Schmerzen?
SabSi

Hallo!

Ich schreibe heute zum 1. Mal und versuche mal kurz, meine Situation zu schildern.

Ich war vor 6 Jahren das erste mal wegen Unterleibsschmerzen beim FA, bin auch gleich zur Not-OP gekommen, da ziemlich viele und ziemlich große Myome und Zysten festegstellt wurden.

Nach der OP kam der Schock, nämlich, dass ich Endometriose hätte. Zurück bei meinem Frauenarzt konfrontierte ich ihn damit, doch er beharrte auf seiner Meinung, dass es Myome und keine Endometriose gewesen sei.

Ich war auch immer zur Nachkontrolle bei ihm und er konnte nie etwas feststellen, auch wenn ich ihm von einseitigen Schmerzen berichtet habe. Er meinte, das sei normal und wahrscheinlich hat es etwas mit dem Eisprung zu tun. Das war vor einigen Jahren, die Schmerzen haben sich mit der Zeit gelegt. Es gibt sicher auch Faktoren, die dies beeinflusst haben. Zum einen ist es Sport, zum anderen eine vegane Ernährung.Vielleicht hatte ich auch einfach eine Entzündung...

Vor 2 Wochen (6 Jahre nach der OP) war ich bei einer  andere Frauenärztin und die hat gleich erkannt, dass ich "exteme Endometriose" habe. Wobei ich sagen muss, dass ich zwar Schmerzen habe, jedoch bei Weitem nicht so schlimm, dass ich sehr beeinträchtigt wäre. Deswegen meine Frage – gibt es hier jemanden, der auch unter Endometriose leidet, aber keine großartigen Schmerzen hat? Oder gewöhnt man sich so sehr daran, dass dieser Zustand "normal" ist? Was ist ein normaler Schmerz und wann ist es zu viel? Ich bin etwas verwirrt. Ich denke, ich spüre schon, dass da etwas ist, aber ich muss mich deswegen nicht krank schreiben lassen...

Ich habe diesemal an meinen Tagen und schon einige Tage davor mit Massagen und speziellem Tee begonnen und ich muss sagen, es hilft wirklich sehr. Dir Krämpfe sind kaum noch zu spüren!

Ich bin ein bisschen verzweifelt, da der Chirurg damals gemeint hat, er habe sich jetzt große Mühe gegeben, alles zu entfernen und die Organe zu erhalten, aber beim Nächsten mal wäre eine Total-OP sinnvoll. Davor hab ich echt irrsinnige Angst, da ich noch nicht alt bin und mir Kinder wünsche.

Soviel ich weiss, ist ein Eierstock betroffen und die FA meinte, sie weiss nicht, ob der noch zu retten ist. In 3 Tagen hab ich einen weiteren Termin, wieder bei einem anderen Arzt. Ich hoffe, dieser hat etwas aufbauerndere Nachrichten für mich...

 

 Liebe Grüße an alle!



Hallo Sabsi erst einmal
Miramee

Hallo Sabsi

erst einmal herzlich willkommen! Schön, dass Du hierher gefunden hast, auch wenn der Anlass dazu ja nie ein schöner is!

Leider gibt es immer noch Frauenärzte, die sich mit Endometriose überhaupt nicht auskennen. Und ein Facharzt, der auch nach einer OP (bei der ja, wenn etwas vorliegt, immer auch Gewebeproben entnommen und später histologisch untersucht werden) immer noch der Meinung ist, es läge keine Endometriose vor (wenn doch in der Histologie ganz offensichtlich Endo nachgewiesen wurde), muss entweder sehr stur, sehr ignorant oder von der völligen Inkompetenz seiner Klinikskollegen überzeugt sein. Es kann ja durchaus sein, dass Du außerdem noch Myome hattest, es kann aber auch sein, dass da  eine Adenomyosis uteri (als quasi Endometriose in der Gebärmutter) im Spiel ist, wer weiß...

 Woran hat denn die neue Frauenärztin jetzt festgemacht, dass Du "extreme Endometriose" habest? Gewöhnlich erkennt man das volle Ausmaß nämlich erst während einer Bauchspiegelung. Eher selten lassen sich auch Endo-Herde von außen sehen, tasten, eindeutig im Ultraschall oder MRT nachweisen, selbst wenn die betroffenen Frauen von starken Beschwerden berichten.

Was die Schmerzen angeht, so stehen nicht zwingend in Korrelation zum Ausbreitungsgrad. Es gibt Frauen mit wenigen, kleinen Endo-Herden, die viel mehr unter der Erkrankung leiden als manche Frauen mit ausgedehnten Befunden. Oft ist ausschlaggebend, wo die Herde sitzen, aber auch, wie das Immunsystem der jeweiligen Frau aufgestellt ist, welche anderen Krankheiten möglicherweise bestehen, wie das eigene Schmerzempfinden ist etc... Es kommt durchaus vor, dass Frauen, die nie spezielle Beschwerden hatten, plötzlich per Zufallsbefund von ihrer Endometriose erfahren. Umgedreht  quälen sich manche Frauen jahrelang, bevor endlich die Ursache gefunden wird."Extreme Endometriose" (falls sich das überhaupt so bestätigen lässt) muss also keinewegs heißen, dass Du auch extreme Beschwerden hast.

Und wenn Du keine besonderen Beschwerden hast, ist sehr fraglich, warum Du in nächster Zeit operiert werden solltest...

 Ich bin ein bisschen verzweifelt, da der Chirurg damals gemeint hat, er habe sich jetzt große Mühe gegeben, alles zu entfernen und die Organe zu erhalten, aber beim Nächsten mal wäre eine Total-OP sinnvoll. Davor hab ich echt irrsinnige Angst, da ich noch nicht alt bin und mir Kinder wünsche.

Ich weiß nicht, wie der Chirurg zu dieser Voraussage kommt, da doch niemand wissen kann, wie sich eine Endo entwickelt und verbreitet. Dass er damals alles entfernen und organerhaltend operieren konnte, ist erstmal gut. Was sich seitdem getan hat, wird man erst einigermaßen vollständig beurteilen können, wenn wieder ein OP durchgeführt wird. Und gewöhnlich wird keinesfalls vorschnell eine Total-OP angestrebt, im Gegenteil: solange Du noch jung bist wird (selbst wenn aktuell kein Kinderwunsch bestünde) ganz besonders viel Wert auf den Organerhalt gelegt. Ich habe sogar schon Frauen in Tränen aufgelöst gesehen, weil sie sich - in der Hoffnung auf Beschwerdefreiheit - eine Total-OP gewünscht haben, aber kein Chirurg bereit war, in ihrem Alter eine durchzuführen. Also keine Sorge: eine Total-OP  wird erst in Betracht gezogen, wenn wirklich überhaupt nichts anderes mehr geht, Deine Schmerzen mit Medikamenten überhaupt nicht in Griff zu bekommen sind etc.  - Und dann musst Du natürlich explizit damit einverstanden sein!

Soviel ich weiss, ist ein Eierstock betroffen und die FA meinte, sie weiss nicht, ob der noch zu retten ist

Wenn nicht, hast Du immer noch den anderen Eierstock und das reicht zum mehrmaligen Schwangerwerden, wie ich aus eigener Erfahrung weiß Wink Im Ernst: Natürlich werden die Ärzte, die Dich operieren (wenn Du denn überhaupt in nächster Zeit operiert werden musst) alles versuchen, um den Eierstock zu erhalten. Bei mir konnte aber auch der eine Eierstock nicht aus dem Zysten- und Verwachsungsgemenge herausgelöst werden. Also wurde er mit herausgenommen, was mich im folgenden aber nicht irgendwie beeinträchtigt hat. Ich kenne auch andere Frauen mit nur einem Eierstock, die alle schwanger geworden sind. Also den eigenen Kinderwunsch sollte man deswegen keineswegs abschreiben...

 die Schmerzen haben sich mit der Zeit gelegt. Es gibt sicher auch Faktoren, die dies beeinflusst haben. Zum einen ist es Sport, zum anderen eine vegane Ernährung.

Bewegung und vegane Ernährung helfen wirklich gegen Endo-Schmerzen! Der Verzicht auf Fleisch und Milchprodukte hat da nachweislich einen günstigen Einfluss, weshalb viele Endo-Frauen zur Schmerzreduktion ihre Ernährung umstellen. Hab' ich auch gemacht: von vegetarisch auf vegan, weil ich ohne Milcheprodukte weniger Schmerzen und weniger Zysten hatte. Ich kann Dir also nur raten, dabei zu bleiben! Smile

Alles Gute!

Mira

 



Hallo! Oh, vielen lieben
SabSi

Hallo!

Oh, vielen lieben Dank für die Antwort. Jetzt geht's mir schon viel besser. Das alles rüttelt gerade extrem an meinen Nerven…

Ich denke, dass mein damaliger Frauenarzt einfach einer anderen Generation entspracht – er ist vor 1 Jahr in Rente gegangen. Wahrscheinlich hat er sich seines Alters wegen nie damit befasst. Jedenfalls hat mich der Chirurg im Krankenhaus darüber informiert, dass ich Endometriose an den Eierstöcken habe. Die größten Myome waren Tennisballgroß. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das alles Platz gehabt haben soll ;)

Die Frauenärztin hat nur eine Ultraschalluntersuchung gemacht. Es war alles sehr verwirrend. Erstens haben ich ein halbes Jahr auf den Termin gewartet und dann war die Geschichte in weniger als 10 Minuten erledigt. Ich hab überhaupt keine Antworten auf meine Fragen erhalten und auf die Frage, ob es denn sinnvoll wäre, es durch Hormone etwas einzudämmen, antwortete sie mit nein (bei meinen Recherchen hab ich aber festgestellt, dass es sehr wohl sinnvoll ist). Sie hat nur gesagt, ich solle mir das mit der Operation überlegen und mich dann wieder melden. Sie war sich erst auch nicht ganz sicher, ob das, was sie als Endometrioseherd bezeichnet hat, der Darm gewesen sein könnte. Jedenfalls hab ich mir dann gleich einen Termin bei einem Privatarzt geben lassen (ich komme aus Österreich, wir haben ja hier definitiv eine 2-Klassen-Medizin) und hoffe, dass sich dieser etwas mehr Zeit nimmt.

Bezüglich der Total-OP – ich war damals in keienr Klinik, die darauf spezialisiert war. Es ist auch schon eine Weile her. Hat sich nicht in den letzten Jahren viel getan in der Hinsicht?

Mein Kinderwunsch ist schon sehr ausgeprägt, deswegen denke ich, dass ich um eine OP nicht herumkomme! Wir haben gewartet, bis ich wieder beim Frauenarzt war, denn ich war mir nicht sicher, ob da wieder etwas nachgewachsen ist und wir wollten einfach nichts riskieren. Ich hab nur momentan eine Heidenangst, dass das jetzt eine never ending Story werden könnte. Wenn man so liest, was möglich ist und was nicht – die Chancen stehen ja eher 50/50. Und was danach kommt. Aber es gibt ja auch durchaus Lichtblicke :)

Bei der veganen Ernährung werd ich auf jeden Fall bleiben! Ich hab auch von vegetarisch auf vegan gewechselt und sehr bald eine Verbesserung festgestellt – das kann ich auch nur jedem empfehlen :)

Danke für deine aufbauenden Worte :)

Liebe Grüße!



Liebe Sabsi,  Die
Miramee

Liebe Sabsi,

 Die Frauenärztin hat nur eine Ultraschalluntersuchung gemacht. Es war alles sehr verwirrend. Erstens haben ich ein halbes Jahr auf den Termin gewartet und dann war die Geschichte in weniger als 10 Minuten erledigt. Ich hab überhaupt keine Antworten auf meine Fragen erhalten und auf die Frage, ob es denn sinnvoll wäre, es durch Hormone etwas einzudämmen, antwortete sie mit nein (bei meinen Recherchen hab ich aber festgestellt, dass es sehr wohl sinnvoll ist). Sie hat nur gesagt, ich solle mir das mit der Operation überlegen und mich dann wieder melden. Sie war sich erst auch nicht ganz sicher, ob das, was sie als Endometrioseherd bezeichnet hat, der Darm gewesen sein könnte. Jedenfalls hab ich mir dann gleich einen Termin bei einem Privatarzt geben lassen (ich komme aus Österreich, wir haben ja hier definitiv eine 2-Klassen-Medizin) und hoffe, dass sich dieser etwas mehr Zeit nimmt.

Das klingt in meinen Ohren auch nicht so recht vertrauenserweckend. Dass Endometriose per Ultraschall aufgespürt wird, ist - wie gesagt - eher als Ausnahmefall zu betrachten. Vielleicht ist es Deiner Fachärztin wirklich gelungen, aber wenn sie in Zweifel darüber gerät, welche Strukturen zu Deinem Darm gehören, scheint mir das fraglich.

Außerdem ist eigentlich immer zunächst ein medikamentöser Behandlungsversuch angeraten, bevor eine OP in Erwägung gezogen wird (außer bei akuten Zystenproblemen oder dergleichen). In dieser Sache kannst Du ja auch mal in die Behandlungsleitlinien hineinlesen, siehe hier:  http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/015-045l_S2k_Diagnostik_Ther...

 Bezüglich der Total-OP – ich war damals in keienr Klinik, die darauf spezialisiert war. Es ist auch schon eine Weile her. Hat sich nicht in den letzten Jahren viel getan in der Hinsicht?

Eigentlich waren Total-OPs auch vor 6 Jahren schon nicht mehr ein Mittel der ersten Wahl. Aber die Sichtweisen sind bei den Ärzten nun einmal bis heute verschieden, je nachdem welche Erfahrungen sie auch mit ihren Patientinnen gemacht haben, ob sie eher zu radikalen oder eher zu vorsichtigen Vorgehensweisen neigen etc. etc. 

Ich wurde übrigens auch nicht in einem Endo-Zentrum operiert, sondern in einem kleinen Krankenhaus vor Ort (war damals auch eine akute Zysten-OP).  Sie haben dort aber eine gute Endo-Sanierung hinbekommen und eine sehr gute OP-Nachsorge betrieben. 

Viele liebe Grüße,

Mira



Hallo liebe Mira! Ich weiss
SabSi

Hallo liebe Mira!

Ich weiss auch nicht, was da los war. Diese FA werd ich in Zukunft meiden. Da war mein Besuch eines erfahrenen Arztes am Donnerstag schon etwas erfreulicher.

Ich hab nun endlich erfahren, was in dem Bericht über die OP vor 6 Jahren stand. Es wurden einige Zysten & Myome an beiden Eierstöcken entfernt. Der Chirurg hatte den Verdacht bei einer kleinen Stelle, es könnte sich um Endometriose handeln. Dieser hat sich aber bei der Gewebeanalyse im Labor nicht bestätigt.

Mein neuer FA erscheint mir schonmal sehr viel kompetenter als die letzte bei der ich war. Dort wurde ich tatsächlich mit der Aussage 'Sie haben extreme Endometriose - überlegen sie es sich mit der Op und melden Sie sich dann' in die Ungewissheit entlassen. Die letzten Tage waren wirklich sehr nervenaufreibend.

Also ich wurde erstmal gründlich untersucht und auch ein ausführliches Gespräch fand statt. Es hat sich wohl wieder etwas gebildet. Mein linker Eierstock ist kaum noch vorhanden (beschädigt aufgrund der OP) und dort hängen auch wieder einige Zysten. Die größte ist 3 cm groß. Er kann aufgrund des Ultraschalles nicht genau sagen, worum es sich genau handelt und er kann auch nicht ausschließen, dass es Endometriosezysten sind (es sind so charakteristische Bläschen zu sehn und die Schmerzen vor der Periode könnten auch darauf hinweisen). Aber bevor hier vorschnell gehandelt wird, wird jetzt mal eine Hormonuntersuchung gemacht und eventuell ein MRT. Mehr weiss ich dann nächste Woche.

Ich bin jetzt erstmal froh, dass ich nicht gleich ins Krankenhaus muss und auf eine Medikamenten-Therapie hoffen kann. Vielleicht bildet es sich ja so etwas zurück.

 Bezüglich des Kinderwunsches hat er mir auch Hoffnung gemacht. Es sieht nicht so aus, als wären die Eileiter verschlossen. Er sagt schon ehrlich, dass das jetzt eine schwierige Situation ist, aber im Laufe der Tage werd ich hoffentlich über eine mögliche Therapie erfahren! 

 Liebe Grüße!

 



Liebe SabSi, das klingt doch
Miramee

Liebe SabSi,

das klingt doch schon sehr viel besser! Und vertrauenswürdiger! Es ist so wichtig, dass Ärzte auch sagen, was sie mach dem aktuellen Stand der Untersuchungen noch NICHT sagen können! Und wenn sie dann zu weiteren Untersuchungen überleiten, ist das doch bestens!

 Es freut mich so für Dich, dass sich Deine Perspektive deutlich aufgehellt hat und Du in diesem Arzt offenbar einen guten, vertrauenswürdigen Begleiter gefunden hast!

Ich bin gespannt, was Du dann nächste Woche erzählen kannst! 

Bis dahin alles Gute!

Mira



Hallo meine Lieben, ich
SabSi

Hallo meine Lieben, ich bin's wieder!

Die letzte Zeit ists etwas ruhiger geworden. Ich hab mich auf die Suche nach einem guten Homöopathen gemacht und hab jetzt auch eine gefunden. Die Erstanamese verlief gut, ich fühl mich wirklich richtig gut aufgehoben. 

Ich war letzte Woche bei ihr mit all meinen Befunden (Hormone, OP-Bericht etc).

Laut ihr hab ich eine leichte Schilddrüsenunterfunktion und ich solle mir unbedingt was verschreiben lassen weil das wichtig ist bei einem Kinderwunsch. Sie hat mich auch auf einen erhöhten Tumormarker aufmerksam gemacht, aber mich gleich beruhigt, weil dies kein diagnosefähiger Faktor ist und durch alles Mögliche entstehen kann. Ich muss dazu sagen, dass die Zeit, in der ich diesen Bluttest gemacht hab, der absolute Horror für mich war. Ich hab nächtelang nichts geschlafen und wr infach fix und fertig mit den Nerven. Hab auch viel geraucht leider...

Ich hab von meiner Homöopathin jetzt Lachesis Q1 verschrieben bekommen, das ich für die nächsten 6 Wochen nehmen soll, danach bekomme ich etwas anderes. Es tut sich schon einiges hab ich das Gefühl. Ich denke, dass diese Geschichte mit einigen Altlasten zusammenhängt, die nicht richtig verarbeitet werden konnten.

Ich war heute wegen dem Bluttest nocheinmal beim Frauenarzt. Eigentlich wollte er sich ein Konzept für mich überlegen, bezüglich einer Medikamenttherapie. Aber er meinte, ich solle gleich eine OP machen lassen wegen dem Tumormarker.  Ich hab 3 kleine Zysten am linken Eierstock, die er nicht genau beschreiben kann. Ich hab ihngefragt, ob es daran liegen kann, dass die Follikel einfach nicht geplatzt sind und diese jetzt als Zysten zeigen. Er sagte ja und verschrieb mir ein Präparat mit Mönchspfeffer, da ich eine leichte Gelbkörperschwäche habe. Im Gegensatz zu meiner Homöopathin sieht er aber keinen Anlass, etwas gegem die leichte Schilddrüsenunterfunktion zu machen. Laut ihm ist der wert völlig ok. Er sagte auch, dass es auf dem Ultraschall aussieht, als wäre es Endometriose. Aber ich denke mir, dasist doch eigentlich alles unmöglich?!?

Ich bin total durcheinander und mir gehts schon wieder total schlecht deswegen gerade... Jeder sagt etwas anderes. Der eine Frauenarzt sagt, es ist bestimmt keine Endometriose, eine weitere meint, es sei extreme Endometriose und der 3. sagt, es könnte eine Endometriose sein. 

Ich hab ende Juni einen MRT-Termin und hoffe, dass man da etwas genaueres sagen kann.

Ich sag's euch.. die ganze Warterei und das viele Hin und Her ist so zermürbend!!

Ich weiss gar nicht, was ich tun soll. Soll ich auf die Homöopathie setzen oder gleich operieren? Bin total hin- und hergerissen.

 

Liebe Grüße, eure Sabsi



Hallo, ich würde dir
Anni1000

Hallo, ich würde dir empfehlen, mach doch mal einen Termin in einem endozentrum. Was die zu dem allem sagen. Zentren findest du hier im forum oder bei der endometriose Selbsthilfe aufgeführt. Zum Thema Schilddrüse ist der Frauenarzt nicht der richtige Facharzt dafür. Entweder dazu zu einem nuklearkmediziner oder endokrinolgen gehen. Die machen dann auch einen Ultraschall von der Schilddrüse oder ggf. Noch speziellere Untersuchungen. ..viele grüße 



Ich würde Dir auch
albea

Ich würde Dir auch empfehlen, Dich an ein Endo-Zentrum zu wenden, damit dieses ganze Hin und Her ma aufhört und Du Klarheit bekommst.

Auch das MRT wird nur mit ganz viel Glück - so es denn Endometriose bei Dir ist - Klarheit bringen, denn nur sehr selten lassen sich Herde abbilden.  Das heisst dann, wenn nichts abgebildet wird, weisst Du auch nicht mehr, denn es heisst nicht, das nichts "da ist".

Welcher Tumormarker ist denn erhöht?  Einer der Marker kann, wenn erhöht, auch immer auf aktive Endo hindeuten - was offensichtlich immer noch nicht alle wissen ...

Alles Gute!

albea

 



Hallo! Der Marker CA 125 ist
SabSi

Hallo!

Der Marker CA 125 ist erhöht (75U/ml). Ich denke, das ist der für Endometriose spezifische Marker, soviel ich hier rauslesen konnte.

MRT ist keine gute Möglichkeit? Mein Frauenarzt meinte, dass man dann schon sagen kann, worum es sich handelt. Ist es nicht so, dass ein MRT auch eine gute OP Vorbereitung sein kann, um den Chirurgen bei der Lokalisation zu helfen? 

Ich hab jetzt 2 Möglichkeiten. Entweder ich geh in ein Endo-Zentrum, was aber sehr weit entfernt ist von mir. Oder ich warte das MRT ab und lass mich ins KH überweisen und operieren. Nur Homöopathie wird's nicht bringen...

Ich danke euch für eure ANtworten :)

Liebe Grüße



Ich hab mir jetzt einen
SabSi

Ich hab mir jetzt einen Termin im Krankenhaus ausgemacht. Es ist zwar kein Endo-Zentrum, aber sie haben immer wieder mal Endometriose-Fälle und die Mutter einer Freundin ist dort auch gerade deswegen operiert worden und sie war sehr zufrieden. Es wird auch erstmal über Therapiemöglichkeiten gesprochen. Im Juli könnte ich schon operiert werden...

Also erst mal MRT und dann mit allen Befunden ab in die Klinik.

Ich hab einfach keine Lust mehr auf dieses ganze Hin und Her!

Ich hab zwar immer noch Angst vor einer OP, da die Beschwerden bei mir erst nachher ziemlich stark wurden und eine chronische Blasenentzündung hinzukam, aber ich werd diesmal eine gründliche Nachsorge betreiben.

Liebe Grüße!



Ich kann dir nur aus eigenen
hannibunny0606

Ich kann dir nur aus eigenen Erfahrungen empfehlen,  dich an ein endo-zentrum zu wenden.  Es gibt hier viele Frauen,  die sich erst in einem normalen Krankenhaus operieren lassen und es dann bereuen,  auch wenn andere eventuell gute Erfahrungen haben. Aber glaub mir,  ein zertifiziertes Zentrum kann dir wirklich helfen



Ich weiss leider noch
SabSi

Ich weiss leider noch nichmal, ob ich Endometriose habe... Das ist alles so konfus verlaufen bei mir. Die Gewebeuntersuchung bei der ersten OP hat ergeben, dass keine Endo vorliegt. Ich hab auch keine typischen Beschwerden, außer dass ich meinen linken Eierstock spüre (jedoch keine Schmerzen, ich hab nur ab und zu ein Druckgefühl), der überwachsen ist mit einem Zystenkonglomerat (viele kleine und 3 Zysten mit einem Umfang von ca. 2 cm). Von diesem Eierstock ist auch nicht mehr viel vorhanden, da er in der 1. OP sehr beschädigt wurde. Gerade wünsche ich mir einfach nur, dass sie mich davon befreien... Ich nehm diesen Termin jetzt mal wahr + das MRT. Wenn es für mich danach immer noch unklar ist oder irgendwelche Zweifel aufkommen, werd ich mich auf alle Fälle ans Endozentrum in Linz wenden.



Im Normalfall kann
albea

Im Normalfall kann Endometriose durch KEIN bildgebendes Verfahren sichtbar gemacht werden.  In seltenen Fällen und unter optimalen Bedingungen können SEHR ERFAHRENE Spezialisten Indizien für Endo-Herde erkennen, manchmal - wenn sehr gross - auch einen Endo-Herd selbst.

NEIN, ein MRT wird bei Endo nicht zur OP-Vorbereitung und Lokalisierung gemacht, denn jeder weiss, dass mithilfe des MRT die Herde von außen nicht lokalisierbar sind.

Wenn Dir dass in dem KKH, wo Du jetzt einen Termin gemacht hast, so erzählt wurde, mach schleunigst einen Termin in einem Endo-Zentrum, denn es würde nur zeigen, dass sie dort eben nicht ausreichend Erfahrung mit der Behandlung von Endo haben.

Ich möchte Dir ohnehin dringend ans Herz legen, Dich an ein Endo-Zentrum zu wenden, auch wenn es weit entfernt bin.

Ich bin selbst gerade letzte Woche gut 4 Stunden - trotz heftigster Schmerzen - (pro Strecke) in ein  Endo-Zentrum gefahren, und das machen sehr viele so - aus gutem Grund!

Lies einfach mal ein bisschen durch's Forum und schau Dir einige Erfahrungsberichte an ... und dann überleg nochmal, ob Du den Termin, den Du jetzt ausgemacht hast, wahrnehmen möchtest.

Nur ein Beispiel:

 http://www.endometriose-liga.eu/node/35309

Alles Gute!

albea