Bauspiegelung ja oder nein?
Esi87

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Hallo,

ich habe derzeit den Verdacht auf Endometriose. Eigentlich halten die Ärzte und ich es eher für unwahrscheinlich, wissen aber nicht, was es sonst sein könnte. Unwahrscheinlich, weil ich fruchtbar bin und der Schmerz nicht zyklusabhängig, nicht Mens-ähnlich und nur linksseitig ist. Wie sind eure Erfahrungen da so? Ich habe Ende des Monats einen Termin zur Bauchspiegelung, weiß aber nicht, ob ich sie machen lassen soll.

Etwas detaillierter:

Ich habe seit September linksseitige Unterleibschmerzen. Es ist ein stechender, ziehender Schmerz in der linken Leiste, Unterleib. An schlimmen Tagen zieht er auch in die Hüfte, linken Oderschenkel und den Rücken. Er ist immer da, mal mehr, mal weniger. Bewegungsabhängig und druckempfindlich.  Im gynäkologischen Ultraschall sieht alles unauffällig aus und meine Gebärmutter und Eierstöcke sind nicht druckempfindlich. Die Schmerzen scheinen eher woanders her zu kommen. Ich hatte bereits eine Darmspiegelung, ohne Befund und MRT Lendenwirbelsäule und Hüfte (die abschließenden Ergebnisse stehen hier noch aus, aber meine Hüftgelenke sehen wohl nicht so gut aus und das könnte evtl. auch den Schmerz erklären. Allerdings nicht ein einseitige).

Ich hatte im Dezember eine Fehlgeburt mit Ausschabung in der 9ten SSW. Es war der erste Versuch schwanger zu werden. Also scheine ich auf jeden Fall fruchtbar zu sein. Der Schmerz ist nicht zyklusabhängig. Ich habe seit gestern meine Periode und hatte in den Tagen vorher eher weniger Schmerzen als in der Woche davor. Der Schmerz fing in der Schwangerschaft an.

Auch wenn ich froh wäre eine Lösung gefunden zu haben, denke ich nicht, dass ich Endometriose habe. Ich habe bald einen Termin zur Bauchspiegelung und weiß nicht, ob ich es wirklich machen soll? Zur Abklärung anderer organischer Probleme habe ich nächste Woche ein Becken MRT.

Mich würde sehr interessieren, wie sich eure Schmerzen anfühlen und ob jemand von ähnlichen Symptomen mit einer diagnostizierten Endometriose berichten kann?

Vielen Dank für eure Antworten

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Hallo Esi, Eine Endometriose
katwe14

Hallo Esi,

Eine Endometriose bedeutet nicht unbedingt Unfruchtbarkeit und auch das Schmerzen eben gerade auch unabhängig von der Regel auftauchen können, allerdings ist es schon zur Regel und in der zweiten Hälfte des Zyklus wahrscheinlicher.

Komisch ist auch, dass die Probleme erst während der Schwangerschaft aufgetreten sind.  

Es kann allerdings auch sein, das ein einziger kleiner Endometrioseherd im kleinen Becken diese Schmerzen verursachen kann, wenn er irgendwo an einem Nerv liegt. Dann schmerzt quasi nicht der Herd selbst sondern der Nerv. Allerdings gibt es hier nur sehr wenige Spezialisten, die hier überhaupt operieren und auch das Risiko abschätzen können ob eine Entfernung überhaupt möglich ist. Es besteht die Gefahr, dass Nerven bei der OP dann zerstört werden. Bei wem, bzw. in welchem Krankenhaus bist Du zur OP angemeldet?

Ich gehe mal davon aus, dass der Blindarm untersucht wurde und auch, dass keine Eierstockentzündung vorliegt.

Es ist gut, dass es vorher noch ein MRT gibt.

Hüftgelenksprobleme einseitig sind definitiv möglich, um nicht zu sagen, bei fast allen erstmal einseitig.

Meinst Du mit Druckempfindlichkeit bei Belsatung und unter Bewegung oder unter drücken von außen.

Warst Du denn schon bei einem Orthopäden, der mal die Hüfte untersucht hat, quasi unter Rotation die Schmerzen geprüft hat.

Toll ist das Deine Ärzte überhaupt so gründlich nachschauen und nicht einfach Dir einreden, dass Du Dir die Schmerzen einbildest, wie fast allen von Endometriose betroffenen. Da kannst Du sehr froh sein!!!!! 

Ich tippe allerdings auch erstmal auf die Hüfte und kann hier sehr Feldenkrais und Eutonie empfehlen, ich habe seid meiner Geburt eine Fehlstellung, die ich dadurch über die Jahre leicht korrigiert habe und keine Probleme bekommen habe obwohl mir das prognostiziert wurde, ich kenne viele die mit Hüftproblemen hier Erleichterung erfahren.

Viel Glück und melde Dich nochmal falls doch eine Bauchspiegelung ansteht.

 



Ein belastungsabhängiger
Meike

Ein belastungsabhängiger Schmerz in der Leiste ist typisch für Probleme mit dem Hüftgelenk. Dazu passt auch, dass er in der Schwangerschaft begonnen hat. In Vorbereitung auf die Geburt werden die Bänder weicher, wodurch das Hüftgelenk weniger gut geführt wird. Auch, dass die Schmerzen zunächst einseitig auftreten, ist typisch. Hast du als Baby eine Spreizhose getragen? Bin selber wegen Hüftdysplasie mehrfach operiert, von daher habe ich mich mit dem Thema Hüfte länger beschäftigt.



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Esi87

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Liebe Katwe14, liebe Meike,

vielen Dank für eure schnellen Antworten. Ja, ich habe als Kind tatsächlich eine Spreizhose getragen. Und habe dann bereits sehr früh, mit 5 Jahren mit Ballet angefangen, bis zum ca. 11ten Lebensjahr. Der MRT-Arzt sagte mir, dass man solche Hüften häufig bei Balletttänzerinnen und Fußballern sieht. Die genaue Diagnose habe ich allerdings noch nicht. Es war nur ein kurzes Gespräch nach dem MRT und der Bericht wird dann an meine Ärztin geschickt.

Ich wurde auch lange von Arzt zu Arzt geschickt und habe dann eine Woche Antibiotikum genommen, weil es hieß, dass ich eine Darmentzündung hätte (hat sich bei der Darmspiegelung dann nicht bestätigt). Ich war dann auch total verzweifelt, ständig am heulen (weil mich neben dem Schmerz auch die FG sehr belastet und ich einen Zusammenhang vermutet habe) und bin dann auf Drängen meines Mannes zu einer Neurochirurgin, die einen sehr guten Ruf hat, weil er Probleme mit dem Rücken vermutet hat. Und sie hat alle MRT´s angeordnet. Ich bin ihr auch sehr dankbar.

Was mich bei der Sache mit der Hüfte gewundert hat, ist, dass ich meistens nur Schmerzen im Unterleib habe. Und nur an ganz schlimmen Tagen ziehen diese in die Hüfte und ins Bein. Aber, wenn ihr beide sagt, dass das sein kann, dann sollte ich das wohl doch als Ursache in Betracht ziehen.  

Der Blinddarm stand auch zur Debatte, aber meine Entzündungswerte sehen gut aus und er ist ja rechts. Da Druck auf die Eierstöcke und Gebärmutter keine Schmerzen verursacht, hat die Gynäkologin in der Klinik in Düsseldorf eine Entzündung hier ausgeschlossen und Sie sagte, dass meine Eierstöcke vorbildlich aussähen.

Mit druckempfindlich meine ich, dass ich Schmerzen habe, wenn ich auf den Unterleib drücke. Die Schmerzen sind aber auch bewegungsabhängig. Sprich, manchmal muss ich mich umsetzen, oder anders hin legen, weil die Schmerzen in der Position zu stark werden. Vor ein paar Wochen waren wir wandern und sind lange bergauf gegangen und da wurden die Schmerzen sehr stark und ich konnte mein linkes Bein kaum noch bewegen.

Die Bauchspiegelung soll Ende März in Düsseldorf bei Prof. Lampe stattfinden. Ich will mich nur nicht unnötig „aufschneiden“ lassen und überlege das ganze jetzt doch erst von der orthopädischen Seite anzugehen.

Ich habe auch nach der FG im Dezember einen sehr starken Kinderwunsch und würde es am liebsten direkt im nächsten Zyklus wieder versuchen.

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Ich würde vom Orthopäden
Meike

Ich würde vom Orthopäden eine Beckenübersicht machen lassen. Dann kann man schauen, ob bei dir trotz Spreizhose noch eine Dysplasie vorhanden ist (was häufig ist). Auf dem Röntgenbild sieht man das besser als auf MRT-Bildern. Eine Bauchspiegelung würde ich erst in Betracht ziehen, wenn es die Hüfte definitiv nicht ist. Wenn du beim Orthopäden eine monatelange Wartezeit hast, weiß ja nicht, wie das bei euch ist, würde ich mir den allerdings für später aufheben und im KH röntgen lassen. Mit diesen Schmerzen muss man nicht noch so lange rumrennen. Die können sehr schnell schlimmer werden und dann steht man ziemlich doof da.



Hallo Meike, Ich sehe es
katwe14

Hallo Meike,

Ich sehe es genauso wie Meike, allerdings denke ich das man Verschleiß vielleicht auch ganz gut im MRT sieht. Einen Termin beim Ortopäden würde ich so oder so machen.

Eine Bauchspiegelung finde ich auch solange noch logischere Verdachtsmomente bestehen sehr problematisch. Düsseldorf kenne ich nicht, ich würde mir dann eher noch zu eine zweite Meinung in Neuss einholen, bei Dr. Korell.

Auch würde ich gutes für den Darm tun, oft sind Antbiotika problematisch für die Darmflora und man hat ruckzug eine Disbalance, ich weiß wovon ich spreche. 

Es ist gut nach einer Fehlgeburt erstmal eine Pause zu machen, damit sich die Gebärmutter gut erholen kann. Fehgeburten treffen insbesondere in Großstädten jede dritte Frau beim ersten Mal, also sicherlich kein Grund zur Sorge.



Es geht mir nicht darum,
Meike

Es geht mir nicht darum, einen eventuellen Verschleiß zu beurteilen. Dafür ist sie sowieso noch ein bisschen jung. Man kann aber mit einer Beckenübersicht die Überdachung des Hüftkopfes beurteilen. Ist die nicht ausreichend (=Dysplasie), verteilt sich das Körpergewicht auf eine zu kleine Fläche. Der Knorpel selber schmerzt nicht, er ist nicht mit Schmerzrezeptoren ausgestattet. Aber die umliegenden Strukturen, die schmerzen. Dazu muss noch kein Verschleiß sichtbar sein. In dem Fall kann man (das wurde bei mir gemacht), operativ die Überdachung verbessern. Das nimmt die Schmerzen und schützt vor zukünftigem Verschleiß, der bei einer unbehandelten Dysplasie früher kommt als bei Gesunden und zur Notwendigkeit einer Hüft-Endoprothese in recht jungem Alter führen kann. Ich bin da eher für eine gelenkerhaltende OP.



Meine ersten Endo
Thesi

Meine ersten Endo Beschwerden waren auch starke Hüftprobleme... Ich vermute, es waren die Verwachsungen oder der Beginn einer Zyste am Eierstock, die wahrschelich auf einen Nerv gedrückt hat.

ich hab ein halbes Jahr (mit wechselnden Schmerzen) gebraucht, bis ich (oder ein Arzt) die Schmerzen zuordnen konnte.

Aber du hast ja doch schon einiges ausgeschlossen... Vielleicht zeigt ja das MRT was  



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Esi87

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Liebe Meike, liebe katwe14

Ob eine Dysplasie vorhanden ist, sollte ich auf jeden Fall mal checken lassen, insbesondere, da ich als Kind auch eine Spreizhose hatte.

Die genaue Diagnose des MRT´s erfahre ich nächsten Mittwoch. Aber der Arzt sagte irgendwas davon, dass die Gelenke sehr verknorpelt sind (wobei meiner Meinung nach Knorpel im Gelenk gut ist?). Er sagte, die Hüftgelenke haben zu wenig Platz und es ist nur sehr wenig Gelenkflüssigkeit zu erkennen.

Ich weiß, dass man nach einer FG erst mal eine Pause machen soll, aber das habe ich ja auch gemacht. Ist jetzt 3 Monate her. Ich denke meiner Gebärmutter geht es gut, aber meiner Psyche nicht. Ich denke/hoffe, dass es mir wieder besser geht, wenn ich wieder schwanger bin. Daher würde ich wirklich gerne bald wieder starten. Die Frage ist nur, ob die Hüfte dann zum Problem werden könnte? Wird ja sicher nicht besser in der Schwangerschaft.

Morgen ist das MRT des Beckens dran. Bin mal gespannt, ob das noch Aufschluss bringt.

 

Liebe Thesi,

eigentlich habe ich gefühlt ja gar keine Hüftproblem, sonder Unterleibschmerzen. Die Frage ist, ob diese von den Hüftproblemen kommen können, welche im MRT entdeckt wurden. Oder, ob es Endometriose ist.

 

Vielen Dank für eure Meinungen. Sie helfen mir sehr weiter.

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Hallo Esi, das es Dir
katwe14

Hallo Esi,

das es Dir psychisch schlecht geht ist nicht nur der Trauer und den Ängsten geschuldet, die ja nach einer Fehlgeburt ganz normal sind, sondern auch den Hormonen, die dann durcheinandergeraten, weil sie für eine Schwangerschaft ganz anders ausgerichtet sein müssen.

Schmerzen können sehr diffus sein, zumal auch Verkrampfungen der Muskeln dazu kommen können. Weder Hüftprobleme noch Endometriose, noch Schmerzen in beiden Fällen sind schön, deshalb weiß ich gar nicht was ich Dir wünschen soll außer einer eindeutigen Diagnose.



Wenn es wirklich die Hüfte
Meike

Wenn es wirklich die Hüfte sein sollte, könnte die tatsächlich in der Schwangerschaft mehr Ärger machen. Übersteht man natürlich auch. Mehr Gedanken würde ich mir über das Danach machen, weil du dann längere Zeit ein immer schwereres Kind tragen wirst, dich ständig bücken und auf dem Boden sitzen wirst. Eine OP mit kleinem Kind ist auch nicht das gelbe vom Ei. Aber wenn es nunmal ganz ganz dringend jetzt sofort sein muss, dann sch* drauf und mach's. Man findet ja immer Gründe, warum der Zeitpunkt gerade schlecht ist. Davon sollte man sich wahrscheinlich nicht abhalten lassen. Ich schwanke auch gerade sehr, ob ich das Thema bei uns ansprechen sollte. Ich glaube, mein Freund wartet darauf. Und der Rest der Welt würde mich für verrückt erklären. ;))



Ja, den richtigen Zeitpunkt
Esi87

Ja, den richtigen Zeitpunkt zu finden ist immer schwierig. Aber bei mir passt es grade echt gut beruflich und privat. Und wenn man einmal schwanger war, dann wird der Wunsch nach einem Baby noch größer. Und plötlich sind alle anderen schwanger und man selbst seht da und denkt sich nur...eigentlich sollte mein Bauch jetzt auch so aussehen...

Gesundheitlich ist natürlich die andere Sache, aber wenn wir mal ehrlich sind, hat jede Frau während und nach der Schwangerschaft irgendwelche Probleme. Ist halt nicht ohne ;).

Ich denke ich werde jetzt erstmal einen Orthopäden aufsuchen und das abklären lassen und ihn auch ansprechen bzgl. Schwangerschaft.

Vielen Dank, ich wünsche euch beiden alles Gute und vor allem Gesundheit :)