Hilfe bei Endometriose in Erlangen
ChristinaMaria

Hallo ihr Lieben

bei mir wurde 2008 endometriose diagnostiziert und ich wurde seitdem 3 mal operiert . Das letzte mal im Herbst 2014wurde bei der laparoskopie leider die baucharterie ( arteria iliaca Communis) durchtrennt und der Bauch musste mit einen großen Schnitt eröffnet werden. Nach 5 Std Not-OP bin ich dann schließlich auf intensiv mit einer 25 cm langen Naht aufgewacht und habe einen sehr traumatischen Krankenhausaufenthalt hinter mir. Ich bin selbst Krankenschwester und kann die Behandlung auf dieser Station nicht nachvollziehen. Die Verarbeitung dieser Erfahrung und der Umgang mit den Folgen im Alltag fällt mir immer noch sehr schwer. Nun zu meiner eigentlichen Frage : kennt jemand von euch irgendwelche Anlaufstellen (Krankengymnastik , Gesprächsgruppen oder sonstiges ) für Frauen mit endometriose im Kreis erlangen/Nürnberg oder auch Forchheim/Bamberg ? Würde gerne irgendwie alles verarbeiten oder zumindest damit anfangen.

 

Vielen Dank schon mal an alle Leidensgenossinnen  



Guten morgen würdest du in
astrid

Guten morgen würdest du in erlangen bei dr Renner operiert.lg



Wie schrecklich…
mjuka

Hallo,

 so eine erfahrung ist bestimmt schwer erträglich. Mir reicht ja schon die Angst vor den "normalen" Schmerzen, aber so ein Trauma braucht Hilfe.

Meine Kollegin riet mir gerade, bei einen Frauengesundheitszentrum nachzufragen, ob es nicht so ein Netzwerk an Therapeuten, u.ä. schon gibt. Hier ist die e-mail von dem in Nürnberg.  http://www.fmgz-nuernberg.de

Ich kenne die nicht, habe auch noch nicht nachgefragt, aber vielleicht hilft das ja weiter.

 Ansonsten kenne ich eine sehr gute Osteopathin, die mir schon geholfen hat. http://www.osteopathie-nürnberg.net

Ich wohne nicht in Nürnberg und habe immer eine ziemlich umständliche Anfahrt, aber es lohnt sich jedes Mal. Den Vergleich zu zwei anderen osteopathen kann ich ziehen.

Ansonsten kann ich dir kleider nicht weiter helfen, dich aber bestärken, einen guten weg für dich zu suchen. Es gibt ihn bestimmt!

Ach ja, was war auf Station so schwierig? ich lag auch in Erlangen, finde die Ärzte dort sehr bemüht und kompetent, aber die Station ist nunja, ok. Ich glaube aber, das vieles am hohen Pensum liegt, dass die Schwestern dort bewältigen müssen und auch am bauch operierte Frauen mit Ängsten seelisch nicht so richtig stabil sind. Das überfordert die Damen dort, denke ich.

Alles Gute, mjuka 

 



Hallo Mjuka  vielen Dank
ChristinaMaria

Hallo Mjuka 

vielen Dank für deine Tipps , ostheopathie hab ich mir auch schon mal überlegt , habe aber bis jetzt keinen guten Tipp bekommen zu wem man da am besten gehen sollte . Ich werde mir den mal ansehen .

 

Ich wurde in München operiert. Zur Erlanger Frauenklinik kann ich wenig sagen . Ich wurde nach der OP von der Gynäkologie in eine Gefäßchirurg verlegt , da ja die Arterie durchtrennt wurde. Ich kam von intensiv Station und konnte mich aufgrund des großen bauchschnittes nicht selbst drehen oder aufstehen. Außerdem wurde das Blutgefäß während der op abgeklemmt , deshalb hatte ich danach einen Darmverschluss (paralytischen Ileus) . Ich habe permanent gebrochen , war schnell dehydriert und habe das Schmerzmittel nicht vertragen . Der zentrale Zugang an meinem Hals war ständig verstopft und die Nadeln am Arm waren offenbar auch nicht durchgängig. Außerdem hatte ich einen blasenkatheter.  

Die Situation auf Station war folgende : ich wurde weder gewaschen, noch mein Bett mal überzogen oder wenigstens die Kissen aufgeschüttelt oder nach dem Erbrechen zahnputzzeug angeboten , oder zumindest was zum Mund ausspülen . Mein Freund kam am we zu Besuch und hat mich gewaschen. Da meine venenzugänge dicht waren bekam ich kein Schmerzmittel mehr bis sich irgendwann mal ein Arzt erbarmt hat eine neue Nadel zu legen ( manchmal erst am nächsten Tag ) . Ich konnte nicht alleine aufstehen und bat eine Schwester mir zu helfen. Nachdem sie mir ihre Hand entgegengestreckt hat und ich mich selbst hochziehen sollte ließ sie mich einfach allein an der Bettkante sitzen ( sorry aber das wäre bei mir ein Kündigungsgrund  -> patientengefährdung) . Natürlich hatte ich auch eine blasenentzündung , da den Katheter auch keiner sauber gemacht hat solange ich ihn hatte. Am letzten Tag haben sie mir dann mitten in der Nacht eine Patientin mit eitrigen Abszessen ins Zimmer gelegt . Zu einer frischoperierten !!! Sie war auf Entzug und kam ständig an mein Bett um mich zu streicheln oder mir etwas zu erzählen. Am nächsten Tag bin ich auf eigene Verantwortung nach Hause und habe mich bei meinen Eltern eingenistet und dort zuende pflegen lassen . Ich könnte noch mehr erzählen von den 2 Wochen dort aber es macht keinen Sinn ..., es war die Hölle und ich möchte das nie mehr erleben müssen 



Furchtbar,  dass es sowas
hannibunny0606

Furchtbar,  dass es sowas noch immer gibt.  Das tut mir sehr leid für dich