Endometriose Ovar
K-W

Guten Tag zusammen,

es gibt ein paar Dinge, die ich einfach (noch) nicht verstehe. Ich bin 47 Jahre alt, und habe einen erwachsenen Sohn. Kurz zu meiner Vorgeschichte: Vor vier Jahren wurde mir die Gebärmutter (außer Gebärmutterhals) entfernt aufgrund eines Myoms, das heftige Schmerzen verursachte, aber wegen seiner Lage nicht einzeln herausoperiert werden konnte. Danach war alles in Ordnung.

Seit einem halben Jahr nun hatte ich wieder Unterbauchschmerzen. Nach diversen Untersuchungen (Ultraschall, CT) wurden mir vor vier Tagen mittels Bauchspiegelung zwei Eierstockzysten entfernt. Im Laufe der vorherigen Ultraschallkontrollen veränderten sich diese, wurden größer und waren später wahrscheinlich eingeblutet. Auch war der rechte Eierstock vergrößert. Bei der Voruntersuchung im Krankenhaus stellte man die vorläufige Diagnose „mucinöses Kystom“. Die Laparaskopie ergab dann: Links: eine Gelbkörperzyste und rechts eine Endo-Zyste. (Histologie und OP-Bericht stehen noch aus). Die genaue Diagnose lt. Entlassungsbrief aus dem Krankenhaus lautet u.a.: "Endometriose Ovar“ rechts.

Was ich jetzt überhaupt nicht verstehe, wenn Endometrium die Gebärmutterschleimhaut ist, ich aber seit vier Jahren gar keine Gebärmutter mehr habe (bis auf den Gebärmutterhals), wie kann sich denn dann eine Endo-Zyste am Eierstock gebildet haben? Bzw. sogar ein ganzes Endometriose Ovar lt. Diagnose? Woher kommt denn dann die Gebärmutterschleimhaut?

Wie gesagt, ich verstehe es einfach nicht. Über Antworten würde ich mich sehr freuen.



"Endometriose Ovar" heißt
Hockeyspielerin

"Endometriose Ovar" heißt nur, daß der Eierstock betroffen ist.

 

Die Endo-Herde können jahrelang inaktiv sein, daher kann keiner sagen, wann der Herd entstande ist. evt. sogar vor Ewigkeiten.

allgemein weiß man noch nicht, wieso und weshalb Endo ensteht. Man weiß auch nicht genau, wie die Gebärmutterschleimhaut in den Bauchraum kommt.  



Und sollte die Ursache doch
hannibunny0606

Und sollte die Ursache doch mit veränderten Zellen zu tun haben,  kann die Gebärmutter nicht mal ansatzweise was damit zu tun haben :/



Es könnten Mikro-Herde
mjuka

Es könnten Mikro-Herde irgentwo gewesen sein. Solange du deine Eierstöcke noch hast, also einen Zyklus, kann Endometriose wachsen. So ist es leider…

LG, mjuka 



Nach Zystenentfernung
K-W

Dankeschön für die Antworten.

Also könnte es theoretisch sein, dass von der entfernten Gebärmutter noch Endo-Herde übrig geblieben sind, und erst jetzt nach Jahren quasi übermäßig wuchern? Das wäre immerhin ja eine Erklärung, ich dachte schon daran, ob die Diagnose überhaupt richtig sein kann. Oder aber eben veränderte Zellen sind, die Gebärmutterschleimhaut ähnlich, aber im Grunde nichts mit der Gebärmutter ansich zu tun haben. Dazu würde ja dann die Metaplasietheorie passen (habe zwischenzeitlich auch noch etwas recherchiert).

Jedenfalls ist es ja nicht unmöglich. Ich hatte halt nur gehofft, dass ich nach der Zystenentfernung wieder völlig gesund bin, jetzt weiß ich ja noch nichtmal, ob der Eierstock trotzdem immer noch betroffen ist, und so gesehen, alles wieder von vorne los gehen könnte. Ich war das letzte halbe Jahr doch ziemlich eingeschränkt wegen der Schmerzen und möchte doch irgendwie wieder Bäume ausreissen können. 

Aber ich denke mal, dass der ausführliche Arzt und OP-Bericht mir dazu bestimmt mehr sagen kann. Ich weiß auch gar nicht, ob die jetzt Gewebeproben auch von anderen Stellen gemacht, oder nur die Zysten selbst zur feingeweblichen Untersuchung geschickt haben. Vielleicht hat ja jemand in diese Richtung Erfahrungen gemacht?

Und dann noch eine Frage: Habe ich das richtig verstanden, dass Endometriose letztendlich nur durch die Histologie ganz eindeutig bestimmt werden kann? Die habe ich ja noch nicht.

LG