Umgang mit der Angst, kein Kind zu bekommen
Kiki76

Liebe Forumsmitglieder,

ich habe mich hier schon in einigen Themenbereichen, v. a. Kinderwunsch, mit Forumsmitgliedern ausgetauscht und begegne dort immer wieder Angst und Verunsicherung rund um Kinderwunsch (auch bei anderen Themen, aber im Moment ist der Kinderwunsch das Thema, was mich am meisten beschäftigt). Gedanken, wie "oh, jetzt ist mein Eisprung, und mein Mann ist auf Geschäftsreise", "oh, bin ich eigentlich empfängnisfähig", "jetzt habe ich mich doch wieder nicht gesund ernährt" etc. Ich möchte mit diesem Eintrag den Fokus auf unsere Gefühle lenken, die sich hinter unseren Fragen und Gedanken in Wahrheit verstecken, nämlich oftmals Angst und teilweise auch Ärger über sich selbst, dass man sich verrückt macht...

Ich habe schon seit 5 Jahren einen Kinderwunsch, war 2008 schwanger, dann frühe Fehlgeburt im gleichen Moment, wo ich auch meinen Job aufgeben musste verbunden mit körperlicher und mentaler Erschöpfung. Danach - 3 Jahre -bin ich nicht mehr schwanger geworden. Ich habe alles Mögliche schon durchgemacht, was ihr alle, die einen Kinderwunsch haben wahrscheinlich kennt.

Nun, ich habe mir wirklich das Ziel gesetzt, mich nicht mehr verrückt zu machen. Ich möchte mich von der Angst lösen und wieder entspannter werden, mich nicht mehr so verunsicher und verunsichern lassen. Ich glaube, ich bin schon auf einem guten Weg.

Aber, wenn es hier Leute gibt, die sich mit mir darüber austauschen möchten, wie sehr die Angst sie belastet, wo sie ihr begegnen, wie es sich auf die Beziehung auswirkt, was ihr dagegen macht, dann freue ich mich. Mein Anliegen ist es, dass wir uns gegenseitig stärken und ermutigen Smile, uns ein klein wenig zu befreien und leichter zu fühlen.

Lieber Gruß, Kiki76

 



@Mandarina - Vorfreude auf standby
Kiki76

Liebe Mandarina,

oh, das freut mich ja, dass das, was sich schreibe nah an den Leser kommt. Ich freue mich auch über diesen Austausch hier. Mir hat auch jemand mal gesagt, ich solle festhalten und ein Buch schreiben. Mal sehen, vielleicht mache ich das eines Tages ja. Im Moment kann ich mir das nicht vorstellen. Wüsste auch gar nicht, wie das geht.

Nun, ich darf wieder ab dem nächsten Zyklus. Ich musste jetzt 2 Zyklen aussetzen. Das heißt also im Februar wieder. Grundsätzlich bin ich inzwischen auch bereit, aber ich weiß noch nicht, wie ich mich dann wirklich fühlen werde und wie es für mich ist, entweder wieder monatelang nicht schwanger zu werden, oder wenn ich schwanger werde, was dann mit mir passiert. Ob ich dann meine Angst im Griff habe oder nicht. Falls es schlimm wird, werde ich mir wohl Hilfe holen müssen.

Die Vorfreude, für die ich hier so geworben hatte, empfinde ich noch immer nicht. Aber das liegt auch daran, dass ich im Moment nicht bereit bin, sie zu empfinden. Ich stelle so kritische Fragen zur Zeit. Ich habe irgendwie noch keinen Mittelweg gefunden, ein Gleichgewicht aus Vorfreude und Vorberietung auf ein Kind einerseits. Und andererseits wünsche ich mir, mich von meiner Angst zu befreien, der Angst, wenn es nicht klappt, wie ich es mir vorstelle/wünsche. Ich will einfach nicht, dass wenn ich so eine Vorfreude habe und alles Mögliche tu, um ein Kind zu bekommen, es gleichzeitig mit so einer verkrampften Einstellung verbunden ist, also das Gefühl "die WElt geht unter", wenn... Vermutlich verstehst du, was ich meine... Ja, und so einen Mittelweg wünsche ich mir, da will ich hin. Dann will ich mich auch wieder freuen. aber jetzt kann ich das irgendwie nicht.

Lieber Gruß, Kiki



Hallo Kiki, hallo an
Dea

Hallo Kiki, hallo an alle,
erstmal möchte ich Mandarina beipflichten, ich höre auch immer gern von dir :o)
Ich denke, du hast einen sehr guten Weg zu dir selbst eingeschlagen, darüber freue ich mich für
dich.  Und jetzt, wo du dich auf dich selbst konzentrierst und dich selbst mehr wahrnimmst, wirst du herausfinden, was  deine ganz persönlichen Leidenschaften sind.
Du schreibst, du hättest einen Tag deine Gefühle aufgeschrieben. Ich schreibe oft auf, was
mir am Tag Gutes widerfahren ist. Das können ganz kleine Dinge sein, wie z. B. daß ich die grüne Ampel gerade noch erwischt habe, oder ein schönes Lied im Radio gehört habe etc. So kommt es automatisch, daß man sich auf die guten Seiten des Tages konzentriert und diese bewusster wahrnimmt.
Von dieser „Methode“ habe ich bisher noch nichts gehört, finde sie jedoch interessant. Wobei ich
ich den Begriff einfühlsame Kommunikation ebenfalls ansprechender finde. Wir befinden uns ständig
im Dialog mit uns selbst und gehen tatsächlich meist sehr streng mit uns ins Gericht. Mit einer Freundin würde man einfühlsam und beruhigend über viele Dinge sprechen und mit sich selbst führt man Gespräche wie „ stell dich nicht so an“, „ reiß dich zusammen „ oder ähnliches. Ein Mehr an Freundlichkeit und Rücksicht uns selbst gegenüber würde uns allen sehr gut tun. Ich versuche mir selbst ein gute Freundin zu sein :o)
Sehr schön finde ich das letzte von den Zitaten:
Wenn wir unsere eigenen Bedürfnisse nicht ernst nehmen, so werden andere dies auch nicht tun
Wie sollten  andere auch unsere Bedürfnisse und uns selbst ernst nehmen, wenn wir selber das nicht
tun bzw. noch nicht mal wissen, was unsere Bedürfnisse sind?
Mir ist es oft so ergangen, wenn ich z. B. gefragt wurde, was ich gerne tun möchte. Meist habe ich geantwortet, daß es mir egal ist, daß ich beides ok finde oder so ähnlich. Heute denke ich wirklich zuerst darüber nach, was ich gerne tun möchte und sage dann auch genau das. Wenn ich das nicht tun würde, wie sollte z. B. mein Mann meine Bedürfnisse erraten ? Verstehst du was ich meine? Geht es dir auch so?
Der These, daß der Kinderwunsch nur eine Strategie ist, um diverse Bedürfnisse zu befriedigen,  stehe ich eher skeptisch gegenüber. Sicher verknüpft man damit ein Baby zu bekommen gewisse Sehnsüchte, welche oft überbewehrtet werden und stilisiert werden. Ich denke dabei z. B. an der Verbundenheit mit dem Kind. Tatsächlich ist es so, daß ein Kind vom Tag seiner Geburt danach strebt, jeden Tag ein Stück weiter losgelassen zu werden und seinen eigenen Weg zu gehen bis es letztendlich selbstständig ist……Aber ist es nicht so, daß wenn wir Frauen dieses Bedürfnis nicht irgendwann einmal spüren würden, wir vielleicht gar keine Kinder mehr bekommen wollen würden. Der Autor ist ein Mann und ich kann mir nicht vorstellen, daß er dieses Bedürfnis nach einen Kind je so empfunden hat, wie es nur eine Frau kann. Ich denke, daß die Natur dieses Bedürfnis in uns weckt. Was bei uns allen womöglich dazu kommt, ist die Tatsache, daß wir dieses Bedürfnis evtl. nicht erfüllt bekommen und wir uns durch diese Aussicht in diesem Bedürfnis verrennen. Kannst du meine Gedanken nachvollziehen?
Um nochmal auf das Thema einfühlsame Kommunikation mit uns selbst zurückzukehren,  vor Kurzem habe ich das Buch „Leben kann auch einfach sein“-So stärken Sie Ihr Selbswertgefühl von Stefanie Stahl gelesen, welches mir sehr zugesagt hat und ebenfalls zu dem Thema passt.
Wenn es dich oder andere vielleicht interessieren sollte, in Amazon kann man ein bischen reinlesen:
www.amazon.de/Leben-kann-auch-einfach-sein/dp/383190443X/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1327227688&sr=1-1
Hast du denn schon wieder neue Erkenntnisse über dich gewonnen in den letzten Tagen? Wie geht es dir mit dem Aufschreiben deiner Gefühle?
Würde mich freuen wieder von dir zu hören.
Glg an dich und alle Anderen
Dea



kurzes Lebenszeichen
Kiki76

Hallo Ihr Lieben, liebe Dea, sorry, komme im Moment nicht zur Antwort, wollte kurz Bescheid geben. Wird Ende der Woche werden, bis ich Zeit habe. Danke aber für die lieben Zeilen, über die ich mich wieder sehr gefreut habe.

Liebe Grüße, Kiki76



Hallo,  ich bin neu hier
Schattenblume

Hallo,

 ich bin neu hier und hab das jetzt mal so ein bisschen überflogen. Bei mir ist das Thema Kinderwunsch noch nicht aktuell. Ich bin 28 und frage mich in letzter Zeit öfter mal, was ich eigentlich möchte für die Zukunft und ob zu meiner Zukunft auch Kinder gehören sollen oder nicht. Im Moment passen die Umstände überhaupt nicht und das Thema macht mir große Angst. Dann frage ich mich aber doch manchmal "was wäre wenn...?" Wie wäre das Leben mit Kind? Wäre ich eine gute Mutter? Aber dann kam mir ein Gedanke, der das "Was will ICH eigentlich?" total in den Schatten gestellt hat und ich frage mich, ob ihr diesen Gedanken auch habt:

Angenommen mein Freund und ich entscheiden uns für ein Kind und angenommen wir würden es auch bekommen. Was wäre, wenn es ein Mädchen wird und sie diese grausame Krankheit ebenfalls bekommt? Im Moment hab ich zwar nicht viel Bezug zu Kindern, bin aber ganz sicher, dass ich mein Kind - sollte ich je eines haben - über alles lieben würde und das allerletzte, was man einem Menschen, den man liebt wünscht, ist doch, dass er bzw sie den gleichen Mist mitmachen muss, wie man selbst.

Ich weiß nicht, wie es euch geht mit der Krankheit, aber mir ruiniert sie das Leben. Während meiner Periode hab ich grausamste Schmerzen mit Ohnmachtsanfällen, Magen-Darm-Problemen, Hitzewallungen, Schüttelfrost, Fieber, heftige Blutungen... ich kämpfe seit über 2 Jahren erfolglos gegen Blutarmut. Da ich inzwischen auf sämtliche Medikamente allergisch reagiere bleibt meine Endometriose unbehandelt. Auch die Schmerzen halte ich jeden Monat aus. Früher hab ich in großen Mengen Schmerzmittel genommen, aber keines davon hat jemals auch nur ein bisschen geholfen. Ich bin zu 100% arbeitsunfähig, viel zu schwach, um ein normales Leben zu führen. Das Haus hab ich zuletzt vor 2 Monaten verlassen. Was ist das für ein Leben? 

Ich möchte hier nicht jammern oder Mitleid haben. Es ist nur etwas, das mir große Sorgen macht. Wie soll mein schwacher Körper (ich wiege bei 1,56m Größe nur 37kg) eine Schwangerschaft überstehen? Wie soll ich mich um ein hilfloses kleines Wesen kümmern, wenn ich mit mir selbst schon völlig überfordert bin? Aber noch viel wichtiger: Was, wenn es meiner Tochter genauso gehen würde? Das kann ich doch nicht verantworten. Cry Meine Mutter und Oma haben auch immer Probleme mit der Periode gehabt. Ist es nicht wahrscheinlich, dass auch meine Tochter diese grausamen Schmerzen und alles, was noch dazu gehört, aushalten muss? Das Risiko lässt sich doch nicht wegschieben. Wie seht ihr das? Beim Kinderkriegen geht es doch nicht alleine um mich und darum, das ICH ein Kind haben möchte. Meine Verantwortung dem kleinen Wesen gegenüber beginnt doch bereits mit bzw vor der Zeugung. Hm.... Frown

Nachdenkliche Grüße,

Schattenblume



@ Schattenblume
Kiki76

Liebe Schattenblume,

jetzt will ich gleich ins Bett, daher hoffe ich, dass ich trotzdem noch eine gewisse Aufmerksamkeit habe, dir zu antworten.

Ersteinmal muss ich sagen, dass ich doch sehr betroffen bin, wenn ich lese, wie sehr diese Krankheit deinen Körper in Fesseln genommen hat und dass es so wenig gibt, was dir da helfen kann. Wenn du magst, kannst du mal näher erklären, wie es kommt, dass du so abgemagert bist - ist das wegen deiner Magen-Darm-Probleme? Ich frage mich, ob man wirklich alles getan hat, um dir zu helfen.

Ich denke, deine Gedanken um das Kind sind doch verständlich. Du möchtest sicherstellen, dass es deinem Kind gut geht und dass es ihm wohl ist, und daher machst du dir Sorgen, dass es vielleicht auch dieses Leid ertragen muss, weil die Krankheit wahrscheinlich vererbt wird. Du bist also am Überlegen, ob es überhaupt richtig wäre, ein Kind in die Welt zu setzen. Auch weil du Sorge hast, genug Kraft für das Kind zu haben, weil du für dich selbst so viel Kraft brauchst.

Ich weiß nicht - es ist schwierig zu sagen, was ich oder jemand anders in deiner Situation machen würde. Aber vielleicht hilft es dir, wenn du dich fragst: was erwartest du von einem Leben mit Kind? Was würde dir ein Kind geben? Wenn du da mehr in die Tiefe gehst und in dich reinhörst, dann wirst du vielleicht einen Weg für dich finden, eine Entscheidung zu treffen. Und letztlich musst du die Entscheidung nicht für immer treffen.  Es kann dann auch wieder einen Zeitraum geben, wo du vielleicht die Dinge anders sehen wirst.

Wegen deiner Kraftlosigkeit - ich glaube, es ist tatsächlich so, dass du mit 1,56 m und weniger als 40 kg eine schwierige Ausgangslage dafür hast. Im Moment ist es glaube ich am dringensten, nach dir und deinem Körper zu schauen. Ich denke, das weißt du auch, aber es ist verständlich, dass du dir trotzdem Gedanken wegen einer Zukunft mit Kind machst.

Ich hoffe, dir geht es bald besser.

LG, Kiki76



Liebe Dea, ich hoffe, du
Kiki76

Liebe Dea, ich hoffe, du denkst nicht, ich hätte dich vergessen! Nein ist nicht der fall. Ich war die letzten Tage sehr frustriert und teilweise auch recht deprimiert und kam mit mir selbst echt nicht mehr zurande. Ich habe etwas Abstand gebraucht bzw. teilweise war ich dann auch recht beschäftigt. Jetzt will ich wieder Mut fassen und freue mich, die nächsten Tage dir zu antworten und wieder von dir zu lesen.

Liebe Grüße

Kiki76



@Kiki76 Wie es kommt, dass
Schattenblume

@Kiki76

Wie es kommt, dass ich so abgemagert bin, weiß ich nicht genau. Ich bin schon sehr lange untergewichtig. Vor 2 Jahren wurde bei mir Zöliakie diagnostiziert und das Untergewicht wurde darauf geschoben, weil es sehr lange nicht erkannt wurde. Aber nun ernähre ich mich seit der Diagnose glutenfrei (bin sicher, dass ich keine Fehler mache) und es hat sich an meinem Gewicht gar nichts getan. Ich merke aber, dass ich mich nach der Periode immer so ganz langsam wieder erhole und auch ein kleines bisschen zunehme. Nur kommt dann die nächste Periode und der Kreislauf beginnt von vorne. Ich kann während der Zeit wegen der extremen Schmerzen, die mit starker Überlkeit und Würgreiz verbunden sind, nur Flüssignahrung und Brei zu mir nehmen und davon auch nicht wirklich viel. Zusammen mit dem Durchfall wirft einen das natürlich immer wieder zurück. 

Also ja... im Moment ist wirklich nicht an eine Schwangerschaft zu denken. Das wäre mir zu riskant (hauptsächlich wegen meiner Gesundheit). 

Getan wurde sicherlich nicht alles. Ich hab bis auf die Hormonspirale alles durchgetestet, was es an hormonellen Verhütungsmitteln gibt, aber das half kein bisschen und ich hatte jedes Mal so heftige Nebenwirkungen, dass ich keinen weiteren Versuch mehr starten möchte.  Deshalb haben wir auch nie stärkere Mittel getestet. Ich reagiere extrem sensibel auf sämtliche Medikamente. Eingriffe mit Narkose sind deshalb auch nicht so ohne weiteres machbar und möchte ich auch nicht, weil mir das Risiko von Verwachsungen zu groß ist. Jetzt ohne Behandlung bin ich die meiste Zeit schmerzfrei. Während der Periode ist es halt extrem und beim Eisprung ziemlich unangenehm. Die restliche Zeit über kann ich mich über Schmerzen eigentlich nicht beklagen und das ist mir schon viel wert. Was bleibt ist nur die Schwäche und Erschöpfung.

Mich hatte aber halt auch interessiert, als ich meinen Beitrag schrieb, ob ihr euch auch diese Gedanken macht, was aus dem Kind (falls es ein Mädchen wird) mal werden soll bzw dass eben die Gefahr besteht, dass sie die Krankheit auch bekommt. Klar muss das jeder für sich entscheiden, aber ich frage mich da auch ein bisschen, in wie weit ich das verantworten kann. Kann das jemand nachvollziehen?

Liebe Grüße,

Schattenblume



Kinderwunsch
Lotta2010

Hallo Kiki,

ich habe nicht alle Beiträge gelesen. Ich habe gesagt bekommen kein Kind bekommen zu können. Endo im IV Stadium u. dauerhafte Hormon-Einnahme ohne Zyklen zuzulassen. Vielleicht baut es ja ein wenig auf das ich dann einfach mal im April 2009 die Pille weg lies, Folsäure nahm u. schnell schwanger wurde mit 35, ohne es geplant zu haben. Sicherlich war der fehlende Druck auch ein Pluspunkt da ich damit gar nicht gerechnet hatte. Allerdings habe ich seit dem Kaiserschnitt starke Endo Probleme, auch schmerzhaft, seit der Geburt 2010 schon zwei weiter Bauchspiegelungen u. nun ggf. die Total OP. Aber es ist sicher echt schwer sich den Druck nicht zu machen. Ich drück die Daumen und sonst versuch es doch mal mit einem Osteopathen, das hat mir oft (auch jetzt) sehr geholfen. Alles Liebe Andrea



Liebe Schattenblume, Ich
Kiki76

Liebe Schattenblume,

Ich kann deine Gedanken hinsichtlich der Verantwortung für das Kind nachvollziehen, denn nichts mehr wüsncht man sich als Mutter/Eltern, dass es dem Kind gut geht. Deswegen kann ich es verstehen, dass du am Hadern bist. Falls du dich noch gerne mit anderen draüber austauschen möchtest, schlage ich vor, hierfür ein eigenes Thema im Forum zu eröffnen, dann wird deine Frage dort eher auf andere Betroffene treffen als dass es hier vielleicht jemand sieht. Ich denke aber, dass dein Zustand auch durch die Zöliakie sehr stark beeinflusst ist, und grundsätzlich kann man gegen die Zöliakie was machen, wenn man weiß, dass man sie hat. Leider hat es bei dir mit der Diagnose gedauert und offensichtlich dauert es, bis du dich regeneriert hast. Ich denke, bei deinem Kind wärest du sehr aufmerksam hinsichtlich der Symptome und würdest das schnell abklären lassen.

Zur Zöliakie: verträgst du eigentlich Milchzucker und Fett? Hast du abgesehen von deiner Periode immer noch mal Durchfall oder Blähungen zwischendurch? Benutzt du glutenfreie Weizenstärke? Denn auch die kann bei sehr Empfindlichen immer noch Zöliakie auslösen. Hattest du mal eine Ernährungsberatung bzgl. Zöliakie und auch der Gewichtszunahme? Ich glaube dir, dass du sehr genau darauf schaust, glutenfreie Produkte zu nehmen, aber dennoch wollte ich dich das mal fragen, weil dir da bestimmt noch einige Anregungen gegeben werden könnten.

LG, Kiki76



Liebe Lotta, vielen Dank,
Kiki76

Liebe Lotta,

vielen Dank, das baut auf. Bei mir sieht es ja gar nicht mal so schlecht aus, aber da ich nun die 2. Fehlgeburt hatte und ich 36 Jahre alt geworden bin, habe ich zwischenzeitlich den Glauben an ein Kind verloren bzw. habe Mühe damit zu glauben, dass es klappen könnte. Inzwischen mag ich auch nicht mehr....ich warte schon so lange, bald 6 Jahre, und möchte diesen Schmerz, der mit einer FG verbunden ist, nicht wieder erleben. Ja, daher ist meine Vision, eine Mutter zu werden, im Moment ziemlich infrage gestellt.

Dennoch tut es gut, deinen Beitrag zu lesen, denn, das was du erlebt hast, ist ja ein Wunder, und dann kann es ja nicht so schwarz bei mir aussehen. Ich schäme mich fast für meine negativen Gedanken Undecided

Danke Dir herzlich! und dir wünsche ich auch, dass es dir besser gehen wird. Eine Total OP, das ist ja auch nicht leicht. Hast du Angst davor oder wie geht es dir damit?

LG, Kiki76



@Kiki76 Danke für deine
Schattenblume

@Kiki76

Danke für deine Antwort. Als ich die Diagnose Zöliakie bekam, vertrug ich so gut wie gar nichts mehr, aber jetzt geht es langsam besser. Das dauert wohl alles noch lange. Fette vertrage ich in kleinen Mengen, was für mich aber ausreichend ist. Ich fühle mich dadurch nicht eingeschränkt. Milchzucker ging anfangs gar nicht, aber jetzt geht das auch viel besser. Manchmal sind Tage dabei, da macht der noch Probleme, aber allgemein ist es viel besser geworden. Glutenfreie Weizenstärke benutze ich nicht, ebenso lasse ich alles weg, auf dem steht "Kann Spuren von Gluten enthalten", da es mir sehr wichtig ist, mich endlich wieder ein bisschen zu erholen und da möchte ich alles nur Machbare für tun. Ernährungsberatung hatte ich keine. Ich wurde auch mit der Diagnose alleine stehen gelassen, aber das war für mich eigentlich kein Problem. Hatte mir damals ein paar Bücher besorgt und viel im Internet gelesen. 

Da das nun aber alles gar nicht hier her gehört, sollten wir das lieber nicht weiter ausbreiten, denn es ging hier ja um etwas ganz anderes. Trotzdem nochmal vielen Dank! Ich wünsche dir und den anderen, die sich sehnlich ein Kind wünschen, von ganzem Herzen, dass euer Wunsch in Erfüllung gehen wird! :)

Liebe Grüße,

Schattenblume



Depression, Kinderwunsch & Sinn des Lebens
Kiki76

Liebe Dea, liebe Alle

Ich habe mir nicht nochmal die Zeit genommen, aufzuschreiben, wie es mir so durch den Tag geht. Aber dennoch hatte mir der eine Tag enorm viel gebracht, weil ich auch danach noch einige Aha-Erlebnisse hatte und besser verstehen konnte, welche Situationen mich traurig stimmen und welche mir Freude machen. Ich denke aber, dass ich das wieder mal machen will.

Ich bin im Moment in einer merkwürdigen Stimmung und habe schon einige Male daran gedacht, zu meinem Hausarzt zu gehen. Ich hatte vor kurzem Geburtstag, und an meinem Geburtstag war ich deprimiert, dass ich wieder ein Jahr älter geworden bin. Dann war mein Mann deprimiert, und es war ein schrecklicher Tag, an dem ich mir wünschte, nicht hier zu sein.

Seit der Fehlgeburt bin ich aus der traurigen Stimmung nicht mehr herausgekommen. Ich fühle mich extem müde, es fällt mir schwer, arbeiten zu gehen, und meine Arbeit mache ich im Moment nur halbherzig und sehr ineffizient.Allerdings litt ich auch letztes Jahr unter einer unglaublichen Müdigkeit und Erschöpfung im Winter, sodass ich glaube, dass hier vermutlich auch eine Winterdepression vorliegt,die sich unglücklicherweise mit dem Schicksalsschlag zusammenfindet.

Ich habe schon einiges verstanden an meiner Situation. Ich glaube, ich habe vieles, was ich so im Alltag gemacht habe, mit dem Ziel gemacht, Kinder zu bekommen. Die ganze Motivation und Energie, die in Dinge floss, sei es Wäsche waschen, einkaufen, spazieren oder arbeiten, war auch immer mit dem Hintergedanken, dass wir bald eine Familie sein werden, es war ein Lebensziel, was ich hatte. Ich glaube, dass das für mich einen Teil des SINN DES LEBENS ausmachte. Und als ich die Fehlgeburt hatte, kamen Zweifel an diesem Lebenskonzept - wird es je so sein? Und mit diesen Zweifeln eine TIEFE LEERE. Das Fundament meines Hauses ist zutiefst erschüttert worden, ein Erdbeben.

Meine Depression war mehr als nur dass aktuelle Bedürfnisse nicht erfüllt werden, die sich in Frust, Wut und Traurigkeit zeigen. Es ist eine SINN-Frage. Und es ist so: wenn wir daran zweifeln, dass dieses Lebensziel - es ist also irgendwie mehr als nur ein KinderWUNSCH nicht in Erfüllung geht, dann ist auch teilweise der SINN infrage gestellt und wir sind mit einer inneren Leere konfrontiert, vor der ich ANGST habe.

Und da ist sie wieder - die ANGST. Warum Angst vor der inneren Leere? Nun, ich habe mich symbolisch betrachtet in einem Spiegel betrachtet, um zu sehen, was dort ist. Ich sah mich, eine innere Schönheit - Bestandteil der Schöpfung, und ich sah, dass da etwas Geheimnisvolles ist - ich kann also nicht genau beschreiben, wer ich bin und was ich will, aber es war auch spannend, und eigentlich machte es mir keine Angst, sondern es war ein schönes Gefühl. Also, die Antwort nach dem Sinn meines Lebens: ich habe sie im Moment nicht. Ich kann euch nicht sagen, dass, wenn mein Kinderwunsch nicht in Erfüllung geht, was sonst sinngebend für mich sein könnte oder was die nächsten Ziele sein könnten. Ich habe beschlossen: das ist nicht schlimm, das ist jetzt so. Ich lasse dem Zeit....

In der Zwischenzeit, bis ich Ideen habe, was ich sonst mit meinem Leben anfangen könnte, habe ich beschlossen AUFZURÄUMEN. Das heißt, ersteinmal gibt es so viele Dinge, die hier auf mich warten und die mich nerven, weil sie ewig schreien: bitte erledige mich endlich. Und zweitens: es gibt doch einige Dinge, von denen ich oft dachte: wie schön wäre es wenn - und da sind wir wieder von meiner eigenen MUSIK, von der ich mal gesprochen hatte. Ein Kind, das verschiedene Begabungen hat und die es vielleicht noch nicht ganz entdeckt und bisher gefördert hat (z. B. meine Sprachkenntnisse verbessern und eine Sprachlehrererin finden...). Ich gehe also auf Entdeckungsreise - von mir und von dieser Welt um mich herum. Und währenddessen werden mir sehr wahrscheinlich neue Ideen erwachsen, die für mich auch Lebensziele sein könnten außer dem KINDERWUNSCH. Oft heißt es ja auch: kommt Zeit, kommt Rat.

Nun, vielleicht ist das jetzt verwirrend, es hört sich an, als hätte ich mit meinem Kinderwunsch abgeschlossen. Nein, so ist es nicht. Ich glaube, ich habe das Bedürfnis, all meine tägliche Motivation und Lebenssinn aber nicht mehr von der Erfüllung dieses Lebensziels abhängig zu machen, weil es für mich einen unheimlichen Stress bedeutet. Man setzt alles auf eine Karte, und wenn die Strategie nicht aufgeht, dann fällt man sehr tief. Ja, und es gibt noch so viele andere Dinge, deren Entdeckung man sich selbst verwehrt. Sie können sicher ein Kind nicht ersetzen, das ist klar. Aber das erwarte ich auch nicht.

Ja, ich weiß nicht, was ich zwischenzeitlich also mit der von Britta Zart propagierten VORFREUDE AUF DAS KIND machen soll. Irgendwie war es gut, andererseits hat es auch gefördert, sich sehr darauf zu fixieren. Ich bin im Moment daher im zwiespalt, was ich mit meiner Vorfreude auf das Kind machen kann - im Moment fühle ich sie in der Regel auch nicht. Wie geht ihr damit um?

Ja, das war mal wieder sehr viel Text. Ich hoffe, es ist verständlich, und vielleicht geht es Euch ja ähnlich? Vielleicht findet sich die eine oder andere wieder. wie immer freue ich mich über Austausch.

Liebe Grüße, Kiki76



@Kiki76Die Gefühle, die du
Schattenblume

@Kiki76

Die Gefühle, die du beschreibst, sind mir auch sehr gut bekannt. Vielleicht nicht direkt im Bezug auf das Kinderkriegen, aber doch allgemein darauf, ein "normales" Leben führen zu können. Auch ich (wie sicherlich sehr viele hier) hatte mir mein Leben ganz anders vorgestellt, als es mit dieser Krankheit zu verbringen.  Man beobachtet das Leben der anderen und wünscht sich, man könnte selbst auch einfach nur leben und frei Entscheidungen treffen. Geht es dir auch so, dass du Familien mit einem gewissen Neid beobachtest? Ich bekomme mit, wie ehemalige Mitschüler aus dem Elternhaus ausziehen, heiraten, Kinder bekommen. Dinge, die für mich in so weiter Ferne liegen, dass ich gar nicht daran glaube, sie jemals selbst erleben zu dürfen. Es ist bei mir im Moment nicht direkt der Wunsch nach einem Kind, der mich traurig macht, sondern die Angst davor, die Entscheidung "Kind bekommen wollen oder nicht" niemals treffen zu dürfen, keine Wahl zu haben, weil die Krankheit bestimmt, dass es einfach nicht sein soll. Ich sehne mich ebenso wie du nach einer Familie. Ob da nun Kinder dabei sein sollen oder "nur" Tiere, darüber traue ich mich noch keine Pläne zu machen. Aber ja, man hat das Bedürfnis, irgendwann einfach bei sich ankommen zu wollen. In einem harmonischen Rahmen, in einer Familie. 

Ich war auch lange Zeit sehr traurig, als mir so langsam klar wurde, dass dieses "ganz normale einfache Leben" wohl nicht für mich bestimmt sein würde. Ich hab so viel Zeit am Fenster stehend verbracht, hab die Menschen auf der Straße beobachtet, wie sie lebten. Ich selbst stehe auf dem Abstellgleis. Chatfreunde erzählten aus ihrem Leben, wie sie auf Konzerte gingen, Spaß hatten, arbeiten und studieren gingen. Jetzt haben sie fast alle Kinder und wieder sehe ich nur zu. Frown 

Man darf in dieser Traurigkeit nicht versinken. Das ist leicht gesagt, aber wenn einem der Sinn des Lebens so unerreichbar scheint, dann wird es wirklich Zeit, sich einen oder mehrere neue Ziele zu setzen. Das heißt nicht, dass man das alte Ziel aufgeben sollte, aber es ist gut, wenn man daneben noch kleinere, leichter erreichbare Ziele hat. Dass du jetzt aufräumst und dich neu orientieren willst, finde ich einen guten Schritt. Das nimmt den Druck etwas und hoffentlich auch die Traurigkeit.  Hast du Haustiere? Ich selbst habe einen Hund (meine Eltern übernehmen das Gassigehen) und 3 Kaninchen, die mir sehr viel Kraft geben, denn ich kann ihnen meine Liebe schenken. Tiere sind kein Kinderersatz, aber eine sehr schöne Aufgabe, ein Ziel, auf das man seine Liebe und Fürsorge richten kann. Mit der Zeit hab ich mir viele Hobbys gesucht, die ich auch an schlechteren Tagen ausüben kann: Stricken, Häkeln, Spinnen, Schreiben. Auch das gibt mir Halt, man kann sich kreativ austoben und hat immer wieder kleine Erfolgserlebnisse. Oft stricke ich für Kinder in ungarischen Kinderheimen. Es ist schön, mir vorzustellen, wie die Kinder sich darüber freuen werden, auch wenn ich es niemals mit eigenen Augen sehen werde. 

Vielleicht ist es auch nicht schlecht, einen zweiten Plan/einen zweiten Sinn zu haben, wenn es mit dem ersten nicht klappt. Für mich ein kleiner Trost: Auch wenn ich die Wahl, ob ich ein Kind bekommen möchte oder nicht, niemals haben werde, so ist doch zumindest der Wunsch, später wieder einen Hund haben zu können, für mich eher erreichbar. Es ist ein alternatives Ziel, das für mich nicht unerreichbar scheint und das tröstet mich sehr. Denn es fühlt sich dann nicht mehr so an, als sei ich der Krankheit vollkommen ausgeliefert. Verstehst du, was ich meine? Es gibt ein Ziel, das vielleicht schwierig zu erreichen ist, aber es ist nicht unmöglich. 

Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg, dich neu zu finden. Es kann so schön sein, sich an den kleinen Dingen zu erfreuen, wenn man nur mal von seinem großen Ziel aufsieht und auch anderen Dingen eine Chance gibt. :)

Liebe Grüße,

Schattenblume



@font-face { font-family:
Mandarina75

Liebe Kiki76,

 

wenn ich deine Zeilen lese, berührt mich das total, weil ich dich sehr gut verstehen kann. Momentan habe ich die gleichen Gefühle. Momentan habe ich sehr viele Gefühle, die mich einfach nicht loslassen. Ich denke, die ganze Zeit...was würde denn so schlimmes passieren, wenn du kein Kind bekommen würdest. Worauf würdest du dich dann konzentrieren Heute hatte ich ein Heft, wo man selber was nähen kann, dann habe ich mir gesagt.. sowas könntest du doch dann machen... oder auch stricken... das beruhigt bestimmt auch .. Ich habe nämlich innerhalb von 3 Wochen 3 Hörstürze und der letzte geht einfach nicht weg und das bedeutet einfach, dass meine Seele einfach gestresst ist .. mit dem ganzen L und ich einfach zur Ruhe komme muss.. Ich merke einfach, dass ich seit dem ich das mit dem Kinderwunsch richtig angehe (also probiere) mein Leben einfach gestresst ist und meine Gedanken nur damit beschäftigt und ich immer mehr und mehr Angst bekomme, wenn es nicht klappt. Dann muss ich ja auch noch mein normales Leben in Griff bekomme und habe hier ja auch so viele Baustellen und will meine Papiere ordnen, dass ich auch immer von Woche zu Woche vor mich hinschiebe...dann will ich die Türen putzen.. etc... dann habe ich auch solche Gedanken wie du.. du musst doch die Wohnung hübsch machen, wenn dein Baby da sein sollte.. dann wenn es nicht klappt.. es ist einfach ein hin und her...  Ich war heute bei der Kinderwunschklinik und habe den Termin auf April/Mai geschoben, weil ich einfach jetzt endlich zur Ruhe kommen muss und nur an mich denken muss ohne an den Kinderwunsch.. und irgendwie ist mir jetzt eine riesen Last von den Schultern gefallen.. es war alles sehr anstrengend für.. das alles zu planen und zu managen.. dann musste ich es auch noch planen mit dem Urlaub meiner Kollegin, damit es zeitlich auch mit der Klinik passt... alles Dinge, die zu berücksichtigen sind...

 

es klingt komisch, aber es kommt mir vor, als wenn ich gerade Urlaub von mir selber genommen hätte...

 

Ich habe erst mal meinen Rücken und mir meinem Hörsturz zu kämpfen... und deswegen.. Liebe Kiki.. kann ich dich sehr gut verstehen, wenn du erst mal um  dich herum die Sachen aufräumen möchtest.. es ist trotzdem immer sehr schön von dir zu lesen und ich danke dir, dass du immer wieder hier fleißig schreibst und uns allen Mut gibst... dann fühlt man sich nicht alleine J

 

Dicke Umarmung

 

--

Liebe Grüße

Mandarina



Hallo liebe Kiki, hallo an
Dea

Hallo liebe Kiki, hallo an alle!

Ich freue mich wieder von dir zu lesen, Kiki!

Gerade eben habe ich ein Buch fertig gelesen, das vieles wiedergibt, was du geschrieben hast und über das du dir Gedanken machst. Da ich gerade in der Phase stecke, in der ich/wir aktiv versuchen ein Baby zu bekommen, beschäftigt mich auch die Kehrseite sehr, was ist, wenn ich kein Kind bekommen sollte. Daher habe ich mir das Buch von Susanne Zehetbauer - Ich bin eine Frau ohne Kinder (Begleitung beim Abschied vom Kinderwunsch) gekauft und gelesen. Bitte versteht mich nicht falsch, ich möchte mit dem Thema keineswegs abschliessen, nur möchte ich mich auch damit auseinandersetzen, wie mein Leben aussehen wird ohne Kinder und mit der Angst davor umzugehen. Ich könnte mir gut vorstellen, daß dir das Buch ebenfalls zusagen könnte, Kiki. Es behandelt viele Dinge, die uns beschäftigen und ich konnte mich in dem Buch vielfach wieder finden und es gibt Mut.

Ich möchte hier nur eine kleine Passage wiedergeben:

Die Frage nach Kindern und, im übertragenen Sinn, nach der Fruchtbarkeit ist damit auch eine Frage nach der Identität und eng verknüpft mit den eigenen Vorstellungen vom Lebenssinn: Was kann ich in die Welt bringen? Was kann ich erschaffen und weitergeben - an Erfahrungen, an Talenten, an Liebe? Was bleibt von mir? Wie gestalte ich mein Leben, damit es mir einst als gelungen erscheint?

Leider habe ich heute nicht so viel Zeit zu schreiben, sorry. Aber ich hoffe wieder von dir und allen anderen wieder zu lesen.

glg Dea

 

 



Fortsetzung; Depression, Kinderwunsch & Sinn des Lebens
Kiki76

Liebe Schattenblume, liebe Mandarina, liebe Dea,

lieben herzlichen Dank für Eure Antworten, über die ich mich sehr gefreut habe und die mich auch sehr berührt haben. Ich bin wirklich glücklich darüber, dass wir uns so tiefsinnig miteinander austauschen können.

Ich hoffe, euch morgen antworten zu können. Jetzt sollte ich bald ins Bett, sonst wird es mit meiner Müdigkeit und Antriebslosigkeit nicht besser.

Gute Nacht Smile und eine dicke Umarmung.

Kiki76



Hallo Ihr Lieben, habe es
Kiki76

Hallo Ihr Lieben, habe es nicht geschafft zu antworten und gehe jetzt ins Bett!

War heute aber in der Bib und habe mir Bücher über das Häkeln und Filzen ausgeliehen und habe Lust bekommen, demnächst mit dem Häkeln zu beginnen. Da sind ja total shcöne Sachen in den Büchern. Also, danke für Eure Anregungen!!!....vielleicht häkel ich ja mal was für meine kleine Nichte.....

Ich komme diese Woche nicht mehr zum Antworten, möglicherweise. Und nächste Woche habe ich die ganze Zeit Besuch....Melde mich, sobald ich wieder mehr Luft habe.

Bis dahin denke ich an Euch. Liebe Grüße und gutes Nächtle, Kiki76



Angst
rozelina

Hallo

In der Tat ein Thema, das auch mich schon lange beschäftigt. Kinderwunsch seit 2006, 4 ICSI, 3 ICSI im nat. Zyklus, ca. 6 Kryo-Versuche (ich hab irgendwann aufgehört zu zählen). Resulat: 2 biochemische SS und viele Tränen. Irgendwann während dieser Zeit kam dann die Endo raus (am Anfang ging man davon aus, dass es wegen OAT III von meinem Mann nicht klappt). Letztes Jahr haben wir uns entschieden, die Behandlungen Behandlungen sein zu lassen und es einfach laufen zu lassen. Die Quittung habe ich nun erhalten: 10cm Endozyste, neue OP.

Ich habe viele Stadien durchgemacht: von "es klappt ganz sicher und ich freue mich riesig darauf" bis "ich werde nie ein Kind haben" habe ich alles durchgemacht. Ich war entspannt, hab nicht dran gedacht, hab ständig dran gedacht und war unentspannt. Eben alles, was die KiWu Palette zu bieten hat. Nie hat es geklappt. Eine Enttäuschung auf die nächste. Inzwischen fällt es mir schwer, auch gute und schöne Gedanken zuzulassen. Ich mag mich gar nicht mehr Recht mit "meinem" Kind auseinanderzusetzen, weil ich Angst habe doch wieder nur enttäuscht zu werden. Ich denke immer, es kann ja nur besser werden, und gleich kommt der Schlag ins Gesicht und es kommt eben nicht besser, sondern schlimmer. Es ist so schwer, positiv zu bleiben.

 

Herzlichst, rozelina



Nur mal eine Frage
Schattenblume

Nur mal eine Frage zwischendurch:

Habt ihr schon mal über das Thema Adoption nachgedacht? Selbst kein Kind bekommen zu können, muss ja nicht zwangsläufig bedeuten, niemals Mama sein zu können. 

LG,

Schattenblume



Adoption
Dea

Hallo Schattenblume!

Eine gute Frage. Ja, wir haben uns bereits Gedanken zu einer Adoption gemachten. Für uns kommt eine Adoption nicht in Frage, wobei ich Adoptionen für eine gute Sache halte. Gefühlmäßig ist das jedoch nichts für mich. Was ich mir besser vorstellen könnte, ist Pflegemutter zu werden.

Kommt eine Adoption für dich in Frage?

Lg Dea



Hallo Dea, ob eine Adoption
Schattenblume

Hallo Dea,

ob eine Adoption für mich/uns in Frage kommt, weiß ich noch nicht. Bei uns ist ja der Kinderwunsch auch noch nicht so aktuell, weil es im Moment halt überhaupt nicht passen würde. Ich zweifel allerdings eher daran, dass ich ein fremdes Kind wie mein eigenes annehmen könnte.  Kann dazu jetzt noch nicht so viel sagen. Ich bin vielleicht etwas fehl am Platz in diesem Thread. Bei mir ist es gerade nicht die Angst davor, kein Kind zu bekommen, sondern die Angst, die Entscheidung "will ich oder will ich nicht?" niemals treffen zu dürfen, weil die Krankheit bestimmt, dass es gar nicht gehen würde. 

Liebe Grüße,

Schattenblume



@Schattenblume - Depression, Kinderwunsch & Sinn des Lebens
Kiki76

Liebe Schattenblume, liebe alle,

mein Besuch ist nicht gekommen diese Woche, daher habe ich ein wenig Zeit.  Ich war von Euren Beiträgen hier sehr berührt, und oft wünsche ich mir, ich könnte sofort zurückschreiben, wenn meine Gedanken hierzu noch aktuell sind. So sind wieder einige Tage vergangen, aber ich versuche mich zu erinnern, was ich dachte, als ich eure Zeilen zum Thema Depression... las.

Angst - nicht selbst entscheiden zu können, ob Du ein Kind bekommst oder nicht, weil die Krankheit das vielleicht für dich entscheidet.

Ich weiß nicht, ob ich dich da richtig verstehe - bitte sag es mir. Du schreibst eben nicht, "Angst kein Kind zu haben", sondern "Angst es nicht entscheiden zu können". So wie ich dich verstehe, bringst du hier nochmal einen weiteren Aspekt mit rein - nämlich das Bedürfnis, selbst entscheiden zu können, was deine Lebensträume oder -ziele sein sollen. Und wenn du daran denkst, dass du das vielleicht gar nicht entscheiden können wirst, wirst du traurig. Der Gedanke an einen Entscheidungsprozess kommt eben auch daher, dass du im Moment aufgrund deiner körperlichen Verfassung oder anderem nicht im Moment daran denken kannst, jetzt ein Kind zu bekommen. Du würdest dir nichts sehnlicher wünschen, auch wie die anderen um dich herum, ein Leben mit Familie zu führen eines Tages, und ich denke, so wie bei vielen, die sich hier austauschen, ist es unklar, ob dieser Lebenstraum überhaupt in ERfüllung gehen wird.

Jetzt schreibe ich dir, wie es mir ging, als ich deine Zeilen las - nun, ich war von dem, was du dann im Anschluss geschrieben hast, unheimlich beeindruckt. Trotz dass du in einer schweren gesundheitlichen Situation steckst, hast du so viel Kraft. Ich finde es wunderbar, dass du "deine Kreativität" mit anderen Dingen austobst und dass du Tiere hast, dass du für ungarische Kinder strickst. Eigentlich hast du in dem Moment getroffen, woran ich gerade eben auch für mich arbeite, nämlich aufräumen und schauen, was ich brauche und was mir gut tut - von Verbindung zu anderen Lebewesen (einschl. Tieren) bis Kreativität... Und dann sich andere Ziele/Träume überlegen, um sich nicht so abhängig zu machen. Auch hier scheinst du, schon andere kleine Träume zu haben, so wie z. B. einen eigenen Hund eines Tages haben. Mir hat es sehr gut gefallen, das zu lesen, und anschließend war ich ja auch in der Bib und habe mir Häkelbücher ausgeliehen.

Es ist so wahr, was du schreibst...Es kann so schön sein, sich an den kleinen Dingen zu erfreuen, wenn man nur mal von seinem großen Ziel aufsieht und auch anderen Dingen eine Chance gibt. :)

Danke dir! Liebe Grüße, Kiki76



@Dea - Depression, Kinderwunsch & Sinn des Lebens
Kiki76

Liebe Dea,

habe mich sehr gefreut, wieder von dir zu lesen! Ich habe mir das Buch jetzt auch bestellt, weiß aber noch nicht, ob ich gerade damit anfange, es zu lesen.

Jedenfalls hat mich auch plötzlich so ein Gefühl gepackt wie: "jawohl, ich kann euch (den Leuten da draußen, die dauernd fragen, ob wir Kinder haben...), dass wir ein tolles Leben auch ohne Kinder haben und dass wir nicht weniger Wert sind!!!!". Es war ein merkwürdiges Gefühl, so wie als würde ich das jetzt als Herausforderung auffassen und als wollte ich mir selbst sagen: "Mensch, dein Leben ist genauso wertvoll und keineswegs leer und langweilig, nur weil du keine Kinder hast". Es war, als wollte ich mich davon überzeugen, weil ich mir ja anscheinend ständig einrede, mein Leben sei ja irgendwie öde, langweilig, leer....ohne Kinder. Der Selbstwert scheint an das Kinderkrigen geknüpft zu sein!!

Ach, schwer auszudrücken, was ich meine...

Bis bald, liebe Dea.

Kiki76



@Dea - Depression, Kinderwunsch & Sinn des Lebens
Kiki76

Liebe Dea,

habe mich sehr gefreut, wieder von dir zu lesen! Ich habe mir das Buch jetzt auch bestellt, weiß aber noch nicht, ob ich gerade damit anfange, es zu lesen.

Jedenfalls hat mich auch plötzlich so ein Gefühl gepackt wie: "jawohl, ich kann euch (den Leuten da draußen, die dauernd fragen, ob wir Kinder haben...), dass wir ein tolles Leben auch ohne Kinder haben und dass wir nicht weniger Wert sind!!!!". Es war ein merkwürdiges Gefühl, so wie als würde ich das jetzt als Herausforderung auffassen und als wollte ich mir selbst sagen: "Mensch, dein Leben ist genauso wertvoll und keineswegs leer und langweilig, nur weil du keine Kinder hast". Es war, als wollte ich mich davon überzeugen, weil ich mir ja anscheinend ständig einrede, mein Leben sei ja irgendwie öde, langweilig, leer....ohne Kinder. Der Selbstwert scheint an das Kinderkrigen geknüpft zu sein!!

Ach, schwer auszudrücken, was ich meine...

Bis bald, liebe Dea.

Kiki76



@ Thema Adoption
Kiki76

Hallo Schattenblume,

ja, manchmal haben wir über Adoption gesprochen. Warum, weiß ich nicht, aber ich glaube, wenn ich keine Kinder mit meinem Mann bekommen kann, dann werde ich wahrscheinlich auch kein Kind adoptieren wollen. Was ich machen würde, ob Pflegemama oder was anderes, das weiß ich auch noch nicht. 

LG, Kiki76



@Mandarina.
Kiki76

Liebe Mandarina,

das hört sich ja nicht gut an, was du da schreibst. Ich kann es aber verstehen, wenn du schreibst "Urlaub vor mir selbst". Glaub mir, mir ging es die letzten Tage auch so, am liebsten weit weg irgendwohin und einfach alle Gedanken abschalten...Ja, und dass du Hörstürze und Rückenprobleme hast, zeigt wohl, dass das Ganze doch sehr auf deinen Körper schlägt. ich weiß nicht, ob dir das auch so geht - aber als mir in letzter Zeit Dinge auf den Körper geschlagen sind, hat mich das sogar doch recht erschreckt und verunsichert, wie sehr die Psyche den Körper aus dem Gleichgewicht bringen kann. Vermutlich geht es dir so.

Ich denke, es ist gut, dass du erstmal den Termin gestrichen bzw. verschoben hast, wie du sagst. Erst mal zur Ruhe kommen - ich hoffe, du findest einen Weg? Ich will dir nicht zu nahe treten, aber hast du schon daran gedacht, dir psychologische Hilfe zu holen - jemand, der dich durch diese schwere Zeit begleitet? Das mit dem Kinderwunsch ist wirklich eine enorme Belastung, wie ich jetzt wirklich immer mehr und mehr auch nachvollziehen kann. Ich finde, es hat nichts mit psychischer Störung zu tun, wenn man in so einer Situation Hilfe in Anspruch nimmt.

Liebe Grüße, Kiki76



@Rozelina - Die Torte mit dem Stromschlag
Kiki76

Hallo Rozelina, liebe Alle,

herzlich willkommen in der Runde. Habe jetzt leider nicht so viel Zeit zum Schreiben.

Wir hatten ja schon Kontakt miteinander im Forum. 

Ich kann das gut nachempfinden, was du schreibst, auch wenn ich nicht wie du schon so viele Versuche der künstlichen Reproduktion (toller Ausdruck) hinter mir habe. Aber wir hoffen auch seit fast 6 Jahren auf Nachwuchs, und es ist wie du sagst: man macht die unterschiedlichsten Stimmungen durch - von gelassen und positiv gestimmt bis verkrampft. Es sind wirklich auch Stadien, und das Stadium, in dem du dich befindest, kann ich dir auch wirklich nachfühlen.

Als ich dieses Thema hier startete, hatte ich meinen ganzen Mut und meine ganze Kraft gesammelt und wollte es positiver Dinge angehen. Ich wollte, dass wi runs gegenseitig im Forum Mut machen. Inzwischen denke ich nicht mehr so positv. Ich glaube, aus ähnlichen Gründen wie Du - ich traue mich auch nicht mehr so sehr daran zu glauben oder zu hoffen, denn das, was man erlebt hat, das bedeutet einfach einen sehr großen Schmerz, den man nicht nochmal erleben will (ich hatte vor kurzem meine 2. Fehlgeburt). Schau, da ist eine wunscherschöne Torte vor dir, an der so viele <menschen essen können. Unsereins möchte auch gerne ein Stück von dieser schönen Torte abhaben, aber wir haben bei dem Versuch sie zu berühren, heftige Stromschläge erhalten. So wünschen wir uns immer noch dieses Stück Torte, aber wir wollen nicht wieder so einen schlimmen Stromschlag bekommen, und daher fragt man sich: möchte ich es eigentlich noch wagen, meine Hand nach dieser Torte auszustrecken? Ist die Angst da nicht berechtigt? Ich weiß nicht, wie es dir ging, aber ich bin auch manchmal hart zu mir und sage mir: ach komm, verliere doch nicht den Mut -es hat doch mal geklappt. Aber ich habe auch Angst vor diesem Schmerz.

Nun, ich schrieb "inwzsichen denke ich nicht mehr so positiv", ich sehe das kleine Projekt hier dennoch nicht als gescheitert an, denn es ist wirklich so, wie du sagt: man durchläuft verschiedene PHasen und Stadien, wo man kritisch hinterfragt und überlegt und immer wieder das Segel dem Wind entsprechend neu ausrichten muss. Und ich bin gespannt, was dabei herauskommt.

Freue mich, wieder von dir zu lesen.

LG, Kiki76



Liebe Kiki, danke für deine
Mandarina75

Liebe Kiki,

danke für deine lieben Worte. Ich gehe bereits zur Therapie, aber hier bespreche ich eingentlich nur meine täglichen Sorgen un das mit dem Kinderwunsch noch nicht so ganz :-( es wird immer mal wieder mal angeschnitten, aber das andere beschäftigt mich mehr und dann ist die Zeit schon um.. ich will jetzt auch nicht in der Therapie Möglichkeiten besprechen, wenn es nicht klappen sollte, weil ich es ja noch nicht versucht habe mit der künstlichen Befruchtung.. ich will erst es versuchen und wenn es dort nicht klappen sollte, dann werde ich es auf jeden Fall besprechen und mir Hilfe holen... das mit der Torte hast du sehr bildlich geschrieben und das stimmt wirklich.. man hat wirklich Angst.. Stromschläge zu bekommen und fragt sich auch, warum bekomme ich diese und andere wieder bekommen ein ganz großes Stück und genießen es oder wieder andere bekommen Kinder und bringen es denn um... die es nicht haben wollen.. Die Welt ist schon verrückt :-(s

Zum Glück ist endlich der Doppelton in meinem Ohr nicht mehr da und ich hoffe sooo sehr.. das es so bleibt und nicht wieder kommt.. damit ich wirklich im April/Mail starten kann mit der künstlichen Befruchtung :-) ich habe am Wochenende meine Papiere sortiert und werde dieses Wochenden einiges aussortieren und mich befreien :-) es tut echt gut :-) 

Ich hoffe für uns alle sehr, dass wir unsere Wunschkinder bekommen und falls es doch nicht erfüllt wird, dass wir unseren inneren Frieden finden und das Leben trotzdem genießen können.

Liebe Grüße

Mandarina

--

Liebe Grüße

Mandarina



hole mir jetzt Hilfe...
Kiki76

Liebe Mandarina, liebe Alle,

danke dir auch. Schön, dass dein Ohr sich beruhigt hat. Ja, wäre schön, ein Stück der Torte zu haben. Vielleicht geht dein Wunsch, dass wir alle unsere Wunschkinder bekommen, in Erfüllung. Ich merke, dass ich im Moment kaum daran glauben kann und eigentlich fast nicht mehr hoffen mag. Der STromschlag war doch zu heftig. 

Ich war heute bei meinem Hausarzt und habe mich nun an einen Psychotherapeuten überweisen lassen. Bei den all den weiterbringenden GEdanken, die ich so habe, bin ich doch in eine tiefe Krise gekommen und gestehe mir ein, dass ich HIlfe brauche.

Hilfe, alternative Lebensziele zu finden...Hilfe, mich selbst zu entdecken und Dinge in die Wege zu leiten...Hilfe darin zu glauben, dass ich keine Angst haben muss, wenn nicht alles so eintritt, wie ich es mir gewünscht habe...HIlfe, irgendwie einen Mittelweg zu finden zwischen am Kinderwunsch dran bleiben, aber doch nicht verkrampft sein. Das wünsche ich mir.

Liebe Grüße,

Kiki76



Hallo liebe Kiki! Ich habe
Dea

Hallo liebe Kiki!

Ich habe schon länger nichts mehr von mir hören lassen, ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel.

Ich freue mich, daß du dich dazu entschlossen hast, eine Therapie zu beginnen. Wie du vielleicht weist, bin ich selbst seit 2008 in Therapie und habe durch die Behandlung so viel über mich lernen können und fand durch diese wieder einen Weg meistens glücklich zu sein und mit vielen Dingen besser umzugehen (ich lerne natürlich immer noch dazu, zu Zeit übe ich mich an mehr Gelassheit ;o)). Ich hoffe, daß auch dir die Therapie auf deinem Weg helfen wird.

Bei deinen letzten Einträgen habe ich mir ehrlich gesagt schon ein bischen Sorgen um dich gemacht, da du am Anfang dieses Beitrages immer sehr positiv und Mut machend geschrieben hast und in letzter Zeit klang immer eine gewisse Traurigkeit mit.

Im Moment bin ich auch grade dabei mich wieder zu fangen. Hatte jetzt zwei nicht so gute Abstriche (Pap III D), was mich ziemlich aus der Bahn geworfen hat. Zwei Ärzte haben mir gesagt, daß ich mir darüber keine große Sorgen machen sollte. Mich hat es leider trotzdem etwas aus der Fassung gebracht und gewisse Ängste verursacht. So viel zum Thema Gelassenheit ;o)

Ich würde mich freuen, wieder von dir zu hören. Bis dahin wünsche ich dir alles erdenklich Gute!

Lg Dea

 



Hallo liebe Dea, liebe
Kiki76

Hallo liebe Dea, liebe Alle,

ich freue mich sehr von dir zu lesen. Nein, ich nehme es dir nicht übel. Manchmal bin ich selbst im Zwiespalt, inwiefern ich hier noch reinschreiben soll. Irgendwie frage ich mich manchmal, ob ich nicht zu viel Zeit im Forum verbringe/verbracht habe. Ich denke, ich sollte aufpassen, dass es nicht zu viel ist und andere Dinge vernachlässigen, auch wenn ich mich sehr über deen Austausch freue. Manchmal denke ich auch, wie schön wäre es gewesen, wenn man sich auch mal kennen gelernt hätte statt sich immer zu schreiben. Aber wer weiß, vielleicht ergibt sich ja sowas irgendwann und -wie mal.

Wenn ich lese, wie sehr dir deine Therapie was gebracht hat, dann macht mir das richtig Mut, und es freut mich wirklich von Herzen für dich. Ich hoffe auch, dass ich dann viel über mich lernen werde. Bzw. ich glaube, vieles was mit meinem unerfüllten Kinderwunsch zusammenhängt, spiegelt letzliich sehr stark wieder, wie ich mit Dingen umgehe. Und ich merke, dass mir nicht gerade das Urvertrauen in Dinge in die Wiege gelegt wurde (bzw. es ist irgendwo im Laufe meiner Kindheit verloren gegangen). Oder das Vertrauen in mich selbst fehlt auch. Als ich schrieb, der Weg könnte sein, zu spüren, was meine Bedürfnisse sind und was ich für sie tun kann, merkte ich, dass es genau das ist, was mir so unhiemlich schwer fällt. Ich traue es mir irgendwie nicht zu, mein Leben selbst zu gestalten zu können. Ein Leben ohne Kind macht mir auch daher Angst. Das alles und einiges mehr, das mit meiner Vergangenheit zusammenhängt, macht es mir schwer, mit dem unerfüllten Kinderwunsch umzugehen.

Du hattest schon mal von Abstrichen und etwas in deiner Gebärmutter geschrieben - was bedeutet den Pap III D? Wenn die Ärzte dir sagen "keine Sorgen machen" - wie ist das für dich? Kannst du ihnen das glauben, oder bist du eher skeptisch, oder...?

Ich freue mich auch sehr, wieder von dir zu hören. Am Donnerstag ist meine erste Psychotherapie-Sitzung.

LG, Kiki76



Hallo liebe Kiki! Ich muß
Dea

Hallo liebe Kiki!

Ich muß zugeben, ich hatte schon das Gefühl, daß du dich vom Forum an sich verabschiedest hast. Den Zwiespalt kann ich gut nachvollziehen. Ich selbst stehe einigem sehr skeptisch gegebenüber. Du hast in der ersten Nachricht geschrieben, daß du dir wünschst, daß wir uns gegenseitig unterstützen und ermutigen. Leider, muß ich immer wieder feststellen, ohne jemanden auf den Schlips treten zu wollen, daß viel Negativität zu spüren ist und von Unterstützung und Ermutigung eher wenig. Sicher ist dieses Forum auch dazu gedacht seinen Kummer los zu werden, das spreche ich niemanden ab.

Wenn du möchtest können wir auch gern per EMail schreiben.

Einem persönlichen Kennenlernen bin ich keineswegs abgeneigt, weil ich dich sehr sympathisch finde :o)) Also, wenn du mal in der Nähe des Chiemsee´s sein solltest, dann würde es mich freuen, wenn du bei mir vorbauschaust ;o) Du bist herzlich eingeladen. Wo wohnst du eigentlich? Ich glaube in der Schweiz, oder?

Ach, du wirst sehen, die Therapie wird dir sehr gut tun. Ich kann es nur wieder Wiederholen, ich kann es allen Frauen hier nur wärmstens ans Herz legen. Es ist ein toller Prozess. Ich kann sagen, daß ich heute nicht mehr die Frau bin, die ich vor Therapiebeginn war. Es hat seine Zeit gedauert, es geht nicht alles von heute auf morgen, aber in kleinen Schritten verändert man sich und ich habe viel gelernt über mich selbst. Die Themen die du beschrieben hast haben auch mich sehr beschäftigt in den Stunden, Vertrauen, Selbstvertrauen, Ängste, meine Bedürfnisse erkennen.

Vielleicht möchtest du schreiben, wie es dir in deiner ersten Stunde heute ergangen ist, wenn nicht ist das auch ok.

Pap III D weist auf veränderte Zellen am Muttermund hin, welche meistens durch einen HPV-Virus zustande kommen. Diese können, wenn nicht erkannt, in etlichen Jahren zu Gebärmutterhalskrebs führen. Hört sich jetzt ziemlich gravierend an, scheint aber laut Aussagen nicht so zu sein. Der Abstrich wird jetzt alle drei Monate wiederholt und kann von selbst wieder besser werden. Wenn nicht, werden die Zellen wohl nach ca. 1 Jahr entfernt werden.

Tja, das mit dem Vertrauen in die Ärzte ist so eine Sache. Nachdem ich durch die Endometriose schon einige Male enttäuscht wurde ist das für mich nicht so leicht. Aber ich war bei meinem Endo-Spezialisten, bei meinem "Normal"-Frauenarzt und bei meiner Ganzheitlichen-Frauenärztin und alle meinten einhellig "keine Panik". Daher versuche ich mich auf deren Urteil zu verlassen. Und bearbeite gerade dieses Thema mit meiner Therapeutin ;o)))))

Sei gedrückt & lg

Dea



@Dea
Kiki76

Hallo Liebe Dea, 

ich habe mich sehr über deine Antwort gefreut. Du bist auch herzlich eingeladen - Chiemsee ist ja aber leider nicht um die Ecke, aber wer weiß...Wir wohnen praktisch in Basel. Ich finde dich auch sehr sympathisch und freue mich wirklich immer sehr, wenn ich von dir eine Antwort sehe. Vielleicht wunderst du dich, dass ich im Forum anderen schneller antworte als hier. Aber das hat nichts mit der "Wichtigkeit" zu tun. Ich möchte mir halt einfach für die Antwort hier mehr Zeit nehmen, und da sie meist auch sehr persönlich ist, brauche ich Ruhe, um mich hier reinzudenken. Per email Kontakt aufnehmen, ja, wäre vielleicht besser.

Ja, ich hatte mir gewünscht, dass wir Mut schöpfen. Aber im Moment scheine ich selbst auf der Stelle zu treten und ich habe das Gefühl, dass ich gar nicht mehr weiß, was ich nun in dieses Thema hier reinschreiben soll. Ich bin eher in meine alten eher negativen Gedanken zurückgefallen, und ich tue mich irgendwie schwer damit, meine eher traurigen Gedanken mitzuteilen. Ich will eigentlich lieber Positives mitteilen...Aber das ist oft so bei mir. Ich höre in meinem Freundeskreis Freunden immer zu und bin immer da. Wenn es mir aber selbst mal schlecht geht, dann ziehe ich mich ins Schneckenhaus zurück. Ich weiß nicht, warum. Es fällt mir schwer, mich selbst anderen so zuzumuten und mir zuzugestehen, dass ich vielleicht auch mal ein Ohr brauche. Das fällt mir wirklich extrem schwer. Ja, und wenn Freundinnen das nicht wissen, dann wundern sie sich, warum ich mich nicht melde. Aber manche melden sich dann auch nicht mehr, und dann werde ich auch traurig, dass man sich nicht bei mir meldet....Na ja, um Positives zu sagen: ich habe mich in letzter Zeit dann doch mal getraut zu sagen wie es mir wirklich geht Smile uind habe auch ein paar Ohren gefunden. Ja, und ich merke, dass sich die ein oder andere gefreut hat, dass sie zur Abwechslung auch mal mir zuhören konnte...

Jetzt war ich zum zweiten Mal bei der Psychotherapeutin; ich kann noch immer nicht sagen, ob sie mir wirklich helfen kann. Es ist etwas merkwürdig mit ihr. In der dritten Sitzung wird aber geschaut, ob wir miteinander weitermachen oder nicht. Wenn ich so bei ihr bin und ihr sage, was so meine Probleme sind, dann hört sie oft einfach zu und sagt nicht viel. Wenn ich mich dann in dem Raum selbst so sprechen höre, dann denke ich: "was mache ich hier eigentlich? Die Probleme, die ich gerade höre, sind doch keine." Ich komme mir dann irgenwie bescheuert vor.

Das mit dem Vertrauen in die Ärzte kann ich sehr verstehen, liebe Dea. Man möchte sich doch gerne auf das, was gesagt wird, verlassen können. Und wenn man das kann, dann ist das eine Riesenentlastung. WEnn man nicht vertrauen kann,dann lastet es auf einem selbst. Ich denke, du hast großes Glück, dass du eine Therapeutin gefunden hast, die dich so stärkt. Das ist, glaube ich, auch nicht selbstverständlich, dass man so jemanden findet.

So, jetzt ist es Zeit ins Bett zu gehen - ich denke, ich werde dich auch mal per mail kontaktieren...

Alles Liebe, und sei auch von mir gedrückt,

Kiki76

 



@ Kiki76
sternlein

Liebe Kiki76,

schön wieder von Dir zu lesen, auch wenn es für Dea war. Ich habe schon oft an Dich gedacht, wie es Dir wohl geht und Deine schönen Berichte vermisst, die mich oft berühert haben.

Ich kenne Deinen Weg und hoffe sehr für Dich, daß es mit der Therapie klappt. Es wird Dir bestimmt gut tun und Dich ein ganzes Stück weiterbringen. Natürlich sind es Probleme, was Du alles erleben mußtest, es war doch sehr schlimm. Und immer hast du uns allen wieder Mut gemacht...

Marshall B. Rosenberg kenne ich auch, hatte es in der Schule und eine super Lehrerin, haben auch die 6 Std. DVD geschaut. Einfach toll, aber nicht immer leicht umzusetzen.

Ich wünsche Dir alles Gute, freue mich wieder von Dir zu hören.Smile

Liebe Grüße Annett

Liebe Grüße auch an Dea.



Liebe Annett, liebe Alle,
Kiki76

Liebe Annett, liebe Alle,

herzlichen Dank für dein Mail. Das freut mich, wenn ich lese, dass meine Berichte dich berührt haben. Und es freut mich, dass du mir gut zusprichst, jetzt, wo ich am Straucheln bin. Das ist kein Problem, wenn da steht "liebe Dea", es ist frei für jeden zu lesen.

Heute hatte ich meine dritte Therapiesitzung. Jetzt hatte ich das Gefühl, dass mir das was bringen könnte. Ich denke, Annett, der Mut wird auch wieder zurückkommen. Ich bin froh, dass ich mich entschieden habe, Hilfe zu holen.

In der Zwischenzeit überlege ich auch immer mal wieder, was mich persönlich ausmacht und was die "Musik-Instrumente" sein könnten, die ich mal spiele. Ich hatte mal zuvor geschrieben, dass der nicht erfüllte Kinderwunsch auch einen zwingt, sich selbst zu entdecken. Jetzt habe ich z. B. entschieden, meine Sprachkenntnisse zu verbessern und habe mich bei 2 Sprachtandems gemeldet. Sie haben schon zurückgeschrieben und gesagt, sie würden sich gerne mal treffen. Ich bin jetzt sehr gespannt und neugierig. Wann immer mal im Leben anfängt, was "Neues" auszuprobieren, ist es immer spannnend....und es entwickelt sich immer was weiter....Vor allem bin ich froh, dass das mal nichts ist, was mit dem Beruf zu tun hat, denn ich wollte mich nicht nur über den Beruf definieren (wenn schon kein Kind da ist, über das ich mich als "Mutter" definieren könnte).

Ich freue mich immer über Einträge von Euch. Ja, und es gehört wohl beides dazu - ausheulen und was Positives berichten.

Bis bald und liebe Grüße

Kiki76



Hallo Ihr Lieben! Vielen
Dea

Hallo Ihr Lieben!

Vielen Dank für die Grüsse Annette, hab mich gefreut darüber.

Mich hat´s die letzten Tage voll erwischt, hab mir eine schöne Erkältung eingefangen. Ich hoffe, das wird bald wieder, das macht irgendwie keinen SpaßWink

Musste richtig schmunzeln über deinen Beitrag, Kiki. Irgendwie kann ich mich darin wiederfinden. Tatsächlich ist es vermutlich nicht selbstverständlich eine gute Therapeutin zu finden. Ich muß zugeben, daß ich Anfangs immer wieder Stunden dabei hatte, bei denen ich mir auch dachte, was ich da eigentlich mache. Ich bin es gewöhnt eher die Zuhörerin zu sein und dann soll man fast eine Stunde über sich selbst sprechen. Das finde ich oft heute noch komisch. Manchmal gibt es Stunden, die vergehen wie im Flug und andere ziehen sich. Aber alles in allem war es eine gute Entscheidung. Eine Therapie braucht Zeit, sich zu verändern braucht Zeit. Manches geht schnell, anderes wiederum dauert, bis das "Zehnerl" fällt (sagt man so in Bayern Smile)

Sprachtandems? Hab ich noch nie gehört. Was ist das genau? Für welche Sprachen hast du dich denn entschieden? Ich bin sprachlich nicht sehr begabt, versuche es aber trotzdem immer mal wieder. Letztes Jahr habe ich bei der Volkshochschule einen Englischkonversationkurs belegt. War sehr lustig, weil wir einen witzigen Referenten hatten, der alles recht locker gestaltet hat. Leider habe kein Durchhaltevermögen.

Was habt ihr anderen für Hobbies, die euch Spaß machen???

Heute fällt meine Antwort leider etwas kürzer aus, aber es ist Zeit zum Inhalieren......

Liebe Grüße an Euch und einen schönen Abend!

Dea

 



Hobbys
Kiki76

Liebe Dea, liebe Alle,

Ich wünsche dir eine gute Besserung! Im Moment scheinen schlimme Erkältungen umzugehen. Mich hatte es letztens auch heftig erwischt. Innerhalb eines Tages war meine Nase schon fast blutig, und in der Wohnung habe ich überall Nasentropfen hinterlassen, weil sie wie ein undichter Wasserhahn permanent tropfte. Ich hätte eigentlich einen Nasentampon gebraucht.

Sprachtandem - ja, das sind 2 Personen, die ihre Sprache verbessern sollen aus einer win-win-Situation heraus. Ich möchte z. B. mein Türkisch verbessern (weil ich urspr. türkisch bin), und meine Sprachtandems wollen dafür ihr englisch und deutsch verbessern - und dabei würde ich ihnen wiederum helfen. Also, jeder profitiert davon. Ich wollte meine Sprachkenntnisse verbessern, weil ich denke, dsas ich grundsätzlich sprachbegabt bin und Freude daran habe, Sprachen zu lernen. Also, warum nicht eine Sprache, die ich schon etwas holprig spreche, verbessern?

Heute hatte ich eine Frau bei mir in der Beratung, die mir von ihrem Kinderwunsch und ihrer schlechten ERfahrung in der Klinik erzählte, in der ich auch war. Sie hat auch Endometriose....Ach Gott, noch jemand, der so schlechte Erfahrungen gemacht hat. Ich konnte nicht anders und empfahl ihr die Endometriosezentren in unserer Nähe, auch wenn das eigentlich nicht mein Thema in der Beratung ist.

Was hast du denn für Hobbys, liebe Dea? Und die anderen? Schattenblume hatte ja auch schon darüber berichtet ;-)

Gute Nacht - ich wünsche euch allen schöne Ostertage und eine gute Erholung.

Lieber Gruß von der orientalischen Kiki76



Positive Nachrichten
swedenfan001

Hallo liebe Forum-Teilnehmerinnen, ich bin neu hier und freue mich, dies Forum endlich gefunden zu haben. Als ich 30 war, wollten mein damaliger Mann und ich Kinder. Es klappte auf natürlichem Weg nicht, nach zwei Jahren fragte ich dann beim Frauenarzt nochmal nach (bis dahin war ich sehr entspannt), der sagte nur, ich würde ja noch nicht mit einem Fuß im Grab stehen...Naja, 3 Jahre später dann die erste OP, das Wort "Endometriose" hörte ich das erste Mal, als ich schon 37 war. 3 OP's später fing ich dann mit Pillen-Dauertherapie an. Bezüglich des Kinderwunsches hat sich bei mir einiges verschoben und zwar für mich zum Positiven. Ich war Dauergast in Kinderwunsch-Foren, aber irgendwann dachte ich: "nein, das bist du nicht, mein Leben ist nicht zu Ende, wenn ich keine Kinder bekommen kann." Danach ging es mir so schnell so viel besser, und das hat bis jetzt angehalten. Ich habe Freundinnen, deren Gedanken nur noch um das Kinderkriegen kreisen, die werden nicht schwanger. Ich bin inzwischen seit 10 jahren in 2. Ehe verheiratet und 44. Als Stiefmutter einer 22-jährigen mache ich mich gut (sagt sie). Ich kann nur sagen: Macht euer Leben lebenswert ohne Kinder, wenn es nicht klappen will. Hört sich sehr einfach an und man braucht auch den Partner dazu. Aber ich hatte das Gefühl, bei mir tickt die biologische Uhr rückwärts. Allen, die noch jung genug sind: viel Glück! Und vielleicht hilft es ja der einen oder anderen, so zu denken wie ich. Auch ohne Kinder kann man ein gutes Leben führen (ich kenne es ja nun auch nicht anders...) LG!



Schöner Beitrag,
Liane

Schöner Beitrag, sweden.

Ich glaube, man kann eh nichts forcieren. Wenn das Schicksal nicht will, dass man ein Kind hat, dann kann man es noch so sehr versuchen und wollen, es wird nichts. Wenn das Schicksal ein Kind für einen geplant hat, dann wird es kommen. Sich selbst verrückt machen bringt einen nicht vorwärts. Es verändert nichts. Daher sollte man versuchen sich das Leben, auch ohne Kind, so schön wie möglich zu machen und sich immer auf die guten Dinge zu konzentrieren und nicht von den negativen Dingen runterziehen zu lassen.



Liebe Swedenfan, herzlich
Kiki76

Liebe Swedenfan,

herzlich Willkommen hier im Forum. Ich habe mich gefreut, dass Du uns von der positiven Wendung deines Lebens trotz deiner Kinderlosigkeit erzählst und dein Glück mit uns teilst.

Du bist also auch in den Kinderwunsch-Foren damals gewesen, aber irgendwann hat es bei dir wirklich eine Wendung genommen, als du gemerkt hast, dass dein Leben auch ohne Kinder einen Sinn haben kann und es jetzt nicht zu Ende ist. Ich war doch beeindruckt, als ich das las und zum Anderen hast du mich neugierig gemacht - daher würde ich mich freuen, wenn du uns nochmal schreibst...

Ich würde gerne wissen: was war es, das dir geholfen hat, dich mehr über dein Leben zu freuen und weniger dem nachzuhängen, was NICHT ist? Inwiefern hat Dir dein Partner dabei geholfen?

Ich danke dir jetzt schon für deine Antwort.

Liebe Grüße, Kiki76



Hallo Ihr Lieben! Kaum ein
Dea

Hallo Ihr Lieben!

Kaum ein paar Tage nicht rein geschaut und schön rührt sich hier was Smile Hattet ihr schöne Ostertage??????

Deinen Beitrag Swedenfan fand ich sehr beeindruckend. Es ist schön zu hören, daß ein Leben ohne Kinder auch kein Weltuntergang sein muß. Ich versuch dies nach wie vor in meinem Kopf in die richtigen Bahnen zu lenken, um in diesem Punkt meines Lebens ebenfalls eine gute und gesunde Einstellung zu erreichen. Phasenweise gelingt mir das sogar Wink Würde mich ebenfalls freuen, wenn du uns nochmal schreiben würdest, die Antwort auf Kiki´s fragen würde auch mich sehr interessieren.

Liebe Kiki, ich finde es toll, daß du der Frau, die bei dir in Behandlung ist weitergeholfen hast, auch wenn es nicht zu deinem eigentlichen Behandlungsgebiet gehört. Irgendetwas hat diese Frau zu dir geführt und es sollte wohl so sein, daß ihr gerade auf das Thema Endometriose gestoßen seit und du ihr weiterhelfen konntest.

Meine Hobby´s, oh da gibt es viele......aber, meine allergrößte Leidenschaft ist das Tanzen. Leider habe ich selten Gelegenheit dazu, aber wenn dann koste ich diese in vollen Zügen aus. Es ist schön, weil ich beim Tanzen alles um mich herum vergesse und einfach nur glücklich bin. Mein Mann hat letzten Herbst mit mir zwei Salsakurse gemacht, das war das allergrößte Geschenk für michLaughing Ansonsten bewege ich mich überwiegend in der sportlichen Richtung...radln, laufen usw. Meine Mama hat ein Pferd um welches ich mich auch etwas kümmere. Und lesen natürlich!!!!!!!

Das mit dem Sprachtamdem ist ja eine tolle Sache, hatte ich noch nie etwas davon gehört. Vielleicht wäre das auch etwas, um mein Englisch zu verbessern. Hast du schon jemanden gefunden, der mit dir Türkisch übt??????

Wie geht es dir ansonsten??????

Falls es euch interessiert: War diese Woche mal wieder bei meinem Frauenarzt wie jedes Monat, um kontrollieren zu lassen, ob eine Eizelle vorhanden ist und auf welcher Seite sie sich befindet. Links ist zu. Und, wie es Gotte will, sie ist das vierte Mal hintereinander auf der linken Seite. Ist das zu glauben? Aber ich bin froh,  daß Monat für Monat eine vorhanden ist. Mein Frauenarzt meinte, es wird wohl über kurz oder lang auf eine IVF hinauslaufen. Wir haben uns Zeit bis Juni/Juli gegeben.

Ansonsten macht mir meine Blase im Moment arge Schwierigkeiten. Vielleicht kennt das eine von euch. Ich habe das ständig das Gefühl, daß meine Blase randvoll ist und habe das dringende Bedürfnis aufs Klo zu gehen, auch wenn ich vor zwei Minuten erst war. Eine Blasenentzündung scheint es nicht zu sein, das wurde schon untersucht. Eine Urinprobe ist im Labor, das Ergebnis bekomme icht am Mittwoch. Meine Ma meinte so in Gedanken, ob es vielleicht eine Reizblase sein könnte???? Oder ist es eventuell Endometriose??? Auf jeden Fall macht mir das ganz schön zu schaffen. Heute morgen habe ich ein paar Tränen vergossen und meinte zu meinem Mann, wie schön es doch wäre, zur Abwechslung einfach mal nur gesund zu sein. Kennt ihr das?

Seit gedrückt alle miteinander.....

glg Dea

 



Blasenendometriose u. a.
Kiki76

Hallo Ihr Lieben,

liebe Dea, habe gerade nicht die Ruhe, um viel von mir zuschreiben, da ich gerade etwas beschäftigt bin. Klar interessiert mich, wie es dir geht - psychisch als auch physisch.Also, hier ein paar Zeilen, bis ich mehr Zeit habe.

Hier der Link zu Endometriose - da findest du auch etwas zum Thema Blasenendometriose (Symptome und Diagnose), so dass dir das vielleicht hilft herauszufinden, was jetzt mit deiner Blase los ist. Ich hoffe natürlich für dich, dass die Endo nicht deine Blase angegriffen hat. http://www.endometriosezentrum-zuerich.ch/fileadmin/downloads_endo/posso.... Theoretisch könntest du auch im Forum mal nach Blasenendometriose suchen, denn sicher haben schon auch andere sich die Frage gestellt. Andererseits ist es vielleicht auch besser, erst mal das Ergebnis abzuwarten. Denn sonst beschäftigst du dich dann mehr damit, als dir gut tut ;-). Und vielleicht ist es eher was bakteriell bedingtes und nicht Endometriose-bedingt.

Ja, ein Sprachtandem habe ich gefunden :-) Morgen treffe ich mich mit ihr, bin sehr gespannt und freue mich darauf. Ich freue mich auch, weil jetzt neben der Psychotherapie, die jetzt wöchentlich in meinem Kalender steht, auch noch etwas anderes Neues ansteht, das nichts mit Therapie oder Krankheit zu tun hat. Mir geht es inzwischen auch etwas besser. Ich glaube, die Krise hatte auch wirklich jetzt zur Wirkung, dass ich beginne, Dinge endliche wirklich für MICH zu tun und nicht für das Kind - also nicht mehr mit dem Hintergedanken: wenn ich mich gesund ernähre, bin ich fruchtbarer. Sondern: ich esse jetzt viele gesunde Sachen (Obst, Gemüse, selbst gebackenes köstliches Roggenvollkornmischbrot), weil es MIR schmeckt und weil es MIR gut tut und weil ICH einfach FREUDE daran habe. Ja, negative Denkmuster sind noch da. Aber es gibt ja eben schon kleine Fortschritte, und es ist, als wäre es wahr, dass das Kleine mir nach der Fehlgeburt sagte: jetzt schau nach DIR und nicht nach mir.

Ich freue mich, von Euch zu hören. Und, liebe Dea. halt uns gerne auf dem Laufenden - wenn du magst, also, wenn es dich nicht belastet, davon zu schreiben. Es interessiert mich alle mal, wie es dir geht.

Lieber Gruß und bis bald,

Kiki76

p. s. ein Sprachtandem Englisch wäre sicher schön und "nützlich"! Vielleicht machst du das ja auch?

 

 



p.s. Liebe Dea, ich kann das
Kiki76

p.s. Liebe Dea, ich kann das verstehen, dass du heute morgen betrübt warst. Du machst auf mich einen sehr tapferen Eindruck. Aber du schreibst auch, dass du letztlich immer an dir arbeitest, gelassener mit den Dingen umzugehen. Das bedeutet, dass du wohl immer wieder mit den Themen Kinderwunsch, Fruchtbarkeit, GEsundheit generell beschäftigt bist, was ja im Hintergrund so doch belastend ist. Und wenn dann noch was Neues dazu kommt, dann ist man einfach verunsichert und besorgt. Und schon gehen viele Fragen in unserem Gehirn ihren WEg "was habe ich nur? Habe ich jetzt auch noch Blasenendometriose...?". Wenn unsereins nichts von der Endo wüsste, dann würden wir uns gar nicht so viele Gedanken machen. Aber in der Hinsicht sind wir schon gebrannte Kinder, und ich denke, uns allen wird es so gehen, dass wir uns solche Fragen stellen, wenn neue Beschwerden auftauchen. Ja, und es ist belastend, denn die Gedanken einfach abschalten und sich dann erst Gedanken machen, wenn man alle Untersuchungsergebnisse in der Hand hat, ist schwer.

Ich habe gerade erst bemerkt, dass man die Entzündung bei dir ausgeschlossen hat, weil du schreibst "Blasenentzündung scheint es nicht zu sein". Bin da jetzt auch überfragt, hätte gedacht, das könne man erst nach einer Urinprobe mit Sicherheit sagen.



Hallo liebe Kiki, hallo an
Dea

Hallo liebe Kiki, hallo an Alle!

Vielen Dank für Deine Antworten. Wie recht du hast, sobald es irgendwo ziept, bin ich schon alamiert. Ich denke, es ist tatsächlich so, daß das nicht so wäre, wenn ich nicht schon durch die Endometriose ein gebranntmarktes Kind wäre. Ich hatte bereits Endometriose in und an der Blase und dann ist natürlich einer meiner ersten Gedanken, ob da wieder etwas sein könnte.

Gott sei Dank, scheint es nicht so zu sein. Die letzte Woche war ich bei meiner Psychotherapeutin und die Stunde hat letztendlich ergeben, daß es sich evtl. um Trauer handeln könnte. Ich habe in dieser Stunde viel um meine im Dez. verstorbene Schwiegermama geweint. Am nächsten Tag hatte ich dann einen Termin bei der Fußzonenreflexmassage. Alles war in Ordnung und hat sehr gut getan, nur der Bereich für die Blase und Harnleiter hat während dem Massieren ziemlich geschmerzt. Die Stelle haben wir dann gut bearbeitet und siehe da, nach dem Termin ist es viel leichter geworden und am nächsten Tag war alles weg. Sehr zu meiner Freude.

Meine Freude hat nicht lange angehalten, weil ich Freitags einen Schwindelanfall hatte. Es handelt sich dabei um einen Lagerungsschwindel, der von den Ohren herrührt. Abgesehen von dem furchtbaren Schwindel, war ich nervlich am Ende. Das sind dann solche Momente, wo ich mir denke, warum kann ich nicht einfach einmal für länger nur gesund sein??? Kennt ihr das? Ja und letztendlich sind, wie du schreibst, Gesundheit und Fruchtbarkeit immer wieder ein Thema.

Heute geht es mir wieder besser :o))))) und es freut mich zu lesen, daß es auch dir schon ein Stück besser geht.

Wie war denn dein Tandem?

Lg (oder soll ich lieber Selamlar sagen ;o)))

Dea



das Denken bestimmt auch unsere Gefühle
Kiki76

Liebe Dea, liebe Alle,

 nur kurz, bin so viel unterwegs und beschäftigt im Moment. Freut mich, dass das mit der Blase vorbei ist. War das also psychisch bedingt?

Ja, ich weiß, wie das mit Schwindel ist, wirklich schrecklich. Bei mir hatte das aber eher die Wirbelsäurle als Ursache. Hoffe, man kann was gegen deinen Schwindel machen? Ich muss jetzt täglich Physiotherapie für meine Halsmuskulatur machen...Und meine Schwiegermutter meinte "du bist noch viel zu jung für solche Beschwerden". Ich denke, die Psyche spielt hier auch wieder mit rein....

"warum kann ich nicht einfach mal für länger gesund sein"?  Nun, ja, es ist wie verhext manchmal. Ich weiß nicht, ob es uns besser ginge, wenn wir solche Gdanken abschalten könnten. Nun, warum ich mich das frage, ist, weil mir jetzt sehr bewusst geworden ist, dass unsere Gefühle auch sehr stark von unserem Denken beeinflusst werden. Wenn du dich also schlecht fühlst, weil du Schwindel hast, dann ist das ja ganz logisch. Allerdings sind wir Menschen halt so, dass sich dann noch Gedanken und Bilder dazugesellen wie z. B. "warum kann ich nicht mal länger gesund sein" oder vielleicht "oh, ich bekomme Angst, was hat das schon wieder zu bedeuten" "oder, ich kann einfach nicht gesund bleiben und muss immer wieder krank sein". Nun, bei dem einen oder anderen sind solche Gedanken stärker oder schwächer ausgeprägt. Und sie bestimmen letztlich aber auch, wie wir uns fühlen.

Ich denke z. B. sehr oft "du wirst niemals ein Kind austragen", "du wirst es nicht hinkriegen, und wenn es nachher nicht geklappt hat, dann bist du schuld, weil du ja depressiv warst. Denn depressive Frauen werden eh nicht so schnell schwanger". Das ist sicher viel schwerer als die GEdanken, die du hast, Dea. Aber ich merke, dass es wirklich auch die Gedanken sind, die unsere Gefühle bestimmen. 

Wie abschalten? Nun, ich bin jetzt auf der Suche nach der richtigen Therapeutin, und ich erhoffe mir Hilfe durch die kognitive Verhaltenstherapie. Meine derzeitige Therapeutin ist mir zu psychoanalytisch.

Freue mich, wieder von Dir oder auch anderen zu lesen.

 Kiki76



Liebe Kiki, liebe Dea,
sternlein

Liebe Kiki, liebe Dea, wollte euch mal ganz liebe Grüße da lassen. Melde mich ausführlicher, wenn ich mehr Luft habe.

Durch neuen Job hab ich nicht mehr ganz so viel Zeit. Denke trotzdem an euch.

Bis bald, liebe Grüße und alles Gute an euch, Annett.



Positiv Denken
aenis

Hallo Kiki,

Du bist zu Zeit in einer Negativ-Spirale gefangen. Ich wünsche dir, dass dir die neue Therapeutin da hinaushelfen kann.

Es ist so schwirig, aber Positiv Denken ist so wichtig. Das war einer der Leitsprüche meines Vaters.

Mir gelingt es auch nicht immer, aber im Moment gehts ganz gut. Ich bin wenige Tage vor NMT und natürlich "ein bisschen Schwanger".

Aber mir ist schon klar, dass es fast unmöglich ist, aber die Hoffnung ist da. Und wenn dann die Mens kommt wird voller optimismus in den neuen Zyklus gestartet.

Vor zwei Wochen hat es bei mir auch ganz  anders getönt. Mein Eisprung hatte sich verschoben und der teure, zuverlässige Clearblue-Fertilitäs-Monitor hat freundlicherweise 20 Tage lang einen Balken angezeigt = nicht fruchtbar...

War ganz schlimm und jetzt gehts mir wieder besser.

 

Liebe Grüsse aenis

--

Übe dich auch in den Dingen,
an denen du verzweifelst.  Mark Aurel



@Annett @Aenis
Kiki76

Liebe Annett, danke dir, dass du an uns denkst. Es ist wohl verständlich - wenn man einen neuen Job beginnt, braucht man sehr viel Energie und Zeit dafür. Ich wünsche dir viel Kraft und dass deine Wünsche, die an den neuen Job geknüpft sind, auch in Erfüllung gehen.

Liebe Aenis, liebe alle, wenn ich Eure Beiträge lese, bin ich ja echt gerührt. So lieb von Euch, mich hier aufzubauen. Mir geht es auch schon besser, und ich bin ziemlich zuversichtlich, jemanden zu finden, der mir helfen kann - so wie damals, als ich mich auf die Suche nach einem Arzt begab, der mir hinsichtlich Endo/Kinderwunsch helfen kann. Ich habe jetzt doch mehr Vertrauen in mich selbst und ins Leben.

Ich denke, wenn die Eltern positiv gestimmt sind, so wie dein Vater, dann macht das viel aus. Meine Eltern waren halt immer ängstlich und besorgt, und das macht eben (leider) auch sehr viel aus...Und positiv denken ist wirklich sehr wichtig. Als ich den thread eröffnete, dann hatte ich all meinen Mut gefasst und wollte es angehen. Ja, und es ging auch tatsächlcih eine Weile gut, vermutlich gehören Rückfälle auch dazu. Aber ich merke, dass die alte positive Energie, die ich letzten Sommer hatte, langsam wieder wächst Smile

Habe mich gefreut, von dir zu lesen, wie es gerade bei dir läuft. Ja, eben die auf und abs, nicht wahr? Schön zu lesen, dass du "am Ball" bleibst und deinen Mut behältst. Darf ich nochmal fragen, wo du wohnst? Inder Schweiz, nicht? Ich wohne im Raum Basel. Wir wollten eine Selbsthilfegruppe gründen, aber auf unsren Flyer hat sich kaum jemand gemeldet, sodass wir nun zu wenig Leute sind. Na ja, man kann sich ja auch so treffen und austauschen, was wir denn auch tun.

Bis bald mal wieder. Liebe Grüße, Kiki76

 



Ja ich bin aus
aenis

Ja ich bin aus Zürich  :-)      Und ich geh ans Infotreffen in die Hirslanden, das ist für mich Okay so.      Lg aenis 

--

Übe dich auch in den Dingen,
an denen du verzweifelst.  Mark Aurel



Hallo Ihr Lieben! Wollte
Dea

Hallo Ihr Lieben!

Wollte Euch allen ganz liebe uns sonnige Urlaubsgruesse aus Mallorca senden :o)))))

Seit gedrueckt......Dea