben einer niedergelassenen Anästhesistin... und die wusste beim 3. Gespräch immer noch nix über die Krankheit. Beispiel, ich hab ihr erklärt, dass bei der letzten OP meine Adenomyose bestätigt wurde. war auch so nett, zu übersetzen, "ich hab Adenomyose, also Endometriose in der Gebärmutter." - ihr Resümee vom Gespräch war: "also das heißt, dass die in der Gebärmutter nur normales Endometrium gefunden haben?" (Endometrium = Gebärmutterschleimhaut)- kein Kommentar! Yell hab nur einmal tief Luft geholt, um nicht vor Wut zu platzen (und dafür muss einiges zusammen kommen, bis ich hoch gehe) und meinte nur: "nein das ist in die Muskulatur reingewachsen!!!!!" (so long- sie hat da nix mehr zu gesagt und ich bin gespannt, ob das endlich mal bei ihr im Kopf angekommen ist.

also nun das vom anderen Thread:

 

Hallo lisa,

ich kann dir vielleicht ein paar tipps bzgl der schmerzen geben. wenn die im griff sind, gehts bestimmt wieder mit der ausbildung, versuch dich nicht entmutigen zu lassen, auch wenns schwer ist..... 

warst du schon mal in einer richtigen schmerztherapie? meinst du mit schmerzmitteln eine stufe unter morphium, die stufe 2-opiate (tramal oder tilidin = valoron)? was nimmst du denn da?

ich bin 23 und hab seit 2 jahren die krankheit. seit 10 monaten hab ich beim sitzen extreme schmerzen (jeden tag), dazu darmblutungen, naja, und ich studiere im 9. semester medizin. bauchschmerzen sind so mit novalgin hinzukriegen (wegen adenomyose), aber diese enddarmschmerzen, da haben mein hausarzt und ich alles ausprobiert, nix hat geholfen (also novalgin, tramal, tilidin, katadolon), dabei bin ich alles andere als schmerzmittelgewöhnt, nehme erst was, wenns gar nicht mehr geht.  steck jetzt noch mitten in der diagnostik, weil meine ex-FÄ nur mist gebaut hat, daher zieht sich das schon so lange.... zwischendurch noch alles mitgenommen, magengeschwüre, laktoseintoleranz, darmfissur, jetzt dauernd blasenentzündungen..grrr. 

was wir dann gemacht haben, also medikation,  ist folgendes (und auch so als anregung für dich): weil alles andere nicht geholfen hat, hab ich dann ein morphinpräparat bekommen. also betäubungsmittel-rezept (das sind stufe-3-opioide, also die morphin-abkömmlinge). ich hab jetzt regelmäßig, also jeden tag, retardierte (= langsam freisetzende) schmerzmittel- bei mir ist das "palexia 200mg" (das ist schon knapp die höchstdosis). bei bedarf kann ich dann "oxygesic akut" nehmen. zu den beiden medis hab ich noch "amitriptylin", das ist eigentlich ein antidepressivum (das brauch ich aber zum glück gar nicht), wird aber in niedriger dosierung als sogenanntes koanalgetikum eingesetzt. gegen depressionen bräuchte man mindestens 3x am tag 25 mg, ich nehme nur einmal am tag, abends vor dem schlafengehen 25mg. hilft auch beim einschlafen, macht nämlich hundemüde.

ich denk mal, dass das für dich auch eine option wäre, also ein koanalgetikum wie amitriptylin dazu, falls du das nicht schon hast. und dann eben stärkere schmerzmittel. damit kann man ganz gut arbeiten (krieg damit mein studium genauso gut auf die reihe wie in der zeit, als ich "nur" mit den starken bauchschmerzen ärger hatte- bloß durch wahnsinnig viele arzttermine und krankenhaus in der letzten zeit musste ich kurse verschieben), es macht zwar am anfang höllisch watte im kopf, man steht halt so ein bisschen neben sich, aber nach einiger zeit pendelt sich das so ein, das kennst du bestimmt schon von deinen medikamenten. 

wenn du fragen hast- nur zu! lass den kopf nicht hängen, auch wenns schwer fällt- es geht immer irgendwie weiter!

liebe grüße, tini

 



Lischa!
NinaLuca

Hab seit Jahren Endometriose und hab schön langsam gelernt, mich mit ihr zu "arrangieren"...

Meine "Therapie" bestand und besteht aus vielen Ansätzen. Hab eine OP hinter mir und nehme die Jasmin-Pille im Dauerzyklus- ist war teuer, aber (für mich zumindest) gut verträglich. 

 Was noch gegen die Schmerzen, die  Angst, die Hilflosigkeit und Zysten durch die Endo geholfen hat, war

-Luna Yoga, und das REGELMÄSSIG, jeden 2.Tag 20 Min. (Buch: Adelheid Ohlig "Luna-Yoga")

- Visualisierungstechniken (Buch: Angelika Koppe "Mut zur Selbstheilung")

-Umstellung der Ernährung (möglichst kein Zucker, viel gekochtes, grünes Gemüse, viel Tee, vor allem Fenchel, Frauenmantel, Melisse..., wenig Milchprodukte, KEIN rotes Fleisch). Ich weiß nicht, ob es stimmt, aber ich hab gelesen, dass rotes Fleisch sehr stark das Endo- Risiko erhöht. Bekomm' auch immer Bauchweh davon.

-Psychotherapie!

-Massagen

-wenige Monate leichte Antidepressiva die schmerzlindernd wirken und chronische Schmerzen reduzieren

-nachdem die Schmerzen weniger wurden, Schmerzmittel nur bei Bedarf und dann RECHTZEITIG. Wenn man bemerkt, dass Schmerzen kommen oder kommen könnten, sofort etwas einnehmen.

 Für MICH war's wichtig mich mit der Krankheit auseinanderzusetzen, sie war oft schrecklich und quälend, ich fand sie aber auch immer fast interessant, weil ich wissen wollte, was mir mein Körper damit sagen will.  Ich hab' sehr viel über das Bild, das Wesen der Frau, über's Frausein nachgedacht und fand für mich heraus, dass es wichtig war, meinen Körper UND auch meinen Geist ganzheitlich zu heilen (was wohl ein lebenslanger Prozess bleibt). Ich weiß nicht warum oft noch geraten wird die GM entfernen zu lassen, weil das vielen Frauen eben nicht geholfen hat.

Ich denke, viel Hoffnung liegt darin seinen Körper, sein Immunsystem zu stärken und auch die Psyche. Denn die Psyche beeinflusst deine körperliche Gesundheit ebenso, was meist total vernachlässigt wird.

All diese Dinge helfen nicht nach einer Woche gesünder zu werden. Aber seit zwei Jahren baue ich die oben beschriebenen Punkte in mein Alltagsleben ein, und mir gehts ganz gut (so gut's halt gehen kann ;) ). Ich versuche, auf mich zu achten, am besten aber geht's mir mit einem Ausgleich an gesundem Leben und unbeschwertem sich-Freiheiten-lassen. Gelassenheit war dabei ganz wichtig. Krass gesagt, drauf schei**en, was andere über mein Äußeres und Inneres denken, nicht jedem gerecht werden, beim Essen mit Genuss und nicht mit schlechtem Gewissen sündigen, nicht gesundheitsfanatisch leben, sich auch mal betrinken, wenn man Lust drauf hat, und Alleinsein, wenn das Bedürfnis dazu da ist.

greetz