Wer kann mir helfen
bienchen27

Habe heute den MRT Befund zugeschickt bekommen, kann aber nicht alles verstehen.

1. was ist eine ausgeprägte Adhäsionssitus?

2.Verdicktes Lig. teres uteri rechts mit kleinen fokalen hyperintensen Spots, vereinbar mit Einblutungen?

3. Multiple Adhäsionen periovariell rechts mit einem Paket aus Coecalpol, teres uteri, Ovar und Dünndarmschlingen?

4. Gering ausgeprägte Zeichen einer Endomertiose extragenitalis?

Wäre super nett, wenn ihr wisst was das eine oder andere bedeutet könnt ihm mir es schreiben.

Vielen Dank

Bienchen



Hallo Bienchen, ich versuch
Ardanwen

Hallo Bienchen, ich versuch mal zu "übersetzen":

1. bezeichnet eine Verklebung von Organen im Bauchraum miteinander

2. Teil des Befestigungsbands der Gebärmutter ("rundes Gebärmutterband"), mit kleine, hellen Punkten, evtl durch Einblutungen erklärbar

3. Zahlreiche Verwachsungen/Verklebungen rings um den rechten Eierstock, ersten Dickdarmabschnitts, Gebärmutterbändern, Dünndarmschlingen

4. Endometrioseherde außerhalb des kleinen Beckens 

 

Aber ruf am Besten am Montag nochmal bei deinem Arzt oder sogar beim Arzt an, der das MRT gemacht hat, die können das meistens prima erklären :-)



Hallo
bienchen27

Danke dir Ardanwen, für deine schnelle Antwort.

Noch eine Frage zur Frage 2: Ich habe die GM nicht mehr, ist dann trotzdem noch das Gebärmutterband da.

Was würdest du, nach einem solchen Befund tun, wenn du Beschwerden hättest OP oder nicht?

Danke dir und noch einen schönen Abend!

Bienchen



Diese Bänder, also z.B.
Ardanwen

Diese Bänder, also z.B. auch diese Ligamentum terres uteri, geht von der Gebärmutter zum Leistenkanal. Ich denke mir mal, dass bei einer Hysterektomie, also Gebärmutterentfernung, diese Bänder einfach nur durchtrennt werden und dann also immernoch vorhanden sind.

Würd mir einfach mal den Befund genau erklären lassen, entweder vom Frauenarzt (wenn deiner kompetent ist und sich auch mit Endo auskennt) oder von dem Arzt, der das MRT gemacht hat. In der Regel geben die gerne Auskunft über MRT-Befunde, die kennen sich auch gut damit aus, was sie da gesehen haben.

Zur Weiterbehandlung musst du allerdings unbedingt zum Frauenarzt bzw in ein Endo-Zentrum, ich denke mal, das hört sich auch nach OP an. Denn Verwachsungen und Verklebungen kann man leider nicht mit Hormonen behandeln. Verwachsungen verursachen leider auch meistens die Schmerzen.

Was evtl. noch helfen könnte, wäre Osteopathie. Dabei können Verwachsungen und Verklebungen bis zu einem gewissen Maß "gelöst" werden durch die Behandlung. Aber ganz weg bekommt man sie eben nur durch eine OP, bei der diese dann gelöst/durchtrennt werden. Ob die dann wiederkommen, steht auf einem anderen Blatt...leider.

Ich wurd im Mai operiert und hab jetzt schonwieder Verwachsungen und Endoherde...soviel also dazu, nach der OP sei alles gut...werde weiter osteopathisch und hormonell behandelt, wenn sich in 3-6 Mon. nichts besser, erneute OP. Schmerzen hab ich nämlich seit der OP immernoch und sie werden immer schlimmer...sitz auch grad wieder daheim, musste eben von nem Fest weg, weil ich so Bauchweh hab.



Hallo
bienchen27

das tut mir sehr leid für dich, dass es dir schlecht geht und du von dem Fest weg musstest.Hast du deine GM noch? Wie alt bist du den und in welchem Endozentrum bist du?

Was passiert, wenn man die VErwachsungen nicht löst?

Die weißen Herde sind aber noch nicht so schlimm, wie die roten oder brauen/ blauen oder irre ich mich da.

Du hast geschriebe Endo außerhalb des BEckens und wo ist die Endo dann.

 

Liebe Grüsse

bienchen



Danke, naja, mir gehts
Ardanwen

Danke, naja, mir gehts momentan grad wieder schlecht, bin Ende des Zyklusses und Anfang des neuen Zyklusses immer sehr schmerzgeplagt trotz Pilleneinnahme im LLZ...hoffe, das wird evtl mit der Wechseljahrstherapie mal etwas besser.

Ich hab meine GM noch, hab aber auch Adenomyose, bin aber erst 27 Jahre alt und habe eigentlich auch Kinderwunsch...also bleibt die erstmal noch drin.

Die Verwachsungen verursachen Schmerzen, da sie Organe/Gewebe miteinander verbinden, was sonst "frei" im Bauchraum liegt. Damit ist die Beweglichkeit eingeschränkt. Das kann z.B. durch Osteopathie etwas gebessert werden, durch die manuelle Behandlung des Osteopathen kann etwas mehr Beweglichkeit der einzelnen Organe erreicht werden. Aber Wunder kann der Osteopath da auch nicht bewirken.

Verwachsungen am Darm können schlimmstenfalls sogar zu Darmverschluss führen und an den Eierstöcken/Eileitern auch zu Unfruchtbarkeit.

Leider können sich mit jeder OP, bei der dann z.B. auch Verwachsungen gelöst werden, danach wieder neue bilden. Ziemlicher Teufelskreis.

Allgemein kann man wohl sagen, die roten Herde werden als die "aktivsten" gesehen. Die Braunen/blauen sind eher weniger aktiv, die Färbung kommt wohl durch Hämoglobin-Umwandlung zustande, also diese Herde sind schon "älter". Die weißen gelten als "Narbengewebe", evtl hat hier die Hormontherapie schon gegriffen.

Außerhalb des kleinen Beckens bedeutet einfach gesagt, dass die Endoherde auch am Darm, Zwerchfell usw vorkommen können, das kleine Becken beinhaltet ja Eierstöcke, GM, Blase und Enddarm.

Ich war jetzt im Endozentrum Wiesbaden, da das von der Entfernung am nächsten liegt bei mir. Bekomme jetzt noch einen Versuch mit Enantone, ab dem 20.10. gehts los mit den künstlichen Wechseljahren, wenn das nichts hilft, nochmal OP.



Hallo
bienchen27

Ich hoffe, dass es dir durch die Wechseljahrstherapie besser geht.

Ich bin im Endozentrum Giessen, warst du dort auch schon mal.

Wo wohnst du, ich komme aus der Nähe von Aschaffenburg. Denkst du, dass die weißen Herde bei mir dann gar keine Endo sind?

Ich wünsche dir noch einen schönen Abend und vorallem gute Besserung!

Woher kenns du all die Begriffe aus der Medizin, hast du beruflich etwas damit zu tun?

Liebe Grüße

bienchen



Nein, da war ich noch nicht,
Ardanwen

Nein, da war ich noch nicht, aber evtl geh ich da hin zur OP bzw nach Köln, dass muss ich mir noch überlegen, wenns soweit ist.

Ich komme aus der Nähe vom Flughafen Hahn, aus Rheinland-Pfalz.

Denke mal, die weißen Herde sind "ausgetrocknete" Endoherde. Aber genau kann dir das nur ein Arzt sagen.

Ich hab tiermedizinische Fachangestellte gelernt und meine Chefin war sehr darauf bedacht, dass ich mich sehr gut auskenne, vorallem in der Homöopathie, da sie fast nur homöopathisch behandelt hat. Ich war auch iin einer Arzthelferinnen-Klasse in der Berufsschule, habe also alles gelernt, was auch eine Arzthelferin können muss. Zusätzlich hatte ich dann noch Blockunterricht extra für tiermed. Fachangestellte.

Und dann  interessiere ich mich "zwangsläufig" für Medizin, da ich noch zahlreiche andere Erkrankungen habe, leider. Und die meisten Ärzte halten es nicht für nötig, einem alles genau zu erklären. Ich will aber alles genau wissen, was mit mir ist, es nimmt mir nämlich die Angst. Muss auch immer bei Untersuchungen und OPs vorher genau wissen, wie das gemacht wird usw. Das beruhigt mich dann etwas, wenn ich das alles weiß und nachvollziehen kann.

Wünsche dir auch alles Gute :-)