Spirale verursacht Schmerzen, die wie Endometriose erscheinen?!
Nivija

Hallo liebe Forums-Mitleidende,

heute möchte ich euch gern von meiner Erfahrung im Endozentrum Jena erzählen und auf diesem Weg in Erfahrung bringen, ob es noch ähnlich gelagerte Fälle gibt.

Also, ich kämpfe seit 2 Jahren mit den typischen zyklusabhängigen Beschwerden, die sich bei mir primär in wahnsinnigen Schmerzen im LWS Bereich geäußert haben bis hin zur völligen Versteifung meines Hüftbereichs für die Tage rund um die Regelblutung. Am schlimmsten jedoch die Woche davor.

Nichts half, keine Wärme, heiß baden, Schmerzmittel oder Bewegung. Ich war bis heute echt verzweifelt.
Kein Arzt nahm mich ernst! Alles deutete auf einen BSV hin, den ich aber lt. MRT diesen Frühjahrs nicht hatte. Also Achsel zucken und keine Idee der Ärzte. 
Viel schlimmer war aber noch, dass mich 2 aufgesuchte Frauenärzte nicht mal mehr untersuchen wollten. Eigentlich das was "normal" ist bzw. ich soltle wohl eher sagen früher mal normal war, wenn man mit Beschwerden zum Facharzt ging.

Sie wüßten nicht was es sein könnte und ich sollte doch mal zum Orthopäden (wenns hinten am Rücken weh, müssen Sie zum Orthopäden) oder zum Chirurgen (wenns in der Leistengegend zieht, müssen Sie mal den Blinddarm anschauen lassen). Ach ne, die sind ja geil drauf!

Erst der dritte Anlauf bei einer Frauenärztin nach mittlerweile 9 Monaten von Arzt zu Arzt rennen ohne Ergbis, brachte den gewünschten Erfolg, denn endlich man mich ernst und untersuchte mich gründlich und führte ein ausführliches Gespräch.
Daraufhin bekam ich gesagt, dass meine Spirale im Zervix feststeckt, wo sie defintiv nichts zu suchen hat, außer vielleicht noch zur Abschreckung zu dienen, wenn jemand vorbei schaut... ;)

Sie überwies mich dann sofort an's Endozentrum, um abzuklären, woher die Schmerzschübe kämen.

Heute war ich dann dort und der Arzt hat mich sehr gründlich untersucht und meinte dann auch sofort, was denn mit meiner Spirale passiert sei?!

Seit wann ich die habe? Ich sagte seit 2,5 Jahren.
Er darauf... na, dann haben wir doch die Problematik schon. Dann wird die seit 2 Jahren da unten hängen und ihnen diese Beschwerden verursachen. Wir müssen die ziehen udn dann wette ich mit Ihnen haben Sie ab nächsten Monat Ruhe und keine Schmerzen mehr! Auch die anwesende und auf mich sehr erfahrene wirkende Schwester war genau dieser Meinung.

Also, das Ding raus... und die beiden sagten, dass ich wohl Glück hatte bisher nicht schwanger geworden zu sein.

Jetzt bin ich irgendwie total erleichtert, denn ich möchte zu gern glauben, dass die schiefhängende Spirale diese Tortur der letzten 2 Jahre verursacht hat.

Kennt jemand so eine Geschichte/Ursache auch oder jemand in der Familie etc.?

Es wäre ja zu schön, wenn ich keine Endo hätte und um die OP drum rum käme.
Bei der Tast,-und Ultraschalluntersuchung hat er nämlich keine Anhaltspunkte für Endo finden können (ja, ich weiß, dass heißt prinzipiell erstmal nicht, dass Entwarnung angesagt ist).

Aber ich wäre echt froh, wenn mir jemand ein Feedback zu meiner Geschichte geben könnte und zu dieser Problematik mit Spirale und Endoverdacht.

Vielen Dank und liebe Grüße

Nivija 



Das wäre doch echt schön
Elhappy

Das wäre doch echt schön wenn damit ein Problem schon gelöst wäre. Jaa die Spirale kann socleh beschwerden machen . Ich hatte vor gut 18j mal eine Kuperspirale .Die hat mir nur Schmerzen gemacht und ich bin jeden Monat im Blut weggeschwommen . Am Ende musste sie gezogen werden . Bekam dann mein drittes Kind und danach eine Mirena . Laut meinen Ärzten verutscht eine Mirena selten von selbst meist ist ein Legefehler . Deshalb kontrolliert mein Arzt dreimal das sie richtig liegt. Vorallem bei der Mirena ist es schwieriger im US zuerkennen ob sie richtig liegt . Kupferspirale verutscht wohl leichter -Aber Kuperspiralen können auch bei einen MRT verrutschen . Deshalb sollte nach MRT die lage gecheckt werden . Jaa Spiralen können solche Beschwerden machen wenn sie falsch gelegt wurden oder sie "verrutscht" sind . Pch an deiner Stelle würde jetzt erstmal 1-2 Mo abwarten wie es sich entwickelt mit den Beschwerden . Wenn sie wieder auftreten würde ich mich noch mals an den gleichen Arzt wenden .

Lg Happy



Mal sehen...
Nivija

Mal sehen, wie es weiter geht!

Also, ich hatte jetzt bereits 4 Kupferspiralen seit 11 Jahren (immer ohne Pausen dazwischen). Und mit den ersten dreien keine Probleme. 

Die Blutung ist mit Spiraleeinlage bei mir eher weniger geworden, was wohl aber nicht zwingend zusammenhängen muß, sondern auch am zunehmenden Alter liegen kann.

Jedenfalls war ich jetzt ganz erschrocken, dass ich eigentlich (wenn es denn das Problem war) seit 2 Jahren auch eigentlich keine Verhütung hatte und das niemand festgestellt hat.

Hormonspiralen sind für mich leider keine Alternative, ebenso wenige wie andere hormonelle Mittelchen.
Deshalb bin ich ja vor gut 10 Jahren von Kondom auf die Kupferspirale umgestiegen und war sehr zufrieden mit der Entscheidung.

Die ganzen Horrorgeschichten, wie sie viele erleben, sind mir erspart geblieben.

Einmal hatte ich mit Spirale Nr. 3 aber auch das Problem, dass sie nach einem MRT verrutscht war, aber mein Arzt konnte sie dann wieder in die richtige Position bringen.

Bei der letzten jetzt, hat er aber nicht mal die Nachkontrolle nach Einlage per Ultraschall gemacht, weil ich krank war und mich nicht innerhalb der 4 Wochenfrist danach gemeldet habe.

Als ich dann nach 6 Wochen meinen Termin hatte, meinte er, er könne das nicht mehr mit der Kasse abrechnen, da es länger als 4 Wochen her sei und nur dieser Zeitraum abrechenbar wäre. Deshalb hat er mir den Ultraschall verweigert.

Aber ich denke, es sollte damals schon in Ordnung gewesen sein, denn am Anfang hatte ich keine Beschwerden.

Falls ich weiterhin Beschwerden haben sollte, habe ich schon eine Einweisung für die BS gestern von dem OA mitbekommen und soll mir dann einen Einweisungstermin holen im September. 

Da gehe ich dann auf jeden Fall wieder hin nach Jena. ;) 



Leider nicht!
Nivija

Also, nachdem ich ja hier schon geschrieben habe was mein Problem ist und was gemacht wurde in Jena, kann ich nun berichten, DAS WAR NICHT DAS PROBLEM! LEIDER!

Also, die Spirale wurde ja gezogen und der OA meinte, das hätte wohl meine Schmerzen, die ich und auch meine einweisende FA für Endoschmerzen hielten, verursacht.

Tja, mein Bauchgefühl sollte mich nicht getäuscht haben. 
Bereits 10 Tage nach der Entfernung und Beendigung meiner Blutung fing der ganze Kreislauf von vorne an.
Und nicht nur das, sondern es war auch viel schmerzhafter und "krampfiger" als noch mit Spirale vorher (beim nächsten Eisprung danach).

Als dann einige Zeit später das Ganze wieder abklang wollte ich gar nicht wissen, wie schlimm es dann erst zur nächsten Blutung werden würde.

Und ich sollte auch hier wieder recht haben. Im Juli jetzt hatte ich wieder wahnsinnige Schmerzen und totale Steifheit im LWS Bereich und Gelenken. Noch dazu kam, dass ich (für meine Verhältnisse und im Vergleich zu vorher mit Spirale) plötzlich blutete wie verrückt. Ich war total überrumpelt, kannte ich doch solche starke Blutung gar nicht.

Also, das Ende vom Lied ist, meine Spirale die ich entfernen ließ, war wohl nicht der Übeltäter.
Sie war nur am falschen Ort zur falschen Zeit... nicht mehr, nicht weniger.

LG Nivija