5 Wochen nach Hysterektomie > Schmerzen :(
Spätzle

Hi zusammen, 

 

vor 5 Wochen hatte ich die OP. Die ersten 2 Wochen ging es mir so gut, ich war einfach nur happy.

Im Alltag habe ich dann aber doch gemerkt, wie gross die OP war und ich habe recht heftige Schmerzen.

Leider bekomme ich die kaum in den Griff. Laut FÄ ist aber alles ok, es braucht nur Zeit. 

 

Habt ihr die Erfahrung gemacht, dass sich das noch gibt?

 

Meine Reha in Bad Waldsee wurde genehmigt ;)  



zusätzliche Beschwerden:
Spätzle

Ich habe etwas vergessen.

 

ich habe seit der OP zunehmend mit massiver Erschöpfung, Übelkeit und Appetitlosigkeit zu kämpfen. Begonnen hat das bereits vorher, aber jetzt wird es immer schlimmer.

 

Hat jemand von Euch so etwas auch erlebt?

 

Danke und LG

Spätzle 



Meine Nachbarin
mjuka

Liebe Spätzle,

 meine Nachbarin hatte vor Jahren auch eine Gebärmutterentfernung. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass es ihr etwa einen Monat lang mies ging. Sie ist immer aktiv und umtriebig und war diesen Monat wirklich von der Bildfläche verschwunden. Danach war sie noch drei, vier Wochen vorsichtig, bis es ihr wieder gut ging. 

Sie hatte aber "nur" die Entfernung ohne Endo ud ich könnte mir vorstellen, dass alles wirklich länger dauert bei dir!

Dir gute Besserung, mjuka 



Hi liebe mjuka,    mag
Spätzle

Hi liebe mjuka, 

 

mag sein, dass ich mich übernommen und keine Geduld habe. Aber ich hab da einfach ein ungutes Gefühl, etwas würde nicht stimmen mit mir.

Ich habe nochmals 1kg abgenommen. Das ist zwar höchst willkommen, aber sehr ungewöhnlich. Auch möglich, dass sich Rheumatechnisch etwas zusammenbraut. 

 

Leider wurde mir nun auch die Hoffnung genommen, dass die Schmerzen beim Sex weg sind. Schade...

 

LG

Spätzle 



Oh nein, wie…
mjuka

traurig :-(.

Gerade die Sache mit dem Sex ist  wirklich heikel. Es tut mir so leid für dich, dass sogar die Gebärmutterentfernung nichts gebracht hat. ich kann deine Hoffnungen, die du da hinein gesetzt hast, sehr gut nachfühlen.

Deine Gefühle, als würde etwas nicht stimmen, würde ich sehr ernst nehmen. Hast du gute Ärzte, die dich einmal durchchecken? Auch rheumatechnisch? 

Mir fällt noch der Besuch bei einer guten Osteopathin ein. Ich bin bei einer, die gut fühlen kann, wenn ein Ungleichgewicht herrscht. Sie entspannt dann "die Strukturen", also Muskeln, Sehnen, Bänder, nimmt Druck raus aus dem Becken (das zieht sich an den Bändern, auf denen wohl Endo sitzen soll, immer falsch nach innen). Auch die Nervenschmerzen, die dann oft bis in die Beine ziehen, werden deutlich weniger durch ihre Behandlung.

Ich trage mich ja auch immer mal mit dem Gedanken, die Gebärmutter rausnehmen zu lassen. Die Osteopathin sagt dazu immer, dass oft hinterher andere Beschwerden kommen, die auch damit zusammenhängen, dass sich das gesamtes Innenleben neu sortieen muss. Vielleicht sind ja bei dir auch noch die Nerven gereizt und so eine manuelle Behandlung entlastet möglicherweise auch bei dir?

Dein Endozentrum, nehmen die deine Beschwerden ernst? Haben die dort Lösungsvorschläge anzubieten?

Es tut mir so leid, dass du nun wieder so ratlos und schmerzbelastet bist. So eine miese Erkrankung. Ich tröste mich immer damit, dass es wenigstens "nur" Schmerzen sind…

Liebe Grüße, mjuka 

PS: Ich lese gerade, dass du nach Bad Waldsee gehst. Warst du da schon oder hast du das noch vor dir? Vielleicht wissen die dort ja noch weiter, weil ja bestimmt mehr Frauen nach Gebärmutterentfernung bei denen sind. 

PPS: Ich habe jetzt deine alten Beiträge mal ausgegraben und gelesen. Du hast ja auch schon einiges durch und auch ausprobiert. War dein Ostheopath auf Endo spezialisiert bzw kennt sich wirklich damit aus? Falls nein, lohnt sich das Suchen. Auch Fibromyalgie lässt sich meines Wissens durch Osteopathie lindern, eben durch die Durchlässigkeit, die mittels Osteopathie wieder hergestellt wird.

Du gehst ja zu einer Homöopathin, wie ich lesen konnte. Ich würde zu ihr gehen und genau schildern, wie es dir geht. mein hausarzt ist auch Homöopath und sehr bemüht, einen guten Weg für mich zu finden und es klingt bei dir ähnlich gut. 

Dann ist mir aufgefallen, dass ich das mit den Wehen auch hatte. Wehen ab der 12. Woche bis zum Ende mit unschönen Schmerzen, die Gebärmutter war immer in Aufruhr, aber nie muttermundwirksam. Heute führe ich das auf die Endo zurück, habe wahrscheinlich auch Adenomyose und Befall der Mutterbänder .

Dir von Herzen einen guten Weg, mit der Krankheit zu leben! 



na, da gehts uns wohl sehr ähnlich,
Spätzle

liebe Mjuka.

 

Ich erkenne da einige Parallelen ziwschen uns. Bezüglich der Schwangerschaft sagten mir alle, dass es absolut unmöglich ist, dass es einen Zusammenhang mit der Endo-/Adenomyose zusammenhängt. Ich glaube trotzdem daran. 

 

Der Osteopath war nicht auf Endo spezialisiert, von der Fibro und dem Bechterew war damals noch nicht die Rede. Er hat mir aber einmal die Faszien "aufgemacht", was etsetzlich schmerzhaft, aber ungemein wirksam war. Ich habe mir aber schon länger mal vorgenommen, bei einer hier ansässigen Osteopathin vorbeizuschauen, sie hat einer Bekannten mit gynäkologischen Beschwerden sehr geholfen.

 

Was ich aber immer faszinierend fand. Er spürte auf meiner rechten Bauchseite immer eine "tiefe, kalte" Region und konnte sich selbst nur schwer erklären, was das bedeutet.  

 

Das mit der Homöopathin musste ich damals leider saussen lassen. Mittlerweile habe ich aber einen neuen Hausarzt, der mich mit Neuraltherapie wunderbar unterstützt. Das ist ein naturheilkundliches Verfahren. Es hilft mir zumindest bei der  Rheumageschichte ganz enorm, ich brauche kaum mehr Schmerzmittel und die Biological-Therapie konnte ich absetzen.

 

Die Reha in Bad Waldsee startet am 1.1., da habe ich (wiedermal) viel Hoffnung. 

 

Ich war heute beim Arzt,

Blut und Urin werden untersucht. Er wollte auch wissen, ob es eher eine seelische oder körperliche Erschöpfung ist, denn er weiss um meine familiäre Situation. 
Zusätzlich wird nächste Woche ein Bauchultraschall gemacht, wegen der brennenden Schmerzen im Unterbauch. 

Wenn da nichts herauskommt, will er versuchen, mich anderweitig aufzubauen, evtl. die Neuraltherapie wieder aufnehmen. Ausserdem soll ich noch bewusster essen und mich viel draussen bewegen  Versuche ich ja schon, aber nun gut. ich geb mir noch mehr Mühe... 

 

Auch Dir alles Liebe für Deinen weiteren Weg 



Bad Waldsee Reha nach Hystorektomie
uta

Hallo,

 ich war im Sept. in Bad-Waldsee zur AHB nach Hystorektomie mit Endo. Ich war dort super gut aufgehoben. Frau Dr. Weiss kennt sich gut und einfühlsam mit Endo aus. Ich hatte auch noch bis zu 9 Wochen nach der OP Schmerzen und starke Erschöpfungszustände. Frau Dr. Weiss sagte mir, dass man sich Zeit geben soll und dass diese OP ihren Heilungsprozess benötigt. Kann bis zu 6 Monaten dauern. Eine Hystorektomie ist keine kleine OP. Die Wundflächen im Bauchraum sind schon groß. Also Geduld haben und sorgsam mit sich umgehen. Ich bin für diese Aufklärung sehr dankbar, denn ich dachte auch dass ich wieder nach 4 Wochen belastbarer bin und keine Schmerzen mehr hätte. Die CO2 Behandlung wirkt neuen Verwachsungen entgegen.

Ich wünsche dir einen guten Rehaerfolg.

Uta