Schwerbehinderung 60 gdb wegen Endometriose
Niny

Hallo ihr Lieben,

bei mir wurde vor einigen Jahren bei der Entfernung einer Zyste festgestellt, dass ich an Endometriose leide. Seit einem Jahr bin ich wegen der Erkrankung im Besitz eines Schwerbehindertenausweis mit 60 % gdb. Bei meiner letzten BS vor einem Jahr wurde festgestellt das ich unteranderem Endometriose am Darm habe und eine zweite OP notwendig ist um die ganzen Endoherde zu entfernen. In der OP vor einem Jahr musste mir der Blinddarm entfernt werden weil dieser sich total mit Kotsteinen gefüllt hatte und zu platzen drohte. Habe seit zwei Jahren massive Stuhlgangprobleme und mir wurde im Krankenhaus geraten bei bedarf Muvicol für die Stuhlgangregulierung zu nehmen. Und meine komplette Ernährung musste ich umstellen. Eigentlich hätte ich die OP am Darm schon längst durchführen lassen müssen, aber ich habe sehr große Angst davor das ich einen künstlichen Darmausgang bekomme. Deswegen habe ich die OP das ganze Jahr vor mir her geschoben. Ich fühle mich auch psychisch nicht gut, aber finde einfach keinen guten Psychologen. Ich war Anfang diesen Jahres in psychologischer Behandlung (nur 4 Sitzungen) war aber mit der Psychologin nicht auf einer Wellenlänge, habe mich dort nicht verstanden gefühlt und empfand es so als würde man meine Ängste und Sorgen nicht ernst nehmen. Im Allgemeine empfinde ich die Ärztlichebetreuung bei Endometrioseerkrankten als unzureichend. Ich fühle mich seit der Diagnose sehr damit alleingelassen, selbst meine Frauenärztin scheint mit der Krankheit überfordert zu sein. Ich habe damals nur die Pille verschrieben bekommen um diese im Langzeitzyklus gegen die Endometriose einzunehmen. Die Pille musste ich nach ca. zweijähriger Einnahme absetzen da ich sie nicht vertragen habe (Bluthochdruck, hoher Pulsschlag, Gewichtszunahme und depressive Verstimmung). Ich bekomme auch sonst keinen ärtzlichen Rat von meiner Frauenärtzin wie ich z.B. gegen die Schmerzen vorgehen kann. Sie verschreibt mir noch nicht einmal Schmerztabletten. Anfang nächsten Jahres habe ich einen Termin bei ihr, da meine letzte Regel neun Tage später kamen und ich sehr starke Schmerzen hatte. Und ich muss nächstes Jahr auch die OP am Darm endlich über mich ergehen lassen. 

Diese Woche habe ich nun Post vom Versorgungsamt erhalten mit einem Fragebogen zur Nachprüfung. Mein Schwerbehindertenausweis ist bis zum 12/2017 gültig. Nun stellt sich mir die Frage ob man mir den Ausweis vorzeitig endziehen kann, da ich das ganze Jahr nicht beim Frauenarzt war. Ich hatte ein sehr stressiges und trauriges Jahr, unter anderem musste meine Katze nach langer Krankheit eingeschläfert werden, wonach ich dadurch in ein tiefes Loch gefallen bin. Und meine Frauenärztin kann ja so wie so bzgl. der Endometriose in der Untersuchung nichts sehen und mir mit Medikamente nicht helfen, geht ja nur mit einer BS.

Es wäre schön wenn sich jemand melden würde der im Raum Dortmund einen guten Frauenarzt kennt und einen guten Psychologen. Vielleicht habt ihr sonst irgendwelche guten Ratschläge für mich. Wie geht ihr mit den Schmerzen um und den unerfüllten Kinderwunsch? Bekommt ihr Schmerzmittel verschrieben?

Ich erhoffe mir durch dieses Forum das ich mich mit der Endometrioseerkrankung nicht so alleine gelassen fühle.

Vielen lieben Dank für´s lesen schon mal im Vorraus!  

 

 

 

 



Huhu Niny, ich habe dir eine
Kleene

Huhu Niny,

ich habe dir eine PN geschickt.

Lg

Kleene



Vorallem suche Dir einen
Elhappy

Vorallem suche Dir einen Schmerztherapeuten .

 

 

LG Happy



Zu deiner Frage mit dem
susann301087

Zu deiner Frage mit dem behinderten Ausweis ja den kann man früher entziehen. 

Da hab ich aber eine Frage du hast die 60 % doch nicht nur wegen der Endo oder?

Das mit dem Frauenarzt das ist nicht richtig das du da so allein gelassen wirst. Es ist auch gut das du dir einen neuen suchst.

Mit dem überfüllten kinderwunsch umzugehen ist schwer aber es muss ja nicht so bleiben hast du mal einen Termin in der kinderwunsch Klinik gemacht?

Hat dein Partner oder Mann sich auch untersuchen lassen?

Wie alt bis du denn wenn ich fragen darf?

Das mit dem künstlichen darm Ausgang das du davor Angst hast kann man gut verstehen jedoch kannst du vor der OP auch mit dem Arzt sprechen das du dem nicht einwilligst und dann dürfen die dir keinen legen wo sitzt die Endo denn am darm?

Ist es so schlimm das es wirklich dazu kommen muss?

Druck dir die Daumen das es dir bald wieder besser geht  



Antwort an susann301087
Niny

Hallo susann,

ja ich hab den Schwerbehindertenausweis "nur" aufgrund der Endo.

In einer Kinderwunschklinik war ich bisher noch nicht, doch das werden mein Partner und ich nächstes Jahr in Anriff nehmen.

Ich bin 36 Jahre alt und die Endo wurde bei mir 2012 diagnostiziert.

Bei der letzten BS wurde folgende Endo festgestellt:

- Ausgedehnte peritoneale Endo rev. ENZIAN 1A, 1B, 2C

- tief infiltrierende Endo des Sigmas rechts, Respektive Rektumwand

- Endo der Appendix vermiformis

-Endo genitalis externa der Blase und im Douglasperitoneum

-Koprostase: Stauung von Kot im Dickdarm 

Da bei der letzten BS dringend der Blinddarm entfernt werden musste, hat man sich entschieden die anderen Endoherde bei einer erneuten BS zu entfernen. Da lt. Krankenhaus noch weitere Fachärzte bei der OP hinzugezogen werden müssen und es eine größere OP werden wird. 

 

 

 

 

 



Hallo Niny! Ich wünsche Dir
Bremen1212

Hallo Niny! Ich wünsche Dir viel Glück, dass Dir auch schnell und gut geholfen wird.