Danke Euch allen!
vamo77

Liebe Forumsfrauen,

ich möchte mich bei allen fleissigen Schreiberinnen bedanken für Eure so wertvollen Beiträge hier im Forum. Ich oute mich als stille Leserin und möchte nun meinen Beitrag zu diesem äussert hilfreichen Forum leisten.

Meine Leidensgeschichte begann wie bei so vielen bei Euch mit meiner ersten Periode mit 12 Jahren (heute bin ich 38): immer starke Schmerzen bei der Regel, Übelkeit und Migräne.

Deshalb bekam ich relativ schnell (mit 14) die Pille und meine Regel war dann viele Jahre lang erträglich, bis ich die Pille vor 1.5 Jahren zwecks Kinderwunschs absetzte.

Und dann begann die eigentliche Story….im September 2014 hatte ich eine Eileiterschwangerschaft, die lapraskopisch ‚ausgemolken‘ wurde. Mein langjähriger FA teilte mir danach mit, dass auch ein paar kleine Endometrioseherde entfernt wurden und hat mir ein Prospekt zu dieser miesen Krankheit gegeben.

Im Dezember wurde eine Eileiterdurchgängigkeitsprüfung durchgeführt – beide durchgängig Smile - super, dachten wir….!

Gleichzeitig wurden die Periodenschmerzen immer heftiger – extreme Rückenschmerzen, ziehen bis ins Bein. Dann kamen Blutungen aus dem Anus hinzu, Mühe beim Stuhlgang, Schleim aus dem Darm, mühsames Pinkeln. Ich ging zum Proktologen, weil ich dachte, dort wäre etwas nicht in Ordnung. Nichts gefunden. Es würde alles ‚schön‘ aussehen – es stand im Bericht ‚Verdacht auf Endometriose‘

Wieder zu meinem FA – den Bericht vom Proktologen hatte er erhalten. Er gab mir ein stärkeres Schmerzmittel – Apranax. Funktionierte 1x, dann hielt ich es nicht mehr aus. 

In dieser Zeit fehlte ich  nun ‚regelmässig‘ 2-3 Tage bei der Arbeit (ich bin selbständig), stopfte Schmerzmittel rein, hatte trotzdem grosse Schmerzen und fühlte mich einfach nur noch schlapp. Nicht nur während der Periode, sondern auch davor und danach. Ich dachte, ich hätte ein beginnendes Burn-Out Syndrom. Eigentlich fühlte ich mich nur 1 Woche relativ gut, während eines Zyklus.

Irgendwann (im Sept 15) Dann war es so schlimm, dass ich es nicht mehr ausgehalten habe. Es war so, dass es mir ‚egal‘ gewesen wäre zu sterben……

Ich informierte mich über das Internet. Dann stiess ich auf Euch liebe Ladies! Ich merkte, dass was viele von Euch beschreiben, das ist, was auch ich habe ….. am selben Tag rief ich in der Praxis von Prof. Possover in Zürich an. Ich war fix und fertig. Nachdem ich meine Symptome geschildert hatte, bekam ich am nächsten Tag einen Termin…. Zwei Wochen später unter’s Messer. Resultat: faustgrosse Endometriosezyste angewachsen an Steiss, Harnleiter, Scheide, Rektum. Es wurden die rechten Blasennerven entfernt und der Ischiasnerv war ebenfalls betroffen – eine TIE – tief infiltrierende Endometriose.

Die OP ist nun 2.5 Monate her.  

Ich fühle mich wie ‚neu geboren‘! Habe noch ein paar Problemchen (beim Pinkeln), aber es ist wunderbar. Ich habe meine Lebensfreude wieder gefunden.

Ich muss bis Ende Januar noch Xatral (Prostatamittel….), Ubretid (Darm) und Lyrica (Nervenschmerzen) nehmen.

Meine Tage sind jetzt gut aushaltbar (ohne zusätzliche Schmerzmittel!!!)

Mit meinem langjährigen FA werde ich noch ein Gespräch führen. Ich möchte, dass er sensibilisiert wird für dieses Thema. Er hat von mir den OP Bericht erhalten.

Wir Frauen sind zu gutgläubig und wir EndoFrauen haben – so wie ich das jetzt sehe und verstehe – ein anderes Schmerzempfinden als andere Menschen. 

Nicht nur ich habe gelitten – meine Familie und meine Mitarbeiter und auch die Firma waren stark betroffen…….

Ich hoffe, dass ich vielleicht weiteren stillen Leserinnen oder aktiven Schreiberinnen mit diesem Post helfen kann.

Falls es Euch so geht; Ihr müsst selber was machen! Es gibt Spezialisten dafür. Bewegt Euch. Es lohnt sich!

Es kann nicht sein, dass eine TIE erst nach durchschnittlich 4-5 Operationen entdeckt wird (bei mir war dies zum Glück nicht der Fall)!

Herzlich,

vamo77

 

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