Gedanken und Überlegungen vor OP
Svenja Luzie

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Hallo Forum,

nachdem eine Freundin von mir hier in diesem Forum im Jahr 2015 einen Beitrag schrieb, in dem sie ihre Erfahrungen schilderte und daraufhin von ihr persönlich unbekannten Forumsteilnehmerinnen beschimpft wurde, weil sie wohl nicht wisse, was Endometriose ist und welche Beschwerden diese verursacht, nun mein Beitrag zu dieser Thematik.

Nach nunmehr fast 20 Jahren stärkster Regelschmerzen habe ich fast ein Jahr ein Gestagenpräparat zur Schmerzverhinderung eingenommen, was gut gewirkt hat, da die Regel ausblieb und auch die Schmerzen weg blieben. Als nach einigen Monaten jedoch mir komisch vorkommende Schmerzen in den Beinen auftraten und ich mich an die Thrombose erinnerte, die in meiner Familie auftrat, beschloss ich, eine Lösung in der TCM zu suchen. Für mich war es ohnehin dauerhaft nicht akzeptabel, jeden Tag ein Medikament (die Pille) einzunehmen, weil dies nicht dem natürlichen Verhalten des Menschen entspricht.

Meine im Mai 2016 begonnene Behandlung wurde zunächst ein voller Erfolg.

Verordnet bekomme ich Akupunktur und Chinesische Kräuter.

Ich begann mit folgender Kräuterzusammenstellung:

-         Bupleuri radix, 9g

-         Paeoniae radix lactiflorae, 9g

-         Angelicae sinensis radix, 9g

-         Atractylodis macrocephalae rhizoma, 8g

-         Poria, 10g

-         Glycyrrhizae radix praeparata, 3g

-         Zingiberis tosta rhizoma, 3g

 

Im Oktober 2016 traten Schmerzen nach Ende der Regelblutung auf bis zum 10./11. Zyklustag. Im November bekam ich die Bestätigung, dass es sich um Zysten handelte, die in beiden Eileitern auftraten. Meine Frauenärztin empfahl mir, unbedingt die Pille wieder einzunehmen, da ich nicht nur die Zysten verhindern könne, sondern auch den Gebärmutterhalskrebs. Dass es sozusagen normal ist, dass Frau Krebs bekommt, scheint mir allerdings nicht logisch. Ich glaube zudem nicht an eine Notwendigkeit, den weiblichen Körper durch Medikamente optimieren zu müssen, um diesen gesund zu erhalten.

 Aufgrund der Zysten änderte sich die Behandlung, wie folgt:

Kräuterzusammenstellung:

-         oben aufgeführte Kräuter und zusätzlich

-         Cinnamomi cassuae crtex, 1g

-         Linderae radix, 4g

-         Liquidambaris fructus, 4g

 Ausserdem Tabletten von „Seven Forests“ Cinnamon and Rehmannia, täglich 3x 2 Tabletten.

 Im Januar 2017 bin ich in Folge dieser Behandlung ohne Akupunktur ausgekommen und ich bin nun weiter auf dem Weg, herauszufinden, ob ich allein mit den Kräutern mein Auskommen haben kann.

Dieser ganzen Geschichte voraus, gingen Pauschalaussagen von Frauenärzten, ich hätte auf jeden Fall Endometriose. Es wurde einfach so behauptet, ohne Untersuchung, ohne mich je gesehen zu haben. Jawohl: heute haben alle Frauen mit Regelschmerzen die Endometriose. Das scheint unausweichlich.

Sogar das (angeblich unabhängige) Ärztetelefon der Techniker Krankenkasse, sagte mir, dass es für mich ja wohl klar sein müsse, dass eine Bauchspiegelung in meinem Fall unausweichlich sei.

Unglaublich aber wahr.

Angesichts dieser Patientinnen-Fang-Maßnahmen, die aus meiner Sicht notwendig sind, damit genug Profit in der Gesundheitsindustrie gemacht werden kann bzw. damit die Anschaffungskosten für teure Krankenhausausstattung wieder reingeholt werden kann, sollte sich jeder hier im Forum Gedanken machen.

Und zwar jetzt!

Denn es ist dringend!

Erkennen muss Frau das schon selbst.

Sicher ist es für manche eine OP unausweichlich. Nicht aber ist in jedem Fall eine OP wegen starker Regelschmerzen notwendig.

Unter dem Gesichtspunkt der Kostenexpolsion im Gesundheitswesen ist es zudem nicht nachvollziehbar, warum dann oft unnötig operiert wird.

Nach diesen OP’s sind dann evtl. weitere OP’s notwendig….aus diversen Gründen, die ich hier nicht ansprechen brauch, denn sie stehen in genug Beiträgen dieses Forums, in denen Frauen wirklich extrem leiden.

Fest steht:

Es gibt einen Weg, Regelschmerzen erstmal ohne OP zu behandeln. Ich bin das beste Beispiel dafür.

 

Und ich werde auf diesem und anderen Wegen für Aufklärung sorgen.

Geplant ist in diesem Zusammenhang eine Selbsthilfegruppe in Lübeck.

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Viele Grüße

Svenja Luzie



Ich schließe mich dir an.
Loreena

Ich schließe mich dir an. Nach zehnjährigem Leidensweg- ich war mir sicher an Endometriose zu leiden- fühlte ich mich zu einer Operation genötigt, die mich letztlich ein Organ gekostet hat. Mein bitten um Hormonbehandlung beziehungsweise Alternativbehandlung wurde vehement von  allen Endometriosezentren, Fach- und Hausärzten abgelehnt mit der Begründung: ohne Bauchspiegelung keine gesicherte Diagnose und deshalb keine Behandlungsmöglichkeit. Die Operation brachte mir keine Linderung. Nun wird erstmals eine hormonelle Behandlung erwogen.



Hallo Svenja Luzie, erst
Miramee

Hallo Svenja Luzie,

erst einmal herzlich willkommen hier! 

Es tut mir leid zu lesen, dass Deine Freundin damals hier so schlechte Erfahrungen gemacht hat! Keine Ahnung, was da los war oder bei den Schreiberinnen jeweils zusammenkam, aber normalerweise herrscht hier nicht so ein rauer Ton. Das entschuldigt aber natürlich nichts von dem, was damals wohl leider passiert ist.

Was Du von Dir berichtest, finde ich sehr spannend! Ich habe auch mit der TCM sehr gute Erfahrungen machen dürfen. In den letzten 6 Jahren habe ich sämtliche Endo-Beschwerden mit Akupunktur und einer veganen Ernährung im Griff gehabt. Leider ist mein TCM-Arzt nun in den Ruhestand gegangen und ich habe noch niemanden in unserer Region gefunden, der ähnlich viel Erfahrung hätte (mein erster Versuch bei einer anderen Ärztin ist leider gründlich daneben gegangen).

Jetzt bin ich weiter auf der Suche. D.h. meine Ernährung führe ich natürlich weiter so, aber selbst akupunktieren kann ich mich eben nicht. Und leider habe ich jetzt auch wieder eine dicke Zyste am Eierstock. Insofern werden auch solche Kräuter-Therapie, wie Du sie anführst, für mich besonders interessant. Ich nehme aber an, dass diese Mischung speziell für Dich so zusammengestellt wurde, weil ja in der TCM Beschwerden nicht nach Schema-F, sondern auf die Einzelperson abgestimmt behandelt werden, oder? 

Was die OPs angeht: Ich hatte auch schon welche, und werde vermutlich auch die aktuelle Zyste nicht anders loswerden können, weil sie schon recht groß ist. Am besten ist es immer, wenn man den Anfängen wehren und frühzeitig gegensteuern kann. Aber wegen leichter Beschwerden, die auch anderweitig in den Griff zu bekommen sind, sollte natürlich keine OP stattfinden - das sehen allerdings die Schulmediziner, die ich kenne, auch nicht anders.

Liebe Grüße,

Mira

 

 

 



Hallo Svenja danke für
Bremen1212

Hallo Svenja danke für Deine wertvollen Tipps! Es tut mir leid, dass Deine Bekannte solche Erfahrungen in diesem Forum machen musste. Bin noch nicht sooo lange in diesem Forum. Ich bin sehr dankbar für all eure wertvollen Tipps und Hilfe! Man ist mit dieser Diagnose und den Beschwerden oft in seinem täglichen Umfeld sehr alleine und dazu dann diese Hormonbomben... Auch ich merke in meiner Art dass ich durch die Hormone sehr aggressiv oft bin und anderen gegenüber sehr gemein wurde auch in meiner Familie/ hatte extreme Wutausbrüche. So war ich vorher nicht ohne Hormonpräparate. Vllt war es bei den Frauen auch so, die Deiner Bekannten so zugesetzt haben. Vieles ist manchmal nicht beabsichtigt kenne es von mir. Leider... Dir alles Liebe



AW: Gedanken und Überlegungen vor OP
Svenja Luzie

Hallo Zusammen,

über die positiven Antworten habe ich mich sehr gefreut.

Auf der Seite der AGTCM kann ein TCM Arzt bzw. Therapeut gesucht werden.

Der Link hierzu: https://www.agtcm.de/index.htm

Die Kräutertherapie, die ich oben aufgeschrieben habe, individuell für mich zusammengestellt worden, nach den Beschwerden, die ich meinem Arzt vorgetragen habe.

Die Aufstellung sollte als Orientierung dienen, was ich  gegen welche Beschwerden verschrieben bekommen habe.

Insbesondere auf die Einnahme von Cinnamon (also Zimt) und Rhemannia bei Schwierigkeiten mit Zysten, wollte ich hinweisen.

Mein Wunsch ist, diese gemachte positive Erfahrung, an möglichst viele Frauen weitergeben zu können.

Wenn mein Plan mit der Selbsthilfegruppe sich irgendwie realisieren lässt, melde ich mich wieder hier im Forum.

Zwischenzeitlich schaue ich gerne mal wieder hier rein, um evtl. Fragen zu beantworten. 

Viele Grüße

Svenja Luzie

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Viele Grüße

Svenja Luzie