@gina-cat - Kritischer Blick auf Verzicht/Redukiion von Milchprodukten
Kiki76

Liebe Gina-cat, liebe Alle

ich möchte hier etwas zu Verzicht oder die Reduktion von MIlchprodukten ergänzen. Denn ich möchte nicht, dass hier jemand zu Schaden kommt, denn bei Verzicht oder Reduktion ohne den Ersatz von Calcium läuft man Gefahr, Calicummangel zu erleiden, was u. a. zur Osteoporose führen kann.  Ich greife jetzt gleich auch auf, was B. Kaiser schreibt (habe auch ihr Buch) und mache unten noch einen Vorschlag, was man tun kann, um ein Calciumdefizit möglichst gering zu halten, wenn man sich entscheidet, auf Milchprodukte zu verzichten oder sie stark zu reduzieren.

B. Kaiser empfiehlt tatsächlich nur 1 Milchprodukt am Tag zu essen aus diversen Gründen. Sie sagt, es sei nicht zwingend, dass man dadurch einen Calciummangel kriegen würde. Ich beschäftige mich auch mit dem Thema Ernährung und finde die letztere Aussage kritisch. Denn woher willst du nun wissen, ob die Menge an Calcium, die du nur durch 1 Milchprodukt (statt 3 Milchprodukte/Tag gemäß der Deutschen GEsellschaft für Ernährung), für deinen Körper ausreicht oder nicht? Das wirst du erst dann wissen, wenn du irgendwann mal in höherem Alter eine Knochendichtemessung bekommst, die sagt: schöne Knochendichte oder eben zu geringe Knochendichte (=Osteoporose). Aber dann ist es zu spät!

Die erste Aussage B. Kaisers beruht vermutlich darauf, dass die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung so zu verstehen sind:die DGE empfiehlt ca. 1000 mg Calcium/Tag für erwachsene, die zu decken sind durch  v.a. 3x Milchprodukte pro Tag, da MIlchprodukte einfach sehr viel Calcium enthalten im Vergleich zu anderen Lebensmitteln. die DGE empfiehlt 1000 mg nicht, weil alle tatsächlich 1000 mg am Tag brauchen. Es gibt Leute, die nur 500 mg brauchen oder 400 mg, und manche 800 mg. Aber um sicherzustellen, dass wirklich fast alle ausreichend versorgt sind - man möchte kein Risiko eingehen - nennt man diese 1000 mg, denn wie gesagt, wie hoch der individuelle Bedarf ist, das weiß niemand. Daher stimmt die Aussage B. Kaisers insofern: wenn ich zufällig jemand bin, der tatsächlich nur 1 Milchprodukt braucht, um meinen Calciumbedarf zu decken, dann ist es kein Problem. Aber eben, woher weiß ich das nun, dass mir nur 1 Milchprodukt reicht? Mit dieser Empfehlung, die auch zu deinen Ohren gelangt ist, geht man also das Risiko ein, einen Calciummangel zu erleiden und damit z. B. eine Osteoporose.

Wenn man also sagt: ich möchte grundsätzlich die Milchprodukte auf 1x pro Tag beschränken, dann sollte man sich Gedanken machen, seinen Calciumbedarf anderweitig zu decken. Das heißt: Calciumreiches Wasser kaufen und trinken (> 150 mg Calcium/Liter - siehe Kleingedrucktes), regelm. Brokkoli, Fenchel, Lauch, Grünkohl essen. Also, wenn ich 1 Liter dieses Wassers trinke, dann habe ich erst 150 mg Calcium oder vielleicht etwas mehr je nach Wasser zu mir genommen und bin von den 1000 mg doch noch entfernt. Dann sollte man über Calciumtabletten nachdenkenz. B. als Brausetablette (und da dann auch mal darauf schauen, wieviel Ca die Tablette enthält).

Ansonsten stimmt auch, was B. Kaiser schreibt, dass Osteoporose auch durch andere Faktoren als Calciummangel bedingt sein kann. Also, wenn ich genug Calcium zu mir nehme, aber mich kaum bewege und an die Sonne gehe, kann ich aufgrund einer geringen Muskelmasse und Vitamin D-Mangel auch eine Osteoporose bekommen. Nichtsdestotrotz auch hier mein kritische Anmerkung sollte man das nicht so verstehen, dass das mit dem Calcium also nicht so wichtig sei. Denn viel Bewegung, genug Vitamin D & wenig Calcium kann dann trotzdem Osteporose bewirken.

So, ich hoffe, ich bin euch nicht auf den Fuß getreten und ich hoffe, es war verständlich. Wenn jemand schreiben will, es es ihr damit geht, dann gerne.

Liebe Grüße, Kiki76



Liebe Kiki,damit
Ardanwen

Liebe Kiki,

damit beschäftige ich mich - zwangsläufig durch die WJT - auch schon länger.

Ich halte es so, ausreichend Bewegung, mehrmals täglich rausgehen ans "Licht", gesunde Ernährung, zu der auch viele calciumreiche Nahrungsmittel gehören (Spinat, Brokkoli, Fenchel, Petersilie, Mandeln, Pistazien, Paranüsse und calcium-angereichertes Wasser).

Mit den Milchprodukten ist bei mir eh schwierig, da ich eine Laktose-Unverträglichkeit habe und da eh aufpassen muss, wieviel "reine" Milchprodukte ich am Tag zu mir nehme, damit ich keine Magen-Darmprobleme bekomme.  Ansonsten weiche ich auf laktosefreie Milchprodukte aus, von denen ich aber täglich auch nur wenige zu mir nehme. Meist nur ca. 300 ml laktosefreie Milch, alle paar Tage mal Quark/Jogurt und Käse.

Milchprodukte verträgt mein Körper anscheinend eh nicht so gut, er neigt dann zu Übersäuerung, also passe ich sowieso auf, wieviel und wie häufig ich diese zu mir nehme, da sonst meine Unterleibsbeschwerden auch wieder schlimmer werden.

Bisher bin ich so ganz gut zurecht gekommen, ich hoffe, es bleibt mit meiner Knochendichte durch die Wechseljahrstherapie auch so.



Calcium/Übersäuerung
Kiki76

Liebe Ardanwen,

danke für deine Antwort.

Bitte hilf mir - Ich stehe gerade auf dem Schlauch - was ist WJT?

Ja, das ist natürlich schwierig, wenn man Milchprodukte nicht so gut verträgt. Zum Glück gibt es ja die laktosefreien. 

Hast du mal durchgerechnet, ob du auf ca. 1000 mg Calcium so am Tag kommen kannst? Wenn dich das interessiert, können wir das mal zusammen durchrechnen. Ich habe ein paar Nährwerttabellen zuhause, wo ich das nachgucken könnte, inwiefern mit realistischen Gemüse- und Nussmengen und Wasser auf seinen Calciumgehalt kommt.Würde mich auch interessieren.

Das ist mit der Übersäuerung ist ja speziell. Darf ich fragen, woran du das merkst, dass dein Körper durch das Milchprodukt übersäuert? Wurde das mal irgendwie abgeklärt?

Lieber Gruß, Kiki



Hallo Kiki! WJT=
greenmaus

Hallo Kiki!

WJT= Wechseljahrstherapie

Also man wird künstlich in die Wechseljahre versetzt.

Den Rest kann ich Dir nicht beantworten,aber das macht ardanwenWink!

LG greenmaus



Hallo Kiki, die
Ardanwen

Hallo Kiki,

die Nährwerttabelle hab ich auch, da mein Osteopath auch Ernährungsberater ist.

Ja, ich komme auf ca. 1000 mg durchschnittlich pro Tag, aber das liegt auch daran, dass ich mich wirklich sehr bewusst ernähre. An manchen Tage schaff ich es nicht ganz, an anderen ist es etwas mehr als 1000 mg.

Die Übersäuerung wurde auch von Osteopathen festgestellt, er befragte mich zu Beginn der Behandlung spezifisch nach bestimmten Nahrungsmitteln und der täglich zu mir genommenen Menge, z.B. Milchprodukte, Fleisch, Kaffee usw. Außerdem kann man die Übersäurung der Muskeln auch bei der osteopathischen Untersuchung feststellen, da der Spannungszustand der Muskeln anders ist, als bei nicht-übersäuerten Muskeln.

Ich merke die Übersäurung an Muskelschmerzen, Verspannungen im Schulter-und Nackenbereich, Unterleibsschmerzen, Spannung im Unterleib, Sodbrennen, Magendrücken und Kopfschmerzen.

Wenn ich bewusst auf die Ernährung achte und somit auch auf Nahrungsmittel verzichte, die eine Übersäurung hervorrufen, habe ich diese Beschwerden fast garnicht.



Hallo! Ich gebe Kiki76
Kiki 28

Hallo!

Ich gebe Kiki76 Recht, dass man wirklich aufpassen muss, dass man etwas für seinen Calciumspiegel tun muss. Allerdings finde ich, ist ein kritischer Blick auf die Milchprodukte selbst wert und nicht der Verzicht darauf zu kritisieren. Denn man muss sich mal so einiges darüber bewusst machen. Kuhmilch ist eigentlich gedacht für Kälber und deshalb auch nur für sie gesund. Im Gegensatz zu Säuglingen fehlen Erwachsenen die Verdauungsenzyme Renin und Laktase. Somit wird die Milch im Darm nicht korrekt abgebaut. Dass also sehr viel Menschen Verdauungsstörungen und Allergien deswegen haben, ist völlig normal, weil die Milch einfach nicht für uns bestimmt ist.Da hat sich die Natur schon was bei gedacht. ;-) In der Milch sind heutzutage auch kaum bis gar keine Vitamine mehr enthalten, da sie so stark erhitzt wird. Des Weiteren enthält sie große Mengen an Östrogen (was das Krebsrisiko stark fördert und auch die Endo wachsen lässt), Antibiotika, Pestizide, Wachstumshormone, Fettsäuren, Cholesterin usw. Das gleiche gilt auch übrigens für Fleisch. Somit wird der Körper auch übersäuert (wie Ardanwen schon geschrieben hat) und verschleimt. In der Milch ist leider kaum Calcium vorhanden bzw.  können wir es nicht aufnehmen.In zahlreichen Studien wurde schon festgestellt, dass gerade Frauen, die viel Milchprodukte zu sich genommen hatten, Osteoporose haben.Außerdem ist es doch schon merkwürdig, dass Asiatinnen, die ja bekanntlich keine Milchprodukte essen können, kaum Osteoporose oder Krebs haben. Es wird einem viel von der Werbung oder unwissenden Ärzten vorgegaukelt, dass Milch gesund sei. Aber ich denke man muss sich da wirklich mal selbst mit befassen und sein eigenes Bild machen. Ich wusste das ja auch vorher nicht, bis ich in Reha war und mir der Professor davon erzählt hat. Allerdings muss das natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Aber ich persönlich meide Kuhmilchprodukte, auch die laktosefreien. Ich esse wenn dann mal Schafs- oder Ziegenkäse. Ansonsten kann man seinen Calciumspiegel auch durch die Ernährung schon sehr gut beeinflussen (calciumreiches Wasser, Blattgemüse, Mandeln usw.). und für seine Knochen muss man halt auch was tun (Sport, Sonne tanken, keine Pille, sondern natürliches Progesteron usw.). Wen das Thema mehr interessiert hab ich noch einen Buchtipp: Milch besser nicht-Maria Rollinger

LG kiki28



Qualität Milchprodukte & Laktoseintoleranz & Bio-PRodukte
Kiki76

Liebe Kiki28, liebe alle,

Danke dir für deinen Beitrag. Da bin ich ja froh, dass meine Botschaft angekommen ist. Und ich freue mich für dich, dass du für dich einen Weg gefunden hast, der dir gut tut. Grundsätzlich habe ich aber den Verzicht auf Milchprodukte ja nicht kritisiert, sondern ich habe nur kritisiert, dass es untergeht und dass B. Kaiser das leider nicht in ihrem Buch schreibt, dass, wenn man auf etwas verzichtet, sich dann Alternativen überlegen sollte, um nicht GEfahr zu laufen, einen Mangel und damit Schaden zu erleiden. Das einfach von meiner Seite noch zur Ergänzung, falls das anders angekommen ist. Ja, und ich merke, dass du dich auch ein stückweit ärgerst oder aufregst, dass die Bevölkerung nicht die Informationen über unsere Nahrungsmittel, z. B. Milch, erhält, die sie erhalten sollte, damit man besser aufgeklärt ist, nicht?

Wenn ich darf, nimm es mir bitte nicht übel, bin ich anders darüber informiert, inwiefern Erwachsene Enzymmangel haben, also hier meine Informationen: Bei gewissen Völkern ist die Laktoseintoleranz sehr verbreitet, z. B. Asiaten zu fast 100 % wie du schreibst, und deswegen werden keine oder nur sehr begrenzt MIlchprodukte gegessen. Und es ist so, dass beim Erwachsenen die Laktaseaktivität abnimmt (im Vergleich zum Säugling) Aber ich muss dem Satz "im Gegensatz zu Säuglingen fehlen Erwachsenen die Verdauungsenzyme Renin und Laktase." widersprechen. Es ist nicht generell so, dass Erwachsenen diese Enzyme fehlen. In Europa haben ca. 15-25 % der Menschen einen Laktasemangel und daher eine Unverträglichkeit, also Verdauungsstörungen, gegenüber dem Milchzucker. Der Rest der Bevölkerung aber nicht. Das heißt, wenn man keinen Laktasemangel hat, dann wird die MIlch auch richtig verdaut (außer man verträgt die Milch aus anderen Gründen nicht, z.B. Milchproteinallergie). Und wenn man Laktasemangel hat, dann kann man grundsätzlich Milchrprodukte in bestimmten Maß verzehren (das ist ganz individuell), sehr laktosearme Produkte wählen (auch das ist individuell herauszufinden) oder laktosefreie Produkte wählen (z. B. laktosefreie Milch)..oder.. Ich denke einfach, wichtig wäre es, wenn Ärzte aufmerksam werden würden, wenn ihnen ein Patient von Verdauungsbeschwerden berichtet und einen Test auf Verträglichkeit macht, damit derjenige 1. nicht mehr im Dunkeln tappt und 2. weiß, was er nun dagegen machen kann. Das gilt eben auch für Endo-Betroffene, damit man neben den Endo-Beschwerden sich nicht auch mit unnötigen Verdauungsbeschwerden herumschlagen muss.

Die Tatsache, dass in Asien und so weniger Osteoporose vorkommt, obwohl da fast alle eine Laktoseintoleranz haben, ist vermutlich noch nicht ganz erforscht. Vielleicht ist die Ernährung da insgesamt anders zusammengesetzt und es gibt sicher noch andere Faktoren (siehe gleich Link). Allerdings denke ich, sollte man nun nicht den Umkehrschluss machen und sagen: die anderen Völker haben keine Osteoporose probleme, also werden wir sie auch nicht haben,wenn wir calciumarm essen. ich denke, da begibt man sich auf Glatteis, weil die Zusammenhänge bisher noch nicht ganz klar sind. Ich würde nach wie vor kein Risiko eingehen und auf die empfohlene Calciumzufuhr achten. Wie ist das nun für dich, wenn du das liest? Mmh, und dass in Milchprodukten kaum Calcium sei, ist mir völlig neu. ich bin wirklich erstaunt, wenn ich das lese. Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich gerne erfahren, wo diese Informationen her hast.

Hier noch ein Link zur kontroversen Diskussion von Milchprodukten, allerdings ohne dass der Aspekt Endo einbezogen wird:

http://www.ernaehrungsberatung.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/0/21B3C9C7685C523EC1256FAC002B09E0?OpenDocument

Also, das mit der Übersäuerung, was du und Ardanwen erwähnt habe, finde ich interessant, und ich habe mich gefragt, ob das vielleicht auch bei mir der Fall ist. Ich möchte der Frage Zusammenhang zwischen ERnährung und Übersäuerung des Körpers gerne genauer nachgehen (ich habe mir jetzt einges an Literatur besorgt). Grundsätzlich gibt es aber auch Lebensmittel, die basisch wirken und die man sicher bewusster einsetzen könnte, falls man sich von einer Übersäuerung betroffen fühlt.

Noch einige Kommentare zur Qualität der Milchprodukte:

"in der Milch sind heutzutage keine Vitamine mehr enthalten, da sie so stark erhitzt wird" - ich denke, wenn man pasteurisierte Milch nimmt, dann sollte es mit dem Vitaminverlust nicht so schlimm sein, oder?

Und was ist denn mit Bio-Produkten? Wenn ich mich nihct irre - ich muss nochmal nachlesen - haben Bio-Milchprodukte und Bio-fleisch ein besseres Fettsäuremuster als Nicht-Bio-Lebensmittel, was für Endo-Betroffene, die nicht darauf verzichten können/möchten, besser ist. Zudem sollten sie eigentlich nicht durch Antibiotika und Pestizide belastet sein, weil der Bio-Landbau den Einsatz dieser Mittel verbietet. Und wenn man nicht so viel Fett und Cholesterin durch tierische Produkte aufnehmen will - was sinnvoll ist bei Endo - dann kann man ja auch fettarme Milchprodukte, fettarmes Fleisch wählen und fettarm kochen und Rapsöl benutzen. Also, ich schreibe das jetzt nicht, um all das was du geschriebne hast, zu verneinen oder zu sagen, man sollte das doch alles essen wie man will. Es geht mir jetzt darum, aufzuzeigen, dass es hier auch Mittelwege gibt und dass ich nicht glaube, dass es so dramatisch um unsere Lebensmittel bestellt ist. 

Zu den Wachstumshormonen und Östrogenen und Xeno-Östrogenen. Da bin ich noch dabei, mich einzulesen, aber ich könnte mir vorstellen, dass auch hier Bio-Produkte im Vorteil sind. Es stellt sich in diesem Zusammenhang auch die Frage, wie das mit dem Weizen ist, der ja gentechnisch verändert ist und man vermutet, dass er deswegen Beschwerden bei Endo-Patienten auslöst. Die Frage also ist, ob auch Bio-Weizen irgendwann mal gentechnisch verändert wurde und das vielleicht eine Alternative wäre (neben anderen "erlaubten" Getreidesorten), falls dieser nicht gentechnisch angetastet ist. Aber wie gesagt, dem will ich nach und nach auf die Spur kommen.

Liebe Kiki28, bitte nimm es nicht persönlich, ich sehe, dass du dich auch sehr intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hast und für dich zu Schlussfolgerungen sowie einem Weg gefunden hast. Das ist auch gut so. Ich bin noch relativ neu in diesem Gebiet, aber ich muss zugeben, es reizt mich auch, hier zu diskutieren und kritisch zu hinterfragen ;-)

Ich hoffe, das ist OK so - schreib mir gerne, wie du dich jetzt damit fühlst.

LG, Kiki76



Liebe Kiki76, ich fühle
Kiki 28

Liebe Kiki76,

ich fühle mich natürlich nicht persönlich angegriffen und akzeptiere und respektiere deine Meinung voll und ganz. Jeder sollte das Recht haben, sich seine eigene Meinung zu bilden. Das mit den Milchprodukten ist einfach ein schwieriges Thema und da wird es immer unterschiedliche Ansichten geben, wahrscheinlich werden wir nie dahinter steigen was nun richtig oder falsch ist-Wichtig ist nur, dass man für sich einen akzeptablen Weg findet. Aufgeklärt über die Milchprodukte hat mich v.a. der Professor in der Reha und mehrere Heilpraktikerinnen. Außerdem habe ich sehr viel darüber gelesen und auch schon Berichte im TV darüber gesehen.Mit den wenigen Vitaminen ist es leider wirklich so, es sei denn du trinkst Rohmilch direkt von der Kuh. Aber erhitzte Milch kannst du dir sparen. Vollmilch hat noch etwas mehr Vitamine wie die fettreduzierte. Das Calcium aus der Milch kann der Körper nicht aufnehmen (sagte mir meine HP), sodass er es aus den Knochen nimmt und man dann erst Recht Osteoporose bekommt.  Bei verarbeiteten Produkten wie z.B. Käse kann der Körper das Calcium schon eher aufnehmen.Bio-Produkte sind natürlich besser. Aber nach wie vor ist es ein tierisches Produkt und bei manchen Bio-Marken sind auch gewisse "Zusatz-Stoffe" erlaubt. Also viel gesünder sind die Biomilchprodukte auch nicht. Aber wie schon gesagt, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Mir tun Milchprodukte einfach nicht gut (hab ja auch Laktoseintoleranz und Milcheiweißallergie) und mit meinem ganzen Hintergrundwissen kann ich das einfach nicht mit gutem Gewissen zu mir nehmen. Ich bin mit meiner Soja- u. Mandelmilch sehr zufrieden. Da ist ja genügend Calcium drin, deswegen mache ich mir um meinen Calciumhaushalt erstmal keine Sorgen. Aber wer da nicht für Ausgleich sorgt, könnte wirklich irgendwann mal Probleme bekommen, v.a. wenn noch andere Faktoren nicht berücksichtigt werden. 

Ich wünsche euch allen alles Gute (egal mit welchem Weg, hauptsache es geht euch gut damit)!!!

LG kiki28



noch was zu Milchprodukten
Kiki76

Liebe Kiki28, liebe Alle,

ja, ich sehe es auch so, dass es jeder selbst herausfinden muss, was der richtige Weg ist.

Abgesehen von den Argumenten, die du gegen Milchprodukte hast, ist für dich auch umumgänglich, auf Michprodukte (Kuh) zu verzichten. Wenn man eine Kuhmilchallergie hat, gibt es keinen anderen Weg als auf Kuhmilchprodukte zu verzichten. Daher ist es nur logisch, dass die MIlchprodukte dir auf gar keinen Fall gut tun. Eben, aber es ist mir wirklich sehr wichtig zu differenzieren, denn nicht alle haben Laktoseintoleranz oder eine Kuhmilchproteinallergie. Bei abermaligem Verzicht ist hier ein Ersatz für die Calciumversorgung wichtig.

Noch ein letztes Wort zu den Quellen, wo du die Informationen her hast. Es wurde in Untersuchungen gezeigt, dass das Calcium aus MIlchprodukten sehr wohl aufgenommen wird. Es wurde auch gezeigt, dass Menschen mit Laktoseintoleranz das Calcium aus laktosefreien Milchprodukten aber in deutlich geringeren Mengen aufnehmen - warum? Weil die Laktose (der Milchzucker) in der Milch fehlt. Denn die Laktose fördert die Calciumaufnahme im Körper. Ferner wurde in Untersuchungen gezeigt, dass Menschen mit Laktoseintoleranz eher gefährdet sind, eine Osteoporose zu entwickeln aus dem letzt genannten Grund. Es ist für mich ziemlich unbegreiflich, wie der Heilpraktiker darauf kommt, sowas zu behaupten (würd wirklich gern wissen, woher er die Info hat), auch wenn ich selbst Alternativtherapien in Anspruch nehme und offen dafür bin. Aber hier hört es für mich auf, ich stehe dem kritisch gegenüber.

Und angenommen, die Milchprodukte haben wirklich so wenig Vitamine durch die Erhitzung sowie du schreibst, dann ist das dennoch für mich kein Grund, sie nicht zu nehmen.

Was ich sagen will: ich wäre froh, dass, wenn hier was ins Forum geschrieben wird, es wirklich differenziert aufgeschrieben wird, sodass die Leute, die das lesen, begreifen, in was für einem Zusammenhang das Geschriebene steht und dass jeder, der etwas "empfiehlt" hier einen anderen Hintergrund hat. Sonst befürchte ich, wird es irgendwann heißen "Endometriose-Patientinnen leiden häufiger an Osteoporose als  Frauen ohne Endometriose". Darum bitte ich alle, die hier auf Fragen antworten wie "ich habe gehört, man solle MIlchprodukte weglassen, was meint ihr dazu?". Das ist jetzt kein Vorwurf an dich oder Ardanwen, ich möchte einfach sensibiliisieren, dazuzuschreiben -"aber wenn du dich entscheidest, milchprodukte zu reduzieren oder darauf zu verzichten, dann sorge bitte dafür., dass du genug Calcium aufnimmst (1000 mg am Tag).". Also, dies is twirklich kein Vorwurf, denn ich habe keine Zweifel daran, dass es euch genauso ums Wohl anderer geht wie mir.  Dies war mir auch deswegen wichtig, weil eine vielgelesene Britta Kaiser es in ihrem Buch versäumt hat darauf hinzuweisen und u. a. ja auch ihre Empfehlungen im Forum verbreitet werden.

Liebe Grüße, Kiki76

 



Liebe Ardanwen, danke dir
Kiki76

Liebe Ardanwen,

danke dir für deine Antwort. Ich bin beruhigt, wenn ich lese, dass dein Osteopath dich darauf hingewiesen hast und dass du da nach dir schaust. Das ist ja super, dass du auch auf 1000 mg pro Tag kommst, das ist sicher nicht einfach.

Das mit der Übersäuerung ist, wie gesagt, noch ein interessantes Thema, in das ich mich bei Gelegenheit auch noch weiter einlesen will. Die Symptome, die du schilderst, kommen mir auch bekannt vor, aber ich dachte immer, dass sei von zu viel Spannung im Körper. Nun, wie gesagt, ich lese mich da mal ein. Nimmst du denn auch bewusst basische Lebensmittel zu dir, die die Säure im Körper neutralisieren helfen? Das wäre eigentlich noch eine wunderbare Ergänzung.

Liebe Grüße

Kiki76



Funktion von Ca, Gehalt an Calcium in diversen Nahrungsmitteln
Kiki76

Für alle die es interessiert:

Zunächst hier noch kurz die Funktion von Calcium im Körper (Literaturquelle: DACH-Referenzwerte  für die Nährstoffzufuhr, DACH = Deutschl, Österr, Schweiz):

- Bildung von Knochen und Zahnsubstanz (Osteoporose bei Erwachsenen bei Mangel u. ggf. anderen begünstigen Faktoren)

- Blutgerinnung (die ohne Calcium nicht richtig abläuft)

- Erregbarkeit von Nerven und Muskeln (Mangel führt zu erhöhten Erregbarkeit des Nervensystems und der Muskulatur (Tetanie)

- Aktivitator bestimmter Enzyme

u. a.

Empfehlung der täglichen Zufuhr für Erwachsene: 1000 mg/Tag (nach Deutscher GEsellschaft für Ernährung und Schweizerischer Gese. für Ern sowie österr. Institution)

Gehalt an Calcium in einer Portion eines Lebensmittels (Quelle: GU-Nährwert- und Kalorientabelle, Die große GU-Vitamin und Mineralstofftabelle):

2 dl Kuhmilch: ca. 246 mg

180 g Joghurt: ca. 210 mg

1.5 handgroße Scheiben Gouda (45 g): 338 mg

Schafsmilch (100 g, jmd. mag pro Portion mehr trinken): 183 mg

Ziegenmilch (100 g, auch hier ist ggf. eine Portionsgröße größer): 123 mg

Camembert (45 g): 126 mg

Brokkoli (roh) (200 g): 226 mg

Lauch/Porree (roh) (200 g): 174 mg

Spinat, roh (200 g): 252 mg

Grünkohl, roh (200 g): 424 mg

Löwenzahnblätter, roh (100 g): 173 mg

Fenchelknolle (durchschn. 200 g): ca. 200 mg (schätzungsweise)

Mangold, roh (200 g):  206 mg

Petersilie - wie groß ist eine Verzehrsportion?? (weiß ich nicht, daher hier auf unrealst, 100 g bezgen): 179 mg

Weiße 'Bohnen, roh (200 g):   113 mg

Kichererbsen, roh (200 g): 124 mg

Sojakäse (= Tofu), roh, vermutlich isst man davon max. 100 g: 105 mg

Jetzt wollte ich das noch für Sojamilch nachgucken, aber das mit der Sojamilch verunsichert mich! Gleich mehr dazu. Vielleicht hat jemand Antworten.

Kiki76



Sojadrinks/Sojamilch - Calciumgehalte? Stiftung Warentest
Kiki76

Hallo - kann von euch jemand sagen, wieviel Ca eure Sojamilch hat??? Ich finde hier nur schwer Angaben dazu.

In der GU-Nährwert und Kalorientabelle steht zu Sojamilch, 100g enthalten 3 g Calcium (interessant, weil in Tofu doch deutlich mehr Calcium vorkommt!).

Ein Blick in die Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Sojamilch bestätigt, dass Sojamilch arm an Calcium (und anderen Nährstoffen übrigens) ist und dass manche Hersteller die Sojamilch daher anreichern.

Jetzt bin ich auf die Webseite von Alnatura gegangen, allseits beliebt und in dm verfügbar.. Da steht also "Sojadrink Calcium", ein Blick auf die Zutatenliste lässt aber nicht erkennen, dass hier Ca oder CaCO3 (Calciumcarbonat) hinzugefügt wurde. Wenn man auf die Nährwerte geht, steht da leider auch nicht drin, wieviel Ca nun im Drink ist. Hat da jemand mehr Informationen? 

Oh, habe gerade bei Stiftung Warentest geguckt, da gibt es einen Test von 2007, u. a. ist dort auch der Calciumgehalt aufgeführt. Hier der Test: http://www.test.de/filestore/t200709020.pdf?path=/protected/b6/33/cef7b0... oder auf www.test.de in Suche "soja" eingeben.

Der test zeigt wohl, dass es wichtig ist, ein PRodukt zu nehmen, dass calciumangereichert ist. Allerdings gibt es auch unter als solche deklarierten doch auch min. 1 Produkte, dass einen relativ geringen Calciumgehalt aufweist:Provamel Bio Soya plus calcium (nur 71 mg Ca im 100 ml im Vergleich zu anderen Produktn mit deutlich mehr als 100 mg). Wenn ich also ca. 200 ml Sojadrink nehme, z. B. von Aldi Süd, bin ich bei ca. 258 mg pro Portion, was nicht so schlecht ist.

So, genug hierzu getextet. Hoffe, es hilft. Mir hat es jetzt geholfen.

LG, Kiki76



Liebe Kiki76, mit
Ardanwen

Liebe Kiki76,

mit Sojamilch/produkten habe ich leider keine Erfahrungswerte, da ich Soja einfach nicht vertrage. Bekomme davon ähnliche Beschwerden wie von reiner Kuhmilch/normalen Milchprodukten.

Da ich eben auch andere Unverträglichkeiten habe (Histaminintoleranz, Lactose- und Fructoseintoleranz, Zöliakie), muss ich sowieso besser auf meine Ernährung achten, da ich sonst direkt Beschwerden bekomme.

Die meisten meiner "calciumbildenden" Nahrungsmittel sind auch basisch, z.B. Brokkoli und Fenchel. Ich kombiniere auf jeden Fall die "sauren" Lebensmittel, z.B. Fleisch auch immer mit der doppelten Portion an basischen Lebensmitteln, z.B. dann Süßkartoffeln und Gemüse.

Schwierig ist das für mich nicht, auch nicht, auf die ausreichende Menge Calcium täglich zu kommen. Ich koche jeden Tag mindestens 1 x frisch, mein Brot ist selbstgebacken, die meisten meiner Nahrungsmittel mehrmals in der Woche frisch eingekauft. Und Geld spare ich dadurch auch einiges, da ich sehr selten mal zum Bäcker fahre oder Fertigprodukte kaufe.

Habe auch mal eine Zeitlang zusätzlich diverse Base-Tabletten zu mir genommen, aber da ich möglichst wenige Medikamente schlucken will, diese wieder weggelassen und meine Ernährung dementsprechend angepasst.

Es gibt ziemlich gute Tabellen, die basische und säurehaltige Lebensmittel gegenüberstellen und Ernährungstipps geben. Daran halte ich mich größtenteils. Natürlich gibts auch immer mal wieder Situationen, wo ich mich nicht daran halten kann, Essen gehen oder Einladungen bei Freunden usw. Man will dann ja auch nicht immer absagen oder dabeisitzen und nichts essen.

Danach merke ich auch immer direkt, dass mir das Essen dort eben NICHT bekommt, meins daheim dagegen schon. Grade gestern wieder, bestes Beispiel, Kaffee und Kuchen...direkt Blähungen bekommen, Magenschmerzen, heute Nacht Muskelkrämpfe und jetzt Muskelverspannungen.

Sehr kurios war es letztes Jahr im Krankenhaus, war da 4 Wochen in einer Schmerzklinik, da gabs JEDEN Tag Fleisch, wir hatten dann auch Ernährungsberatung, wo uns gesagt wurde, am Besten nur ca. 150-300 g Fleisch/Wurst in der Woche, aber das Krankenhaus selbst hat sich NICHT daran gehalten...merkwürdig, sowas dann im Ernährungsunterricht zu besprechen und anders zu handeln. Hab mich dann auch sehr umfangreich mit der Diätassistentin da unterhalten.

Sie hat mir versichert, dass sich grade in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen in Zukunft sicherlich noch mehr an der Ernährung ändern wird. Ich hoffe es...denn was bringt ein Ernährungskurs, wenn man sich selbst dann doch nicht daran hält?!

 



Nochmal zu dem Thema
Ardanwen

Nochmal zu dem Thema "Spannung im Körper":

Mein Osteopath ist der Ansicht, dass diese Spannung im Körper durch ungeeignete Nahrung MIT entstehen kann. Sicherlich ist auch eine ungesunde Körperhaltung mit dafür verantwortlich, z.B. den ganzen Tag am Schreibtisch und PC sitzen usw oder diverse Erkrankungen des Bewegungsapparates (Fehlstellungen usw.) und natürlich auch Stress im Alltag.

Aber eben auch die Ernährung und insbesondere die Übersäurung der Muskeln. Dies führt einfach zu einem veränderten Spannungsverhältnis im gesamten Körper, Muskeln sind blockiert, können nicht mehr richtig arbeiten und die Säure abtransportieren, die sich in ihnen angelagert hat.

Ähnlich wie bei einem gewaltigen Muskelkater nach zuviel Sport. Nur eben auf lange Sicht hin gesehen.

Z.B. ist er der Meinung, durch die ganzen Fertigprodukte, Fertiggetränke, ungesunde Lebensweise mit zuviel Kaffee und Fleisch wurde uns im Laufe der Zeit einfach zuviel Spannung in den Körper gegeben. Und diese äußert sich dann eben in vermehrt auftretenden Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Unterleibsschmerzen usw.

Grade in der Osteopathie achtet man ja bei der Behandlung auf veränderte Spannungszustände im Körper und versucht diese durch gezielte Behandlungen wieder zu lösen und somit die Arbeit des Körpers zu mobilisieren.



Hallo   DANKE für deinen
gina-cat

Hallo

 

DANKE für deinen Beitrag.

Natürlich weiß auch ich das mein Körper Calcium braucht. Deshalb nehme ich auch Ca. durch Tabl. ein, VO vom Orthopäden.

Desweiteren habe ich nächste Woche einen Termin zur Ernährungsberatung, ich bin mal gespannt.

 

VG 

 



@Ardanwen Thema Spannung im Körper
Kiki76

Liebe Ardanwen,

vielen Dank für deine Informationen. Ich denke, es ist so, dass die Ernährung bei Spannung im Körper sicher eine Rolle spielt,und ich finde es ein spannendes Thema, in das ich mich auch noch mehr einlesen will. Im Moment lese ich immer wieder in Büchern (auch aus dem englischsprachigen Raum) zu Ernährung und Endometriose. Es ist schon wahnsinning, wieviele verschiedene Aspekte da diskutiert werden.  Ein Riesenthema. Ich werde das, was du schreibst (und auch was Kiki28 geschrieben hat) im Hinterkopf behalten und sehen, ob ich dazu auch nähere Infos in Büchern etc. finde.

LG, Kiki76



schnelle ERgänzugen zum Ca-Haushalt
Kiki76

Hallo Gina-cat,

gern geschehen, war auch ein STück weit eigennützig, wie du sicher gesehen hast. Ich freue mich für dich, dass du Ernährungsberatug bekommen wirst. Wenn du magst, kannst du davon berichten.

Meine Listen hier könnte man allerdings noch vervollständigen um calciumreiches Wasser, calciumreicher Saft, der GEhalt an Calcium in Getreideprodukten (wobei die Phytinsäure im Vollkorngetreide die Aufnahme des Calciums auch wiederum hemmt).

Zudem fördern manche Lebensmittel die Ausscheidung des Calciums über den Urin (z. B. viel Salz im Essen, Phosphat -> Cola, zu viel eiweiß -> v.a. richtige Fleischesser betroffen), was aber natürlich nicht gewollt ist.

Manche Faktoren hemmen die Aufnahme des Calciums, z. B. Oxalate (in Rhabarber und Spinat).

Aber eben, wenn jemand das alles so befolgt und berücksichtigt, dann Hut ab.

LG, Kiki76