Ernährungsumstellung, Psychotherapie?
Serenity

Hallo Ihr Lieben,

dachte mir ich frag Euch mal wie Ihr das Alles macht. Bin Endo-Pat. und werde demnächst von Prof. Keckstein in Villach operiert. Möchte danach ernsthaft anfangen mein Leben etwas zu ändern, da er mir dringend dazu geraten hat, da ich beruflich sehr unter Druck stehe, nebenbei noch studiere und ich einfach merke dass meinem Körper das Alles incl. der täglichen Schmerzen langsam zu viel wird. Nun weiß ich gar nicht so recht wo ich anfangen soll. Leider kann ich das Berufliche und Studium mom. nicht ändern, da muss und möchte ich jetzt durch bis ich fertig bin. Dachte mir ich probiere es mit einer Ernährungsumstellung und halte mich diesmal ernsthaft dran. Nur eine Frage hätte ich dazu. Ist es Euch auch so verdammt schwer gefallen auf alles was lecker ist zu verzichten??? Hier wird oft geschrieben dass dieses Sojaprodukt so lecker ist und diese Grünkernbratlinge und ich denk mir nur ufff, wie soll ich das nur hinkriegen. Man ist ja auch öfter mal auswärts essen oder bei jemandem eingeladen. Ich bin ein Mensch der ganz normal isst, d.h. ich mag Sushi, Pizza, Salate usw. Verzichte schon seit ein paar Jahren auf Joghurt und Käse, rotes Fleisch, Schokolade,  trinke nur ab und an mal einen Kaffee mit laktosefreier Milch, esse viel Gemüse und Obst und kaufe fast nur weizenfreies Brot aber meine Schmerzen werden immer schlimmer statt besser. Wie macht Ihr das denn mit der Arbeit? Was esst Ihr da immer? Ich weiß ihr denkt Euch jetzt bestimmt na anscheinend geht es ihr noch nicht schlecht genung sonst hätte sie kein Problem auf das alles zu verzichten. Aber mir geht es ehrlich grad nicht gut und ich habe das Gefühl meine Lebensqualität ist mittlerweile ziemlich auf dem Nullpunkt angekommen wenn ich auch noch auf komplett alles verzichten muss was mir schmeckt. Ich habe früher ganz viel Sport gemacht, dass ist rum, ich kann gar nichts mehr machen. Dachte nie dass ich so etwas brauche aber ich habe mir auch schon überlegt mit einer Psychotherapie anzufangen weil ich nur noch gestresst bin. Hat jemand von Euch das schon mal gemacht und wie fandet Ihr es denn? Vielen Dank fürs Durchlesen. S.



Hallo Serenity,  ich denke,
lila

Hallo Serenity, 

ich denke, dass du erst mal die OP abwarten solltest. Wenn du den weiten Weg nach Villach auf dich nimmst, wirst du auch einen entsprechenden Befund haben. Und den kann man eben nicht mit Lebensmitteln "wegzaubern". 

Aber die Richtung die du eingeschlagen hast ist doch schonmal eine Gute! Auf das ganze Sojazeug steh ich auch nicht, mittlerweile wird mir beim Gedanken daran schon richtig schlecht. Eine ganze Zeit lang habe ich mich wirklich mit der Ernährung gequält und es war wirklich eine Qual (wenn ich nur an Soja und Tofu denke). 

Umgestellt habe ich langsam. Und irgendwann hat es dann auch geklappt. Auf der Arbeit kannst du doch gut Rohkostsalate essen und sündige auch mal! Milch und Sahne gehören wieder zu meinem Speiseplan, das ersetzen hat nicht so geklappt und das weglassen auch nicht.  Warum verzichtest du auf Laktose? Hast du eine Intoleranz? Ansonsten würde ich darauf nicht verzichten. Frag mal bei deiner Krankenkasse nach, ob es dort eine Ernährungsberatung gibt, ob die die Kosten dafür übernehmen. 

 

Für deine OP wünsche ich dir alles gute!  



morgen serenity,also mit
thiara

morgen serenity,

also mit der nahrungsumstellung, ich weiss nicht, mir wurde das auch vor jahren ans herz gelegt, ich nehme seit dem keine milchprodukte, kein fleisch, ausser ganz selten poulet, kein kaffee, kein alcohol, ganz wenig süsses, hefen armes brot, weizenprodukte wenig bis gar nicht... usw ein. aber es nutzt nich so viel. bei mir jedenfalls.

viele hier machen das mit der ernährung, ich halte mich aber nur noch daran, da ich merke, wie mein körper reagiert, wenn ich mich mal nicht daran halte. habe milch und hefen unverträglichkeit...

was ich dir aber empfehlen könnte ist ne schmerztherapie zu beginnen nach der op, da sind psychologische gespräche dabei, die medikamente werden eingestellt und du wirst lernen mit den schmerzen etwas besser umzugehen.  da du arbeitest und studierst, ist das ne ziemlich grosse belastung für deinen körper, stressbedingt. und soviel stress kann auch wieder schmerzen auslösen und wenn du pech hast, kommst du in einen kreis, es wiederholt sich immer alles wieder, beginnt von vorne, bis du vielleicht wirklich nicht mehr kannst. was schade wär...

für die op wünsch ich dir erstmal alles gute,der provessor empfiehlt dir dann nach der op vielleicht ne hormontherapie, was bei einigen recht erfolgreich scheint für eine gewisse zeit...

ich wünsch dir ein herrliches weekend

grüessli manu

 



Liebe Serenity, den Tipp,
Ardanwen

Liebe Serenity,

den Tipp, einen Schmerztherapeuten zu kontaktieren und sich DA wegen den Schmerzen helfen zu lassen, kann ich nur empfehlen! Man kommt alleine nicht klar mit so vielen Beschwerden!

Die Ernährungsumstellung würde ich auch stückweise machen - und, ganz wichtig, GÖNN dir ab und zu mal was! Ganz "abstinent" zu leben, verringert tatsächlich die Lebensqualität!

 



Hallo Ihr Lieben!
Serenity

Vielen Dank dass Ihr mich ernst nehmt und versucht mir zu helfen. Das werde ich alles befolgen. Hatte zwar schon eine Schmerztherapie aber eine rein medikamentöse und der Schmerztherapeut wusste nicht mehr was er mir noch geben soll, da meine Schmerzen einfach nicht weggehen. Zuletzt hat er es mit Morphin probiert aber das habe ich gar nicht vertragen und mich non stopp übergeben. Da war er auch mit seinem Latein am Ende. Aber so eine richtige Schmerztherapie wäre vielleicht wirklich mal sinnvoll, habe mich dazu nie entschlossen weil ich Vollzeit arbeite und meine Kollegen nicht im Stich lassen wollte. Aber ich muss langsam mal lernen an erster Stelle an mich zu denken und es nicht jedem anderen immer recht machen zu wollen. Vielen Dank nochmal für Eure Beiträge, hoffe der Professor hat auch noch ein paar gute Tipps nach der OP. Wünsche Euch noch ein schönes WE



dir auch, und das schlechte
thiara

dir auch,

und das schlechte gewissen müssen wir mal lernen abzustellen, wenn du wirklich eine richtige schmerztherapie hast, stellen die dir die medikamente ein, vielleicht sogar in kleiner menge, was sie jetzt bei mir probieren... hatte vorher auch morphin und valoron und sonst noch ein paar harte sachen. brauchte auch immer mehr... und am schluss nur noch erbrochen.

jetzt hab ich zwar schmerzen, doch wenn meine medikamentation in gringer form nichts nutzt, weil sie so stark sind, hab ich noch etwas als reserve, welches ich nehmen kann und manchmal gehts mir dann wenigstens so gut, das ich schlafen kann...

schönes weekend, grüessli 

manu



Hallo Serenity,es tut mir
Miramee

Hallo Serenity,

es tut mir leid, dass es Dir momentan so mies geht. Hoffentlich schafft die OP  bald Abhilfe!

Meine Schmerzen habe ich erst mit Akupunktur in den Griff bekommen. Früher hatte ich chronisch Schmerzen und zwischen Eisprung und letztem Blutungstag ziemlich heftige. Überhaupt hat sich durch die Akupunktur so vieles reguliert, dass die Ernährungsumstellung für mich bald wieder in den Hintergrund getreten ist. Woran ich immer noch festhalte, ist das Weglassen bzw. die Reduktion von Milchprodukten in der Blutungszeit und vor allem das warme Frühstück. Wenn ich "normal" frühstücke, habe ich meistens um die Blutungszeit herum wieder leichte Schmerzen. Ansonsten sind die Schmerzen derzeit komplett weg (früher hätte ich nie geglaubt, dass ich mal schmerzfrei meine Mens bekommen würde). Ansonsten esse ich ganz normal und habe damit keine Probleme. 

Eine Psychotherapie habe ich vor ein paar Jahren aus anderen Gründen gemacht, habe aber sehr davon profitiert. Ich kann's nur jedem empfehlen, der bereit ist, sich mir sich selbst auseinanderzusetzen.

Was mir auch sehr geholfen hat,  ist Yoga. Jede Art von bewusster Entspannung kann bei Endoschmerzen hilfreich sein. Man kann dabei lernen, sich in den Schmerz hinein zu entspannen, was den Schmerz dann reduziert. Fand ich hilfreich!

Alles Gute für Dich und einen optimalen OP-Verlauf wünscht Dir

Mira



Hallo Mira!
Serenity

Vielen lieben Dank. Habe jetzt schon von ganz vielen gehört dass Akupunktur so super sein soll, habe es bisher nur mit Osteopathie probiert, was mir eine zeitlang auch super geholfen hat. Werde mir nach meiner OP gleich einen Termin in einem TCM-Zentrum holen und das auf jeden Fall ausprobieren. Bisher haben mich die hohen Kosten immer abgeschreckt, da ich momentan nicht mal schnell 300 Euro im Monat locker habe um mir das erlauben zu können. Aber dann muss ich da halt dann mal eine zeitlang durch, bin ja echt für alles dankbar dass mir meine Schmerzen nimmt. Vielen Dank für Deine Wünsche, auch wenn es sich blöd anhört aber ich freue mich schon richtig auf den OP-Termin, einfach mit der Hoffnung dass es danach wieder bergauf geht. Lg S.



Osteopathie soll ja auch
Miramee

Osteopathie soll ja auch ganz toll sein, aber das habe ich aus Kostengründen noch nicht ausprobiert. Bei meinem TCM-Arzt kostet eine Akupunktur-Sitzung (45-60 Minuten) 30 EUR und ist damit viel billiger als die üblichen Osteopathie-Stunden.

Dass Du Dich auf den OP-Termin freust, kann ich gut verstehen! Ich drücke Dir feste die Daumen, dass alles gut geht!!!

Liebe Grüße,

Mira



Hallo! Ich kann Yoga auch
Finfinchen

Hallo!

Ich kann Yoga auch sehr empfehlen, was den Umgang mit den Schmerzen angeht und auch zur Bewältigung. Hier vor allem Vorbeugen und Hüftöffner. Probier es mal aus. Lindert auch die Nervosität vor der OP. :)

Wünsche dir alles Gute!