Nach einem Jahr wieder hier
Bäumling

Hallo liebe Frauen, 

Nach einem Jahr bin ich nun wieder hier. Große Angst hatte ich damals. 

Überhaupt war es eine beängstigende Zeit für mich. Mit 29 Jahren aus lauter

verzweifelung das erste mal bei einer Gynäkologin.  

Dann die plötzliche Überweisung zur Bauchspiegelung.

Meine erste Periode bekam ich mit 12 Jahren. Obwohl ich als jüngste in einem 5 Mädel Haushalt wohnte, konnte ich mit niemandem darüber reden. Irgendwie war es ein Tabu Thema, was es heute noch immer ist. Dementsprechend wusste ich auch nur flüchtig, was da mit mir plötzlich passierte.

In dieser Zeit, ca ab meinem 11 Lebensjahr wurde ich über einen anhaltenden Zeitraum Missbraucht, gepeinigt und Misshandelt. Auch darüber konnte ich nie reden. Mein Körper war mir immer so fremd.

Ich lag also.schon mit 12 Jahren während meiner Regel im Bett, schlimme Schmerzen, Bauch-und Darmkrämpfe, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall...und mit 12 Jahren wusste ich dies zu verbergen. "Geh raus, ich bin müde....oder Ich schlafe""....

Im Flur hing ein Apotheker Schrank, da war immer etwas drin....egal was, hauptsache es half mir bei den schmerzen. Ich dachte immer das ist so. Das muss so sein. Vielleicht hängt es auch daran, was die  ""Bösen"" mit mir machen.....niemand darf es wissen....

Zwischendrin verließ mich meine Periode wieder und kündigte sich erstwieder mit 16 Jahren an. Wieder diese Schmerzen, zusammengekrümmt saß ich auf der Schulbank, Nebenjob unter einer vielzahl unterschiedlichster Medikamente....niemand durfte wissen, wie schlechtes mir ging....

All.die Jahre habe ich mich Monat für Monat gequält und in mir fest verankert: ""du bistso blass, deine Augen geschwollen, geht es dir nicht gut"" ? .....""NEIN, MIR GEHT ES BESTENS""! 

Ich habe mit bestnoten mei.e Ausbildung abgeschlossen, hatte eine Festanstellung und war verdammtgut in meinem Beruf. Jeden Monat diese Schmerzen, jeden Monat, die vielen Schmerzmittel....

Nun mit 29 Jahren ging ich dann das erste Mal zu einer Gynäkologin. Ich bin damals einfach während meiner Regel im Badezimmer auf den Fließen wach geworden. Bin Ohnmächtig geworden. Die schmerzen waren nicht mehr zum aushalten.schmerzmittel konnte mir nicht mehr helfen. 

Es hatte letztes Jahr mehere besuche gedauert, bis ich mich der Frauenärztin anvertrauen konnte. Der Schock, über den gynäkologischen Stuhl, die Nacktheit, das ausgeliefertsein, die angst sie könnte anhand irgendwelcher Indizien an meinem inneren erkennen, was damals in meiner Kindheit passiert war.....

Nach mehrmaligen Besuchen, kam es aus mir heraus. Ich erzählte der Ärztin von meiner jahrelangen Schmerzodysee, von meiner Angst und meinen Gedanken.....eine tolle Ärztin, sie gab mir so viel Sicherheit ....und auch das nie aussprechbahre brach aus mir heraus.

Wegen der heftigkeit der Schmerzen und meiner erzählungen, dass diese schon 10-12 Tage vor den Tagen anfing, erhielt ich die Überweisung nach Homburg zur Bauchspiegelung.

Es wurde keine Endometriose diagnostiziert, aber zahleiche Verwachsungen. Die größte verband Gebärmutter und Darm miteinander....

Ich habe die Op gut überstanden. Es war eine schwere Zeit für mich, weil es auch mit so viel Charm und angst verbunden war. Zum Beispiel traf ich in der Op Vorbereitung  auf ein Untersuchungszimmer, indem ein prof. Dr. Solomayer mich untersuchen sollte. Ich war fix und fertig. Ein Mann soll mich untersuchen...ich konnte nicht und ging rücklinks wieder raus. Auch die Untersuchungen bei meiner Frauenärztin sind immer noch schlimm für mich, auch wenn ich ihr vertraue. Außerdem mit großen schmerzen verbunden. ...ein anderes Beispiel: am Tag der Op kam eine junge Ärztin und sagte, sie müssemich noch schnell vor dem Eingriff gynäkologisch untersuchen...ich ging mit ihr, sie berichtete mir, dass sie wüsste das iches bei einem Mann nicht konnte. Sie war wirklich nett und vorsichtig, aber ich hatte solche schmerzen bei der Untersuchung. Dann fragte sie ob ich beim Geschlechtsverkehr auch solche schmerzen hätte....ich habe bis heute keinen....zu tief sitzt die Vergangenheit in mir....ich musste mich erklären....

Was ich eigentlich damit sagen will ist, dass ich jahrzehnte lang geschwiegen habe, schmerzen ertragen habe und dann den Weg zur Ärztin gewagt habe. Die Op und alles was dazu gehörte an untersuchungen, Gespräche....eine sehranstrengende Odysee, welche viel mjt mir gemacht hat.

Aber ich bin auch froh diesen Weg gegangen zu sein. Ich bin inzwischen in Psychotherapie, kann der Ärztin sagen, dass ich Missbrauchserfahrungen habe und angst habe. Das macht es leichter. Auch wenn der Weg zu ihr immer wieder schwer ist und manchmal meine verkrampftheit eine Untersuchung nicht zulässt.

Nach der Op hatte ich zwei östrogenfreie Pillen versucht. Diese sollten überhaupt verhindern, dass ich meine Periode bekomme und somit die Schmerzen wegbleiben. Ging auch ganz gut, jedoch bekam ich solche Depressionen, dass ich sie wieder absetzten musste. Ein""normale  Pille"" ist bei mir wegen genetisch bedingten Blutgerinnungsstörungen nicht möglich.

Seit ca 4 Monaten habe ich wieder diese unerträglich schmerzen. Ca 10-12 Tage vor einsetzen der Blutung habe ich schmerzen, schlimme Migräne, Stimmungsschwankungen. Jeden Monat bin ich für mind. Vier Tage völlig lahm gelegt. Ich kann nicht arbeiten, habe durchfall, krämpfe, schmerzen...dabei nur eine leichte Blutung von wenn überhaut zwei oder 3 tage.

Seit zwei Wochen habe ich unabhängig von meiner Periode immer wieder Unterleibschmerzen. Ich war bei der Ärztin. Mein Bauch ist etwas dicker, wie während der Regel. Ein Ultraschall auf dem Bauch zeigt einen extremen Druckschmerz, die Ärztin meint, genau in höhe des linken Eierstocks. Nur ein kleiner weißer Fleck zeigt das Ultraschall an der extrem schmerzenden Stelle. Vaginaler Ultraschall besagt, dass alles in Ordnung ist. Dennoch sind die schmerzen da. Zudem habe ich dauernd Darmgeräusche, manchmal Blähungen und verstopfung. Die schmerzen sind am schlimmsten, wenn ich mich viel bewege, man hineindrückt. Ansonsten ein leichter dauerschmerz im Unterleib.

Die Ärztin nahm den Op Bericht vom letztem Jahr zur Hand. Sie geht davon aus, dass wieder Gebärmutter mit dem Darm verwachsen sind. Genau dort wurde die größte Verwachsung entfernt.

Ich habe gefragt, wie es überhaupt sein kann, dass ich mit 29 Jahren solche Verwachsungen habe. Sie erklärte neben Veranlagung und Entzündungen ist es einfach auch möglich, dass ich durch den Missbrauch Infetionen bakam, welche unbehandelt zu Verletzungen, Entzündungen führen.

Das macht mich nstürlich sehr traurig.

Nach einem Jahr wieder eine Op?

das rät mir meine ärztin.

Ich weiß, dass nach solch einer Op und mit drr Wundheilung wieder Verwachsungen entstehen können. Aber soll ich jrtzt wirklich wieder eine Op machen lassen????

seltsamerweise hatte ich gleich vermutet, dass es wieder was sein könnte. Aber soll ich mich wirklich noch einmal dieser Prozedur unterziehen ? 

was ist, wenn nicht gefunden wird?

 

ich habe nun wieder angst.

 

Ich habe jetzt sehr viel geschrieben, aber ich glaube es musste einfach mal raus. In der klinik war ich gestern auch schon. Habe aber trotz überweisung noch keiner Op zugestimmt. Die Arzte dort raten mir aber auch zur erneuten Bauchspiegelung. Was soll ich tun? und hstte schon mal jemand nach nur einem Jahr eine erneute Op?

In lieben Gedanken Bäumling

P.s. ich habe auch gelesen, dass Menschen sich diese Schmerzengerade mit so einer kindlichen Missbrauchserfahrung auch einbilden können. Vielleicht ist das ja so?  

 



Hi
endoela76

Oh man, du arme, das tut mir sehr leid. Ich kann dir nur sagen das du dir das nicht einbildest also vergesse den Gedanken bitte. Ich möchte gerne wissen ob du in einem Endozentrum Stufe 3warst? Denn normale Kh übersehen auch gerne mal Endo. 

Ach man weiß gar nicht was ich sagen soll außer das mir das echt leid tut was du erlebt hast.

LG Ela



Hallo Ela,  danke für dein
Bäumling

Hallo Ela, 

danke für dein zuhören. Ich weiß nicht ob ich in einer Endometriose klinik Stufe 3 war! Die Frauenklinik in Homburg hat eine Fachabteilung die sich zumindest""Endometriosezentrum "" nennt. 

Per Zufall bin ich darauf gestoßen. Menschen die im Internet schreiben, dass sie chronische Unterbauchschmerzen haben, welche psychisch bedingt sind. Also dafür keine physiologische Erkrankungen  zugrunde liegen. 

Ich erinnere mich auch, dass meine Ärztin letztes Jahr mal sagte, dass Menschen mit ähnlicher Vita nicht selten solche Schmerz-probleme haben.  

Ist es denn wirklich möglich nach nur 14 Monaten, dass wieder Verwachsungen da sein können?

Ich finde es fühlt sich so an, als würde da der Körper gegen einen arbeiten!  Frown

Ich glaube ich habe einfach wieder Angst.  Embarassed



Leider...
endoela76

Leider ist es möglich. Ich hatte schon 16 Endo Ops und einige Ops waren schon nach 2 - 3 Monaten und es wurde immer was gefunden. Verwachsungen können sehr schnell entstehen genau wie Endo schnell wiederkommen kann.

 



Aber Endo hat sie doch
lillibelle

Aber Endo hat sie doch nicht, woher sollen die Verwachsungen bei ihr entstanden sein. Wenn von der OP, dann ist die Frage berechtigt, ob man das jährlich durchführen lässt. Allerdings bei unerträglichen Schmerzen.... das ist wirklich verdammt schwierig. Was sagt deine Ärztin, dass du vor der OP so viel Angst hast und Zweifel?

 



Sie sagte das
endoela76

Endo nicht diagnostiziert wurde, ich denke eher das sie Endoherde bei der Op übersehen haben. Ich habe nicht gesagt das sie Endo hat ich sagte nur das sie sich nochmal im Endozentrum vorstellen soll.

Mir wurde auch nicht gesagt das ich Endo habe, stand zwar im Op Bericht aber die hatte ich ja nicht. Ich glaube nicht das solche Schmerzen von Verwachsungen kommen können. Klar die tun auch mega weh aber nicht so in dem Ausmaß wie bei ihr.

 



Liebe Bäumling,   ich bin
RosaCA

Liebe Bäumling,

 

ich bin nicht mehr so oft hier im Forum, da ich mittlerweile Endo"frei" bin und "nur" noch an massivsten Verwachsungen leide. Ich las aber deine Geschichte und möchte dir unbedingt antworten.

 

Erstens, Verwachsungen können sozusagen fast sofort nach Beseitigung eben dieser wieder auftreten. Bei mir dauerte es keine vier Wochen. Nach zwei Monaten wieder Operation. Es sah genauso aus, als wären sie nie beseitigt worden. Das gleiche Spiel bei der vierten Operation. Bei dieser wurde zum ersten mal auch mit einer sogenannten Adhäsionsprophylaxe gearbeitet (google dich da mal durch, sowie hier im Forum findest du auch viel zum Thema). Verwachsungen können völlig unabhängig von der Endometriose auftreten. Sie können allein schon DURCH den chirugischen Eingriff entstehen. Auch dazu findest du viel Literatur. Verwachsungen sind mit einer der häufigsten Komplikation! und werden trotzdem so stiefmütterlich in der Chirugie/Medizin behandelt.

 

Die 

Verwachsungen/Operationen habe mich (inkls. einer anderen neurologischen Erkrankung) mit nur 29 Jahre in die Erwerbsminderungsrente manövriert. Das schreibe ich dir, damit du aufhörst dir zu sagen, das du dir eventuell alles "einbildest". Sie sind als eigenständige "Krankheit/Problematik" zu betrachten. Es gibt hierzu auch eine sehr informative Seite...ich glaube die hieß: Verwachsungsbauch.was auch immer. Ich rate dir, dich trotz deiner wirklich schlimmen traumatischen Lebensgeschichte, dich in einem Endometriosezentrum der Stufe 3, vorzustellen. Dieses Verzeichnis findest du hier auch auf der Seite. Ein weiterer Schritt sollte sein, sich nicht weiter wahllos mit allem was der Medizinschrank an Pillen hergibt über Wasser zu halten, sondern dich in einer multimodalen! Schmerztherapie vorzustellen. Neben all dem brauchst du ja nicht noch einen Leber oder Nierenschaden durch Medikamente...die offenbar sowieso nicht ausreichend helfen? Ich habe einer weiteren Verwachsungsop zugestimmt letztes Jahr, ich bin vor Schmerzen (die ich ein Jahr auch aushielt) fast umgekommen.

 Hab Mut, geh es an....Ich wünsche dir alles alles erdenklich Gute!

 



Hallo
loki

Hallo - zunächst mal - es tut mir wahnsinnig leid was Dir widerfahren ist. Das kann man nicht so einfach wegstecken und ich kann Dich nur zu gut  verstehen. Es kann immer sein dass in so kurzer Zeit nach OP wieder Verwachsungen oder anderes entstehen - auch noch viel früher. Ist bei jedem anders. Kein Fall ist gleich. Man hat viele Fragezeichen - aber klären kann man diese erst wenn man nachschaut. Dann kann man auch versuchen sich für einen Weg zu entscheiden.  Musste ich auch  - ist leider nicht so gut für mich gelaufen - aber da kann keiner was dafür - ist mein Schicksal und ich muss mich damit arrangieren. Kann Dir nur empfehlen - lass nachschauen - am besten in einem guten Endozentrum - und wenn es irgendwie geht - sollte Deine Ärztin Dich dort anmelden, etwas vorfühlen und auch das die erste Begegnung und Untersuchung von einer Frau durchgeführt wird  - auch wenn ich meist erlebt habe das männl. Ärzte in diesem Bereich viel einfühlsamer sind als Frauen. Auch kenne ich von mir das bei der Untersuchung alles abgedeckt wird - nur der zu untersuchende Bereich frei für den Untersucher ist. Da war ich sehr überrascht als ich dies erlebte und es hat mir viele Ängest genommen - auch ein gute Freundin hat dies so erlebt. Es kann sehr viel getan werden, damit Du nicht so große Angst haben musst. Es wäre bestimmt sinnvoll wenn bei Dir auch eine gut auf Deine Situation abgestimmte Behandlung / Therapie aus verschiedenen Bereichen durchgeführt werden würde, z.B. auch in ein Zentrum gehen welches Integrative Medizin anbietet. Du brauchst sehr einfühlsame Ärzte - musst zu diesen Vertrauen fassen können - sonst wird es sehr schwierig für Dich. Ich wünsch Dir ganz viel Mut und Kraft und alles alles Gute. Du schaffst das!:) Pass auf Dich auf!



Hallo
Bäumling

Hallo liebe Forummitglieder,

Erst mal lieben Dank für eure anteilnahm.

Ich habe in den letzten Tagen noch mals viel gelesen damit die Angst weniger wird.

Wisst ihr was für mich glaube ich am schlimmsten ist, ist die Ursache der Verwachsungen. Es fühlt sich für mich so an, als wäre ich vergiftet worden, was psychisch auch tatsächlich so zutrifft. Natürlich kann mir kein Arzt der Welt defifitv sagen, dass ich von dem früheren Mb Infektionen davon getragen habe, welche unbehandelt blieben, entzündungen hervorriefen und letztenendes zu verletzungen im Bauchraum und dadurch zuVerwachsungen führten. Es gibt, so habe ich es zumindest in den letzten Tagen gelesen, zahlreiche andere Faktoren die Verwachsungen hervorrufen. Dennoch brennt dieser Gedanke in mir und es tut einfach weh...

Meine Angst vor einer erneuten Op kommt nicht etwa von meiner Ärztin, sie hat mir da nichts eingeredet oder so bzw.mir nicht irgendwelche Befürchtungen aufgezwängt.

Es ist einfach meine angst vor der ganzen Odysee aus Untersuchungen, Erklärungen, wieder um eine Frau bitten die mich untersucht, mich erklären zu müssen, warum ich nicht weiß ob ich schmerzen beim Verkehr habe, weil ich einfach keinen habe, die Untersuchungen die immer schmerzhaft sind....mir ist das alles irgendwie zu viel. 

Ich denke, genau aus diesem Grund habe ich auch ein bisschen meine Geschichte hier erzählt, einfach damit man nachvollziehen kann, was das alles mit mir macht und wie es mir damit geht. In meinem Leben ist einfach zu viel nicht so gelaufen wie es hätte laufen sollen und ich komme mir damit vor, als wäre ich ein anderer Menschen von ei.er anderen Welt. So fühlt es sich zumindest an, wenn eine junge Ärztin mich untersucht und fragt ob ich beim Geschlechtsverkehr auch solche schmerzen habe. Wenn ich antworte: ich habe keinen Verkehr und sie dann sagt: aber als sie welchen hatten....und ich mich dann erkläre....es ist wirklich blöd Embarassed

Da sehen die Ärzte eine junge, hübsche und moderne Frau, die mitten im Leben steht, beruflich erfolgreich ist und künstlerisch aktiv....und dann sowas. Da breche ich ein. Ein Doppelleben, in dem ich sicherlich noch eine Weile sein werde, denn 20 Jahre Leben in dieser Haltung des Verbergens lassen sich glaube ich nicht so leicht abschütteln.

So das musste jetzt erst mal raus.

Ich werde mich nun mal schlau machen, ob die klinik in der ich war nicht ein Endometriosezentrum der Stufe 3 ist! ich kann mir zwar weniger Vorstellen, dass bei dieser großen Narnierung Endoherde übersehen wurde, aber wenn ich mich wieder operieren lassen muss, dann wenigstens in so einem von euch erwähnten Zentrum der Stufe 3 .

Mittlerweile habe ich wohl auch verstanden, dank eurer Hilfen, dass es nicht selten dass nach nur einem Jahr wieder Verwachsungen da sind. Es macht mich nur einfach fertig.

Ich erinnere mich an die ertse Nacht in der Klinik nach der Op. Ich habe den ganzen Tag über schmerzmittel über die Vene erhalten und die Schmerzen waren auszuhalten. Nachts, klingelte ich mehrmals, als die Schmerzen kamen. Doch irgendwann kam eine junge Nachtschwester generft herein und sagte mir, dass sie mir nicht mehr geben dürfte , weil ich die Dosis für meine 48 kg längst überschritten hätte.Ich lag also in diesem Bett und die schmerzen wurden immer schlimmer. Ich zog die Beine an, weinte, frohr und schwitzte zugleich. Ich stöhnte mich mit wiegenden Beinen in den Schlaf. 

Neben mir lag eine ältere Dame, schon das dritte mal hatte sie Brustkrebs. ich erinnere mich, dass sie an mein Bett kam und mir über die Stirn streichelte und versuchte mich zu beruhigen. Dann ging sie mitten in der Nacht aus dem Zimmer. Ich lag da und konnte nicht mehr vor schmerzen...das Licht ging an, sie kam wieder in das Zimmer und sagte, sie hätte darauf bestanden, dass die Ärztin käme. Und dann war die Ärztin da. Ich war so neben mir vor schmerzen, dass sie mir erst mal half zu beruhigen. Es war der Schlauch in meinem linken Unterbauch, der das Wundwasser ablaufen ließ.Der Beutel war voll und in dem Schlauch war noch immer viel Blut. In Nacht und Nebel Aktion wurde er mir unter entsetzlichen Schmerzen gezogen. Dann bekam ich noch mal eine Flasche Schmerzmittel über die Vene und ich schlief ein....

Und die ältere Dame, war mein Engel in der Nacht.  

Vielleicht bin ich auch empflindlich, aber es war wirklich schlimm. Und jetzt wieder....

Ich habe einfach angst.

In lieben Gedanken

Bäumlich

P.s. es tut mir unsagbar gut in diesem Forum mit euch zu schreiben und eure Erfahrungen geben mir das Gefühl eben doch auch irgendwo eine ganz normale Frau zu sein. Danke dafür 

 



Ach meine "Liebe", es tut
RosaCA

Ach meine "Liebe",

es tut wirklich weh, deine blanke Angst in, wie auch zwischen, deinen Zeilen zu lesen. Mir fiel eben noch etwas ein...es gibt sehr häufig auf Gyn-Abteilungen Psychologen. Es sind meist in der Onkologie "spezialiserte" Psychologen. Sie versuchen die Frauen nach Krebsoperationen aufzufangen. Ich hatte vor und nach meiner OP auch so eine Begleitung. 

 

 

Ich würde vorschlagen das du dich nun erstmal in Ruhe mit der Wahl eines Krankenhauses befasst. Deine Wunschklinik deiner Gynäkologin (die ja nun um alles weiß) mitteilst. Und SIE sich dann dort meldet und deinen speziellen Fall im Vorraus erläutert. Meine Gynäkologin hat das für mich gemacht...natürlich aus anderen Gründen wie bei dir...aber es hat gefruchtet. In meiner Akte steht zwar nun fett in rot "schwierige Patientin", ist aber egal. Als es zu den Voruntersuchungen, Planung etc. kam, musste ich mich NICHT erklären und sah auch nie einen ARZT, nur Ärztinnen. Ich habe mich sehr sehr gut aufgehoben gefühlt. Ich weiß nicht wo du wohnst...in meinem Fall war es das Albertinen Krankenhaus in Hamburg. Wie du lebe ich übrigens eine ausgeprägte optische, wie auch verhaltenstechnische Ambivalenz...

 

 Die (eventuelle) Ursache warum überhaupt alles so gekommen ist, wie es gekommen ist....ist nicht änderbar. Aber dein körperlicher Zustand ist es. Es ist etwas, was du beeinflussen kannst. Nutze das! Versuche dich so selber psychologisch "zu veräppeln". Es gibt nur dieses eine Leben...und du bist nicht auf der Welt um dich solch KÖRPERLICHEM Schmerz auszusetzen. Deine Seele, da müssen (und das machst du ja auch) schlichtweg andere Fachrichtungen "ran"......Drück dich!

 

 

 



Hallo RosaCA, Du hast es
Lilith

Hallo RosaCA,

Du hast es sehr schön und treffend formuliert,danke dafür!

 

 

Hallo,

es gibt sehr gute Möglichkeiten so ein Trauma aufzulösen,auch ohne,dass Du alles nochmal erzählen musst,oder Du Dich erklären müsstest.Vielleicht kann man das auch während einer Reha angehen.Eine Bekannte von mir hat das miteinander verbunden und es war wohl sehr gut!Wenn Du da mehr wissen willst gerne per PN!

RosaCA hat ja schon super erklärt,wie Du es angehen kannst,ohne Dich ständig erklären zu müssen.Genau so würde ich es Dir auch raten vorzugehe.Vielleicht magst Du uns mitteilen,welches Endometriosezentrum der Stufe 3 in Deiner Nähe ist und jemand kann Dir hier dann durch Empfehlungen weiter helfen.Verwachsungen können nach wenigen Stunden schon wieder entstehen und sehr viele betroffene Frauen haben,ohne dass sie mehrfach operiert wurden mit Verwachsungen zu kämpfen,oft da ein Zeichen von den voran gegangenen Entzündungen.Und selbst,wenn man vor einem Jahr nichts gesehen hat,heißt es noch nicht,dass Du keine Endo hast und jetzt was sichtbar ist!

 

 

Alles Gute und wenn die zu der Therapie(s.o.)mehr wissen möchtest,oder Du sonst Fragen hast,oder Unterstützung brauchst,dann schreib einfach!

 

 

vG Lilith