Mirena, letzte Chance sonst Total OP?
salixe

hallo ihr lieben. wie die meisten hier, bin auch ich sehr verzweifelt.

meine endo wurde vor 3 jahren bei einer bauchspiegelung festgestellt. ich hatte massive verwachsungen im douglas, die op dauerte 6 stunden, das komplette bauchfell wurde abgezogen, die eierstöcke aus der bauchdecke präpariert und und und. nach der op wurde ich sofort auf die visanne eingestellt. trotz visanne begannen meine beschwerden schon 3 monate nach op von neuem. wir warteten etwas zu, aber der zustand wurde schnell wieder so schmerzhaft das ich nur dank tramal und fentanyl einigermaßen lebensqualität hatte. wir begannen mit einer enantone therapie. diese schug zunächst wunderbar an, aber nach 9 monaten meinte meine gyn, das wir das in der form aber nicht ewig machen könnten und in eine add back therapie abwandeln müssten. ich bekam fem conti pflaster dazu. vom ersten pflaster an ging es mir miserabel. die schmerzen kamen wieder, meine verdauung spielte wieder verrückt, sex tat wieder weh. kurzum, das volle programm. wieder nahm ich opiate und fühlte mich von 5 arbeitstagen mindestens 2 pro woche im grunde nicht fähig zu arbeiten. sie schickte mich erneut in die klinik zur bauchspiegelung. die op dauerte 9 stunden. wieder war das gesamte bauchfell duchsetzt und wurde abgezogen, die gebährmutter war auch verdickt und uneben in der struktur. nach der op empfahl man mir dringend die mirena, da die mittel nun ausgeschöpft seien. meine kasse wollte sie allerdings nicht übernehmen und ich wechselte, beantragte bei der neuen kasse nochmals. in der zwischenzeit bekam ich wieder zur überbrückung die visanne, es gig mir von monat zu monat wieder schlechter.

vor 4 wochen habe ich die mirena gelegt bekommen. es war der blanke horror. beim legen dachte ich, ich muss sterben. 2 tage konnte ich kaum gerade stehen, saß immer wieder im kalten schweiß und bekam die schmerzen raum runtergedrosselt. nach wenigen tagen kam übelkeit hinzu, essen ekelte mich nurnoch an. in der folgewoche bekam ich eindeutig eitrigen ausfluss, eine antibiose wurde nachgeschoben. in der 2. woche wurde es deutlich besser und ich begann zu hoffen. in der 3. woche hatte ich das erste mal wieder sex der damit endete das ich vor schmerz völlig gelähmt im bett lag und heulte. sofort sollte ich anderen tags bei der gyn vorstellig werden, sie vermutete das das ding verrutscht ist. das war nicht der fall, aber an beiden eierstöcken waren mehrere zysten, alle eingeblutet und zwischen 3 und 7 cm groß. sie vermutete das eine davon geplatz ist und vertröstete mich damit, das ich in 2 wochen zur kontrolle kommen soll. die zysten sollten von alleine wieder weg gehen. das war vergangenen donnerstag.

gestern bekam ich von jetzt auf gleich so starke schmerzen die krampfartig kamen (ich dachte an wehen), das ich 2x umgekippt bin. 8 novalgin und 2 palexia später war es einigermaßen erträglich.auch heute geht es mir wieder so schlecht, das ich objektiv betrachtet nicht arbeiten sollte.heute mittag habe ich gegessen und mit einem mal kam mir das essen wieder hoch, ohne übelkeit, ohne vorwarnung und 5 minuten später konnte ich weiter essen als sei nix gewesen. das kann  doch alles kein dauerzustand sein, das ich mich tag um tag wie ein schluck wasser in die arbeit quäle. ich muss viel stehen, schwer heben und den kopf zusammenhalten. das bekomme ich kaum noch hin und ich habe langsam wirklich angst, meinen job zu verlieren der eigentlich ein wahrer 6er im lotto ist und mich unglaublich glücklich macht.

meine gyn sagt immer nur, ich müsse geduld haben. wie lange, das kann mir niemand sagen. ich hatte von anfang an das gefühl, das die mirena zum scheitern verurteilt ist und habe seit der letzten op eigentlich nurnoch den einen wunsch: ich will das alles da raus haben! ich weiß, das eine total op kein garant ist, aber es wäre eine chance... so wie es ist, kann ich nicht noch ein paar jahre weiter machen. das geht mir völlig an die substanz! ich hatte noch nie einen kinderwunsch, bin jetzt 32 und will so nicht bis zu meinen wechseljahren herum kräpeln. zudem hat mein partner schon einen sohn und will keinesfalls mehr noch ein kind, unsere entscheidung steht. nur wollen die ärzte mich lieber noch jahre lang mit weiteren hormonen zupumpen und herumdoktorn. ich bin seit 4 wochen 1-2 mal die woche bei meiner gyn (die obendrein auch noch 50 km weg ist) die immer nur schallt und mir sagt: dauert halt noch was. donnerstag habe ich einen termin in einer anderen praxis. ich möchte mir eine 2. meinung einholen.

wie seht ihr das? wie lange braucht die mirena bis ich mit sicherheit sagen kann ob das zukunft hat, oder eben nicht? warum kann man in deutschland als frau nicht selber entscheiden, was mit dem körper passiert?!



Ich hatte die Mirena von
albea

Ich hatte die Mirena von Juni 2014 bis März diesen Jahres.  Meine Gyn hat mir bereits vorher gesagt, dass es 9 bis 12 Monate dauern kann, bis sich der Körper wirklich darauf eingestellt hat und sich eine positive Wirkung einstellt.

Ich habe beim Legen der Mirena übrigens kaum bis gar keine Schmerzen gehabt, es war lediglich etwas unangenehm.  Nach den Horrorgeschichten, die ich vorher gehört hatte, war ich auf ein traumatisches Erlebnis gefasst und dann habe ich kaum mitbekommen, dass es schon vorbei ist.  Seitdem denke ich, wenn ich Erfahrungen wie Deine höre, dass es entweder anatomische Gründe für die Schmerzen gibt (eben z B weil -noch- keine Geburt stattgefunden hat) oder ansonsten "etwas nicht in Ordnung" ist - was auch immer.

Nach dem Legen der Mirena hatte ich für einige Wochen immer wieder Unterleibskrämpfe und eigentlich durchgängig während der gesamten Zeit Schmierblutungen.  

Ich hatte anfangs das Gefühl, die Beschwerden würden nachlassen ... das währte jedoch nicht lange.  Sehr bald ging es mir deutlich schlechter.  

Wir dachten: ok, die Wirkung der Mirena reicht eben doch nicht aus.  Und so haben wir noch die Enantone "draufgesetzt".  4 Monate habe ich jeweils monalich die Enantone gespritzt bekommen, doch auch unter dieser Behandlung nahmen meine Schmerzen nur noch mehr zu, die Beschwerden insgesamt (vor allem ein furchtbarer Schwindel, der mich irgendwann nahezu ans Bett/ die Couch fesselte, weil ich kaum ein paar Schritte allein gehen konnte, massive Zahnfleichprobleme etc etc) wurden extrem und zu allem Überfluss schien es, als wenn mein Körper sich nach Kräften gegen diese ganzen Hormone wehrte und ich hatte meinen ganz normalen Zyklus mit Blutungen (wenn auch schwächer).  Eine Blutanalyse erbrachte, dass trotz der Enatone keine Down-Regulierung der Östrogene stattgefunden hatte, wie es eigentlich hätte sein sollen.

Also habe ich die Enantone-Behandlung abgebrochen und hatte dann "nur noch" die Mirena liegen.

Ich wartete und hoffte, dass es mir ohne Enantone wieder besser geht ... und es wurde etwas besser, blieb aber insgesamt schlecht auf "hohem Niveau".

Im März hatte ich dann "die Nase voll" und habe für mich beschlossen: ich will das nicht mehr!  Ich habe mir die Mirena ziehen lassen und habe einige Wochen später begonnen, natürliches Progesteron zu nehmen.

Inzwischen geht es mir nicht gut, aber doch deutlich besser.

Ich kann also sehr gut nachempfinden, dass die Mirena übelste Beschwerden macht.  Auch wenn behauptet wird, sie wirke hauptsächlich lokal und die Gestagen-Dosis sei sehr gering.  Mag sein - für mich war es immer noch zuviel.

Auch ich hatte immer wieder Phasen, in denen ich ernsthaft erwogen habe, mir einfach "alles rausnehmen" zu lassen.  Heute bin ich froh, das nicht gemacht zu haben.

Gerade aktuell steht bei mir eine erneute OP an und ich sollte mich im Vorfeld damit auseinandersetzen, ob bei der Gelegenheit die GBM entfernt wird.  Nach längerem Überlegen und Rücksprache mit meiner Gyn habe ich mich dagegen entschieden.  Die GBM selbst ist bei mir zwar stark rektovertiert, aber ansonsten gesund.  Es besteht kein zwingender medizinischer Grund, sie zu entnehmen.

Ich habe das nochmals mit dem Prof, der die OP durchführen wird, besprochen und er hat gesagt, es seien pragmatische Gründe gewesen, mir die Entfernung vorzuschlagen.  Er respektiere jede Entscheidung von mir.

Ich habe mich nun gegen die Entfernung entschieden.

Als der Prof mir den Vorschlag machte, war ich ziemlich irritiert, weil ich dachte, nur eine "Total-OP" macht doch bei Endo Sinn.  Das lehnt er jedoch in meinem Alter (46) komplett ab.  

Die Folgen sind nach seiner Erfahrung unabsehbar, weil sicher eine Hormon-Ersatz-Therapie für viele Jahre erfolgen müsste.  Und das ist keine geringe Belastung für den Körper.

Ich habe das alles für einige Zeit hin und her abgewogen und bin mittlerweile - mit meiner Gyn - der Meinung, dass er Recht hat.

Eine Entfernung der GBM ist schon ein grosser Eingriff, bringt vor allem Instabilität in den Unterkörper, aber die Entfernung der Eierstöcke bringt das gesamte Hormonsystem durcheinander (und hat damit Konsequenzen für sehr viele/ alle Stoffwechselvorgänge im Körper).  

Ganz sicher gibt es Situationen/ Befunde, die kaum eine andere Möglichkeit lassen, als einen so gravierenden Eingriff vorzunehmen.

Nach meiner persönlichen Meinung sollte dann vorher aber wirklich das gesamte Repertoire an Behandlungs-Möglichkeiten ausgeschöpft sein.

Wenn Du schmerztherapeutisch so gut eingestellt bist, dass Du überhaupt noch berufstätig sein kannst, ist vielleicht eine intensive, multimodale Schmerztherapie ein Weg für Dich?  

Und wenn Du schulmedizinisch alles ausgeschöpft hast:  hast Du mal Homöopathie ausprobiert, warst beim Osteopathen, hast Deine Ernährung umgestellt, bekommst regelmäßig Physiotherapie, warst zur Reha - eben all diese "Dinge", die auch helfen können!?

Ich könnte mir ohnehin vorstellen, dass es sehr schwierig für Dich in Deinem Alter werden würde, einen Arzt/ eine Ärztin zu finden, die diesen Eingriff bei Dir vornehmen würde.

Aber vielleicht wäre ja auch ein "Kompromiss" - eben "nur" die Entfernung dr GBM - ein Weg für Dich?

Alles Gute!

albea



ich danke dir vielmals für
salixe

ich danke dir vielmals für dein ausführliches posting!

ich ernähre mich seit knapp einem jahr vegan und kohlenhydratarm. zudem bin ich bei einer klassischen homöopathin in behandlung, die mich mit schüssler salzen behandelt und mir zwischendurch quantenheilungen verpasst. dennoch bin ich immer wieder an einem punkt an dem ich ernsthaft denke das ich so einfach nicht mehr leben kann und will. ich ziehe mich aus meinem sozialen umfeld zurück, sage termine ab und will mich ständig nurnoch verkriechen. ich bin gerade etwas über 30, wo soll denn das noch hinführen? ich will leben! meine mutter hat alles entfernt bekommen, mit 34. sie ist heute 55 und hatte nie irgendwelche nachteile dadurch. der doc bei meiner letzten op war vorab als ich meinen wunsch äusserte wenig begeistert. nachdem er gesehen hat wie es in meinem bauch aussieht kam er zum gespräch und sagte mir, das dieser schritt nicht leichfertig gegangen werden sollte aber er bereit wäre wenn die mirena auch nicht anschlägt den schritt mit mir zu gehen. ich weiß, das dann in einigen jahren andere probleme auftreten können. aber ich muss JETZT zurecht kommen, arbeiten, mein leben aufbauen und funktionieren. mit 50 muss ich nicht mehr um meine existenz kämpfen!



Liebe Salixe, ich kann Deine
albea

Liebe Salixe,

ich kann Deine Gedanken absolut nachvollziehen!  Und ich habe ja schon geschrieben, es mag Befunde geben, die diesen wirklich gravierenden Schritt notwendig machen können.

Wenn Du bereits einen Arzt hast, der Dich darin begleiten und den Eingriff durchführen würde ... dann hast Du vielleicht bereits den Richtigen für Dich gefunden.

Das Für und Wider muss immer gut abgewogen werden.  Wenn Dir die Konsequenzen alle bekannt sind und derzeit einfach keine weitere Behandlungsmöglichkeit zu sehen ist ... tja, dann ist es vielleicht Dein Weg.

Und es gibt, zum Glück, diese positiven Beispiele, bei denen keine negativen Folgen aufgetreten sind.

Du hast völlig Recht, Du lebst jetzt und musst irgendwie in Deinem Leben zurecht kommen!

Trotzdem denke ich, wenn Dein Gefühl nicht völlig dagegen spricht, solltest Du der Mirena noch ein wenig Zeit geben.  Wie gesagt, meine Gyn hatte mir bereits vorher gesagt, ich solle mit mindestens 6 Monaten rechnen, bis sich eine positive Wirkung einstellt, und insgesamt 9 bis 12 Monate, bis die volle Wirkung einsetzt.  Ich habe mich durch die Zeit durchgequält - und habe es, muss ich zugeben, bereut, denn mein Gefühl hatte von Anfang an recht.  Ich wollte halt nichts unversucht lassen.

Alles Gute!

albea



ich habe ein halbes jahr
salixe

ich habe ein halbes jahr gekämpft für diese spirale, sogar die krankenkasse gewechselt und es wurde ein gutachten erstellt, nur damit ich das ermöglicht bekomme. ich hatte natürlich nicht vor, das dann gleich wieder über den haufen zu werfen, ganz im gegenteil.

aber ich habe aktuell wirklich den eindruck, das sich mein körper da vollkommen und total gegen sperrt. selbst unter enantone, was laut meiner gyn heftigste nebenwirkungen haben soll ging es mir immer gut. ich hatte bei all dem künstlichen hormonmist nie den eindruck, das mein körper da ein großes problem mit hat. jetzt hingegen schon. seit einigen tagen habe ich fürchterlichen juckreiz am ganzen körper, kann kaum schlafen weil ich mich blitig kratze. in der axel und unter den brüsten bilden sich gerade dicke, rot nässende kreisrunde exeme die nicht jucken sondern brennen wie feuer. mein ganzer scheidenbereich ist rot angeschwollen und die haut nässt. mir ist permanent übel, heute habe ich mich vom zähneputzen übergeben. und das alles, wo meine gyn mir sagte das gerade die mirena deutlich weniger nebenwirkungen haben soll als alles was ich bisher hatte weil sie ja "nur" lokal wirken soll. das macht mich einfach extrem unsicher. meine haare sind fettig, die korpfhaut schuppt und bildet schorf, ich habe pickel am hals und den brüsten obwohl ich nie pickel hatte, selbst in der pubertät kaum. ich jucke und jucke mich, vornehmlich an den beinen. das kann ich doch nun nicht 9-12 monate aushalten in der hoffnung das es besser wird? gestern hatte ich wieder so starke schmerzen das mir schwarz vor augen wurde.... diese zsysten scheinen ordentlich weh zu tun (und auch zysten hatte ich noch NIE) .ich hab das ganz, ganz heftige gefühl das das nichts wird.



Ich kann nach meinen eigenen
albea

Ich kann nach meinen eigenen Erfahrungen nur den grundsätzlichen Tip geben: vertrau Deinem Gefühl!

Wenn ich eines von dieser Erkrankung gelernt habe, ist es, mir selbst und meinem Gefühl mehr zu vertrauen und auch danach zu handeln.  Was natürlich nicht heisst und nicht heissen darf, blind jedem Impuls sofort und immer zu folgen.  Den Eindruck habe ich bei Dir allerdings nicht.

Zu den von Dir beschriebenen NW kann ich nur sagen, dass ich das absolut nachvollziehen kann.  Unglaublich, was dieses kleine Ding mit mir und meinem Körper angestellt hatte ... Ein Arzt wird darüber wahrscheinlich den Kopf schütteln.  Sei einfach drauf gefasst.

Alles Gute!

albea



das bin ich, habe um 4
salixe

das bin ich, habe um 4 meinen termin zur 2. meinung.

ich habe mir gestern schon den beipackzettel der mirena ausgedruckt und gemarkert, bevor es nur wieder heißt "das kann alles nicht sein". vielleicht bin ich ja nachhher auch vollkommen überrascht und einen guten schritt weiter. 



Bin gespannt, was dabei
albea

Bin gespannt, was dabei herausgekommen ist.

albea



ich danke dir vielmals das
salixe

ich danke dir vielmals das du mir "zuliest". ich fühle mich so vollkommen allein und verlassen mit all dem mist, der termin gestern hat mich noch mehr in die enge getrieben.

 

der arzt war super nett. er hat sich fast 1 1/2 stunden zeit für mich genommen. er ist kein fan der mirena, hat sie wohl auch noch nie eingelegt. demnach weiß ich nicht, wie ich seine aussagen in bezug auf die spirale werten soll. seiner meinung nach gehört das ding raus, am besten sofort. er sagt, so wie ich aussehe zeigt das deutlich, das ich damit keinesfalls zurechtkomme. die nebenwirkungen könnten in den ersten 1-2 wochen auftreten, aber nach 4 wochen sollte eigentlich schon eine deutliche besserung eingetreten sein. er denkt, das das vorhaben gescheitert sei und ich mir noch maximal 2 wochen überlegen soll op ich da noch zuwarte. laut seiner aussage sei das mittel für mich absolut ungeeignet, da die mirena ja ganz lokal in der gebährmutter wirkt, meine endo ja aber im douglas säße wo die hormone garnicht hin kämen. die tatsache, das ich nun endo bedingte zysten hätte sei vollkommen beweisend, das die endo sich gerade freut und munter wuchert. auch das das so schnell nach absetzen der visanne so heftig wird sei alarmierend. ich fragte ihn, wie er denn weiter verfahren würde, er lehnte sich zurück und meinte nachdenklich das das die frage aller fragen sei. es gäbe noch eine 3 monatsspritze, kostspielig, schlecht verträglich und auch da sei nach 9 monaten schluss. alternativ sei ich ja selber schon so weit alles raus haben zu wollen. auch das sei ja aber letztenendes auch nur ein parkt mit dem teufel. mag sein, das alles super wurd, mag aber bei meinem befund auch sein das die endo dennoch weiter wütet weil sie eh schon überall sitzt. zudem käme dann irgendwann mit hoher wahrscheinlichkeit die osteoporose dazu und ich hätte sowohl bauch als auch knochenschmerzen. die andere alternative seien noch langfristig opioide, die mir irgendwann leber und niere zerschießen. es-sei-einfach-scheiße (o-ton). er sagte mir, bei meinen befunden wisse auch er kaum, was richtig und falsch sei. ich müsste davon ausgehen, das ich wohl vermutlich niemals gesunden würde und auch eine besserung nur von kurzer dauer sei. die medizin sei da einfach noch kein stück weiter. im klartext: nun habe ich zum 3. mal gesagt bekommen : ist so, find dich damit ab (und genau das ist keine option).

er sagte mir, wenn ich den weg mit der op gehen möchte sei er bereit mir das zu bescheinigen, die entscheidung könne und dürfe nur ich treffen. er gab mir gestern eine überweisung zur op vorbereitung im hiesigen krankenhaus mit. aber er sagte auch, das bei dem ausmaß in meinem bauch die frage sei, ob die mich im krankenhaus hier mit offenen armen empfangen. es könne gut sein, das die mich nicht operieren weil es ihnen zu heikel sei mit den ganzen vorberichten und verwachsungen und und und.

ich habe heute morgen schon versucht dr morgenstern zu bekommen der mich in köln operiert hat. er sagte ja, wenn mirena auch nix gibt solle ich mich melden und wir holen alles raus. ich will ihn nochmal dazu befragen, wie lange ER der mirena noch geben würde. fest steht für mich, mit dem ganzen künstlichen hormonscheiß werde ich keinerlei experimente mehr machen. das thema ist für mich echt durch. wie es weiter geht... keine ahnung. ich sag´s wie es ist. ich bin maßlos überfordert. wenn selbst die ärzte mir sagen das sie nicht wissen, wie sie mir helfen können, wie soll ich dann entscheiden was richtig ist? ich fühle mich alleingelassen und bin heute permanent kurz vor dem heulen. 



Oh je, das tut mir ganz
albea

Oh je, das tut mir ganz furchtbar leid!

Und da kannst Du Dich auch nur überfordert und allein fühlen, wie soll das anders sein!?

Das KKH, um das es jetzt geht: ist das ein Endo-Zentrum?

Warst Du vielleicht schon in (anderen) Endo-Zentren, um die noch andere Meinungen einzuholen?  (Sorry, wenn Du es schon geschrieben hast ... hab nicht alles parat.)  Manchmal hat ja doch noch einer ne Idee.

Hast Du schon alternative Behandlungen probiert?  Ich weiss von einer Frau, die allein mit Akkupunktur nahezu schmerzfrei lebt.  Ich selbst nehme seit einigen Wochen -wieder- hochdosiertes natürliches Progesteron und meine, eine Verbessserung der Symptome zu bemerken.  Bin da noch etwas unsicher ...

Will nur sagen: irgendwas geht immer!  Aufgeben gilt nicht!

Und ich möchte Dir gerne die Angst vor Opiaten/ Opioiden nehmen.  Wenn starke Schmerzen da sind, kommt man ohne Schmerzmedis nicht aus, das ist klar.  Die Frage kann dann nur noch sein: welche?  Und die meisten können wirklich gravierende Spätfolgen haben.  Gerade die Opiate gelten in dieser Hinsicht als ausgesprochen verträglich.  Und insbesondere die Gefährdung der Nieren habe ich in diesem Zusammenhang so noch nicht gehört.  Im Gegenteil: sowohl ein Schmerztherapeut, bei dem ich mal war, als auch meine Ärztin haben mir gesagt, lieber Opiate als was anderes.  Mal ganz davon abgesehen, dass die anderen "üblichen Verdächtigen" gar nicht mehr geholfen haben.

Bin deswegen etwas irritiert über die Aussage des Arztes.  Das würde ich so nicht eins zu eins für bare Münze nehmen.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du zunächst mal zur Ruhe kommen kannst und dann einen Weg für Dich findest!

Alles Gute!

albea



ich vertraue schon lange
salixe

ich vertraue schon lange nicht mehr auf die endo zertifizierung. meine erste OP war in "DEM" endozentrum in aachen, den link hatte ich hier von dieser seite... . frau wölfler hat mich damals operiert und gemeint, das sei keine endo. sie hat deshalb auch nicht viel material eingecshickt, nur verwachsungen gelöst und die eileiter und eierstöcke aus dem bauchfell präpariert. im labor kam dann heraus das es sehr wohl endo war. keine 3 monate nach op waren meine beschweren wie eh und jeh. später dann, als es um die enantone behandlung ging schickte mich meine gyn zu dr diekert, auch seineszeichens endofachmann hier im raum weil sie eine 2. meinung wollte ob die behandlung sinn macht. auch er wies mich ab, wenn frau wölfler unter op der meinung sei das keine endo vorliege dann sei das so. er riet von enantone ab. das wir es dennoch gemacht haben war das beste was meine gyn bisher entschieden hat, denn nur da ging es mir wirklich gut.

meine letzte ob war dann bei dr morgenstern in köln.



Dito sehr ähnliche
Elhappy

Dito sehr ähnliche Erfahrung im besagte Endozentrum nur leider mit sehr weitreichenden Konsequenzen für mich . Zur Mirena . Ich hatte 15 j eine Mirena . Ich hatte null nebenwirkungen . Für mich war es das einzigste was in Frage kam . Auf Grund von mehreren Trombosen und Hormunverträglichkeit . Die Mirena ist das ERste Mittel der Wahl bei Endo im Douglas . Wäre sie nich gewesen  hätte mein Douglas noch schlimmer ausgesehen als er eh schon war. Und wenn du sagst das du Übelkei hast von der Mirena dann muss ja was ins Blut gehen und damit auch im Douglas wirken . Oder ? den ansonsten hat dein zweitmeinungsarzt deinen Nebenwirkungen von Mirena wiedersprochen . Ausserdem ist der Douglas direkt hinter der GM sind nur durch die"Wand" getrennt . Zum Thema Gebärmutterentfernung , Ich habe keine mehr , Ich habe eigetlich noch einen Eierstock .Der ist aber Alibi. Eigetlich wollte ich nicht die Wechseljahre tja ich bin aber drine durch ein 1-2(vermutlicher) kleiner Fehler ärztlicherseits. Leider zu früh und ich hab alle Probleme die man so hat wenn man zufrüh in den Wechseljahren und bin von 0 Medis und 0 regelmäßigen Arztbesuchen bei auf 6 Medis pro Tag zweimal in der Woche zum Physiotherapeuten und 5 Kontrollbesuche pro Jahr bei Ärzten , ohne die akuten SAchen. Ich nehme eine Hormonersatztherapie ,vorallem ohne ÖStrogene wär ich aufgeschmissen ich muß aber den Gegenspieler vom ÖStrogen dazu nehmen und zwar PRogesteron (beides natürliche Hormone) habe dadurch kaum nebenwirkungen . Aber das Östrogen ist immer eine Gratwanderung wegen der Endo die man damit erneut anheizen kann. Du siehst mir hat die GEbärmutterentfernung und die ausversehen ausgelösten Wechseljahre haben mir nix gebracht . Im Moment gehts es mir einigermassen gut . Ich empfehle dir einen guten Schmerztherapeuten aufzusuchen vielleicht es auch mit Akkupunktur und 'Osteophatie versuchen . Den es gibz sehr viele Endofrauen (zu denen gehöre ich auch ) die zum Teil unter chron.Schmerzen leiden . Weil unser Schmerzverdächnis vergisst nicht so schnell . Meist ist die körperliche Ursache erledigt aber unser Schmerzgedächnis hat es gespeichertund das filt vorallem wenn die Schmerzen sehr lange bestanden haben ,bevor die Ursache beseitigt wurde. Noch etwas Enatone und Zoladex können länger als 6Mo. gegeben werden . Hier gab es schon die ein oder andere Endofrau bei der dass der Fall war . Wichtig ist das man ein Arzt hat der das mitträgt und regelmäßig check ups macht und eine Add back therapie ist auch sehr wichtig  um nebenwirkungen zu mildern und auch OSteporose  etc vorzubeugen .

Ich bin mir sicher auch du wirst deinen WEg finden . Ich habe Gott seit dank einen Supi gyn und einen super Endospezi an meiner Seite wenn es Probleme gibt und die unterstützen mich so weit sie nur können . 

LG Happy 



wo warst du denn bzw bei
salixe

wo warst du denn bzw bei welcher gyn bist du, du scheinst ja auch aus meiner ecke (aachen) zu kommen?

mit enantone ging es mir ja super, aber als das dann in add back umgeändert wurde nach 9 monaten ging es mir so rasant so schlecht das wir alles abgesetzt haben. eine add back wird auf dauer bei mir nicht gehen (zumindest nicht mit den fem conti pflastern).

 



Jaa ich bin aus deiner Ecke
Elhappy

Jaa ich bin aus deiner Ecke . Ich bin nach der Katasphrophe in Ac nach Neuss zu Dr.Korell .Wäre er nicht gewesen, wüßte ich nicht was mit mir passiert wäre .Mein Haus Gyn ist in Alsdorf und seit über 20j hat er mein Vertrauen . Es gibt zimliche viele Möglichkeiten der Add-back und es muß schon ein sehr erfahrener Arzt sein der einen einstell und manchmal dauernd es ein bißchen . Add back ist mit einer Hormonersatztherapie gleichzusetzen. Und dir sollte klar sein ,dass wenn du eine Total-Op machen läßt ,das heißt mitnahme der eierstöcke bust du auf eine Hormonersatztherapie angewiesen . Ich glaube wenn du irgendwelche Hormone bekommst solltest du nicht die PAckungsbeilage lesen . Den der Kopf spielt eine große Rolle . Und manchmal muß halt ein bißchen durchhalten bis man eine Wirkung und eine Besserung  hat. Kann es sein das du ein ungeduldiger Mensch bist :-) ? Ich  glaube eine Schmerztherapeutische Behandlung mit pychologischer Betreung wären das Beste für dich um erstmal wieder Ruhe reinzubekommen und einen klaren Kopf . Am Franziskushospital und in der Nähe des Theaters (ich weiß jetzt nicht wo da genau) und es gibt noch eine , aber da fällt mir grad der Name nicht ein ,die war auch in Ac . Ich frag nachher meine Schwägerin wie diese hieß ,dann sage ich dir Bescheid .Die andere die ich dir empfehlen kasnn ist am Luisenhospital .

LG Happy



ich lese eigentlich
salixe

ich lese eigentlich grundsätzlich keine beipackzettel und bin auch wirklich nicht ungeduldig. bei 3/4 meiner hormonbehandlungen ging es mir immer wunderbar (bis auf das die schmerzen eben nicht weg gingen, das bezog sich rein auf nebenwirkungen), unter enantone waren meine beschwerden nach 2 wochen KOMPLETT weg (was für mich gegen die schmerzgedächtnistherapie spricht) und blieben es auch die vollen 9 monate, bis die pflaster dazukamen. seitdem reagiert mein körper so empfindlich auf alles was wir seitdem getestet haben, das war vorher nie irgendein problem.

ungeduld ist relativ zu bewerten... es ist ja nicht so, das ich momentan halt ein bisschen schmerzen hab wie sonst auch. ich erbreche seit die mirena liegt mindestens 1x täglich, mir ist ausser wenn ich hunger habe konstant übel, sobald ich 2 bissen gegessen habe wird es so schlimm das ich den eimer parat stehen habe. zudem spielt mein kreislauf so verrückt das ich nun mitlerweile 11 mal innerhalb der vier wochen aus den latschen gekippt bin. das sind für mich deutliche signale die nach 4 wochen irgendwann dann doch mal ablinken sollten. erst nachdem ich all das feststellte habe ich mir den beipackzettel der mirena zur hand genommen. noch als wir die enantone gemacht haben sagte meine gyn mir, das ich gsd nerven habe wie ein ackergaul und hinterfragte immer wieder kritisch ob ich WIRKLICH keine nebenwirkungen habe... . ich bin wirklich nicht empfindlich und kann schon einiges ab, aber jetzt aktuell läuft das echt aus dem ruder.



Liebe Salixe, das hört sich
albea

Liebe Salixe,

das hört sich alles ganz furchtbar an!

Nach Deinen Beschreibungen denke ich, Dein Körper ist wirklich komplett überfordert.  Vielleicht wird es doch Zeit zu handeln.

Und es gibt ja nicht nur Dr. Korell in Neuss, es gibt noch viele weitere, von denen vielleicht nur nicht so oft geschrieben wird.  Vielleicht schaust Du nochmal, ob Du jemanden findest und machst einfach einen Termin.

Übrigens kenne auch ich einige Frauen, die Enantone als Dauerbehandlung bekommen haben.  Eine Frau (hat auch hier im Forum geschrieben) sogar über 12 Jahre!

Ich hatte - vor der Behandlung mit Enantone, die bei mir die Schmerzen verstärkt hat - auch mit dem Gedanken gespielt, ob das nicht eine Dauerlösung sein könnte und hatte es mit meiner Gyn besprochen.  Das wäre kein Problem gewesen.  Ein Grund, warum dies selten gemacht wird, sind die Kosten - wie immer.  Man muss halt einen Arzt/ Ärztin finden, der das mitmacht.  

Und für eine evtl add-back-Therapie gibt es nun wirklich sehr viel mehr Möglichkeiten, als nur die Pflaster.  Anderes, das sich viel besser und genauer dosieren lässt, wie z B Gel zum Auftragen.  Und auch pflanzliche Präparate werden auch vom "normalen" Gyn oft verschrieben. Und damit könnte es dann vielleicht besser gehen?

Könnte doch nochmal eine Möglichkeit sein, oder?

Und allemal besser, als eine grosse OP!

Alles Gute!

albea