Nahezu schmerzfrei und trotzdem erschöpft?
Asselchen

Hallo zusammen,

vor einigen Jahren dachte man mal ich könnte Endometriose haben, weil ich immer zusammen mit meiner Regelblutung wahnsinnig starke Schmerzen hatte. Später stellte sich dann aber raus, dass diese Schmerzen vom Nierenbecken kamen, da ich dort eine Verengung hatte, die lange Zeit nicht entdeckt worden war. Diese wurde operativ entfernt und danach waren die schlimmen Schmerzen weg. Laut Befund war an der Stelle kein Endometrioseherd. Allerdings fand man im Bauchraum sehr viele kleine Knötchen, die da nicht hingehören. Ich lies das mit den Knötchen erstmal auf sich beruhen, weil meine Schmerzen ja weg waren.

Jetzt war ich kürzlich nochmal beim Arzt, weil mich ebenfalls schon seit vielen Jahren eine starke Erschöpfung plagt, für die bisher weder ein körperlicher, noch ein psychischer Grund gefunden werden konnte. Dieser Arzt konnte mir dazu auch nichts sagen, meinte aber diese Knötchen in meinem Bauch würden ja wohl doch höchstwahrscheinlich Endometrioseherde sein. 

Ich habe gelesen Endometriose kann auch Erschöpfung hervorrufen, aber könnte sie das auch tun, wenn man kaum Schmerzen hat? Ich habe öfters mal ganz leichte Schmerzen, eigentlich immer Verstopfungen und eine sehr starke Regelblutung. (Das wären so die Symptome, die ich überhaupt mit einer Endometriose bei mir in Verbindung bringen könnte.) Aber reicht das um davon so arg erschöpft zu werden, dass man kaum noch richtig arbeiten gehen kann? Was haltet ihr davon? 

Liebe Grüße,
Asselchen 



Hallo Asselchen, an
dormant

Hallo Asselchen,

an Erschöpfung leiden viele Frauen, es gibt auch keinen typischen Verlauf bei allen. Man kann durchaus Schmerzen haben muss man aber nicht.

man kann dieses chronische Erschöpfungssyndrom haben, Nebennierenschwäche, hormonelle Probleme, falsche Ernährung als Ursache und sich noch andere Sachen

Ganz einfach ist es mit Endo nie, wenn du den Verdacht hast solltest du mal zu einer Endometriosesprechstunde gehen ^^ 



Hallo Asselchen, haben
Schmusekatze

Hallo Asselchen,

 

haben die Ärzte bei der OP denn keine Proben von den Knötchen genommen?

Wenn man schon so etwas vorfindet, was da nicht hinghört, dann wäre das zumindest angebracht gewesen. Typisch..., mich wundert heute echt nichts mehr.

 

Rausfinden wirst du das nur, wenn du zu einem Endometriose-Profi gehst und eine Bauchspiegelung machen lässt.

Hatte vor kurzem eine OP und habe auch Fotos mitbekommen. Da sind auch lauter graue Knötchen gewesen, sieht wirklich komisch aus...

 

Und zum Thema Erschöpfung, ich habe ein chronisches Erschöpfungssyndrom auch CFS genannt und keiner weiss woher das kommt.

Seit 10 Jahren habe ich das und kann seither auch nicht mehr arbeiten gehen.

Ich hatte einen regelrechten Ärztemarathon all die Jahre, doch nichts ausser der Endometriose konnte gefunden werden.

Diese Erschöpfung geht im übrigen weit über das normale Maß hinauß. Ich meine damit, dass diese Erschöpfung nichts mit einer Überarbeitung oder normalen Müdigkeit zu tun hat, die man im "normalen Leben" gelegentlich hat. Man fühlt sich wie 200 jahre oder als ob man eine Woche am Stück nicht geschlafen hätte...

Wie ist das bei dir?

 

Ich denke übrigens schon, dass das mit der Endometriose irgendwie zu tun haben muss, hängt ja alles miteinander zusammen. Doch wie genau kann ich dir auch nicht sagen.

Habe die letzten Jahre so viel recherchiert und alternative Therapien gemacht, jedoch leider nicht erfolgreich. Aber man gibt die Hoffnung ja nicht auf. Wink

 

Liebe Grüße, Schmusekatze

 

 

 



Hallo Schmusekatze, ich
Asselchen

Hallo Schmusekatze,

ich weiß nicht ob diese Knötchen bei der OP direkt überhaupt gesehen wurden. Vermutlich bloß im MRT, welches dafür gemacht worden ist. Die Ärzte damals interessierte nur die Niere, da da eben die akuten Beschwerden herkamen. 

Meine Erschöpfung ist quasi dauerhaft seit etwa 10 Jahren, mal etwas mehr, mal etwas weniger. Einen genauen Anfangspunkt kann ich aber nicht festmachen.
Ich sage immer ich fühle mich wie ein welkes Blatt, was gleich vom Baum fällt. Als würde nur mein halber Körper und mein halbes Gehirn noch wirklich am Leben teilnehmen. Mal eben die Wäsche machen wird zu einer gefühlt riesigen Aktion zu der ich mich erst richtig überreden muss. Mitlerweile bin ich auch selbstständig beruflich tätig und nicht mehr angestellt, da so ein fester Job einfach nicht drin ist. Da wäre ich immer ausgebrannt, was mich dann wiederum depressiv machen würde. Natürlich kann ich gar nicht so viel arbeiten, wie ich müsste, um genug zu verdienen.
Es ist aber nicht direkt eine körperliche Erschöpfung im Sinne von "schnell aus der Puste sein" oder so. Bewegung hilft eher..oder zumindest verschlechtert sie die Situation nicht.     

Liebe Grüße,

Asselchen 



Endo sieht man meist nicht
Meike

Endo sieht man meist nicht im MRT (nur größere Herde). Wenn deine Knötchen Endo sind, dann werden sie sie in der OP gesehen haben. Da sind sie gut zu erkennen, weil sie an Bauchfell und Organen anhaften. Du könntest da nochmal nachforschen, OP-Bericht anschauen und Histologie, falls Proben entnommen wurden. Wir hatten nämlich auch schon Frauen hier, denen so ein Nebenbefund einfach mal nicht mitgeteilt wurde, und die das erst im Nachhinein herausgefunden haben. 



Alles was irgendwie
Asselchen

Alles was irgendwie aufgeschrieben wurde, ist, dass an der Niere (wo etwas entnommen wurde) keine Endometriose gewesen ist. 

Zu den Knötchen gibt es keine weiteren Erkenntnisse, nur dass sie da sind und zu Vernarbungen einer Endometriose passen. 

Edit: Mich wundert aber generell, dass im Krankenhaus keiner der Nebenbefunde überhaupt nur angesprochen worden ist. Ich habe alles nur aus den Dokumenten erfahren. Ich schätze mal das ist normal. Find ich aber gar nicht gut.    



Normal finde ich das
dormant

Normal finde ich das nicht.

Im Endometriosezentrum wurde nach meiner Op alles durchgegangen, mit Fotos zeigen plus Erklärungen von der Oberärztin selbst. Da wird auch von allem eine Probe genommen, die ins Labor geht.

Und im Op-Bericht steht dann genau was es ist.



Ich finde das auch nicht
Meike

Ich finde das auch nicht normal.



Hallo Schmusekatze, wir sind
Reipschl

Hallo Schmusekatze, wir sind die Ärtze auf die Nierenschwäche gekommen? Haben sie etwas im Blut, Urin, Ultraschall oder CT vorher gesehen?



Hallo Reipschl, ich denke
Asselchen

Hallo Reipschl,

ich denke mal deine Frage war eher an mich gerichtet. Meine Nierenbeckenabgangsstenose wurde erst fast 4 Jahre lang gar nicht erkannt trotz MRT und vielen anderen Untersuchungen, bis ein Arzt meine Schmerzen endlich richtig als Nierenkoliken erkannt hat. Daraufhin wurde ein CT und auch ein neues MRT gemacht.