Kinder mit Behinderungen
Serenity

Hallo,

da ich gestern Abend mit einer Freundin, die nicht von Endometriose betroffen ist über das Thema Familienplanung gesprochen habe möchte ich das mal mit Euch diskutieren und Eure Meinungen zu dem Thema würden mich sehr interessieren. Ich bin selber von Endo + viele weitere schwerwiegenden Erkrankungen betroffen, bin Mitte 30, so dass das Thema Kinder bei mir leider ziemlich unrealistisch ist und ich eigentlich aber schon immer Kinder wollte. Für mich würde wahrscheinlich nur eine Adoption in Frage kommen. Unser Thema gestern war wie weit Frauen gehen um sich diesen Wunsch zu erfüllen und ich muss sagen ich bin da sehr zwiegespalten ob ich wirklich Alles probieren würde um ein Kind zu bekommen. Ich arbeite selber in einer Klinik mit vielen schwerstbehinderten Kindern zusammen und es ist wirklich unfassbar wie viele Kinder es gibt die betroffen sind. Ich muss ehrlich gestehen bevor ich diese Stelle angefangen habe wusste ich nicht und hätte es nie geglaubt, weil man ja immer davon ausgeht oder sich natürlich wünscht dass man ein gesundes Kind bekommt. Aber dem ist überhaupt nicht so. Jetzt zu meiner eigentlichen Frage: hat man keine Angst, wenn man sich auf so eine Behandlung mit unzähligen Hormonstimulationen usw. einlässt dass das Kind dass man hoffentlich dann bekommt, wenn es klappt, krank sein könnte usw. nimmt man wirklich Alles in Kauf nur um seinen egoistischen Wunsch zu erfüllen? Ich weiß dass ist sehr provokant geschrieben aber so ist es nicht gemeint, da ich ja selber davon betroffen bin und nicht wüsste was ich machen soll. Klar das kann Frauen auch passieren, die auf natürlichem Wege schwanger werden und das muss jede Frau für sich entscheiden. Und dass man sein Kind genauso liebt ob es nun gesund ist oder nicht ist klar aber ich weiß was die Familien Alles durchmachen müssen, die Ängste und Sorgen und manche Kinder werden nur ein paar Jahre alt. Für mich wäre das ganz schlimm insbesondere was die Kinder Alles über sich ergehen lassen müssen, unzählige Arzttermine, jeder zerrt an einem rum, die Schicksale die ich sehe gehen mir ehrlich sehr an die Nieren muss ich sagen und es macht mich traurig. Ich muss sagen ich habe da großen Respekt vor und wollte einfach nur mal Eure Meinung dazu hören, da man ja mit seinen Sorgen doch sehr allein da steht. Würdet Ihr es trotzdem unbedingt probieren? 



Hallo,
Steffi28

wie kommst du denn darauf, dass ein Kind wegen einer künstlichen Befruchtung etc. behindert werden könnte? Bzw. ich hab noch nie gehört, dass zB. bei einer IVF die Gefahr höher ist ein behindertes Kind zu bekommen als auf natürlichem Wege. Ich habe 4 IVFs hinter mir und hatte nie diesen Gedanken. Ich bin dann allerdings auf natürlichem Wege schwanger geworden und erst dann macht man sich Gedanken hoffentlich ist es gesund. 

Glg Steffi 



Hallo Steffi
Serenity

vielen lieben Dank für Deine Antwort. Erstmal herzlichen Glückwunsch :)! Das ist toll! Ich habe da keinerlei Erfahrungen oder so, das sind nur die Punkte die mir so durch den Kopf gehen. Habe aber schon ein paar Sachen darüber gelesen. Das muss klar jeder für sich entscheiden und ich wüßte ja auch nicht ob ich es nicht machen würde wenn es soweit ist, mache mir nur viele Gedanken darüber. 

http://www.stern.de/gesundheit/kuenstliche-befruchtung-kinderwunsch-mit-...

Lg 



Hallo Serenity
jessy13

Ich habe 3 Kinder aus künstlicher Befruchtung, zweimal durch ICSI, einmal durch Hormonstimulation. Sie sind alle normal und ganz gesund. Ich habe mir diese Frage auch bei meiner ersten ICSI gestellt weil das ja noch eine relativ junge Methode ist, die ersten Kinder sind erst so 12 Jahre alt wo man das zum ersten mal probiert hat. es gibt hinweise dass es eine geringgradige erhöhung auf behinderungen gibt, da kannst du mit einem biologen in der kinderwunschklinik sprechen, die erklären das genau, aber es ist wirklich nur minimal. IVF wird seit ca 40 Jahren gemacht, und ist sehr gut erforscht, ich denke nicht das da ein risiko besteht.Ich würde es immer wieder mit künstlicher Befruchtung probieren wenn es keine andere möglichkeit gäbe.Die meinsten Behinderungen entstehen bei der Geburt, das hat mir meine Freundin gesagt, die arbeitet bei behinderten Kindern und kennt die Akten. Und selbst wenn ein Kind bei der Geburt gesund ist, das Risiko besteht immer, es kann einen Unfall haben... die Sorge wird den der Kinder hat ein Leben lang begleiten.