Endo mit Darmbeteiligung - Kinderwunsch
SmileyMS

Hallo Zusammen,

 Ich bin in 2008 bereits operiert worden per Bauchschnitt(Darmteilresektion, Befall Eierstöcke, Blase, Douglasraum, BSD...).

Bei mir wurde jetzt erneut Endometriose mit Darmbeteiligung vermutet/festgestellt. 

Die Eileiter sollen auch untersucht/durchgespült werden, da bei dem rechten Eileiter wohl Verwachsungen sind. 

Aufgefallen ist mir das bisher "nur" durch Blut & Schleim im Stuhl während der Periode, wobei ab und zu Schleim im Stuhl auch ausserhalb der Periode vorkommt. Großartige Schmerzen wie in 2008 habe ich allerdings noch nicht (zum Glück).

Wir basteln auch seit ca. 1 Jahr an Nachwuchs, bisher hat es leider nicht geklappt. 

Nach einigen Arztbesuchen bei meinem Gyn und in einer Tagesklinik hier in Münster wurde mir geraten, mich noch einmal an Herrn Dr. Buchweitz zu wenden (er hat mich damals in Münster operiert). Ich muss jetzt im Februar nach Hamburg zu Dr. Buchweitz zur Untersuchung. Dort wird dann festgelegt wann und wie operiert werden muss.

Nun meine Fragen: hat jemand Erfahrungen mit Dr. Buchweitz und Darmendo?

Ist die Chance nach einer solchen OP schneller schwanger zu werden größer (wenn ja wieviel?) und wie sind eure Erfahrungen?

Bin gerade etwas am verzweifeln und möchte mich noch nicht von dem Gedanken verabschieden auf natürlichem Wege schwanger werden zu können... 

LG Melli 



Endo mit Darmbeteiligung - Kinderwunsch
SmileyMS

Und hat jemand Erfahrungen mit Darmteilresektion mittels Bauchspiegelung??

 



Hallo Smiley,  ich habe
Isabel

Hallo Smiley,

 ich habe ebenfalls im Februar einen Termin bei Dr. Buchweitz zur Vorbesprechung für meine zweite OP, bei der eine tiefinfiltrierende Endo am Darm entfernt werden soll. Dr. Buchweitz hat im November schon meine erste BS ambulant durchgeführt. Ich fühle mich bei ihm gut aufgehoben. 

Mein Freund und ich haben auch einen Kinderwunsch, daher jetzt auch die zweite OP, damit die Chancen einfach größer sind auf natürlichem Weg schwanger zu werden.

Ich drücke dir die Daumen für deine OP ✊



Danke, die drücke ich dir
SmileyMS

Danke, die drücke ich dir auch:)

Habe Herrn Dr. Buchweitz auch sehr positiv in Erinnerung, ist halt schon ein bisschen her...dafür das Krankenhaus wo ich damals war leider gar nicht.. 

Wird denn bei deiner 2. OP ein Bauchschnitt gemacht?

Was wurde bei der BS denn entfernt/gemacht wenn ich fragen darf?

Ich kenn das zwar schon mit Bauchschnitt, hoffe aber irgendwie immer noch drauf, dass

es irgendwie per BS saniert werden kann (befürchte aber das es nicht geht, da ich ja schon aus dem Darm blute..). Dann kommt noch die Angst vor dem künstlichen Darmausgang (hatte ich letzte Mal zum Glück nicht), ob sie Quer oder Längs schneiden (dann seh ich bald aus wie ein Patchwork-Kissen:)) etc.etc...

Wie lange muss man denn eigentlich mit dem GV warten nach so einer OP?  



Ich habe auch aus dem Darm
Meike

Ich habe auch aus dem Darm geblutet und hatte eine Darmteilresektion per Bauchspiegelung. Ein ca. 6cm langer Schnitt wurde zusätzlich an der Schamhaargrenze gemacht. Irgendwo muss der Darm ja raus. Ob das so geht hängt im Wesentlichen vom Können des Operateurs ab und auch etwas davon, wie stark der Bauch verwachsen ist.



...dann kann ich ja noch ein
SmileyMS

...dann kann ich ja noch ein bisschen hoffen:)

Hattest du denn noch andere Beschwerden bzgl. des Darmes ausser Blut? 



Danke :).  Ne die zweite OP
Isabel

Danke :). 

Ne die zweite OP soll auch per BS gemacht werden. Auch mit einem vierten Schnitt so wie bei Meike. 

Bei meiner ersten OP wurde Endo Grad II festgestellt. Wo ich überall Herde hatte weiß ich grad gar nicht, aber glaube an der Blase und am Eierstock. Dazu Verklebungen zwischen Darm und Eileitern. Das wurde alles saniert, nur die tiefinfiltrierende Endo nicht, da er die nicht ambulant operieren wollte. Werde dafür stationär in HH aufgenommen dann.

Mit dem GV habe ich nach der ersten OP so lange gewartet bis ich schmerzfrei war. Glaube das waren so an die 4-5 Wochen.  



Ich war kurz vorm
Meike

Ich war kurz vorm Darmverschluss. Stuhlentleerung ging nur nach stundenlangen schweren Krämpfen wegen der Engstelle.

Bei mir waren es übringen 5 Schnitte. 



Wo war denn der 5.?
Isabel

Wo war denn der 5.?



Einer war am Bauchnabel, je
Meike

Einer war am Bauchnabel, je einer links und rechts davon und einer im rechten Unterbauch. Der Schnitt an der Schamhaargrenze war eher links.



Achso ok. Hängt bestimmt
Isabel

Achso ok. Hängt bestimmt auch davon ab wo der Herd genau sitzt, oder? Bei mir sitzt er zwischen Scheide und Enddarm. 



Ok. Das beruhigt mich schon
SmileyMS

Ok. Das beruhigt mich schon etwas  dass das mit dem Darm überhaupt über BS gehen kann.

Ich hatte letzte Mal auch tiefinfiltrierende Endo (glaub Grad IV) und da noch soviele andere Dinge befallen waren hat man sich damals glaub ich dazu entschlossen dass es für eine BS zuviel ist.

Bei mir sind jetzt wohl auch zusätzlich die Eileiter (zumindest der Rechte) verklebt, aber nicht ganz + es sieht so aus als wenn der rechte an der Gebärmutter festgewachsen ist. Eisprung hab ich aber noch immer schön regelmäßig und abwechselnd (links und rechts). Da soll wohl auch die Durchgängigkeit der Eileiter geprüft werden.

Dazu kommen noch 3 Myome, die aber wohl aussen sitzen.

Mal sehen was die noch sonst so alles finden, wenn sie mal "reingeguckt" haben...

@Meike: das ist ja dann bei dir echt knapp gewesen..:( 

 



Bei mir waren die Herde im
Meike

Bei mir waren die Herde im Sigma, also weiter oben. In dem Endo-Zentrum wo ich bin werden auch OPs per BS durchgeführt, die 7 bis 8 Stunden dauern. Zuviel gibt's nicht, ist zwar viel Arbeit, aber das macht nichts. Ich hatte dort zwei BS à 4 Stunden, weil sie in der ersten den Darmbefall nicht gesehen haben, weil die Stelle ungewöhnlich war. Sie dachten dann, da wär sonst nix mehr, weil sie so schon so viel gefunden hatten, was die Schmerzen hätte erklären können. Die Schmerzen blieben aber und kurz danach fingen die Darmblutungen an. Eine Darmspiegelung hat dann gezeigt, warum.



Ich denke, dass eine
katwe14

Ich denke, dass eine Operation sehr wichtig ist für den natürlichen Kinderwunsch, insbesondere wenn die Eileiter nicht durchlässig sind.

Gut ist, dass bei Dir die Schmerzen nicht so stark sind, dass lässt vermuten, dass Deine Hormone nicht parallel mit einer Östrogendominanz oder Schilddrüsenproblemen verrückt spielen.

Mein Tipp, ernähre Dich gut möglichst schon vor der OP und tu sehr viel natürliches für eine gute Wundheilung. Viele Ärzte empfehlen im Anschluss eine Hormonbehandlung von einem halben Jahr, die statistisch, die meisten Erfolge in Zusammenhang mit einer OP bringt. 

Ich sehe das eher so, dass sie hormonelle Probleme, die man oft parallel hat mit unterdrückt und einem mehr Zeit zur Regeneration lässt und quasi verhindert, dass schon eine neue Endometriose parallel wieder entsteht.

Zum Darm kann ich sagen, dass Du, weil es erschreckend viele betrifft, Dich mal parallel auf folgende Nahrungsmittelintoleranzen testen lassen solltest:

Guten (eher selten)

Laktose

Sorbit und Fruktose oder Glikose

Histamin (erschreckend häufig und schwer festzustellen) 

Du kannst dich da auch mal schlau machen und dann schon quasi einen Verdacht schöpfen.

Der von Dir beschrieben Schleim im Stuhl, deutet auf Probleme diesbezüglich hin, bei dem Blut solltest Du sehr darauf achten ob es während der Periode auftritt, es gibt noch Hämoriden oder andere harmlose Anale Problemchen, die so etwas ermöglichen.

geschrotetet Goldleinsamen sind extrem gut bei Endometriose und Darmproblemen. 

Hier habe ich meine gesammelten Tipps zur Endometriose + Darmporblem veröffentlicht, 

https://endometrioseganzheitlich.wordpress.com/darmheilung/

ich habe eine Sorbitintoleranz mit anhängender Fruktoseproblematik und mittlerweile auch Probleme mit zu viel angereichertem Histamin, die nervt mich ehrlich gesagt mehr als meine Endometriose, ich kann nur empfehlen hier etwas zu tun, ich habe es zu lange ignoriert und dann ist die Endometriose eskaliert, 80 % unseres Immuinsystems funktioniert über den Darm.



Da muss ich widersprechen.
Meike

Da muss ich widersprechen. Eine Hormonbehandlung nach einer OP erhöht NICHT die Wahrscheinlichkeit, natürlich schwanger zu werden. Ärzte, die keine Spezialisten sind, raten manchmal trotzdem dazu, weil sie es nicht besser wissen. Nachzulesen ist das in der aktuellen Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung der Endometriose. 



Mir wurde auch empfohlen
Isabel

Mir wurde auch empfohlen nach der OP die Visanne noch weiter 2-3 Monate zu nehmen, damit mein Körper in Ruhe heilen kann. Und dann wird die abgesetzt und wir bekommen eine gewisse Zeit um es auf natürlichem Weg zu versuchen. 



Das hört man auch immer
Meike

Das hört man auch immer wieder, es müsse erst alles heilen. Ist aber nicht war. Selbst wenn du im ersten Zyklus schwanger würdest, wäre da noch lange keine mechanische Belastung durch die größer werdende Gebärmutter. Das dauert ja. Und bis dahin ist genug Zeit.



Ja, die OP ist wichtig für
SmileyMS

Ja, die OP ist wichtig für den natürlichen Kinderwunsch. Würde ich glaub ich auch fast alles für tun...:)

Noch habe ich nicht so die Schmerzen (ich zieh den Vergleich zu meiner ersten OP bzw. wie ich mich davor gefühlt habe; da hatte ich höllische Schmerzen, so dass ich zum Schluss auch des öfteren davon erbrechen musste und ohne Schmerzmittel gar nicht auskam; da hatte ich allerdings kein Blut im Stuhl).

Meine Hormone sind leider auch nicht so dolle, Schilddrüsenunterfunktion (nehme L-Thyroxin), vorm halben Jahr war mein Prolaktinwert zu hoch und der Cortisolwert zu niedrig. Das wird denke ich jetzt bald auch wieder getestet.

Ich weiss auch, dass ich ne leichte Histaminintoleranz habe (wurde vor zig Jahren schon einmal getestet), äußert sich bei mir durch extremes Handinnenflächenjucken und Fußinnenflächenjucken nachdem ich mal ein Bier getrunken habe (verzichte ich aber weitestgehend drauf).

Die Hormonbehandlung im Anschluss der OP-wie sieht die aus? Kann man dann in der Zeit nicht schwanger werden?

Das Blut im Stuhl habe ich wirklich nur während der Periode, den Schleim auch ab und zu so. Eine Darmspiegelung hatte ich schon, da haben sie den Herd aber noch nicht gefunden. Die nächste habe ich in 2 Wochen, hoffe dann finden sie den Herd endlich.

Du kennst dich da ja echt gut aus mit der Ernährung:) Ich glaube ich muss mich mit diesem Thema auch mal intesiver beschäftigen!  



meintest du mit der
SmileyMS

meintest du mit der Hormontherapie die mit den künstlichen Wechseljahren? Die mache ich auf gar keinen Fall. Ich habe keine Lust so lange zu warten und habe auch nicht mehr gaaaanz so viel Zeit da ich "schon" 37 (frisch) bin. Ausserdem hab ich auch gehört dass diese Hormontherapie von einigen Frauen gar nicht gut angenommen wird...

Ich guck mal was der Arzt mir vorschlägt bei sehr akutem Kinderwunsch...:) 



Künstliche Wechseljahre und
Meike

Künstliche Wechseljahre und Pille sind beides Hormontherapien im weiteren Sinne. Wobei man bei den künstlichen Wechseljahren keine Hormone bekommt, sondern ein Mittel, das direkt in der Hirnanhangsdrüse die Hormonproduktion beeinflusst. Der Östrogenspiegel sinkt dadurch viel stärker, darum auch die starken Nebenwirkungen.

Aber beides erhöht nicht die Chance auf eine Schwangerschaft. Und natürlich kann man während der Therapie nicht schwanger werden.



Muss man denn generell so
SmileyMS

Muss man denn generell so eine Hormontherapie machen (egal welche)nach einer OP?

Letzte Mal habe ich ein halbes Jahr die Pille durchgenommen, da bestand allerdings auch noch kein Kinderwunsch. 



Nein, natürlich nicht. Bei
Meike

Nein, natürlich nicht. Bei akutem Kinderwunsch macht es keinen Sinn. Nur, wenn man gerade kein Kind möchte und eh verhüten möchte, dann nimmt man halt eine Pille um die Endo zu bremsen. 

Nach meiner Darm-OP hab ich auch gleich weiter probiert, schwanger zu werden. Mit Segen vom Endo-Spezi.



Hallo Smiley, die
katwe14

Hallo Smiley,

die Hormonbehandlung wird mit Visanne und Co gemacht, in der Zeit kann man nicht schwanger werden. Nach Beendigung der Hormontherapie pendelt sich der natürliche Haushalt wieder ein und es beginnt ein Wettlauf, was ist schneller, der Hormonhaushalt oder die Endo und all ihren begleitenden hormonellen Problemen.

Das kann zielführend sein, muss aber nicht, ich sehe das auch eher so wie Meike auch wenn ich das mit der Statistik glaube, ich weiß das persönlich von einer sehr renomierten Kinderwunschspezialistin aus Leipzig, die auf Endometriose spezialisiert ist.

Die bekannten Pillen passen nicht auf jedes hormonelle Problem und nicht jede von uns hat eines.

Das mit der Wundheilung erachte ich aber doch als sehr wichtig, ein Ei nistet sich bei hohen Entzündungswerten nicht so gerne ein. Allerdings ist der Zustand  nach der Op masgeblich von der Qualität dieser, dem Allgemeinzustand vorher und der dann folgenden Lebensweise abhängig. Es trifft also auch hier nicht auf jede zu und man kann hier selbst nachhelfen.

Trotzdem kann ich Dir nur den Rat geben, so einiges vorher noch anzugehen, schau auch mal auf meiner Seite unter den Kapiteln Ursachen, KIWU und Schmerzen, sowie Diagnose.

Es gibt eine Schilddrüsenunterfunktion, die auf zuviel Östradiol beruht, was die Schmerzempfindlichkeit erhöht aber auch im Extremfall quasi verhüten wirken kann. 

Jeder Körper ist sehr komplex und jede hat so ihren ganz eigenen Cocktail aus Problemen, vermutlich auch der Grund warum manche bei den Standardtherapien durch das Raster fallen. Bei Kinderwunsch muss man ganz besonders gut hin schauen.

Ich mache um mich herum eher die Erfahrung, dass immer alle sofort in Richtung künstliche Befruchtung gedrängt werden und man recht wenig nach den natürlichen Ursachen schaut.

Wenn Dir das eher zu kompliziert ist, Dich alleine damit auseinander zu setzen, kannst du auch mal versuchen, ganzheitliche Kinderwunschbehandlung in Zusammenhang mit Deiner Stadt oder den nächst größeren zu googlen, hier findest du dann auch Hilfe von Profis.



Danke dir für die guten
SmileyMS

Danke dir für die guten Tipps!

Für mich stellt sich nur die Frage ob ich überhaupt eine Hormonbehandlung nach der OP

machen muss (möchte ich eher nicht, da ich dann ja noch länger warten muss bevor wir das Kinder-Kriegen-Thema wieder in Angriff nehmen können).

Das ist ja eh von Fall zu Fall verschieden und es spielen ja die individuellen Probleme eine Rolle was einem der Arzt letztendlich rät zu machen.

In jedem Fall sollte ich wohl mal meine kompletten Hormonwerte wieder untersuchen lassen um hier eventuelle Probleme auch in den Angriff nehmen zu können.

Was man selbst dafür tun kann mittels Ernährung und dergleichen, damit muss ich mich jetzt mal ausführlich auseinander setzen. Was ich selbst tun kann mache ich auf jeden Fall.

Das habe ich auch schon oft gehört dass viele direkt zu einer künstlichen Befruchtung "gedrängt" werden. Das sollte aber - finde ich- der letzte Weg sein wenn gar nichts anderes mehr hilft. 



Man hat aber nicht immer die
Meike

Man hat aber nicht immer die Möglichkeit,  "alles andere" auszuprobieren. Wenn ich es nochmal angehe, dann mit einem sehr kurzen Zeitfenster. Ohne Visanne sind die Schmerzen zu stark. Wenn es in der Zeit nicht klappt, dann muss eine IVF her. Ich gehe schon auf die 40 zu.

Und, SmileyMS, du musst keine Hormontherapie machen! Das hängt auch nicht davon ab, wo deine Endo ist oder wieviel da ist. Das Absenken des Östrogenspiegels hilft gegen Schmerzen und gegen das Wachstum der Endo und ist damit eine gute Sache. Aber diese Wirkung endet sofort, wenn dein Zyklus wieder da ist. Du hast dauerhaft nichts davon. Und damit ist es völlig sinnlos, den Kinderwunsch weiter aufzuschieben. Du wirst nur immer älter, was dem Schwangerwerden auch nicht zuträglich ist.

 



Das stimmt, die Möglichkeit
SmileyMS

Das stimmt, die Möglichkeit hat man nicht immer. Ich meinte damit auch eher für sich individuell.

Ich sehe das ähnlich, ich habe mir auch persönlich ein Zeitfenster gesetzt, bevor ich mich

mit dem Thema IVF anfreunde. Dennoch wünscht man sich natürlich, dass es ohne klappt.

Ich bin gespannt was Herr Dr. Buchweitz mir letztendlich sagen/raten wird und werde mich in der Zeit vor meinem Termin so gut es geht noch über versch. Möglichkeiten informieren.

Und ich hoffe einfach darauf dass er mir sagt dass ich keine Hormone nehmen muss und wir direkt (nach Erholung von der OP) wieder loslegen können.

Darf ich fragen ob du schon Kinder hast oder wäre das auch dein 1.? 

 

Genau, das sehe ich auch so. Wenn man Anfang 20 ist hat man glaub ich noch nicht so den "Druck" dahinter bzw die große Angst das es nicht mehr klappt, da man einfach noch etwas mehr Zeit hat.

In meinem (und deinem) Alter sieht das schon etwas anders aus, gerade wenn es das erste Kind ist.  Da möchte man so wenig Zeit wie möglich verlieren, bevor man wieder starten kann.

 



Es wäre mein erstes. Mit
Meike

Es wäre mein erstes. Mit meinem Ex hatte ich es schon zwei Jahre probiert und letztendlich hat sich rausgestellt, dass er praktisch zeugungsunfähig war. Mit meinem jetzigen Partner will ich es wieder probieren, aber aktuell geht es gesundheitlich nicht. Wir werden es aber nochmal auf natürlichem Weg probieren, wenn er ein gutes Spermiogramm hat. Ohne das vorher zu klären, gehe ich kein Risiko mehr ein.



Das muss mein Freund auch
SmileyMS

Das muss mein Freund auch noch machen:)

Ich drück dir alle Daumen die ich habe das es bald bei dir klappt!:) 



Danke! Ich dir auch!
Meike

Danke! Ich dir auch!



Also als erstes setzt euch
susann301087

Also als erstes setzt euch bitte nicht unter Druck und auch die Ärzte machen einen mehr Angst als das es sein sollte denn sie sagen was passieren kann und nicht was wirklich passieren wird. 

Ich habe 2007 eine Endo Sanierung gehabt da hieß es wenn sie nicht in 6 monaten schwanger werden klappt es nicht mehr.

Gut dachte ich mir. Hab die Pille genommen und immer wieder Blutungen und schmerzen und alles was dazu gehört. Dann sagte der Arzt gut wenn die Schmerzen wieder da sind ist alles zu.

Dann habe ich 2008im Oktober die Pille auf Grund der Nebenwirkungen abgesetzt und bin prompt im November 2008 schwanger geworden und das auf ganz normalen Weg.

Ich hatte mit allem was Kinder kriegen angeht abgeschlossen und dann hat es doch geklappt und ich bin happy. Denn die kleine Raupe ist schon dabei zu einem Schmetterling heran zuwachsen und das seit fast 8 Jahren.  



Das hört man immer wieder,
SmileyMS

Das hört man immer wieder, dass es bei vielen dann doch noch klappt, obwohl sie eigentlich damit abgeschlossen haben. Vllt auch weil der ganze Druck dann weg ist.

Manchmal ist es leichter gesagt als getan sich damit nicht so unter Druck zu setzen. Aber wenn man da schon länger bei ist und es einfach nicht klappen will+ dann alles um einen herum noch Kinder bekommt (oder die 2.) ist das schon manchmal ziemlich hart...und dann nicht einfach sich nicht unter Druck zu setzen.

Es ist schön deine Geschichte zu hören das macht Mut:)  



Das Gefühl kenne ich
Isabel

Das Gefühl kenne ich Smiley. Alle um mich herum sagen "mach dir keinen Kopf, das wird schon" oder "du darfst dich nicht so stressen" oder oder oder. Ich weiß sie meinen es nur gut und wollen mir Mut machen, aber es hilft mir nicht wirklich. 

Nach der ersten OP kamen mir nur beim Anblick von Babys die Tränen, weil ich so Angst habe, dass es bei mir nicht klappt. 

Ich würde mir wünschen es wäre so einfach die Gefühle abzustellen und den Druck rauszunehmen, aber das ist es nicht.  



Ich setze mich gar nicht
Meike

Ich setze mich gar nicht unter Druck und mir hat noch nie ein Arzt Angst gemacht in der Richtung.



Ich weiss genau was du
SmileyMS

Ich weiss genau was du meinst!

Man kann in so einer Situation nicht so einfach den Druck rausnehmen, der ist eigentlich immer da. Mal mehr mal weniger.

Ich habe auch bemerkt das die Menschen die sagen " das wird schon" dich mit Sicherheit auch nur aufbauen wollen und dir gut zureden, aber das hilft nicht wirklich, weil sie es einfach nicht selbst erleben.

Bei meiner ersten OP in 2008 bestand zwar kein akuter Kinderwunsch. Aber da ist auch einiges drumherum schief gelaufen, u.a. hat man mich beim 1. Gespräch nach der OP mit einer anderen Patientin auf der Intensiv verwechselt und mir erstmal erzählt das sie leider alles "ausräumen" mussten da so viel befallen war! Da habe ich erstmal angefangen zu weinen und hab die Welt nicht mehr verstanden. Bin ich doch ins KH und hab die OP machen lassen um eben noch Kinder kriegen zu können. Dann erzählen die mir sowas.

Nach ein paar Sekunden hat der Assistenzarzt dann bemerkt dass er die falsche Patientenakte in der Hand hat (meine Bettnachbarin, die wohlbemerkt an die 50 damals war und voll von Krebs saß...). Naja, dem war zum Glück dann doch nicht so. Das war aber auch nur eins von vielen Dingen die da schief gelaufen sind...

Ich hoffe einfach dass es noch klappt (auf natürlichem Weg) und hab die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben.  



Hut ab das du dich nicht
SmileyMS

Hut ab das du dich nicht unter Druck setzt!

Sei froh dass dir solche Ärzte noch nicht begegnet sind, dass kann man in so einer Situation echt am wenigsten gebrauchen. 



Oh man das war sicher ein
Isabel

Oh man das war sicher ein riesen Schock für dich. Zum Glück war es nicht deine Diagnose. 

Die Hoffnung dürfen wir nicht aufgeben! Ein Schritt nach dem anderen und versuchen positiv zu denken :-).  



Ja, das war ein riesen
SmileyMS

Ja, das war ein riesen Schock (einer von vielen dort).

Ja ich versuch auch immer positiv zu denken (manchmal muss ich mich dazu zwingen, aber schlechte Tage gibt es halt).

Ich warte mal den Termin im Februar ab und dann die OP.

Dann sehen wir weiter... 

 



Wenn man sich selbst viel
Meike

Wenn man sich selbst viel informiert, weiß man aber auch, wann einem einer Unsinn auftischt. Bei solchen Ärzten bin ich dann nur einmal und lasse mich davon auch nicht beeinflussen. 



Da hast du Recht. Nach der
SmileyMS

Da hast du Recht.

Nach der OP 2008 habe ich mich auch immer fortlaufend informiert.

Vor der OP 2008 war mir diese Krankheit nicht bekannt. Ich hatte damals auch nur knapp ne Woche um mich zu informieren und damit auseinanderzusetzen, dass hat definitiv nicht gereicht.

Manchmal hat man halt das Pech an Ärzte zu geraten die sich mit gewissen Dingen einfach nicht auskennen und dies dann auch erst gar nicht in Erwägung ziehen. Wenn du selbst dann auch nicht darauf kommst (weil nicht bekannt) hat man erstmal die A...Karte gezogen.

Ich habe damals auch erst meine Ärztin gewechselt nachdem sie mir mit meinen Schmerzen über Jahre einfach nicht helfen konnte und die Schmerzen hinterher unerträglich wurden.

Da habe ich erst die Ärztin gewechselt - die nächste ist fast hinten rüber gefallen das meine vorige Ärztin das "übersehen" konnte, denn bei einer einfachen Vorsorgeuntersuchung konnte man einen Herd schon sehr gut sehen....

Mittlerweile ist man (ich)um einiges schlauer und informierter darüber.. 



Mir ist die Krankheit auch
Meike

Mir ist die Krankheit auch nicht bekannt gewesen, bis meine HÄ, bei der ich immer wieder wegen der Schmerzen Hilfe gesucht habe, die richtige Idee hatte. Damit bin ich dann bei einer FÄ gegen eine Wand gelaufen. Erst ein weiteres halbes Jahr später habe ich mich wieder zu einem FA hingetraut, und danach erst erfolgte die erste OP.



Finde ich immer wieder echt
SmileyMS

Finde ich immer wieder echt traurig wenn man das hört.

Frauenärzte müssen doch eigentlich über sowas Bescheid wissen...oder zumindest mal davon "gehört" haben, die sollten sich doch wie in jedem anderen Beruf auch auf dem Laufenden halten...



Sie hat nicht generell
Meike

Sie hat nicht generell angezweifelt, dass ich Endo hatte. Sie hat aber gesagt, man könne das halt dummerweise gar nicht feststellen, weil das nur per BS geht. Dorthinschicken wollte sie mich aber nicht. Ich habe vor Verzweiflung geweint. Da meinte sie, sie könne mir auch nicht helfen, ich solle ihr sagen, was ich denn eigentlich wolle. Na ja, ich wollte eine BS. Aber das kam ja nicht in Frage. Da ich das sehr wohl verstanden hatte, habe ich meinen Wunsch nicht geäußert und mich verabschiedet. Und wieder ein halbes Jahr gewartet. Bis dahin war ich nur noch ein Häufchen Elend. Aber ich hatte zu große Angst, nochmal einen Arzt mit meinen lächerlichen Schmerzen zu belästigen.



Ärzte gibts....manche haben
SmileyMS

Ärzte gibts....manche haben echt kein Feingefühl und sind meiner Meinung nach im falschen Beruf.



Hallo Meike,  dass ist
katwe14

Hallo Meike, 

dass ist wirklich unglaublich, was Du beschreibst, sie hätte Dich zumindest an einen Spezialisten überweisen können und müssen.  



Hallo Meike  Das was du
susann301087

Hallo Meike 

Das was du beschrieben hast kenne ich zu gut, deswegen habe ich damals den Arzt gewechselt.

Ich bin echt froh meine Ärztin gefunden zu haben,sobald ich etwas merke ihr das Berichte guckt sie was man machen kann.

Jedoch muss ich es auch selbst einschätzen.

Sie sagt auch wenn sie nicht weiter weiß und das finde ich wirklich wichtig, denn auch Ärzte kommen an ihre Grenzen.

Das sich nicht jeder gyn mit Endo auskennt ist ganz normal, würde das jedoch jeder gyn machen hätten wir wahrscheinlich nicht so gute Endo zentren und es würde etliche mal an uns herum geschnitten werden, weil jeder Arzt einen anderen Stand hat und sein bestes geben möchte jedoch wahrscheinlich nicht weiss wo noch Herde sitzen könnten das wäre noch mehr Belastung für uns.

Ich bin froh in Neuss bei Dr.  Korell gewesen zu sein sein Team hat mir geholfen auch wenn ich dort keine OP hatte, jedoch hat sein Team es geschafft das ich die Spirale bekomme und auch mit den letzten Rest Zweifel genommen. 

LG susann