Dauerhafte Schmerztherapie aufgrund chronischer Endo Schmerzen, suche Hilfe!
Jamin

Hallo,

ich hatte vor einiger Zeit mal ein paar Fragen im Forum gestellt und habe viele gute Antworten bekommen, vielen Dank dafür.

Wer sich den Beitrag mit der Vorgeschichte durchlesen möchte, der klicke bitte hier:

http://www.endometriose-liga.eu/node/35114

Das Problem ist, dass meine Freundin (30) eine Endometriose mit chronischen Schmerzen entwickelt hat, das heißt die extremen Regelschmerzen + die restlichen Tage des Monats einen dauerhaften Schmerzteppich + 3 bis 5 Schmerzspitzen am Tag, je nachdem ob sie sich bewegt, oder isst, oder ihren Bauch sonst wie beansprucht. Deswegen liegt sie die meiste Zeit, ist arbeitsunfähig und verliert aufgrund der Schmerzsymptomatik zunehmend die Lust am Dasein. OP mit Endoentfernung brachte keine Änderung und weitere OPs finden wir nicht sinnvoll, weil die Endoschmerzen wie ich im Forum las, dann nach spätestens 12 Monaten wieder da sind und erneut operiert werden müsste.

Mittlerweile hat sich meine Freundin also für Schmerztherapie entschieden, weil die Endoärzte meinten, die Hormontherapie würde diese Art von Schmerzen nur "vielleicht" dämpfen und ansonsten noch mit Nebenwirkungen einhergehen.Außerdem verträgt meine Freundin die Pillen nicht (schon diverse probiert).

Anschließend bei der Schmerztherapie meine die Schmerzärztin, dass sie sich mit Endometriose nicht auskennt (wie wohl kaum jemand) und deswegen nicht weiß wie sie behandeln soll. Schmerzpflaster würde sie, wenn überhaupt, nur mal kurz verschreiben !??! Meine Freundin braucht jedoch dringend eine dauerhafte funktionierende Schmerztherapie um nach so vielen Jahren endlich mal wieder am Leben teilzunehmen. Sie hat keine Lust mehr eine Belastung für Freunde und Familie zu sein.

Deswegen suche ich hier im Forum nach Frauen, die eine dauerhafte medikamentöse Schmerztherapie bekommen und am Besten noch die Erfahrungen mit der Behandlung und mit den Ärzten, oder Arztempfehlungen. Am meisten interessieren wir uns für die Therapie mit Fentanylpflastern, da hier keine ständige Tabletteneinnahme erfolgen muss, die das Magen/Darm System belastet. Ich habe im Forum bisher nur einen Beitrag gefunden wo eine Frau beschreibt, wie gut ihr das Fentanylpflaster geholfen hat und sie zum ersten Mal seit einer Ewigkeit schmerzfrei war.

Ich würde den Verlauf der Antworten hier im Forum dann gerne auch der Schmerztherapeutin vorlegen.

Vielen Dank schon mal Smile



Schmerztzentrum suchen
roxi

Hallo Jamin, sucht euch am besten ein Schmerzzentrum. Dort gibt es sicher auch einen Arzt/Ärztin, die sich mit Endometriose auskennt, vielleicht könnt ihr das bei Terminvereinbarung abfragen, oder ihr schaut Euch die Homepages an. ch werde seit fast 10 Jahren sehr gut betreut, allerdings entscheiden die Ärzte die Medikation, ich bekam nicht sofort und ausschließlich Fentanyl-Pflaster. Die Schmerztherapie ist nicht einfach und dauert seine Zeit, jeder reagiert individuell. Sie sollte sich vielleicht auch einen guten Gyn. suchen, der die Endometriose-Behandlung/Beratung mit ihr macht, gibt ja nicht nur die OP.

Ich wünsche Deine Freundin viel Erfolg für die Therapie, roxi



In den großen Endo-Zentren,
albea

In den großen Endo-Zentren, insbesondere den Kliniken, wird oftmals mit Schmerztherapeuten zusammengearbeitet.  Da besteht dann sicher auch Erfahrung in Bezug auf Endometriose.  Bin mir allerdings nicht so sicher, ob der Schmerztherapeut tatsächlich diese Erfahrung braucht, denn behandeln soll er ja die Schmerzen, die Deine Freundin ihm beschreibt.

Schaden kann es sicher nicht, wenn Erfahrung in der Behandlung von Endo-Patientinnen gegeben ist.

Ich selbst war einige Zeit bei einem Schmerztherapeuten in Behandlung.  Da sich die Behandlung bei ihm letztlich auf das Ausstellen von Rezepten beschränkte, gehe ich mittlerweile wegen der Schmerzen nur noch zu meiner Hausärztin.  Allerdings habe ich auch das Glück, eine sehr komptente Ärztin zu haben.  Und ich habe das Medikament/ die Kombination, mit der ich ganz gut zurecht komme, gefunden.

Ich nehme - mittlerweile - Targin (unterliegt dem BtMG) als Dauermedikation, morgens und abends je 1 Tablette, plus Novalgin-Tropfen in Akut-Situationen.

Mit dem Pflaster habe ich keine Erfahrung.

Ich bevorzuge das Targin auch deswegen, weil es wegen seiner Zusammensetzung nicht so starke Auswirkungen auf die Verdauung hat und insbesondere nicht zu Verstopfung führt.  Da ich Verwachsungen am Darm habe (endo-bedingt), muss ich vorsichtig sein - wie wohl die meisten Endo-Frauen.  Deswegen heistt bei allen Opiaten/ Opioiden/ Morphinen: Vorsicht!  Immer die Verdauung im Auge behalten!

Bzgl evtl Spätfolgen sind meines Erachtens die Opiate immer erste Wahl.  Leider streiten sich die vermeintlichen Fachleute darüber immer noch.  Ist wohl nach wie vor "Geschmackssache".

Alles Gute!

albea



Schmerztherapie
loki

Liebe Jamin, es freut mich, dass Du Dich so sehr um Deine Freundin bemühst. Ich persönlich kann Euch nur raten - lasst Euch dringend eine Zweitmeinung geben  - falls noch nicht geschehen Endozentrum Stufe 3. Schmerztherapie ist begleitend sehr sinnvoll - aber keine Dauerlösung - sondern nur zur Überbrückung!. Bzgl. der Schmerzpflaster kann ich Dir aus beruflicher Erfahrung mit schwerkranken Krebspatienten und auch anderen schwerkranken Menschen sagen: dies ist keine Dauerlösung - ist super, da es nicht über den Magen geht wie Tabletten etc - aber es sind Betäubungsmittel!!!! Also Vorsicht. Dies muss unbedingt mit einem Schmerztherapeuten etc. gut abgeklärt werden und auch die Dosierung. Ist bei jedem anders  - ebenso die Stärke. Was die extremen Schmerzen Deiner Freundin betrifft - dies gehört dringend abgeklärt  - falls noch nicht geschen - u.a. in Bezug  nochmal auf Endo - aber auch in viele andere Richtungen  z.B. Fibromyalgie, Stoffwechselstörungen, Ernährungs/Nahrungsmittelprobleme,  endokrinologische Störungen, Schilddrüse, neurologische Ursachen .. etc.  Es gibt soviele Möglichkeiten und es kann ein sehr langer Weg sein bis man die Ursache findet. Auch wenn nicht gerne gehört - bei solchen Probleme sollte unbedingt psychologische Begleitunterstützung genommen werden. Das hat nichts damit zu tun - man wäre psychisch krank oder hätte Depressionen - man kann solche Probleme nicht alleine bewältigen. Dies alles sollte und wird normalerweise in einem guten Endozentrum individuell besprochen und abgeklärt. Ich persönlich nutze begleitend viele alternativ Therapie wie Osteopathie, Physiotherapie - tut mir beides sehr gut - habe auch schon Akkupunktur, Fußreflexzonenbehandlung etc. getan. Ist alles gut und auch sinnvolle Unterstützung. Leider muss man halt vieles selbst bezahlen - wenn man nicht privat versichert ist. Mir war es dies aber wert - habe lieber woanders gespart, da mir diese Behandlungen viel geholfen haben es erträglicher werden zu lassen. Persönlich hilft mir jetzt die Hormontherapie am besten - habe lange gezögert ...aber jetzt sehe ich das es bei mir Sinn macht - trotz Nebenwirkungen. Homöopathie oder ähnliches  hat mir leider nicht geholfen. 

Ich wünsche Euch viel Glück, Kraft  und alles Gute einen Weg zu finden, der das Leben für Deine Freundin erträglicher macht. Kann dies so gut nachvollziehen. Man kann es nicht verstehen was da abläuft und vorallem wenn keine Veränderung/Besserung in Sicht ist - das macht so was von mürbe. 

Sorry - ich habe Deinen ersten Kommentar nicht gelesen  - habe leider zu wenig Zeit und antworte nun spontan auf diesen. 

VG

PS  - Sorry habe gerade noch gelesen, dass Du mit dem Gedanken spielst - die Antworten hier aus dem Forum der Schmerztherapeutin vorzulegen. Vorsicht... hier sind Antworten von Laien/Betroffenen und jeder ist ein Individualfall!  Dies kann sich in Bezug auf Zusammenarbeit und Vertrauen mit der Ärztin sehr negativ auswirken. Es muss gut überlegt sein was man sagt. Fragen und Vorschläge - Gedanken - jederzeit  - aber immer richtig anbringen und überlegt anbringen.Es gibt einige Ärzte, die sehen dieses als Vertrauensbruch  - das ist für die weitere Behandlung nicht gut - dann muss man sich besser jemand anderen suchen - aber es gibt auch Ausnahmen, die für Vorschläge und Kritik offen sind.. aber wirklich selten.



Nimmt deine Freundin schon
Hockeyspielerin

Nimmt deine Freundin schon irgendweche Schmerzmittel?

Wenn nicht steigt man eher mit Novlagin (Tropfen oder Tabletten, Wirkstoff Meadiazol oder so ähnlich) ein, da diese auch etwas entkrampfend wirken.

Dazu Ibu, Naproxen (zweites soll besser verträglich sein) oder so als Bedarfmedikation.

 

Stufe 2 wäre z.B. Tilidin retard oder Tramadol retrad Tabletten.

Kein Arzt wird sofort mit den Pflastern einsteigen. Such mal nach den WHO-Stufenschema. Ich vermute, der Arzt bekommt sogar Probleme, wenn er gleich mit Stufe 3 beginnt...

 

Stufe 3-5 als Minimum rechtfertig keinen Einstieg bei maximum. Ich habe auch Dauerschmerzen gehabt. Mit Tilidin retard + an den Zyklusangepaßten novalgin geht es den Großteil der Zeit.

 

Auch sind die Pflaster wohl nicht gut "dosierbar". Tabletten kann man (außer retard) auch kurzfristig anpassen (mal mehr, mal weniger nemen).

 

Schmerzen sind zerstörend, aber man brauch auch nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Wobei die Ursache der Schmerzen den Schmerztherpeuten nur zweitrangig interessieren sollte. Wenn man die ursache nicht beheben kann, lautet das Ziel, möglcihst wenig Schmerzen bis Schmerzfreiheit.

 

Wünsche euch viel erfolg!



Hallo, Ich nehme im Moment
OP.feger

Hallo,

Ich nehme im Moment 2x tgl. Celebrex 200. Bin damit zwar nicht ganz schmerzfrei, kann aber gut damit leben. Bei mir ist schmerztherapie etwas schwerer, da ich diverse Allergien habe und seit der letzten OP kaum Darmperistaltik.

 

 



Es hagelt Fragen & Antworten :-)
Jamin

Vielen Dank für eure Antworten und Ideen, ich will mal versuchen auf alle einzugehen Smile . Generell wäre es übrigens gut zu wissen was ihr für Beschwerden habt / hattet und ob dauerhaft oder mit symptomfreien Intervallen.

@ roxi

Wir haben in ein paar Wochen noch einen Termin in einem Schmerzzentrum und hoffen, dass dort die Behandlung eher beginnt und die Wartezeiten zwischen den Terminen nicht 2 Monate betragen wie bei dem bisherigen Schmerztherapeuten.

Einen guten Gyn zu finden, der sich auch mit dem Thema Endometriose auskennt, ist hier nicht so einfach. Wir wollen überhaupt auch erstmal einen guten Allgemeinarzt bei dem alles zusammenläuft, denn auf ihrer Odyssee war meine Freundin immer bei Allgemeinärzten die nur mit den Schultern gezuckt haben und null Ideen hatten, nicht mal irgendwohin überwiesen haben und das trotz der geschilderten Beschwerdelage. 

Mich würde interessieren wie deine aktuelle medikamentöse Dauertherapie aussieht und wo sie stattfindet? Außerdem interessieren mich deine Erfahrungen mit dem Fentanylpflaster.

 

@ albea

 „ … ob der Schmerztherapeut tatsächlich diese Erfahrung braucht, denn behandeln soll er ja die Schmerzen, die Deine Freundin ihm beschreibt“

Genau das denke ich auch, deswegen ist es schlimm uns erstmal 2 Monate warten zu lassen bis er sich mal mit dem Thema befasst hat und dann eventuell wieder sagt, nun ja da weiß ich auch nicht weiter. Es reicht wirklich langsam mit den schlechten Erfahrungen.

„Bzgl. evtl. Spätfolgen sind meines Erachtens die Opiate immer erste Wahl“

Auch hier gebe ich dir nach ausgiebiger Recherche Recht. Wenn man weiß worauf man achten muss sind es gut verträgliche Dauermedikamente deren bewusstseinstrübende Nebenwirkungen sich meist nur auf die erste Woche der Einnahme beziehen.

Wie stark die Leber bei einer Dauermedikation mit Opioiden im Vergleich zu Hormonpräparaten in Mitleidenschaft gezogen wird wäre auch mal interessant.

 

@ Schlossherrin

Die Zweitmeinung von einem Endozentrum Stufe 3 war: nochmal Laparoskopie.

Nun habe ich aber gelesen, dass damit nichts gewonnen ist. Meine Freundin hat Endo Grad 2, keine großen Zysten oder sowas, nur winzige Herde die soweit sichtbar entfernt worden sind. Die Dauerschmerzen haben sich dadurch nicht verändert und selbst wenn sie weg gewesen wären, würden sie nach 6-12 Monaten wieder auftauchen und eine erneute Laparoskopie stünde an, das bestätigte der Arzt ebenfalls. Ich habe mittlerweile mehrere Beiträge von Frauen gelesen, die sich im 16 Monate Rhythmus operieren lassen und finde das ungeheuerlich. Der Arzt aus dem Endozentrum bejahte deswegen die Frage ob eine dauerhafte Schmerzbehandlung in diesem Fall sinnvoll wäre.

Sonst wurde medizinisch schon sehr viel abgeklärt und auf deine angesprochenen Punkte bezogen gab es folgende Ergebnisse:

- Ernährungs- /Nahrungsmittelprobleme: in Arbeit – Prognose: sehr unwahrscheinlich

- Hormonstatus wurde 1x durch Blutuntersuchung geprüft, alles Ok.

- Schilddrüsenwerte + Ultraschall ok.

- Fibromyalgie wurde von einem Arzt auf Nachfrage ausgeschlossen (keine Ahnung ob man das einfach glauben soll oder ewig weiter nachhaken muss)

-> Müsste man da jetzt nochmal zu einem speziellen Endokrinologen wenn bei den oben  genannten Punkten keine Auffälligkeiten auftauchen?

- Neurologische Ursachen nicht geprüft, wo müsste man sich denn da hinwenden, an einen normalen niedergelassenen Neurologen und braucht man da eine ärztliche Überweisung?

- MRT, Darm und Magenspiegelung waren immer „recht“ unauffällig.

- Alternative Heilverfahren wurden ausreichend und kostenintensiv durchprobiert ohne Verbesserung der Symptome, leider nicht mal eine Placebo Effekt Wirkung.

Da die Hormontherapie immer noch eine Option wäre, würde ich gerne wissen, wie deine Erfahrungen damit sind und ob du auch jeden Tag Schmerzen hattest, die sich nun unter der „Pille“ in Wohlgefallen aufgelöst haben. Mit welchen dauerhaften Nebenwirkungen hast du zu kämpfen?

 

@ Hockeyspielerin

Alle nicht Opioiden und pflanzlichen Medikamente hat sie erfolglos durch und somit stünde direkt Stufe 2 an. Deswegen war die Schmerztherapeutin wahrscheinlich etwas überfahren als wir mit diesen vollendeten Tatsachen bei Ihre ankamen.

Ich hoffe jedoch, dass wir mit der Schmerztherapeutin nicht noch 2 Jahre weiter langsam die Schmerzmedikamente durchgehen bis die Schmerzen mal erträglich werden. Warum kann man sich nicht von einer recht sicheren Dosis die die Schmerzen beseitigt nach unten arbeiten, finde ich humaner.

Die Schmerztherapeutin wollte in dem Fall auch vorsorglich alle Opioid Therapien schlecht reden und meinte, dass die Dosis immer weiter gesteigert werden müsste weil der Körper versuchen wird die Schmerzen wieder spürbar zu machen und deswegen die Intensität steigern wird.

Ist bei Endometriose Dauerschmerzen wirklich eine Gewöhnungseffekt bei Opioiden beobachtet worden und wie sind da eure Erfahrungen, müsst ihr regelmäßig eure Dosen steigern?

Abgesehen davon wäre eine Steigerung der Dosis auch logisch wenn sich die Endometriose weiter ausbreitet und noch mehr Nervenstränge befällt.

 

@ OP.feger

Danke für die Information über deine Medikation. Deine Situation scheint ja auch ziemlich verfahren, meine Freundin hat bisher nur auf Novaminsulfon allergisch reagiert… aber Opioide hatte sie ja bisher noch nicht, mal schauen. Wie viele OPs hattest du denn schon und waren es alles Laparoskopien aufgrund wuchernder Endoherde?

 

Ich werde euch natürlich über die Entwicklung auf dem Laufenden halten und nicht einfach ohne Kommentar verschwinden wenn alles wieder gut läuft. Das ärgert mich bei manchen Beiträgen im Internet generell weil man dann nie weiß was aus dem Fall geworden ist / was geholfen hat.

Danke nochmal fürs Mitüberlegen, es ist schön wenn man etwas Hilfe bekommt
Benjamin



Antwort
OP.feger

Hallo Jamin, 

ich habe mehrere Laparaskopien hinter mir und im Januar habe ich die Gebärmutter mittels Laparatomie ( Bauschnitt) entfernt bekommen, da ich auch Adenomyomatosis hatte und keine Hormone mehr nehmen durfte, da ich durch Gendefekte zu Thrombosen neige. Leider habe ich ca. 6-8 Wochen nach der letzten OP bei der auch Verwachsungen und Endometriose im Bauchraum entfernt wurde wieder Endometriose und Verwachsungen. Jetzt hat mein Hausarzt mich auf Celebrex200 Tabl. eingestellt,  so kann ich wenigstens arbeiten gehen und mein Leben einigermassen leben. Ausserdem bin ich seit 8Wochen bei Dr. Bühler in Saarbrücken in Behandlung,  er versetzt mich in künstliche Wechseljahre, das ist das einzigste Hormonpräperat was für mich in Frage käme, wegen meinem Gendefekt. Ich bin voller Hoffnung das ich wenigstens ein einigermaßen normales Leben führen kann. Hab das erste Mal wieder etwas Hoffnung und Fühle mich gut aufgehoben. Er hat mir auch ehrlich gesagt das er was gegen die Endometriose machen kann, aber die Probleme durch die Verwachsungen werden bleiben. Ich weiß nicht in welcher Gegend ihr wohnt, aber es rentiert sich auch etwas weiter zu fahren, es sind bei mir 100km, die ich alle 4 Wochen fahre.

Was auch wichtig ist, nicht verzweifeln. Ich weiß es ist schwer, aber alles wird leichter wenn man sich sagt ich hab die sch...und ich werde damit jetzt leben und versuche das beste daraus zu machen. Las dich von der Erkrankung nich unterkriegen,  dann wird es nur schlimmer.

LG und Kopf hoch 



Hallo Benjamin!   hattest
Hockeyspielerin

Hallo Benjamin!

 

hattest Du schon mal geschrieben aus welcher Gegend ihr kommt? Vielleicht kann man Euch dann bessere Arzttipps geben.was neben Schmerzmitteln oft ein (zeitlich begrenzter) Weg zu weniger Schmerzen ist: künstliche Wechseljahre (enatone mit add-back wie Femoston). Ich hatte damit kaum Nebenwirkungen. Manchmal etwas Hitzewallungen, aber es war Winter ;-) sind halt Hormone, die die Ostrogen-Produktion komplett platt machen. Mei  Arzt sagte auch, wir machrn das jetzt, damit ich mich mal von den Schmerzrn erholen kann und wieder zu kräften komme (man wußte lange nichts von der Endometriose, daher lange unbehandelte Schmerzen). Es tat gut m weniger Schmerzen zu haben.jetzt zu den Schmerzmitteln: vielleicht solltet ihr nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und Stufe 2 oder mehr Medikamente fordern, sondern suflisten was versucht wurde und nicht ausreichte oder Unverträglich war.dann üßte der von ganz allein auf Tramadol retard oder Tilidin retard kommen.diese beiden dürfen auch Hausàrzte verschreiben. ACHTUNG: ES MÜSSEN DIE RETARD-TABLETTEN SEIN.in der Reha hieß es Tramadol retard wàre die Wahl bei Endo. Ich bekams auch erst, hatte aber zu einschränkende Nebenwirkungen (sah verscheommen).man steigt bei beiden mit 50mg ein. Am besten 1-2 Woche  nur abend nehmen (soll anfsngs oft zu Übelkeit und Scheindel kommen, hatte ich bei beiden nicht). Wenn das klappt, da   morgens und abend. Ich werde meistens alle 8 wochen ejnbestellt beim Schnerztherapeuten, bei starken Schmerzen früher. Durch das retard dsuert es ein paar Tage bis sich ein Pegel aufgebaut hat (einnahme immet alle 12 Stunden). Ich fand die zeitweise Einstellung suf alle 8 Stunden nicht so praktikabel. Seit die gleiche tagesDosis auf 2 mal Tag geändert wurde gehts besser.allein schon mit den Tilidin rerard 50mg jeweils morgens und abends (plus novalgin oder sonst was aus Stufe 1) gingen die Schnerzen schon zurück. Weg noch nicht, aber erkennbar weniger. Dan. Wurde halt erhöht und die Daurrschmerzen wurden weniger. Die Schmerzspitten (Regelschmerzen) sind besser, aber nicht weg.bei mir kam abet erschwerend hinzu, ich habe anfangs noch die Pille genommen und die irgendwann abgesetzt, so daś da immer msl angepaśt werden mußte.gegen Krämpfe und Schmerzspitzen hilft Naproxen bri mir ganz gut. Tramad retard und tilidin retard kann man nicht sofort in hoher Dosuerung geben, die muß msn langsam einschleichen. Und 2 Jahre dauette es bei mur nicht. Ein anderer Schmerztgerapeut hätte das Tilidin retard etwas schnelker gesteigert. Ich wünsche Euch viel Erfolg.  

 



Meine Hausärztin achtet
albea

Meine Hausärztin achtet darauf, dass die Leber gut unterstützt wird (homöopathisch) und hat mir empfohlen, grundsätzlich etwas zur Entgiftung nehmen.  Ich nehme täglich Tropfen, die helfen, die Leber "zu entgiften". 

Bislang waren meine Werte immer in Ordnung.

Alles Gute!

albea



Hallo Jamin, ich habe vor
roxi

Hallo Jamin, ich habe vor 11/2 Jahren eine Schmerzpumpe bekommen. Vor ca. einem Jahr habe ich begonnen meine derzeitige Medikation auszuschleichen, weil ja das Medikament der Schmerzpumpe wirken soll. Damals nahm ich  täglich 3x MST 60mg und 3 x Gabapenthin1200mg, dazu alle 2 Tage ein Fentanylpflaster 75 μg. Der Entzug war furchtbar, ich möchte es nicht nochmal durchmachen. Sollten die Schmerzen jedoch extrem schlimmer werden, würde ich wieder Fentanylpflaster kleben.  

Wie geht es Deiner Freundin?

Liebe Grüsse roxi 



alternative Schmerztherapie
Aniya

was du da schreibst, klingt ziemlich übel und gehört auf jeden Fall nochmal ärztlich abgeklärt! Wenn deine Freundin aufgrund der chronischen Schmerzen zusätzlich Depressionen entwickelt, dann habt ihr es mit einem zweiköpfigen Ungeheur zu tun. Man weiß nicht, was man zuerst behandeln soll . Was meine Vorgänger schreiben, klingt auf jeden Fall alles sehr hilfreich. Wenn die hormonelle Behandlung nichts bringt, dann wäre eine Operation der nächste Schritt, hat zumindest mein Arzt erzählt. Bis allerdings solche Entscheidungen zu hormonellen Therapien oder Operationen getroffen werden, kann viel Zeit ins Land ziehen - eigne Erfahrung Cry Da deine Freundin unter anscheinend wahnsinnigen Schmerzen leidet, wäre vielleicht eine alternative Schmerztherapie eine gute Wahl für sie. So kann sie die Zeit bis zu einer vernünftigen Behandlung schmerzlos überbrücken.  Mir hat die Tenstherapie sehr gut geholfen. Da wird mittels Reizstrom die Schmerzweiterleitung zum Hirn gestoppt und zusätzlich der Bauch massiert.  Ich nutze das Gerät regelmäßig und bin sehr zufrieden. 

 Natürlich soll deine Freundin das Ganze vorher ärztlich absprechen, aber die Tenstherapie ist ein anerkannte Schmerztherapie bei endometriose. liebe Grüße und gute Besserung!Smile



Dir ist aber schon
Meike

Dir ist aber schon aufgefallen, dass der letzte Beitrag fast zwei Jahre alt ist?