Hilfe, ich gehe nach Japan
monkichou

Halli Hallo ihr lieben Menschen,

 wie man am Betreff sehen kann, habe ich heute wohl mal ein etwas untypischeres Anliegen.
Kurz vorab, ich bin 25, habe wahrscheinlich Endometriose seit ich 12 bin und sie seit 2012 offiziell erkannt und diagnostiziert, Behandlung erst seit letztem Dezember. Ist also alles noch etwas "neu" für mich.

Also, zu meinem "Problem". Eigentlich ist mir etwas total Tolles passiert, und zwar habe ich mich im Rahmen meines Studiums absolut spontan auf ein Vollstipendium für Japan beworben. Und überraschenderweise hat das auch geklappt! Und nun soll es im März für ein halbes Jahr rüber gehn. So im Nachhinein wird mir dann aber doch solangsam klar, was ich da gemacht habe, und ich bin mir auch echt nicht mehr so sicher, ob das so intelligent mit meiner Endometriose war... Nichts desto trotz möchte ich es umsetzen, weil dieses Stipendium wirklich 2 Lebensträume die ich längst verabschiedet hatte mir wieder ermöglicht. Und da ich mir im letzten halben Jahr ziemlich häufig anhören dürfte "Du hast auch NUR eine Endometriose, deswegen kannst du trotzdem normal leben und alles tun", denk ich mir auch irgendwie, ach, jetzt erstrecht! Ist halt wirklich eine tolle Chance, gerade nach den ganzen Abstrichen die man so mit einer Unerkannten Endometriose macht (und das kennen sicher einige von euch).

Jedenfalls, die erste Ernüchterung kam, als ich bei meiner Frauenärztin wegen Nachfrage besonderer Vorsorgemaßnahmen oder Ähnliches angerufen habe. Gott sei Dank war die Dame am Telefon super kompetent und konnte mir die Sorge um die Visanne vorab schon nehmen, weil ich nicht wusste ob ich die statt für 3 Monate auch für ein halbes Jahr verschrieben bekommen kann. Aber sie wies mich auf den Zoll hin, der mir wohl durchaus Probleme machen könnte. Denn man darf nur für 2 Monate Eigenbedarf Medikamente mitnehmen. Hah, sind die lustig... Hat irgendjemand von euch schon einmal ein ähnliches Problem gehabt? Oder einfach generell Ahnung vom Zoll? Ich hab schon versucht auf der japanischen Zoll-Seite klar zu kommen, aber ich bin nun eher noch mehr verwirrt als vorher.. 

Generell wäre meine Frage an euch, hat irgendjemand schonmal irgendetwas derartiges probiert, gemacht oder verworfen? Wie habt ihr das geschafft? Oder warum nicht? Hat irgendjemand vielleicht sogar direkt im Bezug auf Japan schon Erfahrungen gemacht? Ich hab im Forum schon einen kurzen Eintrag über das Essen dort gefunden, aber sonst nicht viel mehr. (Aber gerade auch im Bezug aufs Essen bin ich noch absolut unsicher. Was soll ich außer Reis und Tofu dort essen? Ist das nicht vielleicht zu einseitig? Bringt der höhere Verzehr von Tofu/Sojaprodukten nicht den Hormonahaushalt drucheinander? ) Auf was denkt ihr sollte ich besonders bei meiner Planung achten? Das wichtigste, meine Tabletten und eine gute Krankenversicherung die ggf. Krankenhaus Kosten voll übernimmt sind klar. Aber ganz ernsthaft, an was muss man sonst noch so denken wenn man Endometriose hat und so lange "verreisen" will? Oder mach ich mir da einfach nur einen zu großen Kopf drum gerade?

Ich glaube, das reicht auch erstmal, und ich würde mich wirklich riesig über eure Rückmeldungen freuen. Und falls es doch schonmal einen Thread mit ähnlichem Thema gab und ich den nur nicht gefunden habe, würde ich mich natürlich auch über eine Verlinkung freuen!

Liebe Grüße,

kathy 



Ich habe keine Erfahrung mit
Leilaz

Ich habe keine Erfahrung mit so langen Auslandsreisen und Endo oder Japan - aber du klingst so begeistert und so erfreut über diese Gelegenheit, dass ich es an deiner Stelle auf jeden Fall machen würde ;-) Wir müssen mit dieser Erkrankung so viel wegstecken, da muss man das Glück greifen, wenn es sich ergibt.

Außerdem ist Japan ja ein hochzivilisiertes Land mit struktierierter Gesundheitsversorgung. Du könntest ja vorab schonmal schauen/dich informieren, wo es Endoanlaufstellen gibt. Zur allergrößten Not könntest du auch wieder zurückkommen. Das wäre blöd und teuer und alles, aber dann hättest du deine Chance ergriffen und bereust später nichts.

Zu den Formalien: Ich habe wg. Medikamentenmitnahme mal beim Abflughafen direkt angerufen, die konnten mir sagen, wieviel ich mitnehmen darf (war 2008, 6-monatige Pille nach Australien war kein Problem).

Ansonsten könntest du noch nach Foren oder Netzwerken von/für Deutsche in Japan schauen, viell. können die helfen.

Und dich informieren, ob es die Visanne nicht auch in Japan gibt, wenn du ganz sicher gehen willst (z.B. beim Hersteller anrufen). Wenn die bezahlbar ist, könntest du dann das ganze Hickhack sparen und dort kaufen.

Manche raten von Tofu und Soja ab bei Endo wg. der östrigenartigen Wirkung; das Ernährungsbuch von Kaiser/Korell empfiehlt allerdings wiederum Tofu.

Ich drücke dir die Daumen, dass du diese tolle Gelegenheit ergreifen kannst!
Edit: mir fallen noch Reiseforen ein, z.B. von Lonley Planet, da könntest du die formellen Fragen auch noch mal stellen!



Japan ist doch super!  Dort
hannibunny0606

Japan ist doch super!  Dort haben viel mehr Frauen endo,  da ist jedem gyn endo bekannt,  nicht so wie hier in Deutschland.  Daher denke ich,  dass du da keine größeren Probleme haben solltest,  als hier