wieder Endometriose?
Lena

Hallo,

ich war vor knapp drei Jahren das erste Mal hier im Forum - jetzt ist das Thema wieder aktuell geworden. Vor drei Jahren wurde mir eine Zyste entfernt und mehrere Endometrioseherde entdeckt und entfernt. In den Monaten danach wurden meine Regelschmerzen, die vorher extrem waren, deutlich weniger. Ich habe viel weniger Schmerzmittel benötigt, zeitweise ging es sogar ganz ohne.

Seit ein paar Monaten merke ich, dass die Schmerzen an den ersten drei Tagen der Regel wieder sehr stark sind und ich 6-7 Ibuprofen 400 am Tag nehmen muss, damit es erträglich ist - weg sind die Schmerzen davon nicht. Und seit zwei Wochen habe ich - auch ohne Regel - immer wieder Unterleibsschmerzen, Kreuzschmerzen, "Seitenstechen" und mir ist immer wieder übel. Am Anfang dachte ich, dass ich einen Virus haben könnte, aber irgendwann ist mir aufgefallen, dass die Schmerzen so sind wie damals vor der Op. Ich war dann letzte Woche bei meiner Frauenärztin, sie hat keine Zyste festgestellt, meinte aber eben auch, dass man die Endometrioseherde nicht auf dem Ultraschall sehen kann. Sie sagte, dass sie - wenn Kinderwunsch bestünde - sofort zu einer Op raten würde, so hat sie mir zwei Möglichkeiten gesagt - entweder wieder eine neue Pille versuchen und auf Op verzichten. Oder eine Op machen lassen und danach eine neue Pille beginnen.

Ich habe nach der letzten Op kurz die Cerazette genommen, aber hab die genauso wie drei andere Pillen vorher leider nicht vertragen und dann damit aufgehört. Trotzdem fast drei Jahre Ruhe. Jetzt habe ich nächste Woche einen Termin zum Vorgespräch im Kh und bin auch gespannt, was die sagen. Gleichzeitig bin ich auch unsicher, ob ich wieder eine Op machen lassen möchte. Vorgestern war ich noch überzeugt, dass es gut ist und weil mich die Dauerbeschwerden zermürben.

Wie seht ihr das? Op machen lassen um evtl. neue Herde zu entfernen. Oder erst noch abwarten?

Viele Grüße, Lena



Hallo Lena, Die Herde
rambazamba

Hallo Lena,

Die Herde müssen weg, also wirst du um eine OP nicht herumkommen. Wie stehst du dem Thema Wechseljahrstherapie gegenüber? Vielleicht ist das ja auch eine Option für dich. Ansonsten kann ich dir zu alternativen Heilmethoden NACH der OP raten und denk mal drüber nach, deine Ernährung umzustellen, da haben schon viele hier auf dem Forum (mich eingeschlossen) sehr gute Erfahrungen mit gemacht. 

Gute Besserung!!

--

Seit dem 12.09.11 hormonfrei - und es klappt super! http://hormonfrei.wordpress.com




Wieder Endometriose
Wendelstein

Liebe Lena,

ich habe deinen Bericht gerade gelesen - und deine Situation, natürlich nicht in allen Punkten, gleicht meiner. Die letzte OP war im Dezember 2010 - die nächste wäre jetzt im Januar fällig gewesen ich habe sie abgelehnt, meine Frauenärztin wollte es noch mit der Visanne versuchen, diese musste ich aber wegen der Nebenwirkungen, die immer belastender wurden, nach 14 Tagen absetzen. Mir wurde auch im Forum die WJT (Wechseljahrtherapie) empfohlen, bin dieser gegenüber aber noch skeptisch - ich muss es mit meiner Ärztin abklären - bis jetzt kann ich noch nicht einmal einen Termin vereinbaren. Ich muss denken.......

  Die Übelkeit ist wahrscheinlich ein Gelbkörpermangel, der auch endobedingt entstehen kann - meine Frauenärztin, die selbst betroffen ist, hat mir seit Mai 2011 die Utrogest verschrieben, diese nehme ich abends vaginal - die Übelkeit ist so gut wie verschwunden. Ich kann dir dieses Medikament nur empfehlen!

Diese starken Rückenschmerzen habe ich auch zyklusabhängig, seit Oktober 2011. Bis zu meiner Endo-OP Dezember 2010 hatte ich "nur" starke Unterleibsbeschwerden und Blasenprobleme. Meine Ärztin vermutet, dass evtl. Endoherde zwischen Scheide und Darm vorhanden sind.

Freue mich auf Rückmeldung

LG Wendelstein



Ich habe etwas vergessen
Wendelstein

Liebe Lena,

vorrangig wollte ich eigentlich von dir wissen, was dir im Krankenhaus empfohlen worden ist. Ich habe diesen Satz irgendwie bei meinem ersten Kommentar verloren.

LG Wendelstein



du nimmst....
tipplitappli

huhu,

habe mir deine frage durchgelesen und mir ist da aufgefallen das du pro tag 6-7 tabletten ibu 400 nimmst?!? das ist viel zu viel, weist du das?

ich nehme auch immer ibu 400 gegen die starken schmerzen, aber in der packungsbeilage steht, man darf nur drei stück davon am tag nehmen. ansonsten bekommst du ernste probleme mit deinem magen irgendwann.

also ich kann dir auch nur zu einer neuen op raten, damit die herde richtig entfernt werden (habe das problem nämlich gerade selber und muss montag zur op, die erste sanierung).

 Lieben Gruss

 tippli Smile

 

--

 



Ich habe tatsächlich einen ganzen Absatz verloren!
Wendelstein

Liebe Lena,

sorry, mir fällt auf, dass wirklich ein ganzer Absatz meines Textes verschwunden ist. Ich habe die Ibu 600 in Zäpfchenform, damit Magen und Darm geschont wird und nehme sie reduziert.

Jetzt habe ich aber alles geschrieben!

Schönen Abend

Wendelstein 



Deine OP
Wendelstein

Liebe tipplitappli

alles Gute für Montag, vielleicht meldest du dich danach, wie es dir geht und was gemacht werden musste.

Ich denke an dich

LG Wendelstein 

 



...
tipplitappli

@wendelstein

oh vielen, vielen dank.

kann ich gerne machen. bin schon ganz aufgeregt, wurde auch schon alles zweimal verschoben.

 

@ lena aber wie gesagt, sanieren ist das beste, dass haben sie mir auch gesagt und ich war vier mal in normalen krankenhäusern.

vielleicht habe ich dann auch endlich mal wieder ruhe ;-)

bist du denn in einem endozentrum?

--

 



Liebe Tipplitappli! Alles
greenmaus

Liebe Tipplitappli!

Alles Gute für Montag und dass Du danach gaaaaaaaaaaaanz lange Ruhe hast!!

LG greenmaus



...
tipplitappli

ihr seid so süss...Embarassed danke

--

 



Danke euch für die
Lena

Danke euch für die Antworten - habe sie gerade erst gesehen. Ich bin in keinem Endozentrum, aber in einem Krankenhaus bei einem Chefarzt, der sich sehr gut mit Endometriose auskennt und mich auch letztes Mal operiert hat. Ort mag ich nicht schreiben - die Welt ist klein und ich mag nicht "erkannt" werden.

Ich hatte inzwischen den Vortermin im Krankenhaus mit einer sehr ausführlichen Untersuchung - die Ärzte waren ausgesprochen nett und einfühlsam und haben mir auch zur Op geraten - und zum Magenschutz wegen Ibuprofen. Allerdings habe ich die Hoffnung, dass ich nach der Op davon wieder weniger brauchen werde, so war es auf jeden Fall letztes Mal. Ich weiß, dass die Menge, die ich zur Zeit an ca vier Tagen im Monat nehmen muss, zu viel ist. Keine Frage. Anders kann ich aber meinen Alltag mit Job nicht bewältigen und ich achte zumindest darauf, dass es nur die paar Tage sind. In knapp zwei Wochen habe ich meinen Op-Termin und bin zwar nervös, aber habe keine Angst, weil ich nach inzwischen vier Bauchspiegelungen (aus unterschiedlichen Gründen) weiß, dass das "halb so wild" ist und ich war jedes Mal nach einer Woche wieder fit und arbeitsfähig.

Danach soll ich mit Visanne anfangen - das haben sie mir sowohl im Krankenhaus geraten als auch meine FÄ, die ich hier habe. Ich bin zwar noch skeptisch wegen der Nebenwirkungen von denen man so liest, aber einen Versuch ist es wert. Da ich die letzten Wochen aber fast durchgehend Schmerzen / Beschwerden habe und auch das Ziehen im Unterleib nicht weniger wird, bin ich einfach froh, wenn da jetzt noch mal nachgeschaut wird und auch die Zyste, die im Kh gesehen wurde, entfernt wird...

tipplitappli, ich drücke Dir die Daumen für die Op!

 Viele Grüße, Lena



...
tipplitappli

also ich kann dir auch wirklich, wirklich raten dich in ein endozentrum zu begeben. ich habe das die ganze zeit auch füt total unwichtig gehalten und war vor drei monaten zu letzt bei einer bauchspiegelung (die 4.) von einem arzt "der sich mit endo auskannte". naja und nachdem ich hier mit einigen über meine sorgen geschrieben habe und sie mir zu einem endozentrum geraten haben, bin ich nun dort und bereue es nicht.

alle ops in den normalen kh's waren ein totaler reinfall, nun bin ich in köln im endozentrum und der arzt dort hat nur die hände über dem kopf zusammengeschlagen, weil es das alles unglaublich fand (man hatte die endo falsch behandelt etc.)

 das mit dem magenschutz ist wirklich gut, denn ich merke mittlerweile auch das mein kräftig rebelliert wegen der vielen ibu tabletten. kann dich da verstehen, dass du es ohne nicht aushälst, ist bei mir auch so. Aber trotzdem muss man oder auch vorallem wir sehr aufpassen, dass wir nicht zu schnell zu viele starke medis schlucken.

 ehrlich du bist schon nach einer woche wieder arbeiten gegangen? ui das kann ich gar nicht, bin da immer noch so schlapp, die wunden schmerzen und kann das auch wegen meiner arbeit nicht.

danke, danke ich wünsche dir auch viel glück

 

p.s. vor meinem op termin vor drei monaten, hatte ich noch starke zweifel und war am überlegen ob ich den termin absage und gleich ins endozentrum gehe... mittlerweile denke ich mir: hättest du es mal gemacht!

 

--

 



Ich war wie gesagt in dem
Lena

Ich war wie gesagt in dem Krankenhaus beim letzten Mal total zufrieden und war ja auch sehr lange - obwohl ich keine Medikamente genommen habe - beschwerdefrei. Insofern gibts für mich jetzt erstmal keinen Grund woanders hinzugehen. Für mich steht im Vordergrund, dass ich mit einem guten Gefühl mich operieren lasse und dem Arzt vertraue und das trifft beides zu.

Vielleicht hatte ich bei der letzten Bauchspiegelung Glück, dass ich so schnell wieder fit war, keine Ahnung. Wobei es insgesamt schon meine dritte war - die anderen waren aus anderen Gründen - und ich da auch jedes Mal ziemlich schnell wieder auf den Beinen war. Klar zieht es noch am Bauch, aber spätestens wenn nach einer Woche die Fäden gezogen wurden, war auch das kaum noch spürbar. Ich habe einen Bürojob, da ist es also nicht so, dass ich ständig rumlaufen muss oder schwere Sachen heben muss. Deswegen denke ich, dass ich - ich werde Dienstags operiert - am Montag drauf wieder zur Arbeit gehe. Das tut mir auch insofern gut, weil ich dann wieder Ablenkung habe und mich nicht so sehr auf diverse Symptome konzentrieren kann.

Das mit dem Magenschutz werde ich so bald wie möglich nachholen, das wird auf jeden Fall besser sein, auch wenn ich die Ibuprofen-Dosis nach der Op hoffentlich wieder reduzieren kann. Seit gestern habe ich wieder Regelschmerzen und alles zieht und drückt und sticht... ich hoffe, das Ende ist absehbar...