eu rente durch, ein beispiel, dass kämpfen sich lohnt
achso

hört auf euch und vor allem hört nie auf zu kämpfen!!!

die meisten werden es vielleicht kennen. niemand glaubt einem und es ist ohnehin schon ein kampf, dass jemand einen ernst nimmt. das kostet kraft und energie. kann sich aber auch lohnen.
hier die geschichte dazu:
kurz vor meiner dritten op, immer längslap, wurde ich arbeitslos. bei der kk sagte mir dann schon, ich würde dann nicht lange krankgeschrieben werden, denn ich könne ja schnell so 2-3 stunden eine leichte sitzende tätigkeit ausüben. das machte mich fertig. vom held zum nix. außerdem, wenn ich dann wieder zur arge gehen würde, wäre der anspruch auf arbeitslosengeld auch dementsprechend wesentlich geringer.
in der ahb wollte ich hilfe in der einrichtung bekommen. aber die sagten dort, ich hätte doch gar keine schmerzen, etc. das ganze zehrte sehr an meinen nerven. außerdem ging es mit der endo schon wieder los, was mir natürlich niemand glaubte. eigentlich sollten ja beide eierstöcke dann raus sein, aber die hormonwerte sagten etwas anderes. na toll. das ging mir noch mehr an die nerven.
zurück aus der ahb fing die kk an und wollte mir kein krankengeld zahlen, weil ein feiertag dazwischen war und mein hausarzt natürlich nicht erreichbar wegen krankmeldung. da ich vor der ahb noch kein krankengeld erhalten hatte und angeblich noch nicht über die nahtlosigkeit aufgeklärt wurde, hatte die kk aber doch ein einsehen. das ganze war nicht rechtens wurde mir von mehreren seiten bestätigt. also war schon klar, die kk wollte mich los werden.
aber ich blieb hartnäckig. irgendwann kam auch der bericht aus der ahb, es war noch bad salzuflen, da war ich gesunder geschrieben als nach der ersten op. also legte ich eine art widerspruch ein, der auch an die rv ging. durch die umbruchphase dort ist das sicher untergegangen.
bald kam die kk und meinte, ich könne nun arbeiten, solle zum arbeitsamt gehen. aber es ging mir noch total mies, eigentlich wieder schlechter, weil die endoschmerzen wieder schlimmer wurden. also auch hier widerspruch eingelegt. ihr könnt mir glauben, das alles hat wahnsinnskräfte gekostet. wollte zig mal hinschmeißen. es wurden also gutachten von meinen ärzten angefordert. da muß ich sagen, muß ich mich bei meiner psychotherapeutin bedanken, die absolut hinter mir  stand. jedenfalls brauchte ich dann nicht zum mdk, sondern es wurde dem widerspruch stattgegeben.
nebenbei, weil ich so fertig war, stellte ich einen rentenantrag. geholfen haben mir hier der sovd und die endometriose vereinigung. meine gyn stand nicht hinter mir, mein hausarzt, den ich erst seit kurzem hatte, weil mein guter krank wurde,  auch überhaupt nicht. in der ahb hatte ich das thema angesprochen, die waren da sehr abweisend. ich stand also mehr oder weniger völlig allein da. das war mir jedoch egal. ich hab allen nur gesagt, sie sollen schreiben, was sie wollen. schließlich, selbst wenn sie die wahrheit sagen, ist da genug müll an meinem körper, hab ja noch mehr baustellen als die endo.natürlich mußte ich zu einem gutachter. es war eine psychologische klinik. oh hatte ich angst und war aufgeregt. aber auch hier half einfach die wahrheit. die waren sehr freundlich.  was komisch war, vor fremden leuten alle scham abzulegen und das innerste nach außen zu kehren. aber ich hatte mich vorher selber immer wieder beschworen, sag alles, was dich beschäftigt, lass aus scham nichts unter den tisch fallen. es war zuerst auch noch ein mann, der mich befragte, nicht gut. es kam dann aber gsd noch eine nette frau dazu.
dann hieß es abwarten. die kk rief alle naselang an, ob es mir besser ginge. jedesmal, wenn von denen ein brief kam, wurde mir schon schlecht. oh ja, ich wollte das alles nicht mehr.
aber, was soll ich sagen. trotz allem habe ich nun die erwerbsunfähigkeitsrente durch. ihr könnt euch nicht vorstellen, was das für eine erleichterung ist. ein riesenfelsen ist vom herzen geplumpst. nun habe ich erst einmal zeit, mich so neu einzunorden. was immer auch die zukunft bringt. es ist erst einmal für zwei jahre, aber dennoch eine so große hilfe.und ich mußte nicht einmal widerspruch einlegen, einfach so. gegen alle meinungen der ärzte etc....selbst liebe bekannte meinten, ich solle das alles lieber lassen. auch andere betroffene konnten nicht nachvollziehen, wie es mir ging. aber nach zwanzig jahren dauerschmerzen, operationen etc, fehlt irgendwann einfach die kraft führ einen job usw...
will euch nur sagen, hört auf euch selber. kämpft für euch. lasst euch nicht gleich abschrecken durch diese ganzen widrigkeiten. es ist megaschrecklich, kostet kraft, macht einen fertig. eigentlich schon widersinnig, wenn man so viel energie in all das steckt, könnte man ja auch arbeiten. aber es war für mich, nur für mich allein. wie ich das nun alles geschafft habe, keine ahnung. aber es ist ein gutes gefühl hinterher, das könnt ihr mir glauben!!!
hoffe, ich kann euch damit helfen, nie aufzugeben!!!
lg
hägar



Hallo. danke für deinen
binzi83

Hallo.

danke für deinen Bericht.

wirklich ein anstrengender Weg..den du gemacht hast.

zum Glück hat es sich gelohnt!!

 Ich habe derzeit auch Probleme, Reha durchzubekommen. wurde schon mehrfach abgelehnt.

Nun, ich bekomme nicht mal je AU von meinem FrauenArzt...also für ein paar Tage schon aber nicht länger.Derzeit ist es aber so dass ich seit Wochen starke Schmerzen habe und nicht arbeiten kann. Mein Hausarzt will mich auch nicht länger krankschreiben wegen Endometriose.

Ich musste nun zum Psychiater gehen und hoffe dort auf Verständnis.

Der ist leider auch zögerlich.

weisst du wo ich mich hinwenden könnte?

KK eher nicht, die wollen auch das man arbeitet!!!

lg 



hallo binzi, die einzigen,
achso

hallo binzi,

die einzigen, die mich immer sehr ernst genommen haben, waren die ärzte in den krankenhäusern. da hatte ich nie probleme. die haben mir geglaubt und auch gehandelt.

mhh, irgendwo hier im forum war mar eine formulierung wegen der reha, vielleicht finde ich die.

was noch ginge, wäre ein aufenthalt in einer schmerzklinik. dort hast du auch ein ähnliches programm wie in einer reha. wir haben hier in der nähe eine, dort steht das so geschrieben. mit massagen, entspannungsübungen, etc. in der letzten ahb war die schmerz-ärztin die einzige, die mich angehört und mir geglaubt hat. ist aber glaube ich schwierig, dort plätze zu bekommen, lange wartezeiten. aber vielleicht würde dich jemand überweisen? was natürlich ein problem wäre, wenn die schmerzen von aktiver endo kommen, dann tust du zwar was gegen die schmerzen, aber nicht gegen die ursache. hast du denn ein endozentrum in der nähe? vielleicht könnten die dir helfen?

es macht mich immer wieder traurig und wütend, wenn ich solche worte wie deine lese. diese krankheit ist immer noch so wenig anerkannt und so wenig ärzte kennen sich gut aus damit. hatte auch gespräch mit therapeutin darüber, dass man es einfach nach jahren müde ist, immer so für sich zu kämpfen.

lg

hägar



Hallo
Bine70

das freut mich hägar das sich dein Kampf gelohnt hat. Man darf ja auch mal mit dem ganzen Mist was positives erfahren.

@Binzi - warum wurde deine Reha abgelehnt, hast du schon Widerspruch eingereicht und wann war deine letzte Reha - hängt das vielleicht zusammen das die vier Jahre noch nicht um sind - mit interessiert das bin gerade dabei selbst eine zu beantragen - sprich ich wills gleich im Janur in den Briefkasten werfen - weil 2013 sind meine 4 Jahre um.

Die Formulierungshinweise sind in einem Thread von mir - ich weiss aber nicht wie man das verlinken kann-gib mal in der Suchmaschine Rehaantrag oder Reha beantragen ein da kommen die Formulierungshinweise.

LG Bine



nochmal
Bine70

ich - wenn du Reha beantragen in die Suchmaschine eingibst - kommt der Thread vom 01.02.2012 - da hast du dann die Formulierungshilfen

LG Bine



Hallo. Ich war noch nie zur
binzi83

Hallo.

Ich war noch nie zur Reha.Wurde bisher immer nur abgelehnt.

Widerspruch läuft. In einer schmerzklinik war ich vor 3 Jahren.

Gegen die Schmerzen hat das nicht geholfen. Dort wurde man abgelenkt und erzählt man solle die Schmerzen annehmen. Gut war's trotzdem.

Ich wohne in der Nähe eines Endozentrums, bin dort auch hin und wieder zu Gast. Die sind eigentlich immer überfordert ausser man kommt zum Oberarzt. Den sieht man aber in der Regel nur mit Termin. 

Aber ehrlich? was können die tun? Gar nix.

Operation oder Hormone. Das war's. wenn man die Hormone nicht verträgt hat man Pech gehabt. Op bringt mir auch nix, jede Operation hat mehr schmerzen verursacht da ich starke Verwachsungen habe.

 Untersuchungen bringen bei mir auch nichts. Da man bei mir von aussen noch nie was gesehen hat. Ist immer alles ohne Befund. Dabei ist der ganze Bauch zugewuchert.

 LG 

 



ja aber ...
Bine70

die Rentenversicherung muss doch die Ablehnung irgendwie begründet haben.

Ich hatte bisher zumindest das Glück, das es immer gleich genehmigt wurde. Hast du mal nachgefragt warum sie es ablehnen - weisst die Schmerzen können sie dir dort auch nicht nehmen, aber es tut einfach nur gut mal weg vom normalen Umfeld zu sein zur Ruhe zu kommen und das allein macht es schon leichter.

Bleib am Ball und ich drück dir die Daumen.

LG Bine



liebe bine, jaaaa, genau das
achso

liebe bine,

jaaaa, genau das posting meinte ich. diesmal hab ich es mir auch gleich kopiert, daaaaanke.

liebe binzi,

da hast du auch ein schweres los. muß bine recht geben, die müssen begründungen haben, warum die reha abgelehnt wird. da kann man auch die akten anfordern, glaub ich. gsd hatte ich auch nie probs mit diesen anträgen, wurde immer genehmigt.

auch wenn sie dir im zentrum nicht helfen können, was die endo angeht und die verwachsungen. so habe ich dort doch immer die erfahrung gemacht, dass man mich anhörte und ernst nahm. so können die dir vielleicht auch eine art attest schreiben für die reha oder weitere tipps geben vielleicht? hast du vielleicht auch die möglichkeit in deinem leben selber etwas zu ändern? da muß man versuchen, sich selber gegenüber ehrlich zu sein. schafft man seinen job so noch, kann man irgendwelche verpflichtungen reduzieren, stress verringern, etc. auch das ist tatsächlich hart für einen. so habe ich damals einen super sicheren, geldbringenden job aufgegeben. aber danach wesentlich mehr ruhe gehabt beim arbeiten. bis das allerdings auch körperlich nicht mehr ging und ich eine umschulung beantragt hatte und diese auch genehmigt wurde. witzig ist es nicht, wegen der krankheit vieles sein lassen zu müssen, aber schätze, anders geht es einfach nicht. mehr zeit für sich selber, dem körper gutes tun. gib nicht auf, und wenn du von arzt zu arzt rennst. du tust es für dich.

lg

hägar