Alternative Heilmethoden - Erfahrungen?
End-o-los86

Hallo Leidensgenossinnen!

 Vor ca. vier Wochen habe ich die Diagnose Endometriose erhalten.  Zunächst war mir gar nicht klar, was das genau bedeutet.  Zwar immer mal davon gehört,  aber nie wirklich damit beschäftigt.  Dies liegt vor allem daran, dass ich bis Ende letzten Jahres keine weitreichenden Beschwerden hatte,  bis auf die Regelschmerzen, die schon immer sehr stark waren... Wie ich schon oft hier lesen musste,  habe ich dahingehend auch die Erfahrung machen müssen,  dass die Ärzte dies als "normal" einstuften.  "die eine Frau ist so,  die andere so"  und solche Sprüche. 

Ende letztenJahres hat sich mein Körper aber dann mit übergroßen Eierstockzysten gemeldet,  die zwar keine Beschwerden auslösten, aber so groß wurden,  dass etwas bösartiges nicht mehr ausgeschlossen werden konnte.  Nach einer Bauchspiegelung stand dann die Diagnose: Endometriose! 

Nun dachte ich, habe ich Zeit mich mehr mit diesem Krankheitsbild zu beschäftigen,  aber die ernüchternde Nachricht kam bereits Anfang der letzten Woche,  genau 3 Wochen nach der Op: die nächste Zyste ist schon da!

Ich war und bin fassungslos.  Damit hatte ich nicht gerechnet. Meine Frauenärztin will nun mit Gestagen behandeln, aber ich habe Hormone noch nie vertragen.  Auf meine Frage nach alternativen Möglichkeiten hat sie nur abgewunken: das bringe nichts.

Das ganze Thema lässt mich nicht los und ich will noch nicht so recht glauben,  dass Hormone der einzige Therapieansatz sein soll!

Als ich im Internet recherchiert habe und auch hier immer wieder Beiträge im Forum gelesen habe,  sind mir zwei Dinge aufgefallen :

Zum einen werden Endometriose und die Schilddrüsenerkrankung hashimoto miteinander in Verbindung gebracht.  Wirklich nachgewiesen werden konnte diesbezüglich noch nichts,  aber beide Erkrankungen sollen ihren Ursprung in der Disharmonie der Hormone haben. Für mich also durchaus denkbar, dass dies nicht unabhängig voneinander gesehen werden sollte. 

Zum anderen ist mir hier im Forum oft begegnet, dass einige Frauen gute Erfahrungen mit alternativen Heilmethoden gemacht haben.

 Mir ist klar,  daß jeder Mensch anders ist und anders funktioniert,  dennoch würde ich gerne ein paar Erfahrungen sammeln zu den Themen: Schilddrüsenerkrankungen und Endometriose und auch über die Möglichkeiten alternativer Heilmethoden. 

Was sind eure Erfahrungen?  

Ich freu mich auf Antworten, denn wenn ich eins in den letzten Wochen gemerkt habe: trotz fortschrittlicher Medizin steht man mit der Diagnose Endometriose doch recht alleine da!

 

LG End-o-los86  

 



Hallo End-o-los, vor einiger
Kleene

Hallo End-o-los,

vor einiger zeit hat ein Mitglied eine, wie ich finde, recht gute HP online gestellt um einen Überblick zu bekommen:

https://endometrioseganzheitlich.wordpress.com/about/

Wie du schon sagst, jeder muss so seines finden. Ich gehe mal hier und da zum HP, Osteopathie regelmäßig alle 3-5 Wochen, alle 2 Wochen zum Shiatsu. Ich versuche gerade kreative Dinge wiede in mein Leben zurück zu bringen, Ernährung hab ich umgestellt, umstellen müssen, da ich mich nach den OP´s bis heute nicht erholt habe.

Vertrage kaum noch Lebensmittel. Mache konsequenten Darmaufbau, nehme das ein oder andere Nahrungsergänzungsmittel und Homöopathie ein. Habe meine Arbeitszeit reduziert um weniger Stress zu haben.

Es gibt auch bioidentische Hormone, die auch einen Versuch wert sind. (natürl. Progesteron s. zb http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/progesteron-das-hormon-der-weis... )

Man muss sich auf den Weg machen, nicht die Verantwortung abgeben und einfach selber tätig werden. D.h. sich informieren, informieren, informieren. Und probieren.

Du könntest ggf von Wala Ovaria Comp ausprobieren. Ich hatte eine 4cm Zyste Anfang 2014, diese ist weg. Kann das Mittel gewesen sein, oder mein Gesamtpaket?!

ToiToi und lieben Gruß

Kleene



Also ich hab Endo und
Chiyo

Also ich hab Endo und Schilddrüsenunterfunktion. Könnte also was dran sein, an der Verbindung.

 

Alternative Heilmethoden lehne ich grundsätzlich nicht ab, aber zum einen sollten sie meiner Meinung nach im Normalfall in Kombination mit der Schulmedizin einhergehen (natürlich falls möglich, ich las, dass du Hormone nicht verträgst) und zum anderen lehne ich sie für mich ab, schlichtweg weil ich sie mir nicht leisten kann. Zumindest gehe ich in meinem beschränkten Wissen davon aus. Für mich ist die Assoziation Alternative Heilmethoden immer in Verbindung mit hohen Kosten. Und die kann ich einfach nicht aufbringen. 

 

Dennoch zweifle ich die Wirkung nicht an. Es gibt genug Erfahrungsberichte, die bestätigen, dass alternative Heilmethoden durchaus Erfolg haben können. 

 

Liebe Grüße

die Chiyo 



Hallo End-o-los86, gut, dass
Miramee

Hallo End-o-los86,

gut, dass Du Dich nach Alternativen umguckst, wenn Du Hormonpräparate nicht verträgst!

Ich hatte damit auch immer nur Probleme und habe vor vielen Jahren entschieden, mir keine neuen Versuche dieser Art mehr anzutun. Meine damalige Frauenärztin war entsetzt (wegen Endo-Grad IV etc.), aber durch einen Umzug in eine andere Stadt bin ich vor fast 7 Jahren an einen Frauenarzt geraten, der zugleich auch TCM-Arzt ist - für mich eine optimale Kombination! Er hat mich super beraten und mir dargelegt, was er mir an Behandlungsmöglichkeiten anbieten könnte: eine (normal schulmedizinische) Hormontherapie, eine Hormontherapie in Kombination mit Akupunktur oder eine reine Akupunkturbehandlung. Er meinte auch, wenn ich mich für andere alternative Methoden, die er nicht anbieten könnte,  entschieden würde, würde er das genauso unterstützen und begleiten. Es ginge darum, dass ich meinen Weg damit fände, und er würde mich auf jedem von mir gewählten Weg begleiten. Fand ich großartig! 

Ich habe mich damals für eine reine Akupunkturbehandlung entschieden und bin damit bis heute sehr froh. Anfangs bin ich 10x hintereinander einmal pro Woche hingegangen, um die Behandlung in Schwung zu bringen. Seitdem lasse ich mich - wenn nicht Urlaub oder anderes dazwischen kommt - im Zweiwochenrhythmus akupunktieren. Abgesehen davon, dass es eine wunderbare Entspannungszeit für mich ist, die ich mir schon aus Wellness-Gründen weiterhin gönnen wollen würde ;-) und ich eigentlich keinen Hausarzt mehr brauche, weil jeder Infekt etc. auch gleich bei der Akupunktur mitbehandelt wird, habe ich in Sachen Endometriose davon enorm profitiert: ich hätte mir früher nie vorstellen können, dass ich mal schmerzfreie Regelblutungen haben könnte, aber auch aktuell blute ich zwar viel, aber schmerzfrei! Der Hormonstatus ist gut, die Entzündungswerte runtergedrückt... ich finde es spannend, was man mit ein paar Nadeln alles erreichen kann!

Hilfreich fand ich außerdem eine Ernährungsumstellung und früher auch Yoga. Es gibt ein wirklich gutes Buch über "Endometriose und Ernährung" von Britta Kaiser (Ernährungsexpertin und Endo-Patientin) und Matthias Korell (Endo-Spezialist). Das kann ich Dir sehr empfehlen. Ansonsten: einfach ausprobieren, was Dir gut tut! Viele haben sehr gute Erfahrungen mit Osteopathie gemacht, andere mit Homöopathie oder  natürlichem Progesteron. Es gibt wirklich viele Alternativen - man muss nur eben herausbekommen, welche für einen selbst passt!

Alles Gute für Dich!

Mira

 

 



Auch ich beschäftige mich
nunu246

Auch ich beschäftige mich mit diesem Thema. Vertrage auch keine Hormone. Habe nun bald einen Termin bei einem Osteopathen der auch Heilpraktiker ist. Bin sehr gespannt was er mir sagt. Und die Kosten übernimmt zu 80 % die KK. 



Hallo, ich würde gern zu
Kleene

Hallo,

ich würde gern zu dem Thema "hohe Kosten" noch etwas loswerden.

Das höre ich sehr oft, sehe aber bei vielen Menschen im Umfeld dabei gleichzeitig:

Wie schnell sind 50-100 Euro für das 5. Paar Stiefel, die 3. Winterjacke, das 20. Shirt, ein neues Handy usw usf ausgegeben. Hier muss man schauen/prüfen, wo seine Prioritäten liegen. Gesundheit und Wohlbefinden sind mir einfach wertvoll und wichtig.

Bei Osteopathie ist es zb auch so, dass meine Kasse 6x60 Euro übernimmt.

Die eine oder andere Kasse hat auch noch andere alternative Sachen im Programm. Gerade Yoga, Entspannungsverfahren und Co werden oft bezuschusst. Smile

Viele Grüße

Kleene



Hallo,  schön,  dass es
End-o-los86

Hallo, 

schön,  dass es zu einigen Antworten kam :-)

Ich habe nun für mich beschlossen es tatsächlich mal mit Homöopathie zu versuchen und war gestern bei einer Homöopathin. Sie möchte mich nach einem Hormontest,  den ich noch machen muss, mit bioidentischem Progesteron behandeln. Ausserdem hat sie mir für die Zwischenzeit globuli mitgegeben (lilium tigrium).  Habe so etwas noch nie probiert,  aber nun möchte ich es versuchen.

Das Dilemma mit der Pille ist ja: was ist mit Menschen,  bei denen die Nebenwirkungen noch viel mehr Einschränkungen bringen würden?...  Das scheint ein ziemlicher Teufelskreis zu sein bzgl dieser Erkrankung. 

Was das Thema Kosten der alternativen Methoden betrifft: ja, das kann unter Umständen sehr kostspielig werden, es gibt zwar Behandlungen,  die bezuschusst werden,  aber leider auch nicht immer. Und sicherlich braucht man die finanziellen Möglichkeiten. Soviel steht fest. Ich habe nun für mich selbst beschlossen,  dass ich andere Dinge erst einmal "zurückfahre", so gut es geht, damit ich das, was da kommt, auch stemmen kann. Denn mir ist es enorm wichtig, dass ich es zumindest versucht habe.

Nach dem Termin bei der HP gestern ist mir bewusst geworden,  was ich alles meinem Körper antue und als ich auf dem Weg nach Hause war kam mir aufeinmal der Gedanke: "kein Wunder, dass dein Körper jetzt streikt"

Ich bin immer noch auf dem Pfad,  dass die synthetischen Hormone nicht die einzige Lösung sein können... Und ich finde es ziemlich schlimm,  dass nicht jedem der Weg zu alternativen Heilmethoden offen steht. Ob es hilft oder nicht,  sei nun zunächst dahingestellt.  Die Tatsache ist schlimm!

Über weitere Erfahrungen würde ich mich im übrigen sehr freuen. :-)

 LG End-o-los86  

 



Liebe End-o-los, ich bin mal
Miramee

Liebe End-o-los,

ich bin mal gespannt, was Du von der homöopathischen Behandlung berichten wirst! Seit ich selbst mit der TCM einen für mich guten Weg gefunden habe, habe ich natürlich auch nicht mehr nach anderen Alternativen Ausschau gehalten. Aber ich finde es immer spannend zu lesen, welche Erfahrungen andere mit alternativen Therapien machen. 

Nach dem Termin bei der HP gestern ist mir bewusst geworden,  was ich alles meinem Körper antue und als ich auf dem Weg nach Hause war kam mir aufeinmal der Gedanke: "kein Wunder, dass dein Körper jetzt streikt"

Ich glaube auch nicht, dass es ein Zufall ist, dass - soweit ich das einschätzen kann - viele Frauen mit Endometriose sehr viel von sich fordern und hohe Ansprüche an ihre eigene Leistungsfähigkeit haben. Viele von uns scheinen auch "Helfer-Typen" zu sein, die viel für andere tun, selber aber nicht gerne Hilfe annehmen wollen, bis sie kurz vor dem Zusammenbruch sind. Wenn man sich mit Chakren (z.B. im Yoga) befasst, wird man feststellen, dass diese Eigenschaften dort alle mit Störungen des "Sexualchakras" und damit mit dem Unterleib in Verbindung gebracht werden... 

Man kann von solchen Ansätzen und Denkmodellen halten, was man mag, aber ich denke, es kann auf Dauer keine Lösung sein, nur an den Symptomen herumzudoktern (sei es mit schulmedizinischen oder alternativen Mitteln), ohne auch an seinem Lebensstil (bestimmten Gewohnheiten, eventuell der Ernährung oder dem Bewegungsverhalten, dem Stressverhalten, den eigenen Ansprüchen, der Einstellung zum Leben, zu Genuss und zu Schmerz) etwas zu ändern.

Auch von mir noch einmal kurz zu den Kosten: Ich gehöre mit meinen 1200 Euro netto im Monat sicherlich auch nicht zu den Großverdienern. Wenn ich höre, was andere zum Teil für Klamotten oder für Handys ausgeben, wird mir schwindelig. Aber für 2-3 Akupunkturbehandlungen im Monat hat es bisher immer gereicht, weil ich gemerkt habe, dass sie mir etwas bringen, und sie mir entsprechend wichtig geworden sind. Wenn man nicht wirklich am Existenzminimum lebt - und das möchte ich explizit ausnehmen, denn dann ist natürlich jede zusätzliche Ausgabe unerschwinglich -, ist es einfach eine Frage der Prioritätensetzung.  

Gute Erfahrungen mit der homöopathischen Behandlung wünscht Dir

Mira



Es ist interessant, was Mira
Ali21

Es ist interessant, was Mira schreibt und ich denke auch, dass es oft Frauen trifft, die viel von sich selbst fordern. Das trifft bei mir auch zu. Und nur Symptome zu behandeln, kann es definitiv nicht sein! Ich habe auch Hashimoto und nach neuestem Erkenntnisstand bzw. Antikörper Test auch Morbus Basedow, also vermutlich eine Mischform. Die Pille, die ich aufgrund der Endo Schmerzen genommen habe, hat mir aber wohl auch meine Einstellung wieder zerschossen. Gerade die Messung der Hormone (Östrogene, Progesteron, DHEA...) sind total wichtig. Kein Arzt wollte das bisher bei mir machen, ich soll die Pille nehmen und gut. Natürlich hab ich das letztlich auch selbst bezahlt. Im Gegenzug bezahlt die Kasse aber ohne Probleme eine OP von X-Tausend Euro. Schilddrüsenprobleme gehen oft mit einem Ungleichgewicht der Hormone einher und richtig, viele mit SD Problemen haben auch eine Endo. Ich werde jetzt auch in meinen Körper "investieren" mit Messung Hormonstatus, Behandlung mit bioidentischen Hormonen und eben nicht mit der Pille, Blutuntersuchung der ganzen Mineralien und einen Antrag für eine ambulante Kur über die Krankenkasse. Letzlich hängt hier dran, ob ich die nächsten 20 Jahre und mehr überhaupt noch arbeitsfähig bin und bleibe. Und dafür ist keine Investition zu schade.



Hallo End-o-los, das ist
Kleene

Hallo End-o-los,

das ist doch schon eine gute Erkenntnis Smile

Ja, die meisten merken heut zu Tage nicht, was sie ihrem Körper antun (Stress/Umweltbelastungen/verschmutzungen/Ernährung die den Körper und die Seele eben nicht nährt usw usf). Ich finde, das ist schon ein großer Schritt, das zu erkennen und sich auf den Weg zu machen.

Miramee hat das sehr gut ausgeführt. Mir ist es extrem in der Reha aufgefallen, was für "gleiche Typen" Endofrauen sind. Es war schon erschreckend. Hinzufügen möchte ich noch, dass Endofrauen oftmals keine Grenzen ziehen können. Grenzen, wo die eigene Persönlichkeit anfängt und diese von vielen einfach überschreiten lassen. Einige stecken auch in stinklangweiligen Bürojobs fest, obwohl viele ziemlich kreativ sind. Gebärmutter hat auch etwas mit "etwas erschaffen/irgendetwas Leben geben und Kreativität" zu tun.

Ich nehme keine Hormone, schon seit 14/15 Jahren nicht mehr (schon lang vor der Diagnose gestoppt). Soweit ich das sehe geht es vielen Endofrauen mit Pille auch nicht besser als mir. Eher kommen bei denen oftmals dann noch die nicht zu unterschätzenden Nebenwirkungen dazu. Das muss man dann für sich entscheiden.

Ich drücke dir die Daumen Smile

Kleene



Liebe Kleene, mir war gar
Miramee

Liebe Kleene,

mir war gar nicht bewusst, dass Du schon auf so viele Jahre ohne Hormonpräparate zurückblicken kannst! Aber Deine Beobachtung, dass es vielen Frauen mit den Präparaten auch nicht besser und vielfach sogar schlechter zu gehen scheint, teile ich auch. Natürlich sind die Mittel eine gute Option für diejenigen, die damit gut zurecht kommen, aber mangels schulmedizinischer Alternativen und aufgrund der entsprechenden Ratlosigkeit der behandelnden Ärzte, wenn man Hormonpräparate nicht verträgt, werden doch - so meine Wahrnehmung - diese Mittel auch dann noch für unverzichtbar erklärt, wenn die Nebenwirkungen längst nicht mehr im passenden Verhältnis zum Nutzen stehen.

Ich finde es sehr spannend, was Du von Deinen Reha-Erfahrungen schreibst! Den Punkt mit dem nicht ausreichenden Grenzenziehen, kann ich nur unterstreichen! Viele von den Endo-Frauen, die ich kenne, spüren die Bedürfnisse anderer Menschen besser als ihre eigenen (oder hatten zumindest in früheren Lebensphasen dieses Problem) - ich kann mich da auch nicht ausnehmen.

Ich selbst habe noch keine Reha erlebt und konnte das, was ich über die Gemeinsamkeiten bei Endo-Frauen geschrieben habe, nur von meinen Beobachtungen hier im Forum und bei ein paar Bekannten ableiten. Da es hier aber natürlich vorrangig um den Austausch bezüglich Beschwerden und Therapien geht, ist mir der Punkt mit der Kreativität noch nie so aufgefallen, obwohl ich Dir - wenn ich so darüber nachdenke - nur zustimmen kann. Ohne jetzt für mich selbst eine besondere Kreativität in Anspruch nehmen zu wollen, merke ich doch, dass ich mich bei kreativen Tätigkeiten (egal ob es um Kochen ohne Zeitdruck, um Basteln mit den Kindern oder kleine Handarbeitsprojekte geht) besonders gut erholen kann. Vielleicht sollte ich mir wirklich wieder mehr Zeit für solche Dinge nehmen! 

Liebe Grüße!
Mira



Liebe Mira, ich nahm 9-10
Kleene

Liebe Mira,

ich nahm 9-10 Jahre die Pille, damals die Diane 35 bis zu meinem 23./24. Lj. Wenn ich heute drüber nachdenke - Sealed Ich stoppte, als in den 90´ern diese Pille in die Medien kam. Ab da hab ich nur mal kurz (3 Monate) diesen Ring ausprobiert und nochmal 2-3 Monate eine andere Pille. 

Als ich Hormone ganz sein lies und sich über die Monate/Jahre Symptome verabschiedeten, die ich mit der Pille nicht in Verbindung gebracht habe, habe ich angefangen zu recherchieren (da kam ja Internet) - und nie wieder (künstl) Hormone angefasst. Ausser Progesteroncreme u. kurz Utrogest, ein weiterer Versuch mit Creme startet in 1 Woche. Habe endlich (nach Jahren) einen Gyn gefunden, der sich mit Alternativen auskennt und Chemie eher links liegen lässt (ausser Lebenswichtig) und mich dahingehend begleiten und unterstützen mag. Ansonsten mach ich immer so mein eigenes Ding und meide Ärzte soweit möglich.

Ich kann jedem eine Reha empfehlen. Wenn du die Möglichkeit und Lust dazu hast. Steht uns im übrigen als chronisch Kranke auch zu - alle 4 Jahre. Ich kann 2017 wieder und freu mich schon darauf.

Melde mich hier auch selten mit meinen Tipps zu Wort, da ich leider gemerkt habe das man, wenn man versucht alternative Wege zu gehen, oft nicht für voll genommen wird. Manch eine, die ja eigentlich mit mir im gleichen Boot sitzt und auch versucht ihren Weg zu finden, wird bei sowas auch grantig.

TCM hat mir im übrigen auch sehr gut getan. Habe das 2 Jahre durchgezogen. War alle 1-2 Wochen zur Akupunktur, nahm anfangs Kräuter, experementierte mit der 5 Elemente Ernährung - nahm mir damals die Schmerzspitzen und brachte mein Inneres ins Gleichgewicht (psychisch gesehen).

"Endofrauen" ähneln sich - nicht 100%ig - aber das Leben/der Charakter/der Weg/die Eigenschaften haben zumeist einen ähnlichen bis gleichen roten Faden. Oft spielt auch das Verhältnis zu den Eltern eine Rolle (meist väterlicherseits - wobei dann das Verhältnis zur Mutter auch oft angeknackst ist) kann ich aus vielen Gesprächen und eben der Reha sagen. Es gibt auch ein gutes Buch "Frauenkörper - Frauenweisheit" von Northrup. Sehr empfehlenswert. Da anzusetzen und daran zu arbeiten ist nur oft nicht der bequeme Weg und es wid einem nicht leicht gemacht, da es an Unterstützung mangelt. 

Ich bin auch nicht das superkreativ Talent Laughing, habe aber früher zb über Jahre gesungen, gemalt, gezeichnet (gern mit Farben rumhantiert) und kleine Gedichte/Geschichten geschrieben. Ich koche leidenschaftlich gern und probiere Dinge aus (derzeit halt aufgrund der wenigen Lebensmittel auch weggefallen) Das ging im Alltagshamsterrad über die Jahre teilsverloren. Man hat immer "keine Zeit" Wink Ja, man sollte sich die nehmen. Man schaltet ab, Stress fällt von einem ab usw usf.

Liebe Grüße Smile



Zum Thema Schilddrüse noch
Kleene

Zum Thema Schilddrüse noch - auch meine Werte tingeln oftmals aus der Reihe, dann sind sie wieder gut. Hin und wieder sind die Antikörper leicht erhöht (was ja auf Hashi hinweisen könnte), meine Schilddrüse ist etwas klein. Lt meiner Ärztin sei das aber alles nicht tragisch Undecided 

Ich halte das im Auge, Hashi wird oft übersehen, wo man noch eingreifen kann. Die Antikörper gingen im übrigen zurück in die Norm, nachdem ich Glutenfrei aß (Gluten kann Autoimmunerkrankungen triggern) und Selen einnahm. d.h. vor einem Jahr waren meine Werte i.O. nachdem sie davor immer etwas aus dem Rahmen waren.

Ich habe da ein Auge drauf und lasse das demnächst wieder untersuchen.

Lg

Kleene



Liebe Kleene, freut mich
Miramee

Liebe Kleene,

freut mich sehr, dass Du endlich einen Gyn gefunden hast, der Dich auf dem von Dir gewählten Weg begleitet!!! Mir wurde dieses Glück ja schon kurz nach unserem letzten Umzug vor einigen Jahren zuteil, und ich bin nach wie vor sooooo dankbar dafür. Ich fühle mich gut aufgehoben und fachlich unterstützt, ohne mich immer wieder rechtfertigen zu müssen. Das fand ich bei meinen früheren Frauenärztinnen sehr belastend.

Eine Reha kam bei mir noch nicht zur Sprache. Ich wäre da alles andere als abgeneigt, aber eine Reha wäre in meinem Arbeitsumfeld auch schwer durchzuziehen. Trotzdem ist es gut zu wissen, dass einem eine Reha prinzipiell zusteht.  Sollte es also mal wieder Zeiten mit mehr Beschwerden geben, werde ich das auf jeden Fall näher in Betracht ziehen.

Vielen Dank auf für die Buchempfehlung! 

Ganz liebe Grüße!
Mira



Huhu,ja, besonders schlimm
Kleene

Huhu,

ja, besonders schlimm finde auch ich diese dauernden Rechtfertigungen und Diskussionen mit Ärzten. Oft fehlt die Begegnung auf Augenhöhe. Es geht immerhin um unseren Körper, unser Empfinden, unser Leben. Ich möchte mitreden, eigene Ideen einbringen, einbezogen werden und selber entscheiden, was ich mir zumute. Ich bin schließlich mündig, erwachsen und sehr gut informiert, was ein großer Vorteil heutiger Vernetzung und Möglichkeiten ist.

Ich möchte gern mit dem Arzt der mich begleitet ein Team bilden - der Arzt sollte mein Partner im Umgang mit der Erkrankung sein. Der Arzt sollte ebenfalls auch mal nach links und rechts/über seinen Tellerrand schauen und nicht nur Schema F folgen. Ich bin froh jetzt scheinbar auch einen solchen gefunden zu haben Smile und kann deine Dankbarkeit nur all zu gut nachvollziehen.

Für den einen oder anderen ist eventuell auch "Methode Wildwuchs" nach Koppe eine Option. Es gibt ein Buch von ihr. Auch CD´s mit geführten Meditationen. Handelt sich um eine Visualisierungsmethode.

http://www.amazon.de/Mut-zur-Selbstheilung-K%C3%B6rperreisen-Visualisier...

Liebe Grüße

Kleene 



Liebe Kleene,  Ich möchte
Miramee

Liebe Kleene,

 Ich möchte gern mit dem Arzt der mich begleitet ein Team bilden - der Arzt sollte mein Partner im Umgang mit der Erkrankung sein.

Ja, genauso sehe ich das auch! Und auch Ärzte, die sich nicht selbst mit alternativen Heilmethoden auseinandersetzen wollen (kann ja auch eine Überzeugung sein), sollten ihre Patientinnen zumindest soweit ernstnehmen, dass sie mit ihnen auf Augenhöhe sprechen und die Ablehnung eines bestimmten Therapievorschlags nicht persönlich nehmen oder als generelle Verweigerungshaltung missinterpretieren.  Das Ernstnehmen der Patientin kann ja tatsächlich auch bedeuten, dass man ihr empfiehlt, sich vielleicht an einen anderen Frauenarzt zu wenden, der mehr in diese Richtung arbeitet. Es passt eben nicht jeder Arzt für jeden Patienten, und es ist letztlich auch für den Arzt nicht erquicklich, ständig gegen ganz andere Ansichten oder gar eine vermeintliche Verweigerungshaltung anzuarbeiten. Die Kräfte kann es sich doch wirklich für die Patientinnen aufsparen, für die er der passende Arzt ist und die mit seinen Behandlungsansätzen gut zurecht kommen. 

Visualisierung ist auch ein toller Ansatz! Vielen Dank für die Erinnerung! :-)

Herzliche Grüße!

Mira