Endo-Zentrum in Homburg (Saar) vs Gießen?
Passiflora

Hallo,

Nach vielen Jahren ungeklärter Beschwerden, bin ich jetzt auf Endometriose gekommen. Laut meinem Frauenarzt ist nichts tastbar und auch nichts im Ultraschall zu sehen, er hat mir daher angeraten, die Visanne (oder vergleichbares) gegen die Beschwerden zu nehmen, da ja nichts "gefährliches oder großes" da ist (Eierstöcke soweit okay) und es eine 50/50 Chance gebe, dass man auch bei einer Bauchspiegelung nichts findet, selbst wenn eine Endometriose besteht, womit die OP dann ein unnötiges Risiko wäre. 

Da ich der Einnahme von Hormonen extrem abgeneigt bin, sich jede Faser meines Körpers dagegen sträubt, meinen Zyklus auszuschalten und ich einen Wunsch auf Klärung habe, anstatt auf gut Glück mit meinem Körper Versuchskaninchen zu spielen, möchte ich mich trotzdem nochmal in einem Endozentrum vorstellen und zumindest beraten lassen, von jemandem, der wirklich tiefgreifendes Wissen über die Erkrankung hat. Er hat mich auch direkt überwiesen, meinte nur, dass selbst ein negativer Befund bei einer BS keine Negativdiagnose sein könne und es gut sein kann, dass es Herde gibt, die einfach nicht erreichbar sind. 

 So weit so gut... Ich habe in Gießen einen Termin bekommen. In fünf (!) Monaten. Instinktiv habe ich ein gutes Gefühl bei der Klinik, auch wenn ich bei Ärzten, die so gefragt sind, immer die Angst habe, unter deren Zeitdruck nicht richtig angehört und irgendwie abgewimmelt zu werden. Gerade bei Endometriose, die meisten hier werden ja vertraut damit sein, jahrelang von Ärzten gehört zu haben "Sie haben nichts."

Leider bin ich in einem Beruf, in dem es beinahe ein Ding der Unmöglichkeit ist, mal einen Tag frei zu nehmen. Die Sprechstunde Mittags. Ich weiß noch nichtmal, in welcher Stadt ich am August wohnen werde und was mein Arbeitsplatz ist. Alles zusammen sehr schwierig...

Eine nahe Alternative wäre das Endometriosezentrum in Homburg an der Saar (nicht zu verwechseln mit Bad Homburg im Taunus). Es scheint ja auch ein klinisch-wissenschaftliches Zentrum zu sein und dort könnte ich sehr viel früher einen Termin bekommen. Allerdings konnte ich nirgends auch nur einen einzigen Erfahrungsbericht finden und ohne Referenzen ist mir das zu riskant. War jemand schonmal dort?



Mit dem tiefgreifenden
katwe14

Mit dem tiefgreifenden Wissen über Endometriose ist das so eine Sache, dies gibt es auch in den guten Endometriosezentren nur bedingt, wenn man keine künstlichen Hormone nehmen will.

Wenn Du auf Hormone verzichten willst, rate ich Dir Dich selbst schlau zu machen, Endometriose alternativ oder ganzheitlich behandeln ist da ein ganz gutes Stichwort.

Ich habe mir ganzheitliche Ärzte gesucht und fahre damit sehr gut.

Ich habe allerdings auch temporär die Visanne genommen und damit gute Erfolge erziehlt.

Gießen ist sicherlich sehr gut für eine OP, von Homburg habe ich noch nichts mitbekommen. Frau Dr. Hornung wird auch immer mal gelobt, sie ist glaube ich in Karlsruhe.

 



Hallo ich dachte ich
astrid

Hallo ich dachte ich schreibe dir mal. Also ich komme aus dem Saarland wurde selbst 2010 in Homburg wegen Endometriose operiert. Ich kann dir nur sagen das ich 2011,2013 und 2015 noch Operation hatte diese aber in Erlangen. Mehr muss ich dazu nicht schreiben. Homburg ist erst seit letztem Jahr ein Endozentrum deshalb eher unbekannt. Von mir 30 km entfernt fahre aber lieber 400 km nach Erlangen. Allerdings hab ich schlimme Endo mit Befall der Nerven. Darm etc. Aber Homburg kann ich dich nur bewahren.LG Astrid



Hallo Passiflora...
Cassie33

wenn es für dich eine Alternative wäre, kann ich dir die Frauenärzte am Staden empfehlen. Prof. Neis ist ein sehr guter Arzt, der sich schon seit vielen Jahren mit Endometriose beschäftigt. 

Allerdings kann ich dir bezüglich alternativer Methoden zur Hormoneinnahme auch nicht wirklich viel weiter helfen. Ich vertrage sämtliche Hormone nicht, was bei mir zu immer wiederkehrenden Schmerzen führt. Hatte aber auch die Nase voll von den Nebenwirkungen der Hormone.

Prof. Neis hat auch Belegbetten in der Uniklinik Homburg und operiert auch dort. Diesbezüglich war ich sehr zufrieden. Von den dortigen Ärzten würde ich mich auch nicht mehr operieren lassen, da diese 2011 bei mir auch Endometriose übersehen haben. Wie das heute ist, kann ich dir leider nicht sagen.

LG
Cassie 



Gießen
dead inside

Ich selbst wurde einmal (hatte 3 Sanierungen bisher) in Gießen operiert. 

Kontakt zu Prof. Tinneberg hatte ich nicht (wahrscheinlich, da Kassenpatientin), deshalb kann ich über ihn nichts sagen.

Meine Anfahrt betrug 2 Stunden und beim ersten ambulanten (Vor-)Gespräch müsste ich trotz Termin 2 1/2 Stunden warten. Da war ich irgendwie schon etwas "bedient".

Trotz extremer Schmerzen wollte mir der zuständige Arzt die OP erst ausreden wegen Verwachsungsgefahr usw. Letztendlich wurde ich aber doch dort operiert.

Es ist alles soweit gut gelaufen, von der 'technischen" Seite her gesehen. Was ich weniger gut fand: ich sollte eigentlich sogar noch am OP-Tag entlassen werden. Nach einiger Diskussion wurde mir dann aber noch eine Übernachtung zur Überwachung "gegönnt".

Leider wurde ich, was die medikamentöse Einstellung Post-OP betrifft, weniger gut beraten. Die Endo war nach 2 Jahren wieder da und sogar ausgeprägter als vorher. 

Das war MEINE persönliche Erfahrung. Ziehe bitte Deine eigenen Schlüsse. Vielleicht hatte ich in manchen Punkten auch einfach Pech, ich weiß es nicht.

 Herzliche Grüße 



Gießen
BieneMaja06

Ich kann nur abraten!!! Es war der schlimmste Krankenhausaufenthalt für mich. Die Vordiagnostik top, Gespräch mit Prof. Tinneberg top aber dann hörte es auch schon auf.

Kompetente Nachbetreuung Fehlanzeige und die postoperative Versorgung eine absolute Katastrophe!!!

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"Tu deinem Leib öfters etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat darin zu wohnen (Teresa von Àvila)"