anstehende endometriose-sanierung
gkay

Hallo ihr lieben,

ich bin noch ganz neu hier. Ende 2010 wurden bei mir (mit 27 Jahren) Schokoladenzysten an beiden Eierstöcken festgestellt und entfehrnt.

Dann hatte ich ein paar Monate Ruhe. Im März fand mein Gyn heraus,das sich wieder eine Zyste am linken Eierstock gebildet hat.

Was für ein Schock. Ich wollte Schwanger werden und habe aus diesem Grund keine hormonellen Mittel nach der Op genommen.

Gut ein halbes Jahr unter Einnahme der Pille plagten mich immer wieder heftige Schmerzen und ich entschied mich im September noch einmal unter´s Messer zu legen und die Zyste entfernen lassen.

Währende diesem Eingriffs stellten die Ärzte fest, das sich am Verwachsungen am Blasendach den Eierstöcken und der Gebärmutter gebildet haben.

Nun soll in kürze eine Endometriose-Sanierung durchgeführt werden. Und ich weiß nicht was da auf mich zukommt. Von der Gefahr , dass ein Organ entfernt werden muss lese ich immer wieder.

Mein Freund und ich haben uns erst kürzlich verlobt und wollen 2012 heiraten und wünschen uns ein Kind.

Wurde bei euch schon eine Endometriose-sanierung durchgeführt?

Seit ihr danach schwanger geworden?

 

liebe grüße

Gkay

 



Hallo Gkay, herzlichen
Kiki76

Hallo Gkay,

herzlichen Willkommen im Forum. Ich wurde vor 3-4 Wohchen operiert und warte nun auch darauf schwanger zu werden. DAher kann ich dir die Frage nicht beantworten, grundsätzlich ist es aber Standard, dass die Endometriose entfernt wird, um die Schwangerschaftschancen (ob durch Spontanschwangerschafgt oder assistierte Reproduktion) zu erhöhen. Das wurde auch in Studien bewiesen. Ich habe keine Schokoladenzysten, meine Endo war an den Gebärmutterbändern, Verwachsungen des Eierstocks hatte ich auch.

Das ist aber schade, dass die Zyste wieder gekommen ist. Wie groß waren denn die Zysten und wie groß ist die jetzige? Je nach Situation gibt es laut wiss. Leitlinien unterschiedliche Verfahren zur Entfernung der Zyste, die auch Einfluss darauf hat, wie schnell man ein Rezidiv erleidet. Weisst du zufällig, mit welcher Methode die Zyten entfernt wurden und wie es für die jetzige angedacht ist?

Grundsätzlich: wenn die Ärzte wissen, dass du einen Kinderwunsch hast, dann werden sie natürlich alles versuchen, sie zu erhalten. ich glaube, Eierstöcke werden nur entfernt, wenn sie völlig mit Endometrioseherden durchsetzt sind (so steht es im Buch von Keckstein). Ich denke, das ist etwas, was du vor der OP auf jeden Fall fragen solltest, damit du einfach Klarheit hast und dir keine Sorgen machen musst.Hast du nochmal ein Gespräch vor der OP?

Hoffe, dass du bald mehr Klarheit hast und zuversichtlich sein kannst.

Lieber Gruß, Kiki76



Erwiesen ist nur, dass die
snail

Erwiesen ist nur, dass die Sanierung die Chancen auf eine spontane Schwangerschaft erhöht. Braucht man sowieso eine IVF oder ICSI weil es auch einschränkende Faktoren beim Mann gibt, kann man die Endometriose auch belassen, da es für den Erfolg keinen Unterschied macht. Haben die Studien der letzten Jahre gezeigt. Allerdings sinkt mit jeder OP die Anzahl der reifenden Eier für die künstliche Befruchtung, weshalb man mittlerweile in den grossen Reprozentren die OP vermeidet, wenn eine IVF eh nötig ist



Liebe snail, liebe
Kiki76

Liebe snail, liebe Gkay,

danke, snail, für deinen Hinweis. Jetzt hoffe ich nur, dass die arme gkay nicht verunsichert und verwirrt ist, wenn sie zwei sich unterscheidende Antworten bekommt. Vielleict können wir das gemeinsam klären, damit gkay geholfen ist?

Also, zum wiederholten Entfernen der Zyste bei Rezidiv (Wiederauftreten) steht in den Leitlinien von 2010: "Auf die Problematik des
potentiellen Oozytenverlustes nach dem Ausschälen von Rezidivendometriomen bei Sterilitätspatientinnen mit
der Konsequenz, darauf bei kleineren Endometriomen vor assistierter Reproduktion zu verzichten - damit
aber auch keine histologische Sicherung vorzunehmen - wird in Kapitel 4. noch ausführlich eingegangen."

Ich versuche, das mal zu übersetzen: Bei Sterilitätspatientinnen besteht das Problem des potentiellen Oozytenverlustes (Eizellenverlustes) nach dem Ausschälen wieder aufgetretener Zysten. Bei kleineren Endometriomen wird darauf möglicherweise also verzichtet, auch wenn dadurch keine histologische Sicherung des Befundes vorgenommen werden kann.

In Kapitel 4 steht zur Therapie der Sterilität bei ovarieller Endometriose: 

In einer systematischen Übersicht wurde gezeigt, dass Endometriome vor IVF bzgl. des Erfolges
(d.h., Schwangerschaftsraten) nicht operativ behandelt werden müssen [99]. Andererseits wird die Punktion
erleichtert und das Infektionsrisiko vermindert (LOE IV). Darüber hinaus muss die - sehr seltene -
Möglichkeit eines Ovarialkarzinoms auf dem Boden einer Endometriose bedacht werden [63, 68]. Die Frage
des Verzichts auf die Operation vor dem Hintergrund der ovariellen Reserve bei dringendem Kinderwunsch
stellt sich insbesondere bei bilateralen- und Rezidivendometriomen [19, 94]. Die individuelle Entscheidung
aus diesen Erwägungen heraus zwischen dem Verzicht auf eine Operation bzw. Re-Operation - aber damit
auch auf eine histologische Abklärung - einerseits und der ansonsten wünschenswerten kompletten
Resektion und damit dem Ausschluss einer relevanten ovariellen Pathologie andererseits ist schwierig und
nur gemeinsam mit der Patientin unter Einbeziehung bestehender Symptome, dem Sicherheitsbedürfnis und
differentialdiagnostischer Erwägungen zu treffen [19]. Bei drohendem Verlust der ovariellen Funktion können
die präoperative Kryokonservierung von Oozyten nach ovarieller Stimulation bzw. die Kryokonservierung von
von befruchteten Eizellen im Vorkernstadium oder Ovarialgewebe als Optionen erwogen werden [30; LOE
IV].

Also, keine OP vor der IVF heißt Verzicht auf Abklärung, ob ein Eierstockkrebs vorliegt. Also, ich muss sagen, dass ich damit überfordert bin. Es bestehen zu viele Fragen: besteht nun ein Risiko, Eizellen zu verlieren in gkays Fall - ja oder nein? Was heißt "kleine" Zyste? Ist gkays Zyste klein und könnte man auf die Sanierung verzichten und gleich eine IVF machen (falls die Samenqualität gut ist)? Es gibt einige für und widers bzgl. der IVF, die meiner Meinung nach ganz individuell gkay mit dem Arzt abklären müsste. Da wir zu wenig wissen und auch keine Ärzte sind, läuft es hier vermutlich nur auf Spekulationen hinaus. Jedenfalls frage ich mich, ob gkay nicht eine IVF machen sollte.

Snail, was meinst du, du scheinst dich ja gut auszukennen?

Gkay, bist du in einem Endometriosezentrum in der Beratung, oder wer will dich operieren? Sind das Endo-Experten?

LG, Kiki76



hier noch der Rest von Kapitel 4
Kiki76

Bei Rezidiv einer ausgedehnten Endometriose ist die assistierten Reproduktion einer erneuten operativen
Therapie hinsichtlich der Schwangerschaftsrate überlegen [78; LOE III]. Dabei ist die Möglichkeit der
Exazerbation der Endometriose unter Stimulationsbehandlung zu beachten, auch wenn sich dies in
kontrollierten Studien nicht belegen lässt [11, 28; LOE IIb]. Generell gilt: je ausgedehnter die Endometriose
und je älter die Patientin, desto früher ist die assistierte Reproduktion zu empfehlen [58; LOE IIb]; auf diese
Möglichkeiten sollten aber durchaus auch jüngere Patientinnen mit Endometriose und unerfülltem
Kinderwunsch hingewiesen werden. Die ultralange GnRH-Analoga-Vorbehandlung (3-6 Monate) im Rahmen
von IVF/ICSI nach operativer Sanierung führt nach einem systematischen Cochrane Review zu signifikant
höheren Schwangerschaftsraten bei Endometriose AFS III und IV [85, 87; LOE Ia].


Patientinneninformation - Unfruchtbarkeit bei Endometriose
Die operative Entfernung von Endometrioseherden erhöht die Wahrscheinlichkeit einer spontanen
Schwangerschaft.
Bei Wiederauftreten einer Endometriose - insbesondere nach bereits mehreren operativen Eingriffen
- ist die künstliche Befruchtung zur Erfüllung des Kinderwunsches einer erneuten Operation
überlegen.



das wird schon
eileen1

hallo, bin letzten Dienstag aus dem kh entlassen, das war meine 3. BS und diesmal gab es eine umfangreiche Sanierung. Wir versuchen seit 2006 schwanger zu werden und ich hoffe das es jetzt klappt. wir sollen ein halbes jahr so probieren und dann in die kiwu gehen. ich bin jetzt aber richtig positiv eingestellt und fühle mich bestens, mein arzt sagte da der kinderwunsch besteht, wird so viel wie nötig saniert bei natürlich erhaltenden maßnahmen. und wenn bei der op etwas unklar gewesen wäre - hätte die nicht gleich geschnippelt - sondern - so sagten die ärzte - aus der vollnarkose raus - "nüchtern werden" - und alles genau besprechen

also kopf hoch - und alles wird gut - und ohne deinen willen schnippeln die nicht einfach so was weg 

 alles gute wünsche ich dir, liebe grüße

Wink



.... Text hier aus dem Forum.
prinzessin

Trotz Endometriose kann es zu spontanen Schwangerschaften kommen. Aber in all den Fällen, wo diese ausbleiben, gilt, dass jede Therapie, ob:

  • Zyklusregulierung,

  • operative Behandlung,

  • medikamentöse Behandlung,

  • Mischung von operativer und medikamentöser Behandlung

zu einer Verbesserung der Fruchtbarkeit führt.

Dabei verfolgt die hormonelle medikamentöse Behandlung das Ziel, die Aktivität der Endometriose zu senken, so dass dann eine Eizellreifung besser ablaufen kann.



noch ein Nachtrag
Kiki76

Hallo Gkay, ich hatte ja behauptet, dass die Chance auf eine Spontanschwangerschaft erhöht wird durch eine OP.  Jetzt habe ich die entsprechende Passage in der Leitlinie gefunden:

Bei Patientinnen mit Endometriosezysten ist das Ausschälen des Endometrioms
der Fensterung und Koagulation bezüglich der spontanen Schwangerschaftsrate
überlegen [4, 41; LOE Ib].

So war es korrekt, die Zysten zunächst zu entfernen und zu schauen, ob du so schwanger wirst. Allerdings ist bei dir die Zyste wieder gekommen. Daher ist, glaube ich, bei dir nun abzuwägen, ob du dich nochmal sanieren lässt oder gleich eine IVF machst. Das schreibe ich wegen dem, was in den Leitlinien steht und was ich dir hier reinkopiert habe. Die Leitlinien sind aktuell, 2. überarbeitete Version, Jahr 2010. Es wären da paar Fragen zu klären: ist für eine demnächst angedachte IVF die Zyste klein genug, dass man auf die Sanierung verzichten könnte und ist das Risiko für andere Dinge dann auch klein (Ausschluss Ovarialkarzinom/Risiko bei der Punktion). Demgegenüber steht die Frage: wie groß ist das risiko, dass du bei einer wiederholten saniierung Eier verlierst? Könnte man die konservieren? Und wie hoch wird die Chance eingeschäftzt, dass du nach einer wiederholten Sanierung spontanschwanger werden kannst?

Melde dich, wenn du noch Fragen hast. LG, Kiki



War sie nur so umfang reich
Susi301087

War sie nur so umfang reich das es nur peer BS gemacht werden musste? dann kann ich dir sagen das du wirklich noch glück hast, meine Kernsanierung sag ich jetzt mal musste mit einem Bauchschnitt gemacht werden das war 2007 und im Jahr 2008 bin ich Schwanger geworden, habe im Jahr 2009 meine Tochter zur welt gebracht, meine Fa meinte da ich auch bereits kurze Zeit nach der Schwangerschaft wieder eine Endo hatte, müste ich jedes Jahr erneut Schwanger werden, damit sie nicht wieder kommt, selbst jetzt obwohl ich erst im Dezember 2010 wieder eine BS hatte habe ich die Endo bereits schon wieder, auch die Pillen die ich nehmen sollte Antibaby pillen mit Langzeitzyklus also Periode nicht bekommen (körper vorspielen schwanger zu sein) hat bei weiten nichts geholfen, ich kann nur sagen setzt euch selbst nicht unterdruck, wünsche euch weiter hin ein gutes gelingen. und viel spaß beim Üben