Kann das Endometriose sein?
JustUs

Ich bin 28 Jahre alt, habe seit ich meine erste Regelblutung hatte immer schon äußerst starke und schmerzhafte Blutungen gehabt. Ohne Schmerzmittel konnte ich die ersten 3 Tage meiner Blutung nicht ertragen, ich habe oftmals weinend im Bett gelegen, bis ich eine Tablette bekommen habe. In den ersten Tagen habe ich durchschnittlich alle 2 Std einen Super-Tampon wechseln müssen, größere Tampons habe ich als Kind nie "reinbekommen" 

Sehr schnell zeigten die "Klassiker" wie Ibuprofen und Paracetamol keine Wirkung mehr, so dass ich von meinem Frauenarzt stärkere Präparate und auch die "Pille" bekommen habe, die aber irgendwie alle recht wenig brachten. Auf den Wirkstoff Buscopan habe ich gar nicht reagiert. Erst mit einem fröhlichen Schmerzmittelcoktail und einer Wärmflasche kam ich in einen Zustand, in dem an Schlaf überhaupt erst zu denken war.

Seit der Geburt meines Sohnes vor 5 Jahren wurden die Beschwerden immer schlimmer, ich habe teilweise massive Kreislaufprobleme bekommen, die jedes aufstehen aus dem Bett unmöglich machten, dazu praktisch alle 2 Wochen diese starken und schmerzhaften Blutungen.

2 Jahre nach der Geburt riet mir ein neuer Frauenarzt zur Visanne und damit konnte ich die Blutungen (und die Schmerzen) praktisch auf 0 reduzieren

Seit etwa 6 Monaten sind die Blutungen wieder da, aber deutlich schwächer als vorher. Schlimmer sind aber die Schmerzen, die nur linksseitig im Unterbauch etwa zwischen Kaiserschnittnarbe und Bauchnabel auftreten und sich wie frische Wundschmerzen anfühlen, anders als die bisherigen "Regelschmerzen", die sich wie Wehenkrämpfe angefühlt haben. Die Schmerzen jetzt kommen regelmäßig mit dem Zyklus und sind so stark, dass ich nicht gerade stehen kann, die Bauchmuskeln praktisch gar nicht mehr anspannen kann, ohne zu wimmern und im Alltag in diesen Phasen gar nicht mehr teilnehmen kann.

Ich war wieder beim Frauenarzt, der erst ohne Ergebnis vaginal geschallt hat, dann aber über die Bauchdecke (durch einiges Bauchfett, das sich seit der Behandlung mit der Visanne angesammelt hat) einen "Knubbel" getastet hat und diesen dann auch über die Bauchdecke schallen konnte.

Nach einem Diagnosemarathon mit Ultraschall, MRT, Blutwerten usw wissen wir jetzt, dass das ETWAS durch mindestens 3 Arterien versorgt wird, keine Entzündungszeichen vorliegen, von außen tastbar ist, eine Größe von (letzter Stand von vor 4 Wochen) etwa 7cmX5cm hat und stark druckempfindlich ist bzw auf Druck und Betastung starke Schmerzen bereitet. Dazu reicht es auch schon, wenn man von der rechten Seite den Bauch ewas verschiebt, damit die Schmerzen "auftreten".

 

Morgen habe ich einen Termin in der Gynäkologischen Klinik, wo der Chefarzt eine OP plant.

Natürlich habe ich ganz schön viel Angst davor, meinen Kaiserschnitt habe ich sehr schlecht in Erinnerung und mein Frauenarzt sagte schon, dass sie wohl die alte Narbe öffnen werden. 

 

Hat jemand von euch Erfahrungen mit diesen OPs? Was habe ich zu befürchten?

Und vor allem: Können die Beschwerden überhaupt passen? Ist eine Endometriose von außen tastbar?