3 Wochen nach BS Schmerzen in der Bauchdecke
steffimers

Hallo Ihr Lieben,

ich habe mal eine Frage. Vor gut 3 Wochen hatte ich meine 2. BS. Innerlich wurde sehr viel geschnitten, ich hatte daher auch starke Schmerzen, die immer mehr abgeklungen sind, aber noch immer nicht weg sind. Laut Gyn bei der Schwere der OP aber kein Wunder.
Bis zum Tag 18 hatte ich keinerlei Probleme mit den äußeren Wunden. Dann aber fing starkes Stechen und Ziepen rund um den Bauchnabel an. Ca. 2 bis 5 cm vom Bauchnabel entfernt. Es fühlt sich so an, als ob mir jemand kräftig in den Bauch kneift, bzw. sticht. Beschränkt sich nicht auf eine Stelle, sondern ist mal links, mal rechts, dann auch oben. Über dem Bauchnabel habe ich nämlich eine ältere Narbe, die zwickt jetzt auch teilweise. Das schränkt mich alles enorm ein. Bei meiner ersten BS hatte ich da keinerlei Probleme, die Chirurgen sind damals aber auch nicht durch den Bauchnabel gegangen. Schon kurz nach dem Aufstehen Morgens fängt es an. War es gestern links neben dem Nabel, hat es heute rechts daneben angefangen zu zwicken. Ich meine damit aber ein ziemlich heftiges Zwicken. Und seit drei Tagen verteilt sich das eben auch um den Nabel herum.

Ich habe auch das Gefühl, dass bei der aktuellen BS mehr Gas benutzt worden ist. Unterhalb des Bauchnabels hängt der Bauch und wenn ich vor dem Spiegel schaue, sieht er dort ganz schrumpelig aus, so wie in sich zusammengefallen. Ich bin zwar nicht gerade schlank, aber das macht mir zu schaffen. Hoffentlich geht das wieder weg.
Kann es auch sein, dass die Bauchdecke überdehnt wurde und sich jetzt langsam wieder zusammenzieht und das dadurch diese Schmerzen kommen? Sie sind definitiv in der Bauchdecke. Mir ist es zu blöd, deswegen zum Arzt zu rennen, denn solhe Aussagen wie von mir oben machen einen beim Arzt doch immer unglaubwürdig. Der Arzt sagte mir ja eh, der Bauch könne nicht "ausgeleiert" wirken. Ich wollte da erst mal nach Euren Erfahrungen fragen. Das Internet hat mir bei der Suche nicht so ganz weiterhelfen können. Da ging es immer nur um Schmerzen im Nabel. Die habe ich nicht, es ist der Bereich komplett um den Nabel drum herum. Mein erster panischer Gedanke war, da ist die Bauchdecke gerissen, als es die Tage nur eine Stelle war. Denn an der Stelle tat es wirklich sehr weh. Aber beim Drücken ist nichts zu fühlen. Ich hatte schon einen Bauchdeckenbruch und weiß, dass man da deutlich die Dellen fühlt, wenn man abtastet. Jetzt, wo es aber so ganz um den Nabel drum herum ist, können es für mich keine zig Brüche sein, da muss etwas anderes vorliegen. Was mir aufgefallen ist, wenn ich dort massieren, kann ich mir den Schmerz fast immer wegmassieren, wenn auch nur kurzfristig. Vielleicht wirklich eine überdehnte Bauchdecke, die sich jetzt zusammenzieht und es dadurch zum Teil heftig zwickt?
Oder spinne ich einfach nur und muss zum Therapeuten?

LG
Steffi



Hallo, kann dir leider nicht
Carnina

Hallo, kann dir leider nicht helfen. Nur sagen dass ich das auch kenne. Bzw immernoch ab und zu haben. Woher das kommt weis ich selber nicht..... Ich beschreib das Gefühl gern wie "Muskelfaserrisse in der bauchdecke" und auch nur selten ist es tastempfindlich....... Vielleicht kennt sich ja hier jemand aus......



So viele Mitglieder hier und
steffimers

So viele Mitglieder hier und nur eine Antwort? Das kann doch nicht sein. Es muss doch mehrere Frauen geben, die ähnliche Probleme haben. 

Habe vor mehreren Tagen auch schon an die Experten die gleiche Frage gestellt, bisher keine Antwort. Bisher habe ich hier in der Vergangenheit keinen guten Erfahrungsaustausch erleben können. Außer bei Beiträgen, die sich um die Pille drehen. Alles andere scheint wegen Desinteresse gar nicht erst gelesen  zu werden. 



Deine Probleme
loki

Hallo liebe Steffimers, Du musst Dir einfach bitte etwas mehr Zeit für die Heilung geben - wenn Du aktuell nicht damit klar kommst dann geh bitte zum Arzt und bespreche dies.Wenn es für Dich nicht akzeptabel ist was dieser sagt- dann such Dir einen anderen Arzt  - notfalls - wenn man alleine nicht damit klar kommt ist psychologische Unterstützung oft sehr sinnvoll - dass heisst aber nicht das man depressiv etc ist - Unterstützung aus diesem Bereich ist eine sinvolle Begleitbehandlung - Gespräche führen - aufarbeiten - Möglichkeiten besprechen. Denke bitte immer daran  - jeder ist ein Individualfall. Keiner hier kann Dir eine korrekte Information geben ohne Fachkenntniss und Kenntniss der Befunde. Manches ist einfach sehr komplex und gehört in die Hände von Fachleuten. Und Heilung nach  BS bzw inkl. operativem Eingriff kann sehr unterschiedlich dauern. Es gibt Patienten die sind nach 2 Wochen wieder auf den Beinen - andere brauchen Monate (ich bin auch so Eine, die nicht so schnell wieder fit war - hab versucht mit Ablenkung eine Besserung bei den Problemen zu bekommen - hat oft geholfen  - denn es gab auch bei mir nach den OP´s meist keinen Grund für viele ?). Sicher machst Du Dir viele Sorgen und Gedanken - ist auch verständlich - aber besprich dies mit den Fachleuten - lass nachschauen. Ich hatte auch nach einer meiner vielen BS das Gefühl mein Bauch wurde mit der Füllung eines Heißluftballons verwechselt. Das tut weh in allen möglichen Regionen vom Körper  und dauert einfach - andere Bekannte hatte nach Galle OP auch mittels Lap über 8 Wochen Probleme mit dem Gas. Übrigens meine ganzen Operationen wurden mittels BS und über den Bauchnabel getan inkl. 2 kleiner Schnitte in den Leisten - meine große Nachoperation am Darm wurde nur über den Nabel getan - d.h. dort wurde die Kamera eingeführt und ebenso die Arbeitsinstrummente mit welchen dann das problematische Stück Darm entfernt und über den Nabel herausgeholt wurde. Sicher hatte ich nachher auch Probleme - aber das ist halt so. Ein Bauchschnitt ist meiner Ansicht nach viel heftiger. Bei mir ist alles so gut verheilt  - man muss sich aber schon Zeit geben - ist fast nichts mehr zu sehen. Und noch was - wenn Du kein Vertrauen zu den Ärzten hast wo Du hingehst - wird für Dich keine akzeptable Aussage kommen. Vertrauen ist die halbe Miete - die Chemie muss stimmen. Also geh bitte zum Arzt und lass nachschauen/untersuchen - nicht abwarten und links bzw rechts fragen und Mutmaßungen stellen. Alles Gute für Dich.



Schlossherrin danke für
steffimers

Schlossherrin danke für Deine Antwort. Allerdings sind Foren doch zum Erfahrungsaustausch da, daher verstehe ich Deine Aussage "...nicht abwarten und links bzw. rechts fragen... " in keiner Weise. Dann bräuchte es diese Foren nicht zu geben. Und meine Frage bezog sich ja auch nicht auf Schmerzen an den OP Stellen (innerlich wie äußerlich), sondern ich habe eine Frage zu schmerzhaften Problemen mit der Bauchdecke gestellt. Das ist aber doch etwas ganz anderes. Meine Bauchdecke schmerzt zum Teil stark, unabhängig von den OP Wunden. Daher die Frage, ob es an Überdehnung liegen könnte. Aber da kann mir keiner etwas zu sagen. Anscheinend bin ich die einzige mit dem Problem. Passt dann ja auch, dass die Ärzte sagen, dass das gar nicht sein kann. Wenn es nicht sein kann, dann muss denen ja vor 4 Wochen ein Kunstfehler passiert sein. Folglich müsste ich mich unverzüglich nochmal operieren lassen, um den Kunstfehler nachzuweisen und meine neuen Bauchdeckenschmerzen zu beheben.



Hallo steffimers,  auch in
hannibunny0606

Hallo steffimers,  auch in solchen speziellen Foren treten immer wieder Beiträge auf,  bei denen niemand helfen kann bzw die, die helfen könnten sind nicht so regelmäßig aktiv.  Ich hatte auch schon die ein oder andere Frage gestellt und niemand konnte mir da weiterhelfen



Ich war beim Arzt. Er konnte
steffimers

Ich war beim Arzt. Er konnte nichts Ungewöhnliches feststellen. Üblicher Spruch: sowas hatte ich noch nie....

Ja nee, klar. Ich soll Schmerzmittel nehmen und abwarten oder er schaut mit erneuter BS nach, was los ist. Läge an mir. Ja aber was ist, wenn bei erneuter BS nichts gefunden wird und dann an der neuen Stelle, wo der Trokar eingebracht wird (soll dann nicht durch den Nabel gehen) später ebenfalls solche Beschwerden enstehen? Ausgerechnet ist nächste Woche Weihnachten.   Vorher machen lassen oder nicht? Oder erst mal gar nicht machen lassen und längere Zeit abwarten? Ich bin völlig verzweifelt. Bitte melde sich doch jemand, der gleiche Probleme hat. 



Huhu, ich krame jetzt
RosaCA

Huhu,

ich krame jetzt gedanklich noch mal in meinem Fundus gesammelter postoperativer Phasen, Probleme und Schmerzzustände.

Ich weiß nicht ob sich das vollkommen mit deinem Beschwerdebild deckt. Ich hatte und habe nun wieder, reißenden/zwickenden Schmerz um die Bauchnabelregion/kurz darunter, sowie auch rechtsseitig. In allen Fällen waren dies Verwachsungen (Darm). Verwachsungen in großem Umfang sind bei mir immer schnell wieder entstanden. Schon 3,4 Wochen nach Operation. Was dazu führte das nach 8 Wochen wieder eine Operation nötig war. 

 

Dann kenne ich den von dir beschriebenen Schmerz so für 4 bis 6 Wochen nach OP als "Nachwehen". Quasi eine Art "schmerzhaften Muskelkater" der immer unterm Nabel angesiedelt ist und sich von links nach rechts zieht. Wie eine Schnur die einem durch die Gedärme gezogen wird. Ich brauche immer sehr lange bis das weggeht. 

Ich würde mir noch ein bisschen Zeit geben und ansonsten mich im Januar nochmal mit einer Entscheidung auseinandersetzen. Übrigens hörte ich auch immer nur "Kann nicht sein", "Habe ich ja noch nie gehört..."... Da dann Operationen folgten stellte sich schon ein erschreckendes Ausmaß an Verwachsungen dar, die sehr wohl meine Beschwerden erklärten.

Alles Gute!  



Im Bauchraum vergessen....
steffimers

Danke RosaCa für die Schilderung. Also gibt es doch die Sachen, die es eigentlich nicht gibt......Allerdings habe ich diese Problematik ja nicht von Anfang an, sondern sie fing ja erst 3 Wochen nach der OP an.
Ich habe mir jetzt einen Termin bei einer Osteopathin geben lassen und deren Aussage hat mich total in Panik versetzt:
"Hoffentlich hat man bei Ihnen im Bauchraum nichts vergessen..." WIE BITTE WAS???? Im Bauchraum vergessen? Passiert das bei einer Laparaskopie etwa auch? Ich dachte nur bei Bauchschnitten. Jetzt bin ich völlig panisch.........



Keine Panik. Verwachsungen
Meike

Keine Panik. Verwachsungen entstehen ja nicht sofort, von daher kann es schon passen, dass es welche sind. Dass etwas im Bauch vergessen wird, ist fast ausgeschlossen, denn es wird wirklich penibel geprüft, dass nach der OP alles da ist, was vorher auch da war. Bei mir wurde mal nochmal hinterher geprüft und die OP-Schwester befragt, weil der Radiologe in einem CT am Tag nach der OP etwas gesehen hat, was er für Metall gehalten hat. Da hätte ja etwas vom OP-Besteck abgebrochen sein können. Letztendlich war es dann aber einfach ein Fehler des Radiologen.



Danke für Eure Antworten,
steffimers

Danke für Eure Antworten, die beruhigen sehr. Da ich vor zwei Tagen auch noch extreme Unterleibsschmerzen bekommen habe, es hat sich angefühlt, als sei ich frisch operiert worden, war ich nochmal beim Chirurgen. Es liegt keine Entzündung vor, Ultraschall war soweit auch ok. Es ist allerdings eine 5 cm Zyste im rechten Eierstock gefunden worden. Laut Chirurg könnte die ursächlich für meine Schmerzen sein. Allerdings wäre das nicht wirklich eine OP Indikation. Man wolle mir nicht mehr Operationen als nötig zumuten. Und das von einem Chirurg! Ich bin positiv überrascht. Ich solle erst mal hochdosiert Schmerzmittel nehmen und abwarten, ob die Zyste demnächst von alleine weggeht. Einen Tag nach dieser Untersuchung haben sich die Schmerzen in den gesamten Unterleib ausgebreitet. Jetzt schmerzt es innen rechts und links stark.  Aber nach 5 Wochen???? Ich weiss allerdings, dass mein Körper auf alles extrem empfindlich reagiert. Ich reagiere auch extrem auf Homöopathie. Wegen der Zyste nehme ich übrigens Magnesium sulfuricum ovaria comp. Hat mir in der Vergangenheit immer mal wieder bei Zysten geholfen.