Umgang mit der Angst, kein Kind zu bekommen
Kiki76

Liebe Forumsmitglieder,

ich habe mich hier schon in einigen Themenbereichen, v. a. Kinderwunsch, mit Forumsmitgliedern ausgetauscht und begegne dort immer wieder Angst und Verunsicherung rund um Kinderwunsch (auch bei anderen Themen, aber im Moment ist der Kinderwunsch das Thema, was mich am meisten beschäftigt). Gedanken, wie "oh, jetzt ist mein Eisprung, und mein Mann ist auf Geschäftsreise", "oh, bin ich eigentlich empfängnisfähig", "jetzt habe ich mich doch wieder nicht gesund ernährt" etc. Ich möchte mit diesem Eintrag den Fokus auf unsere Gefühle lenken, die sich hinter unseren Fragen und Gedanken in Wahrheit verstecken, nämlich oftmals Angst und teilweise auch Ärger über sich selbst, dass man sich verrückt macht...

Ich habe schon seit 5 Jahren einen Kinderwunsch, war 2008 schwanger, dann frühe Fehlgeburt im gleichen Moment, wo ich auch meinen Job aufgeben musste verbunden mit körperlicher und mentaler Erschöpfung. Danach - 3 Jahre -bin ich nicht mehr schwanger geworden. Ich habe alles Mögliche schon durchgemacht, was ihr alle, die einen Kinderwunsch haben wahrscheinlich kennt.

Nun, ich habe mir wirklich das Ziel gesetzt, mich nicht mehr verrückt zu machen. Ich möchte mich von der Angst lösen und wieder entspannter werden, mich nicht mehr so verunsicher und verunsichern lassen. Ich glaube, ich bin schon auf einem guten Weg.

Aber, wenn es hier Leute gibt, die sich mit mir darüber austauschen möchten, wie sehr die Angst sie belastet, wo sie ihr begegnen, wie es sich auf die Beziehung auswirkt, was ihr dagegen macht, dann freue ich mich. Mein Anliegen ist es, dass wir uns gegenseitig stärken und ermutigen Smile, uns ein klein wenig zu befreien und leichter zu fühlen.

Lieber Gruß, Kiki76

 



Liebe Grüße
Mandarina75

jetzt hatte ich sooo viel geschrieben und alles ist weg :-( also hier noch mal :-(

Ich finde es sehr schön, dass du diese Seite aufgemacht hast ... es kommt ja immer bei jedem durch die Angst und wenn man eine Seite hat, wo man über nur das sich austauschen kann, ist doch super :-)

Meine Angst ist sehr präsent und es macht sich in allen Situationen bemerkbar. Ich habe Angst keine Kinder zu bekommen, dann habe ich Angst, wenn ich schwanger werde, das Kind zu verlieren, dann habe ich Angst, wenn ich schwanger bin, dass das Kind bei der Geburt eine Behinderung hat und dann habe ich Angst, dass ich sehr dolle Schmerzen bei der Geburt haben werde... es ist sooo schlimm und ich weiß auch nicht wohin mit meiner Angst.. dann habe ich Angst, dass ich es zeitlich nicht mehr schaffe, da ich ja auch schon 36 jahre alt bin oder dass ich mich von meinem Freund trenne und ich einen neuen Partner nicht finde oder finde und es dauert wieder 2 Jahr bis dorthin.. es ist einfach nur blöd mit dieser Angs :-(  

Was mache ich gegen meine Angst: ich versuche mich ganz stark abzulenken.. schaue Filme und Serien und mache meinen Crosstrainer verrückt ... aber der letzte Gedanke vor dem Schlafen gehen ist eines der Punkte da oben :-( 

Liebe Grüße

Mandarina

--

Liebe Grüße

Mandarina



Hallo an Alle! Mein
Dea

Hallo an Alle!

Mein Kinderwunsch hält ebenfalls bereits seit 5 Jahren an und ich hoffe nach wie vor auf natürlichem Weg schwanger zu werden. Wir, mein Mann und ich, würden uns sehr über ein Baby freuen. Natürlich versuchen auch wir um die Zeit des Eisprungs miteinander zu schlafen, das funktioniert jedoch nicht immer. Wir arbeiten beide Vollzeit und mein Mann hat viel Verantwortung in seinem Beruf und ab und an bleibt da die Lust einfach auf der Strecke, vorallem wenn es dann, schwupsdiwups, auf Kommando passieren soll. Bisher hat es noch nicht geklappt und wir erwägen Anfang nächstes Jahr in eine Kinderwunschklinik zu gehen, ein Beratungstermin für Januar 2012 steht schon.

2008 hatte ich in Bezug auf den Kinderwunsch ein unglaublich schlechtes Jahr. Ich habe mich in diesen Wunsch total verrannt und die Angst womöglich kein Kind zu bekommen war für mich unerträglich geworden. Im Herbst 2008 habe ich mir auf eigene Initiative eine Therapeutin gesucht. Ich habe durch die Therapie Lebensqualität gewonnen und kann heute viel besser mit meinem Kinderwunsch und der Angst umgehen. Sicher wünsche ich mir nach wie vor ein Baby, aber es hat sich durch die Therapie relativiert.

Eine Angst, die mich begleitet, ist die finanzielle Belastung, die ein Kind mit sich bringt. Ich versuche mir dann klar zu machen, daß mir ein Kind andererseits viel Freude macht. Aber die existentielle Angst bleibt trotzdem.

Glg Dea



Liebe MandarinaDanke dir
Kiki76

Liebe Mandarina

Danke dir für deinen Eintrag! Das, was du schreibst, das kenne ich eben so gut. Es ist wirklich nicht nur die Angst, kein Kind zu bekommen bzw. nicht schwanger zu werden. Die Gedanken scheinen sich zu verselbständigen bis hin zur Geburt...

Ich kann dir auch sehr gut nachempfinden, wie du dich fühlen musst - wenn du schreibst, dass die Angst ja so präsent ist, dann scheint sie dich auch ziemlich in Besitz genommen zu haben, was dich sicher auch sehr belastet. Sicher ist es richtig, sich auch nicht allzu sehr diesen GEdanken auszusetzen und den "crosstrainer" verrückt zu machen, denn sonst wird es wirklich zu viel. Aber weg geht die Angst dennoch nicht. 

Ich würde jetzt mal gerne genauer hinschauen, was eigentlich hinter diesen GEdanken steckt. Fangen wir doch mal mit dem Positiven an: Darf ich fragen: was bedeutet es für dich, Kinder zu bekommen und Kinder zu haben?

Für mich bedeutet es, dieses Wunder zu erleben, wie ein neues Leben in mir heranwächst; eine Verbindung zu diesem Kind aufzubauen, es zu sehen, wie es sich entwickelt und mit ihm Freude, Traurigkeit...erleben zu dürfen. Das Wunder der Geburt erleben..Es bedeutet weiterhin für mich, dass diese Freude mit meinem Mann und mit meiner Familie (Omas. Opas, Tanten, Onkel des Kindes) teilen kann. Es bedeutet für mich auch, eine so unvoreingenommene Lebendigkeit eines Menschen miterleben zu können und mich selbst lebendiger zu fühlen und dabei andere Dinge mal zu vergessen (z. B. die ARbeit). Es bedeutet auch, für jemanden sorgen zu können, aber auch von dem kleinen Wesen geliebt zu werden. Die letzten Sätze klngen schon eigennützig, denke ich gerade. Nun, ich stehe jetzt dazu. Und wenn ich mir das alles so vorstelle, dann wird es mir richtig warm ums Herz und ich freue mich darauf.

Ja, aber wenn ich ehrlich bin, dann kommen da eben noch andere Gedanken auf. Z. B. ist es für mich nicht selbstverständlich, dass ich geliebt werde, dass mich also dieses Wesen so lieben würde wie ich bin. Ich frage mich auch: kann ich diesem Kind alles bieten, was es braucht? Denn das Kleine ist doch auf mich (und Mann) angewiesen. Ich denke, uou, das ist wirklich eine Herausforderung im Leben. Und es ist nicht immer lustig, ich werde mir auch Sorgen um das Kind machen - werde ich dann die nötige GElassenheit haben und die Kraft? Uou. Bin ich bereit dafür? Ich bin es. Und ich bin zuversichtlich, dass ich/wir das schaffen. Die Fragen sind da, ja, aber ich sage mir: das ist normal, denn schließlich möchte ich ja dafür sorgen, dass es dem Kind, aber auch mir und uns damit gut geht. DAs ist mein Bedürfnis, das hinter diesen Fragen steht.

Und bei dir Mandarina? Was bedeutet es für dich an Glück, und welche Gedanken kommen dir dann auf? So viel erst mal - habe noch eine nächste Frage an dich. Die verrate ich dir dann noch ;-)

Ich freue mich auf weiteren Austausch mit dir. Liebe Grüße, Kiki76



Liebe Dea, danke auch für
Kiki76

Liebe Dea, danke auch für deinen Eintrag! Das ist ja erfreulich, dass es dir besser geht in Bezug auf deine Angst! Ich finde, sowas ist immer ermutigend zu hören. Was hat dir denn geholfen, mit deiner Angst besser umzugehen? Schreib doch mal was dazu, wenn du magst.

Du hast also Angst, dass Euer Einkommen nicht ausreichen wird für eure kleine Familie und dass ihr vielleicht jeden Cent umdrehen müsst? Bist du unsicher, ob ihr das schaffen werdet oder bist du zuversichtlich? Ist eure existenzielle Lage nicht so sicher?

Freue mich, auch wieder von dir zu hören. Lieber Gruß, Kiki76



Hallo ihr lieben
Talita 25

Danke, liebe Kiki, dass du dieses Thema eröffnet hast. Ich glaube das wird vielen Frauen helfen. Zu sehen, dass man nicht alleine damit ist. Die Angst, kein Kind bekommen zu können, beschäftigt mich im Moment auch sehr.

Ich habe ja letztes Mal im Forum unter dem Thema  „Erfahrungen in CH zu Ki Wu“ geschrieben, dass ich eine künstliche Befruchtung mit Präimplantationsdiagnostik in Tschechien vorhabe. Ich kann also nicht  einfach auf natürlichem Weg versuchen schwanger zu werden,  weil mein Verlobter eine Erbkrankheit hat, die ich meinem Kind nicht weitervererben will.

Also habe ich Angst, dass das Timing vom Absetzen der Visanne, danach die Östrogengabe um die Eierproduktion anzuregen bis hin zur Fahrt nach Tschechien, bis mir die Eier entnommen werden können, schief läuft.  Das sind so viele Barrieren, die mich daran hindern könnten, schwanger zu werden.

Was wenn ich das Östrogen über einen längeren Zeitraum nehmen muss und in der Zeit meine Endometriose wieder total zurückkommt, sodass sich das Kind nicht einnisten kann?

Was wenn der erste Versuch der IVF nicht klappt? Wie gehe ich damit um? Wie gehe ich mit einem evt. Abort um? Das muss so wahnsinnig schlimm sein, davor habe ich grosse Angst. Dann die Ungewissheit, ob es überhaupt geklappt hat, das Zittern, das Warten..

Ich weiss noch nicht einmal, ob ich überhaupt fähig bin, schwanger zu werden. Immerhin habe ich Endometriose Stadium IV und mir hat noch keiner in die GM hineingeschaut. Was ich weiss, seit ich bei  Prof. Possover war, dass ich diese Ademyose uteri interni habe, aber wie es sonst darin aussieht, weiss ich nicht. Ich habe einfach grosse Angst, dass alles was ich mir vorgestellt habe, nicht klappt und ich kinderlos bleibe. Natürlich stehe ich noch am Anfang und bin erst 25. Aber seit dem ich die Diagnose vor ein paar Monaten bekommen habe,  wurde mir gesagt, mit diesem Stadium schwanger zu werden, wäre sehr schwierig, und wenn dann nur, wenn ich unmittelbar nach der OP im Frauenspital Basel mit Visanne anfangen würde und sofort nach Visanne mit der Östrogentherapie weitermachen würde und dann bei einem guten Eisprung sofort nach Tschechien. Das war eigentlich mein Ablauf den ich geplant hatte. Doch jetzt kommt dieses vaskuläre Entrapement (Krampfadern im Becken, die auf den Nerv drücken) dazu, was mich zwingt zuhause zu bleiben auf Grund der Schmerzen und auf meine zweite OP zu warten.

Was mache ich, wenn die Krankenkasse die SFR. 30 000.- OP bei Prof. Possover nicht übernehmen will. Arbeiten kann ich mit diesen Schmerzen im Bein nicht mehr. Was, wenn ich einen grossen Teil der OP selber zahlen muss. Dann habe ich kein Geld mehr für eine künstliche Befruchtung und dann ist der ganze Traum dahin. Ich habe so viele Gedanken im Kopf, die ich immer wieder versuche zu unterdrücken und wegzuschieben, aber die Angst und diese Gedanken regieren doch im Moment mein Leben.

Klar, ist es leicht zu sagen:  Komm, wart doch erst mal ab. Hab Geduld, das wird schon. Aber das dann in den Alltag umzusetzen...

Am Anfang unter dem Visanne, da war ich sehr zuversichtlich, hatte grosse Hoffnung und auch ein gutes Gefühl. Mir ging es gut, ich vertrug das Medikament recht gut, konnte arbeiten, hatte das Ziel stark vor Augen und war sehr positiv eingestellt. Aber jetzt, nachdem diese Schmerzen an mir nagen, ich auch noch Angst habe, meine Arbeit als Med. Praxisassistentin durch diese lange Abwesenheit vom Geschäft zu verlieren, bin ich in ein tiefes Loch gefallen und ertappe mich immer wieder dabei, in dieser Gedankenspirale zu stecken...

Danke euch fürs Zuhören, es sollte eigentlich nicht so ein langer Text werden. Aber es hat gut getan, diese Gedanken einmal aufzuschreiben.

Liebe Grüsse Talita



Liebe Kiki, es klingt
Mandarina75

Liebe Kiki,

es klingt komisch, aber ich habe solche Fantasien, dass mein Kind morgens durch die Tür läuft und auf mein Bett springt und mich umarmt. Dieses Bild kommt immer wieder hoch und ich kann es einfach nicht abstellen. Für mich ein Kind zu haben, ist bestimmt ein Zustand des Dauer Verliebtseins und ich würde alles geben, dass mein Kind glücklich ist. Ich habe Träume wie ich mit ihm Hausaufgaben mache oder ihm Geschenke mache und das ich ganz stolz bin, wenn er/sie seine Schule absolviert hat. Es klingt komisch, aber ich habe diese Träume und finde es einfach nur sehr schön. Es würde mir/uns ganz viel geben. Kinder lieben ja unendlich und sie geben soviel. Dann denke ich auch natürlich, was mache ich wenn es mich ärgert, bin ich dann ruhig oder rege ich mich auf, wie meine Mutter früher, die ja schon leicht überfordert war. Wird mein Freund auf mich stolz sein, was für eine Mutter ich bin und werde ich auch auf mich stolz sein oder mein Kind. 

Ich wünschte es würde alles so einfach sein. ich habe eine Reportage von einer Drogensüchtigen gesehen und die wurde einfach schwanger, obwohl sie soviele Drogen genommen hat und hat ein gesundes Kind zur Welt gebracht und das beschäftigt mich. Warum sie und ich nicht :-( warum war es trotz den Drogen sooo einfach und bei mir ist es sooo schwer... Natürlich bin ich gerade mal im 2 Monat der Übungsphase, aber solche Gedanken kommen einfach hoch.

Liebe Grüße

Mandarina

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Liebe Grüße

Mandarina



Unbewusste Angst
aenis

Hallo Kiki

Das ist zur Zeit auch MEIN Thema.

Bei mir ist die Angst nicht so präsent wie bei Mandarina. Bei mir ist sie unbewusst aber sie muss recht tief sein, denn zur Zeit sorgt meine Angst dafür, dass ich nach der WJT meine Mens nicht mehr bekommen habe. (Die Wirkung der WJT hätte Anfang August aufhören sollen oder hat aufgehört) Und bis dato habe ich noch keine Blutung gehabt. Der Arztbesuch vor ca. 4 Wochen hat auch gezeigt, dass sich noch nichts getan hat. Und das sich vorläufig nichts tut :-(

Nun vor ca. 3 Wochen war ich bei einer Kinesiologin und wir haben mittels Muskeltest herausgefunden, dass die Angst nicht schwanger werden zu können, die Arbeit der Eierstöcke "stört". Mir war das bis zu dem Moment gar nicht bewusst. Tja und was jetzt? Wie kann ich mein Unterbewusstsein wieder umpolen? Ich habe keinen Plan.

Und gerade diese Woche bin ich total unruhig und genervt. Weiss nicht wieso. Ich verliere bald die Geduld. Ich hoffe ich kann hier noch ein paar Ideen sammeln wie ich mit dieser Angst umgehen soll.

Liebe Grüsse aenis

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Übe dich auch in den Dingen,
an denen du verzweifelst.  Mark Aurel



Liebe aenis, das tut mir
Mandarina75

Liebe aenis,

das tut mir wirklich sehr leid, wenn noch ein weiteres Problem aufgetaucht ist bei dir. Ich würde mir erstmal eine Ruhephase gönnen und zu mir selber sagen, dass es jetzt nicht schlimm ist, wenn die Periode ausfällt und evtl. Atemübungen machen und ein Vollbad nehmen und einfach nur entspannen.. dann kommt es bestimmt bald wieder.

Evtl. hilft ja auch Mönchpfeffer? Ich drücke dir ganz fest die Daumen. 

Liebe Grüße

Mandarina

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Liebe Grüße

Mandarina



Hallo Ihr Lieben Ich hatte
Kiki76

Hallo Ihr Lieben

Ich hatte heute einen langen TAg, und morgen bekommen wir Besuch, so dass ich möglicherweise erst Anfang nächster Woche ins Forum schreiben kann. Daher möchte ich nochmal kurz melden, auch wenn ich leider nicht auf euch einzeln eingehen kann - aber danke euch allen für eure Einträge. Ich fühle mich jetzt nun fast irgendwie verantwortlich dafür, wie wir einen WEg finden könnenm, uns gegenseitig zu unterstützen. Ich suche nach einem konstruktiven Weg, gezielt mit jeglicher - auch existenzielle - Angst anzugehen.

Nun, ich habe in den letzten Jahren einige Bücher gelesen, die mir sehr geholfen haben. Im Moment lese ich das Buch "Gelassen durch die Kinderwunschzeit - Loslassen lerne nund empfangen". Mir schwebt es vor, dass ich hier einige Anregungen aus den Büchern, die ich gelesen habe, hier einbringe und wir uns darüber austauschen.Wie wäre das?

Die Frage, die ich z. B. Mandarina gestellt hatte "was verbindest du mit schwanger sein und Leben mit einem Kind" war eine bewusst gestellte Frage. Birgit Zart schreibt eben auch von der Angst, und sie meint, dass Angst ein negatives Signal an unseren Körper sendet. Wir müssen die Angst einerseits anschauen, andererseits ihr nicht so viel Raum geben. und eine Strategie ist, die Vorfreude auf das Kind zu verstärken. Daher habe ich Mandarina/euch die Frage gestellt, was das Kind für sie bedeutet. Birgit Z. schreib dazu als Übung "Stellen Sie sich vor, wie Sie und ihr Mann überglücklich ihr Wunschkind in den Armen halten". Also, wenn ihr wollt, malt euch doch aus (und schreibt es gerne auf), was ihr mit schwanger sein, Kind bekommen und so verbindet, damit wir unsere Vorfreude gemeinsam stärken und sie miteinander teilen können.

Es folgen dann noch weitere Ansätze, auch der direkte Umgang mit der Angst.

Ich hoffe, das sagt euch zu - das ist nur ein Vorschlag meinerseits, aber vielleicht können wir uns damit so richtig unter die Arme greifen und uns gegenseitig Mut machen!

Jedenfalls kann ich euch saggen, dass es mir schon vieeeel besser geht. Und gerne möchte ich gerne das Küchenstück mit euch teilen Smile. Habt Mut!

Liebe Grüße, Kiki76



Liebe Kiki, ich finde es den
Mandarina75

Liebe Kiki,

ich finde es den Ansatz super und freue mich auf den Austausch :-)

Liebe Grüße

Mandarina

--

Liebe Grüße

Mandarina



Austausch
aenis

"Liebe Kiki,

ich finde es den Ansatz super und freue mich auf den Austausch :-)

Liebe Grüße

Mandarina"

 

Liebe Kiki 

das gleiche gilt auch für mich. Vielen Dank

Liebe Grüsse aenis

--

Übe dich auch in den Dingen,
an denen du verzweifelst.  Mark Aurel



Hallo, mein Mann und ich
Patricia.R

Hallo,

mein Mann und ich versuchen seid 7 Jahren ein Kind zu bekommen. Wir haben bereits drei künstliche Befruchtungen hinter uns. Und es war jedesmal die Hölle. Körperlich wie psychisch. Jedoch gehen wir, sobald wir es finaziell wieder schaffen, das ganze wieder an. Auch wenn es die Hölle ist, ist es besser wie sich irgend wann fertig zu machen, nicht alles versucht zu haben. Denn die Zeit kann man nicht zurück drehen. Nach unserem letzten Versuch war ich ganz unten, da man sich ja immer große Hoffnungen macht und für den Erfolgswunsch immer auf einen positiven Ausgang hinarbeitet. Aber jetzt, ein Jahr später bereue ich nichts, im gegenteilt, wie bereits gesagt werden wir nochmals durchgehen! Sollte es wiedererwartend nicht funktionieren, wissen wir alles versucht zu haben, oder besser gesagt unser möglichstes versucht zu haben.

Hört sich geschrieben leichter an wie es in Wirklichkeit ist, aber derzeit bleibt uns (meinem Mann und mir) nicht anderes. Oder wir reden es uns ein?

LG



Hallo miteinander! Unser "Gefühlsgehirn"- unser Unterbewusstsein
Kiki76

Vielen Dank euch allen. Es freut mich, wenn ich lese, dass einige von Euch froh wären, konkrete Tipps zu bekommen, wie man mit der Angst umgehen kann. Dann werde ich also versuchen, hier einiges nach und nach reinzuschreiben. Ich würde mich freuen, wenn wir uns dann eben von Thema zu Thema hangeln und uns über die Anregungen austauschen könnten. Ich hoffe, das Ganze bekommt so eine Struktur und bringt uns schrittweise weiter. jedenfalls kommen mir eure Gedanken sehr bekannt vor!

Also, ich hatte ja bereits geschrieben, dass wir trotz aller Angst versuchen müssen, auch unsere positiven Gedanken und Gefühle zu mobilisieren. Und eine Übung ist halt, dass man sich vorstellt, worüber man sich freut in Verbindung mit dem Kinderwunsch - angefangen vom positiven Schwangerschaftstest... bis zu der Vorstellung, wie das Kleine morgens ins 'Bett gekrochen kommt....Mandarina und ich haben bereits etwas geschrieben! Ja, und ich meine, ihr könnt es entweder in eure Tagebücher reinschreiben; und wenn ihr wollt, schreibt es ins Forum hier.

Ein Hintergrund für positive Vorstellungen ist: wir erreichen damit unser "gefühlsgehirn". Denn unser GEhirn besteht aus dem limbischen GEhirn (Gefühle, Unterbewusstsein, Steuerung der Körperfunktionen ohne Bewusstseinskonstrolle - also Hormone für den Zyklus..) und der Neokortex (Denken, Bewusstsein). Wenn wir also Vorstellungen haben, über die wir uns freuen, machen wir unsere eigene Hormontherapie ;-). Daher, liebe Mandarina, versuche doch gar nicht, diese wunderschönen Vorstellungen von deinem Kind abzustellen! Es ist gar nicht verrückt, vom Kind zu träumen und sich Dinge auszumalen. Ich tu das auch! Und ich habe auch schon davon geträumt, wie ich es im Arm halte und es mich mit seinen feinen Haaren und sanften Haut an meinem Gesicht berührt - es war so real.

Natürlich haben wir die Angst damit noch nicht ausgeschaltet (weitere Anregungen folgen noch), aber ich hoffe, ihr könnt verstehen, was ich meine. Und gerne noch etwas Persönliches dazu:

Ich habe mir jahrelang die Vorfreude auf das Kind versagt. WArum? Nun, ich sagte mir recht hart und verkrampft: "dein Kind darf kein Lückenbüßer sein für etwas, was dir in deinem Leben fehlt. Dein Leben muss auch ohne Kind einen Sinn haben. Und lass dich und dein Liebenslebennicht so durch deinen Zyklus bestimmen, das macht dich doch nur verrückt. Du kannst nicht all deine Planungen für dein Leben auf Eis legen, nur weil du wieder einen Eisprung verpassen könntest oder du schwanger sein könntest."

Hinter diesen harten Worten, die eine Vorfreude aufs Kind nicht mehr zuließen, steckte in Wirklichkeit nichts anderes als Angst. Ich wollte mich vor der Enttäuschung schützen, kein Kind zu bekommen und deswegen zu trauern. Und ich könnte mir vorstellen, dass hinter Eurer Angst oftmals der Wunsch steckt, sich vor Enttäuschung und Schmerz schützen zu wollen.

Ich sehe es heute so: ich lasse meine Vorfreude wieder aufleben. Niemand kann mir sagen, ob ich ein Kind haben werde, aber es ist beides möglich: ich kann Vorfreude empfinden, ich darf den Kinderwunsch haben, und wenn es nicht so kommt, wie ich es mir wünsche, dann kann ich trauern, enttäuscht sein. Aber ich versage mir nicht mehr die Vorfreude! Ich bin auch jeden Monat traurig (und darf es auch sein), den es nicht geklappt hat, aber ich versuche trotz 5 jAHREN wartens, zu denken: es braucht eben noch etwas Zeit, aber ich bin auf einem guten Weg statt zu denken "oh, ich habe keine Hoffnung mehr, war ja klar, dass es nicht klappen würde". 

Es geht also auch darum, negative Denkmuster loszuwerden, aber dazu mehr ein anderes Mal. Also,was träumt ihr vom Kind und was beglückt euch?

liebe grüße, Kiki76

p.s. gestern stellten mein Mann und ich uns gemeinsam vor, wie wir uns über einen positiven Schwangerschaftstest freuen würden (also diesen Austausch kann man auch mit dem Mann betreiben). Beim letzten SS-Test der positiv war, hatte mein Mann nämlich die kalte harte Butter auf dem Toaster vergessen. Auf die Freude folgte dann aus der Küche ein Schreckensschrei. Der Toaster rauchte und war dann nicht mehr zu gebrauchen.



Genau das...
aenis

>>Ich habe mir jahrelang die Vorfreude auf das Kind versagt. WArum? Nun, ich sagte mir recht hart und verkrampft: "dein Kind darf kein Lückenbüßer sein für etwas, was dir in deinem Leben fehlt. Dein Leben muss auch ohne Kind einen Sinn haben. Und lass dich und dein Liebenslebennicht so durch deinen Zyklus bestimmen, das macht dich doch nur verrückt. Du kannst nicht all deine Planungen für dein Leben auf Eis legen, nur weil du wieder einen Eisprung verpassen könntest oder du schwanger sein könntest."<<

Hallo Liebe Kiki

Genau das habe ich in den letzten drei Jahren auch gedacht. Einfach keine Vorfreude haben, dann kannst du nicht enttäuscht werden...

Also ich nehm mir das jetzt zu Herzen und lass die Vorfreude wieder zu.

Ich werde auch darüber berichten :-)

Liebe Grüsse aenis

--

Übe dich auch in den Dingen,
an denen du verzweifelst.  Mark Aurel



Liebe Aenis Ich hoffe, du
Kiki76

Liebe Aenis

Ich hoffe, du findest hier paar Anregungen, die dir helfen, mit der Angst besser umzugehen. Sicher warst du ratlos und frustriert, nachdem dir die Kinesiologin das mit den von der Angst gestörten Eierstöcken gesagt hat, weil du sie verstanden hast, aber gleichzeitig hilflos warst, wie du denn das nun lösen kannst. Und vielleicht hast du dich damit auch etwas allein gelassen gefühlt.

Liebe Patricia, 

ich vermute, du hast viel durch diese Gefühlsachterbahn bei den 3 IVFs dazu gelernt, nicht? Ich hatte z. B. auch immer Angst vor dem Thema IVF, weil es ist wirklich so, dass man sich da sehr viele Hoffnungen macht und dann möglicherweise enttäuscht wird. Das ist eine starke psychische Belastung. Aber ich habe wirklich den Eindruck, dass es dich auch gestärkt hat. Ich bewundere dich jedenfalls für deinen/euren Mut, auch wenn ich auch höre, dass es nicht so einfach klingt, wie man es schreibt. Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

Liebe Talita,

ja, das sind ganz viele Fragen und Sorgen auf einmal, die dich da belasten; du bist da sehr verzweifelt, weil es auch existenzelle Fragen - dein Berufsleben - betrifft. Gibt es denn, was die Rücken-OP angeht, denn eine gute Alternative zu Prof. Possover? Oder würdest du dich nicht in die Hände eines anderen Chirurgen begeben?

Bis bald und liebe Grüße, Kiki76



super, Aenis!
Kiki76

na, da waren unsere Einträge fast zeitgleich drin! Freut mich sehr, wenn ich lese, dass es für dich auch eine neue Erkenntnis ist. Dass du dir die Freude aufs Kind genommen hast, damit du nicht enttäuscht wirst. Jetzt bin ich froh, dass wir hier also sehr wahrscheinlich diese Vorfreude miteinander teilen können. Bei mir ist das Ganze auch noch recht frisch...

Lieber Gruß, Kiki76

"Geteilte Freud ist doppelte Freude, geteilter Schmerz ist halber Schmerz"

 



Hallo Ihr Lieben! Also ich
Dea

Hallo Ihr Lieben!

Also ich muss schon sagen liebe Kiki, es ist eine Freude deine Beiträge zu lesen. Die geben mir richtig Hoffnung und Mut!!!!!! Auch ich habe mir sehr viele Jahre verwehrt, mir vorzustellen, wie es ist ein Kind haben zu dürfen. Mein Gedankengang war ebenfalls der, diesen Wunsch und die Vorstellungen lieber nicht ausreifen zu lassen, aus Angst (da wären wir wieder beim Thema Wink) daß mein Wunsch eventuell doch nicht in Erfüllung geht und die Enttäuschung dann um so größer ist.

Aber wenn ich in diesem Zusammenhang an meine Freundinnen denke, die mittlerweile ausschließlich Mütter sind, dann wird mir bewusst, daß sie sich alle im Vorhinein das Leben mit einem Kind ausgemalt hatten, ohne die Angst, daß dies vielleicht nicht klappen könnte.

Was stelle ich mir so vor?? Hm, ich stelle mir auch manchmal vor, daß meine Periode ausbleibt und ich dann einen Schwangerschaftstest mache, der dann positiv ausfällt. Ich bin dann ganz aus dem Häuschen und superglücklich und ich halte es kaum aus, meinem Mann davon zu erzählen. Dann die Schwangerschaft selbst, das erste Ultraschallbild und der wachsende Bauch. Das erste Mal, wenn ich nach der Geburt mein Baby auf der nackten Haut spüre. Natürlich gehört auch der Stolz und das Glück meiner Familie dazu. Vorallem meine Oma, die schon 84 Jahre ist, wie sie weint vor Glück. 

Eine Freundin hat letztends erzählt, ihre Tochter mit 2 Jahren hat sich letztends pudelnackt ausgezogen und hat sich zu ihr auf die Couch gelegt und wollte gekullert werden. Auch das ist eine wunderschöne Vorstellung. Oder wenn mein Mann dem Kind dann das Fahrradfahren beibringt.....

Ich könnte diese Gedanken noch ewig weiterspinnen und es ist schön diese Vorstellungen zuzulassen Smile

GLG Dea



neu
kumi

ich kann eure gedanken und gefühle so sehr nachvollziehen. seit zwei jahren versuchen wir ein kind zu bekommen. nichts klappt. im letzten jahr ist mein freund sehr stark krank geworden. nun hat er zwar einen künstlichen darmausgang aber ihm geht es besser als zuvor und wir dachten jetzt haben wir es überstanden und können weiter an unserem traum ein kind zu bekommen arbeiten. doch nun wurde bei mir ein 5 cm großes myom entdeckt was auch bald entfernt wir. doch ich hab so große angst das ich danach keine kinder mehr bekommen kann. ich weis nicht was ich dann machen soll. für mich würde eine welt zusammenbrechen wenn ich nie mein eigenes kind auf dem arm halten darf. ich sehe so oft im tv wie frauen kinder bekommen und sich dann nicht um diese gekümmert wir...sowas bricht mir das herz...



Drücker für kumi
aenis

Hallo kumi

Lass dich mal "virtuell" drücken. Das ist ja ganz schön heftig was dir/euch passiert ist.

Wenn  du deinen Kinderwunsch vor der OP erwähnst, passen die Docs ganz gut auf.

Lass dich nur von einem Arzt deines Vertrauens operieren. Du musst gut auf deine innere Stimme hören. 

Ich wünsche dir ganz viel Glück für deine OP und du schaffst das ganz bestimmt.

Liebe Grüsse aenis

--

Übe dich auch in den Dingen,
an denen du verzweifelst.  Mark Aurel



vielen dank für die lieben worte aenis
kumi

Laughing



Hey, unsere Runde wird ja immer grösser, wie schön:-)
Talita 25

Es tut gut, zu lesen, dass ihr alle auch diese Gedanken und Gefühle habt. Noch, bevor die Schmerzen unter der Einnahme von Visanne zurückgekommen sind, war ich so zuversichtlich und habe mir ausgemalt, wie schön es wäre, wenn die IVF klappen würde. Ich hatte auch keine Angst, diese Gefühle und Gedanken zuzulassen, weil ich positiv in die Zukunft schauen wollte und wirklich sehr stark daran geglaubt hatte, dass es beim ersten Mal klappt. Dann waren diese entsetzlichen SZ aber wieder da, ich konnte nicht mehr laufen, musste arbeitsunfähig geschrieben werden, bin in ein tiefes Loch gefallen und habe einfach keine grosse Hoffnung mehr gehabt, dass das alles klappt und wollte diese schönen Vorstellungen von einem Kind nicht zulassen. Ich bin dir echt dankbar, liebe Kiki, für das Eröffnen dieses Themas. Auch glaube ich, dass das eine gute Herangehensweise mit den Büchern ist. Ich versuche jetzt mit euch wieder positiv zu denken und mir in den schönsten Bildern auszumalen, wie ich nach der IVF auf dem US Bild das erste Mal etwas sehe... wie ich überglücklich meinen Verwandten und Freunden sagen kann, dass ich schwanger bin, bis ich zum Schluss eine grosse runde Kugel vor mir hertrage... Dann das grösste Glück auf Erden, mein Kind das erste Mal im Arm zu halten, seine süssen kleinen Händchen und Füsschen, die zarte Haut an meiner zu spüren, das erste Lächeln... Ach, mir wird ganz warm ums Herz.

Früher habe ich immer gerne die Supernanny geschaut, um mir Tipps für später zu holen. Aber heute tut mir das in der Seele weh, wenn ich sehe, wie manche mit ihren Kindern umgehen, wie sie gar nicht merken, was für ein grosses Glück sie haben. Andere versuchen es ihr Leben lang Kinder zu bekommen oder schaffen es nur sehr schwer mit grossen Hürden und dann gibt es Frauen, die einfach nicht liebevoll mit ihren Kindern umgehen, sie schlagen oder psychisch fertigmachen. Manchmal auf der Strasse, wenn eine Mutter das Kind am Arm zerrt oder so stark anschreit, dass es total eingeschüchtert ist, dann frage ich mich oft, wieso bekommt sie Kinder und ich vielleicht nicht.... Das ist so ungerecht. Ich würde für mein Kind doch alles tun... Ich wünsche mir doch so sehr ein eigenes Kind...

Liebe Kiki, auf deine Frage möchte ich noch kurz antworten: Da meine Krankheit (vaskuläres Entrapement durch Endo verursacht) so selten ist, hat Dr. Possover mir stark davon abgeraten,  einen anderen Arzt zu konsultieren. Er meinte, er wäre der einzige, der dafür qualifiziert wäre. Es gäbe noch zwei andere, die von sich behaupten, sie könnten das auch operieren, hätten aber keine Zertifizierung und keine Veröffentlichungen über ihre Arbeiten und Operationen, sodass er ihnen nicht trauen würde. Ich denke, in der Beziehung hat er mich nicht angelogen, denn wenn man das Schlagwort vaskuläres Entrapement im Google eingibt, dann kommt nur seine Veröffentlichung. Ich habe grosses Vertrauen zu ihm und hoffe, dass ich diese Woche von der Krankenkasse bescheid bekomme. Oder kennt jemand einen Arzt, der das auch operieren kann?



Liebe Kiki, liebe alle, ich
pomona

Liebe Kiki, liebe alle,

ich finde das Thema und die Diskussion sehr spannend und es rührt auch wieder einiges in mir auf, vieles kommt an die Oberfläche...Auch wenn es mir momentan gut geht ist die Angst während der letzten 5 Jahre (ja solange ist schon unser Weg) eine treue Begleiterin gewesen. Mal stärker, mal schwächer, mal lähmend und manchmal habe ich mich mit aller Macht gewehrt. Am besten ging es mir jedoch immer, wenn ich hingesehen habe. Wenn ich mir die Zeit nehme, in mich gehe und frage "Was macht mir heute Angst?" Ist es die Angst zu versagen, nicht zu funktionieren, das nicht zu können was scheinbar alle können? Ist es Angst niemals so lieben zu können, wie man ein Kind liebt, nicht dazu zu gehören...etc? Wie sieht die Angst heute aus? Ist sie dunkel, bedrohlich, häßlich, ein Monster usw.

Wenn ich ein Bild vor mir habe, wenn ich der Angst ihren Platz und ihre Bedeutung gebe, dann merke ich plötzlich, dass die Angst ihre Bestimmung hat. Sie ist richtig und wichtig. Was passiert, wenn ich einer häßlichen, vergrämten, neidischen Angst mit tiefen Zornes- und Sorgenfalten im Gesicht einen pinkfarbenen Hut aufsetze? Hat sie dann immer noch die Qualität wie vorher? Ist sie immer ncoh bedrohlich? Haltet mich nicht für verrückt, aber die Arbeit mit inneren Bildern und Visualisierungen ist unglaublich heilsam.

Mit meiner Angst bin ich per Du, will sagen ich habe mich ausgesöhnt mit ihr. Ich kann sie annehmen ohne, dass sie mich (derzeit) belastet. Heißt nicht, dass ich vor Attacken immun bin, aber momentan ist gut.

Schwerer ist es bei mir mit der (Vor)Freude auf das was kommt, heißt nicht dass ich mich nicht freuen kann, aber die Freude den Kinderwunsch betreffend. Irgendwann ging die verloren, wenn Zyklus um Zyklus verstreicht, hat man irgendwann einfach keine Kraft mehr sich einen gestreiften Schwangerschaftstest vorzustellen. Habe ich trozudem mal einen Test gemacht, dann war ich mir quasi schon sicher, dass er negativ ist...Ich glaube ich bin (oder war?) eher ein optmistischer Mensch, nur wenn man immer und immer wieder enttäuscht wird fällt man einfach vom Glauben ab. Außerdem wollte ich mich irgendwann nur noch schützen: also bloß nicht freuen, bloß nicht schon heimlich nach Namen suchen, Kinderwägen angucken etc. denn wenn es in diesem Zyklus wieder nicht klappt tut es gleich nochmal mehr weh...Die Angst vor der Vorfreude, wird zum Selbstschutz. Und irgendwann habe ich gemerkt, dass es einfach keinen Unterschied macht ob ich sehr hoffnungsvoll in einem Zyklus bin oder eher das "locker machen, bloß nicht zu viel Gefühl investieren" - Programm fahre: die Enttäuschung und die Traurigkeit sind immer da! 

Angst. Traurigkeit. Und dann kommt doch wieder die Hoffnung. Weil es so gut paßt kopiere ich Euch eine ganz schöne Geschichte hier rein - hoffe das funktioniert. Und noch mehr hoffe ich, dass Euch die Geschichte auch so berührt und Euch hilft die Blickrichtung zu ändern.

Alles Liebe

Pomona 

Als die glutrote Sonne am Horizont dem Tag langsam entschwinden wollte,
ging eine kleine zerbrechlich wirkende Frau einen staubigen Feldweg entlang.
Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln
hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Fast am Ende dieses Weges,
saß eine zusammengekauerte Gestalt, die regungslos auf den trockenen,
ausgedörrten Sandboden hinunterstarrte.
Man konnte nicht viel erkennen,
das Wesen das dort im Staub des Weges saß, schien beinahe körperlos zu sein.
Es erinnerte an eine graue aber weiche Flanelldecke mit menschlichen Konturen.
Als die kleine zerbrechlich wirkende Frau an diesem Wesen vorbeikam,
bückte sie sich ein wenig und fragte:
“Wer bist du?”

 

Zwei fast regungslose Augen blickten müde auf.
“Ich? Ich bin die Traurigkeit.” flüsterte die Stimme stockend und so leise,
dass man sie kaum zu hören vermochte.

“Ach, die Traurigkeit !” rief die kleine Frau erfreut,
als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.

“Du kennst mich?” fragte die Traurigkeit vorsichtig?
“Aber ja, natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast Du mich ein Stück
meines Weges begleitet.”

“Ja, aber …”, argwöhnte die Traurigkeit, “warum flüchtest du dann nicht und nimmst reiß aus? Hast du denn keine Angst vor mir ?”

“Warum sollte ich vor dir davonlaufen ? Du weißt doch selbst nur zu gut,
dass du jeden Flüchtigen einholst. Man kann dir nicht entkommen.
Aber, was ich dich fragen möchte:
Warum siehst du so betrübt und mutlos aus ?”

“Ich … ich bin traurig”, antwortete die graue Gestalt mit klangloser Stimme.
Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr.

“Traurig bist Du also”, sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf.
“Erzähl mir doch, was dich so sehr bedrückt.”

Und die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören?
Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.

“Ach, weißt du”, begann die Traurigkeit zögernd, “es ist so,
dass mich einfach niemand mag. Niemand will mich.
Dabei ist es doch nun mal meine Bestimmung
unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen.
Aber jedesmal wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück.
Sie fürchten sich vor mir und meiden mich.”

Die Traurigkeit schluckte schwer.
“Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich verstoßen wollen. Sie sagen:
Ach was, das Leben ist heiter und fangen an zu Lachen.
Aber ihr falsches erzwungenes Lachen
führt zu Magenkrämpfen. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht.
Und dann bekommen sie Herzschmerzen.
Sie sagen: Man muss sich zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen
in den Schultern und im Rücken, im ganzen Körper. Verkrampft sind sie.
Sie drücken die Tränen tief hinunter und haben Atemnot. Sie sagen:
Nur Schwächlinge weinen. Dabei sprengen
die aufgestauten Tränen fast ihre Köpfe. Manchmal können sie dadurch
nicht mal mehr Sprechen.
Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen,
damit sie nicht fühlen müssen.”

Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen.
“Und dabei will ich den Menschen doch nichts Böses, ich will ihnen doch nur helfen. Denn wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen und zu heilen. Weißt du, wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut, und manches Leid bricht dadurch immer wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh.

Aber nur wer mich zu sich läßt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden erst wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich Ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grellen Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit und ewiger Enttäuschung zu. Ich glaube, sie haben einfach nur unbändige Angst zu weinen und mich zu spüren.
Deshalb verjagen sie mich immer wieder.”

Dann schwieg die Traurigkeit. Ihr Weinen war erst schwach,
dann stärker und schließlich ganz innig und verzweifelt
und die vielen kleinen Tränen tränkten
den staubigen, ausgedörrten Sandboden.
Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkenen Gestalt tröstend in die Arme.
Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte das zitternde Bündel. “Weine nur, kleine Traurigkeit”, flüsterte sie liebevoll, “ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst.
Du sollst nicht mehr alleine wandern. Ich werde auch dich von nun an begleiten,
damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt.”

Die Traurigkeit hörte zu weinen auf.
Sie sah zu ihrer neuen Gefährtin auf und betrachtete sie erstaunt:
“Aber … aber, wer bist du eigentlich ?”
“Ich …”, sagte die kleine und zerbrechlich wirkende Frau und lächelte dabei
wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen, ” … bin die Hoffnung!

 



Danke liebe Pomona
Talita 25

für diesen schönen Text, ich bin sehr berührt davon...

Es tut mir leid, dass du schon so einen langen Weg voller Hoffen und Bangen hinter dir hast. Ich wünsche dir und uns allen von Herzen, dass  es bald klappt. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt...

Liebe Grüsse Talita



Hier ein Link eines Kinderwunsch - Forums
Talita 25

Ich bin soeben auf eine Seite gestossen, die ich euch zeigen möchte. Nicht jeder kann damit vielleicht etwas anfangen, aber ihr könnt euch daraus ja eure eigene Meinung bilden. Ich fand die Vorstellung einfach sehr schön und wollte euch diese Seite schnell hier hinein kopieren:

http://www.frauenworte.de/vbforum/showthread.php?t=29053

Vielleicht gibt es euch ja Hoffnung... LG Talita 25

 



Melde mich wieder anfang nächster Woche
Kiki76

Hallo Ihr Lieben

Ich lese fleissig eure Beiträge, finde aber im Moment nicht die Kraft zu schreiben. Anstrengende Woche und am Wochenende wieder Besuch. Melde mich nächste Woche wieder.

Ich freue mich jedenfalls, dass der Eintrag Anklang findet und dass wir uns so schön austauschen können und dass neue Ideen eingetragen werden, sich gegenseitig Mut zu machen.

Bis bald und liebe Grüße, Kiki76



Kinderwunsch
Susi Mausezahn

Hallo Leute,

auch ich habe einen Kinderwunsch. Den hatte ich schon immer. Jetzt bin ich 40. Und weine jeden Tag. Es tut so weh.



kinderwunsch
jessy13

hallo,

ich bin schon seit längerem stille mitleserin bei eurem thema, und möchte mich gern bei euch einklinken wenn es ok ist. ich bin jetzt 35 und ein paar monate, hatte einige inseminationen und eine erfolglose ivf. am kinderwunsch ist vor einigen jahren meine partnerschaft zerbrochen. ich hab seit einiger zeit glücklicherweise wieder einen neuen partner gefunden, und wir probieren es nochmals auf dem natürlichen weg, aber zuerst steht eine op bei professor keckstein an, und ich hoffe dass er bei den ganzen verklebungen noch etwas retten kann.ich hab natürlich ziemlichen zeitdruck wegen dem alter, aber ich hab grosse ethische und moralische bedenken, und möchte keine künstliche befruchtung mehr. aber da ist die angst... die angst, es irgendwann zu bereuuen wenn ich nicht alles versucht habe ivf.... und der ganze zirkus. aber das sind auch gleichzeitig meine bedenken gegen die künstliche hilfe. würd ich damit fertig werden wenn ich ein baby hätte dass künstlich gezeugt wurde - irgendwie komm ich mir als frau auch als versager vor, geht es euch auch so, weil das natürlichste der welt nicht funktioniert. irgendwie sind meine tage geprägt von angst, ich weiss nicht wie ich mich entscheiden soll und weitermachen soll. und manchmal denke ich auch dass ich froh bin wenn mein körper keine eizellen mehr produziert, dann hat das warten  und bangen ein ende, und man muss es aktzeptieren, könnt ihr das verstehen?

 

liebe susi,

ich möchte dich so gern trösten, aber ich weiss nicht wie. magst du ein bisschen was über dich erzählen, wie deine geschichte ist, oder ob ihr noch versuche macht schwanger zu werden, oder ob du dabei bist es zu akzeptieren? ich wünsch dir jedenfalls viel kraft dazu.lg jessy



Alter
aenis

Hallo zusammen

Mit 40 ist es doch noch nicht vorbei mit dem schwanger werden. Es ist sicherlich nicht einfach aber noch nicht vorbei.

Ich bin 41 und ich bin überzeugt, dass es noch auf natürlichem Weg klappt. Ich glaube fest daran.

Und ich wünsche euch, dass ihr auch noch so lange daran glaubt bis die echten Wechseljahre einsetzen.

Also Mädels nicht aufgeben. 

Liebe Grüsse aenis

--

Übe dich auch in den Dingen,
an denen du verzweifelst.  Mark Aurel



@ Talita
Kiki76

Liebe Talita, wenn Prof. Possover sagt, dass er der einzige ist, der für deine OP qualifiziert ist, dann glaube ich das. Er ist wirklich kein Arzt, der Dinge behauptet, die nicht stimmen. Da ich ja von ihm bereits operiert wurde, kann ich dir sagen, dass du bei ihm auf jeden Fall in sehr guten HÄnden wärest. Bevor ich mich habe operieren lassen, hatte ich viel recherchiert, und auch mein HA sagte, dass er die Nummer 1 auf diesem GEbiet von OPs sei. Ich hoffe sehr für dich, dass die Krankenkasse mitmacht, damit deine finanzielle Belastung nicht zu hoch wird. Denn vermutlich wirst du dich auch von niemand anders operieren lassen wollen. Ich hoffe, dass im Fall, dass du selbst viel tragen musst, du danach spontan schwanger werden kannst. Auch wenn es noch weit weit weg ist für dich, verliere nicht den Glauben daran. Ich wünsche dir ganz viel Kraft! Vor allem, dass du jetzt erst mal in Ordnung kommst, denn du kommst an erster Stelle - ich hoffe, das kommt nicht blöd bei dir an, wenn ich das so sage. Ich kann aber deine Ängste verstehen - dass du befürchtest, dass es nachher an finanziellen Schwierigkeiten scheitert bzgl. Kinderwunsch. Aber versuche dennoch zu denken - eines nach dem anderen und dass es bestimmt klappen wird mit deinem Wunschkind.

Bis bald, liebe Grüße, Kiki76



Danke Euch, ich freue mich sehr / @ Pomona
Kiki76

wenn ich lese, dass einige von Euch doch wieder die Vorfreude auf den Schwangerschaftstest, die Schwangerschaft, das Kind....wieder aufnehmen wollen Smile, dann freue ich mich sehr. Als ich hierzu Eure Antworten las, wurde mir erst einmal bewusst, wie entscheidend es war, euch zu schreiben WARUM ich mir die Vorfreude versagte. Denn zu sagen "freut euch darauf" ist recht einfach. Aber man muss ja erst mal verstehen, warum man sich nicht freuen kann.

Ja, liebe Pomona, Dich kann ich auch verstehen. Wenn man 5 Jahre gehofft hat und es hat einfach nicht geklappt, dann findet man sich irgendwie damit ab und freut sich dann nicht mehr so. Ich habe dann auch versucht, mich davon zu lösen, nicht mehr so sehr zu hoffen, damit ich am Ende nciht wieder so enttäuscht werde. Aber wie du sagst, dennoch ist man dann traurig und enttäuscht, wenn es wieder mal nicht geklappt hat. Dein Text ist berührend und beinhaltet eine wahre Aussage - die Traurigkeit gehört dazu. Wir dürfen traurig sein und sollten das wohl auch annehmen. Ich hoffe dennoch sehr, liebe Pomona, dass du wieder etwas Vorfreude finden kannst...Es war für mich ein sehr langer Weg. Aktuell schien es so, dass ich beides miteinander verbinden kann - hoffen, Vorfreude zulassen, traurig und enttäuscht sein, wenn es nicht geklappt hat. Ich muss dazu sagen, dass die Traurigkeit und Enttäuschung vielleicht inzwischen auch nicht mehr so schlimm war - zum Einen, weil ich weniger Angst hatte. Ich glaube nämlich, dass Angst die Enttäuschung sehr "nährt" und sie umso schlimmer fühlen lässt, wenn sie sich mit Angst gemischt hat. Denn gleich kommt die sorgenvolle Frage: und jetzt? und überhaupt? Wird das mal was? Was soll ich tun? - Wenn die Angst nicht mehr so im Vordergrund steht, dann scheint es einfacher, mit Traurigkeit und Enttäuschung umzugehen.

 



@ Jessy - das Gefühl zu versagen
Kiki76

Herzlich Willkommen in der Runde, klar, kannst du dich einklinken!

Du bist in einem Dilemma - einerseits merkst du, dass du dich mit der assistierten REdproduktion nicht wohl fühlst/Bedenken hast und andererseits hast du die Befürchtung, dass du eine Chance, die du hattest, evtl. nicht genutzt hast. Du bist nun sehr verzweifelt, weil du nicht weißt, wofür du dich entscheiden sollst. Und du hast das Gefühl, dass es an dir liegt, dass du nicht schwanger wirst, daher "Versager".Das alles belastet dich so sehr, dass du dir wünscht, es würde dich jemand vor vollendete Tatsachen stellen, damit du dich auf etwas einstellen kannst und nicht mehr hoffen, bangen, Angst haben musst.

Ich habe mich auch schon mal als Versager gefühlt in Sachen Kinderwunsch. Und ich erinnere mich an das GEfühl. Ich war schon mal schwanger im Jahr 2008. Und ich hatte Angst, das kleine Wesen wieder zu verlieren, denn ich hatte gerade immensen Stress mit meiner Arbeit. Man hatte mich unter Druck gesetzt zu gehen, ich fühlte mich beruflich als Versagerin. Das, wovor ich solche Angst hatte, geschah dann auch. Im Kündigungsprozess verliess mich die kleine Seele wieder. Und ich fühlte mich privat als Versagerin.

Hinter "versagen" steckt ein hartes Urteil über sich selbst. "Ich bin unfähig...ich funktioniere nicht so, wie ich sollte.... ". Ja, und wenn man so über sich denkt, dann fühlt man sich sehr schlecht. Vielleicht steckt auch noch sehr viel Unverständnis dahinter "warum?" und Verzweiflung "ich weiß nicht (mehr), was ich tun soll".Nun, ich habe festgestellt, dass ich, wenn ich etwas im Leben erreichen wollte, sehr viel investiert habe und es dann bekommen habe. Es fängt mit de mSchulabschluss an, Studium, Berufswahl etc. Man hat gelernt, wenn man sich anstrengt und investiert, dann geht etwas in Erfüllung. Mit dem Kinderwunsch habe ich es ähnlich betrieben - ich muss mich anstrengen, auf meine Ernährung und Lebensstil achten und dann steigere ich die Chancen...Umgekehrt bedeutet so ein Denken aber auch, dass, wenn etwas nicht in Erfüllung geht, man dann leider den Fehler bei sich sucht."ich bin unfähig, ....".

Beim Kinderwunsch ist es anders. Wir können etwas dazu beitragen, dass es klappt, aber ein großer Teil des Schicksals liegt in anderen Händen....In den HÄnden der Ärzte ..und des Kindes. Letzteres ist vielleicht ein wenig Befremdlich, aber ich versuche, es zu beschreiben: wir können etwas dafür tun, dass sich das kleine Wesen bei uns wohl fühlt, sich einniestet und bleibt, ja, das ist das,was wir tun können. Aber ob das kleine Wesen bleibt oder nicht, entscheidet das kleine Wesen. Ich stelle mir vor, dass die Seele nämlich schon da ist, bevor sie in unseren Körper kommt. Und auch wenn wir als Mütter die Verantwortung haben, für das Kind zu sorgen. Im Endeffekt gibt es eine Grenze, die kleine Seele ist eine eigene Persönlichkeit. Das heißt, wenn es sich entscheidet, nicht zu bleiben, dann ist das eine Verantwortung, die beim Kind ist. Für mich war diese Vorstellung unheimlich entlastend, vor allem in Bezug auf die Fehlgeburt, denn es relativiert meine Verantwortung, meine "Leistung". Ich hoffe, es ist verständlich, was ich meine.

Vergessen wir bei allem nicht, dass eigentlich jedes Kind, das im Mutterleib entsteht, ein Wunder ist. Und dass es eben gar nicht selbstverständlich ist, dass es so einfach klappt.

Magst du mal schreiben, was du fühlst, wenn du dich als Versagerin bezeichnest?

Liebe Grüße, Kiki76

 



Gute Nachrichten
Kiki76

Ihr Lieben, verzeiht mir, dass ich hier x Einträge mache!

Ich hoffe, Ihr seid bereit, etwas zu lesen, was vielleicht einerseits Freude in Euch auslöst, aber andererseits vielleicht auch Neid oder Angst.

Ich hätte letzte Woche meine Periode bekommen sollen. Am Donnerstag war ich so ungeduldig, denn ich hätte meine Periode spät. am Mittwoch erwartet. Da habe ich ein Persona Teststäbchen genommen. Das LH ähnelt dem HCG sehr. Das HCG erscheint dann auch als zweite Linie rechts. Nun, ich traute meinen Augen nicht -rechts, die HCG-Linie. Bis heute nicht meine Periode! Ich freue mich so sehr (und mein Mann auch), und warum auch immer - wir beide sind sehr zuversichtlich, dass wir nächstes Jahr im Juli tatsächlich ein Baby in den Armen halten werden.

Ich hätte euch am liebsten sofort geschrieben, aber ich habe hin und her überlegt, ob es hier überhaupt reinpasst vom Thema. Und ich denke schon - einerseits zum Mutmachen! weil ich nach 5 Jahren Kinderwunsch und 3 Jahre nach der FG endlich schwanger geworden bin! Zum Anderen ist meine Angst auch immer wieder mal da - trotz schwanger. Und letztendlich: wir teilen miteinander Schmerz und Freude. Also, gehört dads jetzt auch dazu.

Bitte schreibt mir doch, wie es euch damit geht, wenn Ihr diese Botschaft lest. SEid bitte ehrlich - nicht nur Freude, sondern auch Schmerz dürft ihr äußern.

Liebe Grüße Kiki76



Hallo liebe Kiki! Ich finde
Dea

Hallo liebe Kiki!

Ich finde es super, daß du uns von deinem Glück berichtest Smile und genauso finde ich, daß es hier zu unseren Beiträgen passt. In allererster Linie sollte uns doch dein Beispiel Mut und Hoffnung machen, daß es trotz aller widrigen Umstände klappen kann.

Natürlich ist da auch ein Fünkchen Neid auf der anderen Seite. Ich würde lügen, wenn es nicht so wäre. Aber ist Neid nicht immer da, wenn jemand anderes etwas hat, was man selbst unbedingt haben möchte. Das kann man leider auch nicht einfach mit einem Schalter abstellen Embarassed, obwohl ichs gern würde. Irgendwie bin ich immer beschämt, wenn ich so fühle.

Trotzdem freue ich mich aufrichtig für dich und wünsche dir von ganzem Herzen, daß du nun all deine Träume real erleben darfst (Ultraschallbilder etc. etc. etc.)

Glg Dea

 



Liebe Kiki
Talita 25

Hey, ich freue mich so für dich. Nach 5 Jahren des Hoffens und des Bangens hast du das mehr als verdient. Ich wünsche es dir so von Herzen. Obwohl ich dich nicht kenne und wir eigentlich noch garnicht lange in Kontakt sind, habe ich in den letzten Tagen sehr viel an dich gedacht und es dir so gewünscht. Ich habe gedacht, jetzt hat sie doch die Operation in diesem Jahr hinter sich und könnte doch theoretisch schwanger werden. Wieso sollte es denn jetzt nicht auf natürlichem Wege klappen. Zumal du ja jetzt die besten Bedingungen für die Einnistung geschaffen hast. In den letzten 5 Jahren hast du nicht gewusst, dass du Endo hast und warum du dein Kind verloren hast. Jetzt nach der Operation stehen doch die Chancen am Besten.

Und jetzt schreibst du dasSmile

Wieso denn Neid, ich glaube hier in dem Forum sind wir alle irgendwo gleich und sollten Glück und Leid miteinander teilen und füreinander dasein und uns für den anderen freuen. Ich tue das auf jeden Fall. Ich wünsche dir alles Liebe, dass es diesmal klappt... Talita 25



Danke liebe Kiki für die aufmunternden Worte
Talita 25

leider habe ich am Samstag den Bescheid von der Krankenkasse bekommen. Sie zahlen gerade mal 2000.- Sfr. Das sind 4 mal 500 .- für die Unterkunftskosten. Das ist alles. Ich war so down und enttäuscht. Ich weiss jetzt garnicht was ich machen soll. Ich bin so wahnsinnig enttäuscht und verzweifelt. Wie soll ich nur 30 000 Sfr. zusammen bekommen. Meine einzige Hoffnung ist, da ja ab 2012 die Krankenkassensysteme in der Schweiz ändern sollen, dass mir dann mehr gezahlt wird. Da ja angeblich alle privaten Kliniken zu öffentlichen Spitälern werden. Ich bin im Moment am Abklärungen diesbezüglich treffen, aber ich sag dir ich kann bald nicht mehr. Diese Schmerzen und dann diese psychische Komponente. Auch habe ich seit ca 1 Wo permanent Unterleibschmerzen und immer wieder ein Stechen. Ich glaube, ich vertrage die Visanne nicht mehr oder es hat sich wieder Endo gebildet? Ich hoffe es nicht. Tja, so sieht meine Lage im Moment aus...

Kommt eigentlich jemand von euch an das Treffen am 08.11. in Basel????

Liebe Grüsse Talita



Herzliche Gratulation
aenis

Liebe Kiki

Von ganzem Herzen wünsche ich dir alles Gute und eine schöne Schwangerschaft.

Gute Nachrichten sind immer Gut. Klar kommt auch ein bisschen Neid auf. Aber die Freude überwiegt. Smile

Lass uns an deinem Glück ein bisschen Teilhaben.

@all: Bei mir gibt es noch nichts Neues. War am Freitag nochmals bei der Kinesiologin.

Wir haben versucht meinen starken Kinderwunsch zu ergründen. Es ist wie eine Zwangshaltung. Undecided

Nun hoffe ich, dass sich dieser über Jahre unbewusste Zwang ein bisschen gelockert hat und ich einen ganz normalen Kinderwunsch hege.

Ich lass mir nun wieder 4 Wochen Zeit und dann ist der nächste Termin um noch weiter in meinem Unterbewusstsein zu "graben".

Komme/gehe nicht ans Treffen nach Basel. Aber der nächste Infoabend an der Hirslanden (Dezember) ist rot im Kalender angestrichen Laughing

Liebe Grüsse und än schönä Tag (trotz Nebel)

aenis

--

Übe dich auch in den Dingen,
an denen du verzweifelst.  Mark Aurel



Hallo Kiki 76, das zeigt
rebecca004

Hallo Kiki 76,

das zeigt doch wieder, dass die Hoffnung zu letzt stirbt. Echt toll,  wenn man Mut hat weiter zu machen, auch noch 5 Jahren KIWU. Das muss doch sehr sehr vielen Frauen Mut machen.

Ich finde es immer sehr schade, dass die Ärtze sehr viel bestimmen bzw. sagen, "oh Sie werden nie schwanger", "das wird sehr sehr schwierig".

...ich glaub sowas setzt sich im Unterbewusstsein fest und gerade wenn man schwangerwerden will. Darum du bist das beste Beispiel. :-)

Jeder muss seinen eigenen Weg finden und viele Ärzte stecken einem in einen Topf, dabei ist "gott sei Dank" muss man sagen, jede Frau anders und keiner kann hier ein Urteil abgeben. Wir Frauen müssen mehr an uns und an unseren Körper glauben, gerade in der heutigen Zeit. MEHR ZEIT FÜR SICH !!!

Ich wünsche dir eine schöne Schwangerschaft und ich finde deine EInträge super schön.

Liebe Grüße aus Bayern



Liebe Kiki 76, WIE TOLL UND
Mandarina75

Liebe Kiki 76,

WIE TOLL UND ICH FREUE MICH SOOOOO SEHR FÜR EUCH :-) Das sind ja wirklich sehr schöne Nachrichten :-)
Neid hat diese Nachricht bei mir nicht hergerufen, sonder eher sehr große Hoffnung :-) Habe heute morgen einen Schwangerschaftstest gemacht und leider war der negativ.. da war ich wieder am Zweifeln, ob es überhaupt klappen wird und jetzt hast du mir wieder Hoffnung gegeben :-) Vielen Dank dafür :-)

Das hat jetzt auf dem normalen Weg geklappt, stimmts? In welcher Woche bist du denn jetzt? Du musst hier aber bitte, bitte weiter berichten und trotzdem bei uns bleiben :-) Du gibst uns hier allen immer so viel mut :-)

Ich wünsche dir eine ganz tolle Schwangerschaft und fühle dich ganz doll gedrückt :-)

Liebe Grüße

Mandarina

--

Liebe Grüße

Mandarina



Gratuliere
Tifflis

Hallo Kiki

Gratuliere! Obwohl ich dich nicht persönlich kenne, aber schon viel von dir im Forum gelesen habe, machte mein Bauch eben einen kleinen Salto, als ich gelesen habe, dass du schwanger bist! Wie schön, dass es endlich geklappt hat!!!

Ich glaube dein Beispiel kann vielen Frauen neuen Mut geben und bekräftigt dich sicher in deinem eingeschlagenen Weg!

 Ich wünsche dir von Herzen, dass nun alles reibungslos Abläuft und du eine ruhige Schwangerschaft erleben darfst. Und wer weiss, vielleicht werden deine Träumereien ja bald war - wir wünschen es dir von Herzen!

 Ganz liebe Grüsse!

Tifflis



@ Talita
Kiki76

Liebe Talita

Oh, das ist nicht schön, dass die Krankenkasse nur so wenig zahlen will. Ja, und 30000 Sfr. ist ein Haufen Geld. Ich habe von der Umstellung der Spitäler gelesen - ich hoffe sehr, dass das für dich vorteilhaft ausgeht. Ich habe mich gefragt, ob es irgendwelche Nothilfen gibt, die bei kostspieligen Operationen finanzielle Unterstützung bieten. Ich habe keine Ahnung.

Talita - bekommst du irgendwie Unterstüzung von jemandem? Sei es auf seelischer Ebene oder körperlich in Form von Alternativtherapie? Es löst nicht deine Probleme, aber wenn du so verzweifelt bist, dann brauchst du wahrscheinlich Hilfe.

Treffen in Basel: ja ich komme, du offentsichtlich auch - da freue ich mich, dich kennenzulernen.

Bis spät. Dienstag - lieber Gruß, Kiki



Danke!
Kiki76

Hallo Ihr Lieben

Ich habe mich so über eure Antworten gefreut! Sie haben mich auch wieder aufgebaut, denn Ihr ahnt es ja nicht....mit der Angst ist es mit Eintritt der Schwangerschaft tatsächlich nicht vorbei. Vor allem, weil ich schon mal eine Fehlgeburt hatte, hat mich gestern wieder mal so die Unsicherheit gepackt: "oh, ich spüre meinen Bauch ja gar nicht mehr so wie vorher...ist das Kind wieder dabei sich zu verabschieden wie beim letzten Mal?". Ich habe dadurch die halbe Nacht wieder nicht richtig geschlafen und war heute dementsprechend gerädert. Aber als ich Eure Antworten las, ging es mir dann auch wieder besser Smile. Und Gott sei Dank zeigte mein Schatzi mir auch noch Verständnis für diese Verunsicherung. Nun, also, Angst ok, bist wieder da gewesen, will nicht wieder diesen großen Schmerz und Verlust erleben...Ich versuche jetzt nicht alles, was ich im Körper spüre irgendwie zu deuten, sondern mir zu sagen, dass jeder Tag nun mal anders ist. Ich versuche, weiterhin zuversichtlich zu sein und mich zu freuen... "Ende Dezember sagen wir es unserer Familie  und unseren Freunden"..."Im Juli kommt das kleine Wesen zur Welt...". Und ganz tief in meinem Herzen glaube ich daran, auch wenn ich immer mal wieder von so einem Wind umgeblasen werde.

Zur Rebeccas Bemerkung, was Ärzte uns sagen, wenn sie die Diagnose haben: "oh, Sie werden nie schwanger " oder "das wird schwierig" oder "beeilen Sie sich". Ich stimme dir völlig zu! Wie oft habe ich auch gedacht: Mensch, die Ärzte wissen ja manchmal nicht, was sie anrichten. Da kriegt man die Diagnose gesagt. Sie nehmen uns schon die Vorfreude (unabsichtlich) und setzen uns schlimmstenfalls unter Druck. Wir müssen aufpassen, dass wir uns von sowas nicht allzu sehr beeinflussen lassen. Richtig Rebecca, wir müssen mehr an uns und an unseren Körper glauben!  Mir haben sie ja gesagt "ungeklärte Unfruchtbarkeit" - danke schön.

@ Mandarina, danke dir auch. Ich bleibe gerne bei Euch. Wie du siehst, liebe Mandarina, habe ich auch viele Ängste, die du bereits erwähnt hast. Wenn man endlich schwanger ist, kann man schon die nächsten Ängste haben, aber es ja weiter auf dem Pfad der Zuversicht :-) Ich bin jetzt seit heute in Woche 5 und 0 oder 1 Tag. In dieser Woche soll wohl das Herz anfangen zu schlagen...Smile. Insgesamt ist es ein merkwürdiges Gefühl - der Verstand sagt einem: da ist jetzt etwas in dir drin, das lebt..Sehr merkwürdig. Ja, es hat nun auf natürlichem Weg geklappt -der erste Zyklus nach der OP, in dem wir üben durften. Eben "unerklärlich unfruchtbar".

Neid - ja, ich habe sowas auch manchmal empfunden, obwohl ich mich für meine Freundinnen gleichzeitig auch immer aufrichtig gefreut habe. Ich glaube, das Neid einfach eine Traurigkeit ist, die man dann empfindet, weil einem wieder vor Augen gehalten wird, dass der Wunsch noch nicht erfüllt ist. Ich habe einer Freundin mal gesagt: ich freue mich sehr für dich. Aber gleichzeitig bin ich sehr traurig. Die Freundin hat es zum Glück verstanden. Das Blöde war eigentlich auch noch, dass ich traurig darüber war, dass ich traurig war und mich nicht 100% ig freuen konnte.Aber das war zu einer Zeit, wo ich auch teils depressiv war.

LG, Kiki



Ich hatte auch immer genau
Heike2704

Liebe Kiki, auch ich freue mich sehr für Dich! Warum solltest Du nicht von Deiner Schwangerschaft berichten. Ich finde es schön wenn es hier auch mal erfreuliche Nachrichten gibt!!

Ich kenne die Angst nicht schwanger zu werden. Als ich geheiratet habe war ich 23. Mein Mann war mein erster Freund und 1998 haben wir dann geheiratet. Natürlich wollten wir dann auch Kinder haben, haben auch sofort damit angefangen aber nie hat es funktioniert. Nach 1,5 Jahren haben wir uns beide untersuchen lassen und bei meinem Mann war alles in Ordnung. Bei mir hieß es erst auch das alles ok sei. Naja heute bin ich 36. Viele Arztwechsel, Untersuchungen, Medikamente und dumme Sprüche später weiss ich seit fast 4 Jahren und 2 Op's das ich Endometriose IV habe und das ich keine Kinder bekommen werde.

Heute gehe ich sehr gut damit um. Es gab aber auch Jahre wo ich gehofft habe schwanger zu sein und wenn die Periode einsetzte am Boden zerstört war, wo ich nicht mehr weiter wusste und mir immer die selben Sprüche wie "Ach fahrt mal in den Urlaub", "Wenn ihr nicht mehr daran denkt" und so weiter auf den Nerv gingen. Ich konnte es nicht mehr hören. 

Als ich dann gesagt bekommen habe das ich keine Kinder bekommen kann und auch eine künstliche Befruchtung bei mir nicht erfolgreich sein würde war ich auch erleichtert. Klingt erst mal komisch ich weiss das aber nach all den Jahren, nach fast 14 Jahren ist man irgendwann .... naja froh ist nicht das richtige Wort aber ich finde gerade kein anderes Wort, wenn man weiss woran man ist und man kann mal wieder zur Ruhe kommen. Nicht mehr dieses Hoffen und Bangen. Nicht mehr all diese Fragen was ist wenn es doch mal klappt und du das Kind verlierst ... all diese Fragen hatten nun ein Ende.

Es flossen Tränen wir haben sehr viel darüber gesprochen und dann kam meine Schwester an und versuchte mir irgendwie behutsam beizubringen das sie schwanger ist. Ich habe mich vom ersten Moment an gefreut, hatte nicht einmal in der ganzen Zeit böse Gedanken wie "Warum ich nicht?" sondern liebe meine kleine Nichte abgöttisch.  

Viele Leute fragten mich "Und wie gehts dir dabei?" und ich muss ehrlich sagen, gut! Bei mir soll es nicht sein, aber bevor ich mich in Traurigkeit einhülle genieße ich die Zeit mit Lana, meiner kleinen 18 Monate alten Nichte. Ich habe sie jeden Vormittag weil meine Schwester wieder arbeiten geht.

Ich denke zwar auch was wäre wenn die Ärzte vor Jahren bei mir die Endo festgestellt hätten vielleicht hätte es dann auch bei mir funktioniert aber sich da jetzt wo es zu spät ist darüber den Kopf zu zerbrechen, bringt sowieso nichts. Die Hauptsache ist das es meinem Mann und mir gut dabei geht und das tut es. Deshalb wünsch ich Dir alles erdenklich Gute und freue mich für Dich! Smile



Liebe Kiki, ich bin noch neu
strandmaus70

Liebe Kiki,

ich bin noch neu hier im Forum, habe aber schon von Dir was gelesen, und nun auch hier den Beitrag.

Schööööööööööööööööön dass Du schwanger bist - nach so langer Zeit. MIR macht das Mut, egal was bei der BS rauskommt, egal wie lang es noch dauert. Es scheint ja eben doch immer mal wieder zu klappen - also möchte ich zu meinem Begleiter die Hoffnung machen (danke Ponoma für die soooooooooo schöne Geschichte). Es ist neidlose Freude mit Dir, und ich versteh Deine Ängste ganz gut, da ich auch vor einem knappen Jahr eine Fehlgeburt hatte. Den Gedanken daran und die Angst, das noch einmal zu erleben, wird man sicher schwer los. ABER das Buch, was Du empfohlen hast (Gelassen durch die Kinderwunschzeit) ist ein super Mittel zum Umgang mit Ängsten. Ja, sie dürfen sein, ja schau sie an, behüte sie und pflege sie ein wenig. Ich wünsche Dir, dass es weniger Ängste werden.

Ich möchte noch mal Deine anfangs gestellte Frage "wieso möchtest Du ein Kind, was verbindest Du damit" (und meine Heilpraktikerin fragte mich: "Welche Lücke soll es schließen?" *staun*) noch einmal aufgreifen. Ich glaube, dass es früher super "normal" war, sich ein Kind zu wünschen, als Urbedürfnis angesehen wurde. Wie kommt dann eine HP (mit selbst nur einem Kind) darauf, dass es eine Lücke geben muss wenn man sich ein Kind wünscht? Vielleicht meldet sich einfach unser Urbedürfnis: Leben schenken, etwas auf der Welt hinterlassen wenn man selbst stirbt, ein Vermächtnis, es als Geschenk betrachten...

Als Vorfreude stelle ich mir oft vor, wie wir mit unserem Baby im Tragetuch über den Markt, in den Bergen, durch den Wald laufen werden, das Kind eine schöne Zipfelmütze an, wie wir die sanfte Haut streicheln werden, uns nachts auch mal aufregen weil wir schon WIEDER aufstehen müssen und das Baby sich nicht beruhigt, bzw wie es bei uns im Bett liegen wird...

Ich bin übrigens 41 und hoffe auch, auf ganz natürlichem Wege schwanger zu werden...

Kiki, schreib bitte immer mal wieder die Stationen Deiner Schwangerschaft auf, wenn´s im US zu sehen ist, wenn das Herzchen schlägt - ich drück Dir sehr die Daumen (und Du uns bitte auch, ok?) 

Lieben Gruß

Strandmaus

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Lieben Gruß

Strandmaus

 



@ Heike - Klarheit haben ist auch ein Bedürfnis
Kiki76

Liebe Heike, danke, ich freue mich darüber, dass auch du deine Freude mit mir teilst, obwohl man sich gar nicht kennt! Das Ziel meines Eintrags hier war ja auch, dass neben den eher schmerzvollen und negativ empfundenen Dingen auch positive Dinge drin stehen - eben ein konstruktiver Weg. Jetzt ist es schon ein bisschen verrückt, dass jetzt die Schwangerschaft eingetreten ist Smile.

Als man dir sagte, dass du auch mit künstl. Befruchtung kein Kind bekommen würdest, war das sicher einerseits hart für dich. Ich denke, du warst sicher traurig, dass ein Wunsch, den ihr hattet, nicht in Erfüllung gegangen ist. Aber du warst erleichtert, weil du nun endlich Klarheit hattest. Denn es ist so, wenn man es nicht weiß, hofft man, bangt man, niemand kann einem sagen, was passieren wird und wann es sich klären wird. Wenn man die Nachricht hat, kann man sich darauf einstellen.

Nun, mit meiner Schwester habe ich eine sehr ähnliche Situation wie Du erlebt Smile. Sie ist 10 Jahre jünger als ich und verheiratet. Sie hat vor einem Jahr meine kleine Nichte geboren. Und ich hätte es nie gedacht, dass ich mich so "abgöttisch" in ein kleines Kind verlieben könnte. Ich denke so oft an sie, und wenn ich sie sehe, vergesse ich alles um mich herum und freue mich mit ihr die ganze Zeit, dass sie einfach da ist. Leider wohnt meine Schwester in England....so dass ich die Kleine nicht immer sehen kann. Ein flug nach London war jetzt im November geplant, aber weil ich kein Risiko wegen der Schwangerschaft eingehen will (empfindliche Organbildungsphase) sage ich das jetzt ab. Jetzt beneide ich dich fast ein bisschen  - oder sagen wir es so, ich bin traurig, weil ich mir auch wünschen würde, meiner Schwester und Nichte geographisch betrachtet näher sein zu können und mitzuerleben, wie sich die kleine Goldige entwickelt und mit meiner Schwester lachen zu können. Aber ich freue mich sehr für dich, dass deine Schwester ihr Töchterchen mit dir teilt und du das Glück hast, mit ihr so viel Zeit zu verbringen - das ist auch ein GEschenk Smile. Du hast kein eigenenes Kind bekommen, und das ist auch durch nichts ersetzbar. Aber du hast durch deine kleine Nichte die Möglichkeit bekommen, zu einem kleinen Kind eine schöne Beziehung aufzubauen und die WElt aus der Kinderperspektive mitzuerleben...Das ist doch einfach schön..

Danke dir auch für deinen schönen Eintrag. LG, Kiki

 



@ Strandmaus - "loslassen" heißt nicht Kiwu aufgeben!
Kiki76

Liebe Strandmaus

Herzlich Willkommen im Forum! Und vielen Dank auch für deinen Eintrag!

Mir haben solche Einträge - dass jemand schwanger wurde nach der OP oder wie auch immer - auch sehr viel Mut gemacht. Ich glaube, das darf man wirklich nicht unterschätzen. Es freut mich, dass du mit demBuch was anfangen kannst. Ich habe einige Bücher gelesen - das "GElassen durch die Kinderwunschzeit..." beinhaltet vieles als ein GEsamtkonzept und bezogen auf den Kinderwunschm, was ich bereits in einigen anderen Büchern gelesen habe. Daher fand ich auch nicht, dass es total esoterisch ist wie teils in Amazon kritisiert wurde.

Nun, eine Sache habe ich nun wirklich verstanden: ich dachte auch immer "das Kind darf kein Lückenbüßer sein". Und: ich dachte zuerst über das Buch als ich den Titel las: "haha, das geht in die Richtung der Sprüche, die man immer hört - wenn du nicht mehr daran denkst und deinen Wusnch uafgegeben hast, dann sollst du schwnager werden.", weil es heißt ja "loslassen und empfangen". Daher hatte ich mir das Buch erstmal gar nicht gekauft. ABER: ich denke jetzt so "ich stehe zu meinem Kinderwunsch (basta), ich darf diesen Wunsch haben, so wie ich das Bedürfnis habe, was zu essen". Zum Anderen: "loslassen" heißt hier NICHT, dass wir den Kinderwunsch aufgeben, daher darf man ja auch wieder Vorfreude haben statt sie sich bewusst zu verbieten...Loslassen meint wohl eher, dass man einen WEg findet einerseits gelassener damit umzugehen und ja - ich habe tatsächlich versucht, loszulassen - und zwar das Kind. Ich habe versucht mir zu sagen, dass auch das Kind entscheidet und dass ich es ihm leichter machen kann, aber ich lasse es los, damit es tut, was es will. Aber ich habe aber den Wunsch nach dem Kind nicht aufgegeben! DAs ist de rUnterschied. Nun, das kann sich nun jeder ein bisschen anders vorstellen. Das war jedenfalls meine Vorstellung.

Woher diese vorstellung kommt, werde ich vielleicht gleich noch schreiben. Es heißt immer, man solle seiner Angst in die Augen sehen...das steht auch in dem Buch. Ich habe eine Sammlung von Sätzen gemacht, die meine Angst ausdrücken...und so habe ich zum großen 'teil meine FEhlgeburt verarbeitet.

Zur Vorfreude-Übung: Oh, das ist auch eine schöne Vorstellung - mit dem Kind im Tragetuch unterwegs sein - da ist es auch so schön nah bei einem und legt den Kopf auf die Schulter oder an der Brust ab. Das Kind beobachtet entweder seine Umwelt oder schläft vielleicht ein...

Ja, ich schreibe die Stationen meiner Schwangerschaft auf...Ich drücke euch natürlich die Daumen!

LG, Kiki



Die Angst als Gast - mein Dialog mit ihr
Kiki76

Hallo Ihr Lieben

Nach der Übung "Vorfreude" kommt nun etwas, was sich mehr mit der Angst beschäftigt. Im Buch von B. Z. steht, dass man Sätze aufschreiben kann, die Angst ausdrücken. Dann nimmt man sich einen hervor und schaut die "Befindlichkeit des Gastes" an. Sie beschreibt noch mehr dazu, aber erstens möchte ich hier keine copyright Probleme bekommen, zweitens möchte ich mit euch teilen, wie ich mit meiner Angst "gesprochen" habe. Wen es interessiert, möge weiterlesen. Dieser Dialog hat mich jedenfalls sehr berührt, löste Tränen in mir aus, und ich hatte das Gefüh, etwas von meinem Schmerz geheilt zu sein. Etwas löste sich in mir. Es hat auch mit dem Gefühl, versagt zu haben zu tun, mit der Fehlersuche bei sich selbst und dem Phänomen, dass man sich (zu) viel Verantwortung auf die Schultern lädt. Das war am 9. September.Seitdem habe ich meinen Dialog immer mal wieder gelesen, es tat und tut mir gut.

Aus den verschiedenen Sätzen wie "Angst, dass ich nicht Mutter werde", "Angst, dass ich keine gute Mutter bin" nahm ich den Satz heraus "Ich habe Angst, durch meine Unfähigkeit negative Prophezeiungen abzustellen, mein eigenes Schicksal bestimme". Der Hintergrund für diese Angst kurz umrissen: 2008 dachte ich freudig "dieses Jahr werde ich schwanger" - bald danach war ich schwanger. Als ich schwanger war, hatte ich sehr große Angst, eine Fehlgeburt zu erleiden. Bald danch erlit ich die Fehlgeburt in einer Situation, wo ich gleichzeitig meine Arbeit verlor, weil mein Arbeitgeber mich unter Druck setzte. Nach der FG hatte ich große Angst, dass ich lange Zeit nicht schwanger sein würde. Auch das trat ein. Nun, daher die Angst, dass ich mein eigenes Schicksal durch meine Angst bestimme. Mir ist es etwas unheimlich. Der Dialog, der vielleicht etwas befremdlich für euch ist (mich hat es auch gewundert, was dabei herausgekommen ist). Es ist jedenfalls sehr persönlich:

"Als du schwanger warst im Jahr 2008 hattest du Angst, das Kind nicht halten zu können". - "Ja". - Du hattest also Angst, dass du ihm nicht die nötige Ruhe und Kraft verleihen kannst zu bleiben". - "Ja". - Denn du warst in einer schwierigen Situation. Du warst körperlich erschöpft und wusstest, dass du deine ARbeitsstelle aufgeben musst,. Du hattest das 'GEfühl, versagt zu haben". -

"Ja, ich hatte Angst, dass dieser Stress eine Fehlgeburt auslösen würde, weil ich gehört hatte, dass STress die Wahrscheinlichkeit für eine FG erhöht".

"Du hattest also Angst, enttäuscht zu werden und einen Verlust zu erleben".

"Ja, dass mir das auch noch genommen wird. Denn es war schmerzvoll genug, dass es mit meiner Arbeit nicht so gelaufen war, wie ich es mir gwünscht hatte. Und das Kind hatte ich mir doch auch so sehr gewünscht, und ich wollte es doch so gerne behalten. Ich war so traurig, dass ich dem Kind nicht einen ruhigen angenehmeren RAhmen bieten konnte. Ich war traurig, dass der Verlust meiner ARbeit und all das Leid die Vorfreude auf mein Kind dominierte. Ich hatte das Gefühl, dass ich dem Kind nicht den Schutz bieten konnte, den es vielleicht gebraucht hätte. Ich konnte mich nicht schützen vor unfairer Behandlung, hatte die Situation nicht im Griff. Ich war sehr traurig und wütend auf mich selbst, hoffnungslos, dass mein Charakter nun mal so sei, dass ich mich nicht gegen andere wehren kann und mit mir so umgehen lasse".

"Du dachtest, du hast scho immer viel mit dir machen lassen und schaffst es nicht mal in so einer Situation (Schwangerschaft) eine Grenze gegenüber anderen zu ziehen?"

"Ja, ich dachte, dass ist halt mein Charakter, den kann ich wohl nie ändern (resignativ, frustriert)."

"Hast du das Kind denn mal gefragt, was es braucht? Braucht dein Kind die perfekte Mutter?"

"(verwundert über diese Frage). Ich glaube, nein??? Du meinst also, das Kind erwartet gar nicht, dsas die Situation zum Kommen perfekt ist und dass ich alles richtig mache? Meinst du wirklich, das Kind mag mich wie ich bin?"

"Ja, ich glaube, das Kind will gar keine perfekte Mutter".

"mmh."

"Ja, weil stell dir vor, eine Mutter, die alles perfekt machen will, das ist doch stressig und eher abschreckend, meinst du nicht? Und zum Anderen weißt du doch letztlich gar nicht, warum das Kind gegangen ist. Vieleicht lag es gar nicht an dir - aber du machst dir Vorwürfe, nicht, und denkst, dass es deine Schuld ist, dass du verantwortlich bist, dass es wieder ging, nicht?"

"Du meinst, es lang nicht in meiner Verantwortung?"

"Ja, du kannst bestimmt etwas für das Kleine tun, aber es entscheidet im Endeffekt selbst, und das darfst du dnicht als Strafe oder Liebesentzug für "Nicht-Geleistetes" auffassen, du darfst es nicht persönlich nehmen."

"Oh, das tat ich aber. Wenn ich einen Konflikt mit jemandem habe, dann nehme ich es oft sehr persönlich und bin besorgt, dass die Anerkennung durch die andere Person verloren geht und dass ich mich selbst dann nicht mehr wertschätze. Es geht mir immer so nah, weil ich Angst habe, das mich jemand nicht mehr mag".

"Das scheint eine Urangst von dir zu sein".

"Ja, ich denke immer, dass ich mich sehr bemühen muss, geliebt zu werden, auch von mir selbst. Es fällt mir schwer, einfach ich zu sein und mich zu lieben."

"Sei einfach du. Du musst niemandem einschl. dir etwas beweisen. Du bist liebenswert so wie du bist, und niemand kehrt dir den Rücken zu, weil DU was FALSCH gemacht hsat. Aber ich frage mich, woher kommen diese negativen Gefühle eigentlich?"

"Ja, wo wann mit wem hab ich das erlebt? Mmh, darüber muss ich nochmal nachdenken. Eines erahne ich jetzt jedenfalls: wenn es jemandem sclecht geht, weil ich etwas nict nah ihrer Vorstellung gemacht habe, dann kann ich darüber traurig oder wütend sein, aber wenn ich mich selbst nicht mehr liebe oder mich hart verurteile, dann stufe ich mich als minderwertig ein - und das darf nicht mehr sein.". Ende des Eintrags.

 



@Kiki, danke für Deine lieben Worte
Heike2704

Liebe Kiki, ich danke Dir für Deine lieben Worte. Ich war sehr traurig als ich die Nachricht bekam denn das war die Nachricht die ich nie hören wollte.
Aber, wie Du schon sagst, man wusste nun woran man ist und musste lernen damit umzugehen. Meine Mutter geht zum selben Gyn wie meine Schwester und ich auch.

Sie hat sich auch mit ihm über mich unterhalten und sagte das sie immer gehofft hat das es doch noch ein kleines Wunder gibt und er sagte "In dem Fall wirds leider kein Wunder geben" auch da wurde meiner Mutter richtig bewusst das von uns kein kleines Enkelchen geben wird. Oft hören wir, wie ungerecht es doch alles ist. Manche bekommen Kinder und wollen sie nicht, lassen sie verhungern und all die schlimmen Dinge und wir bekommen noch nicht einmal die Chance. Aber auch das haben wir mehr als einmal besprochen und man kann halt nichts daran ändern.

Ich habe in all den fast 14 Jahren so manches mal gesagt das ich nicht mehr kann. Jeden Monat zum Frauenarzt, "Eisprung?" oh ab nach Hause, 8 Inseminationen, hats geklappt? Nein! Tabletten schlucken, Spritzen, Op's, Ärztewechsel, dumme Antworten, sich hilflos fühlen, die Schmerzen ... und dann die Antwort "Sie werden nie ein Kind bekommen" nach allem Hoffen, Bangen und Versuchen, ist dann schon hart aber auch, wenn der erste Schock gesackt ist, erleichternd.

Ich weiss es noch als wäre es gestern gewesen. Wir saßen in der Küche, mein Mann schaute mich an und sagte "Jetzt kümmern wir uns nur um dich. Es geht jetzt nur noch darum das du keine Schmerzen hast, das du die Krankheit so gut es geht ertragen kannst. Das ist das aller Wichtigste".
Da floßen Tränen weil ich erstens sehr glücklich bin das ich so einen tollen Mann habe (mal nebenbei erwähnt wir sind jetzt fast 22 Jahre zusammen!!!) der so viel Verständnis hat und der immer sagte "Egal was kommt, auch wenn es irgendwann doch so sein sollte das du keine Kinder bekommen kannst, ich liebe dich und daran wird sich nichts ändern" und der am 14. November mit mir wieder zur Endometriose-Sprechstunde geht um zu hören was jetzt, wo ich die 3-Monatsspritze nicht vertragen kann, nun noch gemacht werden kann. Total-Op oder was auch immer.

Aber was wirklich hilft ... wir haben 3 Neffen (die sehen wir aber nicht täglich) und Lana, unsere 18 Monate alte Nichte und mein Bruder wird auch dieses Jahr Vater.  Geplanter Termin 30. Dezember, es wird auch ein Mädchen. All diese kleinen Menschen in unserer Familie geben uns das Gefühl das wir gebraucht werden und das sie uns gerne haben und das hilft sehr.

Lana ist ein kleines aufgewecktes Mädchen das uns jeden Tag sehr oft zum lachen bringt. "Mappen" so nennt sie meinen Mann Manfred ist ihr ein und alles. Ich durfte ihr am Montag (mein Mann hatte Urlaub), als ich mir ihr raus zu den "Muhs" (hinter unserem Haus stehen seit ein paar Tagen Kühe) wollte nicht die Schuhe anziehen, das durfte nur der "Mappen", die Jacke durfte nur die "Heiki" anziehen. Sie verteilt Küsschen, kuschelt und ist ein richtig kleiner Sonnenschein.

Es ist auch anstrengend manche Tage wenn sie versucht rauszufinden wie weit sie gehen kann  aber trotzdem sie ist ein ganz tolles kleines liebes Mädchen und ich freue mich wirklich das meine Schwester damals sagte "Du, wenn ich wieder halbe Tage arbeiten gehe, würdest Du Lana Vormittags bis 13 Uhr nehmen?" ... was für eine Frage??!!! "KLAR!".
Meine Schwester wohnt 5 Häuser weiter, meine Eltern und wir wohnen in einem Haus, also hockt fast die ganze Familie täglich zusammen.

Es ist bestimmt nicht einfach das Du die Kleine nicht so oft sehen kannst aber dafür sind die Besuche doch dann sicherlich umso intensiver.
Ich würde an Deiner Stelle auch kein Risiko eingehen und würde den Besuch verschieben. Lieber etwas vorsichtiger sein, da stimme ich Dir zu!

Ich wünsche Dir, Deinem Mann und Eurem Baby von ganzem Herzen alles Gute.



hallo, mein mann und ich
brgit

hallo,

mein mann und ich haben seit sieben jahren einen kinderwunsch. vor allem die letzten zwei jahren waren sehr belasten für uns, weil wir nach negativen icsis immer wieder ganz unten gelandet sind und es mit keinem wort beschrieben werden kann, wie unglaublich schmerzlich diese erfahrungen sind. es erschüttert mich immer wieder, wie knapp glück und trauer gerade auf diesem gebiet beieinander liegen.

hier ein link der eigentlich alles aussagt und der sehr zu herzen geht. finde er paßt perfekt hier her!

alles liebe auch allen!

birgit

http://www.tearsandhope.com/emptyarms_video.html



Vielen Dank für den Link.
Heike2704

Vielen Dank für den Link. Das Video geht wirklich sehr zu Herzen und ich muss auch ehrlich zugeben das Tränen flossen. Es sagt wirklich alles aus! Habe mir das Video zusammen mit meinem Mann angeguckt. Danke!



Hallo Brgit! Das Video ist
Dea

Hallo Brgit!

Das Video ist mir sehr nahe gegangen. So viel und so aus tiefem Herzen habe ich schon lange nicht mehr geweint.

Danke fürs Einstellen!

Lg an alle

Dea