Neu hier bitte um Hilfe
Majon 35

Hallo,

ich bin neu hier und habe schon ganz viel hier gelesen, ich hoffe ihr könnt mir auch ein bisschen helfen.

kurzfassung: 3jahre versucht schwanger zu werden, dann 1. Diagnose: Zysten, Bauchspiegelung.

2. Diagnose: endometriose. 3. Diagnose: PCO

OP und dann Kinderwunschklinik. Ende dieser Prozedur ich kann nicht schwanger werden(sehr unglücklich) dann war ich sogar zweimal bei Prof. Schweppe. Keine Schwangerschaft möglich Stadium 3.    Ich habe jedes Jahr eine bauchoperation da sich immer wieder große Zysten bilden die leider nicht alleine weggehen wollen. Nun hat mein FA auch noch Myome entdeckt. Langsam kann in mein Bauch doch kein platzt mehr sein, nun ja ich werden nun im Januar wieder operiert.

Schmerzen: klar gesamter Unterleib, Gefühl das mir meine Nieren wehtun, und Hand, Finger, Handgelenke und Armschmerzen. Können die Schmerzen tatsächlich von der Endo kommen?

Und sollte ich mir die Eierstöcke entfernen lassen?  Dann hätte ich ja wenigstens keine Zysten mehr.

Nun ja mir geht es psychisch auch nicht so gut, hab Schlafstörungen da ich handschmerzen habe und über alles nachdenke. Schmerzen, kein Baby und ständig Operationen, welchen Arzt was sie alles machen wollen immer wieder was neues. Der eine sagt so der andere wieder was anderes. Und dann wird man mit den aussagen allein gelassen. Was soll ich denn machen? Ich finde es sehr nervig. 

Vielen dank fürs zuhören bzw lesen

gruss majon 



Hallo Majon35, du hast schon
Sabinio

Hallo Majon35,

du hast schon einiges hinter dir, was? Kann dir leider keinen fachmännischen - frauischen? Rat geben, da ich medizinisch nicht versiert bin.
Bei mir wurde ein Eierstock entfernt, der zweite funktioniert zwar noch, aber eingeschränkt. Bei meiner großen OP im Okt12 wurde der letzte Eierstock drinnengelassen, weil dieser für die Hormonproduktion zuständig ist. Fehlen diese, hast ja keine Regel mehr - WEchseljahre. Weiß nicht, ob das so günstig ist bzw. muss der Arzt dies entscheiden.
Wenn du regelmäßig Zysten hast (hab ich auch immer wieder, hab Endo IV) dann verschreiben dir die Fr.ärzte (so in AUT) gerne die Pille, weil diese die Zystenbildung hemmt. Zumindestens wurde das in meinem Fall so gesagt.

Schmerzen: ich hatte Ziehen im Unterleib, Massive Rückenschmerzen im unteren Bereich - war lt. Ärzten klar ein Ausstreuen der ENDO
inwiefern dies mit den Händen zu tun hat, kann ich nicht sagen. Laut Untersuchungen kann ENDO bis in die Lunge streuen, aber von Schmerzen oder Lokalisation in den Händen/Armen ist mir nix bekannt.

Bist du in ärztlicher Behandlung, bist du damit zufrieden, fühlst dich gut aufgehoben oder glaubst du, dass dir noch was fehlt?
Lass dich in einer auf ENDO spez. Klinik durchchecken... ja?

Mehr kann ich dir leider nicht als Hilfe anbieten.... schön, dass du den Weg hierher gefunden hast. Du bist mit deinen Problemen nicht alleine!!!!Wink



Hallo Sabinio, danke für
Majon 35

Hallo Sabinio,

danke für deine Antwort. Das mit der Pille habe ich schon ausprobiert Visanne, das Problem ich bin auch noch migränepatient und somit hatte ich mit der Pille jeder Tag Migräne. Das ging so nicht weiter, da ich ja auch noch arbeiten muss. Also habe ich die Pille abgesetzt.

Nun weiß mein FA auch nicht was er mir geben soll.

In ärztliche Behandlung bin ich, mein FA schickt mich immer gleich ins Krankenhaus (Zyste 6*7) ansonsten lässt er mich allein. Ein paar Ideen, die ich aber im Buch schon selber gelesen habe.

Dann bin ich noch in Westerstede bei Prof. Schweppe in Behandlung bzw. Immer für eine zweite Meinung, da er ein Spezialist für Endo ist, ist es für ihn nicht so schlimm wie für mich. Er ist ein toller Arzt nimmt sich zeit und erklärt alles sehr realistisch.

OP Arzt habe ich in Bremen, laut Prof. Schweppe eine gute Entscheidung.  

ich war auch schon beim Psychologen, aber das kann ich mir auch sparen. Ich muss also allein damit klar kommen. Besonders schlimm geht es mir wenn der Arzt wieder sagt, ich muss operiert werden. 

Wo soll ich denn noch hin? Die sagen doch alle das gleiche, Operation mehr geht nicht.

Gruss majon  



Operation
Sabinio

Hallo Majon35,

Kann dir leider nicht weiterhelfen, weil ich mich da nicht so gut auskenne. Vor allem weil jede Problematik sehr individuell und spezifisch ist. Da gibts leider kein Patentrezept für uns ENDO Mädels *G*
Ich aber denke mir, dass eine OP - so unangenehm diese auch sein mag für dich - meistens eine große Erleichterung und Minimalisierung der Beschwerden mit sich bringt. Ich hatte meine OP jetzt im Oktober 12 und was ich bis dato sagen kann, fühle ich mich (bis auf die Narben und so) eigentlich körperlich gut. Nichts ist vergleichbar mit den Schmerzen die ich vorher zu erleiden hatte.
Und wenn ich ehrlich bin, ist es doch irgendwie "gut" wenn ALLE das GLEICHE sagen. Schlimmer wärs, wenn JEDER WAS A N D E R E S  sagen würde. PFU!!! ;-)

Finde es schade, dass du annimmst du müsstest dich alleine damit auseinandersetzen. Das kannst du nur eingeschränkt. Die medizinische Seite kannst du nicht alleine therapieren oder ausblenden. 
Wichtig ist es, dass du dich bei einem Arzt wohl fühlst und vor allem VERSTANDEN fühlst. Wenn du das bist, dann fühlst du auch, dass man manche Dinge aus der Hand geben muss und das obwohl man sich nicht sicher ist.

Ich rede jetzt zwar um den Brei herum, aber ich möchte dir nur damit sagen, dass man mit deiner Problematik nicht zwingend leiden muss - vor allem wenn es Ärzte gibt, die darauf spezialisiert sind, weißt?
Es ist sicherlich nicht einfach, aber du wirst wissen - was dir gut tut und was du brauchst.

Ich hätte schon 2010 operieren gehen sollen. habs aufgeschoben, einfach weil ich riiiiiiiesen Schiss vor der OP hatte (Darmstück weg, und und und) aber die Beschwerden hatten sich seit damals um 1/3 verschlechtert. Vermehrt Krankenstände - nicht wegen Bauchschmerzen (diese TAge in der ARbeit konnte ich gut überspielen) sondern wegen Folgebeschwerden, wie Rückenprobleme (3 Wo Kr.stand), Zystenbildung (LAP und 3Wo Kr.stand), ständige Besuche beim Hausarzt, Frauenarzt, Neurologen wegen unbestimmter Schmerzen..... NEIN NEIN NEIN.... das war nicht gut.
Sicherlich überlegt man sich eine OP immer wieder, aber wenn die Ärzte dies anraten, verfolgen sie immer einen guten Zweck damit - BESCHWERDEFREIHEIT so weit als möglich...

Genug psychologisch gequasselt *lach*
Ich hoffe, ich konnte dir irgendwie damit helfen... IRGENDWIE... 



Hallo Majon! Bei
ittip

Hallo Majon!

Bei Prof.Schweppe bist Du doch in sehr guten Händen!Habt ihr auch über eine Wechseljahrstherapie gesprochen,oder die mal durchgeführt?Das wäre doch eine Option zur OP.So viel ich weiß,operiert er zwar nicht mehr,aber dort gibt es ja noch andere gute Ärzte,die operieren(wenn es denn notwendig ist)und die kennen sich da ja sehr gut aus.Die Visanne könntest Du auch vaginal nehmen und dann gibt es nicht die Nebenwirkung mit der Migräne.Ich denke schon,dass eine gute Psychotherapie hilfreich sein kann.Bei dem Du warst,der war wohl nicht der richtige für Dich!Vielleicht nochmal nach jemandem anderen suchen?

Alles Gute!

ittip 



@ittip Ich finde es echt
Teufelchen

@ittip

Ich finde es echt gut, dass du/ihr so offen dafür seit, dass auch eine Psychotherapie/Schmerztherapie bei Endo sinnvoll ist/sein kann. Ich weiss, dass hier im Forum an anderer Stelle das Thema angesprochen wurde und gar nicht gut aufgenommen wurde. Und es ist wirklich so, dass dauerhafte Schmerzen auch Auswirkung auf die Psyche bzw. das seelische befinden haben.  Und Stress ist für uns Betroffenen nicht gerade förderlich und verstärkt oft die Beschwerden noch. 

Ich persönlich merke auch, dass wenn es auf der Arbeit stressig ist, dass sich die Schmerzen verstärken.  Ich habe zwar keine dauerhaften Schmerzen (Gott sei Dank), wie es bei anderen Betroffenen hier leider der Fall ist, aber ich merke es schon. Auch merke ich es an den Verspannungen der Rücken- und Nackenmuskulatur. 

Es natürlich nicht, dass Schmerz- und/oder Psychotherapie Endo heilen kann, aber den Betroffenen ggf. wieder mehr Wohlbefinden zurückgeben können. 

Ich kann dazu folgende Seite übrigens empfehlen:

 http://www.psychotipps.com/Positives-Denken.html

Ich denke übrigens auch, dass man Endo nicht so viel Aufmerksamkeit schenken sollte. Claudine83 hat das ganz richtig und nett in einem anderen Thread formuliert. Je mehr Aufmerksamkeit und Beachtung wir der Krankheit schenken um so mehr nimmt sie unser Leben in Beschlag und nimmt uns die Zeit für die wichtigen und schönen Dinge des Lebens...

... ich weiss, dass es einigen, die Aufgrund der Endo schon ein Martyrium hinter sich habe, eine solche Sichtweise schwer fällt, aber so sehe ich es. Ich habe Endometriose und ich lebe damit. Und ich weiss auch, dass ggf. schwer sein wird vielleicht mal schwanger zu werden oder dass evtl noch weitere OP fällig werden, was ich natürlich nicht hoffe, aber ich kann mittlerweile damit umgehen.

Ich hoffe, dass ihr meine Worte und Ansichten jetzt nicht übel nehmt...;-)

 



Hallo Teufelchen!Ich nehme
ittip

Hallo Teufelchen!

Ich nehme Deine Worte überhaupt nicht übel,warum auch!!!

Dadurch,dass ich selbständig bin,habe ich immer wieder Stresszeiten und dann auch mehr Beschwerden.Natürlich heilt eine Psychotherapie die Endo nicht,aber wie Du schon sagst,es kann helfen besser mit der Erkrankung und deren Folgen umzugehen.Das muss sowieso jeder für sich entscheiden.Wir haben dort auch Entspannungsmöglichkeiten kennen gelernt und wenden sie immer wieder an.Genauso sehe ich das auch bei einer Schmerztherapie!

Das mit der Aufmerksamkeit ist meiner Meinung nicht immer so einfach,aber ich denke,dass es wichtig ist,dass die Endo nicht uns und unser Leben beherrscht ;-)!

Danke auch für die Empfehlung,da sind einige interessante Aspekte,auch wenn das positiv denken nicht immer einfach ist.

Ja,einige wollen davon nichts hören,doch das kann und muss jeder für sich entscheiden.Uns tut es gut Wink!

Alles Gute!

ittip



Hallo, mir geht es nicht nur
Majon 35

Hallo,

mir geht es nicht nur psychisch so schlecht  wegen der Endo sondern viel mehr, das ich kein Kind bekommen kann.

ich habe mir immer ein Kind gewünscht und mein Mann auch. Wir haben schon fürchterlich viel geweint. Ich hoffe ja trotzdem noch das es klappt.

wir leben nun unser leben und machen alles was wir wollen aber das Thema Kind verfolgt uns natürlich immer. Adoption kommt nicht in fragen.

Nun ja mein Mann liebt mich und hält zu mir aber trotzdem habe ich Angst das er mich verlässt und mit einer anderen ein Kind bekommt. Wir sind beide 35 Jahre.

Das Problem kommt halt zu der Endo dazu.

gruss majon  



Hallo Majon, also ich kenne
Teufelchen

Hallo Majon,

also ich kenne aus meinem Bekanntenkreis jemanden, die auch unbedingt ein Kind haben wollte und unzählige künstliche Befruchtungen hinter sich hatte. Dann haben sie und ihr Mann sich im am Anfang des Jahres dazu entschlossen ein Kind zu adoptieren und haben alles für die Adoption in die Wege geleitet. Und nachdem sie mit dem Thema eigenes Kind abgeschlossen hatten, ist sie dann auf natürlichem Wege schwanger geworden und erwartet jetzt Zwillinge. 

ich denke, dass dieser Druck, endlich schwanger zu werden ein Hindernis sein kann, dass es nicht klappt. Aber vielleicht kann da eine Therapie helfen. 

 



ach majon, wie gut kann ich
Ola

ach majon,

wie gut kann ich dich verstehen!!! uns gehts ähnlich. ich wünsche mir auch schon seit 3 jahren ein kind. weiss aber erst seit 1 Jahr u 3 monaten das ich endo habe u es nicht so einfach ist. mein schatz würde es auch respektieren, wenn wir keine kinder bekommen u sieht auch die vorteile der kinderlosigkeit. mir fällt es verdammt schwer ohne kinder zu leben.   evt werden wir uns als adoptionseltern bewerben, wenn der letzte Versuch einer Künstl Befruchtung nicht klappt. wenn ich dann noch die kraft dazu habe.  ich bin allerdings "erst" 29jahre u mein mann 40 jahre. haben also noch etwas mehr zeit als ihr. ist trotzdem alles andere als leicht!!!

viel kraft euch!

LG, Ola



hallo teufelchen, ja, du
Ola

hallo teufelchen,

ja, du hast recht, die psyche/loslassen zu können spielt auch eine große rolle beim Kinderwunsch. aber das allein ist es nicht. wenn körperlich etwas nicht stimmt, muss man auch da leider etwas unternehmen.  wie ist es bei dir?

LG, Ola



Ich habe derzeit keinen
Teufelchen

Ich habe derzeit keinen Kinderwunsch. Und wenn es wirklich so sein sollte, dass ich keiner Kinder bekommen kann, dann ist es halt so. Ich mache mir da im Moment keinen Stress. Vielleicht denke ich in ein/zwei Jahren auch anders darüber, aber im Moment nicht. Liegt vielleicht auch daran, dass ich derzeit keine Beziehung habe. Wie gesagt im Moment kann ich gut damit leben bzw. damit umgehen ggf. keine Kinder zu haben.



hey teufelchen, das finde
Ola

hey teufelchen,

das finde ich gut u sehr bewundernswert!! weiter so.

einen schönen verschneiten tag dir.

LG, Ola