Neuvorstellung
Nessa94

Hallo zusammen,

ich bin 21 Jahre alt  und bei mir wurde im Februar Endometriose am Blasenperitoneum festgestellt und es besteht der Verdacht auf adenomyosis uteri und auf Endometriose im/am Darm.

Mittlerweile habe ich seit 5 Jahren immer schlimmer werdende Schmerzen und meine Ärzte wussten nicht weiter, es hieß es wäre normal oder ich bin noch jung das ändert sich noch.  Mit 18 also nach 2 qualvollen Jahren gab mir meine FA die Pille, welche schlimme Hautprobleme auslösten, aber die 2 Pille darauf hat alles wieder normalisiert. Meine Schmerzen waren eine lange Zeit weg und ich war glücklich. Leider fing es Anfang letzten Jahres an, dass während der Pillenpause meine Periode wieder schmerzhaft wurde, also sollte ich laut FA einfach die Pille nehmen. Doch leider fingen darauf hin immer mehr meine Hormone an zu flippen und ich konnte mich selbst nicht mehr ertragen bzw für meinen Freund war es eine unschöne Zeit. 

Also entschloss ich mich im Oktober 2014 meine Pille abzusetzen, doch dann ging es erst richtig los. Ich brach immer öfter während meiner Regel zusammen und hatte Wehenartige Schmerzen (ich stelle es mir zumindest so vor, da ich selber noch keine Kinder habe!) - ich hatte das Gefühl man würde mir meinen Unterleib herausziehen und ich war zu nichts mehr zu gebrauchen. Ich konnte nicht zur Arbeit nicht zur Uni und Sport machte es noch schlimmer. 

Also setzte ich mich an den PC und suchte nach Krankheiten die auf meine Symptome passten und fand Endometriose ... daraufhin bekam ich aus dem Bekanntenkreis und vor allem von meinen Freund zu hören, dass ich übertreibe und ich mich nicht anstellen soll "es gibt Frauen die viel schlimmere Schmerzen haben also du, du benimmst dich doch normal und liegst nicht im Bett!" Ja ich habe höllische Schmerzen, aber ich kämpfe jeden Tag und versuche mir nichts anmerken zu lassen, ich gehe trotzdem zum Sport und quäle mich zur Arbeit und zur Uni statt heulend im Bett zu liegen und dass kann anscheind niemand verstehen!

Als dann die Bauchspiegelung durchgeführt wurde, bekam ich die Diagnose, dass ich keine Endometriose habe und sie zwar etwas gefunden haben, aber "es ist einfach nur normales Gewebe!". 4 Wochen später ging ich zu einem anderen Endo-Spezialisten und der fragte ich Krankenhaus nach dem Operationsbericht, den ich selbst nie bekommen bzw gesehen habe und daraufhin kam heraus ich habe es doch.

Mir wurde dann geraten die Mirena zu nehmen, da die beiden Perioden nach der OP schmerzlos waren und es einfach zur vorbeugung war. Das Einsetzen war noch schlimmer als alles Schmerzen davor. Doch seit dem ich im Mai die Mirena bekommen habe wird es noch schlimmer. 

Ich leide mittlerweile nicht nur wie früher (2-3 Tage vor und während der Periode), denn mitterweile beginnnen die Schmerzen 1 ganze Woche vor der Periode, dann sind sie während der Periode da und 1 Woche nach ende der Periode. Aktuell bin ich bei Tag 16 der Schmerzen, sie treten in Krämpfen jede halbe Stunde auf und ich kann körperlich und seelisch nicht mehr - ich habe keine Kraft mehr und will nur dass es endet. Meine FA hat mir jetzt auch noch zusätzlich die Pille verschrieben und ich hoffe, dass die hälfte der Schmerzen weggehen, aber dass es noch schlimmer als zuvor ist habe ich nie gedacht. Ich habe Hautprobleme, Haarausfall und Hormonprobleme in diesen 3 Wochen.  In der Woche vor der Regel übergebe ich mich bei Fisch-& Fleischgerüchen. Meine Brüste glühen und ich kann nicht einmal duschen, da sie extrem schmerzen. Ich bin nur am heulen, esse und mein Freund hält mich mittlerweile nicht mehr aus. Ich habe obwohl meine Regel vorbei ist, seit 1 Woche immernoch Blutungen und vor 3 Wochen wurde bei mir auch noch eine Zyste an den Eierstöcken festgestellt und ich weiß nicht mehr was ich tun soll.

Mir wurde geraten eine Reha zu machen, aber ich habe schon so durch die ganzen Behandlungskosten und Opkosten Probleme mit meiner Versicherung und ich bzw das meine Famile es versteht, da ich ja nur Endometriose im Stadium 1 habe. Aber die Angst das es schlimmer wird, versteht niemand nicht einmal meine Ärztin.

Ich weiß, ich schreibe sehr viel, aber ich weiß nicht an wen ich mich sonst wenden soll. Mir wurde schon geraten zum Psychologen zu gehen und so, aber ich will doch einfach nur wieder weniger schmerzen habe, so ist das kein Leben, da ich wegen den Schmerzen nichts tun kann. Wenn die 3 Woche meiner Schmerzen um ist, habe ich 2 Wochen zeit um mich zu erholen und dann geht es wieder los und es wird bestimmt wieder schlimmer. Vielleicht könnt ihr mir sagen ob ihr sowar auch kennt oder mir tipps geben wegen den Schmerzen. 

Im August 2014 wurde bei mir eine teilweise Laktoseintoleranz festgestellt nach 7 Jahren leiden, daraufhin machte ich eine Darmsanierung, die aber mir mit meinen Darmproblemen nicht weiterhalf, aber zumindest dazu führte, dass ich wieder Milchprodukte essen konnte.  Zudem habe ich im winter eine Blasenentzündung nach der anderen und ich werde immer schnell krank und die Genesung dauert Wochen.

 

Vielleicht habt ihr ja Erfahrung bei den Schmerzen oder Tipps was ich machen kann, ich danke euch aufjeden Fall schon mal im Voraus.

Liebe Grüße, Nessa