schmerzfrei nach OP?
cupcakefee

Hallo,

ich bin neu hier im Forum. Ich habe seit meiner 1. Regelblutung mit 12 Jahren extrem lange und schmerzhafte Blutungen. Aller 2-3 Wochen hatte ich ca. 10 Tage extreme Blutungen (jede Stunde 1 Nachtbinde + Tampon) und so starke Schmerzen, dass ich mich trotz 4 Tabletten pro Tag ständig übergeben habe und in 5 Jahren ca. 5 Mal mit Blinddarmverdacht ins KH musste. Mit 19 endlich die Pille bekommen (Microgynon) und damit ca. 3 Jahre normale Beschwerden (normale Blutung ca. 5 Tage und leichte Regelschmerzen, normaler Alltag war möglich). Dann schleichend wieder Verschlechterung. Dann habe ich die Valette im Langzeitzyklus (3 Monate ) bekommen und war das 1. Mal in meinem Leben ca. 7 Jahre überglücklich (schwache Regel fast auf Stunde genau am 3. Tag der Pause für 3 Tage und komplett ohne Schmerzen). Dann wieder schleichende Verschlechterung. Vor ca. 3 Jahren ständig Zwischenblutungen und wieder Schmerzen. Bauch wurde immer dicker, extreme Wassereinlagungen, Stuhlgangsveränderungen. Nach vielen unbefriedigenden Arztbesuchen hat endlich jemand meinen Verdacht auf Myom bestätigt. Leider war es so ungünstig verwachsen, dass die Gebärmutter entfernt wurde. Schon bei OP-Besprechung im Ultraschall war zu sehen, dass die GM mit dem Darm verwachsen war und endlich die Diagnose Endometriose bestätigt wurde. Ich wurde aufgeklärt, dass evtl. ein Stück Darm entfernt wird und ein Bauchschnitt notwendig ist. Als ich aus der OP aufwachte, sagte man mir, dass keine Endo gefunden wurde und auch der Darm in Ordnung ist. Die Histologie der GM war auch negativ. Damit hieß es, man kann keinen Grund für meine Beschwerden finden. Nach ca. 3 Monaten habe ich eine 6-7 cm große Eierstockzyste bekommen, die erfolgreich mit Chlormadinon behandelt wurde, damit wurde auch meine extremen hormonellen Beschwerden verbessert, weswegen ich dann wieder die Valette bekommen habe, diesmal aber im 3 Wochen-Rythmus (GM-Hals habe ich noch). Jetzt seit ca. 4 Monaten ständig Unterbauchschmerzen und in Pillenpause Blut auf Stuhl (vaginal keine Blutung mehr). Nach vielen Untersuchungen Ultraschall und MRT jetziger Befund: Endozysten beide Ovar und rectovaginal, sowie viele Herde komplettes Becken, Bauchfell, Sigma und Rectum. Habe jetzt seit ca. 10 Tagen die Cerazette bekommen und stehe jetzt vor der Entscheidung wieder neue OP. Durch Lesen hier im Forum sowie Gespräch mit Arzt im Endozentrum kommt es trotz OPs und Hormone immer wieder. Jetzt würde ich gern von Euch wissen, ist man nach erfolgreicher Entfernung eine Zeit komplett schmerzfrei und wielange hält die Herdfreie Zeit an, bis wieder eine OP fällig ist. Sorry für den langen Text, aber ich bin fix und fertig mit den Nerven, weil ich mich schon 25 Jahre damit quäle. 



Hey :) Das tut mir leid für
hannibunny0606

Hey :)

Das tut mir leid für dich

Also ich war nach meiner Sanierung und nochmal verwachsungen lösen ca. 6 Monate Beschwerdefrei.  Also nicht gerade lange aber besser als nichts ;)



Ich hab Endo seit ich mit 8
Sonnenschein 32

Ich hab Endo seit ich mit 8 meine Periode bekommen  habe. Jetzt bin ich 32...habe eine sehr schwere und zwar Überal...selbst schon in Nieren und Leber. Habe dennoch  gesunde Kinder bekommen können. Ruhe hatte ich erst nach meiner Totalop....jetzt steht noch ein Darmop am Montag an. Weil Darm zu lang , ständig entzündet usw....es ist dann meine 22 Operation. Ich habe die besten Ergebnisse und lange Ruhe erst du eine Ernährungsumstellung erreichen können. Und Zwar : Glutenfrei, laktosefrei, keinen Kaffee , Schwarzen oder grünen Tee, kein Soja, Zucker und Fleisch reduzieren oder ganz weg lassen...aber nach und nach nicht alles auf einmal. 

 

Und die besten Ergebnisse ohne Pille und co...die hat bei mir nämlich alles verschlimmert auch Valette ect...

 

Mir und da schwöre ich bis heute drauf , hat auch am besten Utrogest+Mönchspfeffer+Fohlsäure+Vitamin B12 und D. 



Hallo Cupcakefee, ob oder
Miramee

Hallo Cupcakefee,

ob oder wie lange man nach einer Endo-OP beschwerdefrei ist, ist ganz unterschiedlich. Es kommt auf die Ausprägung der eigenen Erkrankung, auf die Fähigkeiten der Operateure, auf die Pflege nach der OP und die anschließende Therapie an.

Ich hatte - abgesehen von den Wundheilungbeschwerden natürlich, die ersten Monatsblutungen können grässlich sein! - nach der OP über 4 Jahre praktisch keine Beschwerden.  Eine Hormnontherapie habe ich nicht gemacht, weil ich die nie vertragen habe. Stattdessen hatte ich regelmäßige Akupunkturbehandlungen und habe meine Ernährung umgestellt. Zucker, Milchprodukte und sonstige tierische Nahrungsmittel haben meiner Erfahrung nach besonders viel Einfluss auf die Endometriose. Je weniger man davon isst, desto besser. Soja wird allerdings von der Ernährungsexpertin Britta Kaiser, die das Buch "Endometriose und Ernährung" geschrieben hat, empfohlen, weil die vielen Phytoöstrogene darin die Östrogenrezeptoren besetzen und damit für die um ein vielfaches stärkeren anderen Östrogene blockieren können. Es kann krampfartige Schmerzen extrem reduzieren, wenn nur die schwachen Phytoöstrogene zum Zuge kommen. 

Aktuell habe ich mal wieder eine große Endo-Zyste. Über zwei Jahre  war sie bei jeder Kontrolle unverändert klein. Über den Sommerurlaub (keine Akupunkturbehandlung + meine mangelnde Disziplin - ich konnte mich nämlich in Griechenland nicht beherrschen und habe häufig Joghurt und Feta gegessen) ist das Ding  richtig gewachsen, verursacht diverse Beschwerden  und gibt deswegen jetzt Anlass zu einer OP. Aber solange ich mich konsequent vegan ernährt habe, ging es mir sehr gut!

Liebe Grüße,

Mira



Hallo Ihr Lieben, danke für
cupcakefee

Hallo Ihr Lieben,

danke für Eure schnellen Antworten. Das klingt ja nicht so positiv. Ich hatte ja schon von meiner jetzigen Ärztin gehört, dass ihre Patientinnen trotz Hormontherapien immer wieder OPs haben, hätte aber nie gedacht, dass sie so häufig notwendig sind. Was mir am meisten Angst macht ist, dass es nach der Op schlimmer wird, bwz. dass ich einen Darmverschluss aufgrund neuer Verwachsungen bekomme.  Mir wurde damals vor meinem Bauchschnitt gesagt, dass ich nur noch in akuten Ausnahmefällen operiert werde und solange Wasserlassen und Stuhlgang funktioniert, geht da keiner mehr ran. Und auch jetzt im Endozentrum waren sie erst mal abwartend, weil aufgrund der Darmbeteiligung die OP nicht ohne Risiken ist u. a. künstlicher Darmausgang und massive Nervenschädigung. Außerdem haben auch sie nach ihrer Erfahrung eine Verschlimmerung durch Verwachsungen erlebt. Ich muss jetzt am 30.11, wieder hin zur Auswertung meiner abgegebenen Befunde sowie die Auswertung der Histologie (ich hatte Glück im Unglück, dass die Ärztin dort bei der Untersuchung im rectovaginalen Bereich einen blauen Knoten gesehen hat und gleich eine Biopsie vorgenommen, damit bleibt mir wenigstens eine Bauchspiegelung zur endgültigen Abklärung erspart, da im MRT das etwas untypisch aussah und auch noch Krebs im Raum stand). Ich habe außerdem noch weitere Erkrankungen: Zöliakie seit Geburt (dadurch lebenslange glutenfreie Ernährung), Neurodemermitis seit ich 20 bin und eine unklare Autoimmunerkrankung (lt. Blutbild spricht es für irgendeine unklare Kollagenose,  die weiteren Tests waren aber in Ordnung, bin im Januar nochmal bei Rheumatolge, da irgendwas noch zusätzlich in mir arbeite. Ich rauche nicht, trinke nicht und ernähre mich neben der glutenfreien Lebensmittel sehr gesund. Mit Hormonen hatte ich zum Glück nie Probleme, war ja mit Vallette 7 von 10 Jahren komplett beschwerdefrei, bis ich dann das letzte Jahr 6 Monate mit entsprechenden Schmerzen durchgeblutet habe. Waren bei Euch die OPs nur aus Schmerzgründen notwendig oder habe die Ärzte Euch wegen Organschäden dazu geraten?