Sind eingeblutete zysten immer endo-zysten?
Indigogirl

Hallo in die runde!

 Ich bin neu hier und habe bis jetzt immer nur mitgelesen und durch euch einiges "dazugelernt".

ich bin 28 und hatte vor 14 jahren meine erste endo-op. Aber ich hatte danach keine therapie oder der gleichen wie ich es hier bei euch lese. Mir wurde auch nichts von einem stadium oder so gesagt.Ich habe seit dem im halbjahrestakt immer eingeblutete zysten die geplatzt sind oder mit hormonen behandelt worden sind oder mit op entfernt wurden. Somit komme ich zu meiner frage: sind eingeblutete zysten immer endo-zysten? Habe im moment wieder eine die ich immer spüre und mir starke schmerzen verursacht. Morgen bekomme ich nochmal einen ultraschall, wenn sie jetzt nich kleiner ist muss soe wohl raus. Und langsam nervt es.

ich denke ich sollte was die endometriose betrifft mal einen termin bei keckstein machen, damit ich mal genau bescheid weis. Und man vvielleicht was gegen diese schmerzen und zysten machen kann. 

Vielen dank u liebe grüsse

indigo 

 

 



Hallo Indigo, es müssen
Teufelchen

Hallo Indigo,

es müssen nicht unbedingt Endozysten sein. Hab dir mal die Definition verschiedener Zystenarten herausgesucht.

 

Eierstockzysten - Gut oder Böse?

Eine Zyste ist ein flüssigkeitsgefüllter Hohlraum. Solche Hohlräume kommen nun im Bereich des Eierstocks vor. Einerseits tritt Monat für Monat eine 2 bis 2,5 cm große Zyste am Eierstock auf, es ist dies der sogenannte Follikel. Dieser enthält die Eizelle, die für eine Schwangerschaft notwendig ist. In Zyklusmitte kommt es dann zum Platzen dieser Zyste, zum sogenannten Eisprung. Bleibt nun in einem Monat der Eisprung aus irgendeinem Grund aus, so entwickelt sich diese Zyste weiter und kann wachsen. Größen bis zu 10 cm sind möglich. Der Zysteninhalt ist meist wässrig-gelblich und klar. In den Zystenhohlraum kann es auch hineinbluten, sodaß man dann von einer eingebluteten Zyste spricht. Solche Zysten entstehen also aus der Funktion des Eierstocks, aus diesem Grund bezeichnet man sie auch als funktionelle Zysten. Diese Zysten haben für sich keinen Krankheitswert, da sie in etwa 80 % der Fälle ohne jegliche Therapie von selbst verschwinden. Nur bei Bestehenbleiben der Zyste über mehrere Monate bis etwa 1 Jahr oder bei Beschwerden sollte man eine Bauch-spiegelung Knopflochoperation) durchführen, und die Zyste entfernen. In seltenen Fällen kann sich die Zyste um die eigene Achse drehen und so die Blutversorgung des Eierstocks stark verschlechtern. Es kommt dabei zu massiven Bauchschmerzen. Eine Operation sollte in so einem Fall rasch durchgeführt werden.

Die zweite Gruppe von Zysten sind solche, die von Beginn an einen eindeutigen Krankheitswert haben. Das können zum Beispiel Endometriosezysten (versprengte Gebärmutterschleimhaut im Eierstock als Zystenauskleidung), sogenannte Kystome (Flüssigkeits- oder Schleimproduzierende Zellen als Auskleidung) oder Teratome (Ausgangspunkt ist die Keimschicht, aus der bei der menschlichen Entwicklung, Haut, Haare, Zähne und Knochen entstehen. So enthalten diese Zysten teilweise Haare, Knochen, Zähne und vorallem Talg, der ja auch sonst von der Haut gebildet wird) sein. Diese Zysten sollen nach ihrer Feststellung mit einer Knopflochoperation entfernt werden. In einem großen Teil der Fälle kann man die Zystenart vor der Operation relativ exakt festlegen.Da man aber weiß, das manche dieser Zysten nach längerem Bestehen bösartig werden können, sollte man die Operation auf keinen Fall zu lange aufschieben.

Auch bösartige Zysten am Eierstock (Eierstockkrebs) kommen vor. Hier zeigen sich im Ultraschall im Hohlraum meist blumenkohlartig wachsend feste
Bestandteile, die auch bei der Darstellung mit Farbultraschall eine vermehrte Durchblutung (schnellwachsendes Gewebe) zeigen. Außerdem kann im Ultraschall oft auch Flüssigkeit im Bauch festgestellt werden, die ebenfalls von der bösartigen Zyste ausgelöst wird. Hier kann zur Sicherung der Diagnose eine Bauchspiegelung durchgeführt werden. Dabei kann der Eierstock und mit ihm die Zyste genau beurteilt werden, weiters können Proben entnommen werden. Bei sehr früher Feststellung ist es möglich, den Tumor auch noch mit dieser Methode zu entfernen. Ist der Eierstockkrebs größer, oder hat er auch das Bauchfell mitbefallen, so muß eine Bauchschnitt gemacht werden. Dabei werden Gebärmutter, Eierstöcke, Eileiter, Lymphknoten entlang der Gefäße, das Netz und eventuell auch Teile des Bauchfells entfernt.Regelmäßige frauenärztliche Kontrollen führen zu einer frühzeitigen Feststellung und damit zu einer frühen Behandlung. Damit steigen die Chancen auf eine vollständige Heilung enorm.



?
marlen

Hallo Indigo,

nein - eingeblutete Zysten sind NICHT automatisch Endometriosezysten .

Es gibt auch Zysten , die einbluten und es ist KEIN Endometriose Gewebe - keine Endometriosezelle mit dabei .

Zu Prof. Keckstein zu fahren ist sicherlich eine gute Idee , denn es scheint unklar zu sein - was

 bei dir vorliegt .

Wenn diese Zyste enfernt wird , dann sollte eine Histologie erfolgen - und eben genau geschaut werden - was 

sind da für Zellen .Ausserdem sollte im Bauchraum genau geschaut werden , ob sich irgendwo

mini- kleine Endoherde "verstecken" um dann davon auch eine Gewebprobe zu entnehmen .

 

Es kann natürlich auch sein , das bei dir die Endo einfach übersehen wurde und keine richtige Histo gemacht wurde ...

Auch die wiederholte Zystenbildung muss ja eine Ursache haben ??

 

Es gibt auch andere Hormonstörungen , die zu Zysten führen können - wie zb PCO Syndrom ..

ags -late onset .....

Vielleicht ist auch eine Überprüfung der Hormone , beim Endokrinologen sinnvoll.

Nicht nur Progesteron , Östradiol ... sondern zb auch männl. Hormone ..

 

Wenn irgendeine Hormonachse aus dem Lot gerät , ist es oftmals so das auch andere Hormone

durcheinander geraten und es zu Problemen kommt . 

Der Zyklus , die Regel wird durch eine Hormonachse ja gesteuert .  FSH- LH- Progesteron ( Eisprung ) + Östrogen ...

 

Da du schon mit 14 das erste Mal Probleme hattest - könnte es Endo sein -

aber auch ein anderes Hormon Problem - was sich eben in der Pupertät - durch die Hormonveränderung

gezeigt hat - und vielleicht wurde es dir  nicht  erklärt , weil man dich für zu jung hielt ?

 

und später wurde nur auf die Zyste geachtet aber nicht mehr auf die Ursache ????...

 

Die Unterlagen könntest du alle anfordern , OP Bericht usw. auch wenn es lange zurückliegt !

( in der BRD werden die 30 Jahre aufbewahrt)oder  kommst du aus Österreich ? das wird dann vermutlich ähnlich sein -

aber das weiß ich nicht . Möglicherweise findet sich in der "alten"  Histologie doch ein Hinweis auf Endometriosezellen ...??

 

 

alles Gute 

Marlen