Entscheidungshilfe
ClaudiaA

Hallo ihr Lieben,

ich bin neu hier und habe schon viel gelesen.

Ich habe seit über 15 Jahren Endometriose.

Viele BS und Ops habe ich hinter mir und vor 8 Jahren wurde mir die Gebährmutter raus operiert, mit dem Versprechen, dass es aufhört oder nachlässt. Tja was soll ich sagen, nun ist der rechte Eierstock betroffen mit der Endo und seit drei Jahren kämpfe ich mit stärkeren Schmerzen denje.

Nun habe ich aber das Problem, dass das Gewebe so sehr vernarbt ist, dass eine Bauchspiegelung nicht mehr möglich ist, um die Herde zu entfernen.

Jetzt stehe vor der Entscheidung: Eine Hormontherrapie oder ein Eierstock raus.

Meine Ärztin hat mir Visanne verschrieben, dem stehe ich sehr skeptisch gegenüber.

Sie sagte aber auch, dass es passieren kann, dass mir erst der rechte Eierstock entfernt wird und nach kurzer Zeit dann der Linke. Ich weiß wirklich nicht was ich tun soll.... Ich habe schon so viele Medikamentenkuren hinter mich gebracht und nichts hat geholfen... Nach der OP der Gebährmutter hatte ich auch nur ein Jahr Ruhe und dann ging es wieder los.

Nun stehe ich da... Entweder Visanne... oder keine Eierstöcke und andere Hormone.

Kann mir einer von euch einen Rat geben?

 

Vielen Dank

Liebe Grüße

Claudia



Entscheidungshilfe
loki

Hallo Claudia, das ist sehr schwierig. Ich persönlich würde erst die Variante mit Versuch Visanne tun. Eine OP kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Wenn es mit Visanne nicht klappt - dann kannst Du immer noch über eine OP nachdenken. Nehme selbst Visanne seit März - hatte viele Nebenwirkungen  - schlimme - aber habe durchgehalten  und mir geht es besser. Du musst selbst entscheiden - kann Dir nur von mir berichten. Habe immer versucht jede OP so lange wie möglich hinauszuschieben. Eine OP ist keine Versicherung dass es nachher besser ist.  Jede OP ist mehr Risiko als eine Versuch mit Visanne oder anderen Medikamenten. LG und alles Gute.



Hallo schlossherrin,   ja
ClaudiaA

Hallo schlossherrin,

 

ja da hast du wohl recht. Irgendwie macht mir beides etwas Angst, die Nebenwirkungen von Vesanne und von der OP mal ganz abgesehen und leider hast du recht, es gibt nunmal keine Garantien, dass es aufhört. Vielen Dank für deine Antwort, ich bin froh, das Forum hier gefunden zu haben.

Es freut mich zu lesen, dass es dir besser geht.

Liebe Grüße



Gern geschehen
loki

Hallo Claudia - gerne geschehen. Ich kämpfe selbst schon seit mehr als 25  Jahren. Die letzten Jahre waren "Grande Kathastrophe". Habe einige Operationen hinter mich gebracht - nicht gerade easy  - im Gegenteil. Visanne war jetzt ein Versuch  (hätte es schon längst tun  - versuchen können - hatte viel Angst vor den Nebenwirkungen - jetzt denke ich: warum habe ich es nicht schon längst versucht - mir wäre evtl. viel erspart geblieben)  - und auch wenn es schwer war - es ist besser geworden. Eine weitere OP  hätte mir nichts mehr gebracht - evtl. nur noch mehr Probleme. Ich wünsch Dir ganz viel Kraft und Mut. Es wird bestimmt besser - auch wenn es oft sehr viel und lange Geduld braucht. Ich habe das Wort Geduld gehasst und nicht mehr hören können - aber nun - wenn ich zurückblicke.. es stimmt. Alles Liebe und Gute. :) und ganz wichtig: versuche die Krankheit nicht zum Mittelpunkt Deines Lebens zu machen - lebe mit ihr - aber lass sie nicht Dein Leben bestimmen - ist nicht einfach... aber es lohnt sich bestimmt zu versuchen so zu denken und zu leben. Es gibt immer gute und schlechte Tage - wie auch in anderen Bereichen des Lebens.



Hallo, probier es mit
OP.feger

Hallo,

probier es mit Visanne, solange wie ich sie nehmen durfte hat sie mir das Leben erleichtert. Leider hat man bei mir eine Thrombophilie festgestellt danach durfte ich sie nicht mehr nehmen. Leider. Danach wurde alles nur noch schlimm. Gebärmutterentfernung mit Entfernung der Endoherde und Verwachsungen per Bauschnitt, da auch eine große Bauchdeckenendo hatte. 6 Wochen nach OP wieder Verdacht auf Endo und Verwachsungen inzwischen bestätigt, außerdem massive Darmprobleme. Jetzt mache ich im Moment eine GNRH Behandlung bei Dr. Bühler und hoffe das ich dadurch die nächste OP die mir bevorsteht etwas herrauszögern kann.

Ich Wünsche dir alles Gute, lass 

die Endo nicht die Oberhand über dein Leben bekommen. LG

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Vielen lieben Dank euch...
ClaudiaA

Vielen lieben Dank euch... Ja ich soll Visanne drei Monate nehmen und danach soll ein Bauchschnitt gemacht werden, um die Endoherde zu entfernen, sagte jetzt meine Ärtzin... Da frage ich mich doch wozu denn dann Visanne?? Ich habe echt Angst vor den Nebenwirkungen, habe damals sooo viel zu genommen und mit Nebenwirkungen gekämpft, dass ich jetzt Angst habe wieder so schlimme Nebenwirkungen zu bekommen.. Und ganz ehrlich, wenn ich um eine OP nicht herum komme, wozu dann das Medikament?
Ich versuche es nicht zum Lebensmittelpunkt werden zu lassen, aber die Gedanken lassen mich dann doch nicht los. Weil so viel hintendran hängt :(
Ich bin mittlerweile Fitnesstrainerin und selbständig und habe jetzt Sportverbot :( Was das für meine Existenz bedeutet ist ja auch klar.... Dennoch versuche ich es, dass die Endo nicht mein Leben beherrscht...



Visanne u erneute OP
loki

Hallo liebe Claudia, das ist wirklich schwierig. Ich kann Dich gut verstehen - Existenzängste und auch sonst. Bzgl. der Einnahme kann ich Dir berichten, dass oft versucht wird, dadurch die Endoherde vor OP zu verkleinern bzw. auch zu erreichen, dass es nicht noch mehr werden. Ob es in dieser Zeit etwas bringt... das kann Dir keiner sagen. Macht man heute auch - ist zwar jetzt ein blöder Vergleich, aber vlt. Info um zu verstehen warum man etwas tut   - bei Krebspatienten/ eine Chemotherapie vor OP  um die Tumore zu verkleinern    -die  OP evtl. leichter wird - aber ist immer Individualentscheidung.  Deine Ängste wegen der Nebenwirkungen sind auch berechtigt - wenn Du es schon mal durchgemacht hast. Es könnte auch anders sein.. aber das kann Dir keiner sagen. Ich hatte ja vor Visanne und den NW auch sehr große Angst - es war nicht easy - aber mein anderes Problem wurde besser - es war es Wert durchzuhalten und zu kämpfen.  Wenn Du unsicher bist  -  ich kann Dir wirklich nur ans Herz legen - hole Dir eine Zweitmeinung - ich würde dies ebenso tun - und falls Du noch nicht warst - in einem Endozentrum Stufe III bzw in einem anderen Endozentrum. Oft wird dadurch vieles klarer. Gib nicht auf! Es muss sich eine für Dich akzeptable Lösung finden!!!!  Wie Du Dich wegen Visanne entscheidest - das musst Du alleine für Dich überlegen. Es kann Dir keiner so oder so sagen. Nur: Versuche es. Man muss aber schon mal 8-10  Wochen durchhalten  - nach ein paar Tagen absetzen  - bringt absolut nichts. Ich habe derzeit auch wieder neue gesundheitliche Probleme - weiss nicht ob es evtl. von der Umstellung durch die Vísanne kommt - oder eine andere Ursache sein könnte.Überlegen und suchen in allen Richtungen und hoffe dass nicht Visanne der auslöser ist bzw wenn dass es sich wieder gibt...  Ist wirklich zum.... aber ich will  kämpfen - auch wenn es oft noch so hart ist.  Liebe Grüße und alles Gute.