Schwere Entscheidung: Blasenendometriose, Bauchschnitt mit Blasenteilresektion vs. Laser-OP
Tinimaus

Hallo zusammen,

 ich stehe vor einer recht schwierigen Entscheidung und brauche mal eure Hilfe... Ich bin 23 Jahre alt und bei mir wurde vor ca. 4 Wochen  im Rahmen einer Blasenspiegelung eine Blasenendometriose festgestellt. Es handelt sich um drei Herde von jeweils 1cm Größe, die an der Blasenrückwand sitzen. Beschwerden sind so die üblichen Verdächtigen: Schmerzen beim Wasserlassen bei der Periode, Blut im Urin während der Periode, Blasenentzündungen, mehrfacher vollständiger Harnverhalt (3x notfallmäßiger Arztbesuch in 6 Wochen) und Blasenentleerungsschwierigkeiten.

Am Mittwoch war ich in der Endometriosesprechstunde in Lübeck bei Frau Prof. Hornung. Sie hatte dann noch mal Rücksprache mit meinem Urologen gehalten, ob er aufgrund der Lage usw der Herde meint, dass man diese Herde auch mit einer endoskopischen OP (im Rahmen einer Blasenspiegelung, also TUR-OP unter Vollnarkose) lasern kann. Der sagte, dass es wohl möglich wäre. Sie stellt mir nun die Entscheidung frei, ob ich die Laser-OP möchte oder lieber eine offene OP (Bauchschnitt mit Blasenteilresektion). Bei einer Laser-OP ist die Gefahr größer, dass es wieder kommt, z.B. weil es sein kann, dass man nicht alles "erwischt". Der Vorteil an der Laser-OP wäre der geringere Aufwand, schnellere Heilung, die OP ist evtl sogar ambulant möglich und hat weniger Risiko. Die Blasenteilresektion hat mehr Risiken, ist eine sehr große OP und erfordert mindestens 10 Tage Krankenhausaufenthalt, und mindestens 10 Tage Dauerkatheter. Der große Vorteil wäre eine geringere Rezidivrate, also weniger Risiko, dass es wieder kommt.

 Natürlich wäre es toll, wenn das Ganze mit der TUR-Laser-OP getan wäre. Es kann keiner vorher wissen, zu welchem Prozentsatz man selbst gehört, zu den Glücklichen ohne Rezidiv oder zu den Pechvögeln. Dazu werde ich mir auch noch mal Statistiken und Studien anschauen, ich bin zwar sonst kein Fan von Statistiken, aber das wird ein schlagendes Kriterium sein. Denn ich möchte wirklich im Moment nichts mehr als mal meine Ruhe zu haben. Mir geht es seit einem Jahr gesundheitlich mies, ohne heftigste Schmerzmittel, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen (Palexia und Oxygesic), könnte ich kein normales Leben führen und hätte mein Studium so lange an den Nagel hängen können.Dazu einen völlig falschen Therapieansatz, der mich viel Zeit gekostet hat, und ein Haufen Nebendiagnosen- hatte ne Gastritis mit zwei Magengeschwüren und daher 2 Magenspiegelungen, PCO-Syndrom neu dazu gekommen, Laktoseintoleranz, ein absolutes Chaos in einer anderen Klinik mit Endometriosezentrum (schlecht informierte Ärzte, die mal so vergessen hatten, dass ich neben den Höllenschmerzen, die seit einem Jahr täglich da sind, auch Darmblutungen habe, keiner hat richtig mit mir geredet), dort eine total unnötige OP und unvollständige Untersuchungen, und die Herde an der Blase scheinen die mal so "übersehen" zu haben, obwohl die im MRT deutlich zu sehen und im Befund beschrieben waren.

Ich muss mir am Montag auf jeden Fall einen Termin in der Uro-Klinik holen, um mich da gründlich wegen der TUR-OP beraten zu lassen. Das würden die Urologen alleine machen, die große OP machen die Gynies mit einem Urologen zusammen.  Ich fühl mich im Moment noch nicht in der Lage, zu entscheiden, was mir lieber ist, daher bin ich auf Informationssuche. Mein allergrößtes Bedürfnis ist zur Zeit einfach, dass ich nach dem ganzen Ärger meine Ruhe habe, dafür würde ich auch die große OP in Kauf nehmen. Ich hab gerade Semesterferien, und wenn ich nach der TUR-OP dann ein Rezidiv haben sollte, müsste eh die große OP gemacht werden, die dann bestimmt mitten ins Semester fällt. Durch den ganzen verworrenen Kram und den ganzen Untersuchungen, die vor der "ergebnislosen OP" gemacht wurden, musste ich schon Kurse verschieben und muss daher ein Semester länger studieren. Dazu die Dr.Arbeit, die sich ohne Ende verzögert. Klar geht Gesundheit vor und bei dem langen Studium ist es egal, ob man 1 oder 2 Semester länger macht, das tun eh die meisten... Stellen gibt es wie Sand am Meer, Ärzte werden überall gesucht.., und ich hab das Glück, einen sehr lieben Dr.Vater zu haben, der das genauso sieht, dass meine Gesundheit definitiv vor geht, obwohl er selbst Zeitdruck hat und meine Daten braucht. 

Ein Risiko ist es in beiden Fällen. Mit Glück hätte ich nach der TUR-OP meine Ruhe. Mit Pech nicht. Ich muss da noch mal reichlich drüber nachdenken und drüber schlafen.Mein Gefühl schreit nach Sicherheitsbedürfnis.

Ich würde mich über eure Erfahrungsberichte freuen, vielleicht hatte jemand von euch ja so ein Problem. Würde gerne wissen, wie das verlaufen ist, während und nach der OP (Komplikationen, Rezidiv, was haben euch die Ärzte vorher geraten?), wie es euch jetzt geht und welche Probleme mit einer Blasenteilresektion bzw Laser-OP auftreten können.... 

Liebe Grüße, Tini



Hallo Tini,    ohje, da
lila

Hallo Tini, 

 

ohje, da haste aber auch was an der Backe.

Erfahrungen habe ich mit beiden Dingen nicht, da die Endo bisher Gott seis gedankt, meine Blase verschont hat. Eine Teilresektion der Blase stelle ich mir furchtbar vor.

Ich hatte ledigtlich nach der OP Probleme mit meiner Blase. Brennen und echt ganz fieses stechen.

Und wie Du selbst schreibst, 10 Tage KH und 10 Tage Katheter. Zudem ist das dann eine echt große OP. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich mich für die Lasermethode entscheiden. Ich denke, dass es ein Versuch wert ist. Es besteht die Möglichkeit, dass man alles gut entfernen kann. Selbst bei der großen OP bist du vor einem Rezidiv nicht geschützt. 

Liebe Grüße

 Lila  

 

 

 



Hallo Lila, danke für deine
Tinimaus

Hallo Lila,

danke für deine Nachricht. Ich glaub, das ist die schwerste Entscheidung, die ich bisher treffen musste. Habe mal medizinische Datenbanken durchstöbert, was aktuelle Studien zum Vergleich TUR-OP vs. Blasenteilresektion angeht. Die Datenlage geht durchgängig in eine Richtung. Die Rezidivrate (Fälle, bei denen es wieder kommt) liegt bei der TUR-OP je nach Studie zwischen 35-100 %. die 100 % kommen in 2 von 3 Studien vor, ich werd natürlich noch weiter recherchieren... bei allen Patienten mit Rezidiv nach TUR-OP wurde dann eine Blasenteilresektion gemacht. und der Vergleich: die Rezidivrate bei der Blasenteilresektion liegt bei 0 % in allen Studien (auch bei den Patientinnen mit Rezidiv nach TUR OP)..... spricht für sich und das macht mir die Entscheidung für die große OP deutlich leichter... zudem gibt es ein Buch von Prof. Ebert, das man bei Google Books teils lesen kann. Der Teil zur Blasenendometriose ist komplett lesbar. Er erwähnt die Laser-OP überhaupt nicht als Therapieoption bei Blasenendometriose... nur die Resektion. Werd noch ein paar Nächte drüber schlafen...

Liebe Grüße, Tini



Hallo Tini,  dann scheinst
lila

Hallo Tini, 

dann scheinst Du Deinen Favoriten schon gefunden zu haben ;)

Ich habe bisher erst eine große OP hinter mir und für mich steht fest, dass ich mit allen Mitteln versuchen werde, weitere große OPs zu verhindern.

Aber Du hast Recht. Lieber gleich ordentlich sanieren (dann noch zu einem Zeitpunkt in dem man es sich "leisten" kann), zumal Du ja schon eine unnötige OP hinter Dir hast. 

Weiß jetzt gar nicht mehr, zu welchem Arzt Du gehst, aber ich denke, Du wirst Dich bereits für einen guten entschieden haben.

 Ich wünsche Dir alles Gute und halte uns doch auf dem Laufenden!

 

Liebe Grüße

Lila  



Hallo Lila,ja, ich denke
Tinimaus

Hallo Lila,

ja, ich denke schon, dass das trotz allem die bessere Entscheidung ist. Leider findet man im Internet sehr wenig vernünftige Literatur bzgl Blasenteilresektion. Das Verfahren wird anscheinend selten anwendet. Bei Blasenkrebs nur in ganz wenigen Fällen, wenn der Tumor noch klein ist und andere Voraussetzungen erfüllt (sonst muss die ganze Blase raus, mit anschließend künstlicher Harnableitung- über den Darm oder Bildung einer Neoblase aus Dünndarm, etc...).

Bei Blasenendometriose scheint es aber mittlerweile Verfahren der Wahl zu sein (Blasenendo ist recht seltene Diagnose und daher sind allgemeine Infos recht mau, was Komplikationen und so angeht, Vergleichsstudien gibts aber viele, wenn auch mit geringen Fallzahlen), da die Ergebnisse der TUR-OP so schlecht sind. Ich bin in Lübeck bei Frau Prof. Hornung. Sie hat mich letztes Jahr im April schon mal operiert. Bin wegen der krassen Darmschmerzen und den Darmblutungen, sowie sämtlichen anderen Beschwerden nach fehlgeschlagenem Versuch mit Trenantone (der in dem Fall auch nicht hätte versucht werden dürfen, das habe ich leider zu spät gelernt, da war das Depot schon drin, man verlässt sich ja eigentlich auf die Kompetenz der Gyn, zu der mich jetzt keine 10 Pferde mehr bekommen) nur deswegen in eine andere Klinik gegangen, weil klar war, dass wegen der Darmspiegelung letztes Jahr vor Trenantone, die nicht zu beurteilen war, noch mal ne Darmspiegelung ansteht und ich kenne bei uns in der Uni alle Gastroenterologen- habe da 4 Wochen Praktikum gemacht und bin dort mit allen per Du.... da wollte ich das nicht. Bei den Gynäkologen hätte ich damit kein Problem gehabt, weil ich später definitiv keine Gynäkologin werden will, und daher hab ich da außer dem 5-tägigen Pflichtpraktikum noch nicht gearbeitet. Dazu ist mein Dr.Vater Darmchirurg, und wegen ihm bin ich öfter mal dort auf Station zu Besuch...kenne da auch alle. Doofe Lage. Weil es aber in der anderen Klinik katastrophal gelaufen ist, beiße ich jetzt doch in den sauren Apfel "eigene Uniklinik". Studiere dort im 9. Semester. Naja, und bei den Urologen kenne ich auch keinen. Bzgl Darm müssen wir abwarten. Alles spricht für ne rektovaginale Endometriose, Tastbefund und so war auch da, vor der Hormontherapie. Zur Zeit dummerweise nicht, aber blutet weiter und tut höllisch weh (Morphinpräparate hochdosiert und täglich). Darmkrämpfe im linken UB während der Mens und heftigste Schmerzen auf Toilette hab ich dann auch. also möglich, dass was am Sigma klebt. Da sollen jetzt erstmal Kontrolluntersuchungen gemacht werden, wenn da wieder ein Tastbefund ist, gehen wir das an. Im Moment ist das zu unsicher.

Ich werd noch mal mit Frau Prof. Hornung drüber sprechen, wenn sie Ende der Woche vom Kongress wieder da ist. Morgen lass ich mir nen Termin zum Beratungsgespräch in der Uro-Klinik geben. Die können mir ja über beide Verfahren was erzählen, ich brauche bestimmt so oder so dort einen Termin, denn auch bei der offenen OP ist ein Urologe dabei. Die brauchen meine Befunde, und die Frage bzgl Harnleiterschienen muss geklärt werden. Ich weiß, dass ich nicht aus Zucker bin und kämpfen kann, die OP werde ich denke ich schon wegstecken. Habe gerade in den letzten anderthalb Jahren mit den ganzen "Katastrophen am Schnürchen" gemerkt, dass ich mich auf meine Freunde und meine Familie immer verlassen kann.

Was für eine OP hattest du denn? Kann ich gut verstehen, dass du die großen Sachen unbedingt verhindern möchtest. Aber  ich denke, wenn eine große OP sein muss oder unter den Alternativen die erfolgversprechendere ist, dann ist es die längere Heilungszeit etc wert. Besser, als monate- oder jahrelange Beschwerden, und lieber einmal richtig als dauernd lari-fari, und dann doch die große OP sein muss.

Liebe Grüße und alles Gute, Tini

 

P.S. über Erfahrungsberichte würde ich mich trotzdem freuen, man findet soooo wenig Infos über Blasenteilresektionen, nicht mal in Urologie-Fachbüchern.. nur diese vergleichenden Studien, aber sehr wenig zu den möglichen Komplikationen. Laut Experten hier soll es weniger komplikationsträchtig zu sein, als es klingt...



Hi Tini,  oh mann, du
Mrs. Jinx

Hi Tini,

 oh mann, du machst Sachen :-( Tut mir echt leid, was du alles durchmachen musst!!

Erfahrungsberichte  kann ich dir leider auch nicht liefern, sorry. Ich kann dir nur meine Meinung sagen. Ich würde mich für die Blasenteilresektion entscheiden. Mir wäre das Rezidivrisioko bei der TUR- Laser- OP zu hoch, vor allem, wenn ich daran denke, dass bei einem Rezidiv doch noch eine Blasenteilresektion ansteht. Dann würde ich lieber, sozusagen auf Nummer sicher gehen, auch wenn das natürlich ein großer und unangenehmer Eingriff ist. Nichts desto trotz würde ich mich nochmal mit den Docs unterhalten und das Für und Wider beider OP- Methoden besprechen. Das ist eine richtig schwere Entscheidung. Ich hoffe für dich, dass du die richtige Entscheidung triffst und dass egal wie diese ausfällt, du Menschen hast, die hinter dir stehen und für dich da sind!!

 Liebe Grüße

--

Sei ein Terrier und kämpfe!!!!!



Hallo Tini,
Mariele

ich möchte mich dazu enthalten, was besser wäre, da ich nicht direkt betroffen bin, was die Blase betrifft, außer, dass ich seit der letzten OP unter einer Reizblase leide, obwohl die gar nicht an der Blase direkt dran waren. Habe nur überlegt, ob es evtl. Dir was bringen würde, Dir eine 2. Meinung in Berlin oder evtl. woanders in einem Endo-Zentrum zu holen? Obwohl ich andererseits auch die Erfahrung gemacht habe, 3 Ärzte , 3 Meinungen, da war ich zum Schluss noch verwirrter als vorher. Trotzdem würde ich evtl. wieder eine 2. Meinung einholen. Liebe Grüße und alles Gute, Mariele



Hallo Tini,  manchmal denke
lila

Hallo Tini, 

manchmal denke ich auch, wer viel weiß, muss viel abwägen ;)

Aber es ist doch mal von Vorteil dass Du und vor allem Dein Vater voll in der Materie drin sind. Aber wie gesagt, leichter macht es das ganze bestimmt nicht.

Ich würde jetzt auch gerne zwei Empfehlungen bezüglich Ärzten aussprechen. Aus persönlicher Erfahrung kann ich Dir Dr. Korell empfehlen. Der hat häufig schwere OPs, auch Darm und Blase.

Und von Dr. Keckstein weiß ich auch, dass er ein Toparzt ist, der sich ebenfalls sehr gut mit der Materie auskennt. (Eine Freundin war dort). 

 Ist nur die Frage ob Du Dich in die Richtung orientieren möchtest, da Du ja schon eine Ärztin hast und Dein Vater sicherlich auch einige Kollegen kennt die gut sind. Aber überleg Dir das noch mal mit den beiden Ärzten. Du kannst sie ja mal per Mail anschreiben. 

 

Ich hatte die Endo auf dem Darm sitzen. Dort wurde dann auch geschnibbelt und war eigentlich das Schlimmste an der ganzen OP. Eine Teilresektion musste zum Glück nicht gemacht werden und da bin ich soo froh drüber! Sonst wurden auch noch andre Herde im Becken  entfernt (Bänder, Harnleiter etc. pp.). Ich glaube am unangenehmsten ist es wirklich, wenn andre Organe mitbetroffen sind. Wurde bei mir übrigens alles per Bauchspiegelung gemacht. Da blieb mir der fiese Bauchschnitt erspart. 

Und die Schmerzen am Darm kann ich gut nachvollziehen!  Momentan denke ich, dass ich mich lieber wieder schneller einer kleinen OP unterziehen möchte, als wieder ewig zu warten und dann wieder eine größere OP zu haben. Das legt einen schon länger lahm. 

Mail die Beiden doch einfach mal an.

Liebe Grüße

Lila  



Hi Franzi,ohhh schön von
Tinimaus

Hi Franzi,

ohhh schön von dir zu hören, ich hatte in dem Chaos der letzten Wochen völlig vergessen, dir zurückzuschreiben, I'm sooooo sorry!!!! Du warst im Urlaub an der Ostsee, richtig? Ich hoffe, du hast ihn so richtig genossen. Wie gehts dir sonst?

Ich hab jetzt am 20.9. einen Termin in der Uro-Klinik zur Beratung. Denke aber auch mal, dass ich die Blasenteilresektion möchte. Ist sicherer... wäre das letzte Jahr nicht gewesen und der Zeitverlust, den ich schon durch diese eigentlich in dem Fall nicht indizierte und natürlich fehlgeschlagene Trenantonetherapie hatte, würde ich das bestimmt mit TUR versuchen, aber da bin ich jetzt echt vorbelastet und will Nägel mit Köpfen machen...

 

Hi Lila,

nee, mein Vater hat davon keine Ahnung ;) der ist kein Arzt, habe sonst auch keine Ärzte in der Familie. Ich meinte meinen Dr.Vater, der meine kleine süße statistische Doktorarbeit betreut. *grins* Der ist wirklich ein Engel, deswegen weil er diesen ganzen Zeitaufschub bzgl der Arbeit toleriert hat (ich konnte 4 Monate nix machen, weil ich nie wusste, wann mein blöder Zyklus wieder da ist und dementsprechend, wann ich für die Untersuchungen ins Krankenhaus muss). 

Weiter fahren werd ich deswegen nicht...da bin ich zu dolle vorbelastet jetzt... war hier in Lübeck letztes Jahr sehr zufrieden, bin dann wegen der Darmbeschwerden aber woanders, 300km weit weg, hingegangen- ich will nicht das Krankenhaus pauschal verurteilen, sonst sind die gut- aber Fakt ist, dass ich die ganze Fahrerei und Zeitverzögerung von mehreren Monaten hatte, und dort wurde dann die Blasenendo nicht gesehen (obwohl im MRT beschrieben), mehrere Ärzte hatten auch mal so vergessen, dass ich Darmblutungen hab und nicht nur krasse Darmschmerzen... deswegen möchte ich jetzt gern hier vor Ort bleiben, habe mich in der Sprechstd bei Prof Hornung wieder gut aufgehoben gefühlt, war einfach sooo ruhig und ich daher überhaupt nicht gestresst. Nach dem Stress und dem Chaos davor, in der anderen Klinik...ist ein eindeutiges Argument...

Ich glaub auch, dass Organbefall das unangenehmere ist... auch was die OP angeht. Was bei mir mit dem Darm ist, da müssen wir Kontrolluntersuchungen abwarten. Verdacht ist und war immer rektovaginale Endo, es war vor der Trenantone auch ein Tastbefund da, der scheint unter Trenantone etwas geschrumpft zu sein (z.Zt kein Tastbefund), aber es blutet weiter und die Schmerzen haben sich auch nicht gebessert. Wenn da wieder was tastbar ist, gehen wir das an, sonst ist das zu unsicher, man muss da halt alles mögliche auseinander basteln, um dort hinzukommen..

Warst du selbst bei Dr. Korell? Ich bereue meine Entscheidung mittlerweile echt, denn der stand für mich auch zur Debatte, was die Darmgeschichte da angeht. Hatte mich dann trotzdem für die andere Klinik entschieden.. naja, und wie gesagt, die Fahrerei möchte ich jetzt nicht noch mal auf mich nehmen, weil ich mich hier in Lübeck gut aufgehoben fühle.

 

Hi Mariele,

danke für deine Tipps :), 2. Meinung hab ich auch schon überlegt...und eigentlich hab ich die. Ich hab ein recht aktuelles Buch bei Google Books gefunden, von Prof. Ebert....man kann das Kapitel über Blasenendo komplett lesen und er erwähnt als Therapiemöglichkeit nur die Blasenteilresektion, gar nicht die TUR-Op. Eine Freundin hatte auch Blasenendo und da hatte wohl der Spezi aus Erlangen gesagt, dass er die TUR-OP nicht empfiehlt aufgrund der Datenlage... Kontakt zu Berlin werde ich nicht mehr aufnehmen... das hat so seine Gründe.

Wegen der Reizblase, das ist blöd, das tut mir leid :( kann sein, dass Nerven geärgert wurden und die Blase daher spinnt. Hatte nach meiner letzten LSK auch kurzfristig Blasenprobleme (Harnverhalt), aber da ich 2 Wochen später und danach noch 2x wieder nen Harnverhalt hatte, kann das auch an der Blasenendo statt an der LSK gelegen haben... Blasenendo merkt man recht eindeutig meistens- Schmerzen beim Wasserlassen während der Periode mit Blut im Urin, dazu Blasenentleerungsstörungen bis zum Harnverhalt, der bei mir zyklusunabhängig war. (meine das nur für dich als Hinweis, auf was du achten kannst :)). Hatte aber auch mal nen Herd (oberflächlich, nicht wie jetzt in der Muskulatur) auf dem Blasendach, der sich dann als zeitweilige Reizblase bemerkbar gemacht hat.

 

Liebe Grüße an euch alle! :)



Hallo Tini,
Mariele

Blasenendo, zumindest tief inf., scheine ich ja dann nicht zu haben, weil ich glücklicherweise keine Schmerzen beim Wasserlassen habe. Blut während Periode kann ich nicht feststellen, da GM raus ist und ich die Visanne durchnehme. Ja, an so einen Herd auf dem Blasendach habe ich auch schon gedacht, hört man ja hier auch recht oft. Seit ein paar Tagen, verrückterweise seit ich die "Blasentabletten" , wie Oxybutinin, Trospium und noch 2 hatte ich, weglasse, geht es mir besser. Vielleicht muss ich meine Blase mit ihren angegriffenen Nerven einfach ein bisschen in Ruhe lassen. Dafür spielt jetzt mein Darm bekloppt (geht schon weiter oben los, daher öfters Krämpfe und Durchfälle auch Schmerzen, gerade nicht so toll, muss aufpassen, dass ich nicht unter 50 Kilo komme).

Ach, siehste , jetzt dachte ich Berlin ist das non plus ultra. Weil in Lübeck war ich nur mäßig zufrieden. Die Fr. Prof. hatte gesagt, meine GM sei in Ordnung, dabei hatten hier 2 "normale" Gyns schon im U.Schall gesehen, dass ich höchstwahrscheinlich Adenomyose habe, was sich nach der OP auch bewahrheitet hatte. Nur wäre ich halt lieber in einem Zentrum operiert worden. Aber sie wollte ja nicht. Man hört von hier und da mal was Gutes mal was weniger Gutes, wenn ich zu einem Zentrum müsste, ich wüsste jetzt gar nicht mehr wohin und das nervt mich irgendwie auch. Und Österreich ist mir dann doch etwas zu aufwändig. Alles nicht so einfach. Ich drück dir jetzt schon mal die Daumen, dass alles gut verläuft, egal mit welcher Art von OP und dass deine Blase sich dann schnell wieder erhohlt. Liebe Grüße und danke für die Infos, Mariele



Hey Mariele, ja, das mit dem
Tinimaus

Hey Mariele,

ja, das mit dem Nonplusultra  dachte ich auch... naja, neee.. nicht wirklich.... da macht sicher jeder andere Erfahrungen. Meine sind nicht gut...

Das mit der Adeno bei mir, hatte Prof Hornung in der LSK letztes Jahr gesehen bzw stark vermutet, ist jetzt auch via erneuter LSK bestätigt. Im US wars auch stark zu vermuten (nicht in Lübeck), aber das scheinbar aufgrund der starken Durchblutung..

Diese Darmkrämpfe kenn ich auch, hab ich während der Trenantone paar Mal gehabt und während der letzten Periode auch.. das war echt heftig, ich dachte ich fall jeden Moment vom Klo... autsch :( naja, der blutet ja auch und heftige Enddarmschmerzen hab ich eh jeden Tag seit Okt 2010 (die Blutungen auch seitdem). dank der Trenantone, wie gesagt, müssen wir das erstmal weiter kontrollieren...

ja, das mit der Blase würd ich abwarten... geärgerte Nerven brauchen ein bisschen, bis sie sich wieder beruhigen.... blöd.

Naja, ich soll am Freitag nachmittag noch mal bei Prof Hornung vorbei schauen, damit wir das mal persönlich besprechen..dank Kongress ging das jetzt nur via Mail.... mh, mal schaun.

Liebe Grüße, Tini 



Hi Tini,
Mariele

hatte heute (und auch schon einmal vor 3 Wochen) 2 Mal Schmerzen sofort nach dem Wasserlassen. Jetzt habe ich doch wieder Schiss. kann nicht genau sagen, ob es die Blase ist, glaube aber schon. Vielleicht doch mal zum Spezi, aber ich weiß ja nicht wohin. Was ist denn LSK? Laparoskopie? LG, Mariele



Hi Mariele, LSK =
Tinimaus

Hi Mariele,

LSK = Laparoskopie, also Bauchspiegelung. Wegen der Blase, so hat das bei mir zumindest angefangen- hatte häufiger mal son Ziehen nach dem Wasserlassen, das war aber recht harmlos. Oft ne gereizte Blase, die mich nachts auch gerne mal wegen winzigen Mengen geweckt hat. Und mal Blut im U-Stix beim Doc. Mit den Schmerzen beim Wasserlassen während der Mens, das kam erst jetzt. Vielleicht wär es sinnvoll, wenn du erstmal beim Urologen vorbei schaust, wurde schon mal ne Blasenspiegelung gemacht? Da hat der Uro das bei mir gesehen. Und eben im MRT, da wars auch sichtbar.

Liebe Grüße, Tini



Hallo Tini,
Mariele

ja, der Uro hat vor einigen Monaten bereits eine Blasenspiegelung gemacht und sagte "alles okay". MRT wurde auch gemacht, dabei wurde nur eine winzige Zyste - 6 mm o.ä. - gefunden, zwischen Vagina und Blase. Alle MRT Spezi, 2 Gyns , waren sich einig, dass daher die Beschwerden nicht sein könnten. Der Gyn hier, also ein Klinikdirketor eines kleinen KKHs hier, meinte "ach, dann schauen wir mal eben rein". Also mal eben flott eine LSK. Das habe ich mal so stehen lassen. Für mich ist das aber eine OP mit viel Angst und Schmerzen verbunden. Den nächsten Termin bei ihm habe ich abgesagt (Nase voll). Wenn OP, dann nur in einem Zentrum. Falls die mich denn operieren wollen. Na, ja, und vielleicht ist es ja doch "nur" eine Reizblase?! Oder überwiegend Psychosomatik?... Die Lebensqualität ist halt nur seit der LASH sehr eingeschränkt (denke öfters, hätte ich mal die GM drin gelassen), okay Schmerzen (Flanke links) fast weg, dafür Blase, die nicht recht funktioniert. Mist. Stehe ziemlich verzweifelt da.

Was hast du für einen Termin morgen (habe gelesen). In Lübeck zur Besprechung? Wofür hast du dich denn nu letztendlich entschieden? Oder wollt ihr das zusammen nochmal durchgehen?

Danke und alles Gute, Mariele



Hallo Mariele, ich hab heute
Tinimaus

Hallo Mariele,

ich hab heute noch mal nen Termin bei Prof Hornung, sie wollte noch mal wegen der OP-Methode mit mir sprechen, weil ich doch dann jetzt sehr stark für die Blasenteilresektion bin.... mal schaun, was nachher rauskommt. Solange keine schlagenden Gegenargumente kommen, bleib ich dabei, weil ich einfach nur meine Ruhe haben will! 

Mh, meinst du, dass die Blasenprobleme mit der LASH zusammen hängen?? Meine da mal was gehört zu haben... vielleicht kann man aber auch erstmal abwarten und sozusagen die Nerven zur Ruhe kommen lassen- also die Nerven, die für die Blase zuständig sind. Wenn die beleidigt sind, kann das mal ein bisschen dauern. Wie lange ist denn die LASH her?

Dir auch alles Gute und liebe Grüße!



Hallo Tini, irgendwie meine
Mariele

Hallo Tini,

irgendwie meine ich schon, dass die Blasenprobleme (zu wieviel Prozent auch immer?!) mit der LASH zu tun haben. Gleich 2 Tage nach der OP, als ich noch unter Paracetamol (vertrug nix anderes) plus Targin stand, habe ich trotzdem schon diesen extremen Harndran verspürt. Und es auch gleich dem Operateur gesagt, der meinte, es käme vom Katheder, der 1 Tag drin war. Dann hatte ich im Dezember ja mal so 3 Wochen Ruhe, dann eine Blasenentzündung (wenn ich dem Gyn glauben darf. Entzündung kann auch zu einer Reizblase führen, habe ich gelesen). Dann war alles blöd, so wie es jetzt ist. Mit einigermaßen guten Tagen und schlechten wie gestern und heute. Dann habe ich das Gefühl innen (Vaginabereich, zervix?) ist alles angeschwollen und habe stechende Schmerzen tief in der Vagina o.ä. Dann ist die Blase richtig schlimm. Die LASH war Ende November 2010, so langsam müsste mal Ruhe einkehren - hier erzählen schon mal Patientinen war von einem halben Jahr, aber das habe ich auch schon rum. Außerdem erscheint es mir jetzt schlimmer. Und die Schmerzen jetzt noch dazu. Könnte ausrasten. Wie betäubst du deine Blase oder was hilft dir? Das was ich von dir in einem anderen Thread gelesen habe (wo du dich so angeregt mit den 2 anderen Mädels unerhältst ;-), das kenne ich auch: abends kommt nix aus der Blase raus und morgens gleich 2 Mal diese Mengen, obwohl ich nicht so viel morgens trinke. Habe ich seit 3 Wochen. Seltsam. Aber nicht das Hauptproblem.  Alles Gute und vor allem ein gutes Gespräch heute bei Fr. Prof. Hornung. Zum Glück musst du ja nur um die Ecke, stimmts? Für mich war es mit der Bahn eine Weltreise - schlechte Verbindung. Liebe Grüße, mariele



Hallo Mariele,mhhh, das
Tinimaus

Hallo Mariele,

mhhh, das hört sich schon nach einem Zusammenhang mit der LASH an. Vielleicht aber auch Zufall. Ich würd das mal weiter beobachten und im Zweifel noch mal zum Spezialisten, richtig in ein Endo-Zentrum. Das mit der Blasenentzündung wird schon richtig sein, das ist einfach zu diagnostizieren. Hatte ich auch Mitte Juli. Und davor min. 10 Jahre nicht, daher hat mich das sehr gewundert, da fingen dann die Alarmglocken langsam an zu klingeln, obwohl ich noch nicht dachte, dass da was ist, obwohl ich den MRT-Befund noch im Hinterkopf hatte und mir nicht ganz sicher war, ob die da nachgeguckt haben (jetzt weiß ich das ja- haben die nicht, Uro sagt, dass man das bei ner LSK sehen kann). Blasenentzündungen können aber "alles" sein- durch Bakterien (dann ist meist Nitrit positiv beim Teststreifen), durch Endoherde (so bei mir- meine Blasenentzündung war Nitrit-negativ, irgendwie haben die Antibiotika, hochdosiert, trotzdem geholfen... hatte dann auch noch ein paar Mal 2-3fach pos. Leukos im Urin- also nicht-bakterielle Blasenentzündung, ohne den Krams, der bei der anderen Entzündung noch drin war, u.a. Blut etc..), durch Pilze, durch Viren...

Wo hast du denn die LASH machen lassen? Und wann war deine letzte LSK wegen der Endo??

Ich nehm gegen Schmerzen seit fast einem Jahr Opiate. Bis dahin hat mir gegen meine Endoschmerzen immer Novalgin geholfen, brauchte die auch nach meiner 1. OP nur 3-4mal im Monat gegen die Schmerzen von der Adenomyose. Im Oktober 2010 fingen dann diese extremen Enddarmschmerzen an (die hab ich jeden Tag), 2 Wochen später Darmblutungen, oft Schmerzen in der Scheide und mit ner Gyn-Untersuchung (Spekulum!) kriegt man mich seitdem unter die Decke. Nach 6 Wochen "abwarten, ob es weg geht" war ich dann beim Doc, fix und fertig, Novalgin hatte null gebracht und dann haben wir rumprobiert mit Tramal usw... das hat alles nie richtig geholfen, nach ca. 3 Monaten haben wir dann das richtige gefunden (BtM-Rezept). Ich nehm jetzt "Palexia retard 200mg" täglich, das ist ein starkes Opioid, was recht neu ist, und von der Wirkstärke genauso wie Targin (= Oxycodon). Leider sind 200mg fast die höchste Dosierung. Komm aber gut klar damit, vom Tramal hatte ich unendlich viel mehr Nebenwirkungen, obwohl das viel schwächer ist.Dazu hab ich für "bei Bedarf" noch ein schnellwirksames Opiat (Oxygesic akut, das ist eben Oxycodon), das ich dann nehme, wenn ich trotzdem heftige Schmerzen bekomme.

Was die Blase angeht... da hatte ich bei der letzten Periode Schmerzen beim Wasserlassen, das war aber noch erträglich. Die Vermutung von Frau Prof Hornung ist, dass die Enddarmschmerzen fortgeleitete Schmerzen von den Herden an der Blasenrückwand sind. Das kann einerseits gut sein, denn die Blasenrückwand grenzt direkt an die Scheide, wo es auch öfter richtig weh tut, und dahinter liegt eben der letzte Darmabschnitt, der am meisten weh tut. Und dazwischen ein Haufen Nerven, die das natürlich weiterleiten können. Ich soll nach der Blasen-OP ein paar Wochen warten, bis der Wundschmerz wieder ruhig ist, dann kann ich das ja beurteilen mit den Schmerzen, und dann noch mal, wegen dem Darm, bei ihr zur Kontrolluntersuchung kommen.  Denn die Sache ist, und das lässt mich auch an der Theorie zweifeln, dass ja immer noch Darmblutungen da sind. Und dass vor der Trenantone, die nicht hätte gegeben werden dürfen (weil a) vorher keine vernünftige Diagnostik gemacht wurde und b) das bei Darmendo nix bringt,darf man das nicht machen, höchstens nach einer OP, hab ich leider zu spät gelernt, in der Gyn-Vorlesung... hat meine Ex-Gyn versaut..),da noch was am Darm tastbar war- das jetzt etwas geschrumpft zu sein scheint durch die Trenantone und daher z.Zt nicht mehr tastbar... naja, das ist halt so das Gegenargument, aber mir bleibt nix anderes übrig als abzuwarten. Das ist reichlich doof gelaufen. Man könnte zwar bei ner erneuten LSK nachschauen, ob rektovaginal (das ist so die Verdachtsdiagnose) was zu sehen ist, aber dafür muss man vom Douglasraum aus weiter runterschneiden. Das würde man wohl nur bei Tastbefund machen. Und daher müssen wir das abwarten. Andere Anteile vom Darm machen auch Zicken. Habe gelegentlich sehr sehr schmerzhafte Darmkrämpfe, zuletzt bei der letzten Periode richtig doll. So linker Unterbauch. Nach ca. ner Stunde muss ich dann schleunigst rennen, und auf Toilette tut das dann auch heftigst weh, sowohl am Bauch als auch hinten, als ob einer den Darm rausreißt. Da scheint also woanders am Darm noch was zu sein. Mein Internist vermutet das auch sehr stark, gerade deswegen, weil an der Blase was ist, das in Berlin nicht gesehen wurde. Er hat zwar bei der Darmspiegelung nix gesehen, aber Darmendo ist dabei fast nie zu sehen. 30cm konnte er sich nicht angucken, weil mein Darm kreuz und quer verknickt liegt und zu lang ist. Aber in dem Teil wird denk ich mal nix sein- denn das tut ja hinten weh. Und linker Unterbauch, wo die Darmkrämpfe sind, da liegt das Sigma, und das konnte er locker anschauen. Bei der Teil-Darmspiegelung in Berlin hatte ich grade 2 Tage vorher ne Darmblutung. Trotzdem nix sichtbar. Die Schleimhaut verheilt einfach super schnell. Und meistens wachsen Darmendo-Herde "nur" bis in die Muskulatur und sind dann von innen nicht sichtbar, brechen dann mal kurz durch die Schleimhaut und bluten, und dann verheilt das zackig, da wächst dann quasi wieder eine Schleimhautschicht über den Herd rüber.... naja, dummerweise verlassen die sich alle z.Zt auf MRT und Darmspiegelungen, und die LSK aus Berlin... da kann ich nix machen..auch wenn ich weiß, dass MRT und Darmspiegelung oft negativ sind trotz Darmendo- die Ärzte wissen das auch, zumindest Prof Hornung muss das wissen, kenne eine die auch Darmendo hatte trotz neg MRT und neg. Coloskopie, und Frau Prof Hornung hat dann bei der LSK was am Darm gefunden.... naja, und die LSK in Berlin, denen vertrau ich nicht so, seit die Blasenendo dann ein paar Wochen später entdeckt wurde, und die war schon länger da- MRT-Befund... 

wenigstens lässt sie mich nicht sooo sehr in der Luft hängen mit dem Darm, sie will ja Kontrolluntersuchungen machen. Ist ein Kompromiss, bleibt mir nix anderes übrig, und hoffen, dass die schlimmsten Schmerzen doch von der Blase kommen... Genau, zur Uniklinik ist es bei mir nur um die Ecke. 10 min Fahrrad, das muss aber zur Reparatur, also 20min Fußweg ;)

Liebe Grüße, Tini



... und wie wars heute bei
Mariele

... und wie wars heute bei Prof. Hornung? Eher gut, mit kompromissen, oder.....?

Oder soll ich mal in den anderen Thread zu gegebener Zeit nachlesen, wo es die über Tausend Beiträge gibt?  ;-)

Na, ich hoffe, es war soweit ok.

liebe Grüße, Mariele



Ja... ich mach mal ein
Tinimaus

Ja... ich mach mal ein bisschen Copy & Paste, damit ich das nicht noch mal schreiben muss ;)

Also..das Gespräch war ganz nett. Sie hat sich wirklich über eine halbe Stunde Zeit genommen. Klar, das war für uns beide gut, da noch mal persönlich drüber zu sprechen, das ist immer leichter und flexibler als E-Mail. Sie kann meine Argumente schon verstehen. Hat mir aber natürlich sämtliche Risiken der Blasenteilresektion erzählt, klar das muss sie, und sie war recht überrascht, dass ich trotzdem lieber die sicherere Variante möchte. Es ist ne verflixt schwierige Entscheidung, die ich mir auch nicht wirklich leicht gemacht habe. Das hat mich schon ein paar relativ schlaflose Nächte gekostet, und ausführliche Schnackerei mit Freunden.  Sie meinte, dass sie selbst, wenn sie das hätte, es erstmal mit der kleineren OP versuchen würde... Meinte auch, dass sie, wenn ich möchte, bei der TUR-Op. dabei ist. Das fand ich wirklich sehr lieb von ihr. Mh, das Argument mit den Rezidiven, da hat sie sich selbst ein bisschen widersprochen- sie meinte, dass es logischerweise bei beiden Verfahren ein Rezidivrisiko gibt, klar bei der Laser-OP größer als bei der Teilresektion. Und sie meint, dass sie mir eigentlich gerade deswegen, weil ich wohl eine recht aggressive Form der Endometriose hab (weil schnell Rezidiv nach der 1. OP und weil GnRH, also Trenantone, nichts gebracht haben), raten würde, das zunächst mit Laser zu versuchen, weil ich doch rezidivgefährdet wäre auch bei der großen OP.... das spricht eigentlich für mich noch mehr dafür, es gleich richtig machen zu lassen.

 Wir sind jetzt erstmal so verblieben, dass sie mir einen OP-Termin für die Blasenteilresektion geblockt hat. Wenn der Oberarzt aus der Urologie an dem Tag Zeit hat, dann kann der Termin so stehen bleiben. Das wäre dann am 30.9. Ich werd wohl noch meinen Beratungstermin bei den Urologen wahrnehmen... sie meinte auch, dass es sein kann, dass die sich das noch mal angucken, evtl noch mal MRT und/oder Blasenspiegelung, evtl Röntgen, whatever. Bei der Blasenteilresektion brauche ich auf jeden Fall Harnleiterschienen. Bei der kleinen wohl nicht. Ich glaube auch, dass sie sich jetzt nicht mehr ganz so sicher ist, dass man die Herde lasern kann... denn sie hat mir das mal aufgezeichnet, um mir zu veranschaulichen, warum man in bestimmten Fällen lasern kann und in anderen Fällen nicht. Und da hat sie mir eben Herde aufgemalt, die wie ein Polyp aussehen, also von der Blasenwand aus in die Blasenhöhle rein. Die könnte man gut lasern, weil die sozusagen "der Wand aufsitzen". Nur- so sehen die Herde bei mir nicht aus. Die sitzen unter der Schleimhaut, aber polypenartig sind die nicht. Naja, und Herde, die richtig in der Wand sitzen, kann man wohl gar nicht gut lasern, soweit ich das verstanden hab, und wer weiß, wie weit das in die Wand rein reicht. Jeder Herd für sich ist mit jeweils 1cm nicht allzu groß, aber das sind 3 Herde und die sitzen eng gepackt zusammen. Ich soll zum Termin in der Uro auf jeden Fall die MRT Bilder mitnehmen. Aber ehrlich gesagt, wird sich an meiner Entscheidung wohl auch nichts ändern. Ich soll ihr nach meinem Uro-Termin dann endgültig Bescheid sagen.Klar hab ich auch Muffe vor Komplikationen- aber wenn dieser rezidivfreudige Quatsch wieder kommt, dann muss eh die große OP her. Nee nee.... Augen zu und durch. Sie meinte auch gleich, wenn ich einmal richtig die Entscheidung getroffen hab, dann soll ich auch den Kopf ausmachen und nicht unsicher sein und grübeln, ob es die falsche Entscheidung war. Klar kann man nie wissen, ob und was passiert. Ich werd mir bestimmt irgendwelche Vorwürfe machen, wenn was doof läuft... davor hat sie auch ihre Bedenken, dass ich hinterher da stehe, wenns Komplikationen gibt, und mir selber Vorwürfe mache, dass ich mich falsch entschieden hab. Das weiß man natürlich vorher nie. Aber laut Expertenrat hier, die dürftigen Infos, die man findet, weil Blasenendo ne recht seltene Sache ist....sind die Komplikationen wohl doch überschaubar und meist geht alles gut. Ich würd mir genauso Vorwürfe machen, wenn ich mich für die TUR entscheide und dann Rezidiv, schneller als ich gucken kann... und dann doch die große OP, und das nach den Strapazen in den letzten 11-12 Monaten. Neeee... echt, wäre das nicht gewesen, wäre ich wie gesagt der kleinen OP alles andere als abgeneigt...

 Hihi, ja, unser Riesenthread... monatelange Arbeit :) tut aber gut! Meine Freunde unterstützen mich auch super toll, ohne die hätte ich glaub ich die letzten 12 Monate nicht überstanden...und ohne unsere kleine Selbsthilfegruppe mit den zwei, drei Mädels auch nicht!

Liebe Grüße, Tini



Vielleicht solltest du dir
Kimba

Vielleicht solltest du dir eine 2.Meinung holen,in Kiel in der Uniklinik bei OA Schollmeyer(der ist nett und weiß wovon er redet,außerdem nimmt er sich Zeit),von dem hab ich mich am Anfang des Jahres auch wegen Blasenendo operieren lassen.Zusammen mit den Urologen wurde in der Gyn eine Blasenteilresektion sowie mehrere kl.Herde per BS entfernt,die OP hat 5 h gedauert und ich hatte für 10 d einen Blasenkatheter und war 6 Tage im Krankenhaus,klar ist da ne sehr unangenehme OP,aber einen Bauchschnitt ne danke,von den Narben haste ewig was.

Und ganz richtig bist sicherlich bei Prfo.Ebert in Berlin,da wäre ich hingegangen,wenn mir vorher einer den Tip gegeben hätte.Von dem habe ich während der Reha nur gutes gehört.

Egal wie du dich entscheidest,ich wünsche dir alles,alles Gute!!!!

Viele Grüße

Kimba



Ach und egal wie du dich
Kimba

Ach und egal wie du dich entscheidest,eine Garantie das es weg ist,wird dir keiner geben.Es kann trotzdem wieder kommen.

Überleg es dir.



Hallo Tini, so, jetzt muss
Mariele

Hallo Tini,

so, jetzt muss ich mich erst mal durchforsten. Ein paar Dinge weiß ich zwar schon über Endo (habe den Eindruck, mehr als mancher niedergel. Gyn), aber an Dein Wissen komme ich natürlich nicht ran. Nicht, dass ich mich hier blamiere, aber bin halt keine Medizinerin.

Bin halt nur verwirrt oder unsicher, wenn ein Arzt sagt, ich hätte Blasenentzündung. hatte seinerzeit extra den Gyn gefragt, ob denn Bakterien drin seien. Er bejahte. ´Meine Hausärztin hat mir letztens auch ein Antibiotikum gegeben, weil ich Blut drin hatte. Aber ich habe seit 20 Jahren immer Blut im Urin (anscheinend mal mehr mal weniger).. Da sagen die Uros dann, das macht nix. Oder ich hätte evtl. mal damals einen Schaden an der Niere erlitten (?) und jetzt sei die Filtertätigkeit beeinträchtigt. Hä? Leukos hatte ich auch drin, aber heißt das nicht, dass man eine Entzündung im Körper irgendwo hat? Zumindest habe ich wg. der Leukos denn kein Antibiotikum bekommen. Ich blicke da immer nicht so recht durch, und habe Bedenken, schon mal das falsche medi zu bekommen.

Aha, dann sind Opioide und Opiate nicht das gleiche? Ich frage mich das schon andauernd. Beides wäre momentan nicht das richtige für mich. Da geht es mir schmerztechnisch noch nicht schlimm genug.

Bah, von Novalgin muss ich spucken oder zumindest fast. Teufelszeug, für mich. Ibu geht voll auf den Magen. Daher nehme ich z.Z. nur mal Paracetamol. denn aber 1000 mg, und die helfen nicht immer. Gestern bei dem Scheidenschmerzn (oder was das war) nicht so recht.

Was ist ein BTM Rezept? Ach, wenn die Gyns mit der Vaginalsonographie kommen uns so schön hin und her fahren mit dem Teil, da könnte ich an die Decke gehen. Keiner weiß warum. War schon kurz vor der letzten OP so.

Die erste BS mit li Eierstockentfernung (war alles ziemlich mit Sigma und GM verwachsen) war im Feb 2010. Da wurde erstmals Endo festgestellt. Hatte so schlimme Schmerzen, deswegen wurde ich nach 2 Wo gebauchspiegelt ;-) Hier im "Dorfkrankenhaus".

Dann wieder Schmerzen linke Flanke etc. im sommer, daraufhin (nachdem die in Münster und Lübeck nicht hand an mich legen wollten, weil ich ja nix hätte und alles so toll aussieht) im November 2010, die LASH mit Endoentfernung am Sigma wieder und auch diesmal Bauchfell tief infiltriert, wieder im Dorfkrankenhaus. Der Operateur hat (für normale Sachen) einen guten Ruf, will da aber wg. Endo nicht wieder hin. meinst du, er hat evtl. Mist gemacht? Passieren kann wahrscheinlich immer mal was. Andererseits bin ich auch eine ziemlich sensible (leider) gerade in der Bauchregion.

Soll ich dir mal was sagen? die ganzen chemiebomben an Blasentabletten, die ja die glatte Muskulatur der Blase entspannen sollen und oder die Nerven und so, die helfen ja nicht so recht. Aber wenn ich ein paar Tröpfchen Diazepam nehme, komme ich gut so 4 bis 6 mit fast normalem Blasengefühl über die Runden. mache ich aber nicht so oft, nur bei bestimmten Anlässen, außerdem hilft es sonst nicht mehr. Da denke ich dann, ob es doch mehr psychosomatisch ist, wenn solch ein Medi hilft? Oder ob es einfach anders an die Blasennerven rankommt? hast du eine Ahnung?

Aber nur Psychosomatik ist es sicher nicht! Übrigens uriniere ich seit der LASH auch merkwürdig. Wenn ich meine, ich bin fertig, gehe ich leicht hoch und dann kommt noch mal was nach. Und seit einigen Wochen habe ich eher 3 als einen Strahl, und wenn es mal eher einer ist, dann geht der nicht mehr gerade runter, sonder sehr stark nach links (hört sich so blöd an oder kennst du sowas auch?) Wie gesagt, als ob von links da was drauf drückt.

So, und wenn ich mit solchen Aussagen (o.ä.) in ein Endozentrum zur Sprechstunde gehe, habe ich Angst, wieder nicht für voll genommen zu werden... Andererseits würde ich gerne mal hingehen.

Habe auch ein bisschen Schiss, sie schnacken mir eine WJT an. Habe Angst davor, weil ich Medis immer so schlecht toleriere. Visanne geht anscheinend bisher ganz gut. Aber , ob sie geholfen hat?ß Weiß nicht...

Liebe Grüße, Mariele

 

 

 

 



Hallo Mariele, wenn nur Blut
Tinimaus

Hallo Mariele,

wenn nur Blut im Urin ist, dann ist ein Antibiotikum definitiv die falsche Wahl. Das sollte nur dann gegeben werden, wenn Leukos und/oder Nitrit drin sind. Nitrit ist ein Abbauprodukt von Bakterien wie E. coli (Darmbakterium, was meistens der Auslöser von unkomplizierten Harnwegsinfektionen wie einer Blasenentzündung ist) und damit ein indirekter, aber sicherer Nachweis von Bakterien. Leukos allgemein sind nur ein Zeichen einer Entzündung irgendwo im Körper, das stimmt. Wenn die im Urin vorkommen, ist das soweit mein Verständnis mich nicht täuscht, aber meist ein Zeichen einer Infektion der unteren Harnwege oder der Niere, denn Leukos aus dem Blut werden eigentlich von der Niere zurück gehalten, weil sie zu groß sind, um durch den Filter zu passen... Das mit der Nierenentzündung merkt man aber (Flankenschmerzen, evtl Koliken = krampfartige Rückenschmerzen, hohes Fieber).

Puh-also im Prinzip, im alltäglichen Sprachgebrauch in der Klinik, sind Opioide und Opiate das Gleiche (bei den Anästhesisten vielleicht nicht, die benutzen bestimmt immer den richtigen Begriff *grins*). Die genaue Definition sagt: Opiate = natürliche Substanzen, die im Opium vorkommen (Opium ist ein Anteil aus der Milch des Schlafmohns), das sind u.a. Morphin, Codein und Tebain. Opioide = synthetische Abkömmlinge des Morphins, die genauso wie die Opiate an den gleichen Rezeptoren im Gehirn wirken. also sind die meisten dieser starken Schmerzmittel, die wir so kennen (Oxycodon wie z.B. in Targin enthalten), den Opioiden zugeordnet. BtM-Rezepte sind "Betäubungsmittelrezepte"- die meisten dieser Opioide (mit Ausnahme der sog. schwachen Opioide: Tramal, Tilidin, Dihydrocodein, Codein) unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz, das heißt, es gibt bestimmte Regelungen für die Abgabe dieser Stoffe (monatliche Höchstmengen pro Patient etc., die Rezepte müssen von Arzt und Apotheke archiviert werden). Daher dürfen die nur auf so einem speziellen Rezept (das ist so goldgelb hinterlegt - sieht echt edel aus *grins*), dem sog. BtM-Rezept verschrieben werden. Eben zur Erkennung.

Das mit dem Diazepam und der Blase, das ergibt sich so aus dem Wirkmechanismus von Diazepam und so. Das reduziert u.a. die Kontraktilität, also die Fähigkeit eines Muskels sich zusammenzuziehen. Die Blase ist eigentlich nix anderes als ein kugeliger Muskel mit Schleimhaut. daher, wenn die Blasenmuskulatur sowieso hyperaktiv ist, und dann Diazepam drauf bekommt, dann ist das natürlich gut, dass man dann nicht mehr so oft zur Toilette muss, weil auf einmal mehr Flüssigkeit rein geht, ohne dass Harndrang entstehen kann. Eine gelegentlich auftretende Nebenwirkung von Diazepam ist eben auch Harnverhalt. Was wiederum überhaupt nicht gesund ist. (und Diazepam sollte eh nicht als Langzeittherapie angewendet werden, solange als Bedarfsmedikation ist das ok- bei Langzeitanwendung kommt es leider zu dem Effekt, dass es nicht mehr hilft, und macht leider auch abhängig.... nimmst du das bei Gelegenheit oder öfter?)

Mhm über den Harnstrahl würd ich mir nicht so dolle Gedanken machen. Das variiert, je nachdem wie stark der ist usw.... daran lässt sich eigentlich nix ablesen, ich würd das einfach ignorieren, die Hauptsache ist, dass alles rausgeht, was man oben rein kippt. 

Ich würd mal Kontakt zu einem Endozentrum aufnehmen... von dem Harnstrahl würd ich glaub ich nix sagen, aber alles andere kannst du ja so schildern, wie es ist. Das mit dem Diazepam brauchst du auch nicht sagen. Dass das der Blase hilft, hat nichts damit zu tun, dass die Ursache dafür was psychosomatisches ist, nur weil Diazepam ein Medikament für die Psyche ist. Das hat eben mit der Wirkung von dem Zeug zu tun- die Rezeptoren für Diazepam befinden sich nicht nur im Gehirn und daher hat das auch viele mögliche Nebenwirkungen. Deine Bedenken mit der WJT, wenn sie dir eine empfehlen,würde ich einfach besprechen. In einem guten Zentrum sollten diese Bedenken verstanden werden. Hatte auch Schiss vor meinem Gespräch am Freitag, aber es war egtl echt gut.

Liebe Grüße, Tini :)

 



Hallo Kimba, danke für
Tinimaus

Hallo Kimba,

danke für deine Nachricht ich hoffe, dir gehts gut nach der OP!
Also, das mit denen in Berlin ist so ne Sache. Da werd ich keinen Kontakt mehr aufnehmen... Da sind Sachen schief gelaufen, die nicht passieren dürfen. Zudem wurde die Blasenendo übersehen, obwohl das im dort durchgeführten MRT zu sehen war. OP hat aber nich Prof Ebert, sondern eine Oberärztin gemacht.

Diese Narbe ist glaub ich nicht so schlimm, das kann man "intrakutan" nähen,ist ne tolle Technik, dann sieht man nur einen ganz feinen Streifen. und weil die wahrscheinlich quer im unteren Unterbauch liegt, sieht man davon noch weniger...

Werd noch mal mit den Urologen sprechen, aber wenn Frau Prof Hornung meint, dass ich sowieso rezidivgefährdet bin, da aggressive Form der Endo, dann ist mir der Holzknüppel wirklich lieber. Sie meinte auch, dass andere Zentren sicher das gar nicht machen würden mit dem Laser. Wäre eben ne Möglichkeit und wären die letzten 12 Monate nicht gewesen, würde ich das ausprobieren. Aber so hab ich einfach die Faxen dicke nach allem, was mehr als schief gegangen ist....nach dem Uro-Gespräch soll ich ihr Bescheid sagen, wie ich mich endgültig entschieden hab, im Moment (wenn der Uro da Zeit hat) ist der Termin am 30.9. den hat sie schon mal geblockt.

Liebe Grüße und alles Gute, Tini



Hallo Tini, danke erst mal
Mariele

Hallo Tini,

danke erst mal wieder für dicke Antwort und Kopieren (hatte ich aber schon gelesen in eurem Riesenthread, mit Verlaub ;-) aus lauter langeweile, weil ich keine Antwort zu der zeit bekommen hatte, wobei ich sagen muss, dass das hier natürlich kein reiner zeitvertreib ist, du weißt schon, hoffe ich)!

Wieso gibt man denn bei Leukos im Blut ein antibiotikum oder manchmal eben? Um alles an Bakterien wegzuhauen, die irgendwo im Körper sind? Verstehe ich nicht. Schade, war auch gerade erst bei Urologin und Hausärztin....

Danke sehr für die informative und ausführliche Info: also dann sage ich halt Opiate oder Opioide, wie es mir gerade in den Sinn kommt ;-) Da ich ja auch keine nehme (hoffe, das bleibt so), benutze ich das ja auch nicht so häufig.

Nee, Harnverhalt habe ich bei Diazepam nicht. Der Tag damit ist meist richtig gut, Blase und Bauch können mal entspannen. Da ich jeden Tag sehr anstrengend finde, tut mir das wirklich mal gut. Ich weiß, ist wohl trügerisch. Aber die starken Blasenmedis, die ja auch den Muskel entspannen sollen, wirken so gar nicht recht.  Na, ja nimm diazepam so 6 oder 7 Tropfen (das ist ja eher wenig) so im Schnitt 1 mal die Woche. merke, wenn ich es öfters mache, was einen ja schon reizt, dann müsste ich die Dosis erhöhen, hatte ich schon, das will ich aber nicht. Außerdem kommt die Blase ja so von sich aus dann auch nicht zur Ruhe. Hast du evtl. einen heißen tipp, aber ich glaube, sonst gibt es keine Medis. Höchstens probieren mit Entspannungsübungen. Und mit Antidepressiva habe ich eher schlechte Erfahrungen gemacht, auch wenn ich es nicht lang durchgehalten habe. Will keine mehr.

Hast genau recht mit dem was sich sagen sollte oder nicht (Strahl, diazepam) - danke fürs Filtern! Lasse manchmal so ungefiltert was raus, und dann wundert man sich an mancher Stelle (bei Ärzten), was für Reaktionen kommen.

Mal hart gesagt: habe Harndrang, Übelkeit und Durchfall. Was wollen die da in einem Endozentrum mit mir, wo sie da ganz andere Fälle haben? Und operieren doch schon gar nicht.....

Schade, dass ich es nicht schaffe, etwas zur Ruhe zu kommen. Andererseits könnte ein gutes Gespräch in einem guten Endozentrum (das ist ja für jeden ein anderes) mir auch schon weiterhelfen - Sicherheit geben, ein Stück weit zumindest.

Liebe Grüße, Mariele

 

 

 



Hallo Mariele, nee,
Tinimaus

Hallo Mariele,

nee, Zeitvertreib ist das hier nicht :) ist schon sinnvoll und auch ein sehr hilfreicher Erfahrungsaustausch. am Wochenende und letzte Woche hab ich viel mit Freunden unternommen, bin daher nicht so zum schreiben gekommen. Heute musste ich erstmal warten, ob der Klemptner evtl doch kommt- nee, jetzt morgen früh, ich wills hoffen, denn meine Akten warten auf Fertigstellung...

Leukos im Blut können aus allen möglichen Gründen erhöht sein. Muss nicht unbedingt eine bakterielle Infektion sein. Allgemein ist das ja nur ein Zeichen von Entzündung. Wenn man dann eine nachgewiesene Infektionsquelle hat, und da Bakterien drin sind, dann sind Antibiotika sinnvoll. Bei Viren usw. dagegen total sinnlos. Auch bei Leukos im Urin, was ein Zeichen einer Harnwegsinfektion ist, gibt man nicht sofort AB. da reicht meist ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Cranberrysaft und Blasentee. wenn aber Nitrit da ist, oder auf anderem Weg Bakterien nachgewiesen sind, ist ein AB nötig.

Gut, dass du das Diazepam nicht mehr so oft nimmst, das ist wichtig. Ich war ne Zeit lang (durch die ewige Warterei auf meinen Zyklus nach Trenantone, das 3 Monate länger gedauert hat als normal, wegen PCO-Syndrom das dann neu entdeckt wurde- und erst mit Zyklus waren dann die Untersuchungen wg der krassen Schmerzen möglich) auch immer extrem unruhig. Nur wenn ich mich mit Freunden abgelenkt hab, ging es gut. Konzentriert was machen, keine Chance. Habe dann von einer Ärztin den Tipp bekommen, Neurexan zu versuchen. Sie meinte selbst, dass sie kein Homöopathie-Fan ist, aber das wirklich hilft, warum auch immer. Ich war da auch extrem skeptisch und hab nicht wirklich dran geglaubt, aber das mal versucht, denn richtige Beruhigungsmittel wären mit meinen Uni-Klausuren nicht vereinbar gewesen, nur im Notfall, aber die Neurexan haben dann meist gut geholfen.

Für die Blase ist vielleicht Wärme gut? ne Wärmflasche oder Körnerkissen... Cranberrysaft ist da auch immer gut. Blasentee auch, den Wirkstoff gibt es auch als Tabletten (die heißen "Arctuvan", ist pflanzlich, vielleicht hilft es ein bisschen, das ist so entzündungshemmend, daher bestimmt auch gut gegen eine gereizte Blase.. hatte jedenfalls das Gefühl, dass mir das geholfen hat, in den letzten Wochen hatte ich keine Blasenentzündung mehr).

Noch eine gute Möglichkeit wäre Buscopan. Entweder als Tabletten, aber besser sind die Zäpfchen von der Wirkung her (zwar teurer und nicht so angenehm in der Anwendung, aber definitiv besser wirksam, hat mir gegen die Darmkrämpfe nach meiner letzten Darmspiegelung gut geholfen- waren keine schmerzhaften Krämpfe, aber totale Unruhe im Bauch, hat sich gegen alles Essen und Trinken gewehrt, mit Buscopan-Zäpfchen gings super). Das Buscopan hat eine sogenannte "anticholinerge" Wirkung und das führt dazu, dass sich die Blase entspannt und der Harndrang weg geht. Die anticholinerge Wirkung gibt es auch bei bestimmten Antidepressiva, die aus diesem Grund zu Harnverhalt führen können. Bei Buscopan ist diese Nebenwirkung aber selten.

Also, ich denke, dass Übelkeit und Durchfall Grund genug für eine Behandlung sind. Sind die Schmerzen bei dir nicht so dolle? Übelkeit ist sowas von quälend, da find ich Erbrechen noch angenehmer dagegen. Hatte damit auch sehr lange Probleme. Anderthalb Jahre lang, hatte ich alle 3-5 Wochen so ne Phase von ca. 7 Tagen, an denen mir so speiübel war, dass nichts geholfen hat und ich kaum was zu essen runterbekommen hab, dazu teils Kreislaufprobleme, eklig. Das ist irgendwie weggegangen, hatte jetzt mal wieder zwischendurch mal ein paar Tage (aber nicht in Folge) mit Übelkeit, aber ich hoffe, dass es in dem Rahmen bleibt oder weiterhin weg bleibt.  Wird denke ich mal an der Endo gelegen haben, und war das einzige, wogegen die Trenantone (WJT) geholfen hat. Da müsste dann aber eine OP mit vollständiger Sanierung genauso helfen. Und auch ne gereizte Blase ist sehr anstrengend. Wie gesagt, der Herd auf der Blase (oberflächlich, nicht in der Wand infiltriert wie jetzt), der letztes Jahr entfernt wurde, hat meine Blase auch gereizt. Zeitweise gings gut, zeitweise schlecht, da bin ich tagsüber dauernd wegen Minimengen gerannt und kaum kam ich von der Toilette, konnte ich schon wieder, obwohl nix drin war. Bin nachts dann auch zeitweise 2-3mal wach geworden, wegen Minimengen. Mit Durchfall ist auch nicht so zu  spaßen, das werden die Ärzte schon ernst nehmen. Wenn der länger dauert, ist die Gefahr von Elektrolytverlust und so. also immer schön Salzverlust ausgleichen. Kannst ja mal "Elotrans" googlen, das kann man sich auch selbst mischen (braucht man nur Zucker, Salz und Wasser glaube ich). Da stehen bestimmt irgendwo die genauen Mengen, sonst frag noch mal, hab das irgendwo in meinen Pharmaunterlagen, wenn du das gebrauchen kannst.

Liebe Grüße und viel Erfolg mit dem Buscopan, wenn du es mal versuchen magst.



Hallo Tini, ach,ja das hier
Mariele

Hallo Tini,

ach,ja das hier von dir hatte ich gestern schon gelesen, nur noch nicht geantwortet (mein haushalt liegt so langsam brach ;-) Wo kriege ich denn Cranberrysaft - Reformhaus? Ist der sehr sauer, hast du schon probiert? (Mein Magen rebelliert leider z.Z. auch etwas). Ja, Wärmflasche ist gut, mache ich "blöde kuh" viel zu selten, warum auch immer. Will mir nachher oder morgen mal das neurexan holen, habe mir schon zurücklegen lassen. Meine, eine Freundin hätte mir letztens auch davon erzählt, zumindest war es auch von Heel. Ach so, Arctuvan, okay, überlege, welche D.Form für mich besser wäre, wegen Magen.

Buscopan mal schauen, wie gesagt, Magen zickt, und Zäpfchen , die mache den Darm immer so aktiv bei mir. Weiß noch nicht. vielen Dank und liebe Grüße,

Mariele



Hallo Tini, ach,ja das hier
Mariele

Hallo Tini,

ach,ja das hier von dir hatte ich gestern schon gelesen, nur noch nicht geantwortet (mein haushalt liegt so langsam brach ;-) Wo kriege ich denn Cranberrysaft - Reformhaus? Ist der sehr sauer, hast du schon probiert? (Mein Magen rebelliert leider z.Z. auch etwas). Ja, Wärmflasche ist gut, mache ich "blöde kuh" viel zu selten, warum auch immer. Will mir nachher oder morgen mal das neurexan holen, habe mir schon zurücklegen lassen. Meine, eine Freundin hätte mir letztens auch davon erzählt, zumindest war es auch von Heel. Ach so, Arctuvan, okay, überlege, welche D.Form für mich besser wäre, wegen Magen.

Buscopan mal schauen, wie gesagt, Magen zickt, und Zäpfchen , die mache den Darm immer so aktiv bei mir. Weiß noch nicht. vielen Dank und liebe Grüße,

Mariele



Hallöchen, Cranberrysaft
Tinimaus

Hallöchen,

Cranberrysaft bekommst du in jedem gut sortierten Supermarkt, bei Aldi / Lidl hab ich leider noch keinen gesehen, aber Edeka und Rewe auf jeden Fall. Es kommt auf den Hersteller an, wie sauer der ist. Ich find ihn sehr lecker. Hab den immer bei Blasenentzündungen, bei der 1. Blasenentzündung mit gleichzeitig hochdosierten Antibiotika (Cotrim forte) und bei der 2. Entzündung, da waren nur Leukos, daher meinte mein Arzt, dass ich erstmal so versuchen soll: Cranberrysaft, viel trinken und warm halten. Ziemlich sauer ist der von "Ocean Spray", den würd ich nicht nehmen, gerade bei gereiztem Magen. Zu sauer mag ich auch nicht. Von Granini gibts einen, der richtig lecker ist. Hatte den mal in einem Restaurant, als ich die Blasenentzündung hatte und mit Freunden essen war, und das war Granini- leider hab ich im Supermarkt bisher nur "Cranberry-Apfel" von Granini gefunden. Der von der EDEKA-Eigenmarke ist auch sehr lecker, nicht zu sauer, und sonst kannst du auch noch mit Zucker nachsüßen oder den als Schorle trinken. In der Apotheke (nicht in allen) gibt es auch Cranberry Tee.

Für den Magen, am besten nichts blähendes essen, keine scharfen Gewürze, keinen Kaffee, keine zu heißen oder zu kalten Getränke. Und wenn es gar nicht mehr geht, versuch mal Pantozol (gibts teilweise rezeptfrei in der Apotheke). Das hemmt die Säurebildung. Hab ich (allerdings in doppelter Dosierung) bekommen, damit meine Magengeschwüre verheilen. Bei der Kontroll-Magenspiegelung nach 4 Wochen Medis waren die Geschwüre weg, und die Magenschleimhautentzündung dann auch.

Rebellierender Magen ist doof. Hatte auch mal 2 Wochen im Januar, wo ich höllisch Magenbrennen hatte, Übelkeit etc, konnte nachts nicht schlafen, bin dauernd aufgewacht, es war in keiner Liegeposition auszuhalten. dazu als ob ich 1000 Piranhas im Bauch hätte. Brauchte irgendwie Druck dagegen, wäre am liebsten in die Wand gekrabbelt und hätte meinen Bauch einbetoniert. Nur auf dem Bauch liegen, mit nem Kissen für Druck gegen den Bauch, hat ein bisschen geholfen. Vielleicht war das der Anfang der Gastritis und der Magengeschwüre, die dann im April festgestellt und therapiert wurde.

Liebe Grüße und viel Erfolg beim Ausprobieren, Tini



Huhu!
Mariele

cool, dann werde ich morgen mal nach Cranberry Saft Ausschau halten. Ha, Cortrim forte kenn ich auch! Wohl DAS Mittel. Beim Gyn hatte ich im Januar 2010 Monuril oder so ähnlich, ein Granulat, was man nur einmal nimmt. Weiß nicht so recht. Angeblich war danach alles gut, seitdem aber ja die Reizblase noch schlimmer. Habe heute seit Stunden Schmerzen in der Linken Flanke. Da kommt bei mir gleich wieder die Panik hoch, ja so bin ich leider. Kann aber auch von dem gereizten Magen (und Darm) sein. Ach, du, ich nehme eh seit 4 Jahren 20 mg Omeprazol (Pantozol liegt noch hier große Packung kann ich nicht ab, DF). Und seit der Endosache ungefähr, immer mal wieder 40 mg, jetzt habe ich wieder mit 60 angefangen (hatte mir die Hausärztin mal gesagt, hatte auch schon 80 mg für eine zeit, sie hatte Angst, ich kriege sonst Magengeschwüre). Vielleicht muss ich ja mal 2 oder 4 Wochen eine Omep Kur machen und dann wieder ganz gut. Nur ohne Omep geht gar nichts mehr.

Ganz kapiert habe ich das immer noch nicht: du schreibst , bei der 2. Entzündung, da wären nur Leukos im urin gewesen. Woher weiß der Arzt denn, ob es sich um eine Blasenentzündung handelt? Bei mir waren letztens auch Leukos drin, weiß aber nicht die Menge, da meinten sie nur, ich solle mehr trinken.

Liebe Grüße, Mariele



Hallöchen, na was für ein
Tinimaus

Hallöchen, na was für ein Timing, ich bin auch grade wieder zu Hause eingetrudelt. Lustig, bei mir ist es andersrum. Ich hab Omeprazol nicht vertragen, hab ich letztes Jahr mal genommen, 20mg tgl für 2 Wochen, war ein Versuch von meinem HA, um zu schauen, ob es mit der Übelkeit besser wird. Wars nicht, dann Magenspiegelung, da war alles ok. Dieses Jahr bei der Magenspiegelung kam dann eher durch Zufall eine Gastritis und Magengeschwüre raus. Wurde egtl wegen Verdacht auf Zöliakie gemacht. Dolle Beschwerden von den Geschwüren hatte ich nicht. Nur nach der Spiegelung mit Probenentnahme aus den Dingern, ui da gings mir den Tag vielleicht dreckig. Hab dann Pantozol 2x20mg bekommen, hatte bisschen Angst davor, aber die hab ich super vertragen! Trotz doppelter Dosierung.

Ja, wenn nur Leukos im Urin sind, dann reicht wirklich viel trinken, Wärme und bestimmte entzündungshemmende Getränke (Cranberrysaft, Blasentee.). Warum mein Arzt wusste, dass es ne Blasenentzündung ist, waren leichte Beschwerden beim Wasserlassen, wegen denen ich nie zum Arzt gegangen wäre, habs aber beiläufig erwähnt, hatte wegen was anderem nen Termin und dann hat er noch mal nen U-Stix gemacht. Und auch ohne Symptome einer Blasenentzündung kann man das mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass dort eine Entzündung vorliegt (oder aber der Urin wurde mit Vaginalsekret kontaminiert, das kann Leukos enthalten, ist ganz normal!!!) Abgesehen von der Kontamination haben Leukozyten im Urin  immer eine Entzündung der ableitenden Harnwege als Ursache. Also entweder Niere, Nierenbecken, Harnleiter, Blase oder Harnröhre. Entzündungen irgendwo anders im Körper führen nur zu einer Leukozytenerhöhung im Blut. Die Leukos aus dem Blut gelangen aber nie in den Urin, da die Niere als Filter funktioniert, da gelangen nur kleine Moleküle vom Blut in den Urin. Denn der Filter hat so kleine Löchlein, dass da gar keine Zellen reingelangen können. Nur im Ausnahmefall, wenn die Niere durch diverse Ursachen so geschädigt ist, dass der Filter kaputt ist. Das wüsstest du aber.

Für Blasenentzündungen gibt es einfach Standard-Antibiotika, die fast immer helfen, weil meist ein bestimmtes Bakterium (E. coli) an Blasenentzündngen schuld ist. und das reagiert meistens gut auf Cotrim (Monuril auch). Nur wenn es dann nicht besser wird und immer noch Bakterien nachgewiesen werden können, muss man genau analysieren, welcher Erreger schuld ist und testen, gegen welche Antibiotika der evtl resistent ist und welche AB helfen.

Da hat dein Arzt schon alles richtig gemacht.Flankenschmerzen kommen auch oft von der Wirbelsäule, Verspannungen.Gedanken machen sollte man sich, wenn hohes Fieber dazu kommt oder die Schmerzen kolikartig sind. Und im Zweifel mal vom Doc den Schallkopf draufhalten lassen.

Liebe Grüße, Tini



Huhu, Tini! Habe nicht
Mariele

Huhu, Tini! Habe nicht gleich geschrieben (aber muss ja auch nicht, finde ich, gell), bin etwas im Stress, habe von gestern an mit dem Verkauf eines meiner 3 Autos (haha, das hört sich anders an , als es ist) zu tun gehabt. Also eines war hier zuviel, ich hatte es kürzlich geerbt, das musste jetzt mal weg. Morgen Mittag ist es dann auch weg vom Grundstück und dann hab ich meine Ruh!

Du hattest von Deine Magengeschwüren erzählt. Aha, kriegt man die öfters so mit Medis weg. Aber Zwölffingerdarmgeschwür muss operiert werden, was ,oder je verschieden?

Bei Rewe und real hatten sie natürlich nur den Cranberry Saft von Ocean Spray, toll, habe ich dort stehen lassen. Fand dann aber, die Verkäuferin war nicht ganz so kompetent, einen beim real von Rauch. Der ist ganz lecker, allerdings (wie anscheinend oft) mit Apfelsaft angereichert aufgrund des Geschmacks. Na, ja muss man halt mehr davon trinken ;-) Bei rossmann habe ich mir dann noch Trockenfrüchte gekauft, relativ lecker (hatte mir die Apothekerin empfohlen).

Ja, den U-Stix (was sieht man darauf) machen sie immer flott mal beim Urologen (evtl. auch Hausarzt, weiß nicht, wie die verfahren), und sagen dann i.d.R. "alles ok.". Hatte ich das schon erzählt, ein Urologe meinte letztes Jahr zu mir, als ich sagte, ich hätte seit über 20 jahren Blut im Urin (sind das die Leukos, die im Blut sind, von denen du geschrieben hast, zusammen halt mit Blut oder nur Blut? hach ich bin wahrscheinlích zu blöd). Er meinte daraufhin doch, dass meine Niere evtl. mal geschädigt worden sei (hätte ich das nicht gemerkt?) und jetzt glaube er, sie würde nicht mehr richtig filtern (??) Weil du schreibst "das wüsstest du aber". Hmm, ich weiß, dass sich nichts weiß ;-) Die Ärzte erzählen mir ja immer nur die Hälfte oder noch weniger, aber wahrscheinlich würde das oft zu weit führen und der dumme Patient (nur teilw. ironisch gemeint) versteht es ja eh nicht.

Nee, die Flankenschmerzen, die machen mir deswegen Angst, weil ich die doch schon 2 Mal hatte, und dann immer eine OP nötig war. Weiß nicht, ob das dann Endo oder Verwachsungen im Darm , Harnleiter oder Bauchfell waren u. jetzt evtl. wieder sind. Da mache ich mir halt immer viel Gedanken, so nach dem Motto: was kommt nu wieder, geht es wieder los.... etc. Sehr destruktiv, ich weiß.

Hattest du eigentlich Buscopan genommen oder Buscopan plus?

Hast du nun eigentlich schon einen Op Termin oder wartest du noch auf eine Untersuchung (Uro) oder was passiert bei dir z.Z.?

Liebe Grüße,

mariele

 



Hallo Tini, da ich länger
Miramee

Hallo Tini,

da ich länger nicht hier ins Forum geschaut habe, habe ich von Deinem Zwiespalt eben erst gelesen. Aber vielleicht kommt etwas Unterstützung für Deine Entscheidung trotzdem nicht ganz ungelegen? Jedenfalls kann ich Dich nur ermutigen, bei Deiner Entscheidung zu bleiben. Dabei kann ich allerdings nicht auf eigene Erfahrung mit Blasenendo zurückgreifen, sondern gehe von dem aus, was mir eine Freundin (operierende Uro-Gyn an einer Uni-Klinik) kürzlich erzählt hat, als wir mal wieder auf Endo kamen. Sie meinte, dass bei submukösen bzw. intramuralen Herden die Rezidivrate nach mininalinvasiven Laser-OPs an der Blase bei nahezu100% liege. Das Argument, eine große OP könne ja später immer noch gemacht werden, halte sie nicht nur wegen des doppelten Narkoserisikos (das bei dieser Rezidivquote ja erwartbar ist) für schlecht, sondern auch, weil die gelaserten Stellen meist dafür sorgen würden, dass die dann doch nötig werdende Blasenteilresektion größer ausfiele als ursprünglich nötig. Je mehr Stellen gelasert worden seien, desto größer sei in der Regel der resezierte Blasenanteil. Kurz: ich kann Dich nur ermutigen, Deiner eigenen Einschätzung in dieser Sache weiterhin zu trauen und die große Op durchzuziehen. 

Alles erdenklich Gute wünscht Dir

Mira

 



Hi Mira, wie geht es dir?
liebre

Hi Mira,

wie geht es dir? Hab dich vermisst hier und habe für dich gehofft, dass es ein gutes Zeichen ist, dass du dich ne Zeit nicht gemeldet hast. Machst du noch die Akupunktur?

Bei mir geht es mit der Endo leider auch wieder munter weiter. Ich finde es sehr interessant, was du über die Blasen Endo geschrieben hast. Bei mir wurde damals auch erst eine TUR Blase gemacht und dann die Teilresektion.

Mit Tini habe ich schon mal die Frage bequatscht, ob es Erkenntnisse gibt, dass ein oberflächlicher Herd bei längerem Zuwarten die Blase auch infiltrieren kann. Es ist ziemlich schwierig, zum Thema Blasen Endo Infos zu finden. Im Moment habe ich wieder zyklisch Schmerzen an der Blase und hab nach vier OP in den letzten 12 Mon genug, aber die Bedenken, dass ein Herd auch einwachsen könnte. Weisst du da drüber was?

Ich wünsche mir ganz doll, dass es dir gut geht.

glG - Doris



Hallo Mira,vielen lieben
Tinimaus

Hallo Mira,

vielen lieben Dank, das kommt wirklich im richtigen Moment. Ich bin mir mittlerweile auch ziemlich sicher, dass ich die Blasenteilresektion durchziehen will. Genau diese Studienergebnisse bzgl der Laser-OP hab ich auch bei meiner Pubmed-Recherche (das ist so ne medizinische Datenbank) gefunden. Und weil ich nach den 12 Monaten Morphinen täglich, und allen Katastrophen die passiert sind, im Moment keine Lust auf unsichere Experimente hab.... wird es dabei bleiben. Habe noch am 20.9. einen Termin bei den Urologen, aber Frau Prof Hornung hat für mich schon einen OP-Termin am 30.9. geblockt. Sie musste noch den leitenden Oberarzt der Urologen fragen, ob der da kann, aber da ich bisher von ihr nichts gegenteiliges gehört hab, wird es dabei bleiben. Habe zum Glück auch große Unterstützung im Freundeskreis und von meiner Familie mit dieser Entscheidung, viele hätten genauso entschieden.  Bei mir liegen die Herde submukös, und wer weiß, wie weit die in der Wand liegen (die Muskulatur zickt ja rum, hab reichlich Blasenentleerungsstörungen bis zum mehrfachen Harnverhalt), dann kann man eh schlecht lasern. Und ich habe nach dem ganzen Ärger wirklich keine Lust, innerhalb kürzester Zeit wieder unterm Messer zu liegen (hatte jetzt 3 OPs in anderthalb Jahren, 2 wegen der Endo und eine am Steißbein, 3 Magenspiegelungen und 3 Darmspiegelungen, meine Blutbahn besteht nur noch aus Propofol und Oxycodon *grins* Laughing), und dann am besten wieder mitten im Semester. Nee nee, Augen zu und durch und dann hüpf ich hoffentlich bald wieder in der Gegend rum statt in einem riesigen Chaos und nebenbei noch irgendwie das Möglichste in der Uni zu schaffen... (es sei denn, die Darmgeschichte klärt sich dann mal auf, hoffe aber trotzdem irgendwie, dass die üblen Darmschmerzen von der Blase kommen, wegen der Nerven da kann das sein...)

Danke für deine guten Wünsche!! :)) ich hoffe, dass es dir momentan gut geht!

 

Hallo Mariele,

auf dem U-Stix sieht man diverse Dinge- Glucose (bei Diabetes positiv), Ketone (auch bei Diabetikern wichtig), Leukos, Blutzellen, Hämoglobin (Blutfarbstoff), Bilirubin (Abbauprodukt von Hämoglobin), Urobilinogen (eigentlich sinnlos), pH-Wert, Nitrit und Dichte. Macht der Hausarzt genauso wie der Urologe. Dann gucken die noch unterm Mikroskop nach bestimmten Zellen- v.a. Zellzylindern, die auf verschiedenste Krankheiten hinweisen können. Plattenepithelien sind fast immer da, bei Frauen, das ist nicht schlimm, hat keinen Krankheitswert. Wenn man sagt, man hat "Blut im Urin", dann sind das Erythrozyten, also rote Blutzellen. Können entweder aus den ableitenden Harnwegen (Niere, Harnleiter, Blase, Harnröhre) stammen, oder eben wenn die Niere nicht richtig filtert, dann auch aus der Blutbahn. Warum hat denn deine Niere Schaden genommen, dass die Filterfunktion nicht ok ist? Leider merkt man das nicht immer, wenn mit der Niere was kaputt geht, was die Funktion betrifft. Wenn das aber schon seit 20 Jahren so ist.... müsste bekannt sein, warum die Niere kaputt ist. da wunder ich mich ein bisschen drüber, dass er das so lax daher sagt, dass die Niere Schaden genommen haben soll (hat er dafür irgendwelche Hinweise außer dem Blut im Urin???? Kreatinin-Werte usw sind okay????)

Ich hab gegen die Krämpfe Buscopan (ohne Plus) genommen. Das waren keine schmerzhaften Darmkrämpfe nach der Darmspiegelung, zum Glück (meine 1. Darmspiegelung war Hölle, weil ich irgendwann mit Megaschmerzen aus der Sedierung wachgeworden bin, konnte mein Internist auch nichts für, und ich war leider zu benebelt, um zu meckern...- letztes Mal wussten wir dann, wie wir das besser machen konnten), die hab ich in letzter Zeit auch öfter mal, bei meiner letzten Periode wär ich auf der Toilette am liebsten irgendwo die Wand hochgegangen vor Schmerzen....die Stunde vorher genauso...

Egtl dürfte dein Darm da nicht rumzicken gegen die Buscopan Zäpfchen, denn die stellen den Darm eher ruhig.

Geschwüre müssen heutzutage nur noch im Ausnahmefall operiert werden, weil die fast immer mit Protonenpumpenhemmern (Pantozol etc) ausheilen. Wenn in den Geschwüren diese Helicobacter-Bakterien nachgewiesen werden, braucht man zusätzlich Antibiotika. Magengeschwüre sind eigentlich schlimmer als Zwölffingerdarm-Geschwüre, denn Magengeschwüre sind zu 5-8% bösartig. Zwölffingerdarmgeschwüre praktisch nie, und die sind auch zu fast 100% Helicobacter-positiv. Da reicht es, entsprechende Antibiotika und Pantozol zu geben und dann gehen die weg. Brauchen auch nicht kontrolliert werden. Bei Magengeschwüren muss immer (!) die Abheilung kontrolliert werden, wenn die medikamentöse Therapie abgeschlossen ist (nach 4 Wochen). Bei mir waren die Helicobacter-negativ,habe dann 4 Wochen Pantozol bekommen und musste dann noch zur Kontroll-Magenspiegelung, da wars weg, sowohl die Entzündung als auch die Geschwüre.

Ach und ich hab da noch was für dich, du hattest ja glaub ich mal Oldenburg überlegt, habe gehört, dass da der Antrag läuft für die Zertifizierung Stufe III, die sie wohl locker bekommen werden.

 Ich hab am 30.9. meinen vorläufigen OP-Termin für die Blasenteilresektion. Nach meinem Termin bei den Urologen (20.9.) soll ich Frau Prof Hornung Bescheid sagen, ob es dabei bleibt, aber da bin ich mir ziemlich sicher. Das macht dann Frau Prof Hornung mit dem leitenden Oberarzt der Urologen (Dr. Sommerauer) zusammen.

Liebe Grüße, Tini



Hallo tini, danke für die
Mariele

Hallo tini,

danke für die vielen, vielen Infos! Smile du weißt schon.

So, und ich mache jetzt hier endlich mal deinen Thread frei - damit du evtl. noch mehr Antworten bekommst, wie z.B. von Mira. Das tut doch mal gut, gell?!

Werde auf jeden Fall an Dich denken und ganz feste die Daumen drücken

Liebe Grüße, mariele



Liebe Doris, vielen Dank
Miramee

Liebe Doris,

vielen Dank für Deine lieben Worte! Ja, ich war in der Tat länger nicht hier. In letzter Zeit hatte ich eher mit einer anderen "Baustelle" zu tun. In Bezug auf die Endometriose geht es mir aber wirklich gut. Weiterhin gehe ich zweimal im Monat zu meinem Akupunkturarzt und fühle mich damit sehr wohl: keine Regelschmerzen und Blutungsunregelmäßigkeiten mehr, keine Zysten oder sonstigen Endo-Probleme. Alles bestens :-))

Was Du von Deinem letzten Jahr erzählst, klingt wirklich heftig! Vier OPs, mannomann!  Es tut mir so leid, dass Dich die Endo so heftig in der Kralle hat! Dass es Dich da nicht gleich wieder in die Klinik zieht, kann ich gut verstehen! Aber zu Deiner Frage: Tiefinfiltrierende Endo gibt es auf jeden Fall auch in/an der Harnblase, vgl z.B. diesen Artikel aus dem Ärzteblatt (von 2010):

 http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=77157

Da heißt es u.a. auch: 

"Eine transurethrale Resektion (TUR) ist bei Endometriose kontraindiziert, da die Endometriose transmural infiltrierend in Richtung Urothel wächst und somit transurethral nicht entfernt werden kann"

Alles erdenklich Gute für Dich!

Liebe Tini,

auch Du hast ja längst mehr als genug hinter Dich gebracht mit Endo und Kosorten! Es muss schlimm sein, täglich auf Propofol und Oxycodon angewiesen zu sein! Meine Güte, das wie schaffst Du das, ohne völlig lahmgelegt zu sein??? Oxycocon ist doch das Mittel, das etwa doppelt so stark wirkt wie Morphin, nicht wahr? Und dann noch das Narkotikum! Dass Du unter diesen Umständen auch noch ein Medizin-Studium meisterst, verlangt mir wirklich höchten Respekt ab!

Ja, die Darmsache könnte durchaus eine Mitreaktion sein. Ich wünsche Dir jedenfalls sehr, dass die Beschwerden sich mit der Blasen-OP von selbst erledigen! Nochmals alles Gute für die OP!

Ganz liebe Grüße  an Euch beide!

Mira



Liebe Mira, hihihi, nee,
Tinimaus

Liebe Mira,

hihihi, nee, Propofol meinte ich wegen der vielen OPs und Spiegelungen. *grins* sonst nimmt man das ja gar nicht, es sei denn Michael Jackson ;))

Ja, ich brauch leider täglich Palexia retard (das ist genauso stark wie Oxycodon) und dann bei Bedarf Oxycodon dazu... macht nicht so wirklich Spaß. Ja, also irgendwie hab ich da glaube ich was missverstanden, was Potenz und Wirkstärke angeht, habe das auch mal irgendwo gelesen, dass Oxycodon stärker sein soll als Morphin, allerdings liegt die sog. analgetische Potenz bei 0,6 oder so, die von Morphin definitionsgemäß bei 1.... und die Anästhesisten haben uns dazu nix erzählt, die Pharmakologen auch nicht.

genau den Bericht aus dem Ärzteblatt hab ich auch vor kurzem gefunden.  viele Spezialisten empfehlen die TUR-Op gar nicht. Ich kanns verstehen, wenn man das mal als Alternative erzählt, wenn man Glück hat, ist es vielleicht weg... aber ich hab im Moment eben keine Lust mehr auf Experimente, wären die letzten 12 Monate nicht gewesen, würd ich das locker mit der Laser-OP versuchen, aber so... neeee.

 schön, dass es dir mit der Endo im Moment so gut geht. Ich hoffe, das bleibt auch laaange weiter so. Will nach der OP auch mit ein bisschen Alternativmedizin anfangen, Osteopathie wird da mein Versuchskaninchen :)

danke für deine lieben Worte, ich wünsch dir auch weiter alles alles Gute!!!! Tini



Liebe Mariele, kein Problem,
Tinimaus

Liebe Mariele, kein Problem, helf doch gerne!!! Ich wünsch dir alles Gute und dass du das richtige Zentrum findest :)



Huhu!  Habe mir nun nicht
lila

Huhu! 

Habe mir nun nicht mehr alles durch gelesen, ist ja ne ganze Menge ;)

 Möchte aber trotzdem noch kurz was zu dem Cranberrysaft sagen. Geht es um den Genuss, würde ich auch zu Edeka und Co greifen. Aber wenn er für die Blase genommen wird, sollte man auf ein paar Dinge achten. 

Es sollte naturbelassener Cranberry Muttersaft sein. Ohne Zucker und sonstige Zusätze. Habe den im DM oder im Rossmann gekauft. Dort gibt es auch kleinere Flaschen (Reformhaus hat glaube ich nur große). Ist billiger und man schüttet nichts weg. Ist auch ein Bioprodukt. 

Und er ist wirklich sauer ;) Daher trinke ich ihn immer eiskalt und manchmal mit Wasser verdünnt. Bei Dingen, die mir nicht so gut schmecken, trinke ich manchmal auch aus einem Strohhalm. Da verteilt es sich nicht zwingend im ganzen Mund ;)  

 

Liebe Grüße

Lila  



Liebe Tini, hihihi, nee,
Miramee

Liebe Tini,

hihihi, nee, Propofol meinte ich wegen der vielen OPs und Spiegelungen. *grins* sonst nimmt man das ja gar nicht, es sei denn Michael Jackson ;))

Da muss ich direkt mitlachen. Ich habe gestern abend tatsächlich geglaubt, das gäbe es jetzt auch als Bedarfsmedikament *Grins* (Anmerkung: Man sollte solche Beiträge nicht schreiben, während man "Matrix" guckt - da hält man offensichtlich alles für möglich *lach*)

 schön, dass es dir mit der Endo im Moment so gut geht. Ich hoffe, das bleibt auch laaange weiter so.

Vielen lieben Dank! Das hoffe ich auch! Vor allem die Stellen an Sigma und Peritoneum waren früher unangenehm. Aber ich glaube, ich hatte sehr viel Glück: Weil mir eine Zyste zu platzen drohte, wurde ich notfallmäßig operiert, in einem ganz kleinen Krankenhaus, das einfach noch einen schnellen OP-Termin anbieten konnte. Wenn ich gewusst hätte, dass die bis dahin nur vermutete Endo so ausgeprägt war,  hätte ich mich vielleicht gar nicht in dieses Krankenhaus getraut, aber die Operateurin hat - dem bisherigen Verlauf nach zu urteilen - ihre Sache sehr gut gemacht und alles gründlich saniert Smile

Will nach der OP auch mit ein bisschen Alternativmedizin anfangen, Osteopathie wird da mein Versuchskaninchen

Osteopathie soll ganz toll sein! Ich hab's noch nicht ausprobiert, weil ich mit der Akupunktur so zufrieden bin, dass ich keinen zusätzlichen Bedarf mehr habe, aber ich habe noch von keinem Menschen gehört, dass ihm Osteopathie nichts gebracht hätte - im Gegenteil: alle schwärmen davon. Ich denke, gerade bei Erkrankungen wie Endometriose, die einerseits ziemlich komplex sind und bei denen die Ursachen noch nicht hinreichend geklärt sind, kann man mit solchen ganzheitlichen Ansätzen oft ganz viel bewirken! Hast Du schon die Adresse eine guten Osteopathen? Auf jeden Fall ganz viel Erfolg damit!

 Ein schönes Wochenende allerseits wünscht

Mira

 



Huhu Lila! ja, der Cranberry
Mariele

Huhu Lila!

ja, der Cranberry Saft von Rauch aus rewe oder real ist recht lecker - trinkbar! Eine Apothekerin meinte auch zu mir, ich solle den aber lieber pur naturbelassen trinken. Daher hatte ich mir schon eine kleine Flasche (gibts auch im Reformhaus, werde auch mal bei rossmanm schauen, evtl. billiger) gekauft - und gestern ein Glas getrunken. Brrrrrrr- war der eklig und sauer, meine Herrschaften! Habe dann ein bisschen Zucker und Wasser reingetan und ganz schnell getrunken - pfui bi Deibel!

Aber seit ein paar Tagen, nachdem ich die doofen Chemiekeulen Blasentabletten weggelassen habe, die eh nix bringen, und stattdessen Cranberry Saft in verschiedenen formen trinke, mal die Wärmflasche draufpacke und noch einen Tick Beckenbodentraining mehr mache (aber immer nur ein bisschen wg. Schmerzen), geht es besser, warum auch immer. Vielleicht beruhigen sich jetzt auch 3/4 Jahr nach der OP auch langsam die Blasennerven wieder etwas. Muss mal weiter beobachten. Danke und liebe Grüße, Mariele



Hallo liebe Mira, ich habe
Tinimaus

Hallo liebe Mira,

ich habe noch keine Ahnung, zu welchem Osteopathen ich gehe. Habe bei Recherche einen gefunden, von dem mir die Internetseite zumindest gut gefällt. Das muss aber nichts heißen, und aus meinem Freundeskreis ist leider keiner beim Osteopathen. Daher werd ich mal meinen Hausarzt fragen, da muss ich dann eh bald wieder hin, auch weil ich gerne eine Reha beantragen würde. Der macht selbst Alternativmedizin (u.a. Akupunktur, NLP) - und kennt sich damit scheinbar auch sehr gut aus. Weil er auch über die Endo ganz gut Bescheid weiß, könnte ich mir gut vorstellen, dass er sich auch schon mit alternativen Methoden bei der Krankheit beschäftigt hat. Akupunktur wäre für mich auch einen Versuch wert. Allerdings möchte ich vorher Osteopathie versuchen. Habe auch später dann eine persönliche Osteopathin ;) meine Schwester hat gerade ihre 5-jährige Ausbildung zur Osteopathin und Heilpraktikerin angefangen. Stelle mich gerne als Übungsopfer zur Verfügung :)

wow, toll dass das in dem kleinen Krankenhaus so gut geworden ist. Kann ich mir sehr gut vorstellen, dass du sonst nicht dahin gegangen wärst. Man hört ja immer, wie wichtig das ist, zum Spezialisten zu gehen, weil bei Nicht-Spezis so oft auch ausgeprägte Befunde übersehen werden. Finde es auch sehr schwer, den richtigen zu finden. Über alle Zentren gibt es positive wie negative Berichte. Jeder kommt mit verschiedenen Arztpersönlichkeiten besser oder schlechter klar- mir war das jetzt soooooo extrem positiv aufgefallen, wie ruhig das bei Frau Prof Hornung in der Sprechstunde war, und ich dadurch auch ziemlich entspannt, soweit wie das eben in so ner Situation geht. Und genau sowas brauchte ich ganz ganz dringend nach dem Chaos der letzten 12 Monate und vor allem dem KH in Berlin. Eine Ärztin, die sich wirklich kümmert und sich Zeit nimmt, sowie eine ruhige Atmosphäre. Das Argument, Uniklinik = keine Zeit, ist irgendwie nur begrenzt eine Ausrede- es scheint zu gehen. Die Oberärztin, die mich in Berlin operiert hat, habe ich gar nicht zu Gesicht bekommen. weiß gar nicht, wer sie ist. Aber die sehr liebe Assistenzärztin, die mit operiert hat, kam vorher und hinterher bei mir vorbei, sie hatte im Narkoseeinleitungsraum schon mal Hallo gesagt und dass sie abends noch mal zu mir kommt. Wow- sie war wirklich mein einziger Anhaltspunkt, sonst habe ich mindestens 5 verschiedene Ärztinnen gesehen, die fast alle extrem schlecht über meine Probleme informiert waren, obwohl alles in der Akte stand und ich es bei jeder Anamnese klar gesagt habe.- Hier in Lübeck dagegen, war schon die Sprechstunde sehr ruhig. Macht echt einen riesen Unterschied, ob man (wie bei Prof Ebert) sofort mit Fragen bombardiert wird und kaum zum Reden kommt (er hat mich sofort einen riesenlangen Fragenkatalog abgefragt, den er im Kopf hatte), oder ob der Arzt fragt, wie es einem geht (so Frau Prof Hornung, die mich ja schon von der OP letztes Jahr kannte), oder wie man helfen kann, wenn man sich noch nicht kennt, und einen dann erstmal erzählen lässt. Dazu muss man sagen, es geht auch als Oberarzt, sich gut zu kümmern. Frau Prof Hornung ist leitende Oberärztin, und im Gegensatz zu der Oberärztin in Berlin, hat sie letztes Jahr nach der OP schon im Aufwachraum nach mir geschaut und ein bisschen was erzählt, und gleich gesagt, sie kommt nachher noch mal mit Bildern. Gegen späten Nachmittag war sie dann auch mit den Bildern bei mir und hat mir die erklärt. Richtig klasse. Und das Stationsteam (Krankenschwestern) sind da auch richtig lieb.

 Wünsch dir weiter alles Gute auch mit der Akupunktur :) Liebe Grüße, Tini



Liebe Tini, wohnt Deine
Miramee

Liebe Tini,

wohnt Deine Schwester in Deiner Nähe? Dann bietet sich das mit dem Üben an Dir ja wirklich an! An Deiner Stelle würde ich mich da auch zur Verfügung stellen :-)) Sie scheint aber auch keine Empfehlung für Dich zu haben? Naja, manchmal muss man eben auch mal selbst der Entdecker eines guten Therapeuten sein Smile Und eine Internet-Seite kann schon einige erste Eindrücke vermitteln. An meinem alten Wohnort habe ich eine wunderbare Therapeutin gefunden, deren Website mich einfach angesprochen hat. Von ihr bekam ich dann viele gute Tipps in Bezug auf Ärzte, Yogalehrer etc. gratis. Das gute alte Schneeballsystem eben.

Was Du von Frau Prof. Hornung erzählst, klingt wirklich sehr gut! Ich denke auch, dass die Chemie zwischen Arzt und Patient stimmen muss, vor allem bei solchen chronischen Erkrankungen, die eine längere Begleitung und viel Vertrauen und Zusammenarbeit erforderm. Interessant finde ich, wie Du die Unterschiede in der Gesprächsführung empfindest, auch vor dem Hintergrund, dass Du selbst Ärztin wirst. Es gibt ja immer wieder diese Bestrebungen, das Arztgespräch zu standardisieren und mit genau solchen (Ab-)Fragekatalogen zu arbeiten. Ich halte allerdings das offene Arztgespräch für unersetzbar und zudem für eine hohe Kunst. Ich würde mich auch nicht gut aufgehoben fühlen, wenn jemand an mir nur seinen Standardfragenkatalog abarbeiten würde und ich höllisch fix sein müsste, um überhaupt eine eigene Beobachtung loszuwerden. Schrecklich! Nee, nee, da lob' ich mir meinen Gyn und TCM-Arzt, der sich jedesmals so viel Zeit für mich nimmt wie ich brauche, mir dabei ganz ruhig und sachlich alles erklärt oder Möglichkeiten erläutert und niemals irgendeine meiner Frage oder Überlegung einfach abtut. 

Aber sag: wie geht es Dir mit dem Gedanken an die nächste OP? Oder versuchst Du lieber nicht so viel daran zu denken?

 Eine gute und erholsame Nacht wünscht Dir

Mira

 



Liebe Mira, meine Schwester
Tinimaus

Liebe Mira,

meine Schwester wohnt jetzt leider weiter weg. aber in den Weihnachtsferien sind wir ja beide bei den Eltern. Ich fahr jetzt auch ein paar Tage zu meinen Eltern, und meine Schwester kommt das WE evtl auch. "in der Mitte treffen" ist praktisch. Sie ist von Hannover aus Richtung Süden (nahe Wiesbaden) gezogen, mich hats in den Norden (Lübeck) verschlagen. Freu mich schon drauf, sie das 1. Mal dort zu besuchen. War jetzt einmal da, das Wochenende, als wir ihre Wohnung eingeräumt haben, die Möbel aufgebaut etc. ist schön da :) 

 Sie hat ja noch keine praktische Osteopathie-Erfahrung, daher keine Empfehlungen, sie hat aber vorher 2 Tage bei einem Osteopathen in Hildesheim hospitiert. Der soll wirklich gut sein. Kennt sich scheinbar auch mit Endo aus, meine Mama hatte sich bei dem mal schlau gemacht, weil sie selbst da war (aber nicht wg Endo). Allerdings hätte ich lieber einen hier vor Ort, das ist doch stressfreier. Ich fahr ja auch nicht immer alle 4 Wochen nach Hause, ist unterschiedlich, ca. alle 4-8 Wochen, meist etwa alle 6 Wochen. Je nachdem, was ansteht, z.B. Geb.Partys von Freunden, die noch dort wohnen.

Ich find das auch ganz wichtig, bei chronischen Sachen, einen guten Arzt zu haben, auf den man sich verlassen kann und bei dem man sich auch menschlich einfach gut aufgehoben fühlt. Grade beim Gyn, beim Internisten und beim Hausarzt wichtig. Gibt ja auch so einiges an unangenehmen Untersuchungen, die aber bei einem lieben Arzt nicht so schlimm sind. Mit meinem Internisten und meinem Hausarzt bin ich extrem zufrieden.

Ja, das seh ich auch so, dass das offene Arztgespräch einfach nicht ersetzt werden kann, und das braucht wirklich a) menschliches Geschick und b) Erfahrung. sowas Standardisiertes hat auch Vorteile, aber im Gespräch hat das meiner Meinung nach nichts zu suchen. Dann kann das ja jeder Volldepp, so einen Fragebogen abklappern. Es ist aber viel wichtiger, oft noch mal genauer nachzufragen, durch ne sorgfältige Anamnese kann man schon so viele Dinge ausschließen oder Verdachtsdiagnosen (bzw auch fertige Diagnosen) erstellen. Und das ist eine extrem hohe Kunst, die jahrelange Erfahrung braucht. In Lüneburg oder so, gibt es jetzt einen Versuch, das Medizinstudium auf Bachelor/Master umzustellen. Die Bachelor sind dann sowas wie "physician assistant", die dann u.a. die Anamneseerhebung und bestimmte Untersuchungen übernehmen. Das find ich absolut daneben. Gerade die Anamnese ist das schwierigste überhaupt am Arztberuf. Dafür reichen keine 3 Jahre Studium, da braucht man die Facharztausbildung und die Erfahrung mit den Krankheitsbildern (nicht jeder Patient hat Symptome wie im Lehrbuch! und seltene Krankheiten lernt man einfach mit der Berufserfahrung kennen). Und auch als Patient möchte ich doch lieber alles mit dem Arzt selbst besprechen. Habe jetzt in der Klinik in Berlin erfahren, dass es viel besser ist, von wenigen gut informierten Ärzten behandelt zu werden als von vielen uninformierten, wo dann Infos am laufenden Meter verloren gehen. Hier in Lübeck, wie gesagt, ist das so.

Fragebögen sind aber auch sinnvoll. aber haben wie gesagt im Gespräch nicht viel verloren, v.a. nicht am Anfang eines Gesprächs. Standardfragen gibt es in jedem Arztgespräch. Ich find aber die Lösung ganz gut, die ich schon einige Male erlebt hab, dass man im Wartezimmer einen Fragebogen ausfüllt (oder schon zu Hause), und den dann zur Sprechstunde mitbringt. Das ist auch gut, wenn man als Patient eh aufgeregt ist und im Gespräch Dinge vergisst, dann hat man es wenigstens einmal aufgeschrieben, sodass es nicht verloren gehen kann. Ist auch für die Ärzte gut, denn manchmal entstehen im Gespräch ja Missverständnisse. Wenn man einmal alles aufgeschrieben hat, dann ist es auf jeden Fall richtig dokumentiert. Hier in Lübeck in der Endosprechstunde gibt es so einen 4-seitigen Fragebogen, sehr hilfreich. Mittlerweile haben sie den Online gestellt, und noch viele Infos mehr über die Sprechstunde. Das haben die extra gemacht, damit man den Fragebogen schon in Ruhe zu Hause ausfüllen kann. Und in der Endokrinologie-Ambulanz, wo ich meine letzte Famulatur gemacht hab, da gabs auch für verschiedene Krankheitsbilder unterschiedliche Fragebögen, teils sehr ausführlich. War gut bei Patienten, auch zur Verlaufsbeobachtung, die mit einer schon bekannten Krankheit dort hin kamen. Das spart auch Zeit, und ist eine gute Gedächtnisstütze, für mich als Studentin wars auch super. Hat aber keinesfalls das normale Arztgespräch ersetzt. Auch nicht in der Endosprechstunde.

Mhhh, die OP, also ich bin schon irgendwie aufgeregt, aber ich versuche nicht zu viel drüber nachzudenken. Morgen früh hab ich noch den Termin bei den Urologen und danach soll ich Frau Prof Hornung endgültig Bescheid sagen, wie ich mich entschieden hab. Und die Entscheidung steht auf ziemlich sicheren Füßen. Finde es aber leichter, und bin daher auch "relativ" entspannt, mit einer bekannten Diagnose zur OP zu gehen. Sonst ist das ja immer so ungewiss, ob und was gefunden wird, wenn vorher die Untersuchungen nix ergeben haben, was ja seeeeeehr oft so ist.

Ganz liebe Grüße :) Tini



Liebe Tini, wenigstens eine
Miramee

Liebe Tini,

wenigstens eine kleine Zwischenmeldung von mir, bevor ich mich dann noch einmal richtig melde. Keine Sorge, ich habe Dich nicht vergessen. Ich bin nur gerade total platt  (hatte nach der Arbeit noch meine 4 Stunden Erste-Hilfe-Auffrischung und war in vier Fällen diejenige, die 10 Minuten lang Herzdruckmassage machen musste. Mann, geht das auf die Arme! Das nächte mal laufe ich auch lieber nach der Sauerstoff-Flasche oder lege die Braunüle, das ist  nicht so stressig ;-))) Heute abend muss ich auch noch einmal weg. Wenn ich danach nicht völlig erledigt bin, melde ich mich anschließend noch einmal. 

Bis dahin liebe Grüße,

Mira



Liebe Mira, wow, da hast du
Tinimaus

Liebe Mira,

wow, da hast du ja ganze Arbeit geleistet! Herzdruckmassage ist wirklich extrem anstrengend. Übrigens ein Tipp von unseren Anästhesisten :D (lustiges Völkchen teilweise)- man soll ja 100er Frequenz drücken. Merken kann man sich das an dem Song "Ha ha ha ha staying alive, staying alive...." das kennt ja irgendwie jeder, hat 100 BPM und passt auch noch gut. ;)) und v.a. muss man sich bewusst sein, dass man wirklich 4-5cm tief drücken muss, sonst bringt das gar nichts. Man unterschätzt diese paar Zentimeter meist gewaltig, da muss man richtig aufpassen und zupacken, obwohl dann zwangsläufig Rippen brechen, das ist dann halt das Übel, das man in Kauf nehmen muss....

Wofür machst du den Kurs? Hast du beruflich mit Medizin zu tun oder ist das einfach ein Auffrischungskurs für die allgemeinen Kenntnisse wie bei so nem Führerscheinkurs? Find das auch voll wichtig, das öfter aufzufrischen. Denn die Notfallmedizin-Leitlinien ändern sich immer wieder. was denn nun, 30:2, 15:1, Hiiiiiilllllffeeeeee! und so vieles vergisst man einfach wieder, wenn man es nicht öfters mal anwendet, und wie oft passiert es schon, dass auf offener Straße einer tot umkippt und man reanimieren muss?

Ich hatte meinen letzten Erstehilfe-Kurs im 2. oder 3. Semester. Das war dann so ein richtiger Kurs für Mediziner mit fortgeschrittenen Ersthelfer-Maßnahmen. Wirklich supergut gemacht, von einer Gruppe älterer Studenten (damals so 10. oder 11. Semester). wir waren richtig viele Teilnehmer (über 100) und wurden in Kleingruppen geteilt, die dann die verschiedenen Stationen abklappern mussten. Es gab jede Menge praktische Übungen und dann auch richtige "Fälle", wo die älteren Studis Notfallsituationen vorgespielt haben, wir erkennen mussten, was das Problem ist (z.B. Schlaganfall, Asthmaanfall, epileptischer Anfall) und dann entsprechend behandeln (natürlich ohne Diazepam-Rectiole *grins*, das gibt man ja v.a. bei Kindern im Krampfanfall gerne rektal, weil es dann extrem schnell wirkt). Dann hatten wir im 6. Semester noch Notfallmedizin. Klar, die Basics sitzen, aber man vergisst extrem viel.

was hast du denn heute Abend schönes gemacht? Ich war heute den Rest des Tages faul, bin sehr früh aufgestanden, weil ich um 8 Uhr schon bei den Urologen sein musste. Der Termin hat sich sehr lange hingezogen und dann hab ich noch bisschen was erledigt, spontan ne Freundin beim Bäcker getroffen und noch mit ihr nen Kaffee getrunken, und dann war ich nur noch faul :)

waren alle sehr nett in der Uro-Poliklinik. Die wollen jetzt am Freitag noch mal untersuchen. Blasenspiegelung, Harnleiterspiegelung, Blasenkapazitätsmessung und Harnleiterschienen sind auch geplant. Das alles in Vollnarkose, weil sie Proben nehmen wollen für die Histo-Abklärung. 

Hab dann aber trotzdem schon mal ne E-Mail an Frau Prof Hornung geschrieben, dass der 30.9. so stehen bleiben kann. Puh, jetzt gibts eigentlich kein Zurück mehr. Ich sollte ihr ja auch heute Bescheid sagen, das kann ich leider nicht noch bis Freitag rauszögern. Dem Dr. Sommerauer (der leitende Oberarzt aus der Uro, der dann mit Frau Prof Hornung zusammen die Blasenteilresektion macht), der dann auch noch dazu kam, hab ich schon weitestgehend verständlich gemacht, dass mir die Blasenteilresektion trotz allem um Längen lieber wäre. Ich glaube und hoffe, dass er meine Argumente schon verstanden hat, am Ende schien er das auch so hinzunehmen, wird sicher Freitag noch mal hinterher endgültig mit mir drüber sprechen, er hat sich da noch ein bisschen rausgewunden und meinte, er schaut sich das am Freitag dann an, auch wie das anatomisch aussieht, wo genau die Herde sitzen mit welchem Bezug zu den Nachbarorganen. Er wollte auch noch mal Kontakt zu Frau Prof Hornung aufnehmen. Seiner Meinung nach soll die OP im Uro-OP gemacht werden. Frau Prof Hornung hatte gesagt, das wird in der Gyn gemacht, er meinte dann, dass er das noch mal mit ihr bespricht. Hab das in der E-Mail auch angesprochen, und sie wiederum meinte, nix da ;) das wird in der Gyn gemacht, sie redet noch mal mit ihm. Jaja, die lieben Finanzen. Da geht den Urologen schon was durch die Lappen. :D mindestens 10 stationäre Tage. Ich möchte auch viel lieber in die Gyn, weil die Schwestern auf der Station 18 dort soooo lieb sind. Von der Urologie-Station hab ich dagegen nix Gutes gehört, über das Pflegepersonal. Aber die Poliklinik ist wirklich sympathisch und die Docs von heute (Assistenzärztin und Oberarzt) auch....

Hab dann also noch einen Spontanausflug zu den Anästhesisten gemacht (Narkoseaufklärung und Prämed), der war auch wirklich nett. Gut, dass dann heute schon alles unter Dach und Fach ist für Freitag. Wird wohl ambulant bzw evtl bleib ich über Nacht da. Will aber egtl am Freitag abend wieder gehen, wenn nix dagegen spricht, denn ich will ja Samstag dann zu meinen Eltern fahren. Eigentlich wollte ich ja schon morgen, aber dann wird das leider nichts...schade, denn meine beste Freundin ist morgen da, dann aber paar Tage bei Verwandten in Bayern. Vllt bleib ich dann bis Montag, je nachdem, wann ich noch irgendwelche Termine hab. Ich hoffe, dass der 30.9. trotzdem stehen bleiben kann, aber egtl müsste die Histo bis dahin fertig sein.

 Dann erhol dich mal gut von deinem anstrengenden Tag. Schlaf gut und ohne Aua.Freu mich, wieder von dir zu hören :) deine Unterstützung kam wirklich genau im richtigen Moment. Das hat mir die letzte Überzeugung gegeben... auch wenn sich gelegentlich das Muffensausen bemerkbar macht. Augen zu und durch- wenn die Schmerzen dann besser (weg?) sind, ist mir das allemal wert. Endlich wieder normal leben- auf das Argument hat der Oberarzt auch nichts mehr gesagt....schien er hoffentlich verstanden zu haben. Wie gesagt, ohne die letzten 12 Monate wäre es keine Frage, dass ich es mit Lasern versuchen würde. Aber so.... 100%ige Sicherheit gibt es nicht. Das hat er mir auch so gesagt und das ist mir auch bewusst. Aber die Chance ist ungleich höher, dass die Blase dann auf Ewig ruhig ist.

Ganz liebe Grüße, Tini



endometriose
dralien

Hallo, habe den ganzen Beitrag nicht gelesen, aber kann dir ueber meinen Fall was erzaehlen.

Man hat bei mir, nachdem ich schwanger wurde und kurz darauf eine Fehlgeburt hatte, zufaelligerweise eine Endometriose externa Grad IVdiagnostiziert. Naja ich hatte Probleme seit ich 14 j alt bin, und es hat 15 JAhre gedauert, bis man endlich die Endometriose offiziell diagnostiziert hat. Ich hatte die ganze Palette an Problemen und Schmerzen. Ich wusse, dass ich Endometriose habe,jedoch wollte kein Arzt mir glauben. Anfang 2008 hat man die Endometriose zufaelligerweise waehrend einer anderen OP festgestellt. Die eigentliche OP wurde nicht gemacht, da ich ueberall riesige Endometrioseherde hatte:Bauch,Becken,Eileiter,Eierstoecke,ganzer Blasendach und -wand, Teil des Darmes, Ruecken!!!,und und und.Die OP hat 8 Std gedauert!Sollte ursruenglich eine 30 min OP werden!Als ich aufgewacht bin, hat man mir gesagt, dass ich nie wieder schwanger werden kann, und wie ich es ueberhaupt geschafft haette schwanger zu werden. Ein Schlag ins Gesicht!!!Meine ursruengliche OP war die Trennung einer Gebaermutterscheidewand (so eine Art Missbildung der Gebaermutter). Das sollte angeblich die Ursache meiner Fehlgeburt gewesen sein. und dann noch der grosse Schlag ins Gesicht. Naja,habe danach die ganze Diagnostik bekommen. Komplettes MRT, Darmspiegelung, bla bla bla. Sollte mich auch fuer eine Blasenteilresektion und Darmteilresektion entscheiden.Habe mich dagegen entschieden. Ich habe eine 3 Monatstherapie mit GnrH Analoga gemacht, anschliessend 2 weitere Lasercoagulation OP.Danach bin ich sofort schwanger geworden. Meine Tochter ist jetzt 2 Jahre alt.Achso, die Blasenteilresektion musste notfallmaesig beim Kaiserschnitt gemacht werden.Bei mit wurde ein Notfallkaiserschnitt gemacht, weil meine Tochter im GEburtskanal"stecken" geblieben ist. Da meine Blase mit der Gebaermutter so schlimm verwachsen war, wurde es beim Kaiserschnitt angeschnitten. So hat eine ungewollte Teilresektion stattgefunden. Ich habe vieles durchgemacht, aber nichts hat mir mehr Schmerzen bereitet als dieser Katheter, den ich nach der Teilresektion 3 Wochen  hatte.  Ich bin ein Mensch, der nach jeder Operation rumhuempft,sofort nach Hause geht, nie im Krankenhaus schlaeft und nie schmerzen spuert. Aber dieser Katheter war der einziger Horror in meinem Leben!!!An deiner Stelle wuerde ich die laser OP bevorzugen. Die Teilresektion kannst du immer noch machen lassen. Alles Gute

Langsam kommen die BEschwerden wieder. Sprich



Liebe Tini, so, nun komme
Miramee

Liebe Tini,

so, nun komme ich endlich zum Antworten. 

Da gibt es also ein Gerangel um Dich zwischen den Gyns und den Urologen? Kann ich gut verstehen! Für Dich würde ich mich auch ins Zeug legen ;-)) Leider spielen, wie Du ja selbst am besten weißt, da auch finanzielle Aspekte eine Rolle. Ich nehme übrigens an, dass man Dir unter anderem auch deswegen die Laser-OP schmackhaft zu machen versucht, weil es im Rahmen des QM wichtig ist, so viel wie irgend möglich minimalinasiv zu operieren. Rezidive werden da als gegeben hingenommen und - zumindest wenn es um die QM-Statistik geht - nicht mit vorangegangenen OPs in Verbindung gebracht. Aber ich an Deiner Stelle würde- wie gesagt - auch die Blaseteilresektion vorziehen. Und so, wie Du Frau Prof. Hornung schilderst, wird sie es bestimmt in Deinem Sinne regeln und Dich in der Gyn aufnehmen. Schön, dass Du auf dieser Station schon gute Erfahrung mit dem Pflegeteam machen konntest!

Und am Freitag hast Du also eine Vollnarkose vor Dir? Nach allem, was da an Diagnostik geplant ist, haben die Urologen doch auch noch etwas von Deinem Fall... Harnleiterschienen hatte ich noch nicht. Ich hoffe, sie sind nicht zu unangenehm für Dich (scheint ja sehr unterschiedlich zu sein). Wie hast Du Deine bisherigen Narkosen vertragen?

Um noch einmal auf die Fragebögen zurückzukommen: ich finde diese Erstanamnesebögen auch sinnvoll. Damit hat man ja gleich schon einmal die großen Risikobereiche abgeklärt. Allerdings kann, wie Du ja auch sagst, eine solche Standard-Abfrage niemals das Arztgespräch ersetzen. Ich würde da auch ungern einen Medizin-Bachelor heranlassen wollen - überhaupt Anamnese und Therapie auf zwei Personen zu verteilen, halte ich für äußerst ungünstig, beides gehört aus meiner Sicht in eine Hand. 

Dazu kommt der Eindruck, den man von dem Patienten gewinnt, der einen Fragebogen ausfüllt bzw. Fragen beantwortet: neigt er vielleicht zum Dramatisieren oder spielt er im Gegenteil seine Symptome herunter? Es gibt z.B. einen standardisierten Fragebogen für COPD-Patienten, auf dem man 0-5 Punkte pro Frage vergeben kann. Mit etwas Gespür kann man schon vorab sagen, dass dieser Patient seiner Selbsteinschätzung nach völlig verschleimt (5 P), ständig am Husten (5 P) und in seinen häuslichen Aktivitäten ausgesprochen eingeschränkt ist (5 P), während ein anderer, dem es mindestens genauso schlecht geht, sich jeweil zwischen 1 und 2 Punkten entscheidet und meint, nun ja, die Symptome seien schon da, aber es könnte schließlich noch schlimmer sein. Die Auswertung solcher Fragebögen halte ich deswegen für extrem schwierig, aber auch für spannend!

Auch aus der TCM kenne ich übrigens Fragebögen: Vor meiner ersten Akupukturbehandlung habe ich einen solchen Bogen ausgefüllt, der neben der traditionellen Zungen- und Pulsdiagnostik eine erste Einordnung für den Arzt ermöglichen soll, die Störungen des individuellen Kräftegleichgewichts zu erkennen. Auf diesem Bogen wurde nicht nur nach Vorerkrankungen gefragt, sondern auch nach Vorlieben und Abneigungen beim Essen (Geschmacksrichtungen), beim Schlafen (Schlafpositionen) sowie im Umgang mit den Elementen (z.B. Wind-/Zugempfindlichkeit, Abneigung gegen Wasser, Hitzeunverträglichkeit etc..) So langsam verstehe ich in groben Zügen, wie das Ganze mit bestimmten Organen und ihren sogenannten Funktionskreisen zusammenhängt, aber das ist ein Riesenthema für sich. Im übrigen braucht mein Akupunkturarzt diesen Bogen eigentlich gar nicht, da er ein so guter Akupunkturpunktdiagnostiker ist. Dazu kurz eine Begebenheit, die mich fasziniert hat: Wegen meiner Gallen-OP und einem sich anschließenden Urlaub war ich im Frühling mehrere Wochen lang nicht bei meinem Akupunkturarzt. Bei meinem nächsten Termin meinte er, ich solle mal nicht sagen, wie es mir in diesen Wochen ergangen sei, er würde mal selber gucken. Mit einem Laserstift prüfte er daraufhin einige Punkte an meinen Füßen und sagte mir nach 2 Minuten alles, was ich ihm hätte sagen können: "Ja, die OP ist offensichtlich gut verlaufen, Sie haben da auch keine Beschwerden mehr, nicht wahr? Schön! Aber mit der Menstruation hatten Sie bei der letzten Blutung starke Probleme. Die Schleim-Punkte hier sind alle ganz geschwollen. Die Blutung hat sich auch in zwei Phasen abgespielt, das die Gebärmutter nicht regelmäßig durchblutet ist. Die Harnröhre ist auch ein bisschen gereizt, aber das bekommen wir leicht wieder in den Griff." Stimmte alles von A-Z! Wow! So etwas fasziniert mich enorm!

Ich bin mal sehr gespannt, was Du von der Osteopathie erzählen wirst! Smile

Was mich gestern abend vom Schreiben abgehalten hat, war übrigens ein Elternabend in der Schule meines Sohns. Elternabend sind vielleicht die aufgeblähtesten Info-Veranstaltungen, die es gibt. Wenn man alle Tagesordnungspunkte effizient besprechen würde, bräuchte man statt der drei Stunden vermutlich nur 15 Minuten *grummel*

Ich arbeite in einer Facharztpraxis, daher die Erste-Hilfe-Auffrischung. Es war bei aller Anstrengung natürlich auch spaßig, diverse Notfallsituationen mit dem ganzen Team durchzuspielen. Ich hatte noch nie zuvor das Vergnügen, an einer dieser neuen Dummies zu üben, an denen man nicht nur die Herzdruckmassage und Beatmung durchführen, sondern auch Blutdruck (falls vorhanden) messen und Venenzugänge legen kann und die via Fernsteuerung z.B. zur Spontanatmung übergehen können. Sogar Erbrechen kann man damit akustisch simulieren, aber das wurde während unseres Kurses nicht genutzt ;-)) Bei der Gelegenheit habe ich entdeckt, was für eine tolle Erfindung ein Larynx-Tubus ist! Den kann wirklich jeder legen, man kann absolut nichts falsch machen, einfach genial für die Sicherung der Atemwege!

So, nun habe ich Dich aber genug zugetextet. Du sollst schließlich nicht schon vor dem Diazepam in den Schlaf getrieben werden ;-))

Sei ganz herzlich gegrüßt von Deiner Mira

 

 

 

 

 



Liebe Mira, hihi, du bist ja
Tinimaus

Liebe Mira,

hihi, du bist ja süß :)) Ich sollte ja Frau Prof Hornung direkt nach meinem Uro-Termin am Dienstag endgültig per Mail Bescheid sagen, was wir machen. Hab das da auch angesprochen, dass der Urologe das in der Uro machen will, und so ganz vorsichtig "wenn ich mir was wünschen darf, würde ich lieber in die Gyn"- weil die Schwestern da superlieb sind. Sie meinte auch, nix da, sie kümmert sich drum, das wird in der Gyn gemacht. Dort hat sie mir jetzt einen Termin am 29.9. um 8 Uhr geblockt, wegen der Vorgespräche (Anästhesie, OP-Aufklärung), soll viel Zeit und meine Tasche mitbringen, weil es gut sein kann, dass ich dann direkt da bleiben muss. Das wäre ok, dann hab ich den Stress nicht Freitag morgens, sonst müsste ich da um 7 Uhr auf der Matte stehen. Kann dann bestimmt ruhiger schlafen und brauch keine Angst zu haben, dass mein Wecker mich verarscht, das macht er schon mal...

Gestern war ich noch mal bei meinem Dr.Vater, weil ich die Akten nächste Woche fertig bekomme. Da sollte ich ihm Bescheid sagen, wenn ich soweit bin. Er hat auch gleich gefragt, wie es mir geht und ob ich den Untersuchungs- und OP-Marathon gut überstanden hab (ich hatte ihm mal ein paar grobe Sachen erzählt, weil ich wegen der vielen Untersuchungen vor der letzten LSK und so länger nix machen konnte, weil ich auch nicht wusste, wann mein Zyklus wieder da ist und dementsprechend die Untersuchungen und OP in Berlin anfangen können, und dass sich das so lange hinzieht- 3 Monate länger als es sollte- konnte man nur vage ahnen, weil ich da gerade neu dieses PCO-Syndrom bekommen hab)

Und bei der Gelegenheit hab ich ihm dann auch "gebeichtet", dass ich schon wieder ein paar Wochen ausfalle.  Das tut mir so leid, weil er gerade seine Habil macht und daher auch auf mich und meine Arbeit angewiesen ist. Habe kurz erzählt, dass es in Berlin besch***eiden gelaufen ist und die eben trotz MRT-Befund da was übersehen haben, was dann richtig Stress gemacht hat und dann entdeckt wurde, dass am Freitag noch Narkoseuntersuchungen anstehen und am 30.9. ne große OP. Glaube, mittlerweile kann er sich auch denken, was ich hab. (er hatte mal gefragt, ob es was Ernstes ist, da meinte ich so, naja, aber extrem schmerzhaft- und ich hab ihm gesagt, die OPs werden jetzt hier gemacht, Berlin nie wieder, lieber hier in der Gyn)

er ist so ein Engel. Hat reichlich geknickt aus der Wäsche geguckt, meinte so Ach Mensch, das ist doch echt bescheuert, und ob er mir irgendwie helfen kann, sowohl wegen der Arbeit, wo ich auch die Statistikerin der Chirurgen und die Kollegen aus dem Labor fragen könnte, UND mit dem Krankenhaus-Mist. Er meinte, ich soll ihm jederzeit ne Mail schreiben, wenn irgendwas doof läuft, es Ärger wegen Terminen oder sonstiger Absprachen und der Behandlung gibt, dann kümmert er sich auf kurzem Dienstweg darum. Smile So ein Schatz. Habe also jetzt meinen persönlichen Bodyguard, da kann ja gar nichts mehr schief gehen :))

Wahnsinn, was der Akupunktur-Arzt da alles sehen konnte. Bin auch schon ganz gespannt auf die Osteopathie. Hattest du Gallensteine, dass die Gallenblase raus musste? Und du scheinst ja richtig Spaß an deinem Beruf zu haben. Find ich toll. Ich bewunder diesen Job von Arzthelferinnen eh total, Wahnsinn, was man da für einen Überblick haben muss. Ne gute Praxisorganisation ist total wichtig, wenn alles gut läuft, dann spart das so viel Zeit. Und ist für die Patienten toll. Hab jetzt in Berlin ja das Gegenteil von Organisation und Ruhe erlebt.  Mein ehem. Hausarzt (als ich noch bei meinen Eltern gewohnt hab) hatte eine ganz miese Organisation, da saß man häufig trotz Termin am frühen Morgen (!) 2 Stunden im Wartezimmer.Bei meinem Hausarzt klappt immer alles so toll. Obwohl drei Ärzte dort arbeiten.Habe da eine Lieblingsarzthelferin, die schätzungsweise etwa so alt ist wie ich (23 Jahre). Die fragt mich seit min. einem halben Jahr gar nicht mehr nach meinem Namen. Wenn ich nur Überweisungen oder so abhole, fängt sie gleich an zu kramen, wenn sie mich sieht. Heute morgen war ich wegen der beiden Einweisungsscheine (für morgen und nächste Woche) da. War überhaupt kein Problem. Sie war dann auch total süß und meinte so, darf ich mal was persönliches fragen? Klar!haben uns dann länger unterhalten, und sie hat nur eine ganz vorsichtige Andeutung gemacht, da war klar, sie hat auch Endo, hat bei ihr trotz Spezialist 3x BS gebraucht, bis es ein niedergelassener Gyn, die als Belegarzt arbeitet, bei der 3. BS gefunden hat. Da hab ich dann also auch meinen neuen Gyn gefunden. Meine bisherige FÄ hat es gewaltig versemmelt. Wusste aber nicht so recht, wo ich hingehen soll, Tipps von meinen Freundinnen (haben alle keine Endo) konnte ich weniger brauchen, weil jeder noch so gute Gyn nicht unbedingt Ahnung von Endo haben muss.

Mit Narkosen ging es bisher. Hab damit schon reichlich Erfahrung nach 8 OPs in Vollnarkose (2x Mittelohr und Mandeln als kleines Kind, Weisheitszähne- alle 4 auf einmal, daher ITN, Steißbeinabszess- warum auch immer- Endo, Steißbeinfistel, nochmal Endo), jetzt kommen Nr. 9 und 10. seit der 1. Steißbein-OP (mit 17) ist mir nach Narkosen immer speiübel. Kriege aber seitdem immer Prophylaxe (Granisetron) und hatte das Problem dann nur noch einmal, nach der BS in Berlin, weil ich da statt Prophylaxe ne TIVA gekriegt hab (nur Propofol als Narkosemittel, kein Gas)- oft ist Patienten nach einer TIVA nicht übel, weil Propofol dagegen wirkt. Hat bei mir aber nichts gebracht, habe dann hinterher Granisetron bekommen, dann war es aber wieder gut. Morgen krieg ich auch ne TIVA, plus Prophylaxe. War ein total lieber Anästhesist beim Gespräch, er meinte, ich kriege alles, was gut ist (TIVA, Prophylaxe, und Tranxilium als Prämed- weil Dormicum bei mir als Tbl nicht viel bewirkt).

Ja, diese Puppen sind lustig. :) Arbeitest du beim Pulmologen? Wir haben bei den Anästhesisten so eine Puppe namens LARS (Lübecker Anästhesie- und Rettungssimulator), der kann dank Mikro im Kopf sogar sprechen, erbrechen glaube ich auch (bei uns aber nicht), mit den Augen zwinkern und reagiert eben auf die ganzen Medis, die man ihm gibt. Daran mussten wir im Praktikum die Narkoseeinleitung üben, mitsamt intubieren (aber normaler Tubus). Die haben da immer Narkosezwischenfälle eingebaut, die wir managen mussten (Bsp. Vagusreiz mit Herzstillstand- den mussten wir dann wieder beleben, hypoglykämer Diabetiker, der vor der OP noch sein Insulin gespritzt hat- was ja nicht sein darf.. usw.) Leider wurden wir darauf extrem schlecht vorbereitet, sodass ich das nicht ganz so gut fand, auch in Büchern findet man solche Praxis-Informationen nur ganz mau.

Wie alt ist denn dein Sohn? Hihi, ja Elternabende.... solche Sitzungen können echt langweilig sein v.a. wenn sie sich ewig hinziehen und immer das Gleiche erzählt wird. Kenn das von manchen Vorstandssitzungen, habe in meinem früheren Musikverein jahrelang ehrenamtlich als Jugendvertreterin bzw dann Jugend-Dirigentin gearbeitet. Da konnten sich Diskussionen hinziehen ohne Ende und immer wieder im Kreis drehen...

 

Ganz viele liebe Grüße,Tini



Hallo Dralien, ohje, da hast
Tinimaus

Hallo Dralien,

ohje, da hast du ja einiges hinter dir, das tut mir leid :(( Schön, dass es trotzdem mit dem Kind geklappt hat. Das steht bei mir im Moment zum Glück noch nicht an, hab da auch bisschen Angst vor, dass das nix wird, weil ich neben der Endo auch noch ein PCO-Syndrom hab, was das Ganze erschwert. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Erstmal denk ich positiv, wird sich ja zeigen, das kann man ja vorher nie sagen, auch wenn Ärzte sagen, das wird nichts (wie man bei dir und noch bei einigen anderen sieht)- ich find auch, dass man sowas als Arzt gar nicht sagen darf, Ausnahmen bestätigen eben die Regel.

Ich habe mich trotz allem für die große OP entschieden. Die Rezidivraten beim Lasern sind einfach mies, meistens kommt es wieder, und zwar schnell. Da habe ich Angst, dass ich wieder mit Beschwerden rumlaufe, und dann die Diagnose nicht so einfach geht. Denn Blasenendo ist wohl eine schwierig zu stellende Diagnose. Jetzt hat es ja immerhin einer gesehen. Und ich nehme seit 12 Monaten jeden Tag Morphine, weil es anders nicht geht. Habe diese Schmerzen 6 Wochen ohne Medis mitgemacht, kann auch einiges ab, und war dann fix und fertig. Novalgin konnte da gar nichts ausrichten, obwohl ich bis dahin kaum Schmerzmittel genommen hab - vor meiner 1. OP gar nichts, weil nicht mal Ibu 800 geholfen hat und dann hatte ich auch meinen Termin, bis dahin hab ich noch die Zähne zusammen gebissen. Wegen Adenomyose, die ohne Gebärmutterentfernung nicht behandelbar ist, hatte ich hinterher noch 3-4 Tage Schmerzen im Monat, mit Novalgin dann aber gut im Griff (meistens). Und seit Oktober 2010 dann jeden Tag heftigste Schmerzen, die hoffentlich mit der Blasen-OP erledigt sind....

Morgen muss ich noch wahrscheinlich ambulant, zu Untersuchungen bei den Urologen (Blasenspiegelung mit Biopsien, Harnleiterspiegelung, Blasenkapazitätsmessung und Harnleiterschienen-Einlage), mit Narkose, aber darf hoffentlich abends nach Hause. Ich sollte aber Frau Prof Hornung am Dienstag schon Bescheid sagen, ob der Termin für die Blasenteilresektion so bleiben kann (30.9.) Wären die letzten 12 Monate nicht gewesen, würde ich denke ich einen Laser-Versuch in Angriff nehmen, aber so bin ich einfach "overkilled" von Untersuchungen und OPs. In der Zeit ist alles schief gegangen, was schief gehen kann, angefangen bei einem Experiment mit Trenantone (das meine Ex-gyn nicht hätte machen dürfen, hab ich leider zu spät in der Uni gelernt), dann hunderttausend Untersuchungen, Magengeschwüre, 2 Magenspiegelungen deswegen, und dann nach dem Trenantone-Mist erst im Juni statt wie es normal wäre, im April wieder meine Tage gekriegt. Und die weitere Diagnostik wegen den extremen Schmerzen und Darmblutungen konnte nicht gemacht werden, bevor die Trenantone-Wirkung weg war. Das waren 3 Monate extrem anstrengende Warterei auf den Zyklus, der dank gerade dann neu dazu gekommenem PCO-Syndrom so lange auf sich warten lassen hat... und diese völlig sinnlose BS in Berlin, wo sie die Blasenendo so mal eben übersehen haben... und alles sonst dort auch schief gelaufen ist,...nee nee, ich mag einfach nicht mehr.

Ich wünsch dir auch weiter alles Gute! LG Tini