Schwere Entscheidung: Blasenendometriose, Bauchschnitt mit Blasenteilresektion vs. Laser-OP
Tinimaus

Hallo zusammen,

 ich stehe vor einer recht schwierigen Entscheidung und brauche mal eure Hilfe... Ich bin 23 Jahre alt und bei mir wurde vor ca. 4 Wochen  im Rahmen einer Blasenspiegelung eine Blasenendometriose festgestellt. Es handelt sich um drei Herde von jeweils 1cm Größe, die an der Blasenrückwand sitzen. Beschwerden sind so die üblichen Verdächtigen: Schmerzen beim Wasserlassen bei der Periode, Blut im Urin während der Periode, Blasenentzündungen, mehrfacher vollständiger Harnverhalt (3x notfallmäßiger Arztbesuch in 6 Wochen) und Blasenentleerungsschwierigkeiten.

Am Mittwoch war ich in der Endometriosesprechstunde in Lübeck bei Frau Prof. Hornung. Sie hatte dann noch mal Rücksprache mit meinem Urologen gehalten, ob er aufgrund der Lage usw der Herde meint, dass man diese Herde auch mit einer endoskopischen OP (im Rahmen einer Blasenspiegelung, also TUR-OP unter Vollnarkose) lasern kann. Der sagte, dass es wohl möglich wäre. Sie stellt mir nun die Entscheidung frei, ob ich die Laser-OP möchte oder lieber eine offene OP (Bauchschnitt mit Blasenteilresektion). Bei einer Laser-OP ist die Gefahr größer, dass es wieder kommt, z.B. weil es sein kann, dass man nicht alles "erwischt". Der Vorteil an der Laser-OP wäre der geringere Aufwand, schnellere Heilung, die OP ist evtl sogar ambulant möglich und hat weniger Risiko. Die Blasenteilresektion hat mehr Risiken, ist eine sehr große OP und erfordert mindestens 10 Tage Krankenhausaufenthalt, und mindestens 10 Tage Dauerkatheter. Der große Vorteil wäre eine geringere Rezidivrate, also weniger Risiko, dass es wieder kommt.

 Natürlich wäre es toll, wenn das Ganze mit der TUR-Laser-OP getan wäre. Es kann keiner vorher wissen, zu welchem Prozentsatz man selbst gehört, zu den Glücklichen ohne Rezidiv oder zu den Pechvögeln. Dazu werde ich mir auch noch mal Statistiken und Studien anschauen, ich bin zwar sonst kein Fan von Statistiken, aber das wird ein schlagendes Kriterium sein. Denn ich möchte wirklich im Moment nichts mehr als mal meine Ruhe zu haben. Mir geht es seit einem Jahr gesundheitlich mies, ohne heftigste Schmerzmittel, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen (Palexia und Oxygesic), könnte ich kein normales Leben führen und hätte mein Studium so lange an den Nagel hängen können.Dazu einen völlig falschen Therapieansatz, der mich viel Zeit gekostet hat, und ein Haufen Nebendiagnosen- hatte ne Gastritis mit zwei Magengeschwüren und daher 2 Magenspiegelungen, PCO-Syndrom neu dazu gekommen, Laktoseintoleranz, ein absolutes Chaos in einer anderen Klinik mit Endometriosezentrum (schlecht informierte Ärzte, die mal so vergessen hatten, dass ich neben den Höllenschmerzen, die seit einem Jahr täglich da sind, auch Darmblutungen habe, keiner hat richtig mit mir geredet), dort eine total unnötige OP und unvollständige Untersuchungen, und die Herde an der Blase scheinen die mal so "übersehen" zu haben, obwohl die im MRT deutlich zu sehen und im Befund beschrieben waren.

Ich muss mir am Montag auf jeden Fall einen Termin in der Uro-Klinik holen, um mich da gründlich wegen der TUR-OP beraten zu lassen. Das würden die Urologen alleine machen, die große OP machen die Gynies mit einem Urologen zusammen.  Ich fühl mich im Moment noch nicht in der Lage, zu entscheiden, was mir lieber ist, daher bin ich auf Informationssuche. Mein allergrößtes Bedürfnis ist zur Zeit einfach, dass ich nach dem ganzen Ärger meine Ruhe habe, dafür würde ich auch die große OP in Kauf nehmen. Ich hab gerade Semesterferien, und wenn ich nach der TUR-OP dann ein Rezidiv haben sollte, müsste eh die große OP gemacht werden, die dann bestimmt mitten ins Semester fällt. Durch den ganzen verworrenen Kram und den ganzen Untersuchungen, die vor der "ergebnislosen OP" gemacht wurden, musste ich schon Kurse verschieben und muss daher ein Semester länger studieren. Dazu die Dr.Arbeit, die sich ohne Ende verzögert. Klar geht Gesundheit vor und bei dem langen Studium ist es egal, ob man 1 oder 2 Semester länger macht, das tun eh die meisten... Stellen gibt es wie Sand am Meer, Ärzte werden überall gesucht.., und ich hab das Glück, einen sehr lieben Dr.Vater zu haben, der das genauso sieht, dass meine Gesundheit definitiv vor geht, obwohl er selbst Zeitdruck hat und meine Daten braucht. 

Ein Risiko ist es in beiden Fällen. Mit Glück hätte ich nach der TUR-OP meine Ruhe. Mit Pech nicht. Ich muss da noch mal reichlich drüber nachdenken und drüber schlafen.Mein Gefühl schreit nach Sicherheitsbedürfnis.

Ich würde mich über eure Erfahrungsberichte freuen, vielleicht hatte jemand von euch ja so ein Problem. Würde gerne wissen, wie das verlaufen ist, während und nach der OP (Komplikationen, Rezidiv, was haben euch die Ärzte vorher geraten?), wie es euch jetzt geht und welche Probleme mit einer Blasenteilresektion bzw Laser-OP auftreten können.... 

Liebe Grüße, Tini



Liebe Tini ich versuche mal,
Miramee

Liebe Tini

ich versuche mal, jetzt noch vor derArbeit zu antworten, denn gestern ist es wieder zu spät geworden. Mal sehen, wie weit ich komme.

Ja, ich  arbeite bei einem Lungenfacharzt und Allergologen. Das macht sehr viel Spaß, weil in diesem Bereich die gesamte Diagnostik (bis auf die Auskultation) in unseren Bereich fällt. Im übrigen bin ich noch am Lernen ;-)) Mein Werdegang ist ein bisschen ungewöhnlich (habe früher als Literaturwissenschaftlerin an der Uni gearbeitet, bis mich schwere Depressionen so außer Gefecht gesetzt haben, dass ich beschlossen habe, dass ein Totalwechsel her muss - hat auch funkioniert :-))) 

In welche Fachrichtung zieht es Dich eigentlich nach dem PJ? Dein Doktorvater scheint ja wirklich ein besonders netter Mensch zu sein! Das freut mich riesig für Dich!  Ja, man sollte sich tunlichst mit solchen freundlich gesinnten Menschen umgeben, sei es für die Betreuung einer Doktorarbeit oder, wenn man ins Krankenhaus muss :-)) Dass Du so von Frau Prof. Hornung schwärmst, kann ich nur zu gut verstehen! Es ist einfach Golg wert, wenn sich jemand so für einen einsetzt!

Seit wann ist bei Dir ein PCO-Syndrom bekannt? Hattest Du immer schon viel mit Zysten zu tun?

 Meine Güte, da hast Du ja schon einige Vollnarkosen weg! Mit OPs habe ich erst nach meinem 30. Geburtstag angefangen (bin jetzt 34). Als Kind war ich immer supergesund, hab mir nie etwas gebrochen und habe die klassischen Infektionskrankheiten mit der linken Hand erledigt, wie unser Kinderarzt immer sagte. Mein erstes Antibiotikum habe ich tatsächlich im Zusammenhang mit der ersten OP erhalten, vorher brauchte ich nie eines. Das einzige, was seit der Menarche ein Problem war, waren meine Menstruationssschmerzen, Blutungsunregelmäßigkeiten aller Art, Zysten etc... alles rund um die Eierstöcke eben... Bei den  vielen Aufs und Abs ist es ein Wunder für sich, dass ich zweimal schwanger geworden bin. Mein Großer wird jetzt 12 (unser Überraschungs- und Studiumskind) und die Kleine wird in Kürze 5.

Irgendeine antiemetische Propylaxe habe ich auch immer bekommen, weil ich auf dem Narkosebogen (wieder ein sinnvoller Fragebogen ;-))) angegeben habe, dass ich zu Reiseübelkeit neige. Hat immer bestens funktioniert und ich hatte nie mit Übelkeit zu tun. Bei der Endo-OP habe ich nur beinahe die ersten beiden Tage durchgeschlafen, nachdem die Anästhesisten ja nachspritzen mussten, als klar wurde, dass die OP iel länger dauern würde als geplant. Beim Nachspritzen ist das Dosieren wohl komplizierter. Jedenfalls erinnere ich mich nur noch, dass mir freundliche Schwestern auf der Station (an einen Aufwachraum erinnere ich mich gar nicht) ein Abendessen anboten und ich nur sagte "jaja, vielen Dank", mich herumgedreht und dann bis zum nächsten Mittag durchgeschlafen habe. Ist ja nach Unterleibs-OPs nicht das Schlechteste ;-)) 

Die Gallen-OP war schmerzmäßig dagegen ein absoluter Klacks. Habe nur am Abend des OP-Tages noch Novalgin gebraucht und bin ab dem zweiten Tag fröhlich herumgelaufen. Obwohl beides laparoskopisch erfolgt, waren die beiden OPs von der körperlichen Belastung her vollkommen unterschiedlich. Nach der Cholezystektomie war ich ab dem Aufwachraum auch total munter und aufgedreht und habe meine Bettnachbarin ohne Punkt und Komma zugetextet ;-)) Ach so, ja , ich hatte einen Gallenstein, vom dem ich allerdings bis 3 Wochen vor der OP nie etwas gespürt habe. Das Ding hat nahezu die ganze Gallenblase ausgefüllt und entsprechend Abflussprobleme verursacht. Außerdem war die Gallenblase bei der OP bereits entzündet. Naja, immerhin habe ich einem Assistenzarzt in der zentralen Aufnahme der Klinik etwas Abwechslung beschert, der im wahrsten Sinne des Wortes dazu "abkommandiert" worden war, schnell mit mir in ein anderes Zimmer zu gehen und den Ultraschall-Nachweis für die Existenz des Steines zu erbringen. Er schwenkte mit seinem Schallkopf erst an allen möglichen anderen Ecken entlang, beguckte sich, wie er mir währenddessen erläuterte, den Magen, die Leberkonturen etc. und landete irgendwann bei der Gallenblase. Dann hörte ich erstmal ein Schnaufen und ein "Ui, der ist aber groß!" (man hatte ihn nicht vorgewarnt). Dann wurde seine Stimme beim Ausmessen des Steins (er kam nun auf die Maße 4,2cm x 2,5 cm x 2 cm) immer lauter und nahm schon fast einen begeisterten Klang an, als er meinte: "Das ist aber wirklich ein Klopper! Meine Güte ist das ein Klopper!" Er eilte dann mit den Bildern und mir zurück zu seiner Oberärztin, die mich wieder in Empfang nahm und rief schon von der Tür aus mit sich bald überschlagender Stimme: "Also das ist ein Riesending! Das muss der Operateur unbedingt erfahren. Der Schnitt muss auf jeden Fall größer sein. Sooo ein Klopper!" Ich nehme an, das war für ihn der Ultraschall des Tages ;-))

Soviel zur Ablenkung bevor Dir heute Dein Uro-Programm bevorsteht. Ich drücke Dir jedenfalls alle Daumen und Zehen, dass Du heute genauso munter aufwachst wie ich im Frühjahr und vor allem keine Probleme mit den Harnleiterschienen hast.

Alles erdenklich Gute wünscht Dir

Deine Mira

 



Hallo Tini, habe gerade
Mariele

Hallo Tini,

habe gerade gelesen, dass du heute schon in Vorbereitung auf die OP diverse Untersuchungen gemacht sowie die Harnleiterschienen eingesetzt bekommst. Dafür drücke ich Dir ganz doll die Daumen, dass alles gut verläuft und Du danach wieder fit (zumindest wie vorher ;-) bist! Alles Gute, Mariele



Hallo Tini, habe gerade
Mariele

Hallo Tini,

habe gerade gelesen, dass du heute schon in Vorbereitung auf die OP diverse Untersuchungen gemacht sowie die Harnleiterschienen eingesetzt bekommst. Dafür drücke ich Dir ganz doll die Daumen, dass alles gut verläuft und Du danach wieder fit (zumindest wie vorher ;-) bist! Alles Gute, Mariele



Liebe Mira, liebe Mariele,
Tinimaus

Liebe Mira, liebe Mariele, ich bin fix und fertig, melde mich morgen oder übermorgen mal. warte jetzt auf Antwort von Frau Prof Hornung, habe mich gestern noch spontan mit einem sehr lieben Gyn-Oberarzt unterhalten und jetzt abwarten, weil sie leider das Wochenende dienstfrei hat.... Ganz liebe Grüße, Tini



...war gestern den ganzen
prinzessin

...war gestern den ganzen Tag in Gedanken bei Dir!

Machen wir alle das Beste daraus, here comes the sun:-)



Liebe Tini, lass Dir Zeit,
Mariele

Liebe Tini, lass Dir Zeit, komm erst mal auf die Beine und verkrafte erst mal alles - schreiben kann man immer noch....

Gute Besserung, Mariele



Liebe Tini,auch ich habe
Miramee

Liebe Tini,

auch ich habe den ganzen Freitag über immer wieder an Dich gedacht und gehofft, dass Du bereits alles hinter Dir haben mögest. Bitte gib Dir selbst alle Zeit der Welt, um wieder zu Kräften zu kommen. Du wirst ja leider bald wieder eine größere Menge davon brauchen :-((

Ein ganz großes, prall gefülltes Paket mit guten Wünschen für eine schnelle Erholung sendet Dir

Deine Mira



Hi Tini, habe gerade Deinen
Mariele

Hi Tini,

habe gerade Deinen Bericht über die Untersuchungen in der Uro gelesen, in dem anderen (riesigen) Thread. Wollte nur da nicht reinschreiben, weil ihr da mit 3 Mädels (oder so) so schön "familiär" und vertraut seid, also wollte mich da nicht so reinmischen. Kann ich verstehen, dass du am liebsten "was gegen die Wand schmeißen könntest". Kenne das auch ein bisschen, hatte ich ja auch bei Prof. Hornung, dieses "ja, da ist nix, sieht alles gut aus, da operieren wir nicht". Nur bei Dir ist das ja viel heftiger, weil größere Ausmaße und schon viel Energie deinerseits reingesetzt. Weiß auch nicht, ich möchte da deswegen ja auch lieber nicht mehr hin. Hoffe aber für Dich, dass ihr da zusammen zu einem vernünftigen Ergebnis kommt. So weitergehen kann es ja auch nicht. Dann hast du auch keine Harnleiterschienen bekommen, weil Du "ja nichts hast - bezgl. Harnwege" oder wie verstehe ich das?

Liebe Grüße, Mariele



Ja, wollte es auch noch mal
Tinimaus

Ja, wollte es auch noch mal hier reinschreiben, hab ich vorhin nicht geschafft.

nur ne Kurzfassung von Freitag, alles weitere muss ich abwarten: Blasenspiegelung war ohne Befund (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) BITTE???????? Also Entschuldigung, verarschen kann ich mich alleine. Mein niedergelassener Uro hat es gesehen, ich auch, wir sind beide nicht blind. Ich habe am Freitag abend (kam erst um 15:30 Uhr dran statt um 11 Uhr) nur noch kurz mit dem diensthabenden Urologen sprechen können, der die Untersuchungen nicht selbst gemacht hat. Wer das gemacht hat, weiß ich nicht. Ich bin jedenfalls dann mit einer Freundin schnurstracks zur Gyn rüber gegangen. Frau Prof Hornung war leider nicht mehr da, erst Montag wieder. Ich war dermaßen verheult, die Schwestern haben sofort rumgeschaut, wo sie schnell einen Arzt her bekommen. Die Assistenzärztin kam auch ziemlich schnell, hatte aber noch nen Notfall und wollte sich dann kümmern. In der Zeit hatte sie aber scheinbar direkt den Oberarzt angefunkt, der dann auch sehr schnell da war.  Der hat mich erstmal beruhigt und meinte, dass der Termin am Freitag sicher stehen bleiben kann, ich soll mir keine Sorgen machen, er sah das genauso, dass es nicht sein kann, dass da nix ist, der Urologe hatte es ja eindeutig gesehen. Und dass "alle 2 Wochen Harnverhalt" von nix kommt, das ist auch Quark, meinte er genauso. Er hatte mir vorgeschlagen, direkt Frau Prof Hornung ne Mail zu schreiben. Die hatte mir dann gestern abend noch zurück geschrieben. Ja, weiß ich nicht, was ich von halten soll. Die Urologen haben am Freitag auf jeden Fall Gewebeproben genommen, (auf gut Glück irgendwo oder was???) sie meinte, dass sie Montag mit dem Uro spricht, der das am Freitag gemacht hat und am Mittwoch dürfte die Histo da sein, da will sie noch mal mit mir drüber sprechen. Egtl sollte ich mir einen Termin in der Uro holen (meinte der diensthabende Arzt), für die Histo-Besprechung. Das mach ich aber nicht, weil ich das dann direkt mit Frau Prof Hornung besprechen möchte. (ich kann auch sicher nicht 3 Wochen auf einen Termin in der Uro-Poliklinik warten) Frau Prof Hornung meinte in der Mail so pauschal, der OP Termin am Freitag könnte irgendwie schon stehen bleiben, aber "es würde ja keinen Sinn machen, die Blase aufzuschneiden, wenn da nix ist". Da IST aber was. So ein Blödsinn. Auf meine Frage bzgl Zyklusphase hat sie noch nix gesagt, da frag ich sie aber noch mal nach. Meine Vermutung ist, dass das weiter tiefer in der Wand sitzt und dann im Laufe des Zyklus wächst, (tut ja normale Gebärmutterschleimhaut auch und Endo ist ja fast nix anderes) sodass man das erst in späteren Zyklusphasen von innen aus sehen kann. Nun weiß ich aber natürlich auch nicht, ob man es denn von außen sehen kann. Das lässt mich jetzt doch dran zweifeln, wenn jetzt nächste Woche nicht überraschenderweise kommt, dass die Histo was ergibt... dann würde ich den Termin am Freitag absagen und dann sollen die sehr engmaschig Blasenspiegelungen machen. Wenn die das nicht wollen, hab ich ja meinen lieben Dr.Vater ("kurzer Dienstweg"). Als mein niedergelassener Uro die Untersuchung gemacht hat, war ich gerade ca in der 4. Woche nach der letzten Periode. Und jetzt am Freitag, ich hatte ja gerade erst meine Tage, bin jetzt vllt so am 10. Zyklustag oder so.

So, deswegen bin ich natürlich fix und fertig. Ich fühl mich total verprügelt, mal wieder, wie der letzte Dreck. Schon wieder Warterei, Unsicherheit usw.... und die können nicht so blöd tun und sagen, da ist nix. Wir haben nicht nur einen, sondern zwei handfeste Befunde. Die Blasenspiegelung vor ein paar Wochen und das MRT. Ich könnte jeden Moment wieder losheulen. Ohne Ablenkung geht überhaupt nichts. War gestern extrem Frustshoppen. Wenn dieser Sch*** so weiter geht, brauch ich irgendwann nen Seelenklemptner, meine Nerven sind mittlerweile extrem durch.  Und ich hab im Moment einen Hass auf mein Bauchgefühl. Das hatte in letzter Zeit IMMER recht. Irgendwie hatte ich das böse geahnt, dass es so kommt. Muss mir noch was besorgen, was ich bei Bedarf gegen die Wand schmeißen kann.

 

 

.....ja. Also, dass da nichts ist, das stimmt einfach nicht. Das wird sie mir hoffentlich am Mittwoch auch noch mal so sagen. Ich hoffe jetzt, dass in der Histo was ist. Hab jetzt noch mal reichlich nachgedacht. Wenn das irgendwie geht, und wenn auch über meinen Dr.Vater, ich lass mich da jetzt auf keine Experimente mehr ein.... versuch ich, dass die am Donnerstag noch mal ne Blasenspiegelung machen und wenn die nichts ergibt, dann sag ich den Termin am Freitag ab und gucke mal, dass die in der Uro öfter gucken, meinetwegen wöchentlich. Der diensthabende Urologe am Freitag hatte mir auch irgendwas von Kontrolluntersuchungen erzählt. Und dann müsste es wohl irgendwie möglich sein, einen sehr kurzfristigen OP-Termin zu bekommen. Das Lasern ist für mich jetzt endgültig vom Tisch. Denn wenn es dann wieder kommt, ich wieder Beschwerden ohne Ende hab, und dann wieder so Diagnose-Schwierigkeiten sind, nee. Nicht mit mir. Dann kann ich irgendwann mein Amitriptylin, das ich ja nicht als Antidepressivum, sondern als Schmerzmittel hab (1x 25mg am Tag, und als Antidepressivum muss man es mindestens 3x 25mg am Tag nehmen), als Schlechte-Laune-Killer hochdosieren. Bin froh, dass ich mich bisher immer irgendwie gefangen hab. Wenn jetzt nicht schleunigst die OP erfolgreich gemacht wird, kann ich mir glaube ich nen Seelenklemptner anheuern.Cry

 



Hallo liebe Tini, das ist
Mariele

Hallo liebe Tini,

das ist wirklich alles großer Mist - das geht natürlich ordentlich an die Substanz, irgendwann reißen dann auch die Nerven. Aber ich hoffe, dass Du durch klärende Gespräche u.a. mit Prof. Hornung, zu einem irgendwie positiven Ergebnis kommst. Hach, das hört sich alles so hingesülzt an, aber glaube mir, gerade, wenn es an die Nerven geht... das kenne ich. Finde auch richtig gut, wie Du das bisher alles hinbekommen hast und finde Deinen Weg richtig. Nur, dass man immer so kämpfen muss! Es ist einfach anstrengend! Sonst wirf doch mal was, vielleicht hilft es, das ist kein Scherz. Auch wenn andere Mechanismen vielleicht von der Vernunft her günstiger sind... Aber mit Deinen guten Freunden reden etc. , das machst Du ja sowieso.

Alles Gute, dass alles mal in die Reihe kommt und ganz liebe Grüße, Mariele



Liebe Tini, och Mensch, lass
Miramee

Liebe Tini,

och Mensch, lass Dich erstmal ganz lieb drücken! Was für eine Frust-Aktion!!! Ja, das kann wirklich ein Horror sein, wenn bei einer reinen Bestätigungs-Untersuchung plötzlich nichts mehr dazusein scheint. Ich kann mir genausowenig wie Du vorstellen, dass da wirklich nichts ist - vor allem, nachdem es ja schon gesehen wurde und Beschwerden verursacht. Ein "o.B." kann da einfach nicht stimmen! Was sagen denn die Urologen zu dem MRT???? Und nach welchem Prinzip sie ihre Gewebeproben für die Histologie genommen haben, würde mich auch mal interessieren!

Ach Du, ich hoffe, das Gespräch mit Frau Prof. Hornung verläuft vernünftig! Sie war sicherlich auch verwirrt angesichts des überraschenden "Nullbefundes", aber bis zu Eurem Gespräch wird sie sich vielleicht auch nochmal überlegen, wie diese gegensätzlichen Befunde  zusammenpassen könnten. 

Ein "Seelenklempner" kann ein sehr guter Begleiter sein. Ein Jahr lang Psychotherapie haben mir persönlich sehr, sehr viel gebracht! Ich kann's also nur empfehlen! Smile

Aber nun erhole Dich erstmal so gut es geht von diesen nervenaufreibenden Ereignissen! 

Meine Daumen bleiben fest für Dich gedrückt!

Deine Mira

 



Liebe Tini,  wie geht es
Miramee

Liebe Tini,

 wie geht es Dir? Hast Du schon die Ergebnisse aus der Histo bekommen? Konntest Du noch einmal mit Frau Prof. Hornung sprechen? Oder bist Du weiterhin zum Abwarten verdammt? 

Jedenfalls denke ich ganz fest an Dich!

Alles Liebe,

Mira



Liebe Mira,hihi, hab mir
Tinimaus

Liebe Mira,

hihi, hab mir gerade noch mal einen der letzten Beiträge durchgelesen und mich über den Assistenzarzt und die Gallenstein-Sono  kaputtgelacht Cool und dann ist ja die OP trotzdem ohne Probleme gelaufen, super :) wie lange ist das her?

Habe leider noch nichts gehört, aber heute soll laut E-Mail von Frau Prof. Hornung die Histo fertig sein. Sie hat mir leider nur unkonkretes Zeug geschrieben. Ich denk mal, dass sie mich heute im Lauf des Tages anruft. Für mich steht jedenfalls fest, dass ich nicht mehr auf gut Glück zur OP gehe. Hatte jetzt genug sinnlose Sachen (Trenantone, die OP in Berlin etc....), noch so einen Tiefschlag vertragen meine Nerven dann auch nicht mehr. Ich hab ihr vorgeschlagen, dass evtl die Urologen morgen noch mal ne Blasenspiegelung machen können, wenn das irgendwie möglich ist, und wenn dann nichts sichtbar ist, werd ich den OP Termin definitiv verschieben.Ohne dass kurz vorher nichts von innen sichtbar ist, werd ich nicht zur OP gehen. Hab sie gefragt, ob sie mir dann in ca. 2 Wochen einen neuen Termin blocken kann und die Urologen ein paar Tage vorher noch mal per Blasenspiegelung nachgucken können. Mal schaun, was sie dazu sagt bzw ob sie darüber noch mal mit den Urologen gesprochen hat.  Wenn da irgendwie Mist passiert und sich irgendwer quer stellt, werd ich dann auch mal meinen "Status" als Studentin nutzen und das dann über meinen Dr.Vater versuchen zu regeln. Klar ist das Mist, was die Planung angeht. Für die Klinik auch nicht toll. Aber ich hab jetzt glaub ich genug Mist durch, dass das mal so gemacht werden könnte, wenn die nett sind... Wenn ich drei Tage im Monat Novalgin bräuchte, wäre das ja nicht so ein Drama. Aber Palexia und Oxygesic sind nun mal andere Geschosse. Und alle 2 Wochen nen Harnverhalt, der definitiv nicht durch die Medikamente bedingt ist (hab ich alles rumprobiert, und außerdem das Zeug monatelang ohne Blasenprobleme genommen, in gleicher Dosierung).....ist auch nicht grade gesund.

grrrr...so warte ich also mal wieder ab und hoffe, dass mir mein Glück mal zur Hilfe kommt. In den letzten 12 Monaten ging sowas immer schief, wenn es schief gehen konnte..vielleicht klappt es ja dieses Mal. Bin zum Glück die letzten Tage immer viel mit Freunden unterwegs gewesen. Sonst wäre ich die Wände hochgegangen, bin ich zwischendurch trotzdem... 

Das PCO-Syndrom ist bei mir seit ca. 6 Monaten bekannt. Im November letztes Jahr waren bei meiner ehem. FÄ schon kleine Zysten zu sehen. Da hat sie aber nix zu gesagt, "Eierstöcke sehen gut aus, Zysten haben Sie nicht." (aha.....) Im März meinte dann Prof Ebert beim Ultraschall, "wenn die Zysten nach der Hormontherapie noch da sind, haben Sie ein PCO-Syndrom...."- was sich dann bestätigte (sowohl Kontroll-Sono als auch Labor), habe 3 Monate länger auf meine Periode gewartet als normal, nach der Trenantone, was Mist war, weil erst dann die Diagnostik anfangen konnte, was diese extremen Schmerzen und Darmblutungen angeht. Naja, übers Kinderkriegen mach ich mir z.Zt keine Gedanken.... und was den Stoffwechsel angeht, bin zum Glück klein und zierlich, da hat sich das PCOS nicht ausgewirkt... da wird der Diabetes hoffentlich weg bleiben...

Ich drück dich auch, Tini



Liebe Mariele, danke für
Tinimaus

Liebe Mariele,

danke für deine aufbauenden Worte :) Ich meld mich, sobald ich mehr weiß. Wie gesagt, werd ich nicht zur OP gehen, so auf gut Glück....sondern nur dann, wenn es sicher abgrenzbar ist. Das ist mir lieber, auch wenn ich die Warterei langsam auch extrem satt hab,...

Ganz liebe Grüße, Tini



bin absolut durch mit den
Tinimaus

bin absolut durch mit den Nerven. Nur noch am Heulen. Die Histo ist noch nicht da, sie ruft mich morgen noch mal an. Den Termin am Freitag haben wir erstmal auf unbestimmt verschoben. Sie hat auch noch mal mit meinem Urologen telefoniert (zu dem ich ja egtl nicht mehr hin will, aber muss ich jetzt wohl durch). Der hatte wohl mehrmals versucht, mich anzurufen, vllt spinnt mein Festnetz wieder. Ich hab das Gefühl, sie will es einfach nicht verstehen, mit dem Laser Quatsch. Sie meinte, dass ich, wenn ich wieder Blasenentleerungsprobleme bekomme, soll ich dann spontan zu meinem Urologen, und der dann zyklusgerecht spiegeln (das will der scheinbar mit mir besprechen). Und dann würde sie mir ja weiterhin empfehlen, "die kleinen Dinger" (ahja) zu lasern. Das würde der Urologe mir auch unbedingt empfehlen, auf gaaaar keinen Fall die Blasenteilresektion. Ich hab ihr zweimal versucht zu erklären, warum ich das mit dem Lasern jetzt erst recht nicht mehr will. Sie meinte darauf immer nur "aber das würde doch nix bringen, wenn wir jetzt die Blase aufschneiden" - ich weiß nicht, ob sie es dann am Ende endlich verstanden hatte, dass ich meine, nicht JETZT, sondern dann wenn per Blasenspiegelung wieder was sichtbar ist, das hab ich ihr zwei Mal gesagt. Und das werd ich ihr morgen bestimmt noch mal sagen.

Und das sagt einem doch schon der gesunde Menschenverstand, dass Lasern dann Bullshit ist. Denn der Befund ist ja nicht verschwunden. (ich weiß nicht, was sie glaubt, wo der hin verschwunden sein soll) Da muss ja ne Quelle sitzen, die tiefer in der Wand ist und dann zyklisch weiter nach innen wächst. (Fachbuch: "Blasenendometriose wächst infiltrierend Richtung Urothel"- Urothel = Blasenschleimhaut) Ich versteh es nicht, warum sie das nicht kapiert oder nicht kapieren will.  Und dann muss ich diesen Scheiß mit der OP Methode auch noch mit diesem wahnsinnig netten Urologen ausdiskutieren, na das wird ja ein Spaß.

Langsam ist bei mir Schluss mit Lustig. Ich kann echt nicht mehr Cry



Hi Tini, ich war einige Zeit
Sonnensprosse

Hi Tini,

ich war einige Zeit nicht da und schon passierte so viel. Eigentlich dachte ich dass du am Freitag deine Blasen Op hast und was lese ich da...! Das kann doch nicht sein oder?!Yell  Es ist eine unendliche Geschichte und du arme am Ende mit deinen Nerven, ist auch kein Wunder. Du hast recht mit dem Laser, es bringt nichts. Du muss wieder zu deinen Kräften kommen, vielleicht doch noch eine Blasenspiegelung zyklusgerecht machen lassen. Und dann hast du den Beweis! Dann wird Prof. Hornung doch Ihre Meinung ändern! Warum hat keiner gleich dran gedacht, die Spiegelung abgestimmt zu deinem Zyklus zu machen! Ist das alles Sch....Yell Du wirst dein Weg finden, bin mir sicher, es muss doch endlich was gutes passieren! Ich wünsche es dir vom ganzen Herzen! Ich drücke dich ganz ganz fest. Und kämpfe!

GLG Sonnensprosse



Liebe Tini, was für ein
Miramee

Liebe Tini,

was für ein Mist! Ach Mensch, das tut mir so leid! Kein Wunder, dass Du die Nase gestrichen voll hast1 Unter diesen Umstände wäre wohl jeder aufgewühlt! 

Was die Sache angeht, kann ich Dir nur beipflichten: das einzig Sinnvolle scheint auch mir zu sein, dass die Blasenspiegelung zu einem Zeitpunkt wiederholt wird, zu dem die Endo sich wieder stärker bemerkbar macht, um die Herde überhaupt orten zu können, wenn die Urologen sie sonst nicht aufspüren können. Es leuchtet ja ein, dass intramurale Herde in der "falschen" Zyklusphase von der Blasenschleimhaut aus nicht groß auffallen, aber dann zu behaupten, da wäre nichts, ist ja wohl bei Endo ein unüberlegter Schnellschuss!

Was die OP-Methode angeht, so kennst Du ja meine Meinung bereits: ich würde auch das Skalpell dem Laser vorziehen, aber wenn die behandelnden Ärzte das gerade so vehement von sich weisen wollen, dass sie nicht mal mitbekommen, mit welchen Überlegungen und Vorbedingungen Du selbst diese OP-Entscheidung verknüpfst, kannst Du das ja auch erstmal als einen zweiten Schritt nach hinten verschieben: erstmal soll das, was ja eigentlich schon per MRT festgestellt wurde, via Blasenspiegelung histologisch bestätigt werden, und dann kann man immer noch darüber reden, ob das wirklich nur "kleine Dinger" sind. 

Es ist nicht einfach, bei all dem noch einen klaren Kopf zu bewahren. Vor solchen, für mich schwierigen Gesprächen mache ich mir gerne Notizen zu allem, was ich thematisieren will, damit es im Gesprächsverlauf nicht untergeht. Vielleicht schaffst Du es ja, dem Urologen etwas über Endometriose beizubringen, damit das weitere Vorgehen Hand und Fuß bekommt!? Ich würde gut verstehen, wenn Du momentan keine Lust dazu hättest, die Vernünftige zu sein, wenn die behandelnden Ärzte angesichts Deiner OP-Entscheidung so engagiert (um nicht zu sagen: emotional) reagieren, aber manchmal bleibt einem im eigenen Interesse nicht viel anderes übrig :-//

Nun aber erstmal einen dicken Trostdrück von Deiner Mira

 



Hi tini, ich kann mich da
Mariele

Hi tini,

ich kann mich da nur sonnensprosse anschließen! Und ich muss sagen, ich bewundere dich irgendwie, dass du so mit dem Urologen (okay, den hast du noch mal vor dir) und Frau Professor diskutierst, und versuchst , denen klar zu machen, was Sache ist (was ja auch auf Fakten beruht). Seltsam, machmal scheint mir, werden Fakten und Befunde irgendwie nicht beachtet, und der Arzt, der gerade vor dir steht, sagt, nee, es ist eben anders, weil er es halt sagt. Da fühle ich mich manchmal recht machtlos. Daher kann ich es nur zu gut verstehen, dass dir gerade heute so zum heulen ist. Aber du kämpfst wenigstens und steckst den Kopf nicht in den Sand.

Danke auch für den Tipp (an anderer Stelle) mit den aktiven und inaktiven Herden, hat mich auch wieder etwas weiter gebracht (muss noch so viel lernen)! Was sind denn disseminierte Herde?

Hoffe, Du kriegst bald Histo (fehlte doch noch oder?) und vernünftige Gespräche. Ob sie evtl. etwas Angst hat vor der radikaleren Geschichte? Die aber ja auch nur Zweck hätte, wenn schon. Da wird sich ja anscheinend richtig gegen gewehrt. Das wäre aber auch keine allzu gute Voraussetzung. mmmh, weiß nicht. Mich würde ja auch mal interessieren, wer dieses tolle Fachbuch geschrieben hat. Aber ich kenn mich ja da nicht aus, das sind ja nicht zwingend Operateure, sondern eher Leute aus der Forschung /Labor (?) Aber Ärzte "aus der Praxis" also Operateure schreiben doch da sicher mit , oder?

Würde dich gerne trösten, hoffe deine realen Freunde machen das gut! :-)

Drück dich dolle, mariele



Hi tini, ich kann mich da
Mariele

Hi tini,

ich kann mich da nur sonnensprosse anschließen! Und ich muss sagen, ich bewundere dich irgendwie, dass du so mit dem Urologen (okay, den hast du noch mal vor dir) und Frau Professor diskutierst, und versuchst , denen klar zu machen, was Sache ist (was ja auch auf Fakten beruht). Seltsam, machmal scheint mir, werden Fakten und Befunde irgendwie nicht beachtet, und der Arzt, der gerade vor dir steht, sagt, nee, es ist eben anders, weil er es halt sagt. Da fühle ich mich manchmal recht machtlos. Daher kann ich es nur zu gut verstehen, dass dir gerade heute so zum heulen ist. Aber du kämpfst wenigstens und steckst den Kopf nicht in den Sand.

Danke auch für den Tipp (an anderer Stelle) mit den aktiven und inaktiven Herden, hat mich auch wieder etwas weiter gebracht (muss noch so viel lernen)! Was sind denn disseminierte Herde?

Hoffe, Du kriegst bald Histo (fehlte doch noch oder?) und vernünftige Gespräche. Ob sie evtl. etwas Angst hat vor der radikaleren Geschichte? Die aber ja auch nur Zweck hätte, wenn schon. Da wird sich ja anscheinend richtig gegen gewehrt. Das wäre aber auch keine allzu gute Voraussetzung. mmmh, weiß nicht. Mich würde ja auch mal interessieren, wer dieses tolle Fachbuch geschrieben hat. Aber ich kenn mich ja da nicht aus, das sind ja nicht zwingend Operateure, sondern eher Leute aus der Forschung /Labor (?) Aber Ärzte "aus der Praxis" also Operateure schreiben doch da sicher mit , oder?

Würde dich gerne trösten, hoffe deine realen Freunde machen das gut! :-)

Drück dich dolle, mariele



Na ihr Lieben,es ist echt
Tinimaus

Na ihr Lieben,

es ist echt zum Schreien. Krieg ja heute noch Nachricht wegen der Histo. Da glaub ich aber nicht, dass der was besonderes rausgerupft hat, weil er das ja so Pi mal Daumen irgendwo aus der Blasenrückwand rausgenommen hat. Muss ihr das aber noch mal sagen, dass sie mir bitte einen neuen Termin in 3 Wochen blocken soll. Mein Urologe hat mich noch nicht angerufen.Die sollen mir bitte beide mal plausibel (!) erklären, was sie glauben, wo das jetzt hinverschwunden ist. Dass ich ne Blasenendometriose hab, das hat sie überhaupt nicht bestritten (wie auch bei dem Befund). Aber sie soll mir mal erklären, wo das hin sein soll, denn wenn das, so wie es eigentlich gar nicht anders sein kann, tiefer sitzt (weil es eben z.Zt nicht sichtbar ist), dann kriegt man es eben mit dem Laser NICHT weg. Sondern eben nur die oberflächlichen Schichten. Dann sieht man das Tiefere gar nicht, weil man dadrüber ne Brandwunde brutzelt. Wenn es nur komplett oberflächlich wäre, da könnte man mit dem Laser zumindest theroretisch ran, da hat man ne bessere Chance, alles zu erwischen. Aber wie gesagt, das glaube ich nicht, sonst wäre es doch am Freitag auch sichtbar gewesen, wenn die "Quelle" komplett unter der Schleimhaut sitzen würde.

Und im Übrigen, das war ja noch ein Argument meinerseits für die Blasenteilresektion: wenn es nach dem Lasern wieder kommt, was ja statistisch extrem wahrscheinlich ist, und ich wieder tierische Beschwerden hab, und das dann wieder keiner findet- hab ich wieder genau die gleiche Sch.... wie jetzt. Und das machen meine Nerven einfach nicht mehr mit. Daher will ich größtmögliche Sicherheit haben, dass es dann (erstmal lange) WEG ist. Wenn ich ihr das am Telefon nicht verständlich machen kann, schreib ich ihr eben noch ne E-Mail.  

Jedenfalls, eben dieses Argument, dass ich Angst hab, wenn es dann schnell wieder kommt und ich mit den gleichen Beschwerden in der Luft hänge, es dann diagnostische Probleme gibt (so wie ich es jetzt mit dem Darm erlebt hab nach der Trenantone - Tastbefund erstmal weg, ist wahrscheinlich aufgeweicht durch die Hormontherapie.. trotzdem noch extrem Aua und Darmblutungen), hab ich ihr auch erzählt, als ich vor kurzem wegen diesem längeren Gespräch bei ihr war. Darauf meinte sie, da brauch ich mir keine Sorgen machen, das sieht man ja, so ne Blasenspiegelung ist doch schnell gemacht. MERK ICH JA!!!!!!!!! Ich hab da definitiv Blasenendo und trotzdem war in der 2. Untersuchung nix zu sehen. Was für ein Quark!!!!!!!! (und 3 Herde à jeweils 1cm sind nicht "Mini"- die sitzen auch extrem eng zusammen ohne gesundes Gewebe zusammen)

Hab jetzt den alpha-Blocker, dieses Tadin, abgesetzt. Damit das mit den Blasenentleerungsstörungen nicht verfälscht wird.  Hab auch eine sehr liebe Antwort vom Expertenrat bekommen. Habe leider wegen dem Lasern nicht gefragt, weil ich die Nachricht am Sonntag geschrieben hab, wo ich noch nicht wusste, dass sie jetzt wieder mit dem Laserkram anfängt. Der Doc (Dr. Dewitt) hat auch ziemlich geschimpft, dass ich schon so lange damit rumrenne (damit meinte er das, was bzgl der Darmgeschichte veranstaltet wurde), weil doch eigentlich gerade diese Kommunikationsprobleme (dass mir keiner mit Infos rausgerückt ist und so) mit einer Medizinstudentin nicht sein sollten, da sollten doch die Ärzte auf Augenhöhe, so nannte er es, reden. Hat er Recht. Genau deswegen fühl ich mich ja sonst hier in Lübeck ganz gut aufgehoben, einfach weil sie sich wirklich extrem viel Zeit nimmt. Der Dr. Dewitt sah das jedenfalls genauso, dass das unbedingt noch zyklusabhängig gespiegelt werden sollte und erst dann die OP angegangen. (zur OP Methode hat er weiter nichts gesagt, vielleicht schreib ich noch mal ne Mail bzgl der Laser Methode) Und er sagt, es ist mehr als verständlich, dass ich mit den Nerven am Ende bin (danke..!) - fühl mich manchmal so wie das letzte Weichei.

 

Liebe Mira,

ja, wenigstens hat sie nicht mit der Behauptung angefangen, dass da nichts ist- dass ich Blasenendo hab, ist unbestritten. Auch der vom Expertenrat meinte, dass die Endometriose sich während des Zyklus wie ein Chamäleon verhält. Besser kann man es nicht ausdrücken.... Das mit dem Darm will Frau Prof Hornung ja auch weiter kontrollieren. Hoffe aber trotzdem, dass die Blase am Extrem-Aua schuld ist. Da war sie die Erste, die darauf eingegangen ist, dass eben vor der Trenantone eindeutig ein rektaler Tastbefund da war (meine Ex-FÄ hat das nicht untersucht, nee nee, mein Hausarzt war vielleicht sauer, er hatte pro forma nachgefragt, ob sie das mal untersucht hätte, ....nöö.)- jaaa, ohne die Spritze wäre das alles so einfach geworden.

 

Liebe Sonnensprosse,

danke, wie lieb von dir... ja, irgendwann hat auch das ein Ende. Hab ja in den letzten 12 Monaten reichlich Übung darin bekommen, mich wieder aufzurappeln.. kann den neuen Aufschub ja nur akzeptieren, was anderes bleibt mir nicht übrig. Zum Glück geht das hier einfacher, weil ich zur Klinik nur 5 Minuten mit dem Fahrrad hab (das ich aber erst reparieren lassen muss *grins*)- deswegen will ich auch eigentlich unbedingt hier bleiben mit der Behandlung.Wäre die Klinik weiter weg, wäre das alles gar nicht so einfach möglich gewesen. So konnte ich eben auch noch Freitag abend schnell in der Gyn vorbeischauen, ohne das Gespräch mit dem netten Oberarzt da hätte ich das Wochenende noch weniger ausgehalten. man kennt ja irgendwie die Leute, ich weiß ja, dass die in der Gyn sehr lieb sind, v.a. auch die Schwestern- sonst hätte ich mich das wahrscheinlich nicht getraut...- die eine Nachtschwester hat mich sofort wieder erkannt, dabei hat die mich bisher nur einmal gesehen, als ich vor ein paar Wochen wegen dem x-ten Harnverhalt da war, und die Stationsschwester hat mich in meinem Gyn-Blockpraktikum auch sofort gefragt, wie es mir z.Zt geht- sie kannte mich noch, obwohl meine OP schon ein halbes Jahr her war, die war 4/2010 und mein Praktikum 11/2010... 

Wie gehts dir im Moment??

 

Liebe Mariele,

disseminiert bedeutet "verstreut". Das ist ja bei Endo oft so, dass die Herde so aussehen- wie fein verstreuter Sand. Meine Herde die ich letztes Jahr am Bauchfell wegoperiert bekommen hab, sahen auch so aus. Die Blasenherde sind aber anders,das sind bei mir homogene rundliche Tumoren, 3 Herde von der Größe von jeweils einem 1-Euro-Stück. Bei den Fachbüchern ist das unterschiedlich. Kommt auch auf das Fach an, bei theoretischen Themen (z.B. Mikrobiologie) schreiben oft forschende Mediziner die Bücher. Aber bei den klinischen Disziplinen (es gibt zwar z.B. Fachärzte für Mikrobiologie, aber die arbeiten im Labor und nicht am Patienten) sind es eher die Ärzte, die solche Bücher bzw Kapitel verfassen. Es gibt ja auch Ärzte, die neben dem Klinikalltag noch forschen (z.B. an neuen Medikamententherapien, oder diagnostischen Tests wie Tumormarkern). Ich persönlich will später nichts mit Forschung machen. Zumindest nicht im Labor. Was Forschung angeht, sind für mich selbst nur die Studien wichtig, die Konsequenzen für die praktische Arbeit von Ärzten haben, um die Patientenversorgung zu verbessern (z.B. welches Medikament wann besser ist), denn ich will später definitiv als praktische Ärztin arbeiten, mit Patienten, und nicht in der Forschung. Wahrscheinlich werd ich Internistin (z.Zt am liebsten Gastroenterologie). Da hat man wirklich ne Menge Patientenkontakt und das ist das, was mir daran Spaß macht.

ja, meine Diskutierfreude hab ich in den letzten 12 Monaten gelernt. Ich bin absolut nicht der Mensch, der stur mit dem Kopf durch die Wand will. Das mit dem Laser lehne ich ja nicht pauschal ab, sondern habe beide Möglichkeiten sehr lange durchdacht und mit euch und meinen Freunden durchgekaspert. Und was die letzten 12 Monate noch positiv gemacht haben, bei allem Mist, ich habe sehr viel über mich selbst gelernt, auf mein Bauchgefühl zu hören und vor allem meine eigenen Bedürfnisse zu erkennen. In weniger wichtigen Dingen stecke ich bei Meinungsverschiedenheiten auch gerne mal zurück und lasse mich auf Kompromisse ein, auch um Stress zu vermeiden, bin ein sehr harmoniebedürftiger Mensch. Auch bei Ärzten, hab ich eigentlich immer auf deren Kompetenz vertraut. Das soll nicht heißen, dass ich meine Ärzte für inkompetent halte (abgesehen von meiner ehem. Frauenärztin)- Internist, Hausarzt, Frau Prof Hornung- alle wirklich super Ärzte. Ich kann es schon verstehen, vom emotionalen her, warum sie so gerne einen Laserversuch starten würde. Ich bin eben erst 23. In diesem sehr langen Gespräch vor ca. 2 Wochen hab ich auch sehr gemerkt, dass sie sich darüber wirklich sehr große Gedanken macht, ihr das nahe geht und sie gut auf mich aufpasst- alleine schon ihr Angebot, dass sie, wenn ich möchte, bei der Laser-OP dabei ist (dabei würde die OP in der Urologie gemacht werden und sie wäre da vom Handwerklichen gar nicht eingebunden, weil die Uros das alleine machen, sondern wäre nur für mich dabei).

Jedenfalls klingeln bei mir beim Gedanken ans Lasern alle Alarmglocken. Und weil ich ganz genau weiß, dass ich im Moment nur eins brauche, und zwar meine Ruhe (für wie lange auch immer) und ganz starkes Sicherheitsbedürfnis (klar, haben alle gesagt und ist mir auch bewusst, 100 %Sicherheit gibt es auch bei der Blasenteilresektion nicht). Wäre die Rezidivrate beim Lasern so um die 10 %, würde ich das sofort machen lassen. Ist aber leider nicht so. Noch einen Schlag ins Gesicht, geht nicht noch mal. (eben weil die Diagnose so schwierig ist, und ich das mit der Darmgeschichte schon genauso "in Grün" hatte)  Der leitende Oberarzt von den Urologen, mit dem ich letzte Woche bei meinem Termin in der Poliklinik gesprochen hab, hat ja auch mit mir über die Frage OP-Methode gesprochen. Und dass 100%ige Sicherheit bei keiner Methode da ist. Weiß ich ja alles. allerdings hat er auf mein Argument mit den Rezidivraten, und dass ich nach der ganzen Endlosgeschichte endlich mal wieder normal leben will, auch nichts mehr gesagt - mich nur sehr geknickt angeguckt (hat er wohl sehr gut verstanden, warum ich gegen die Laser-OP bin).

Meine Freunde machen das wirklich ganz toll. Ohne die hätte ich das alles nicht überstanden, da wär ich jetzt bestimmt schon auf Antidepressiva. Ablenkung ist da das große Zauberwort, das tu ich auch so viel es geht, immer was unternehmen, die letzten Tage auch sehr viel.

 

Ganz liebe Grüße und Drücker an euch drei :)und ganz dolle Danke für eure Unterstützung und die lieben Worte.



Liebe Tini,hast Du
Miramee

Liebe Tini,

hast Du inzwischen die Histo-Ergebnisse? Vemutlich wird ja kein Zufallstreffer dabeisein, aber irgendetwas in mir hofft immer bis zum Schluss, dass sich solche Aktionen doch noch irgendwie gelohnt haben. 

Sind denn eigentlich die Harnleiterschienen gelegt worden?  Die Urologen mussten ja davon ausgehen, dass es jetzt doch nicht zur OP kommt, oder?

Nur gut, dass Frau Prof. Hornung nicht an der Tatsache zweifelt, dass die Blasenendometriose vorhanden ist. Hoffentlich wirst Du die Herde, die in der passenden Zyklusphase wohl nicht zu übersehen sein werden Undecided, bald gründlich lossein!

Schön, dass Du so eine hilfreiche Antwort vom Expertenrat bekommen hast! Solche zusätzlichen indiiduellen Expertenberatungen sind wirklich eine großartige Einrichtung!

Ja, diese ganze Unsicherheit zehrt einfach an den Kräften, vor allem, nachdem Du schon so viel hinter Dich gebracht hast, ohne mal richtig Ruhe zu haben. Ich hoffe, Du tust Dir selbst möglichst viiel Gutes!? Irgendwie muss man sich ja in dieser anstrengenden, überraschungsreichen Zeit psychisch über Wasser halten. Wie geht es Dir heute mit alledem?

Ganz herzliche Grüße sendet Dir

Deine Mira

 



Liebe Mira,ich bin heute
Tinimaus

Liebe Mira,

ich bin heute extrem fertig. Sie hat vorhin noch mal angerufen und seitdem gehts mir wieder richtig mies. Hatte mich gerade wieder halbwegs aufgerappelt, toll, danke.... In der Histo war nix (wie denn auch, wenn man nicht weiß, wo man was her nehmen soll, die Blasenhinterwand ist groß!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! sie meinte dazu, na der wird schon was ungefähr da rausgenommen haben, wo da was sein sollte - merkt sie überhaupt, was für einen Unsinn sie da geredet hat???????). mein niedergelassener Uro, der ja uuuuunbedingt mit mir reden will und mich angeblich schon mehrmals versucht hat anzurufen, hat sich auch immer noch nicht gemeldet (hatte ihm am Mittwoch noch ne Mail mit meiner Handynr. geschrieben und zur Sicherheit noch mal der Festnetznr. falls da ein Zahlendreher drin war bei ihm). Zu dem wollte ich ja gar nicht mehr hin, aber wie gesagt, da muss ich wohl durch. Allein geh ich zu dem nicht mehr. Der hat nämlich einen extremen Hang zur Unfreundlichkeit und ich glaub, der fängt auch mal an loszubrüllen, wenn dem was nicht in den Kram passt. Nachdem er das mit der Blasenendo festgestellt hatte, hat er sich im Gespräch extrem Mühe gegeben, vorher hatte er mich völlig grundlos angeblafft, aber bei der Spiegelung dann hat er doch alles erklärt....Nen Termin im Voraus blocken will sie nicht, sie meinte das würde dann kurzfristig gehen. Fing aber schon wieder an, auf dem Lasern rumzuhacken. Ich hab echt das Gefühl, ich rede gegen ne Wand. Sie hat irgendwie mein Argument immer noch nicht kapiert, dass da ja der Ursprung tiefer in der Wand sitzen muss (= Laser sinnlos), daraufhin fing sie jedes Mal an, dass es doch sinnlos wäre, da jetzt was zu schnippeln. (zum 10. Mal, das meinte ich auch gar nicht so!!!!!!!!!!!!! bah, das ist am Telefon einfach schwierig) Hab ihr jedenfalls gesagt, dass es einfach nicht geht, wenn wir das lasern, das dann wieder kommt und es mir wieder sch**** geht, aber das dann wieder keiner findet (siehe diese Darmgeschichte und der Trenantone-Quatsch- Diagnostik komplett unmöglich im Moment und 3 verdammte Darmspiegelungen, weil die Ärzte es nicht auf die Reihe gekriegt haben, in Berlin trotz Anordnung vom Chef, nur ne Sigmo gemacht, obwohl deutlich ne komplette Colo angeordnet war- musste ich natürlich hinterher noch mal zum Internisten, nach der OP). Daraufhin meinte sie zumindest, das kann sie verstehen. (danke- vor 2 Wochen meinte sie noch, wieso, das ist doch einfach festzustellen, womit wir jetzt das Gegenteil bewiesen hätten, was ich vorher wusste, dass die Diagnose Blasenendo sehr schwer ist, via Zystoskopie- und ich könnte dem Urologen welche hauen, dass er keine Histo gemacht hat, weil es eindeutig war)

Ist auch so, es geht einfach nicht. Das verkrafte ich so schnell nicht noch mal, und im Moment ist es wirklich endgültig grenzwertig. Ich bin nach jedem Schlag wieder relativ fix auf die Beine gekommen, was die Laune angeht, Devise immer viel mit Freunden unternehmen- aber wenn jetzt nicht schleunigst das endlich wieder in Ordnung kommt, wars das mit Lustig. ne Reha brauch ich definitiv, wenn das alles durch ist. Dazu waren die letzten 12 Monate zu heftig, weil wirklich an jedem Dreh- und Angelpunkt alles gewaltig in die Hose gegangen ist. Dabei bin ich eigentlich alles andere als pessimistisch, hab immer geglaubt, dass irgendwie schon alles gut wird, und jetzt hab ich meinen Befund und es gibt nur weiter "auf die Fresse" (sorry....)- da hab ich einfach keine Kraft mehr für extrem unsichere Experimente. Weil alle Fakten dagegen sprechen.

 Werd jetzt irgendwie schauen müssen, mich wieder aufzurappeln. Erstmal schlafen, das hilft immer schon ein bisschen. War grad noch mit ein paar Freunden was trinken, für morgen hab ich schon mal ganz viele Filme, die eine Freundin mir auf meine externe Festplatte gepackt hat und dann schau ich mal, was sich mit morgen so anstellen lässt. Von meiner einen Mitbewohnerin hab ich so eine CD Progressive Muskelentspannung bekommen. Das probier ich morgen mal aus. Vielleicht hol ich mir noch mal Pantozol aus der Apotheke, weil mein Magen grad ordentlich rebelliert, lieber bisschen Prophylaxe als wieder Gastritis und Magengeschwüre (die angeblich nicht durch Stress entstehen sollen, aber ne gepflegte Gastritis kann man sich dadurch schon zulegen...).... sonst werd ich mir morgen mal nen Plan überlegen, wie ich das in nächster Zeit überstehe. Auf jeden Fall weiter viel mit Freunden ablenken wie bisher....

Wie gehts dir im Moment? Hast du noch Überlebenstipps für die Laune?

Ganz viele liebe Grüße, Tini



Liebe Tini, och Mensch, das
Miramee

Liebe Tini,

och Mensch, das tut mir so leid! Ich hätte Dir wirklich gewünscht, dass sich die Unterstützung durch  Frau Prof. Hornung als Fels in der Brandung erweist. Stattdessen scheint diese Unterstützung nun doch ein wenig zu bröckeln. Zumindest scheint sie nicht so recht zu begreifen, worum es Dir geht, oder aber verbirgt ihr Verständnis gut hinter ihrer Loyalität gegenüber den Kollegen. Vielleicht möchte sie auch einfach nicht ausprechen, dass die diesmalige Vollnarkose völlig für die Katze war... Hmmm... :-//

Etwas merkwürdig finde ich auch, dass Dir doch neulich noch die Entscheidung zwischen den beiden OP-Methoden angeboten wurde, nun aber Deine Wahl nicht respektiert wird.

Dass von dem "eindeutigen" Befund keine Probe für die Histologen genommen wurde, ist wirklich Pech! Was sagen denn die Ärzte zu dem MRT?

Und nun also Dein Magen? In der TCM sind Magen und Milz  die Organe der Mitte. Wenn man innerlich aus dem Gleichgewicht gerät, gibt es Probleme mit dieser Mitte. Stress eben oder auch "unverdauter" Ärger. Auf die Schnelle ist das schwer zu erklären, da ein so völlig anderes Denksystem zurunde liegt, aber in der TCM-Theorien sind diese Organe besonders empfindlich gegenüber dem, was in der TCM als Feuchtigkeit bezeichnet wird. Und diese Feuchtigkeit wird in der TCM in der Ausprägung "Schleim" (= nicht nur das, was wir im westlichen Sinne damit meinen) wiederum mit Endometriose in Verbindung gebracht. Ein TCM-ler würder bei Dir da also sicherlich einen Zusammenhang erkennen und entsprechend therapieren können. 

Hast du noch Überlebenstipps für die Laune?

Schlafen und schöne Dinge tun, hilft bei mir auch immer. Bei dem schönen Wetter einen Herbstspaziergang machen und irgendetwas Kindisches machen: Kastanien sammeln, durch Laubhaufen laufen, auf einem Baumstamm balancieren etc. Anschließend einen schönen Tee oder warmen Kakao trinken, vielleicht abends ein warmes Fußbad nehmen mit irgendeinem stimmungshebendem Duftöl darin (Zitrusfrüchte oder was man eben mag und was einen fröhlich stimmt). In gemütlichen Schlumperklamotten schöne Filme gucken oder Bücher lesen (nix Belastendes, nur Wohltuendes). Eine Weile habe ich sehr intensiv Yoga geübt - damit kann man sich auch gut fröhlich stimmen, aber dazu muss man Yoga schon ein bisschen ausprobiert und getestet haben, welche Übung  einem selbst in welcher Situation gut tut. Das kann individuell sehr unterschiedlich sein. 

Wie gehts dir im Moment?

Danke, gut soweit! Ich habe gerade meine Tage und die Blutung ist diesmal wieder stärker (kein Wunder: bei den letzten Akupunktursitzungen standen andere Dinge im Vordergrund). Aber obwohl sich offenbar wieder mehr Schleimhaut aufgebaut hat, ist der Abgang nicht allzu schmerzhaft. Bei mir ist der Uterus - wie mein Gyn mal bei einer Ultraschalluntersuchung feststellte - sehr unregelmäßig durchblutet, was dafür sorgt, dass meine Menstruation immer in zwei Schüben vonstatten geht: offenbar blute ich erst mehr auf der einen Seite und wenn es dort schon fast vorbei ist, nur noch dunkles Blut und keine Schleimhautfetzen mehr kommen, geht es auf der anderen Seite erst los, so dass ich ab dem 4. Tag noch mal frisches rotes Blut und den ganzen Schleimhautklumpatsch habe. Aber das ist eben einfach so. 

Herzliche Grüße sendet Dir

Deine Mira

 



Liebe Mira, ich weiß auch
Tinimaus

Liebe Mira,

ich weiß auch nicht, was ich davon halten soll. Fakt ist, sie meinte, wenn der Urologe das wieder gefunden hat, soll ich mich bei ihr melden.  Wird sich ja rausstellen, ob sie dann immer noch in meinem Interesse handelt. Sie hat mir ja die Entscheidung freigestellt. Wenn sie da jetzt nen Rückzieher macht, gibt es Stunk. Das will ich nicht hoffen, denn wenn, dann hätte sie mir das klipp und klar sagen müssen. Hat sie aber nicht. Glaube eher so, dass sie durch diesen verdammten Aufschub jetzt noch mal Zeit gewonnen hat, mich doch noch vom Gegenteil zu überzeugen. Was sie jetzt definitiv nicht mehr schaffen wird. habe fürchterlich Angst, dass sie mir damit noch in den Rücken fällt, wenn es dann ans Eingemachte geht (wenn die Dinger endlich wieder aus der Wand rausgekrochen sind). Denn noch mal Aufschub wegen "neues Zentrum suchen" will ich auch nicht. Abgesehen von dieser Entscheidungsfindung und dem Scheiß, der jetzt passiert ist, ist ja alles gut,.....ich kann ihre Bedenken ja auch verstehen. Aber trotzdem ist es meine persönliche Entscheidung und in meiner momentanen Situation habe ich absolut keine Kraft mehr für irgendwelche unsicheren Experimente. So ne große OP will ich ja nicht aus Spaß. Es sind einfach eine Menge Fakten, die dafür sprechen, es gleich richtig machen zu lassen.

Das mit dieser Histo ist völliger Stuss. Der leitende Oberarzt der Urologen hat selbst zu mir gesagt, dass er sich das in Narkose anschauen möchte, wegen Histo UND um zu gucken, wo genau der Befund an der Blasenhinterwand sitzt, weil die groß ist und um zu wissen, welche Organe da nebenan liegen - ob es eher obere Hinterwand ist (grenzt an die Gebärmutter) oder mehr nach unten hin (grenzt an die Scheide). Und der niedergelassene Uro hat nichts konkretes geschrieben (laut Befund: drei Herde an der Blasenhinterwand).

Hab heute noch einen ganz miesen Tag erwischt. Aber immerhin einen schönen Film geguckt und nur gegammelt bzw noch ein bisschen geschlafen. Geh gleich mal in die Badewanne. Ab morgen gibts dann irgendwie mehr Ablenkprogramm.  Vielleicht hat eine Freundin morgen spontan Zeit, ans Meer zu fahren. Wollte auch sowieso noch viel telefonieren. Danke für deine Tipps, das mit dem Wellnessprogramm werd ich definitiv einbasteln. Hab auch noch ein schönes Buch hier ("Körperglück")- das passt jetzt definitiv, das weiterzulesen. Mh, TCM weiß nicht so recht, ;) müsste ich mich mal mit beschäftigen, ob das was für mich wäre. Meinem Magen gehts wieder besser- hatte gestern abend ziemlich Sodbrennen, das kenn ich von mir gar nicht. Wenn, dann brennts wirklich im Oberbauch. Im Januar hatte ich da 2 ganz fiese Wochen.könnte nicht sitzen, nicht liegen, stehen schon gar nicht, das war wie 1000 Piranhas im Bauch plus Übelkeit und Kreislaufprobleme. Maximal auf dem Bauch liegen war länger als 5 Minuten auszuhalten, hab mich nachts extrem rumgewälzt und wäre am liebsten in die Wand gekrabbelt, schlafen war kaum drin. Vielleicht war das die Akutphase der Gastritis, die dann im April durch Zufall bei ner Magenspiegelung, die egtl wegen bisher zum Glück unbestätigtem V.a. Zöliakie gemacht wurde, festgestellt- da hatte ich aber kaum Magenprobleme, dafür noch die Magengeschwüre dazu. 4 Wochen Pantozol und dann wars bei der Kontrolle zum Glück wieder gut....

schön, dass es dir sonst soweit gut geht. Was machst du Schönes dieses Wochenende? Du klingst so positiv, find ich total schön, dass du die Depressionen damals so erfolgreich bekämpft hast. Und du scheinst einen wirklich guten Gyn zu haben. Ist doch echt erstaunlich, wie unterschiedlich die Ärzte beim Ultraschall Dinge erkennen können. In Berlin sagte der Prof sofort, bei mir ist der sehr stark durchblutet und die Adeno konnte er da auch schon sehr stark vermuten, was sich dann bei der LSK durch die Oberärztin bestätigt hat, Verdacht hatte Frau Prof Hornung auch schon. Aber beim Ultraschall hatte sie nichts gesagt. Trotzdem fühl ich mich da um Längen besser aufgehoben als in Berlin. Ich hoffe, das läuft jetzt nicht noch auf eine riesen Enttäuschung raus. Muss einfach hoffen, dass sie sich dann geschlagen gibt. Anders kann sie es eigentlich nicht machen, weil sie mir das sonst offen hätte sagen müssen, sie meinte aber, dass es meine Entscheidung wäre und im Zweifel hab ich das in meinem E-Mail Postfach... habe trotzdem eine sch*** Angst, dass sie mir in den Rücken fällt. Die muss ich irgendwie versuchen auszublenden, sonst übersteh ich die Zeit nicht, bis das alles endlich angegangen werden kann...

Yoga wollte ich auch mal ausprobieren. Wollte mir egtl schon im Juli nach der OP in Berlin ein Studio suchen, aber dann ging ja wieder alles drunter und drüber, weil die Blase dann mit Terror anfing und ich wieder nur beim Arzt war. Zum MRT haben die nichts weiter gesagt. Für mich ist es aber Sicherheit, denn wenn 2 Untersuchungen das Gleiche zeigen, ist das auch so. Ein MRT kann manchmal lügen, eine Spiegelung aber definitiv nicht. das entspricht ja dem, was da ist, logisch, und das hat Frau Prof Hornung auch mal in anderem Zusammenhang zu mir gesagt. Im MRT Befund stand auch Blasenhinterwand. Und als Zusammenfassung (es waren auch noch andere Herde sichtbar) "die Herde sind allesamt eingeblutet" (passt, denn die Untersuchung wurde während der Periode gemacht).

Grrrr, vielleicht hat dieser neue Aufschub noch irgendwas Gutes.... irgendwas in mir hofft das auch, mir fällt es nach allem nur schwer, daran zu glauben, aber wie immer, man wirds ja sehen....

Ganz viele liebe Grüße, Tini



Liebe Tini, wie ist es Dir
Miramee

Liebe Tini,

wie ist es Dir heute ergangen? Was macht Dein Magen? Tut mir leid, dass Du Dich auch noch mit Sodrennen, Magengeschwüren und Gastritiden herumärgern musst! Seit wann hast Du denn mit dieser Baustelle zu tun? Versuchst Du Dich irgendwie magenfreundlich zu ernähren?

Eine Fahrt ans Meer ist bei diesem Wetter bestimmt herrlich! Da drücke ich mal die Daumen, dass es klappt!

Ja, die große Blasenhinterwand... Ich staune immer wieder darüber, wie wenig von der ermittelten Information tatsächlich in Arztbriefen weitergegeben wird. Da macht man x Untersuchungen, bekommt vieles ziemlich genau zu fassen, und dann geht das alles wieder unter, weil in der schriftlichen Befundung lieber auf Standardformulierungen zurückgegriffen wird. Dabei kann man mit etwas medizinischer Vokabelkenntnis doch vieles recht exakt beschreiben! 

Die TCM hat natürlich ganz andere, zunächst sehr merkwürdig anmutende Begrifflichkeiten.  Ich kann schon gut verstehen, dass Dir das alles etwas schwammig vorkommt. Ging mir anfangs genauso ;-)) Vermutlich muss man diese Therapiemöglichkeiten einfach an sich erleben, um etwas damit anfangen zu können. Und unter anderem in diesem Zusammenhang bin ich fast schon dankbar dafür, dass meine Depressionen damals so heftig waren, denn so wie ich mich kenne, hätte ich Akupunktur &Co nicht ausprobiert, wenn es mir nur so eine bisschen schlecht gegangen wäre ;-)) 

Mein Gyn ist wirklich klasse! Er untersucht auch ganz vorsichtig - nach meinen vorherigen Gynäkologinnen konnte ich mir kaum vorstellen, dass man mit so wenig Druck und Herumgefuhrwerke alles wichtige ertasten bzw. mit dem Ultraschall erreichen kann. Aber de facto ertastet er viel mehr als meine früheren Gyns: er sagt mir z.B. immer noch vor dem Ultraschall, ob ich Zysten habe oder nicht ("Ja, wissen Sie, ich habe mein Fach ja gelernt, als es noch keine Sonographiegeräte gab"). Natürlich macht er dann noch ein Sono, aber da bestätigt sich in bezug auf Zysten immer nur, was er bereits palpatorisch herausgefunden hatte. Jedenfalls profitiere ich enorm von seiner langjährigen Berufserfahrung. Ich hoffe nur, er geht nicht allzu bald in Rente!

Mein Wochenende war ganz gemütlich. Da ich in der kommenden Woche Urlaub habe, haben wir die größerenFamilienaktivitäten auf die nächsten Tage verschoben. Deswegen habe ich nur gefaulenzt, mit den Kindern Bücher in die Bibliothek zurückgebracht, die Familie bekocht, einen Kuchen gebacken, Wäsche in die Wachmaschine gesteckt, mit meiner Tochter Fahrradfahren geübt und bunte Herbstblätter gesammelt, mit meinem Großen Carcassonne gespielt, für unserer Ausflüge in den nächsten Tagen ein paar Sachen im Internet recherchiert usw., also ein ganz normales, entspanntes Wochenende gehabt :-))

Alles Liebe und Gute wünscht Dir

Deine Mira

 

 

 



Liebe Mira, war gestern in
Tinimaus

Liebe Mira,

war gestern in Hamburg bei einer Freundin, ziemlich spontan, war ein schöner Nachmittag mit Picknickdecke, Keksen und Cappucchino. Zugfahrt leider stressig, weil Schalke in Hamburg gespielt hat und einige Schalker sich extrem daneben benommen haben (Königsblau auf dem T-Shirt und im Kopf *grins*), einfach nur laut und besoffen. Dafür hat Hannover gestern auch gespielt und gewonnen, hätte es gerne gesehen. War wohl ne echt spannende Torparty. 

Dein Tag hört sich auch nach ner Menge Spaß an. :) Was habt ihr denn für tolle Ausflüge geplant? Hoffentlich spielt das Wetter noch mit. das glaub ich auch, dass man diese alternativmedizinischen Sachen ausprobieren muss, um zu schauen, ob das wirklich gut für einen ist und ob man was damit anfangen kann. Wird Zeit, dass die OP hinter mir liegt und ich mich endlich mal auf die Osteopathie stürzen kann. Bis dahin hat meine Schwester vielleicht auch schon ein bisschen Wissen darüber, die Ausbildung hat grade angefangen.

hui, ich hab grad ne Mail von meinem Urologen bekommen, der ja lt. Frau Prof Hornung unbedingt mit mir reden will. Die Mail war ja mal direkt ganz lieb. er meldet sich Anfang der Woche und sonst soll ichs versuchen. hab keine Lust auf das Gespräch...aber es klang nicht so, als ob er mir den Kopf abreißen will....

 Ohhhja, gutes Abtasten will gelernt sein. Das ist ne ganz hohe Kunst. Es klingt immer so einfach. Aber erfordert sooooo viel Übung und Konzentration. wahrscheinlich dauert es viele Jahre, bis man das richtig gut kann. Grobfrage beim Bauch ist immer: Resistenzen ja oder nein, Abwehrspannung ja oder nein, Druckschmerz ja oder nein, Darmgeräusche ja oder nein, Aszites tastbar oder nicht. Aber das ist auch einfach. Mein Problemkind ist die Leber. Die hab ich noch nie so richtig getastet, geht auch nur bei schlanken Leuten.. Das 1. Mal tasten konnte ich die bei einer Frau mit Lebermetastasen, aber das war dann auch nicht mehr schwer. Was mich sehr erstaunt hat, war dass man eine Peritonealkarzinose tasten kann. Ich hatte so merkwürdiges sandkörnerartiges Zeug an der Bauchdecke getastet, was mir wahrscheinlich durch die Lappen gegangen wäre, wenn ich nicht in dem Moment "innegehalten" hätte. Hab dann einem der Internisten meine Ergebnisse erzählt und er fragte dann, naja, was meinst du was das sein könnte? War mir ein bisschen unsicher, weil ich vorher die Jung-Chirurgin auf der Station gefragt hatte, ob man eine Peritonealkarzinose tasten kann, die meinte, das geht nicht, weil das nach innen geht. Meinte dann so ganz vorsichtig, mh naja, die Frau hat Darmkrebs, könnte eine Peritonealkarzinose sein...da war der ganz begeistert. Schätze mal, dass das unsicher ist,bei frühen Formen geht das bestimmt noch nicht.

Mein Magen hat gestern nachm Essen wieder rebelliert, sich aber wieder beruhigt. Im 1. Semester hatte ich mal Probleme, wahrscheinlich Gastritis, damals haben die mir die Magenspiegelung erspart ;) dann hatte ich lange Probleme mit Übelkeit, immer phasenweise, da konnte ich oft tagelang kaum was essen und hab mich nur so durch die Gegend geschleppt, MCP und Vomex haben kaum geholfen. Magenspiegelung letztes Jahr deswegen war o.B. Wird wohl durch die Endo bedingt gewesen sein, denn das ist das einzige, was weg ist, seit Trenantone. Dann eben dieses Jahr die Gastritis und die Magengeschwüre, weiß keiner, warum, Helicobacter negativ, meine Medikamente machen das auch nicht. gibt noch seltenere Ursachen, über die ich gar nicht nachdenken will. Aber solange das ein Einzelfall war, mach ich mir da auch keine Sorgen, muss man abwarten... Hatte jetzt seit Juni in etwa, noch mal ab und an wieder Übelkeit, aber nicht dieses elendige über mehrere Tage.Hoffentlich bleibt es auch weg! Hab noch ein unklares Strömungsgeräusch in einer Oberbaucharterie, das wahrscheinlich durch ein sog. Dunbarsyndrom bedingt ist, extrem selten, aber bei mir im Moment wohl keinen Krankheitswert hat. Das entsteht durch eine Enge an der Stelle, wo die Aorta durchs Zwerchfell geht. und daher hat man da eine atemabhängige Stenose. Wenn das mal Probleme machen sollte, kann man das operieren. Letztes Jahr wurde das dann mal genauer untersucht, aber wir haben uns erstmal drauf geeinigt, das auf sich beruhen zu lassen.Theoretisch kann das Strömungsgeräusch auch woanders her kommen, aber das ist im Moment kein Thema, wäre ja noch schöner. ;)

Ernährung, puh, also ich trink nicht allzu viel Kaffee (früher mehr, mittlerweile max. 1 Becher am Tag, ganz selten mal mehr, und auch mal Tage ohne Kaffee), Geschmacksverstärker versuch ich auch nicht zu oft zu essen. Hab so Tage, da gibts viel ungesundes Zeug (Weißbrot....), wenn ich keine Zeit hab, was richtiges zu essen, aber zum Frühstück gibts meist Müsli. was so meine Schwäche ist, Schwip Schwap mit Süßstoff ;) mal mehr, mal weniger.  Hab noch ne Laktoseintoleranz, die vor ein paar Monaten festgestellt wurde, die aber außer Luft im Bauch und nach großen Mengen wie Milchreis (den ich aber selten esse) auch mal ein bisschen Bauchschmerzen macht,keine großen Probleme verursacht. Hab jetzt laktosefreie Milch, aber bei kleinen Mengen achte ich da nicht drauf, hab auch noch ne Restverträglichkeit. Bei großen Mengen wie Milchreis in der Personalkantine gibts dann eben Laktasetabletten.

 Das Thema Arztbriefe hab ich auch gefressen. Musste ja in letzter Zeit immer sämtliche Briefe zusammen sammeln, einmal für Berlin und dann für Frau Prof Hornung. Das hat mich teilweise echt auf die Palme gebracht, was für Fehler da drin waren. Entweder unkonkrete Zusammenfassungen, wichtige Dinge nicht genannt, und teilweise auch einfach Fehler (im Gespräch was falsch verstanden oder so). Naja, und dass die Befunde immer so larifari drin stehen, obwohl man das viel genauer hätte schreiben können, nervt auch. Da darf man dann noch mal zu ner Untersuchung tingeln, die eigentlich schon gemacht wurde. grrrrr. 

Ganz liebe Grüße und ich wünsch dir einen schönen Tag :) Genieß deinen Urlaub!



Liebe Tini, vor lauter
Miramee

Liebe Tini,

vor lauter Urlaubsaktivitäten komme ich gar nicht zum Schreiben. Entschuldige bitte, dass ich mich auch jetzt noch kurz fasse, obwohl es eine Menge zu sagen gäbe. Ich habe mich kräftemäßig in den letzten Tagen etwas übernommen und bekomme gerade die Rechnung dafür in Form von Depressionsymptomen. Klappt eben doch nicht immer gleich gut, mit dieser Krankheit zu leben. 

Wenn sie bei Dir nicht die Magengeschwüre gefunden hätten, würde ich bei der Symptomatik ja glatt denken, dass Du Gallensteine haben könntest ;-))  Ich dachte jedenfalls bei mir erst, dass es der Magen ist, weil ich nie etwas mit der Galle hatte.  Gallensteinbildung und hormonelle Prozesse hängen ja eng miteinander zusammen. Auch Eierstockzysten gingen bei mir oft mit Übelkeit und Appetitlosigkeit einher. Vielleicht haben sich da bei Dir ja auch verschiedene Prozesse abgespielt? Leider kann man ja auch Läuse UND Flöhe haben... 

Und ein Dunbar-Syndrom hast Du auch noch? Mensch, Deine Sammlung ist ja wirklich schon beachtlich! Könntest Du nicht langsam mal einen Anschaffungsstop erwirken? ;-))

Hast Du inzwischen mit dem Urologen sprechen können? 

Wie geht es Dir sonst so?

Sei lieb gegrüßt von Deiner Mira



Nachbehandlung Endo....etc.
Angel63

Hallo liebe Tini,

 da hast Du ja schon eine intensive Zeit hinter Dir, da ich heute spontan wieder hier rein geschaut hab - hast Du nun all die OP´s schon hinter Dir?! Hoffe, es geht Dir gut°!

Aus eigener Erfahrung - und weil ich nicht rechtzeitig auf meinen Körper gehört habe und nach Alternativen geschaut hab, musste ich vor 6 J auch meinen Li  Eierstock hergeben- Hatte die Laproskopie (BS) gemacht.

Doch ich möchte jede Frau anraten und Mut zusprechen sich mehr den Alternativen Heilweisen zu öffnen, (z.B. Kinesiologie, Systemaufstellungen, Heiler)  denn die Endometriose hat viel mit unserer Weiblichkeit zu tun, mit unseren Selbstzweifeln als Frau und vielen, vielen anderen Themen. Du weisst es was bei Dir viell. nicht harmonisch ist- sei es in der Partnerschaft oder Sexualität.

 Ein Super Mittel bei Zysten und Endo... ist auch APIS Mellifica D12 Potenz.  Schafft sofort schmerzlinderung und entspannt, und wäscht die Zysten raus. Nach jeder OP etc. solltet ihr natürlich ARNICA nehmen zur Wundheilung.

 Denn die Phanotmschmerzen waren für mich die schlimmsten!

 Alles Gute und eine gesunde erfüllte LiebesZeit!

Angel

 



Liebe Mira, oh nein, das tut
Tinimaus

Liebe Mira,

oh nein, das tut mir leid, dass es dir nach den schönen Tagen nicht so gut geht. Hattest du viel Schmerzen oder war es einfach zu anstrengend, das viele Unterwegs-sein? Hast du denn Dinge, die dir in solchen Situationen helfen, wieder auf die Beine zu kommen?

hihi, nee, Gallensteine hab ich eigentlich nicht, zumindest hat mein Haus-Doc letztes Jahr 2x Bauchultraschall gemacht und da war immer alles okay. Im Moment ist der Magen auch recht ruhig...morgens meckert er manchmal. Glaub, das war jetzt wirklich eine Stressreaktion. Pantozol hab ich jetzt für akute Beschwerden hier, vielleicht hilfts ja. Hab die jedenfalls ziemlich gut vertragen, hatte ja doch ein bisschen Bedenken, ob ich die 4 Wochen Magengeschwür-Behandlung mit 2x 20mg Pantozol (doppelte Standarddosierung) vertrage. Weil ich letztes Jahr wegen der Übelkeit mal 2 Wochen Omeprazol 1x 20mg nehmen sollte, um zu schauen, ob es besser wird, wenn nicht, dann Magenspiegelung, wurde dann auch gemacht, weil es gar nichts gebracht hatte und von dem Omeprazol gings mir eher noch dreckiger. Letztes Jahr die Gastro war dann o.B. dieses Jahr dann volles Programm ;)  ja, da hab ich mir ne kleine Liste zugelegt- Endo, PCOS, Dunbarsyndrom, Laktoseintoleranz, und Zöliakie ist glaub ich noch nicht ganz vom Tisch, will ich im Moment aber gar nichts von wissen, und mein Internist hatte auch nichts weiter gesagt, obwohl er im letzten Colobericht geschrieben hat, Ausschluss Zöliakie (histologisch?) - die Magenspiegelungen hatte ein anderer Internist gemacht, von dem hatte er sich die Unterlagen besorgt, (ich hab die auch, weil ich die mit zu Frau Prof Hornung nehmen musste) und ich weiß leider, dass er nur 1 PE Duodenum genommen hat, bei V. a. Zöliakie (Antikörper waren leicht erhöht) aber 6-8 PE's genommen werden müssen. Aber darum kümmer ich mich im Moment nicht, und wenn selbst mein extrem guter Internist da jetzt nichts gesagt hat, wird das erstmal ok sein.

Heute Morgen hat mein Uro mich angerufen.Der hat mir jedenfalls erzählt, dass wir das im November in Narkose weg machen wollen. (hä???)- bei ihm, er ist Belegarzt im Sanaklinikum. Bitte??? Ich war erstmal völlig perplex und konnte nicht mal richtig reagieren. Sollte dann am 27.10. zum Aufklärungsgespräch zu ihm kommen. Nach dem Telefonat war ich echt auf 180. Hab dann direkt eine E-Mail an Frau Prof Hornung (hab ihr geschildert, was passiert ist, dass ich das nicht ok finde und meine mittlerweile ziemlich feststehende Entscheidung auch noch mal mit dem Argument, dass es ja tiefer sitzen MUSS, sonst wäre es ja jetzt auch sichtbar, und das nicht zu lasern geht!) geschrieben und auch noch mal an ihn. Das kann er ja nur selbst so hingebastelt haben, denn Frau Prof Hornung hat mir ja was völlig anderes erzählt, was ja auch sinnvoll ist!!! Sie hatte ja mit IHM abgesprochen, dass ich bei akuten Beschwerden zu ihm hinkommen soll, er nur eine diagnostische (!!) Blasenspiegelung machen soll und ich dann wieder mit Frau Prof Hornung Rücksprache halten. Wie will er das geplant machen? wenn er nicht mal weiß, ob es an dem Tag gerade geht oder nicht??? Mal so auf gut Glück Narkose und gucken oder was?? und mit dem Laser schon mal gar nicht. Das ist für mich ja so ziemlich vom Tisch, und Frau Prof Hornung hatte ja eigentlich auch gesagt, er will mit mir nochmal drüber sprechen, und dann ballert er mir so einen über, gehts noch???? Hab jedenfalls in beide E-Mails geschrieben, dass ich das absolut nicht in Ordnung finde, das geht ja völlig gegen sämtliche Absprachen, und ich glaube nicht, dass Frau Prof Hornung mir da Blödsinn erzählt hat.

Noch dazu hatte mein Uro mir gesagt, das muss in der Uni gemacht werden, weil in der Sana gar kein Laser zur Verfügung steht...und dann doch auf einmal bei ihm??? BITTE??? Habe dem Uro auch mal erläutert, was genau meine Beweggründe dafür sind, dass ich gleich die große OP möchte (die kennt er noch nicht). Sowohl vom Fachlichen her, dass ich mir das einfach nicht vorstellen kann, weil das ja tiefer sitzen muss = Laser Schwachsinn, als auch meine persönlichen Gründe. Und an Frau Prof Hornung auch noch mal meine Argumente in Kurzform und dass es jetzt erst Recht nicht mehr geht, wenn Rezidiv und wieder Diagnostik-Hölle. Das kann ich nicht noch mal durchmachen, in der kurzen Zeit, muss erstmal wieder ein bisschen Ruhe haben. 

Der Uro hat mir dann jedenfalls zurückgeschrieben, "wenn das denn so ist, dann ist ja gut" (???)- und ihm wäre übermittelt worden, dass ich dringenden Therapiewunsch habe. Scheinbar wollte er mir was Gutes tun- da ist er aber gewaltig übers Ziel hinaus geschossen.Yell Habe dann noch mal geantwortet, klar habe ich Therapiewunsch, aber das sollte dann auch was bringen, sonst hab ich da ja nichts von. Dass ich das ja lieb finde, dass er sich kümmern wollte, aber dass ich mich damit natürlich völlig überfahren gefühlt hab. Hab noch mal gefragt, ob wir das dann so machen, dass ich dann zur Spontan-Spiegelung zu ihm komme. Auf meine 2. Mail hab ich leider noch keine Antwort. Von Frau Prof Hornung leider auch noch nicht.

War dann heute noch ein bisschen bei den Akten, aber unkonzentriert. Sind doch noch ein paar mehr. Mach das dann morgen mit mehr Konzentration. Heute abend war ich noch mit einer Freundin schwimmen, tat gut.  Fühl mich schon ein bisschen blöd bei der ganzen Sache. Aber es ist einfach so. Ich lehne das ja nicht kategorisch stur ab, ohne mir alle Argumente anzuhören. habe beide Möglichkeiten lange genug durchdacht. Wäre das bei der Narkosespiegelung sichtbar gewesen, hätte ich mir das vielleicht noch mal überlegt mit dem Lasern. Aber so hat es a) das Argument, dass bei Rezidiv die Diagnostik doch einfach wäre, ausgehebelt und b) irgendwie schon gezeigt, dass die Quelle eben nicht unter der Schleimhaut sitzt.

 Ich wünsch dir ganz dolle Kraft, wieder auf die Beine zu kommen. Smile

Ganz viele liebe Grüße und Drücker, Tini



Hallo Angel, ja, da kam
Tinimaus

Hallo Angel,

ja, da kam einiges zusammen- und trotz Diagnose ist jetzt wieder alles verzögert, die OP hab ich noch nicht hinter mir, dafür genug Ärger um die Ohren... Will nach der OP unbedingt mit Osteopathie anfangen und habe hier auch einen sehr vielversprechenden Osteopathen gefunden, den ich mal ausprobieren werde. Der macht auch viszerale Osteopathie und scheint auch Endometriosepatienten zu behandeln, jedenfalls war ihm das in meiner E-Mail Anfrage wohl kein Fremdwort. :)

Endozysten hatte ich zum Glück noch nie- die Eierstöcke sind davon bisher verschont. Habe nur dieses PCO-Syndrom (Hormonstörung mit vielen kleinen Follikelzysten an beiden Eierstöcken) und manchmal größere Follikelzysten, vor kurzem auch wieder, die hat sich aber bestimmt von selbst verabschiedet. Vor 3 Jahren hätte beinahe mal eine operiert werden müssen, weil die Richtung Stieldrehung ging, ist dann aber noch kurz vor OP geplatzt, zum Glück, obwohl es höllisch wehgetan hat.

Danke für deine Tipps- ein bisschen in die alternative Richtung werd ich auch gehen (Osteopathie). Mit Homöopathie kann ich persönlich wenig anfangen. Aber da findet ja auch jeder irgendwie seine Variante, die hilft.  Gehts dir gut im Moment? Klingt jedenfalls so, sehr schön!

Liebe Grüße, Tini



Liebe Tini, oje! Ja, diese
Miramee

Liebe Tini,

oje! Ja, diese Absprachen über Dritte enden leider oft in etwas, was man gar nicht so gemeint hat und gar nicht so will! Tut mir wirklich leid, dass Dich das so viele Nerven kostet! Vielleicht kannst Du die Anzahl der Missverständnisse und auch die quälenden Wartezeiten auf E-mails und Anrufe reduzieren, wenn Du die Sache selbst in die Hand nimmst und nicht über Frau Prof. Hornung laufen lässt? Ich finde es jedenfalls immer ganz schrecklich, wenn andere etwas für mich organisieren wollen und ich dazu verdammt bin, abzuwarten, was daraus wird. Vermutlich sollte es in Anbetracht dieses speziellen Urologen auch eine Hilfestellung sein, aber letztlich musst Du ja doch wieder mit jeden Arzt selber reden und Dein wirkliches Anliegen erklären. Und mündlich ist meistens auch besser als schriftlich. Diese hin- und hergeschickten und nur mühsam aufklärbaren Missertständnisse nerven doch ungemein! Mannomann, Du hast aber auch viel um die Ohren zur Zeit! Hoffentlich ist wenigstens dieses Wochenende etwas ruhiger!

Zu dem "dringenden Therapiewunsch": ich find's  wirklich merkwürdig, dass es sich gewissermaßen eingebürgert hat, diesen Patientenwunsch als Rechtfertigung für eine "Therapie" zu akzepieren, die wenig bis gar nicht erfolgverprechend ist. Gleichzeitig heißt das ja auch, wenn ein Arzt dem anderen vom dringenden Therapiewunsch des Patienten erzählt, dass damit etwas über den Patienten ausgesagt wird, in etwa: will jetzt unbedingt, dass etwas passiert. Diese Wendung "dringender Therapiewunsch" gehört damit leider auch in den Bereich ärztlicher Kommunikation, der mehr über das Arzt-Patienten-Verhältnis aussagt, als über eine Sachlage, so nach dem Motto: "Patient wird quengelig, also denk' dir etwas aus, was sich sachlich halbwegs rechtfertigen lässt!". Finde ich schade, dass es öfter so läuft. Natürlich haben auch viele Ärzte eine andere Art und Weise mit ihren Patienten umzugehen bzw. über sie zu sprechen.

Irgendwie erinnert mich das Ganze in der Art, wie etwas in der Ärztekommunikation auf den Patienten "abgewälzt" wird, an eine Situation in meiner zweiten Schwangerschaft: mein damalige Gyn meinte: "Was??? Sie wollen keinen Triple Test, keine Amniozentese? Ja, dann müssen wir aber wenigstens eine sonograpische Feindiagnostik machen!" Na gut, habe ich gedacht, wenn es sie beruhigt. Und gegen einen Ultraschall mehr habe ich nichts. Also hat sie mich an eine andere Praxis mit der entsprechenden Geräteausstattung überwiesen. Sie hatte mir noch verschiedene Papiere mitgegeben und alles in einen Umschlag gesteckt, den ich mir nicht weiter angeschaut habe. Deswegen war ich nicht darauf vorbereitet, dass der Arzt dort mich wie mit Samhtandschuhen anpackte und bevor es mit dem Ultraschall losging erstmal ein Gespräch führte, so à la: "Viele junge Frauen haben Angst, dass ihr Kind missgebildet auf die Welt kommen könnten. Heutezutage haben wir aber so viele Möglichkeiten, den Kindern schon im Mutterleib zu helfen oder uns schon vor der Geburt auf sofortige Hilfsmaßnahmen einzustellen...". Ich habe die ganze Zeit nur gedacht: "Ja, ja  ich weiß, aber ich glaube ja sowieso, dass alles in Ordnung ist, also könnten wir langsam mal loslegen." Es war dann auch alles in Ordnung und der Arzt betonte dann nochmal, dass ich mir ü-ber-haupt keine Sorgen machen müsste. Es sei wirklich kein Anzeichen für irgendein Problem zu entdecken. Da sah ich dann erst, dass auf der Überweisung als Begründung für die Untersuchungsanordnung "extreme mütterliche Angst" stand. Hab ihm dann gesagt, dass ich seine Fürsorglichkeit sehr nett fände, aber dass in der Überweisung eigentlich: "extreme ärztliche Angst" stehen müsste, da ich nie irgendwelche Zweifel an der gesunden Entwicklung meines Kindes gehegt oder geäußert hätte. Da hat er mich ganz verduzt angeguckt ;-))

Wie dumm, dass das mit der Probenentnahme nicht für den Zöliakienachweis oder -ausschluss gereicht hat. Warum wird so etwas nicht gleich gründlich gemacht? Wenn so ein Verdacht besteht, kann man doch eigentlich immer gleich ein paar Proben mehr entnehmen, damit es für alle Fälle reicht. So etwas verstehe ich nicht!

Mir geht's schon wieder ein kleines bisschen besser. Endoschmerzern hatte ich nicht. Es ist einfach so: wenn etwas zu anstrengend wird, stellen sich die ersten Depressionsanzeichen ein. Bei mir sind das dann vor allem ein Druck auf der Brust und ein Gefühl von Dünnäutigkeit, im übertragenen wie auch im wörtlichen Sinn: ich werde dann empfindlich gegenüber Worten, ertrage aber auch keine körperliche Berührung. An den Armen habe ich dann richtige Dauerschmerzen direkt unter der Haut, und die machen die Sache so anstrengend. Wenn ich mir dann ganz viel Ruhe gönne und gezielt Fernsehen und Computereien vermeide, geht es dann wieder besser. Aber für längere Ausruhzeiten muss man ja auch die Zeit haben. Deswegen hilft mir dann meistens mein Akupunkturarzt aus der Patsche, der dann alles wieder ins Lot bringt. Was würde ich nur ohne ihn tun?

Nun aber erstmal ein schönes Wochenende. Genieße es nach Kräften und versinke nicht völlig in den Akten! :-))

Alles Liebe,

Mira



Liebe Mira, Frau Prof
Tinimaus

Liebe Mira,

Frau Prof Hornung hat auf eigene Faust mit dem Urologen gesprochen, da hatte ich keinen Einfluss drauf... sonst mache ich sowas auch eher immer lieber selber. Ist eben wirklich einfacher. Finds auch immer blöd, was für Missverständnisse immer entstehen, Stichwort Stille Post... Fehlinterpretationen und sonstwas. Hab dem Uro dann auch noch mal klargestellt, dass ich natürlich Therapiewunsch hab nach dem ganzen Mist, aber das Ganze dann auch Sinn machen soll, sonst hab ich davon doch gar nichts! 

 Das find ich auch echt nicht gut, was da auf deiner Überweisung stand. Das ist doch echt ne grobe Unterstellung...find ich gar nicht ok.  Und dann war ja doch alles gut mit dem Kind, oder?? Frau Prof Hornung hat auch am Telefon immer mein Argument, dass da was tiefer in der Wand sitzen muss, eben weil es bei der letzten Spiegelung nicht sichtbar war, missverstanden und meinte dann immer völlig hilflos, ja aber das würde doch keinen Sinn machen, wenn wir jetzt die Blase aufschneiden, da haben Sie doch mehr Schaden als Nutzen. Ich weiß!!!! Das Argument ging doch in eine völlig andere Richtung, nämlich bezüglich OP Verfahren!!! Ich meinte ja auch, Blasenteilresektion nicht JETZT, sondern dann, wenn die Dinger wieder aus der Wand rausgekrochen sind!!! Find das auch sehr gruselig, was manche Ärzte vor dem Patientenzimmer so von sich geben. Da find ich das doppelt doof, Patient zu sein, und ja, klar bin ich im Moment auch ein bisschen anstrengend, aber ich hab genug Mist mit mir machen lassen und immer gedacht, die wissen schon, was sie tun- na das Vertrauen ist jetzt allgemein schon mehr angeknackst. Bin nicht der Mensch, der irgendwelchen Ärzten Dinge unterstellt, wenn ich sauer bin, dann wenn es sich um Fakten handelt. Und davon gab es leider so einige in Berlin und meiner Ex-Gyn. Bin dann auch nicht der Mensch, der lautstark auf den Putz haut, in Berlin hab ich auch nicht geschimpft, dass sie nicht wie angeordnet die komplette Colo, sondern nur Sigmo gemacht haben- ließ sich ja eh nicht mehr ändern- musste ich noch mal ambulant zu meinem Internisten, weils so nen Spaß macht...grrrr. Ich argumentiere da eher sensibel-emotional, aber im Moment eben auch mit ein bisschen Nachdruck, eben weil ich nicht möchte, dass ich noch mal so ne Diagnostikhölle durch mache, daher nix mit Laser.

Wann bist du denn wieder bei deinem Akupunkturarzt? Der käme ja jetzt wie gerufen. Konntest du dich schon wieder ein bisschen von den letzten Tagen erholen? Ist ja draußen eh nicht so das tolle Wetter, das ist ja wie gemacht für einen gemütlichen Tag zu Hause. Ich geh gleich noch zum Frisör und heute abend kommt ne Freundin zum DVD Schauen. Heute morgen war ich mit ner Freundin schwimmen und danach haben wir uns mit noch einer Freundin zum Frühstück getroffen, sehr lecker.

 



Liebe Tini, ah, verstehe,
Miramee

Liebe Tini,

ah, verstehe, Frau Prof. Hornung wollte Dir etwas Gutes tun, indem sie mit dem Urologen gesprochen hat. Es hätte mich auch sonst gewundert, da ich Dich eher als Selbstorganisatorin eingeschätzt habe, was Du ja jetzt auch bestätigst. Tja, die stille Post... Wenn das Ganze nicht so viel Kraft kosten würde, könnte man ja über die vielen Missverständnisse lachen.

Das find ich auch echt nicht gut, was da auf deiner Überweisung stand. Das ist doch echt ne grobe Unterstellung...find ich gar nicht ok.  Und dann war ja doch alles gut mit dem Kind, oder??

Ja, es war alles in Ordnung und stimmte insofern mit meinem Gefühl überein. Über das, was sie auf die Überweisung geschrieben hatte, habe ich mich eigentlich nur amüsiert, als ich begriff, warum der andere Gyn so extrem vorsichtig mit mir umging. Natürlich war es nicht richtig von meiner Gyn, aber es lohnt sich auch nicht, sich über so eine Kleinigkeit zu ärgern ;-))

Find das auch sehr gruselig, was manche Ärzte vor dem Patientenzimmer so von sich geben. Da find ich das doppelt doof, Patient zu sein, und ja, klar bin ich im Moment auch ein bisschen anstrengend, aber ich hab genug Mist mit mir machen lassen und immer gedacht, die wissen schon, was sie tun- na das Vertrauen ist jetzt allgemein schon mehr angeknackst.

Ist doch nur allzu verständlich! Ein gewisses Vertrauen braucht man natürlich immer, damit man sich überhaupt behandeln lassen kann, aber das hast Du ja auch. Es ist doch vollkommen richtig, dass Du Deine Fachkompetenz dazu einsetzt, eine mündige Patientin zu sein. Wer das als anstrengend empfindet, hat vermutlich sonst viel Stress und das kann ich alles verstehen. Aber es hat auch etwas mit der eigenen Einstellung zur Arbeit des Arztes zu tun, ob man sich von Nachfragen, Zweifeln etc. genervt fühlt oder Patientenkompetenz befürwortet und unterstützt. Mach Dir also bitte keine Gedanken darüber, dass Du für andere anstrengend sein könntest. Wenn Du es sein solltest, dann hat es auch etwas mit dem Gegenüber zu tun. Ich empfinde Dich jedenfalls als kein bisschen anstrengend :-))

Bin nicht der Mensch, der irgendwelchen Ärzten Dinge unterstellt, wenn ich sauer bin, dann wenn es sich um Fakten handelt. Und davon gab es leider so einige in Berlin und meiner Ex-Gyn. Bin dann auch nicht der Mensch, der lautstark auf den Putz haut, in Berlin hab ich auch nicht geschimpft, dass sie nicht wie angeordnet die komplette Colo, sondern nur Sigmo gemacht haben- ließ sich ja eh nicht mehr ändern- musste ich noch mal ambulant zu meinem Internisten, weils so nen Spaß macht...grrrr. Ich argumentiere da eher sensibel-emotional, aber im Moment eben auch mit ein bisschen Nachdruck, eben weil ich nicht möchte, dass ich noch mal so ne Diagnostikhölle durch mache, daher nix mit Laser.

So geht's mir auch! Es ging mir in meinem letzten Beitrag auch nicht darum, irgednwelchen Ärzten etwas zu unterstellen. Von Arztschelte halte ich gar nichts. Ich fand nur die Formulierung mit dem "dringenden Therapiewunsch" in der Art, wie sie hier fiel, so entlarvend... Aber da steckte wohl wirklich der Stille-Post-Effekt dahinter.  Dass Du nach alledem, was Du schon hinter Dich gebracht hast, endlich mal Ruhe haben möchtest, werden Deine Ärzte sicherlich auch nachvollziehen können. Nur dass die Laser-Variante unter den gegebenen Umständen da keine echte Option ist, scheint erst langsam durchzusickern. Nur gut, dass Du weißt, was Du willst!

Wie gut, dass Du Dir Deine Tage so schön gestaltet hast! Es ist wichtig, es sich gut gehen zu lassen, wenn es einem nicht von selber gut geht! 

Mein Akupunkturarzt hatte diese Woche Urlaub und in der kommenden Woche habe ich keine Zeit hinzugehen (das ist der Nachteil, wenn man in einer Arztpraxis arbeitet: man hat fast immer die gleichen Arbeitszeiten wie in den anderen Praxen Sprechstunde ist). Aber übernächsten Dienstag habe ich wieder einen Termin, juchhuh!!!

Aus der Ferne drückt Dich mal ganz lieb

Deine Mira

 

 

 



Liebe Mira, :) wie lieb von
Tinimaus

Liebe Mira,

:) wie lieb von dir, danke, das beruhigt mich!

Nee, ich wollte auch nicht sagen, dass du da den Ärzten was unterstellst, um Gottes willen!!! das würde ich dir nicht mal theoretisch zutrauen. ja, ich hab dem Uro auch noch mal klargestellt, dass ich natürlich Therapiewunsch hab, aber das ja auch Sinn machen sollte, sonst hab ich davon ja auch nichts. 

Heute war bei mir Gammeltag. Nix besonderes gemacht, nur mit dem Darm rumgeärgert. so brennend-dumpfe Krämpfe, Durchfall, Grummelbauch, Übelkeit. Letzteres hab ich mit Emesan wegbekommen... und nach ein paar Stunden gings auch dem Darm besser.hatte so ne Phase vor ein paar Wochen schon mal..paar Tage hintereinander, immer morgens. kann dann nur auf dem Bauch liegen, mit Kissen drunter. Stehen und sitzen gibt Schweißausbrüche und Kreislaufprobleme.... tierisch unangenehm. 

ja, das ist echt ein Problem, wenn man dann selbst mal krank wird, und im medizinischen Bereich arbeitet. Mit Glück hat man dann einen Arzt, der auch Mittwoch nachmittags auf hat, und die eigene Praxis den Nachmittag frei. in meinem Chirurgieblock durfte ich zum Glück mal wegen einem spontanen nicht verlegbaren Arzttermin 2 Stunden weg. Sonst hätte ich das Praktikum wiederholen müssen, wir dürfen in den wenigsten Kursen fehlen. So ein Chirurgie-Tag ging von 7 Uhr morgens (Visite) bis 18 Uhr abends. So lange mussten wir da sein- Arbeit auf Station, mal ein Seminar und im OP Haken halten. grrr. wir hatten Glück und durften meist um 16 Uhr gehen. Der längste Tag ging aber von 7:00-22:30 Uhr, weil wir an einem Tag neben dem Tagdienst noch den Bereitschaftsdienst mit machen mussten. zum Glück mit einer netten Assistenzärztin. da war das ok.

Seit wann arbeitest du eigentlich in der Arztpraxis? wolltest du früher schon mal was mit Medizin machen oder kam das erst durch die Neuorientierung? Oh super, dann ist es bis zu deinem Akupunktur-Termin ja gar nicht mehr so lange hin. Schon Zeit, sich drauf zu freuen :)) gehts dir sonst schon wieder soweit gut?

Ich drück dich auch ganz dolle :) Tini



hallo Tini, habe in dem
Mariele

hallo Tini,

habe in dem "anderen Thread" Deinen heutigen Bericht gelesen. Tut mir wirklich richtig leid für Dich, was da zur Zeit abgeht. Ganz großer Mist, und verständlich, dass Dir das total auf die Nerven schlägt. Habe auch leider keinen tollen Rat parat, außer einen, den gab ich schon mal , den möchte ich aber nicht wiederholen, um dich nicht noch mehr aufzuwühlen. Hast du dir die CD mal angehört? Ist es was für Dich? Also für mich ist sie der Favorit, obwohl ich nicht viel kenne, aber jeder ist da ja anders für etwas empfänglich.

Mist, dass Du nun schon bereit bist für Valium oder Tavor o.ä. , aber ehrlich: ich kann das voll verstehen.

Fühl Dich gedrückt, ganz dolle,

Mariele



Liebe Tini, ach Du, es tut
Miramee

Liebe Tini,

ach Du, es tut mir so leid, dass Du Dich so herumplagen musst! Armer Bauch! Grüße ihn mal lieb von mir :-))

Ja, in der Chirurgie ist es sicherlich extrem anstrengend! Anlässlich meiner Gallen-OP konnte ich nur staunen, wenn ich abends gegen 19 Uhr immer noch die selben Leute über den Gang laufen sah, die da schon morgens um 6 Uhr unterwegs gewesen waren. Und dann die vielen Stunden im OP! Schon körperlich gehört dazu eine bestimmte Kosntitution, oder?

Von mir heute nur diesen kurzen Gruß

 Herzliche Grüße von Deiner bettreifen Mira

 



Liebe Mira, konntest du dich
Tinimaus

Liebe Mira,

konntest du dich heute Nacht ein bisschen erholen und ausschlafen? Hast du noch Urlaub oder war der nur letzte Woche? Morgen ist ja auch Mittwoch- oder seid ihr eine der wenigen Arztpraxen, die Mittwoch nachmittag offen haben?

danke Kissder Gruß ist angekommen, dem Bauch gehts heute besser. Gestern hat er noch rumgemeckert, aber nicht diese schwer erträglichen Darmprobleme. Nur normale Unterbauchschmerzen. Und heute ist bisher gut. Meinem Kopf gehts auch wieder etwas besser... gestern war schon wieder ganz böse.

Frau Prof Hornung hat mir gestern morgen zurück geschrieben und das war mal wieder das reine Rumgestochere in der offenen Wunde..Sie hat sich das Video von der Narkosespiegelung angeschaut und meinte, es sähe ja alles tiptop aus, wenn ich möchte, würde sie mir das auch zuschicken, blablabla. (Was soll das? Ich bin nicht der Typ Medizinstudent, der das erst glaubt, wenn er es selbst gesehen hat, und das hab ich ihr in meiner Antwortmail auch noch mal deutlich klar gestellt!!!!!!!!!!!) sie könnte mir eine kurzfristige Blasenspiegelung in ihrer Ambulanz anbieten, da könnte ich dann ja auch mit auf dem Bildschirm gucken, blablabla. Klingt so nach dem Motto, damit ich es glaube, dass da nix wäre. ich weiß nicht, ob sie damit meinte, dass diese Spontan-Spiegelung beim nächsten weitgehenden Harnverhalt in der Klinik gemacht werden soll, hab ich sie dann noch mal gefragt, warte auf Antwort. Sie hat auch noch gefragt, ob es von der Spiegelung beim Urologen Bilder gibt. Hab dem ne Mail geschickt. Ich will es verdammt noch mal hoffen, dass er das dokumentiert hat. sonst darf ich den Mist wieder ausbaden, wie immer in letzter Zeit. In der Mail hab ich auch noch mal klipp und klar gesagt, ich glaube das sehr wohl, dass die im Moment nichts gesehen haben, aber verdammt noch mal, das MRT und die Blasenspiegelung zeigen das Gleiche (das soll sie mir bitteschön mal erklären, wie sie drauf kommt, dass da nix wäre- ihre Aussagen dazu schwanken, und das macht mich echt fertig), ich hab gerade eine Mordswut im Bauch, über das, was sie teilweise so von sich gibt.

Ich fühl mich eh schon wie der letzte Dreck und völlig verunsichert, und dann haut sie noch mal mit dem Knüppel drauf, indem sie sich "blöd" stellt und mich damit noch mehr fertig macht, obwohl sie wirklich lieb ist - was soll das????????????? sie hat selber mal gesagt, was in einer Spiegelung zu sehen ist, das ist definitiv da. und meinen Urologen hat sie ja auch als fachlich sehr gut bezeichnet. sie muss verdammt aufpassen, sich nicht unglaubwürdig zu machen. Langsam ist Schluss mit Kraft. Cry

heute morgen hab ich bei meiner Schmerztherapeutin angerufen, brauchte neue Rezepte- dummerweise im Urlaub.. Uniklinik Ambulanz keinen erreicht, aber zum Glück hatte mein Hausarzt direkt um 11 Uhr offene Sprechstunde (und nicht sein Kollege, dem ich noch mal alles lang und breit hätte erklären müssen, weil er die Vorgeschichte nur grob kennt). Der war auch ganz geknickt, dass er mir außer mit einem Rezept nicht weiter helfen konnte und drückt mir ganz doll die Daumen. Das mit dem Rezept hat er aber auch wirklich gut gemeint,  gleich die 100er Packung Palexia und 50er Packung Oxygesic akut, davon auch die 10mg. Sonst hatte ich von ihm und von der Schmerztherapeutin immer die 50er Packung Palexia bekommen- also alle 6 Wochen neues Rezept. Und die Oxygesic hat er auch ohne Diskussion aufgeschrieben, das freut mich, dass er sich scheinbar drauf verlässt, dass ich ehrlich bin und damit gut umgehen kann..denn mit dem Oxygesic hatte erst meine Schmerztherapeutin angefangen, als schnellwirksame Bedarfsmedikation. Brauchte ihm nur sagen, dass sie mir das aufgeschrieben hat, und ich meistens 10mg brauche (bisher hatte ich die mit 5mg), kein Problem. da bin ich ihm echt dankbar für, dass ich mir die nächsten knapp 3 Monate die Rennerei mit den Rezepten ersparen kann. Smile

Ja, Chirurgie ist wirklich körperlich sehr anstrengend. Ich war abends immer fix und alle, das hab ich auch immer erst gemerkt, als ich zu Hause war. Nach dem letzten Arbeitstag dort hab ich mich abends um 19 Uhr kurz ins Bett gelegt, wollte egtl nur ne Stunde schlafen. war aber so erledigt, dass ich erst um halb 2 nachts wieder wachgeworden bin, dann noch ein, zwei Stunden was gelesen hab und so, und dann weitergeschlafen. Das war dort aber auch sehr kurzweilige Arbeit. Immer was zu tun. An einem Tag hab ich über 6 Stunden lang ohne Pause Blut abgenommen, mal ne Braunüle gelegt, Aufnahmen gemacht, Fäden gezogen- aber vor allem eben Vampir spielen. Bei 45 Patienten! (auf der Station hat sich mal ein Arzt überlegt, 2mal die Woche bei allen Patienten Blut abzunehmen- sch*** Arbeit, und dann haben die gleich ne Beschäftigung für die Studenten)- aber da hat es auf einmal richtig gut geklappt. In meinen Praktika davor hab ich öfter mal Tage gehabt, wo ich bei Braunülen und Blutentnahmen nur ca. 50-60 % Trefferquote hatte. Im Chirurgieblock ging das auf einmal wie geschmiert, kaum Probleme.  Im OP war ich da auch zwei Mal, aber das hat mir mäßig gut gefallen. War leider auch immer mit so einem arroganten zynischen Oberarzt im OP, bin sehr froh, dass der jetzt in München arbeitet. Und offener Bauch stinkt- bei der 1. offenen Bauch-OP (Hemihepatektomie wegen Leberkrebs) bin ich nach einer Stunde fast umgekippt, die 2. OP hab ich aber, auch dank Thrombosestrümpfen und Gestank, überstanden. Gefühlt ein max. zweistündiger Eingriff, nee, das hat doch 4 Stunden gedauert (Hemicolektomie).

Hast du eigentlich außer dem Lungenfacharzt schon bei anderen Ärzten gearbeitet? Kann man eigentlich als Arzthelferin so ohne weiteres in eine Praxis mit einer anderen Fachrichtung wechseln, wenn man aus irgendwelchen Gründen eine neue Stelle sucht? 

ganz viele liebe Grüße und Drücker, Tini



Liebe Mariele, danke für
Tinimaus

Liebe Mariele,

danke für deine lieben Worte.. :) ich weiß auch langsam nicht mehr weiter. Mir bleibt nur die verflixte Hoffnung, dass es bald besser wird. Die CD fand ich auch ganz gut. Danke noch mal!! Hab mir gestern auch noch bei Amazon eine andere CD bestellt. Ich mag ja die Ratgeber-Bücher von GU sehr gerne. das, was ich mir jetzt bestellt habe, ist auch über Autogenes Training. Die Beschreibung klang richtig toll. Sehr praxisbezogen, ohne esoterischen Schnickschnack und vor allem wird da in jedem Kapitel ein anderes Problem angesprochen, und dann problembezogene Übungen. Bin sehr gespannt, kommt morgen an. Eine CD ist auch dabei. Ich hoffe, dass die mal so richtig gut ist. Bei vielen CDs geht mir der jeweilige Sprecher auf den Keks, leider konnte man nicht reinhören. Die Rezensionen sind aber sehr gut. Muss heute noch unbedingt diesen Meditationsquatsch zur Post bringen, das war ein richtiger Fehlkauf. Sonst bleib ich heute mal zu Hause, keine Akten, dafür muss ich in meinem Zimmer klar Schiff machen, Sachen sortieren, Wohlfühlumgebung. Muss mich nur noch aufraffen.

wenn wirklich alle Stricke reißen sollten, muss ich über deinen Tipp noch mal ernsthaft nachdenken. Das wäre aber echt sozusagen "ultima ratio"- allerletzte Reservemaßnahme. Denn die ganzen kurzfristigen Sachen gehen besser vor Ort, weiter weg würde das gar nicht gehen. und dafür hab ich auch gerade keinen Nerv mehr übrig. Da würde ich ja allein schon 1-2 Monate auf einen Termin in der Sprechstunde warten. nee, bloß nicht. Mit Glück ist das in den nächsten Wochen erledigt..und ich find, mein Schutzengel darf mal wieder anfangen zu arbeiten, nach 12 Monaten Winterschlaf. Innocent

Bin mir wieder nicht so sicher wegen einem Beruhigungsmittel. Heute gehts mir wieder besser im Kopf- das hätte ich gestern niemals gedacht. Meine Strategie ist da, von Tag zu Tag zu leben. Ablenken, soweit es geht. Ein Freund von mir will Freitag mit mir zur Mensaparty. Meine Partystimmung ist zwar im Moment recht mau, aber ich geh trotzdem mit ihm hin. Naja..hab mich irgendwie nicht getraut, das bei meinem Hausarzt anzusprechen....irgendwie Angst, in ner Schublade zu landen... nicht bei ihm und auch nicht bei Ärzten, die wissen, was seit einem Jahr alles für Katastrophen passiert sind, aber in der Klinik stehen ja immer die Medikamente auf dem Narkose-Bogen drauf, und in der Akte... jemand, der meine Vorgeschichte nicht kennt (z.B. Anästhesist), der steckt mich dann vielleicht in eine Schublade, in die ich absolut nicht reingehöre...

Ganz viele liebe Grüße, Tini



Liebe Tini, ich kann mir
Miramee

Liebe Tini,

ich kann mir vorstellen, wie sehr Dich dieses ganze missverständnisreiche Hin und Her runterzieht! Da weist man doch nur darauf hin, wie die ansonsten widersprüchlichen Fakten (Blasenspiegelung bei Deinem Urologen und MRT einerseits und jüngste Spiegelung andererseits) zusammenpassen könnten -  nämlich dass die Herde eben intramural angesiedelt sein müssen! - , und muss sich dann so vorkommen, als wäre man in die Schublade der Faktenbezweifler gesteckt worden! So was Doofes :-(( Fühl Dich mal lieb gedrückt! 

Ich frage mich immer wieder, ob die MRT-Aufnahmen bisher gar kein Gewicht haben, denn die müssten doch vorliegen, oder? Und wenn da etwas zu sehen ist, kann auch keiner behaupten, dass bei Dir alles jungfräulich aussieht, auch wenn die Bilder von der Blasenspiegelung bei Deinem Urologen noch ausstehen. Einfach seltsam!

Dein Hausarzt ist wohl zu Beginn des Quartals auch besonders großzügig? ;-)) Ich kenne das immer so, dass gegen Ende des Quartals aus Budget-Gründen nur noch die kleinen Packungen verschrieben werden. Insofern könntest Du mit Deinem heutigen Besuch einen strategisch günstigen Zeitpunkt erwischt haben. Jedenfalls gut, dass Du vorläufig wieder genug Schmerzmittel in Deinem Vorrat hast! Momentan hast Du ja wirklich anderes zu tun, als Dich ständig um Nachschub zu kümmern. 

Wenigstens geht es Deinem Bauch und  Deinem Kopf wieder etwas besser! Das freut mich sehr für Dich!

Um endlich auf Deine Fragen zu antworten: Nein, ein Medizinstudium kam für mich nie in Betracht. Medizinische Zusammenhänge haben mich zwar schon immer sehr interessiert, aber angesichts meiner Mathe- und Chemie-Noten, habe ich mir ein Medizinstudium nie zugetraut. Um das Abitur herum, wollte ich ohnehin in die geisteswissenschaftliche Richtung gehen. Allerdings habe ich immer wieder über eine Ausbildung als Hebamme oder Krankenschwester nachgedacht. Insofern ist es kein völlig neues Interesse. 

Als tatschliches Berufsfeld ist es für mich allerdings doch noch relativ neu, denn momentan absolviere ich gerade mein letztes Ausbildungsjahr ;-)) Vorher habe ich ja studiert und auch ein paar Jahre an der Uni gearbeitet. Daher hatte ich auch noch keine Gelegenheit, in einer anderen Arztpraxis zu arbeiten, was ich momentan aber auch nicht anstrebe, da ich mich eigentlich ziemlich wohlfühe. Prinzipiell ist die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten (=MFA), wie die Arzthelferinnen heute offiziell heißen, am hausärztlichen Profil orientiert und soll damit für alle Fachrichtungen passen, so dass man als MFA auch wechseln kann. De facto eignet man sich das Spezialwissen für die jeweilige Praxis also nicht in der Schule sondern im Ausbildungsbetrieb an. Ist ja schon ein Riesenunterschied, ob man beim Augenarzt lernt, beim Gyn oder beim Pneumologen. Es gibt auch diverse Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten (sei es nun zur Wundtherapeutin, Study-Nurse, Diabetes-Schulungs-Assistentin oder was auch immer). Die Lungenheilkunde ist allerdings die einzige Fachrichtung, für die es eine Zusatzausbildung für MFAs zu Pneumologischen Assistentin gibt. Bei uns kann man eben als MFA eine Menge machen: die ganze Lungenfunktions- und Allergiediagnostik (wir haben außerdem unser eigenes Allergielabor), überhaupt viel Blutlabor, Röntgen, Asthma- und COPD-Schulungen, Raucherentwöhnungsprogramme, alles rund um Sauerstofflangzeittherapie ect... 

Aber nochmal etwas anderes: Hattest Du vor der Blasenendo schon andere Blasenprobleme? Ich murkse nämlich gerade etwas mit der Blase herum und weiß nicht, was es ist. Bisher hatte ich nur mit Senkungsbeschwerden zu tun und dadurch eine Stressinkontinenz, die dann aber durch die Akupunktur behoben werden konnte. Aber im Moment ist es anders, kein Infekt, aber doch wie eine permanente Reizung, häufiger Harndrang, obwohl nicht viel kommt... vielleicht reizblase??? 

Jetzt aber erstmal noch einen schönen Abend!

Sei ganz lieb gegüßt von Deiner Mira



Liebe Mira,  wow, das ist
Tinimaus

Liebe Mira,

 wow, das ist ja ein richtig vielseitiger Beruf. :) kann ich mir gut vorstellen, dass dir das gerade beim Pneumologen richtig viel Spaß macht. da habt ihr ja bestimmt auch eine richtig große Praxis. Bei meinem Internisten find ich das auch schon immer toll, wie viel man schon mit den Arzthelferinnen besprechen kann. Die sind einfach extrem gut organisiert, bei ihm in der Praxis. Das hab ich auch schon ganz anders erlebt. Wenn jede Praxis so wäre... :) und mein Hausarzt genauso. Auch super organisiert und so.

Hihi, ja das mit dem Rezept hat bestimmt einen guten Zeitpunkt getroffen und dann war er ja auch noch geknickt, dass er mir sonst nicht weiterhelfen kann, außer Daumen drücken und mal wieder die Warteschleife abwarten... Mit Rezepten hatte ich sonst aber bei ihm auch nie Probleme. Er hat noch nie wegen seinem Budget geschimpft, und diese BtM-Schmerzmittel sind richtig teuer. Trotzdem hat er die von selbst vorgeschlagen, als Tramal und Co. nicht gut geholfen hatten. So ne Packung Palexia 200mg, die 50-Stck Packung, die er mir bisher verschrieben hat, kostet AVP 284 Euro. Die 100-Stck, die er mir jetzt verschrieben hat, 542 Euro. Wahnsinn. dagegen sind die Oxygesic akut ein Schnäppchen mit 144 Euro!

ich glaub, du hättest das Medizinstudium bestimmt trotz Mathe- und Chemie-Noten gepackt. Ich hatte damit auch erst so meine Zweifel. Hatte zwar Chemie-LK und war da auch immer sehr gut, aber in Bio war ich alles andere als eine Leuchte und hab es auch in der 11. Klasse abgewählt. Mathe brauchten wir bisher kaum. Und in Physik war ich auch immer mittelklasse und hab es auch in der 11. abgegeben. Mein Chemiewissen brauchte ich nur in der Vorklinik (Chemie und Biochemie). Den Biokurs hab ich auch gerade so eben geschafft, aber im Biokurs war auch so viel sinnlos für spätere Ärzte. Das, was in Bio für uns wichtig war, kam dann in Histo und Physio noch mal und da war ich ganz gut. Anatomie lernt man eh von Grund auf, da wird aus der Schule nichts vorausgesetzt. Und Physiologie, ist ne große Mischung aus angewandter Physik, Medizin und gesundem Menschenverstand. Das schafft man alles schon irgendwie. Was man aus der Vorklinik später noch braucht, ist eigentlich nur Anatomie, Physio, ganz wenig Biochemie und Histo-Grundlagen. Und Psychologie, das ist eh so ne Sache, klar kann man im Examen ne Menge abfragen, aber vieles ist eben auch gesunder Menschenverstand, Empathie, und das lässt sich begrenzt lernen und abfragen.Was die Vorklinik angeht, hatte jeder so seine Baustellen. Ich musste für Chemie keinen Finger krumm machen und in Biochemie hatte ich es viel leichter, die Zusammenhänge zu verstehen. Dafür musste ich für Bio, Physik und gewisse Dinge in Physio deutlich mehr machen als andere, denn die Leute mit Bio-LK hatten viele Dinge aus Physio schon in der Schule. Das hat sich dann irgendwie alles ausgeglichen und das 1. Examen haben wir trotzdem alle geschafft :) seitdem macht es auch viel mehr Spaß, als dann die klinischen Fächer auf dem Programm standen.

Bevor meine richtigen Blasenbeschwerden (Entleerungsstörungen bis Harnverhalt,  Blut, brauner Schleim im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen) losgingen und dann die Diagnose kam, hatte ich auch schon länger immer mal wieder leichte Blasenbeschwerden. Letztes Jahr im April hatte ich ja meine 1. Endo-OP, da hatte ich einen Herd auf dem Blasendach (aber oberflächlich am Bauchfell). Danach war mir klar, warum ich vorher so oft eine gereizte Blase hatte- so wie du es auch beschreibst, die hat sich oft knallvoll angefühlt, obwohl fast nix drin war, bin oft nachts aufgewacht und musste dann wegen winzigen Mengen ins Bad. Tagsüber genauso, gerade auf dem Klo, Blase leer, konnte ich schon wieder. Nervig! Diese Beschwerden gingen dann auch ca. letztes Jahr im September wieder los. Weiß nicht, ob damals schon die Blasenendo da war. Dann kam ja Trenantone,...hatte dann ab und an mal son Unterbauch-Ziehen nach dem Wasserlassen, aber nicht schlimm.. und diese Phasen mit der gereizten Blase hab ich jetzt immer noch. Dazu aber seit Mitte Juli die richtig bösen Blasenbeschwerden. Mhhh, vielleicht ist das bei dir ein Herd auf dem Blasenbauchfell? Die machen häufig mal ne gereizte Blase. Sonstige Blasenendo aber auch. Das will ich dir aber um Gottes willen nicht andichten. Hast du sowas phasenweise oder jetzt gerade das 1. Mal?

Ja, das mit dem MRT hab ich jetzt mal deutlich angesprochen. Glaub, das ist vorher ein bisschen untergegangen, dass es da auch sichtbar war. Sie hatte mal gemeint, dass es sein kann, dass die Urologen vor der OP noch mal ein MRT haben wollen- da meinte ich zu ihr, da gibts schon MRT Bilder von, die aber schon älter sind..das war ihr neu, war vorher irgendwie untergegangen. Ich hoffe, dass sie jetzt endlich mal von diesem Hin und Her weg kommt. zwei Befunde, die das Gleiche sagen und an der gleichen Stelle (Blasenhinterwand) beschrieben sind, das ist Beweis genug. Und dass es zyklusabhängig schwierig mit der Diagnostik sein kann, sollte sie auch wissen.

ich drück dich ganz lieb!!! Tini



Liebe Tini, ja, das kam mir
Miramee

Liebe Tini,

ja, das kam mir auch so vor, als sei der MRT-Befund irgendwie nicht mehr präsent, sonst wäre doch die Existenz der Herde gar nicht mehr angezweifelt worden. Gut, dass Du diese Bilder mal wieder in Erinnerung rufen konntest! Man selbst hat dann doch immer den besten Überblick über das, was schon gemacht wurde ;-))

Dass Du so einen guten Hausarzt hast, freut mich sehr für Dich! An meinem früheren Wohnort hatte ich einen ganz großartigen Hausarzt, der immer den richtigen Riecher hatte. Keine unnötige Diagnostik, sondern jedesmal beim ersten Anlauf ein Volltreffer. Außerdem gab es immer viel Zuspruch und Verständnis *schwärm*. Soviel Glück hatte ich hier nicht mehr, aber inzwischen bin ich fast nie beim Hausarzt, weil sich mein Gynäkologe und Akupunkturarzt so gut um alle meine Wehwehchen kümmert :-))

Vielen Dank für die Schilderung Deiner früheren Blasenbeschwerden. Klingt wirklich sehr nach dem, was ich gerade an mir erlebe. Bisher kannte ich, wie gesagt, nur Senkungsbeschwerden und dadurch auch mal Blasenentleerungsstörungen, die aber lageabhängig waren. Mein Gyn hat das dann mit Akupuktur wieder hinbekommen. Es hat mich sehr beeindruckt, dass man einen Beckenboden, der gut 6cm tiefer hing als es sollte und dessen Muskulatur ich nicht mehr willkürlich anspannen konnte, mit Akupunktur wieder auf ein Normalniveau bringen konnte. Aber dies nur am Rande. Mit solch einer Reizung, wie sie jetzt seit drei Wochen anhält, hatte ich vorher noch nicht zu tun. Nicht, dass ich mich jetzt vorzeitig wegen eines Endo-Problems verrückt machen werde, aber es könnte schon in diese Richtung gehen, einerseits weil mein Gyn neulich wieder mal eine Östrogen-Dominanz festgestellt hat :-// andererseits wegen der Lokalisation meiner vor einem Jahr verödeten Herde. Habe gerade nochmal in den KH-Bericht vom letzten Oktober geschaut. Die faustgroße Zyste, deretwegen ich damals operiert wurde und die meinen linken Eierstock "gefressen" hatte , wies "ausgedehnte Adhäsionen zur Beckenwand, zum Uterus und zum Sigma" auf. Außerdem wurde eine nicht genauer benannte Anzahl von Herden am Beckenperitoneum entfernt. War also alles nicht so weit weg... Na, mal sehen, wie es weitergeht...

Ich glaube, ein Medizin-Studium hätte ich nicht durchgehalten, nach dem Lern-Stress zu urteilen, den ich bei anderen miterlebt habe. Nicht, dass ich mit meinen Fächern unterbeschäftigt gewesen wäre, aber so viel pauken wie die Mediziner aus meinem Bekanntenkreis musste ich nie. 

Wie ist das eigentlich mit Deiner Dissertation: hast Du dafür eine Deadline oder ist die Zeiteinteilung in einem gewissen Rahmen Dir überlassen? Wieviele Akten musste Du auswerten für Deine Arbeit? 

Ganz liebe Grüße!

Deine Mira

 

 

 



Liebe Mira, wow, das ist ja
Tinimaus

Liebe Mira,

wow, das ist ja klasse, dass der das mit Akupunktur so gut in den Griff bekommen hat! Wenn man es nicht im Bild sehen könnte, wäre das ja fast unglaublich :) mhh, magst du deinen Gyn mal auf  diese Blasenbeschwerden ansprechen? vielleicht wäre da ein MRT sinnvoll. da kann man auch sehen, wenn es "nur" oberflächliche Herde auf der Blase sein sollten. Das könnte gut sein. Ich drück dir die Daumen, dass es nichts Schlimmes ist!!

Mit der Dr.Arbeit kann ich mir eigentlich die Zeit selbst einteilen, ne richtige Deadline gibt es nicht. Die absolute Deadline ist eigentlich, dass man bis zum PJ fertig sein sollte, weil man es danach kaum noch schafft. Wenn ich mich daran orientieren würde, könnte ich mir sehr viel Zeit lassen. Normalerweise würde ich in einem Jahr ins PJ gehen, aber da ich schon min. 1 Zusatzsemester hab und jetzt noch das Blasenproblem wahrscheinlich für ein weiteres Zusatzsemester sorgt, hab ich da noch min. anderthalb Jahre bis zum PJ. Ich orientiere mich aber eher an meinem Dr.Vater. Der macht gerade seine Habil (Privatdozent- also "Vorstufe" vom Professor) und braucht dafür bestimmt auch bald Daten von mir. Daher möchte ich damit so schnell wie es mir irgendwie möglich ist, fertig werden. Die freie Zeiteinteilung war aber auch ein großes Kriterium für mich, bei der Wahl meiner Dr.Arbeit, eben wegen Krankheits-Zeiten. Bei experimentellen Arbeiten im Labor und bei klinischen Arbeiten mit Probanden ("Prospektive Arbeit") könnte man sich nie die Zeit selbst einteilen, weil die dann durch die Versuche schon vorgegeben ist. Da kann man teilweise nicht mal eben einen oder mehrere Tage Pause machen. Daher hab ich mir ne kleine statistische ("klinisch-retrospektive") Arbeit gesucht. Die Akten können auch mal nen Tag warten, da bin ich total flexibel, Hauptsache es geht vorwärts. Und praktisches Lernen hab ich auch, weil mein Dr.Vater mich schon 2mal mit in seine Sprechstunde genommen hat und immer gerne Sachen erklärt. Im OP war ich mit ihm leider noch nicht, weil das zeitlich nicht geklappt hat, an dem Tag, wo ich mal so ne OP "live" sehen konnte- die war auf nachmittags verschoben und da hatte ich keine Zeit mehr.

und seit gestern bin ich mit meinen Akten auch fertig *hüpf* da hat mein Dr.Vater sich auch sehr gefreut. Jetzt kommt der unangenehme Teil: statistische Auswertung. Ich hoffe, das klappt alles so, wie ich mir das vorstelle... da hab ich echt Schiss vor. Muss mich jetzt erstmal in die Statistik reinfuchsen, wie das so alles funktioniert. das waren insg. mindestens 300 Patienten, die teilweise bis zu 10 Akten hatten. damit bin ich (mit Pausen) seit letztem Jahr August mit beschäftigt. hätte das auch in 9 Monaten schaffen können, das ging leider nicht.

 Mein Hausarzt ist wirklich klasse :) ich hoffe, es geht jetzt alles mal aufwärts!!

 Ganz viele liebe Grüße und Drücker, Tini



 Liebe Tini, was Du über
Miramee

 Liebe Tini,

was Du über Deine Dissertation schreibst, klingt ziemlich gut. Du scheinst ja so gut geplant zu haben, dass Dir auf jeden Fall ein großzügiger Zeitpuffer bleib. So sollte es sein :-))

Wie ist denn nun bei Dir der Stand der Dinge: Abwarten bis zur beschwerdenreichen Zyklusphase und dann wieder eine Spiegelung? Oder gab es noch andere Vorschläge?

Ich werde am Dienstag auf jeden Fall mit meinem Akupunkturarzt über die Blasengeschichte sprechen, wobei ich mir vorstellen kann, dass er mir mit dem Thema wieder zuvorkommt. Er merkt beim Einstechen der Nadeln so unglaublich viel! Ich bin immer baff, wenn er mir dann meine Beschwerden nennt bevor ich selbst dazu anhebe ;-))

Ja ,das mit dem Beckenboden hat mir erstmalig gezeigt, dass diese Behandlungsart wirklich zu messbaren Verbesserungen führen kann und nicht mit rein subjektivem Wohlbefinden, Placebo etc. abgetan werden kann. 

Heute habe ich von 7:30 Uhr bis 19:00 Uhr gearbeitet (mit einer Stunde Mittagspause) - uff!  Als krönenden Abschluss hatte ich erstmalig mit einer Hyperventilationstetanie zu tun. Mitten in einem Lungenfunktionstest fing "mein" Patient plötzlich an zu krampfen. Das hatte ich vorher noch nicht erlebt. Es hat mich selbst überrascht, dass ich plötzlich ganz ruhig und überlegt damit umgehen konnte. Aber nun schlägt die Müdigkeit zu. Daher wieder nur ein paar liebe Grüße in aller Kürze.

Alles Liebe,

Deine Mira

 



Liebe Mira, wow, deinen Gyn
Tinimaus

Liebe Mira,

wow, deinen Gyn muss ich mir glaube ich mal ausleihen :) und wer weiß, vielleicht fang ich auch mal mit Akupunktur an. Aber erstmal Osteopathie. Hab hier schon einen gefunden, der auch viszerale Osteopathie macht. bin sehr gespannt, würde am liebsten direkt morgen damit loslegen, aber vor OP macht das für mich keinen Sinn... genau, ich soll bis zum nächsten Blasenstreik warten, aber ob ich dann in die Gyn-Ambulanz kommen soll oder doch zum Uro in die Praxis, weiß ich immer noch nicht, noch nichts weiter gehört. Von evtl Bildern meines Urologen auch nicht. Vielleicht ruf ich da nächste Woche nochmal an. Glaube fast, dass es davon keine gibt- aber es darf nicht sein, dass ich das dann ausbaden muss.

Toll, dass du euren Notfall so gut managen konntest. Das gibt doch Sicherheit, wenn sowas nochmal passieren sollte. In Kursen kann man immer soooo viel lernen, aber im Alltag muss man sooo selten Erste Hilfe leisten..in einer Arztpraxis natürlich bestimmt öfter. In der Vorklinik mussten wir in Physio mal so einen Versuch machen, wie sich die Atmung auf den Blut-pH-Wert auswirkt. Ich hoffe, dass die den Versuch mittlerweile rausgenommen haben. Habe mich damals selbst als Versuchskaninchen zur Verfügung gestellt, weil ich wusste, wie sich Hyperventilieren anfühlt und weiß, wie ich es wieder "abstellen" kann- hatte vor ein paar Jahren mal nen ziemlichen Nervenkollaps (heftige Liebeskummer-Phase) und bin dabei ins Hyperventilieren gerutscht- aber habs selbst wieder in den Griff gekriegt, nachdem meine Hände schon total verkrampft waren. Beim Physioversuch ist daher bei mir nichts passiert, trotz pH 7,68. (mussten bei dem Versuch vorher und hinterher Blut abnehmen) - in dem Kurs eine Woche vor unserem ist eine Kommilitonin dabei umgekippt, schon bei pH 7,55. Hat dann einen riesen Krach mit dem Institut gegeben, weil zu der Zeit nur 2 studentische Tutoren anwesend war und keiner der Dozenten- zum Glück war im Nachbarraum ein anderer Dozent, der dann dem für das Seminar verantwortlichen später wohl einen ziemlichen Einlauf verpasst haben soll- zurecht!!!

Manche Selbstversuche, die wir da machen mussten, waren mehr als fragwürdig. Durstversuch im Sommer zur Demonstration, dass die Niere dann den Urin extrem konzentriert; nach 20 Stunden Nahrungskarenz im Institut 3mal die 4 Stockwerke rauf und wieder runter rennen, um zu demonstrieren, wie sich das auf Laktat und Blutglucose auswirkt... (da war ich eins der Versuchskaninchen), Arm 10 Minuten in Eiswasser, um zu schauen, wie sich das auf den Puls auswirkt...Letzteres war allerdings total interessant- eine Freundin und ich haben uns zur Verfügung gestellt, bei ihr ging der Puls immer höher, dann konstant um die 120- bei mir dagegen nach einem kleinen Anstieg am Anfang dann konstant um die 60.. danach hat der Dozent uns gefragt, wie wir den Versuch subjektiv erlebt haben. Sie hatte die ganze Zeit Schmerzen, bei mir ging es nach 1-2 Minuten Gewöhnung mit Schmerzen dann gut, ohne jegliche Schmerzen (und ich musste zu der Zeit noch keine Schmerzmittel nehmen). Damit hätten wir das mit den Endorphinen und körpereigenen Schmerzhemmung belegt ;)

was machst du am Wochenende? Ist das Wetter bei euch auch so toll? Hier ist heute abend Mensaparty, vorher haben wir Full House, wird quasi ne große WG Party bei uns, jeder hat Gäste eingeladen und dann haben wir spontan beschlossen, alle zusammen zu feiern. Morgen fahr ich mit einer meiner besten Freundinnen ans Meer, Fischbrötchen essen und Strandspaziergang.  freu mich schon drauf. Draußen ist Herbstwetter, wie ich es mag- kalt und strahlender Sonnenschein.

Bin mal gespannt, was du am Dienstag von deinem Akupunktur-Arzt erzählst, ob er den richtigen Riecher hatte :) 

Ganz viele liebe Grüße und Drücker, Tini



Hi Tini, ich war gestern bei
Mariele

Hi Tini,

ich war gestern bei einer neuen Gyn. Es war so frustrierend - zuhause mal kurz losgeheult. Bleibe jetzt erst ma bei meiner alten (neuen) , heißt Nummer 2. Alles doof. Sie meinte, ich soll in kein Endozentrum gehen, dafür ginge es mir nicht schlecht genug, und bei einer OP könnte man sterben, wenn sie den Darm beschädigen, blabla... Jetzt weiß ich gar nicht mehr, ob ich nach Westerstede fahren soll, obwohl sie mir unter Murren eine Überw. geschrieben hat. Was ist, wenn die da auch so reden, und mit mir nix anfangen können? Sollte darauf auf jeden Fall verbereitet sein.  Nur mal so in Kurzform und noch so ein paar Dinge. Sie sagte, doof, dass ich nicht die Valette nähme, und vertrüge, die sei doch so toll, besser als die Visanne, da wäre ja keine Östrogene drin (hä?). Und wat nich noch alles. Musste das mal kurz loswerden, habe nur nicht viel zeit , bin am Packen und morgen früh fahren wir für ein paar wenige Tage weg ins Grüne, muss auch mal sein, und bringt mich hoffentlich auf andere Gedanken, das ist nämlich das Stichwort! Da hatte die Ärztin wenistens mal recht! Bei dir läuft Behandlungsmäßig ja auch z.Z. nichts, was? Ganz schön doof, das Ganze. Ich hoffe, es geht dir einigermaßen, dass Du mal durchatmen kannst, trotz allem.

Ganz liebe Grüße, Mariele



Hi Mariele, das kann ich
Tinimaus

Hi Mariele,

das kann ich verstehen, dass du sauer bist und dich nicht mehr so nach Westerstede traust. Ich kann dir nur Mut machen, lass den Termin in Westerstede auf jeden Fall stehen. Was die Tante da von sich gegeben hat, das geht gar nicht. Erstens (wie du schon zurecht gestutzt hast) ist die Visanne ein reines Gestagen-Präparat, die Valette enthält das gleiche Gestagen, aber zusätzlich noch ein Östrogen. Also Quatsch. Über die Visanne gibt es tausend verschiedene Meinungen, manchen hilfts, manchen nicht, genauso die Valette, kann helfen, muss aber nicht (bei mir hats nicht geholfen). Von der Theorie her ist die Visanne "besser", weil das Östrogen fehlt, die Valette ist zwar ein gestagenbetontes Präparat, d.h. der Gestagenanteil ist deutlich größer als der Östrogenanteil. Aber Östrogene sind eben für Endo nicht gut. 

Zweitens liegt es glaube ich nicht in ihrem Ermessensspielraum, über den Leidensdruck von Patienten zu urteilen. Du willst ja nicht aus Spaß eine gute Behandlung haben, sondern weil es dir nicht gut geht. Und das kannst nur du beurteilen. was sind denn ihre "Argumente", warum sollst du "nicht krank genug" sein??? Wegen Durchfall-ha, da soll sie mal Patienten mit ner chronisch entzündlichen Darmerkrankung fragen- chronischer Durchfall ist ziemlich belastend! Und Übelkeit ist verdammt quälend. Hab mich selbst anderthalb Jahre lang damit rumgeschlagen- alle paar Wochen hatte ich Phasen von mindestens 5 Tagen, ununterbrochene Übelkeit, MCP und Vomex haben wenig ausrichten können, konnte in der Zeit kaum was essen und hab mich überall nur extrem mühsam hingeschleppt, weil das einfach quälend ist. länger stehen und so, ging gar nicht, da hats mir dann den Kreislauf weggehauen. Da soll sie sich bitte mal raushalten. Und ich denke nicht, dass die dich in einem Zentrum nicht ernst nehmen. Viele Gyns tun solche Beschwerden einfach ab, daher wird ja bei vielen Frauen die Diagnose so spät gestellt. Sie ist wahrscheinlich eine von denen. 

Ja, ich häng jetzt mal wieder in der Luft, bis die drei blöden Herde wieder sichtbar sind. Fühl mich doch ziemlich im Stich gelassen... scheinbar reichen 2 eindeutige Befunde dafür nicht aus.

Liebe Grüße, Tini



Liebe Mariele, es tut mir so
Miramee

Liebe Mariele,

es tut mir so leid, dass Du von Deiner Gyn so wenig Unterstützung bekommst! Das ist enorm frustrierend! Aber ich kann mich Tini da nur anschließen und Dich darin bestärken, den Termin in Westerstede nicht abzusagen. Warum sollten sie da mit Dir "nichts anfangen" können? Sie sind dort auf Endometriose spezialisiert und Du HAST Endometriose! Es kann doch nicht sein, dass eine Ärztin für Dich entscheidet, wann die Schmerzen schlimm genug sind, um sich effektivere Hilfe holen zu dürfen! 

Ich muss sagen, dass ich nicht zuletzt deswegen bei einem Gynäkologen gelandet bin, weil ich bei seinen weiblichen Kollegen, die ich früher konsultiert hatte, nur wenig Verständnis entgegengebracht bekam. Das hieß es immer: "Regelschmerzen? Wer hat die nicht?" und damit war mein Endo-Verdacht vom Tisch. Mein jetziger Gyn war der erste, der mir zuhörte und nachfragte, als ich von Regelschmerzen anfing...  Damit will ich natürlich nicht pauschal alle weiblichen Fachvertreter verdammen. Aber in meinem Fall ist es eben so gelaufen und Dir will ich damit nur sagen: Wenn Du einem anderen Arzt (egal ob männlich oder weiblich) von Deinen Beschwerden berichtest, wird er oder sie es ganz anders aufnehmen und dann eventuell auch zu ganz anderen Schlüssen kommen als Deine Gyn. Also erhalte Dir einfach diese Chance auf eine andere Meinung! Und selbst wenn der neue Ratschlag im wesentlichen gleichlautend sein sollte (was ich gar nicht unbedingt vermute), dann kannst Du das mit einem anderen Menschen vielleicht auch besser diskutieren als mit Deiner Gyn. Man kann ja nicht mit jedem gleich gut reden...

Auf jeden Fall wünsche ich Dir alles Gute! 

Wann genau dürfen wir für Westertede die Daumen drücken?

Alles Liebe,

Mira



Liebe Tini, meine Güte: so
Miramee

Liebe Tini,

meine Güte: so etwas macht Ihr im Selbstversuch? Und dann nur unter Aufsicht von zwei Studenten? Da können wir ja froh sein, dass Du noch lebst! Smile

Hast Du auch die Mensa- und WG-Party gut überstanden? (An so etwas merke ich, dass ich alt werde: das wäre mir inzwischen zu stressig ;-))

Wie schön, dass Ihr da oben so schnell am Meer seid! Dort ist es bestimmt herrlich bei diesem Wetter! Wir haben den goldenen Herbst auch genutzt und haben einen der umliegenden Berge erklommen, um mit den Kindern Drachen steigen zu lassen. Das war richtig schön. Meine Schwägerin ist übers Wochenende zu Besuch. Sie ist in diesem Jahr schon viel gereist und hat uns faszinierende Fotos gezeigt. Heute vormittag waren wir wieder draußen und haben mit den Kindern Ball gespielt - nach einem gemütlichen Sonntagsfrühstück versteht sich :-)) 

wow, deinen Gyn muss ich mir glaube ich mal ausleihen :)

Den gebe ich aber nicht her ;-))

und wer weiß, vielleicht fang ich auch mal mit Akupunktur an. Aber erstmal Osteopathie. Hab hier schon einen gefunden, der auch viszerale Osteopathie macht. bin sehr gespannt,

Das wäre ich an Deiner Stelle auch! Ich denke, es gibt viele tolle Methoden, die wirklich gut helfen können. Ich habe eben mit Akupunktur sehr gute Erfahrungen gemacht, aber ich gehöre keineswegs zu den missionarisch Ambitionierten. Ich freue mich einfach über alles, was irgendwie hilft, Leiden zu lindern. Dogmatismus hilft irgendwie keinem, oder? ;-)) An der einen Stelle muss ein Antiobiotikum her oder ein starkes Schmerzmittel, an anderer Stelle hilft eine gezielte Ernährung, ein Tee oder eine Wärmflasche wunderbar und an wieder anderer Stelle sind für mich Akupunktur oder Massage die Mittel der Wahl. Die Kunst besteht vermutlich darin, zu wissen, wann was das richtige ist :-))

Alles, was ich bisher über Osteopathie gehört und gelesen habe, klingt in meinen Ohren sehr gut und vielersprechend! Ich bin auch enorm gespannt, wie Du diese Behandlung erleben wirst!

würde am liebsten direkt morgen damit loslegen, aber vor OP macht das für mich keinen Sinn...

Warum eigentlich nicht? Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass der Osteopath schon viel für Dich tun könnte. Aber ich verstehe natürlich auch, dass Du mit der zeitlichen Planung ziemlich in der Luft hängst nach der letzten Vereinbarung. Wann es dann wohl zu der nächsten OP kommen wird? Diese Warterei kann einen schrecklich kribbelig machen! Arme Tini! Mir will auch nicht in den Kopf, warum die bisherigen Befunde nicht ausreichen sollen, um eine OP zu planen! 

Hat bei Euch eigentlich das Semester schon wieder angefangen oder geht es erst in Kürze wieder los? Liegt für Dich alles ziemlich doof, nicht? :-/

Jetzt aber erstmal einen schönen Sonntag!

Sei ganz lieb gedrückt von Deiner Mira

 



Liebe Mira, die Party hab
Tinimaus

Liebe Mira,

die Party hab ich gut überstanden. bis ca. halb 12 waren wir bei mir...wir haben dann doch nicht mit allen zusammen gefeiert, weil jeder so viele Gäste hatte, dass es gar nicht gepasst hätte mit gemeinsamer Party, weil wir leider kein Wohnzimmer haben...  dann sind wir zur Mensa losgegangen, ca. Mitternacht da, und da war leider Einlass-Stop. Zwei Bekannte waren gerade frustriert dabei, den Nachhause-Weg anzutreten, weil sie seit ner halben Stunde da standen. Wir standen nach ner Zeit ziemlich weit vorn in der Schlange, umgeben von Erstis, die sich auch so benommen haben wie 17, 18... richtig dreist. dann ging auch gar nichts mehr vorwärts, nur Gedrängel, um viertel vor 1 hatten wir die Faxen dicke und sind in die Innenstadt gefahren, da war leider auch wenig los. Erst im Irish Pub, der gerade zu machen wollte, uns aber noch nen Schnaps spendiert hat und Tipps, wo noch was offen ist (die hatten da aber leider auch schon zu)- dann sind wir noch im Bolero gelandet, haben noch was getrunken und dann nach Hause, so um halb 3 nachts wars dann auch saukalt! 

Gestern war ich dann mit zwei Freundinnen am Meer spazieren. hatten uns was zu Essen auf die Hand geholt (Fischbrötchen bzw Pommes bzw für mich nen Amerikaner) und nen Cappucchino to Go, und dann ans Wasser. War superschön. Das Meeresrauschen reicht schon für völlige Entspannung und ist direkt vor der Haustür (Katzensprung von hier, 20km). Dazu noch das tolle Wetter und schön kalte Luft. Heute morgen war ich dann mit einer anderen Freundin schwimmen und danach frühstücken (um halb 1! *grins*) das hatten wir uns nach ner Stunde Sport dann auch verdient.

Dein Wochenende klingt auch richtig klasse. So ein Sonntagsfrühstück hat schon irgendwie immer was Besonderes, so entspannt. :)  Urlaubsfotos gucken mach ich auch immer gerne. und zu deinem Akupunkturtermin ist ja auch nur noch 2 Tage hin. Konntest du dich von deiner kurzen Depriphase schon wieder erholen? Klingt jedenfalls so :) 

Das Semester geht morgen wieder los. Habe aber erstmal nur Vorlesungen, und davon auch nicht so viele, weil ich jetzt erstmal das nachhole, was ich im letzten Wintersemester (Klausuren: Chirurgie 1 und Patho 1) und im Sommersemester (drei Blockpraktika) nicht machen konnte. Die verpassten Klausuren aus dem Sommersemester werden leider bis auf Rechtsmedizin, die ich jetzt Ende des Semesters schreibe, nur am Ende des Sommersemesters angeboten, daher wird das 10. Semester sehr stressig (3 Klausuren mehr zum üblichen Programm dazu). Dieses Semester geh ich dann, soweit es geht (ist nicht Pflicht), zur Chirurgie-, Patho- und Rechtsmedizin-Vorlesung  ..und Differenzialdiagnose-Vorlesung von den Internisten. Dazu werd ich aber auch noch mal zur normalen Innere-Vorlesung gehen, hab zwar die Klausuren alle letztes Semester geschrieben und alle Vorlesungen besucht, aber weil ich sonst nur jeden Tag für die Chirurgie-Vorlesung (8 Uhr morgens) zur Uni gehen würde, geh ich danach noch zu den Internisten (Vorlesung um 9 Uhr), sonst lohnt sich der Weg gar nicht, für 45min Chirurgie, dann kann ich auch im Bett bleiben ;) Die Rechtsmedizin-Vorlesung ist nur einmal die Woche. Patho auch. Vielleicht geh ich auch schon zu den Vorlesungen, die normalerweise im 9. Semester dran sind (HNO, Augenheilkunde, Allgemeinmedizin etc.) mal schauen. Das Gute ist, dass viele meiner Freundinnen genauso wie ich, dieses Semester noch so einen Stundenplan haben wie ich, weil sie auch ein halbes Jahr mehr oder weniger aussetzen mussten (Examen verschoben). Da bin ich dann nicht die einzige Springerin von uns. Ab 31.10. hab ich dann das 1. Blockpraktikum (Innere). Hätte super gepasst, wenn das mit der OP geklappt hätte- so fällt es wieder zwangsläufig ins Semester..grrr. liegt alles wirklich doof, schon wieder. wenn meine Ex-Gyn den Trenantone-Mist gelassen hätte, wäre das schon letztes Wintersemester erledigt gewesen- und zwar deutlich unkomplizierter (Tastbefund...) 

ja, ich hatte auch überlegt, schon früher mit Osteopathie anzufangen, nur weiß ich nicht, ob das unbedingt was bringt, ein oder zwei Mal hinzugehen und dann wieder Pause wegen Spontan-OP... bin zwar nicht der Typ, der gerne alles weit im Voraus plant, aber selbst kurzfristige Planungen sind ja im Moment eher unmöglich. grrrr. langsam ist vorbei mit Geduld... (immer wieder neue Warteschleife ist ätzend... erst musste ich die ersten 2 Monate Trenantone abwarten, dann auf meinen Zyklus..blödes PCOS.. dann auf die OP und jetzt wieder auf die OP....grummel. man ist so machtlos...)

Wie alt bist du eigentlich, dass du meinst, so Partytrubel ist zu stressig? (solche Phasen haben sogar wir manchmal *grins*)

Fühl dich auch ganz lieb gedrückt, Tini

 

 



Liebe Tini,  da hast Du ja
Miramee

Liebe Tini,

 da hast Du ja ein volles Semester vor Dir! Mannomann! Pass nur gut auf Dich auf! Nicht, dass Dir der Stress dann nach der OP den Rest gibt! 

Großparties waren für mich immer schon mehr Stress als Spaß. Insofern liegt es nicht nur an meinen 34 Jahren ;-)) Aber letztlich merke ich doch, dass mir mein Körper Unregelmäßigkeiten wie z.B. durchgemachte Nächte nicht mehr so ohne weiteres verzeiht. Das war vor 10 Jahren noch anders :-)) 

Aber es freut mich sehr, dass Du so ein abwechslungsreiches Wochenende hattest. Und das wichtigste ist, dass man liebe Menschen um sich hat, mit denen man ietwas unternehmen und sich austauschen kann. Du scheinst ja einen netten Freundeskreis zu haben!

Ja, meine kleine Depri-Phase liegt zum Glück hinter mir. Inzwischen weiß ich, wie ich auf diese Symptome reagieren muss, damit es schnell wieder besser wird. Und mit so kleinen Phasen von wenigen Tagen lässt es sich ganz gut leben. Mit einer richtigen Depresssion sind sie nicht zu vergleichen.

 Wegen der Osteopathie würde ich einfach mal den von Dir ausgewählten Osteopathen fragen. Vielleicht hat er so schnell auch gar keine Termine frei, aber ich könnte mir vorstellen, dass es bei Dir - genauso wie bei mir - für den Therapeuten eine Menge zu tun gibt und dass man damit eventuell  schon anfangen könnte.

Aber nun wünsche ich Dir erstmal einen richtig guten Semesterstart, allen Widrigkeiten zum Trotz!

 Beste Grüße von Deiner Mira