V.a. Adenomyosis
Magnolie

Hallo,

seit meinem 13 Lebensjahr und meiner ersten Regelblutung kämpfe ich mit ziemlich starken Unterleibschmerzen.
Verschiedene Pillen machte diese eine Zeit lang erträglich.

Mittlerweile bekomme ich die Schmerzen nicht mehr in den Griff. (viele verschiedene Pillensorten mittlerweile ausprobiert)

Der Ablauf und die Symptome sind immer gleich.
Am Tag der ersten Regelblutung wache ich immer gegen 7 Uhr durch langsam steigende Krämpfe (mittig/an der Gebärmutter) auf.
Diese steigern sich dann bis 9 Uhr so hoch, dass ich es nicht mehr aushalte vor Schmerzen. Dabei überkommt mich immer eine wahnsinnige Übelkeit mit Erbrechen. Mein Kreislauf geht in den Keller und ich habe Schüttelfrost. Ich kann sagen, dass ich noch niemals solche Schmerzen hatten.
Um ca. 11 Uhr gehen die Schmerzen dann immer langsam zurück, die Krämpfe haben mehr Zeitabstände bis sie fast erträglich werden.
Den Rest des Tages habe ich dann normale (auszuhaltende) Unterleibschmerzen.

Keine Medikamente (Paracetamol, Ibu, Buscopan Plus, Dolormin) konnte die Schmerzen etwas lindern.

Montag hatte ich eine BS. 

Diagnose:
myofasziales Schmersyndrom (die voruntersuchungen waren grausam)
Ausschluss Endometriose

Jeddoch wirkte der Uterus im Fundus etwas verbreitert, wirkte aufgelockert und weich, trotzdem zeigten sich keine isolierte Adenomyosis verdächtige Areale. 

Ich bin Ratlos. Irgendwie ist die Ursache nun immernoch Unklar.
Und was bedeutet eigentlich "keine isolierte Adenomyosis verdächtige Areale"? Kann die Gebärmutter auch "einfach so" aufgelockert, weich und verbreitet sein?

Bei persistierenden Beschwerden soll über die Einlage einer Mirena-Spirale nachgedacht werden.

 

Und eine Frage zur Wundbehandlung und dem Duschen.
Laut Ärztin kann ich heute wieder normal duschen. Auf dem Bauchnabel befindet sich aber noch das Pflaster und am Scharmbein eine kleines "Gitternetzverbad".
Dies müsste ich doch nach dem Duschen alles wechseln oder kann das schon alles abbleiben?

 

 

 



Hallo Magnolie, herzlich
Miramee

Hallo Magnolie,

herzlich willlkommen hier!

Bist Du nach der Bauchspiegelung etwa schon wieder zuhause? Ich hatte damals über einige Tage noch eine Wunddrainage liegen, um das Wundsekret abzuleiten, und war letztlich froh darüber, weil dadurch alles sehr gut verheilen konnte. Aber dazu gibt es eben auch unter Medizinern unterschiedliche Auffassungen....

Wenn Du nur noch solche leichten Wundabdeckungen hast, wäre ich so kurz nach der OP noch etwas vorsichtig. Sicherlich: Wasser wird der Wunder nichts ausmachen, aber Seife könnte noch unangenehm werden. Deswegen würde ich entweder die Stelle beim Duschen aussparen (also mich nicht einfach unter die Dusche stellen, sondern mich kurz mit der Handbrause abduschen) oder aber die OP-Wunden besser schützen. Es gibt wasserfeste Kompressen zu kaufen, die aber recht teuer sind. Deswegen würde ich für die paar Tage einfach ein wenig Plastikfolie/ Frischhaltefolie nehmen und mit etwas Pflaster /Leukoplast über die Wundkompresse kleben (kannst Du dann nach dem Duschen direkt wieder abnehmen). Eine frische Wundauflage nach dem Duschen kann natürlich auch nicht schaden. Ganz auflassen würde ich die Stelle noch nicht.  Dann bist Du, was die Wunden angeht, auf der sicheren Seite.

Jeddoch wirkte der Uterus im Fundus etwas verbreitert, wirkte aufgelockert und weich, trotzdem zeigten sich keine isolierte Adenomyosis verdächtige Areale. 

Ich bin Ratlos. Irgendwie ist die Ursache nun immernoch Unklar.
Und was bedeutet eigentlich "keine isolierte Adenomyosis verdächtige Areale"? Kann die Gebärmutter auch "einfach so" aufgelockert, weich und verbreitet sein?

Bei einer Adenomyose ist der Uterus oft weicher als normal, aber das ist natürlich auch nur ein sehr ungenauer Hinweis, denn jede Gebärmutter kann ihren eigenen "Festigkeitsgrad", ihren eigenen Tonus haben. Insofern ist es sinnvoll, festzuhalten, wenn eine Weichheit des Uterus auffällt, aber alleine daraus etwas schließen zu wollen, wäre voreilig.  

Und was das mit den isolierten Arealen, die adenomyoseverdächtig sein könnten, angeht, so haben Deine Operateure offenbar an der Gebärmutterwand (denn sie haben ja bei der BS von außen drauf geguckt) nichts Auffälliges gefunden. Die "Auflockerung" schien ja die gesamte Gebärmutter zu betreffen. Bei der Adenomyose ist es aber meist so, dass  in bestimmten Gebieten diese zystischen Auflockerungen vorhanden sind, was eben mit der individuellen Ausbreitung der Adenomyose zu tun hat. Dadurch wird der Uterus oft einseitig verdickt oder sonstwie asymetrisch geformt. Etwas Derartiges scheinen sie bei Dir nicht gesehen zu haben. 

...was aber natürlich nicht heißt, dass es nicht doch eine Adenomyose sein kann. Meist wird bei einem Vaginalultraschall vorab schon festgestellt, wenn es Verdickungen der Gebärmutter mit den typischen "dunklen Punkten" innerhalb der Gebärmutterwand gibt, die auf die zystenartigen Hohlräume hinweisen.  Da müssten sie bei Dir eigentllich auch geschaut haben, oder?

Alles Gute!

Mira