Vegan und Zuckerfrei
4ward1

Hallo!

 In der Hoffnung doch noch irgendwie um eine Operation herumkommen zu können, das hoffe ich immer bis zum Schluss, habe ich jetzt meine Ernährung seit einer Woche auf Vegan, Gluten- und Zuckerfrei umgestellt. Ich weiß, es gibt schon jede Menge Ernährungsthemen und Tipps, aber hat jemand mit Vegan Erfolge erzielen können? Ich beobachte eine Entlastung in der Verdauung und weniger Schmerzen in den Gelenken bisher. Ich bin gespannt, hätte nicht gedacht, dass es mir so leichtfallen würde. Mir fallen sehr viele kreative Kochideen ein.

Nebenbei nehme ich noch die Sayana, da sie das einzige Hormonmittel ist, das ich halbwegs gut vertrage. Über positive Erfahrungen mit der Sayana würde ich mich auch freuen. 

Anbei ein leckeres Rezept für Gemüseburger, ich koche nach Gefühl, daher keine Mengenangaben:

 rote Linsen kochen

Karotten raspeln

Knoblauch und Zwiebeln klein schneiden 

Haferflocken, Amaranth, Sesam, Kokosflocken, Maismehl, Cherrytomaten

Currypulver, Salz, Pfeffer, Thymian, Kräuter der Provence

Alles miteinander vermischen, etwas Gemüsebrühe dazu und, wenn gut durchgezogen, Laibchen formen und backen. Ich weiß, dies ist kein Kochforum, aber vielleicht hat Jemand Lust es nachzukochen und wird inspiriert, ev selbst seine Ernährung umzustellen.

Ich halte euch auf dem Laufenden! Freu mich über eure Erfahrungen!

 

Liebe Grüße 



Ich meine natürlich die
4ward1

Ich meine natürlich die Laibchen braten;=) 



Hallo 4ward1, ich habe meine
Miramee

Hallo 4ward1,

ich habe meine Ernährung vor ein paar Jahren auf vegan umgestellt. Damit ging fast automatisch eine deutliche Reduktion von Zucker einher (wenn man nicht dieses vegane Fertigzeugs kauft, sondern aus frischen Zutaten kocht), glutenfrei spielte bei mir aber nie eine Rolle. Zwei Jahre lange war ich absolut konsequent und es ging mir sehr gut damit! Wie Du habe ich mich schon sehr bald entlastet und fitter gefühlt, hatte Lust auf Bewegung, fühlte mich einfach unbeschwerter und hatte weniger Schmerzen. 

Eigentlich ist es ein Unding, dass man so einen  Zustand wieder hinter sich lässt! Tatsächlich habe ich in einem unserer Familienurlaube wieder angefangen, vegetarisch zu essen. Wir waren in einer einigermaßen abgelegenen Ecke von Griechenland, wo die Sprachen, in denen ich mich verständigen kann, so gut wie nicht gesprochen wurden. Es war daher einfach schwierig, Wünsche auszudrücken. Jedenfalls habe ich in diesen zwei Wochen wieder einiges an Milchprodukten zu mir genommen, obwohl mir diese nach der veganen Ernährung unglaublich schwer und belastend vorkamen. Nach diesem Urlaub hatte ich erstmals wieder eine Zyste. 

Zuhause habe ich mich wieder vegan ernährt und bekam meine regelmäßigen Akupunkturbehandlungen. Damit ließ sich die Zyste einige Zeit gut in Schach halten. Aber nun ist mein Akupunkteur in den Ruhestand gegangen und innerhalb weniger Wochen ist die Zyste enorm gewachsen und muss demnächst heraus. Alleine mit veganer Ernährung habe ich es also nicht geschafft, die Zyste klein zu halten. Aber ich denke, dass dieses Ernährungsform viel Anteil daran hatte, dass ich mehrere Jahre überhaupt keine Zyste hatte, während ich früher ständig damit zu tun hatte. 

Ich habe auch immer viel Spaß am Kochen! Eine vegane Ernährung bietet so viele Möglichkeiten, derer man sich vorher meist gar nicht bewusst ist! Dein Rezept klingt lecker! Ich mache auch gerne Bratlinge aller Art, z.B. aus gekochter Hirse, Möhren, Lauch, Zwiebeln, aus Kichererbsen oder auch aus Polenta (Maisgries), die ja in wenigen Minuten aufgekocht ist. Statt sie mit Sahne oder Käse zu versetzen, kann man sie wunderbar mit Erdnussmus (also nicht Erdnusscreme, sondern einfach pürierten Erdnüssen) und kleingeschnittenem Gemüse vermengen und als Nocken ausbacken. 

Da Du auch glutenfrei isst: ich habe kürzlich glutenfreie Nudeln aus roten Linsen gegessen, die ich auch sehr lecker fand! Vermutlich gibt es unterschiedliche gute Produkte auf diesem Gebiet, aber die von der Rewe-Hausmarke "Rewe-Bio" haben wirklich gut geschmeckt! 

 Weiterhin viel Spaß beim Kochen und viel Erfolg!

 Mira



Zuckerarm ist auf jedenfall
katwe14

Zuckerarm ist auf jedenfall sinnvoll auch auf hochraffinierten Weizen zu verzichten und eher Dinkel oder alte Weizensorten wie Emmer und Kamut zu verwenden. Bei einer echten Glutenintoleranz hilft auch der Verzicht auf Gluten.

Vegan hilft, wenn man zuviele Hormone, die aus einem Überschuss an Cholesterin gebildet werden da man eine überlastete Leber hat, die das zuviel an Cholesterin nicht abbauen kann. Es kann dann aber auch bei zu langer veganer Kost in einen Hormonmangel umschlagen, mit eigenen Problemen. Die Leber wird durch eine vegane Kost auf jeden Fall entlastet. Vitamin B12 und Eisen würde ich auf jeden Fall dazu nehmen auch wenn manche Veganer hier andere Meinung sind.

Auch kann eine temporäre vegane Kost immer mal wieder kurmäßig vollkommen ausreichen und auf nicht mehr als eine Tagesdosis Cholesterin aufzunehmen ausreichend sein.

Mein Tipp ist immer alles einzeln ausprobieren und schauen ob es hilft, weil alles weglassen unglaublich kompliziert ist und auf Dauer auch zu Mangel und damit anderen Problemen führen kann. Solange es einem gut oder besser geht ist aber alles richtig.

Sayana kenne ich nicht. 



Ja, bei einer veganen
Miramee

Ja, bei einer veganen Ernährung sollte man sehr gut auf Ausgewogenheit schauen. Ich habe mich vorher jahrelang vegetarisch ernährt, was völlig unkompliziert war. Bei ausschließlich veganem Essen muss man schon deutlich besser schauen, dass man von allen wichtigen Nährstoffen genug bekommt.

Eisen musste ich bisher (außer während der Schwangerschaften) noch nie substituieren. Wenn man  genug Grüngemüse, Möhren und Getreide (vor allem Hirse) isst, ist das gewöhnlich kein Problem. Aber in Verbindung mit dem Vorhaben, glutenfrei zu essen, könnte es schwierig werden, genug Eisen über die Nahrung zuzuführen. 

Vitamin B12 kann man ja sehr unterschiedlich substituieren. Auch die Empfehlung zu den Mengen pro Tag oder Woche schwanken sehr. Aber ich persönlich komme schon längere Zeit super mit den Mengen zurecht, die ich durch das Zähneputzen mit der Vitamin-B12-Zahncreme von Sante über die Mundschleimhäute aufnehme. Meine entsprechenden Blutwerte sind immer super!



Ich habe vor eineinhalb
Katz

Ich habe vor eineinhalb Monaten auf vegane Ernährung umgestellt, und mir geht es sehr gut damit.

Die erste große Besserung hatte sich bereits eingestellt, als ich auf rotes Fleisch, Zucker und Gluten verzichtete und Milchprodukte zumindest einschränkte. Kurz darauf brauchte ich während der Mens keine Schmerzmittel mehr.

Die Umstellung auf vegan hat jetzt vor allem für das Allgemeinbefinden noch viel getan.

Es ist leider nicht die Ernährung allein. Wir sind inzwischen vielen endokrinen Disruptoren in unserer Umwelt ausgesetzt. 

Kunststoffe, Kosmetika, Lösungsmittel ... ich denke, unsere Körper zeigen uns, dass unsere generelle Lebensweise uns in eine Sackgasse geführt hat und alle angehalten sind, sich wieder auf eine ursprüngliche Lebensweise zu besinnen.

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"You're just an empty cage, girl, if you kill the bird."

- Tori Amos -