Endometriose mit über 50
Schneeflocke7

Hallo liebe Endometriose-Patientinnen, mich würde mal interessieren, ob hier in diesem Forum auch Frauen sind, die mit 50 oder älter noch an Endometriose leiden. Bin selber Anfang 50 und leider noch nicht in den Wechseljahren. Leide seit fast 30 Jahren schon an Endometriose und bin immer noch voll mit dabei. Mittlerweile habe ich auch seit ein paar Jahren zusätzlich Adenomyose und mehrere Myome. Gibt es hier jemanden, den es ähnlich geht und wie geht es Euch damit?

Liebe Grüße,

Schneeflocke7 



Liebe Schneeflocke 7, ich
Gretel62

Liebe Schneeflocke 7,

ich lese in letzter Zeit überwiegend still, da sich kaum "ältere" Endobetroffene zu Wort melden. Ich kann nicht sagen, ob das ein gutes Zeichen in Richtung "mit den Wechseljahren wird alles besser" ist. Meine Erfahrung ist, bin jetzt 52,  dass es einige wenige Zyklen gab, in denen es wirklich besser ging und ich relativ schmerzarm war. In diesem Zyklus hatte ich noch einmal einen Eisprung und etwa 10 Tage vor Blutungsbeginn trat die ganze Palette an fast unerträglichen Schmerzen wieder auf.

Habe selbst Adenomyose, Myome und Zwerchfellendo.

 Es bleibt sicher spannend und ich sitze das jetzt aus, weil irgendwann ja mal Schluss sein wird...

Allerdings flackert zwischendurch  doch immer mal wieder die Angst auf, anderweitig schlimm erkrankt zu sein. Wenn ich mich dann beruhige und die Beschwerden eindeutig dem Zyklus zuordnen kann, geht's wieder.

Dir alles Gute und herzliche Grüße an alle Betroffenen! 



Endo-Frauen über 50
Cilli

@Schneeflocke 7 und Gretel 62

Hallo Ihr Lieben,

ich bin auch über 50 (52 J.) und nehme seit Jahrzehnten sehr erfolgreich Orgametril (ja das gibt´s noch). Ein Auslassversuch vor einigen Wochen war der absolute Reinfall ! Schmerzen !

Ich bin so ernüchtert, daß ich mir vorgenommen habe das Orgametril bis 91 J weiterzunehmen.

LG

Cilli 

 

 

 

 

 

 

 



sorry tut nix zur Sache
mausig71

aber Cilli es gibt tatsächlich noch Orgametril in Deutschland???? Und warum verschreibt das dann kein Arzt mehr. Das war mein "Traum"Hormon.

Danke Dir schon mal für die Info...

 Mausi 



Endometriose mit über 50
Schneeflocke7

Hallo liebe Gretel62,

freue mich sehr von Dir zu hören. Mir geht es wie Dir, habe ganz selten mal von älteren Endometriose-Patientinnen in diesem Forum gelesen. Habe schon gedacht, ich bin mit meine 52 eine Ausnahme, die noch an Endometriose leidet. Bin insgesamt 7 mal wegen Endometriose operiert worden. Die letzte OP war vor 4 3/4 Jahren. Leider kommt die Endo immer wieder zurück. Habe jeden Monat noch Eisprung und ab Zyklusmitte unerträgliche Schmerzen. Alle 4 Wochen noch die Regel. Habe wegen den Myomen 2 mal Esmya genommen - leider ohne Erfolg. Die Myome sind hartnäckig und wollen nicht schrumpfen bzw. weg gehen. Habe das Esmya und auch andere Hormone sehr schlecht vertragen. Deshalb überlege ich noch, wie ich weiter vor gehen soll. Die Gebärmutter möchte ich so kurz vor den Wechseljahren nicht mehr entfernen lassen. Möchte es wie Du am liebsten aussitzen. Mal sehrn, ob ich durchhalte......

Ist nicht so einfach und manchmal könnte ich verzweifeln. Lebe halt von vielen Schmerztabletten und Medikamente gegen die ständige Übelkeit.

Hast Du einen unregelmässigen Zyklus?

Wünsche Dir auch alles Gute und liebe Grüße von Schneeflocke7 

 

 

 



Endometriose mit über 50
Schneeflocke7

Hallo liebe Cilli,

habe mich sehr gefreut von Dir zu hören. Dann bist Du also auch noch mit 52 voll betroffen mit Endometriose.

Das Orgametril habe ich nach meiner ersten Endometriose-OP vor 28 Jahren fast ein Jahr genommen. Habe es leider sehr schlecht vertragen und deshalb nie wieder versucht.

Ist es heute vielleicht besser verträglich? Hast Du keine starken Nebenwirkungen?

Habe damals in den ersten 3 Monaten gleich 12 kg zugenommen und wahnsinnige Kopfschmerzen.

Alles Gute für Dich und weiterhin schmerzfreie Tage mit Orgametril.

Liebe Grüße von Schneeflocke7 



Auch ich habe keine abrupte
Nina Martin

Auch ich habe keine abrupte Besserung erfahren können. Mit 52 hatte ich eine zystenruptur und trotz nur einem Eierstock und gebärmutterentfernung immer noch zyklische Schmerzen.etwa 10 Tage im Monat stark beeinträchtigt und muss Tabletten schlucken. Darmprobleme sind da und Krämpfe außerdem Schmerzen im unteren rücken. Ich bin nicht empfindlich da ich seit 30 Jahren mit Migräne lebe. Ich hätte damals nicht gedacht dass Wechseljahre solange dauern und die zyklischen Beschwerden auch. Das ist traurig und zeigt dass diese Form der Erkrankung chronisch ist.

ich nehme inzwischen 1/2 visanne ab zyklusmitte. Ich hatte aber unter jeder hormongabe Nebenwirkungen auch bei progesteron( zystenruptur) . 

Liebe grüsse an euch nina 



Liebe Schneeflocke7, bei
Gretel62

Liebe Schneeflocke7,

bei mir ist die Endometriose erst nach einem Kaiserschnitt vor 15 Jahren ausgebrochen. Seitdem habe ich verschiedenste Symptome und Schmerzen, die ich zunächst nicht mit dem Zyklus in Verbindung gebracht habe, an mir beobachtet. Zeitweise bin ich schier verrückt geworden vor Schmerzen, Angst und dem Bemühen der Ärzte, mich auf die psychsomatischische Schiene abzuschieben.

Künstliche Hormone (das Letzte war Chormadinon) habe ich immer schlecht vertragen und hatte u.a. ständig Schmier-und Zwischenblutungen. 

Der Zyklus ist noch recht regelmäßig. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass die Endo in den letzten 2 Jahren sich noch einmal wie aufgebäumt hat-ätzend!

Seit einigen Monaten habe ich auch diese Übelkeit, das kannte ich vorher noch nicht.

Hormone möchte ich nicht mehr nehmen und eine Gebärmutterentfernung in dem Alter würde ich auch nur bei einer bösartigen Diagnose vornehmen lassen. Also bleibt momentan nur das aussitzen ( mit dem Wissen, daß man leider nicht die einzige Betroffene ist).

Herzliche Grüße 

 

 

 

 

 

 



Hallo zusammen, es ist
Anamina

Hallo zusammen,

es ist schön, auch mal etwas von älteren Endopatientinnen zu lesen. Das fehlt mir hier manchmal. Bin zwar erst 44, aber habe seit über 20 Jahren mit Endo und den Folgen zu kämpfen ( diverse Op's, Hormontherapien aller Art, zuletzt noch Adenomyose und Myome). Mein Endo-Spezi hat mir auch prophezeit, daß es noch ein langer Weg werden wird. Mir wird immer wieder die Gebärmutterentfernung als große Option dargeboten. Mein Bauchgefühl sagt mir aber das Gegenteil. Darf ich euch fragen, warum ihr euch z.T. dagegen entschieden habt?

Ich wünsche euch allen, daß ihr es hoffentlich bald hinter euch lassen könnt.

Liebe Grüße,

Anamina 



Ihr Lieben ,
Gretel62

Auch wenn wir alle nichts bahnbrechend Hoffnungvolles berichten konnten, bin ich sehr froh, einen Austausch mit Euch zu haben. 

Für mich, wie für viele Betroffene, war das Wort "Endometriose" bei allem Negativen fast eine Erlösung. Endlich hatte der ganze Jammer einen Namen. 

 Ich bin ja noch ganz gut dran, dass die Krankheit erst relativ spät ausgebrochen ist, und vielleicht werden Schmerzen, Migräne und Übelkeit irgendwann enden.



Ja es ist gut dass man nicht
Nina Martin

Ja es ist gut dass man nicht allein ist. Durch Foren erfährt man so einiges wenn auch belastendes.

Aber es gleichen sich auch viele Erfahrungen. Gerade Migräne und endo/ Myome und ein oestrogenüberschuss kommen oft gemeinsam vor.

und es gibt nicht den Operateur die Pille oder die Therapie , die die Beschwerden heilen können.

leider, 



Visanne ab Zyklusmitte
loki

Hallo Nina,

das hört sich aber alles nicht gut an. Bin auch mit von der Runde - kämpfe auch schon seit Jahren mit Höhen und Tiefen. Habe 2009 die GM entfernt bekommen - ging nicht mehr anders (starke Dauerblutungen, massenh. Myome etc) - seither hören die Probleme nicht mehr auf - am schlimmsten waren dann die Darmprobleme - 2 große Operationen und ein paar andere Eingriffe - aber es ist nicht gut. Nehme mitlerweile auch Visanne - aber täglich 1 Tabl. Hatte ganz schlimme Nebenwirkungen zu Beginn - habe durchgehalten - das eine Problem - mit Darm  ist besser geworden - wenn auch nicht perfekt - wird auch nicht mehr perfekt - auch ein paar andere undurchsichtige Probleme sind nicht mehr da - aber irgendie läuft es nicht so gut. Immer wenn ich denke - super .. jetzt wird es besser ... Rückschlag oder wieder ein anderes Problem. Wie beim Ping-Pong Spiel.  Wie kommst Du mit der 1/2 Tabl ab Zyklusmitte zurecht? Habe vor Visanne seit GM Entfernung ohne Hormone versucht auszukommen - mal pflanzlich - natürliches Progesteron in cremeform - aber war alles nicht helfend. Versuche und tue alles um irgendwie zu unterstützen  - eine Besserung zu erreichen. Ist es mir echt wert .... aber irgendwo gibt es doch noch etwas anderes im Leben... Ich bin nun auch 53 und denke es müsste doch mal ein Ende nehmen - eine Gyn sagte mir mal, dass es oft der Fall sein kann, dass die Endo vor komplettem Ende der Hormonproduktion noch mal einen ganz heftigen Schub macht. Anscheinend trifft dies zu. Ich kämpfe auch schon seit Mitte 20  - damals sagte aber noch keiner etwas von Endo... gebe nicht auf.. aber irgendwie sehne ich mich nach einem Ende - ich bin eigentlich eine Powerfrau .... und will es auch bleiben - aber mir geht jetzt oft die Luft aus wie man so schön sagt. Es gibt kaum Personen, die dies verstehen was da abläuft - ist wirklich traurig- wie Du es schon treffend geschrieben hast. Alles Gute und viele Grüße an auch alle andere Mitbetroffene.

Und es gibt noch ?  - auch wenn es immer wieder gesagt wird: Endo hört auf mit Ende der Hormonproduktion. Vlt. bei den meisten - aber es gibt immer Ausnahmen - die Wissenschaft konnte es bisher nicht eindeutig beweisen  hält sich eher bedeckt. Ich kenne auch eine Frau, bei der ist mit 61 Jahren bei einer Notdarmoperation Endometriose histologisch gesichert worden. Also wann ist Schluss? Es gibt Frauen, die haben noch Hormonproduktion mit weit über 60 Jahren. 



Hallo, ja wahrscheinlich ist
Nina Martin

Hallo, ja wahrscheinlich ist die ganze Thematik der endo ein dümpeln im dunkel, was die Wissenschaft angeht. Ich glaube sowieso dsd die Medizin und die Ärzteschaft überschätzt werden. Sie tun soviel sie können und Chirurgen haben auch mein Leben schon gerettet wofür ich froh bin, aber die Wissenschaft ist langsam und manches kann man nur lindern. Deshalb ist es wohl am besten das zu akzeptieren.ich habe mir von meiner gebärmutterentfernung auch mehr versprochen, aber da der Zyklus noch läuft bleiben auch Beschwerden.in meiner Familie ist es so dass die Wechseljahre sehr lange dauern. Aber es hätte auch keine meiner Schwestern endo oderunterleibsbeschwerden manchmal ist man schon sehr unglücklich wenn man fast nichts Essen kann weil der Darm so bläht oder die Kopfschmerzen oder die Rückenschmerzen. Dann kommen auch noch die Beschwerden durch die hormonschwankungen wie schwitzen Schwindel Psyche.

eine ganze visanne vertrage ich nicht mehr, da geht das Östrogen so runter dass ist auch kein Zustand mehr körperlich.

leider ist man sehr allein mit derthematik und das über Jahrzehnte. Traurig....



Endo über 50
loki

Hallo liebe Nina,

ich kann Dir wirklich in vielem zustimmen. Vlt. sollte ich dies auch mal ansprechen mit der Visanne  - halbe Dosis etc. Mein Oestrogen ist auch schon ganz im Keller - deswegen habe ich sicher auch soviel andere Probleme jetzt bekommen ... aber ???  . Mit der Ernährung kann ich  voll nachfühlen - ich musste mich ordentlich umstellen - auch aufgrund meiner beiden Darmoperationen - hab viel gelernt in den letzten Jahren  - auch gelernt zu akzeptieren  - dadurch wird vieles anders/besser aber wie Du schon sagst - man ist sehr allein  - und die vielen Jahre ... das prägt. Es  ist schön wenn man ein paar  - wenn auch traurig - Gleichgesinnte findet um sich auszutauschen - Personen, welche einfühlen können was da in einem vorgeht. Ganz alleine ist dies wirklich sehr schwer zu schaffen oder auch kaum. LG



Liebe Schlossherrin, liebe
Gretel62

Liebe Schlossherrin, liebe Nina!

ich kann Euch in vielen Details zustimmen. Auch bei mir ist die Endo jetzt zu Beginn der Wechseljahre förmlich "explodiert", d.h. die Schmerzintensität  und einige andere Aspekte haben zugenommen. Aber, wie bereits geschrieben, gab es auch Zyklen mit weniger Endosymptomen. Insgesamt hat sich mein Allgemeinbefinden eher verschlechtert. Mein Partner reagiert meist mit Unverständnis und selber verstehe ich ja auch nicht immer, was da wieder vorgeht. Ich wünsche uns allen einen langen Atem und freue mich, wieder von euch zu lesen!



Endo mit über 50
loki

Hallo liebe Gretel,

ich wünsche Dir auch und uns allen ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen. Man kann nur selbst viel bewegen und verändern wenn einem so etwas widerfährt - aber wir haben alles unsere Grenzen.  Gerade in unserem Alter ist vieles nicht mehr so einfach - alles wird noch schwieriger. Ich versuche so wenig wie möglich nach außen zu zeigen ... man stößt nur auf Unverständnis - wie es Dir auch mit Deinem Partner derzeit ergeht - und alles wird nur noch schlimmer.. aber es ist wirklich oft eine schwere Situation und so undurchsichtig.

Allles Liebe und Gute.  Smile Wir lassen uns nicht unterkriegen!!!!



Gebärmutterentfernung wegen Endometriose
Schneeflocke7

Hallo Anamina,

mir wurde auch schon oft die Gebärmutterentfernung angeboten, aber ich kann mich nicht dafür entscheiden aus verschiedenen Gründen. Einer der Gründe ist, dass ich mir davon keine deutliche Besserung meiner Beschwerden verspreche, denn die Endometriose kann ja anscheinend auch ohne Gebärmutter wieder neu wachsen. Ein anderer Grund ist, dass ich ungewollt kinderlos geblieben bin und ich heute noch darunter sehr leide. Eine Gebärmutterentfernung würde mich zusätzlich runter ziehen. Ist vielleicht nicht für jeden verständlich, aber es ist halt leider so.

Wünsche Dir von ganzen Herzen, dass Du die richtige Entscheidung triffst.

Alles Gute und liebe Grüße

Schneeflocke7 



Endometriose mit über 50
Schneeflocke7

Hallo liebe Gretel62,

kann Dich gut verstehen, dass Du eine Gebärmutterentferung in unserem Alter nicht mehr machen lassen willst, außer es wäre eine bösartige Diagnose. Damit sprichst Du mir aus der Seele. Mir geht es genau gleich. Es gibt Ärzte, die das verstehen, aber leider auch einige, die kein Verständnis dafür haben.

Diese Übelkeit, von der Du schreibst, habe ich auch jeden Tag. Das hatte ich früher auch nicht so wie jetzt. Komisch, woher das plötzlich kommt???

Wie oft bist Du an Endometriose operiert worden? Hattest Du auch danach mal eine zeitlang Deine Ruhe?

Alles Gute für Dich und liebe Grüße

von Schneeflocke7 



             
Gretel62

 

 

 

 

 

 

 



Liebe Schneeflocke7, vielen
Anamina

Liebe Schneeflocke7,

vielen lieben Dank für deine persönlichen Worte. Es ist ja nicht selbstverständlich solche intime Dinge einer fremden Person mitzuteilen. Es tut mir aufrichtig leid, daß dein Kinderwunsch unerfüllt blieb. Ich hoffe, du kannst irgendwie deinen Frieden damit machen.

Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe, wir müssen einfach weiter stark bleiben.

Anamina 



Endo mit über 50
Gretel62

Liebe Schneeflocke7,

ich hatte nur eine Op und danach ging es tatsächlich eine Zeitlang besser. Ansonsten wurde eine Reihe Pillen

(Cerazette, Qulaira) und zuletzt Chlormadinon verschrieben. Eine Zeitlang habe ich natürliche Progesteroncreme und Utrogest genommen. Wie gesagt, bekommen sind mir die synthetischen Präparate nicht gut und das natürliche Progesteron hat am Ende auch nichts mehr verbessert. 

Aber Op ist Op und der Erfolg nach einer Gebärmutterentfernung ist ungewiss...

Manchmal ist alles wirklich zermürbend und aufs Alter hoffen, finde ich auch irgendwie absurd.

Liebe Grüße

 

 

 

 

 

 



Endo mit über 50
Schneeflocke7

Liebe Anamina,

vielen Dank für Dein Verständnis und Deine tröstenden Worte.

Dir wünsche ich auch von Herzen alles Liebe und viel Stärke!

Liebe Grüße

Schneeflocke7 



Endo mit über 50
Schneeflocke7

Liebe Gretel62,

da hast Du Recht, auf's Alter hoffen und warten ist wirklich absurd.

Nehme auch seit ca. 3 - 4 Jahren die natürliche Progesteroncreme 3%. Denke oder hoffe mal, dass sie schon ein wenig bringt. Vielleicht wären die Beschwerden sonst noch stärker, ich weiß es nicht.

Progesteron in Tablettenform habe ich auch versucht, aber leider nicht vertragen.

Liebe Grüße

Schneeflocke7 



Orgametril / Wechseljahre
Cilli

Liebe mausig,

Orgametril ist recht einfach zu bekommen. Im europäischen Ausland ist es auf dem Markt (Österreich,Niederlande,Polen etc...) Jede Apotheke kann es als Einzelimport (!) gegen Privat-Rezept aus dem Ausland bestellen. Das Zeug ist nach wie vor billig mit ca.9 € pro Schachtel. Aber nicht jede Apotheke war bereit dazu, wahrscheinlich weil´ s Arbeit macht. 

Das Medikament hat mir das Leben gerettet ! Ich bin damit seit Jahrzehnten blutungs- und beschwerdefrei. Ich habe keine Nebenwirkungen. Mein Fettstoffwechsel ist etwas grenzwertig aber man weiß nicht, ob das ohne Orgametril auch so wäre. 

Aus der Rückschau kann ich nur sagen, dass man etwas Geduld braucht. Meine FÄ hat mich anfangs ermutigt mit dem Orgametril einige Monate durchzuhalten, bis es greift und das war auch so und hat sich absolut gelohnt. Bloß nicht hin und herprobieren,nicht zyklusmässig nehmen oder zwischendurch auslassen o.ä.  Immer stur weiternehmen und dann hat man gewonnen. 

Ich weiss wovon ich rede, denn vor dem Orgametril hatte ich auch einiges herumprobiert.

Jetzt hoffe ich, nach dem dummen Auslassversuch, habe ich bald meinen "alten" phantastischen Orgametril-Zustand wieder erreicht.

Übrigens Migräne habe ich auch und finde diese wesentlich weniger schlimm als Endometriose.

Ich ärgere mich sehr, daß ich mir bei einer meiner Bauchspiegelungen in jüngeren Jahren nicht eine Totalop.

habe machen lassen. Ich habe eine furchtbare Wut auf meine "Eingeweide". Niemals hätte ich auch nur daran gedacht, einen Zyklus in Kauf zu nehmen, für eine Schwangerschaft !

Ich freue mich so sehr auf Wechseljahre. Was sind schon Hitzewallungen gegen Endometriose-Schmerzen :=)).

Liebe Grüße

Cilli 

 

 



Hysterektomie
Cilli

Liebe Anamina,

es interessiert dich, warum auch andere Frauen in unserem Alter sich bisher gegen eine Hysterektomie entschieden haben.

Ich kann nur für mich sprechen:

Nur aus Angst  1) vor der OP,  2) vor Verwachsungen 3) vor Blasensenkungsproblemen.

Abgesehen davon, würde ich mich wegen Adenomyosis lieber heute als morgen von meinen "Eingeweiden" befreien.  

LG

Cilli 

 

 

 



Liebe Cilli, ich danke dir
Anamina

Liebe Cilli,

ich danke dir für deine Antwort. Du sprichst mir aus der Seele, genau diese Bedenken habe ich auch. Obwohl ich auch wegen der Adenomyose und der Myome ziemlich leide. Aber ich habe halt auch noch an anderen Stellen Endo. Und mein Endo Prof. meinte halt, es besteht eine 50-50 Chance.

Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und alles Liebe,

Anamina 



Endometriose und kein Ende
Wolke

Hallo Schneeflocke 7,

ich bin 55 Jahre, habe seit über 30 Jahren Endometriose und hatte im letzten November bei Prof. Keckstein meine 13. OP wegen Endometriose.

Ich habe noch immer Östrogenwerte wie mit Mitte 30. Momentan versuche ich es gerade mal wieder mit Osteopathie- geht mir relativ gut, ich hoffe dass es eine Weile so bleibt.

Lg. Wolke



Endometriose auch mit über 50
Schneeflocke7

Hallo Wolke,

freue mich von Dir zu lesen. Danke für Deine Info. Bin echt erstaunt, dass es doch einige Frauen gibt, die mit über 50 noch mit Endometriose voll belastet sind. Bei Dir mit 55 und 13 OP. Darf ich fragen, ob Du die 13 Operationen alle laparaskopisch hattest? Wollte immer schon wissen, wie oft kann eigentlich eine Bauchspiegelung gemacht werden. Habe mal gehört, man kann es nicht allzu oft machen. Bei mir wurde bis jetzt 7 mal über den Bauchnabel operiert. Da ich auch über eine weitere OP nachdenke, wollte ich mal wissen, ob man nach 7 Bauchspiegelungen überhaupt noch laparaskopisch operieren kann.

Da Du Östrogenwerte wie mit Mitte 30 hast, hast Du bestimmt noch regelmässig Deine Tage. Bei mir ist es auch so, habe alle 4 Wochen meine Regel.

Hast Du die OP bei Prof. Keckstein selber bezahlen müssen oder bist Du aus Österreich?

Liebe Grüße

Schneeflocke7 



Endometriose mit über 50
Wolke

Hallo Schneeflocke,

ich grüße Dich. Zu Deiner Frage- ich hatte 7 Bauchspiegelungen und 6 große Bauchschnitte über Längs. Dass mit der Bauchspiegelung wird natürlich mit jeder OP schwieriger, da immer mehr Narben und Verwachsungen da sind- aber bei so einem wunderbaren Operateur wie Prof. Keckstein ist dass kein Problem.

Ich bin mit dem Auslandskrankenschein E112 zur OP bei Prof. Keckstein gewesen, kein Problem. Wurde die letzten drei Mal immer bezahlt.

Lg. Wolke



Hallo ihr lieben bin nun 52
engl0206

Hallo ihr lieben

bin nun 52 Jahre alt und habe 3 große endometriose OPs hinter mir  

1) op mit enddarmresektion

2) op mit teilblasenresektion

3) op vor 9 Monaten massivste Verwachsungen und endometrioseherd auf dem darm

habe seit 3 Jahren keine Periode mehr und mittlerweile

fressen mich die starken verwachsungsschmerzen innerlich auf bin am Ende und weiß nicht wie mein Leben mit solchen Schmerzen weitergehen soll

kann mich doch jetzt nicht alle paar Monate operieren lassen.........hätte jetzt vor einer Woche das erste Mal osteopathie Behandlung und nun nach 5 Tagen schlimme

leistenschmerzen.......weiß nicht ob das eine erstverschlimmerung ist.......eigentlich weiß ich gar nicht mehr weiter selbst Tramal wirkt nicht mehr .......man will sich ja nicht nur mit Tabletten zustopfen..........ich hasse diese Krankheit so sehr ...........

gruß Birgit  



Huhu, ich habe hier ein paar
Ricky68

Huhu, ich habe hier ein paar mal etwas über Übelkeit gelesen...kann das mit der aktiven Endo zusammenhängen? Bei mir (47) ist die Endo auch seit einer Weile wieder aktiv, aber in letzter Zeit ist es mir des öfteren einfach total schlecht und ich habe 3/4 Kilo abgenommen, ohne es zu merken...

--

Lieben Gruß

Ricky



Übelkeit
Gretel62

Liebe Ricky, ich vermute das auch, ist allerdings nur eine Vermutung. Bis Ende letzten Jahres konnte ich meine Beschwerden eindeutig dem Zyklus zuordnen. Seit dieser durcheinander geraten ist, sind die Beschwerden fast permanent vorhanden und die Übelkeit, die bei mir nicht ständig vorkommt, sondern eher als "Attacke", ist neu hinzugekommen.

Liebe Grüsse 



Ja Gretel, Attacke
Ricky68

Ja Gretel, Attacke beschreibt es ziemlich gut...ich bin dann ein paar Tage immer wieder davon geplagt und dann ist es wieder weg.

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Lieben Gruß

Ricky



Hallo Ihr Lieben,
Mariele

Hallo Ihr Lieben,

ich bin noch etwas unter 50, aber so lange ist es bis dahin auch nicht mehr. 

Leider kann ich euch nicht viel Positives berichten. Schon bei der vorletzten OP in 2014 in Neuss wurde bei mir keine Endometriose mehr gefunden. Nur sehr massive Verwachsungen. Leider wurde dort bei mir nicht zurückhaltend operiert, sondern der Darm einfach an ein paar Stellen umgehangen.  Durch die starke Blutung während und Tage nach OP und 2 Entzündungen, haben sich noch viel mehr und schmerzhaftere Verwachsungen gebildet. Ferner wurde mir da auch der zweite Eierstock entfernt, weil der wohl eh nur noch ein zystisches Gebilde war, in Darmschlingen versteckt, also ohne Funktion.

Daher konnte ich ab da die Visanne absetzen. Die hatte ich zuvor ganz gut vertragen, nach anfänglichen Startschwierigkeiten. Nachher fand ich nur die trockenen Schleimhäute recht schlimm. Die habe ich jetzt  genauso oder noch etwas schlimmer.

Naja, da es mir nach der o.g. OP sofort schlecht ging und das über die Monate auch noch weiter zunahm, suchte ich die ganze Zeit Hilfe (HP, Osteopathie, Schmerzklinik, Psychologische Beratung, Physiotherapie, Massage....)... vor allem aber jemanden, der mir eine Art korrigierende OP bietet. Weil ich immer ahnte, da stimmt was nicht. Außerdem hörte ich das von anderen Frauen, die dort auch eine OP mit Darmaufhängung hatten, auch zunehmend. Nachdem ich an zwei Stellen also bei zwei Operateuren nicht weiterkam, da sie sich das nicht zutrauten bzw. meinten , das bringe nichts, hat sich dann vor 8 Wochen doch jemand getraut, mir operativ weiterzuhelfen.

Ich konnte sogar ein bisschen oder auch mehr.... Vertrauen fassen, was mir nach der vorangegangenen für mich sehr sehr  schlimmen OP (Schmerzen und Psyche aufgrund dessen, was gemacht worden war und auf welche Art).... fast nicht mehr möglich war.  Aber ich merkte, dass der  jetzige Operateur ruhig und besonnen vorging, und erst mal bildgebende Verfahren einsetzte und nichts übers Knie brach (das kannte ich bisher so gar nicht) sowie viel mehr mit mir redete und alles Hand und Fuß hatte. Die Organisation war auch gut dort. Mir wurden auch keine falschen Versprechungen gemacht und mir wurde keine Behandlung aufgedrückt, bei der ich mich wieder unwohl gefühlt hätte.  Es passte für mich. 

Erst war auch alles wirklich besser mit den Beschwerden...der Darm war endlich wieder von der Fixierung am Scheidenstumpf und Harnleiter gelöst. Nur dann fingen wieder zunehmend Schmerzen an. Rücken und Darm, das kann ich meist noch ganz gut aushalten oder auch verdrängen . Allerdings die Verwachsungen am Scheidenstumpf und Harnleiter / Blase, die belasten mich doch sehr. Und ich habe keine Hoffnung mehr, wie halt bei Endometriose, dass es mal weg sein wird. Bei Verwachsungen, wenn sie gelöst werden, also das Gewebe dort bildet halt wieder Fibrin und es kommt wieder zu Vernarbungen, die im schlechtesten Fall noch dicker sind, als die davor, und unter Umständen auch mehr Schmerzen machen. Das kennen sicher auch einige.

In dieser Hinsicht und in diesem Bereich wird mir die Luft gerade wieder ein bisschen dünn. Ich fange morgen noch mal mit Osteopathie an. Dann will ich noch mal nach einer Schmerzklinik schauen. Naja, wenn gar nichts mehr geht, dann vielleicht doch der Neurostimulator, der in manchen Fällen ja ganz gut hilft, zumal mein Bein bzw. der Ischiasnerv auch teils ganz tüchtig schmerzt. Trotz der Opiate. 

Die GM habe ich übrigens auch raus. Aufgrund damaligen Drängens meines Gyn, bei dem ich nicht mehr bin. Danach ging der Mist erst richtig los. Allerdings hätte ich wissen müssen, dass der GM Hals, bzw. Zervix unbedingt mit raus muss. Vielleicht wäre es dann nicht so schlimm gekommen. Weil danach hat sich meine tiefinfiltriende Endometriose, Stufe 4, erst ordentlich im Douglasraum ausgebreitet. Endometriose rectovaginale hatte ich dazu auch. GM drin lassen oder rausnehmen lassen, finde ich persönlich schwierig zu beantworten. Weil es manchen danach schlechter ging, anderen dagegen recht gut.

Ich finde es gut, dass Ihr reiferen Frauen hier mal geschrieben habt. Ich fühle mit Euch und wünsche Euch, dass es bald besser geht!  

Ganz liebe Grüße, Mariele



Ach je Mariele, das hört
Ricky68

Ach je Mariele, das hört sich ja gemein an..aber das mit den Problemen nach diesen Aufhängungen habe ich auch schon gehört...

Bei welchem Doc warst du denn?

Ich habe die GM raus und für mich war es gut,da sie sich immer sehr verkrampfte und ich ewig lang und oft blutete. Seitdem ist diese Baustelle weg und kann nichts mehr anrichten...

--

Lieben Gruß

Ricky



Hallo Ricky,
Mariele

Hallo Ricky,

das mit dem Darmaufhängen / Rektopexie war Prof. Korell in Neuss. Er macht das seit ca 2013 relativ oft -  scheint mir. Man hört dann öfters, dass es den Patientinnen dann noch viel schlechter geht, so wie du es auch gehört hast. Ich persönlich kenne 5 solcher Fälle.

Also für mich persönlich war diese OP eine Katastrophe und kann das so wie es bei mir war wirklich nicht weiterempfehlen. Ich habe letztens eine böse Nachricht bekommen, weil ich nicht alle Welt vorher gewarnt habe. Aber ehrlich gesagt ist das nicht mein Job und ich kann und will das auch nicht machen, außer wenn mich jemand privat fragt. Dann kann ich berichten, was bei mir geschehen ist.

Ricky, ich freue mich, dass es dir nun gut oder besser geht!

Liebe Grüße, Mariele

Weil, es gibt genug Patientinnen, die ihn und seine Operationen loben. Und es wird auch Gutes und Schlechtes von allen möglichen Operateuren zu lesen und hören sein. 



Huhu Mariele, also gut ist
Ricky68

Huhu Mariele,

also gut ist etwas übertrieben, aber die GM Entfernung hat Erleichterung geschaffen,nach dem Motto, was nicht mehr da ist kann auch nicht krampfen...:)

Ich frage mich, warum er diese Methode immer noch anwendet, irgendjemandem muss es dann doch auch schon geholfen haben. Aber das habe ich noch nie gelesen, immer nur das es massive Probleme gab...

--

Lieben Gruß

Ricky