Schmerztherapie bei Endometriose und chronischen Schmerzen
Ardanwen

Da das Thema in letzter Zeit immer wieder auftaucht und zahlreiche Fragen aufwirft, schreibe ich mal etwas ausführlicher dazu.

Vielleicht kann die ein oder andere für sich Ratschläge und Tipps mitnehmen für die Suche eines geeigneten Schmerztherapeuten bzw. die Überlegung eingehen, eine Schmerztherapie als eine Art "Reha" zu machen.

Zum Andern möchte ich einfach nochmal auf die unterschiedlichen Ausprägungen und Arten des Schmerzes bei Endopatientinnen hinweisen:

 

Chronische Schmerzen sind Schmerzen, die länger als 3 Monate bestehen. Die meisten Endopatientinnen leiden unter chronischen Schmerzen.

Obwohl viele meinen, sie haben ja nur Schmerzen WÄHREND der Periode, ist doch oft ein unterschwellig "anklopfender" Schmerz da, auch in der restlichen Zeit des Zyklusses. Man kann also davon ausgehen, dass Endometriose auch Mitauslöser für eine chronische Schmerzerkrankung ist.

Diese Schmerzen können unterschiedliche Orte des Körpers betreffen, bei Endo sind der gesamte untere Bauchbereich, also der Beckenbereich, die Oberschenkel und der Lendenwirbelbereich betroffen. Dazu kommen häufig noch Kopfschmerzen, Migräne und Muskelverspannungen im Nackenbereich aufgrund der Schmerzen im Unterleib, da Bauch und Kopfbereich eine Verbindung durch Körpermeridiane und Nervengeflechte miteinander haben.

Teilweise strahlen die Schmerzen sogar in Füße, Arme und Brustbereich aus. Auch dies lässt sich durch die Verbindungen durch das Nervengeflecht erklären.

Z.B. tritt bei Schmerzen im oberen Bauchbereich, in Zwerchfellhöhe, auch gerne ein stechender Schmerz im Schultergelenk auf. Das erklärt sich daher, dass vom Zwerchfell ein Nervenstrang direkt in Richtung Schultergürtel verläuft. Daher ist es auch möglich, dass man bei angestrengter Atmung durch heftige Schmerzen im Bauchbereich plötzlich auch Schmerzen und Verspannungen im Schulter-Nackenbereich bekommt.

 

Der Schmerz stellt den Körper sozusagen unter "Dauerfeuer", ständige Schmerzsignale setzen den Körper unter Stress, siganisieren ihm Alarmbereitschaft und beanspruchen so enorm das Nervenkostüm und die Energiereserven des Schmerzpatienten.

Deswegen fühlen sich viele von uns so hilflos, ausgebrannt und psychisch am Ende, wenn die Schmerzen so stark sind.

Anhaltende, langandauernde Schmerzen im Körper führen zu einem sogenannten "Schmerzgedächtnis", was der Körper im Laufe der Zeit ausbildet. Der Schmerz hat sich "verselbstständigt", die Nervenzellen des Körpers haben sich dieses "Dauerfeuer" des Körpers gemerkt und produzieren nun selbstständig einen immer wiederkehrenden Schmerzimpuls, den die Nervenzelle ans Rückenmark und von dort zum Gehirn sendet.

Dieses Schmerzgedächtnis wird auch bei Endopatientinnen aktiv, auch bei solchen, die "nur" während der Periode starke Schmerzen haben und daher denken, mit normalen Schmerzmitteln kann man diese "paar" Tage im Monat überbrücken.

Als Beispiel: Man hat seine Periode und dabei starke Schmerzen. Man weiß, dass man diese Schmerzen IMMER hat, wenn man seine Periode hat. Also verspannt man sich schon vorher, wenn man weiß, dass die Zeit kommt, in der die Periode beginnt. 

Der Körper hat schon unbewusst "gelernt", dass man zu bestimmten Zeiten starke Schmerzen hat und reagiert dementsprechend heftig.

Schlimmer ist es bei Endopatientinnen, die auch schon vor, während und nach der Periode Schmerzen haben, bei manchen reicht es sogar so weit, dass sie fast keine schmerzfreien Tage mehr haben während des Zyklusses.

Dort hat der Schmerz dann die schlimmste Form der Verselbstständigung angenommen.

Trotzdem sollten auch die Frauen, die denken, sie haben ja "nur" ein paar schlimme Tage im Monat, in schmerztherapeutische Behandlung gehen, damit der Schmerz nicht die "Herrschaft" über den Körper übernimmt und so die Lebensqualität nach und nach sinkt!

 

Es entsteht ein Teufelskreis aus Schmerz, körperlichen und seelischen Reaktionen auf den Schmerz, noch mehr Schmerz und noch mehr körperlichen und seelischen Reaktionen auf diesen Schmerz.

Ich denke, wir alle kennen das in verschieden starken Ausprägungen.

 

Diesen Teufelskreis kann man alleine NICHT durchbrechen. Es mag gelingen, sich einigermaßen selbst zu helfen, mit Entspannungsübungen, Wärme, Ruhe usw., mit diversen Schmerzmedikamenten einige Stunden Linderung zu haben. Aber weder der Schmerz noch die immer mehr zunehmende körperliche und seelische Belastung durch diese immer wiederkehrende Situation nimmt ab.

Daher ist es wichtig, sich FRÜHZEITIG Hilfe zu suchen.

Diese kann in Form eine medikamentösen Schmerztherapie stattfinden. Dort wird man von einem entsprechend ausgebildeten Arzt - meist ein Anästhesist mit Weiterbildung zum Schmerztherapeuten - anhand seiner Schmerzsymptomatik mit einem entsprechenden Medikament, meist als Dauermedikation und/oder als "Notfallmedikament", eingestellt.

Dauermedikation ist deswegen so wichtig, da es wichtig ist, dem Körper zu signalisieren, JETZT ist Schluss mit dem Dauerfeuer des Schmerzsignales ans Gehirn! 

Zum Andern bilden die meisten Medikamente im Körper einen gewissen Wirkstoffspiegel aus, der auf Dauer auch gehalten werden sollte, damit die entsprechende Wirkung des Medikaments gleichbleibend eintreten kann.

Es hilft NICHTS, das Medikament erst dann zu nehmen, wenn der Schmerz bereits DA ist. Es dauert meistens viel zu lange, bis das Medikament dann wirkt.

Dieses "Schauspiel" kann man immer wieder selbst an sich beobachten, wenn man zu Ibuprofen & Co. greift, wenn der Schmerz schon richtig heftig da ist. Man nimmt eine Tablette, wartet 30 Minuten, der Schmerz lässt nicht nach. Man nimmt eine 2. Tablette, wartet 30 Minuten, der Schmerz ist unverändert da. Man nimmt eine 3. Tablette und wird eher müde, als dass der Schmerz wirklich nachlässt.

Klassischer Fall von Falschmedikation und falscher Anwendung - man verzeihe mir, wenn ich dies so hart ausdrücke. Aber ich habe selbst jahrelang so gehandelt und letztes Jahr erfahren müssen, wie falsch, gefährlich und unsinnig dieser Umgang mit Schmerzmitteln ist!

Das Notfallmedikament ist für Schmerzspitzen/Schmerzattacken gedacht, bei denen selbst die Dauermedikation nichts mehr ausrichten kann, z.B. dann, wenn die Periode einsetzt oder man einige Tage im Monat stärkere Schmerzen hat, als an andern Tagen.

 

Die  andere Art der Schmerztherapie beinhaltet psychologisches Verhaltenstraining, was nichts anderes bedeutet, als das Erlernen des richtigen Umgangs mit Schmerzen.

Wie kann ich mir selbst helfen, wenn der Schmerz kommt (Entspannungsübungen, leichte Bewegung, Ablenkung durch Musik/Malen/Tanzen)?

Was sind Verhaltensmuster, die ich mir angeeignet habe, wenn der Schmerz kommt (mich zusammenkrümmen, mich hinlegen, mich abkapseln, mich selbst bemitleiden, mich verkriechen)?

Wie gehe ich damit um, dass andere in meiner Umgebung NICHT verstehen, wie stark meine Schmerzen sind/wie sehr ich leide (Unverständnis von Partner/Eltern/Arbeitgeber/Kollegen)?

Was kann ich stattdessen tun, um MICH zu stärken und besser mit dem Schmerz umzugehn (persönliche Ressourcen finden/schaffen, z.B. mich fragen, was kann ich besonders gut/was macht mich aus/wo habe ich ein Talent)?

Das sind nur einige Aspekte, die in der psychologischen Schmerztherapie angesprochen werden.

 

Zur multimodalen Schmerztherapie, wie sie oft in Kliniken angeboten wird (Schmerz-Tagesklinken, Schmerzambulanzen usw.) gehören oft die medikamentöse, die psychologische, die physiologische (Krankengymnastik, Ergotherapie, Bewegungstherapie, Aquatherapie, Tanztherapie), die Kreativtherapie (Malen,Töpfern, Musik, Handarbeit) und die Psychohygiene (Informationen über Schmerzen allgemein, Schmerzen und Schlaf, Auswirkungen von Schmerzen auf den Körper).

 

Bei der Suche nach einem geeigneten Schmerztherapeuten ist es also umso wichtiger, einen Arzt zu finden, der nicht nur medikamentös behandelt, sondern auch die andern Bausteine der Schmerztherapie, die Psyche und die Auswirkungen auf den Körper und das Patientinnen-Umfeld mit einbaut!

Normalerweise ist es zu Beginn der Therapie so, dass man sehr viele Fragebögen zugeschickt bekommt, die man ausfüllen muss und die dann einige Tage oder Wochen vom Arzt ausgewertet werden müssen. Es ist auch sinnvoll, für einige Tage oder Wochen ein Schmerztagebuch zu führen. Daher dauert es meist auch einige Wochen, bis man dann den eigentlichen Termin beim Therapeuten hat.

Dort sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass der Arzt einem nicht mit einem Medikament "abspeist" und wieder nach Hause schickt, sondern auch auf die psychischen und körperlichen Aspekte eingeht und einem auch dort Behandlungsvorschläge anbietet. Wenn der Arzt selbst diese anderen Behandlungen nicht anbieten kann, sollte er in der Lage sein, einem entsprechende Therapeuten nennen zu können (Krankengymnasten, Bewegungstherapeuten, Psychologen usw.).

Manchmal findet man beim 1. Versuch schon den richtigen Therapeuten, manchmal dauert es eine Weile - bei mir waren es 3 Anläufe.

Ich war letztes Jahr nach einem ziemlichen Desaster bei einem Schmerztherapeuten, der mich nur immer weiter mit Morphinen vollstopfen wollte, für 4 Wochen in einer Schmerztagesklinik. Dort wurde multimodale Schmerztherapie angeboten. Das half mir super weiter.

Voher hatte ich schon dank meiner damaligen Psychologin eine verhaltenstherapeutische Schmerztherapie, aber erst die Kombination aus medikamentöser und psychologischer Schmerztherapie mit den anderen Bausteinen aus physiotherapeutischer, kreativer und verhaltenstherapeutischer Schmerztherapie haben mir wirklich weiter geholfen.

Ich denke, dass es hier vielen so ergeht, wie mir damals und viele verzweifelt sind mit ihren Schmerzen.

Deswegen habe ich mir die Zeit genommen, diesen ausführlichen Text zu schreiben, um euch anzusprechen und dazu zu ermutigen, euch schmerztherapeutische Hilfe zu suchen - auch, wenn es fast genauso schwierig ist, einen guten Schmerztherapeuten zu finden, wie einen guten FA oder Endospezialisten - leider!

Aber wir sind es ja gewohnt, dass es schwierig ist mit Endo!

 

 

 

 

 

 

 



super, danke... da gibt es
thiara

super, danke...

da gibt es nichts mehr hinzuzufügenSmile



hey ardanwen! das war ja
cora1605

hey ardanwen! das war ja echt sehr ausführlich! super!

kann man sich einfach einen termin in ner schmerzambulanz  machen? also bei uns im KH gibts ja auch eine. Aber ich weiß ehrlich gesagt gar nicht weswegen man da hingehen kann. Die hat einen sehr guten Ruf. Meinst du ich kann da wegen meinen Rückenschmerzen hingehen? mach ja momentan auch die physiotherapie hier im haus und bin recht zufrieden. aber ich "doktor" halt schon sehr viel selbst mit tabletten rum...

Ich könnt ja auch einfach mal anrufen kommt mir grad so! ;)



hey ardanwen! das war ja
cora1605

hey ardanwen! das war ja echt sehr ausführlich! super!

kann man sich einfach einen termin in ner schmerzambulanz  machen? also bei uns im KH gibts ja auch eine. Aber ich weiß ehrlich gesagt gar nicht weswegen man da hingehen kann. Die hat einen sehr guten Ruf. Meinst du ich kann da wegen meinen Rückenschmerzen hingehen? mach ja momentan auch die physiotherapie hier im haus und bin recht zufrieden. aber ich "doktor" halt schon sehr viel selbst mit tabletten rum...

Ich könnt ja auch einfach mal anrufen kommt mir grad so! ;)



Vielen Dank Ardanwen....das
Cassie33

Vielen Dank Ardanwen....das war ein superhilfreicher Bericht. Du bist einfach spitzeLaughing



Cassie, Ardanwen ist echt eine Schau,
Wendelstein

Liebe Vicky,

ich habe auf Dani´s Seite geantwortet.

LG Wendelstein



Hallo Cora,auch wenn ich
Juma

Hallo Cora,

auch wenn ich nicht Ardanwen bin, möchte ich dir gerne antworten, da ich selber in Behandlung beim Schmerztherapeuten bin.

Ich bin beim Schmerzdoc u.a. aufgrund meiner Rücken- und Gelenkschmerzen.

Ich habe mal hier einen LINK für dich:

 http://www.stk-ev.de/

Dort musst du dich bitte einfach durchklicken zur "Schmerzzentren"

-Li. Leiste

-unter die Gesellschaft findest du den Button Schmerzzentren.

 

Das Kh was du meinst, haben die eine Schmerzambulanz? 



hallo juma! kein problem,
cora1605

hallo juma!

kein problem, danke dir, hab heut nacht bestimmt zeit dann werd ich da mal nachsehen. ja in dem kh in dem ich arbeite is so ne schmerzambulanz.

danke, gutenacht! :)



Guten Morgen ihr Lieben, na
Ardanwen

Guten Morgen ihr Lieben,

na klar kann man in ner Schmerzambulanz auch mal nachfragen Smile.

Liebe Cora, du sitzt ja sozusagen "an der Quelle" Smile, einfach ausprobieren und schauen, wie zufrieden du dort bist.



das war eine wirklich gute
achso

das war eine wirklich gute erklärung.

auch bezüglich des anderen postings hätt ich eine frage: wie wichtig ist es, dass sich ein schmerztherapeut mit der endo auskennt? reicht es nicht, dass man einfach schmerzen hat? es kann sich doch keiner mit allem auskennen, was schmerzen verursacht? ernst genommen werde müßte man.... denn ich kann mir nicht vorstellen, wenn sich die gyns in dieser gegend schon nicht auskennen, wie soll das dann ein schmerztherapeut?



Hallo Hägar... also ich
Cassie33

Hallo Hägar...

also ich denke ein Schmerztherapeut sollte sich durchaus mit Erkrankungen, die Schmerzen machen auskennen. Schließlich gehört das zu seinem Fachgebiet. Und wenn er sich schon nicht auskennt, sollte er den Patienten aber wenigstens ernst nehmen und sich dann gegebenfalls informieren. Auch sind nicht alle Schmerzmedis bei Endo hilfreich.

Und das es wohl nicht reicht, dass man Schmerzen hat, siehst du ja an meinem Posting. Rein muskulär geht es mir zwar etwas besser, aber die Schmerzen sind da wie eh und je und jetzt darf ich mich weiter mit den blöden Tramal rumärgern.

Und das sich die Gyn´s nicht auskennen empfinde ich als Armutszeugniss. Gerade Frauenärzte sollten sich weiterbilden und sich auch über diese Erkrankung informieren.

Ich finde, es ist schon wichtig, dass sich ein Schmerztherapeut mit Endo auskennt bzw. zumindest weiß, womit man es Schmerzmedikamenten-technisch behandeln kann. 

LG Vicky 



Cassie
Wendelstein

Liebe Vicky,

bin gerade vom Frühstücken nach Hause, ich finde es wirklich schlimm, dass sogar ein Schmerztherapeut nicht über die Krankheit Bescheid weiß, oder wie du ansprichst, Gyn´s. Ich habe es ja selbst 2010 erlebt, dass man nicht für voll genommen wird. Du hättest sein blödes Gesicht sehen müssen, als ich, dass habe ich mir nicht nehmen lassen, ihm die Befunde und OP-Berichte präsentiert habe.

Ich habe jetzt meinen Termin Akupunktur und vielleicht andere Hilfe ausgemacht, am 27.03., dass passt, mein Verdruss kommt vor 10.04. nicht mehr.

LG Wendelstein



Liebe Ardanwen ,   danke
Beth81

Liebe Ardanwen ,

 

danke für den sehr ausführlichen Bericht ! Damit kann ich mir jetzt vorstellen wie das in der Schmerzambulanz dann so abläuft. Habe diese Woche die Fragebögen weggeschickt.

Nächste Woche dann noch Op in Neuss und dann gehts weiter...

 

Lg

 

 

 

 

 

 



@Wendelstein: Das freut mich
Cassie33

@Wendelstein: Das freut mich sehr, dass es geklappt hat mit der Akkupunktur. Und solange der Termin bei der FÄ vor der nächsten Schmerzenszeit kommt, ist es gut.

@Beth: Ich bin sehr gespannt über deinen Bericht von Neuss und hoffe, du kommst dann endlich schmerzfrei nach Hause (also abgesehen von den üblichen OP-Schmerzen, das wird wohl dann noch dauern).

VLG Vicky 



@ Vicky   werde
Beth81

@ Vicky

 

werde aufjedenfall berichten wenn ich wieder da bin !

Schiebe schon viel Panik , mein Gyn hat mich letzte Woche nochmal total verunsichert (als ich die Einweisung holte ) , ob ich den wirklich eine Einweisung bräuchte ?!?! und es auch sein könnte das man nix findet , keine Verwachsungen und keine neue Endo?!?! Nee klar , hab ich da gedacht bei meiner Vorgeschichte und denn Schmerzen ist auf jedenfall was. Na jedefalls war ich dann so verunsichert das ich nochmal in Neuss angerufen habe deswegen und die waren total nett und verständnisvoll. Dr. Korell hat mich dann zurückgerufen und mir versichert das er die Op für nötig hält und sie dort ihr bestes tun werden das es mir danach besser geht.Hat mir auch noch ein paar mögliche Gründe für die Schmerzen genannt (ausser der Endo) die dann aber wohl beseitigt werden können. Nur versprechen kann er mir nichts , aber das wollte ich auch gar nicht. Jetzt bin ich jetzt was ruhiger und ich muss sagen Dr. Korell ist wirklich ein super netter Arzt.

Am Montag muss ich zur Voruntersuchung , am Freitag Op muss wahrscheinlich um 7 Uhr da sein und am Tag vorher muss ich noch arbeiten , falls ich nicht doch noch am Tag vorher rein muss. 

Lg 



@beth: Es ist doch echt
Cassie33

@beth: Es ist doch echt unfassbar, das unsere Ärzte es immer wieder schaffen, uns zu verunsichern. Und vor allem, dass sie tatsächlich das ganze in Frage stellen (vor allem auch bei dir). Also da fällt mir nichts mehr dazu ein. Wie gerne würde ich solchen Ärzten nur einen Tag von unseren Schmerzen "schenken". Mal sehen, wie sie es dann sehen würden...boah, da muss ich mich gerade wieder aufregen.

Dr. Korell ist wirklich ein supernetter und toller Arzt. Er wird es bestimmt in den Griff bekommen. Ojeh, einen Tag vor OP noch arbeiten ist auch nicht gerade der Kracher. Ich werde dir auf jeden Fall die Daumen drücken.

VLG 



Hallo ihr Lieben, ein
Ardanwen

Hallo ihr Lieben,

ein Schmerztherapeut sollte zumindestens das Verständnis aufbringen, dass diese Erkrankung sehr komplex ist und vorallem, wenn er sich nicht mit Endo auskennt, die Bereitschaft signalisieren, sich dementsprechendes Wissen anzueignen.

Ich habe das Glück, dass mein Schmerztherapeut zugleich Facharzt für Psychotherapie, Allgemeinmedizin und Leiter der Psychosomatischen Abteilung in unserm Kreiskrankenhaus ist. Seine Frau ist Gynäkologin. Daher weiß er zumindest viel über Endo und wenn er etwas nicht weiß, fragt er mich,seine Frau oder seine Kollegen im Krankenhaus und bildet sich entsprechend weiter.

Ich habe dort alle 2 Wochen psychologische Schmerztherapie, wir sprechen viel über meinen Alltag, die Erkrankungen, die ich habe, meinen Unfall (der ja noch mehr Schmerzen bei mir verursacht hat), mein Privatleben und immer auch jedes Mal darüber, wie ich mit den Medikamenten zurechtkomme. Je nachdem, passen wir dann das ein oder andere an, lassen etwas weg, nehmen etwas anderes dazu, variieren die Dosierung usw.

Er gibt mir durch die psychologische Beleuchtung der ganzen Situation auch jedes Mal neue "Denkanstoße", zeigt neue Wege auf, mit der Situation umzugehen und damit auch mit den Schmerzen.

Sie gehören nunmal zu meinem Leben, ebenso wie die Erkrankungen, die ich habe und die Unfallfolgen, die mich tagtäglich begleiten.

Aber mithilfe der Therapien kann ich mit allem besser umgehen. Wenn es mir mal ganz schlecht gehen sollte, kann ich jederzeit für 3-6 Wochen stationär zu ihm ins Krankenhaus oder mindestens 1x im Jahr für 4 Wochen nach Zweibrücken in die Schmerztagesklinik als "Reha".

 



Mensch Ardanwen...da hast du
Cassie33

Mensch Ardanwen...da hast du wirklich Glück, dass du einen so guten Arzt gefunden hast. Die sind ja wirklich rar gesät. Und ich glaube, diese komplexe Behandlung bringt wirklich am meisten etwas. Ich denke, wenn ich nicht wirklich relativ schnell Hilfe bräuchte, würde ich auf jeden Fall mal nach Zweibrücken gehen. 

Für den Moment hoffe ich einfach nur, dass ich doch noch einen kompetenten Schmerztherapeuten finde, der mich bis Juni einstellen kann. Und nach der OP sehe ich dann einfach mal weiter. Mit ganz viel Glück brauche ja dann vllt. für einige Zeit keine Schmerzmedi´s mehr. Das wäre super...und die Hoffnung stirbt ja zuletztSmile

LG Vicky 



Ich hab aber auch schon 3
Ardanwen

Ich hab aber auch schon 3 andere Ärzte "verbraucht", bis ich den jetzt gefunden habe. Und selbst er weiß nicht immer weiter, er gibts aber wenigstens zu!

 



Ardanwen,du hast das echt
dani2710

Ardanwen,du hast das echt super dargestellt und erklärt auch ein dickes lob von meinem Freund,ich habs ihm vorgelesen.

du hast mir damit sehr geholfen,nun weiß ich wieder bissl mehr und weiß wie ich vorgehen muss und auf was ich achten muss:-)



Das ist schön und freut
Ardanwen

Das ist schön und freut mich, wenn es euch allen so hilft! Deswegen hab ich es eingestellt.

Vorallem auch, um zu veranschaulichen, was Schmerzen sind und was sie mit einem machen können.

Prima, dass auch die Partner davon profitieren können, war ne gute Idee von dir, liebe Dani, dass deinem Freund vorzulesen Smile.



Liebe Ardanwen! Da habe ich
greenmaus

Liebe Ardanwen!

Da habe ich ja Glück,dass meine Schmerztherapeutin auch genau so arbeitetSmile! Du hast es super ausgedrückt und erklärt!!!

Du bist einfach Spitze!!!!!!!!!!!

Hut ab und Kniefall vor Dir!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!



Es müsste einfach mehr
Ardanwen

Es müsste einfach mehr solcher Schmerztherapeuten geben, wie auch du eine hast, liebe Greenmaus!

Leider scheint es genauso schwierig zu sein, einen geeigneten Schmerztherapeuten zu finden, wie einen guten FA.

 

Danke für das Lob, ich werd hier grade ganz rot! Embarassed



Ich krame das Thema mal
Ardanwen

Ich krame das Thema mal wieder hervor, da es momentan wieder viele neue Forenmitglieder gibt, die unter starken Schmerzen leiden.

Auch zur Info für alle andern, die meinen, sie haben ja "nur" Endoschmerzen und sich nicht in eine entsprechende Schmerztherapie "trauen". 

Kanns nur immer wieder sagen: Macht eine multimodale Schmerztherapie!

Die Schmerzen lassen sich nur mit Medikamenten und Hormonen meistens nicht in den Griff kriegen, dazu muss am Schmerzgedächtnis mit gearbeitet werden!

Auch mit anderen Schmerzen (Kopfschmerzen, Rücken, Beine, Gelenke, Arme usw.) hab ihr alle ein Recht darauf, in einer Schmerztherapie behandelt zu werden!

Dadurch gewinnt man auf jeden Fall wieder an Lebensqualität und lernt, mit den Schmerzen und der Erkrankung besser umzugehen. Und man wird therapeutisch sowie medikamentös betreut und eingestellt!

 



Hey Ardanwen, ich kann mich
dani2710

Hey Ardanwen,

ich kann mich nur nochmal bedanken bei dir,denn wenn du es nicht so oft gesagt hättest,wäre ich wohl heut noch nirgends hingegangen.

Ich bin froh,das mir bald geholfen wird!!!

Lg Dani



Hallo liebe Ardanwen, kann
Cassie33

Hallo liebe Ardanwen,

kann mich Dani da nur anschliessen. Ich hoffe nur, es wird mir im MVZ endlich geholfen.

VLG Vicky 



Ich schiebe das Thema noch
Juma

Ich schiebe das Thema noch mal hoch, weil ich für euch noch 2 LINKS habe:

http://www.stk-ev.de/

und

http://www.schmerzliga.de/

Über den ersten LINK, also die deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie habe ich meinen Schmerztherapeuten gefunden.

Passende Schmerzzentren findet ihr bei der DGfS links in der Leiste:

- die Gesellschaft und dann Schmerzzentren 



Danke sehr Ardanwen! Habe es
Mariele

Danke sehr Ardanwen!

Habe es jetzt noch mal gelesen, auf Deine Empfehlung heute!

Toll, dass Du Dir soviel Arbeit gemacht und alles so gut und ausführlich erklärt hast!

Ja, genau , ich würde auch jetzt in Ruhe lieber einen Therapeuten suchen, wenn der Schmerz noch nicht so schlimm da ist. Mal schauen, ob es bei mir so jemanden oder eine Klinik gibt, ich fürchte nämlich auch, die sind rar gesäht.

Liebe Grüße, Mariele



Aus aktuellem Anlass hole
Ardanwen

Aus aktuellem Anlass hole ich das Thema nochmal hoch, da wieder viele neue Mitglieder dabei sind, die auch an starken Schmerzen leiden.

 

Noch ein Tipp, wie man eine mutimodale Schmerztherapie findet bei sich vor Ort:

 

Sucht über google.de nach dem Begriff "Multimodale Schmerztherapie" und gebt euren Wohnort bzw. die nächstgrößere Stadt ein. Dann müssten auf jeden Fall im Umkreis einige Krankenhäuser und Kliniken erscheinen, die das anbieten, ebenso gibt es auch einige niedergelassene Ärzte, die dies ambulant in ihrem Praxen anbieten oder mit Krankenhäusern zusammenarbeiten.

Wichtig ist, dass die Therapie mindestens 3-4 Wochen dauert, am Besten geeignet ist sie als teilstationäre (Tagesklinik) oder stationäre Form, damit man sich ganz auf sich und die Schmerzerkrankung konzentrieren kann.

Ja, ihr habt richtig gelesen, Schmerzen können auch zur Erkrankung werden!!!

Man nennt dies dann chronisches Schmerzsyndrom und das muss behandelt werden. Es tritt oft in Verbindung mit anderen Erkrankungen auf, z.B. wie bei uns, der Endo. Aber auch Fibromyalgie, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen usw. können ein chronisches Schmerzsyndrom verursachen.

Scheut euch nicht, solch eine Therapie zu machen, es steht euch zu!

Es reicht normalerweise eine Überweisung vom Hausarzt in die Schmerzklinik. Falls dieser sich querstellt, holt euch Hilfe in der Schmerzklinik und schildert den Fall. Man wird euch dann dort vor Ort selbst "einweisen", dann braucht ihr also keine Überweisung.

Es dauert in der Regel ca. 1-3 Monate, bis man einen Therapieplatz in solch einer Klinik bekommt, meistens findet die Therapie in kleinen Gruppen (max. 10 Leute) statt, damit sich die Ärzte, Psychologen und Therapeuten richtig auf jeden einzelnen konzentrieren können.

Die Krankenkasse zahlt normalerweise den Aufenthalt in der Schmerzklinik. Es steht JEDEM chronischen Schmerzpatienten zu, sich 1 x im Jahr für 4 Wochen dort behandeln zu lassen, man kann es also als "Reha" oder "Kur" ansehen.

Es hilft vielen, mit den Schmerzen besser umzugehen, sich wieder Kraft zu holen, alte Verhaltensmuster abzulegen, die sich im Laufe der Zeit eingeschlichen haben, sich Mut zu holen, weiterzumachen, auch mit Schmerzerkrankung und vorallem, wieder neue Lebensqualität zu gewinnen.

Ich kann JEDER hier nur empfehlen, diese Therapie zu machen! Auch, wenn das vielleicht bedeutet, mal 4 Wochen von daheim weg zu sein oder mal 4 Wochen täglich von morgens bis abends in der Therapie zu sein.

 



Hallo Ardanwen, aufgrund
Kiki 28

Hallo Ardanwen,

aufgrund deiner Infos hier, habe ich mich mal schlau gemacht und nach einer geeigneten Schmerztherapie gesucht. Und ich hab eine Schmerztagesklinik in der Nähe gefunden. Werde am Montag dort anfangen. Es ist auch ein multimodales Konzept. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich, denn es macht einem Mut und Hoffnung. Ich werde dann mal berichten wie es so läuft.

Danke dir!

Liebe Grüße

Kiki



Das freut mich für dich,
Ardanwen

Das freut mich für dich, wünsche dir alles Gute und bin gespannt auf deinen Bericht!



Danke für deinen Hinweis
Martina160371

Danke für deinen Hinweis auf deinen Eintrag ... der hilft sehr stark weiter ...

lg Martina



Hallo Ardanwen, ich möchte
Mariele

Hallo Ardanwen,

ich möchte Dir auch noch mal danken, dass Du die Beschreibung (und mehr) über die multimodale Schmerztherapie hier für uns reingebracht hast. Ich habe jetzt hier die "vielen Fragebögen", und auch schon das meiste ausgefüllt. Ich finde es sehr schwierig, manche Fragen (wie und wie stark und wie oft sind die Schmerzen....) zu beantworten, weil es in den letzten 4 Wochen "ging", jetzt aber seit ein paar Tagen und insbesondere heute, stärkere (mir Angst machenende Schmerzen, da Vagina) da sind. Habe auch Angst, dass es wird, wie es immer war, halt ansteigend, und bis zur nächsten OP nicht so gut aushaltbar (zumindest wenn man nur Paracetamol und Tramal an die Hand bekommt). Ich glaube, ich schicke die Bögen erst in wenigen Tagen weg, dann kann ich evtl. einen Trend erkennen. Vielleicht habe ich ja gaaanz viel Glück, und die Sache beruhigt sich wieder.... glaube halt nur nicht so dran Undecided Darf nur nicht zu lange warten, weil es Wochen oder evtl. Monate sind, bis man bei der Therapie drankommt (sind hier in der nächsten Stadt so ziemlich die einzigen). Kannst mir ja mal die Daumen drücken....

Liebe Grüße, Mariele



Liebe Mariele, ich weiß
Ardanwen

Liebe Mariele,

ich weiß noch gut, wie schwer ich mir getan habe beim Ausfüllen der Fragebogen. Auch mit der sinnbildlichen Beschreibung der Schmerzen (brennend, schneidend, ekelerregend, anstrengend usw.), ich habe auch einige Tage daran "herumgemacht", bis ich die Bögen fertig hatte und weggeschickt habe. Es ist auch nicht schlimm, wenn du nicht mehr genau weißt, wie stark deine Schmerzen in den letzten 4 Wochen waren, es geht eher darum, dass man erkennen kann, DASS du dauerhaft Schmerzen hast und eben NIE ein Tag dabei ist, der schmerzfrei ist.

Sinnvoll ist es auch, wirklich ALLE sinnbildlichen Beschreibungen der Schmerzen genau zu überdenken und anzukreuzen, denn davon ausgehend sieht ein Schmerztherapeut, wie stark der Schmerz dein Leben beeinträchtigt und wie  objektiv oder subjektiv deine Wahrnehmung deines Schmerzes ist.

Also sind die Fragebögen schon sehr wichtig, aber du hast Recht, allzu lange aufhalten darfst du dich daran auch nicht, da sonst der Aufnahmetermin immer weiter nach hinten verschoben wird.

Also versuch doch, über das Wochenende alles zu beantworten und am Montag wegzuschicken. Ich drücke dir ganz fest die Daumen!

Später am Ende der Therapie musst du übrigens nochmal ähnliche Bögen ausfüllen, daran wird auch mitbestimmt, wie gut du auf die Therapie angesprochen hast.

 



Hi Ardanwen! Stimmt, übers
Mariele

Hi Ardanwen!

Stimmt, übers Wochenende habe ich ja dann schön Zeit! Ob ich nachher auch noch mal Bögen ausfüllen muss, hängt allerdings davon ab, ob sie mit mir eine Therapie für sinnvoll erachten oder wie stark dort der Andrang ist, evtl. müssen die ja selektieren oder so, keine Ahnung.

LG Mariele



Liebe Mariele, lass dich
Ardanwen

Liebe Mariele, lass dich nicht entmutigen, du hast alles Recht der Welt, eine Schmerztherapie zu machen! Du wirst da nicht "ausselektiert", glaub mir! Falls dies doch wieder Erwarten der Fall sein sollte, muss ich dir ehrlich sagen, dann hat diese Klinik leider keine Ahnung!

Dann musst du dir eine andere suchen, ich bin auch jeden Tag 60 km hin und wieder heim gefahren worden (per Taxi, dies zahlte sogar die Krankenkasse), also insgesamt jeden Tag 120 km, 4 Wochen lang. Und auch das ging!



Hallo ihr Lieben! Ich wollte
Kiki 28

Hallo ihr Lieben!

Ich wollte mal von meiner Schmerztherapie berichten, die ich seit einer Woche mache. Also ich bin total begeistert und kann jedem nur raten so etwas zu machen!!! Ich musste gerade mal 2 Wochen auf einen Platz warten und es ist sogar in der Nähe, so dass ich nur 20 km fahren muss.  Wir haben zwar einen anstrengenden "Stundenplan" und die ersten 2 Tage war ich abends immer fix und fertig, aber mittlerweile geht es mir richtig gut. Man lernt sehr viel über seinen Körper und wie man mit ihm in gewissen Situationen umgehen muss. Das Konzept besteht dort aus medikamentöser Therapie (wenn man möchte), Psychotherapie, Physiotherapie (Massage, manuelle Therapie, KG), Ergotherapie (malen, töpfern...), Entspannungsverfahren und viel Bewegung (Yoga, Gymnastik, Nordic Walking, Kraft- u. Ausdauertrainig an Geräten, Schwimmen...). Es ist unglaublich, wie fit man sich schon nach einer Woche fühlt, man kann total abschalten und seine Sorgen vergessen. Was ich besonders faszinierend finde und vorher auch nicht wusste, dass der Körper bei Sport Glücksbotenstoffe bildet und auch schmerzhemmende Stoffe ausschüttet. Ich dachte immer es sei besser sich bei Schmerzen hinzulegen und eine Tablette zu nehmen. Nun weiß ich, dass das verkehrt war. Es kommt natürlich immer darauf an wie stark der Schmerz ist, aber ich muss sagen, sobald ich mich bewegt habe, waren die Schmerzen besser oder verschwunden und ich brauchte keine Tablette. Ich finde das einfach nur super. Ich bin mal gespannt wie die nächsten Wochen werden, aber bis jetzt bin ich schon sehr zufrieden was sich bei mir alles verbessert hat.

LG Kiki



Hallo Kiki, hattest Du nicht
SunshineSandy

Hallo Kiki,

hattest Du nicht auch einen Beitrag von Februar wo du geschrieben hast das du beschwerdefrei bist ? Progesteroncreme....

LG  



Liebe Kiki, ich freue mich
Ardanwen

Liebe Kiki,

ich freue mich für dich, dass es dir schon so viel besser geht - genau das soll die Schmerztherapie bewirken, da hast du wirklich die richtige Therapie für dich gefunden!

Genau, Sport in Maßen ist super, um Schmerzen zu "bekämpfen", am Besten legt man sich für daheim dann ein kleines "Sportprogramm" zurecht, z.B. nimmt man sich vor, dass man 2 x die Woche walken geht und 1 x die Woche Aquagymnastik macht oder einfach täglich ein wenig Gymnastik. Das beugt den starken Schmerzattacken echt super vor!

Ich wünsche dir weiterhin so viele positive Eindrücke!



Hallo Kiki,   ist das jetzt
ShortNews

Hallo Kiki,

 

ist das jetzt eine stationäre Therapie wo du täglich hingehst? Und wielange insgesamt? Oder wie läuft das genau ab? Also bist du jetzt krankgeschrieben?

Die Schmerztherapien wo ich momentan angefragt habe, haben monatelange Wartezeit. 

Ich versteh den Ablauf von so ner Schmerztherapiegeschichte irgendwie nicht ganz. Was ich nur kenne ist, z.B. alle 3 Monate zu einem Schmerztherapeuten gehen wo dann Medis etc. vllt neu eingestellt werden. 

Ach irgendwie schaff ich nix vernünftig anzupacken. Cry

 

LG



Hallo Shortnews, ich
Ardanwen

Hallo Shortnews,

ich antworte mal an Kikis Stelle.

Die Therapie kann stationär oder teilstationär angeboten werden, also als Tagesklinik, wo man morgens hinfährt und abends und am Wochenende wieder daheim ist.

Man hat verschiedene Therapien jeden Tag, Arztgespräche, Psychotherapie, Entspannungstraining, Verhaltenstraining im Umgang mit Schmerzen und der Erkrankung, die man hat, Krankengymnastik, Ergotherapie und leichten Sport.

Die Schmerztherapie in dieser Form dauert normalerweise ca. 3-4 Wochen, wird von der Krankenkasse übernommen, da es meist in Krankenhäusern mit Schmerzklinik stattfindet.

In dieser Therapieform geht es nicht nur um die Medikamente, sondern um den ganzen Körper und vorallem auch um die Psyche. 

Diese Therapien haben oft wochen- oder monatelange Wartezeiten, da in den Gruppen, die dann für 4 Wochen aufgenommen werden, meist nicht mehr als 5-8 Personen sind, damit sich die Ärzte und Therapeuten sehr gut um die einzelnen Patienten kümmern können.

Es lohnt sich aber, solch eine Therapie zu machen, auch, wenn du darauf lange warten musst. Versuch, alle im Umkreis liegenden Schmerzkliniken anzurufen und einen Therapieplatz zu bekommen.

Die rein medikamentöse Schmerztherapie bringt nicht den Erfolg, den diese multimodale Therapie bringt!

 



Richtig. Vor allem möchte
ShortNews

Richtig. Vor allem möchte ich eben KEINE Medikamente nehmen. Sondern lernen ohne zu leben. Von daher ist ja nur so ein Ansatz der richtige für mich.

 

Ich finde das momentan schwierig mich auf Wartelisten setzen zu lassen. Ich werde hier nicht wohnen bleiben und weiß ja eh nicht wohin es mich verschlagen wird. Es fällt mir gerade schwer etwas "dingfest" zu machen.

Aber beruhigend ist, das es offensichtlich viel bringt diesen Ansatz zu verfolgen. 

 

LG



Du wirst in einer
Ardanwen

Du wirst in einer multimodalen Schmerztherapie zu nichts gezwungen, weder zu Medikamenteneinnahme, noch zu irgendwelchen Therapien. Du kannst selbst entscheiden, was du ausprobieren möchtest, was dir guttut, weitermachen, was dir nichts bringt, weglassen.

Ich habe z.B. das Fitnesstraining an den Geräten garnicht vertragen, also ließ ich es weg. Auch Medikamente wollte ich anfangs nicht nehmen, am Ende habe ich mich dann für einen Versuch mit Amitriptylin entschieden und es tat mir gut und ich vertrage es gut. Seither nehme ich das gegen die Schmerzen, sonst nichts.

Du musst für dich selbst entscheiden, wie weit du diesen Plan verfolgen willst momentan. Ich kann dir nur raten, versuch, in den nächsten paar Wochen noch irgendwo einen Therapieplatz zu bekommen und mach die Therapie erstmal, danach wird es dir sicher deutlich besser gehen und du kannst dann in Ruhe entscheiden, wie es weitergeht in deinem Leben.



Hallo Short News! Mir ging
Kiki 28

Hallo Short News!

Mir ging es die ganze Zeit bestens, habe dann aber leider Kiwu-Hormone bekommen, wodurch ich wieder starke Beschwerden bekommen habe. Mittlerweile nehme ich keine Hormone und keine Schmerzmittel mehr. Nur noch meine Prog. Creme. Es ist schon wieder viel besser, bis auf meine schlimmen Ischiasschmerzen. Die Therapie mache ich in erster Linie um wieder fit zu werden, da ich auch noch andere Krankheiten habe. Das ist ja wie ne Art Kur. Dem Arzt hab ich auch gleich gesagt, dass ich von Schmerzmitteln weg kommen möchte und das fand er in Ordnung. Genauso gut hätte er mir aber auch was Neues verordnet, wenn ich danach verlangt hätte. Die Therapie ist individuell auf deine Probleme abgestimmt. Meine Therapie ist nur ambulant, ich gehe jeden Tag um 4 wieder heim. WE ist frei. Auch der Psyche tut es besonders gut, denn man kann total abschalten und ist nicht allein, in der Gruppe sind ja noch mehr Leute mit den selben Problemen. Ich kann das wirklich nur empfehlen, egal bei welchen Krankheiten, es bringt so viel!

LG Kiki



hi ardanwen, aber so eine
Ola

hi ardanwen,

aber so eine schmerztherapie kann man nur machen, wenn man arbeitslos ist, oder? wenn es den ganzen tag andauert. und wo gibt es solche kliniken, die das machen? in dresden evt auch? sie müssten sich aber auch speziell mit endo auskennen, ne?

lg u alles gute, ola



hi kiki, krass, das die
Ola

hi kiki,

krass, das die kiwu-hormone deinen gesundheitszustand so sehr verschlechtert haben!! hoffentlich ist das bei mir nicht der fall !! denn ich hab morgen termin zur 2.punktion in diesem jahr.  wieviele versuche hattest du schon? ischiasschmerzen hab ich auch. seit ca 2-3jahren. nach der op(endosanierung) immer noch. leider!! mal mehr, mal weniger. starke schmerzmittel muss ich während der periode auch immer noch nehmen. und die wärmflasche trage ich ständig mit mir rum - hab schon dolle verbrennungen auf bauch und beinen. bist du arbeitslos, wenn du den ganzen tag diese schmerztherapie machst? wie weit musst du da fahren?

sorry, wegen der vielen fragen.   lg, ola



Liebe Ola,nein, diese
Ardanwen

Liebe Ola,

nein, diese Therapie kannst du IMMER machen, du wirst für die 4 Wochen Dauer von der Schmerzklinik ganz normal krankgeschrieben.

Wenn es auf der Arbeit damit Probleme geben sollte, sagt man am Besten seinem Chef, dass diese Therapie absolut notwendig ist, um die Arbeitsfähigkeit dauerhaft zu erhalten!!!

Schau mal, hier sind schonmal 2 gute Adressen in Dresden, die so eine multimodale Schmerztherapie anbieten:

www.uniklinikum-dresden.de/das-klinikum/universitatscentren/usc/statione...

www.arztpraxis-kupke.de/ -> Dieser Arzt behandelt sogar extra auf Unterleibsschmerzen!

 

Es geht in erster Linie nicht darum, dass man speziell auf Endo behandelt wird, sondern speziell auf Schmerzen! Da Endo eben eine Erkrankung ist, die gleichzeitig auch Schmerzen in verschiedenen Körperregionen hervorruft, hat man also alles Recht der Welt darauf, sich schmerztherapeutisch behandeln zu lassen. Dort gehen Patienten mit ganz unterschiedlichen Erkrankungen hin, welche mit Arthrose, welche mit Kniebeschwerden, welche mit Kopfschmerzen, welche mit Rückenschmerzen und eben auch welche mit Unterleibsschmerzen.

Die Ärzte in der Schmerzklinik behandeln ja nicht die Erkrankung (z.B. die Endo oder die Gelenkfehlstellung, die Rückenschmerzen hervorrufen kann), sondern die Schmerzerkrankung, die die Grunderkrankung hervorgerufen hat.

Also kannst du da auch hingehen, wenn du Endo und Schmerzen hast.

 

 



Hallo,   danke für die
Kleene

Hallo,

 

danke für die ausführlichen Info´s ..

Weiß jemand von euch zufällig, ob man auch dann ein Anrecht auf eine Schmerztherapie hat, wenn man sich nicht operieren läßt? Und Endo daher ja nicht 100% nachgewiesen ist?

Lg

Kleene



Liebe
greenmaus

Liebe Kleene!

Selbstverständlich hast Du ein Anrecht auf eine Schmerztherapie auch ohne OP.Das ist keine Voraussetzung,sondern,dass Du chronische Schmerzen hast!!

Drücke Dir die Daumen,dass Du sowohl "Bauchtechnisch" als auch "Schmerztechnisch" weiter kommst und Dir geholfen wird!!!

VG greenmaus



Hallo Ola, die Hormone für
Kiki 28

Hallo Ola,

die Hormone für die IVF hab ich vertragen, nur die für den Kryo nicht. War ja reines Östrogen. Und wie wir wissen ist das bei Endo nicht gut. Ich hatte total Angst davor und letztendlich hatte ich Recht, dass das nix für mich ist. Aber man will ja halt jede Chance nutzen. Für mich kommt nur noch ein Kryo im Spontanzyklus ohne Hormone in Frage. Aber erstmal mache ich meine Schmerztherapie.

Ich kann euch sagen ich fühle mich wie ein neuer Mensch. Ich hab kaum noch Schmerzen und meiner Psyche gehts blendend. Es ist unglaublich. Für die Therapie bekommt man eine Einweisung ins KH und ist dann krankgeschrieben. Auf meiner Einweisung stand einfach chronische Schmerzen.  Es sind v.a. viele Menschen mit Fibro und Bandscheibenvorfällen dort, Endo hat keiner. Aber das macht nichts, da es allegemein um Schmerzen geht und in der Einzeltherapie wird nochmal individuell auf dich eingegangen. Ich kann es wirklich jedem nur empfehlen!

LG



Liebe Greenmaus, danke dir
Kleene

Liebe Greenmaus,

danke dir herzlich für deine Antwort .. Smile

Jetzt muss ich ja quasi "nur" noch meinen HA dazu bringen mir eine solche zu verschreiben . . . na da bin ich mal gespannt, ob er das denn auch so sieht .. 

Lg

Kleene