11 Jahre Schmerzen haben endlich einen Namen.
divina79

Hallo zusammen. 

Ich bin neu hier... 33 Jahre alt Mutter eines 12 Jährigen Sohnes und leide seit 11 Jahren an zyklischen Schmerzen. Ich möchte mich und einen Teil meiner Geschichte in groben Zügen erzählen und ich danke euch schon im voraus für alles was ich durch den Austausch hier mitnehmen werde.

Seit Jahren bin ich von Arzt zu Arzt gerannt und habe immer gehört dass man ausser den Schmerzen nichts feststellen könne. Natürlich hörte ich immer wieder Verdacht auf Endometriose, natürlich bin ich bei der Bauchspiegelung gewesen... mir sind auch Verwachsungen weg gemacht worden... aber grundsätzlich war Endometriose immer ein Verdacht (wobei der Verdacht auf: Die Frau hat einen am Kopf immer näher lag)  und "Das kann ja so weh nicht tun dass man sich übergebend am Boden liegt". Doch konnten sie... Ich habe vor kurzem- nachdem ich fast 3 Jahre zu keinem Gynäkologen gegangen war- nochmal allen Mut zusammen genommen, da ich eben auch im Darm starke Beschwerden habe. Darmspiegelung, Abdomem CT, Bauchspiegelung... Seit gestern steht fest Endometriose... nicht mehr Verdacht auf ... einfach Endometriose. Nachdem man mir letzte Woche eine Schokoladenzyste von 7cm entfernt hat, bekomme ich seit heute erstmal Visanne. Geplant ist die Entfernung des Sigmas da mein Darm starke Engstellen durch Endometriose aufweist die es mir fast nicht mehr möglich machen auf normalem Weg zur Toilette zu gehen. Anscheinend habe ich aber im gesamten Unterbauch Endometriose Herde. Mir ist in einem Gespräch gestern auch schon nahe gelegt worden meine weitere Lebensplanung zu durchdenken und damit auch meinen noch vorhandenen Kinderwunsch.

Im Moment bin ich einfach nur sehr überladen und hoffe auf Austausch und inhaliere alles an Informationen was ich bekommen kann. 

Danke und Liebe Grüße 

 



4 Jahre schmerzen haben einen Namen :)
Karo_888

Hallo Du,

 ich bin auch neu hier. Deine Sorgen kann ich gut verstehen und dass manche Ärzte einen nicht recht ernst nehmen und Aussagen wie diese  "Das kann ja so weh nicht tun dass man sich übergebend am Boden liegt", treffen.

Ich möchte genauso wie du auch, gerne meine Erlebnisse und Sorgen mit anderen Endo-Erkrankenden teilen.

 Ich bin 20 Jahre alt und mit 17 hat alles begonnen. Ich hatte schon immer schmerzen während der Periode, meine damalige FA meinte nur, das sei normal aber sie verschreibt mir vorsichtshalber noch Schmerztabletten. Irgendwann hatte ich so starke Schmerzen in der rechten Leistengegend das meine Hausärtzin mich sofort ins Krankenhaus überwies, Verdacht auf Blinddarm. Op Nr. 1. Als ich nach der OP wieder bei mir war hat der Arzt mir berichtet, dass sie zwei große Zysten entfernten und vorsichtshalber auch den gereizten Blinddarm. Zwei Jahre später wieder diese Schmerzen, Verdacht auf Leistenbruch, wobei der Chefarzt keinen Diagnostizierte. OP Nr. 2.

Seit Dezember 2012 find ich keine Ruhe mehr. Erst hatte ich alle 4 Wochen starke Bauchschmerzen, mit war total Übel, war total Müde und sehr anfällig. Mittlerweile habe ich alle 2 Wochen diese starke Schmerzen hinzu kommt die Übelkeit und starke Schmerzen in der Hüfte, sodass ich kaum noch richtig laufen kann und manchmal das Gefühl habe ich werde Ohnmächtig. Als diese Schmerzen im März sich über Tage hinweg zogen, packte mich mein Freund und Sonntagnacht sind wir in die Notaufnahme gefahren. Hölle! Kein Mensch wusste was ist geschweige denn was sie mir gegen die Schmerzen geben könnten. Gut, nach vier Stunden Ratlosigkeit hat sich der Herr Doktor entschieden und betäubte meinen Bauch. Mit der Aussage, so jetzt beruhigt er sich wieder und morgen müsste es ihnen wieder besser gehen. Anschließend meinte er noch- "Oh ein Moment was schreibe ich in den Befund. Muss ich erst mal schnell Googlen!" -.- Totales entsetzten. In diesem Moment war mir aber alles egal Hauptsache diese Schmerzen lassen nach und ich kann wieder aufrecht laufen. Für die Nacht war es dann gut doch am Morgen ging es wieder los mit den Schmerzen. Total entsetzt suchte ich einen Gynäkologen, Orthopäden und Neurologen auf. Kein Arzt konnte mir in irgendeiner Weise sagen was ich habe oder was ich gegen diese Schmerzen machen kann. Ich war mit meinen Nerven am Ende und zweifelte schon an mir selbst und fragte mich oft selbst ob ich mir die Schmerzen einbilde. Irgendwann hab ich mich mit den Schmerzen abgefunden. 

In diesem Jahr hatte ich schon sechs Blasenentzündungen und vier Mandelentzündungen. Die zweite OP (Leistenbruch) musste verschoben werden da hohe Entzündungswerte im Blut zu sehen waren. Mir ist es heiß kalt, meine Periode ist mal stärker mal schwächer jedoch immer Schmerzhaft. 

Heute bin ich seit einer Woche Krankgeschrieben und liege im Bett da ich seit 3 Wochen durchgehend Schmerzen habe kaum lange laufen oder stehen kann. Letzte Woche Donnerstag war ich bei einem "Helden", Herr Prof. Kuepker, Arzt im Kinderwunschzentrum Rastatt. Endlich habe ich Antwort auf die ewigen Schmerzen, Endometriose. Seit einer Woche versuchen wir die Schmerzen mit einer Hormonbehandlung in den Griff zu bekommen, leider fehlgeschlagen. Jetzt probieren wir es mit einer anderen Hormontherapie, Schmerzmittel und einem Mittel für die Nerven. Wenn es jetzt nicht anschlägt, meinte er, müsste er vielleicht doch mal in meinen Bauch schauen. 

 Einerseits bin ich echt erleichtert über diese Diagnose, dennoch habe ich große Angst, dass es mit dem Kinder kriegen schwer oder auch nichts wird. 

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Hallo Ihr Lieben, ich kann
SilkeH

Hallo Ihr Lieben, ich kann Euch verstehen. Mir ging es auch nicht anders. Ich hatte 2,5 Jahre durchgehend Blutungen. Ich bin fast verrückt geworden, habe eine Pille nach der anderen bekommen weil meine FÄ gesagt hat, wenn man die Pille durchgehend nimmt, müssen ja die Blutungen aufhören. Nix hat geholfen bis sie eine Bauchspiegelung gemacht haben. Das Ergebnis war auch Endo. Naja, dann haben sie die Herde rausgemacht letztes Jahr im Oktober. Die Harnröhre war auch verklebt, also wenn sie nix gemacht hätten, hätte ich danach ziemlich Probleme bekommen. Ok, dann war die OP erledigt, ich erleichtert. Danach musste ich auch Visanne nehmen. Hab ich dann auch gemacht. Aber meine Blutungen haben nicht aufgehört. Zu meiner FÄ bin ich dann rein, hab gesagt sie soll jetzt endlich was machen weil mir das ganze zu blöd ist. Ich kann kein Blut mehr sehen. Dann haben Sie auf meinen Wunsch eine Ausschabung der Gebärmutter gemacht, weil ich das auch irgendwo gelesen hab. Danach wurde festgestellt, dass in der Gebärmutter drin selber auch Ende ist. Das konnten sie aber nicht sehen, weil sie ja nur im Bauchraum alle Herde entfernt hatten. Seit der Ausschabung ist alles gut. Ich habe keine Blutungen mehr und nehme weiterhin Visanne. Ich habe auch keine Schmerzen, einfach garnix mehr.