Ich trau mich nun auch...
Fränzy

Hallo alle miteinander,
länger lese ich eure Einträge. Ich habe mich aber irgendwie nicht getraut, selbst zu schreiben. Vielleicht auch ein bisschen deshalb, weil ich die Endo gerne verdrängen möchte.
Vor zwei Jahren wurde ich operiert. Da wurde eine Endozyste am Eierstock sowie einige weitere Herde entfernt. Es stand noch was im OPBericht von Stufe III. Nachdem alles ausgeheilt war, ging es mir kurze Zeit sehr gut. Ich war wieder körperlich fit, fest überzeug, dass es das war undd ich wieder gesund bin... Anschließend habe ich es mit einer Pille versucht... Leider komme ich mit Hormone überhaupt nicht zurecht (depressive Verstimmungen, Brust- und Kopfschmerzen und und und...) So habe ich sie nach paar Monaten wieder abgesetzt.
Nach kurzer Pause (und viel Stress im Ref) kamen die Probleme zurück und wurden bis heute zunehmend größer... Zwar habe ich keine Eierstockzysten.  Ich bin aber oft so unglaublich müde und erschöpft, Kopfschmerzen kommen dazu, versuche meine Energie für die Arbeit aufzuheben.. Oft habe ich das Gefühl, dass mein Körper auf hochturen laufen muss. Zudem habe ich seit einiger Zeit auch mit der Verdauung extreme Probleme... Abhängig davon, was ich esse, aber nicht klar auszumachen... dazu kommen inzwischen oft Magenschmerzen, Übelkeit, Schwindel hinzu.. wobei ich das eig nicht auf die Endo geschoben hätte...
Früher war ich fit, spiele ich seit 17 Jahren Basketball, aber auch beim Sport merke ich v.a. das letzte Jahr, dass ich nicht mehr  leistungsfähig bin. Verletzungen kamen dazu... Bänderriss und Mittelhandbruch..
Ich habe was von Ostheoporose gelesen... Kann das im Zusammenhang mit Endo stehen?

Die Erwartungen kann ich nicht mehr erfüllen, zudem fühle ich mich dadurch oft unverstanden, weil keiner (der keine Endo hat) nachvollziehen kann, wie es ist, wenn man meint, jemand sticht mit einem Messer im Bauch herum. Da tippe ich auf Verwachsungen, die bei Bewegungen irg reisen... gibts das? Ich wache manchmal nachts deswegen auf...
Wenn ich ehrlich bin, habe ich so viele Unklarheiten, Fragen und Ängste in mir...In Erlangen war ich im Endozentrum. Die haben mir allerdings nur eine "Generalsanierung" ans Herz gelegt, wegen Kinderwunsch...  Ich würde mich gerne richtig verhalten... Ich weiß nur nicht, wo ich anfangen soll.. Und nur OP kann doch nicht nur die Lösung sein... Ich habe zwar schon viel gegooglet, habe aber trotzdem das Gefühl, dass ich gefühlt nichts btw viel zu wenig über diese Krankheit weiß... Und da ich niemanden in meinem Umfeld kenne, der das auch hat, komme ich mir manchmal so vor, als ob manche meinen, ich solle mich nicht so haben...

Ich freue mich über eure Antworten, Tipps, Erfahrungen.

Danke euch
LG
fränzy 



luna-yoga, bauchtanz
Svenja12345

hallo fränzy,

ich selbst gehöre zu den endo-frauen, die fast gar keine schmerzen haben (glücklicherweise). daher kann ich nicht aus eigener erfahrung berichten.

allerdings habe ich immer wieder von frauen gelesen, denen luna-yoga und bauchtanz (für beides gibt es super youtube-videos) sehr geholfen hat! ich mache auch beides, vorbeugend und weil es gut tut und spaß macht. es soll auch sehr gut bei schmerzen helfen.

alles alles gute!! 

svenja 



Hallo Fränzy, wie geht es
Anni1000

Hallo Fränzy, wie geht es dir inzwischen? Hast du Hilfe wegen deiner Magenschmerzen gefunden? Was machst du an Therapie? Grüße 



Mir half diese Buch:
Hockeyspielerin

https://www.kohlhammer.de/wms/instances/KOB/appDE/Vorschau/Endometriose-978-3-17-029839-2/  Endometriose  Ganzheitlich verstehen und behandeln - Ein Ratgeber (damals war es noch die 2.Auflage)

 

habe mir da viele Alternativen rausgesucht und mich nach der Diganose über Endo informiert.  Pille klappte bei mir auch nicht.

nach einem langen Weg (u.a. Reha in Bad Schmiedeberg, ambulante und stationäre multimodale Schmerztherapie, Verhaltenstherpaie wg. der Schmerzen, weiterhin Osteopathie, Akupunktur, Sport und täglich PMR und seit einiger Zeit Physiotherapie, Schmerztherapeut ist weiterhin im Boot) habe ich die Schmerzen wieder im Griff und nehme nur noch ca. 7 Tage pro Zyklus Schmerzmittel und habe vor allem wieder eine recht gute Lebensqualität.(ich nahm zeitweise täglich 2-3 Schmerzmittel)

Nur der 1. Zyklutag nervt mich meistens mit massiven Krämpfen (die Tage vorher halbwegs aushaltbar, aber ich weiß dann immer, am nächsten Tag wird es viel besser und ab 3. Zyklustag gehts wieder ohne Schmerzmittel.

 

Aber es hat gedauert bis ich meinen Weg gefunden hatte. 



Ein paar Ideen dazu ...
Martina1974

Hallo Fränzy,

 

Dein Beitrag ist zwar schon eine Weile her, aber er hat mich teilweise an meine eigenen Erfahrungen erinnert.

Nach meinem ersten Termin zur Kontrolle nach der OP fühlte ich mich „genauso schlau“ wie zuvor.

 

Auch ich habe versucht, per Internet an kompetente und detaillierte Informationen zu gelangen, jedoch ohne wirklichen Erfolg. In weiterer Folge habe ich dann begonnen, mich in die Materie einzulesen. Es gibt einiges an Literatur, in der das Thema informativ und verständlich erläutert wird.

Ich wollte einfach verstehen können, was sich in meinem Körper abspielt, und ob ich selbst aktiv etwas positiv beeinflussen kann.

 

Mir persönlich hat es bereits geholfen, die Ernährung etwas umzustellen und täglich Gymnastik zu betreiben.

 

Hier im Forum habe ich auch schon öfter gelesen, dass die Endometriose Vereinigung Deutschland e. V. eine gute Anlaufstelle sein soll. Es wird dort telefonische Beratung von ebenfalls Betroffenen angeboten. Zudem können Adressen bzw. Kontaktdaten von Selbsthilfegruppen vermittelt werden. Vielleicht wäre es mal einen Versuch wert. Soweit ich weiß, ist das Angebot kostenlos. (Bitte um Korrektur, falls dem nicht so ist!)

 

Zum Thema Osteoporose und Endometriose.

Östrogen verringert den Knochenabbau. Durch weniger Östrogen, sei es beispielsweise durch die Einnahme einer „Pille“ oder durch die „Wechseljahre“, kann das Risiko einer verringerten Knochendichte auftreten. Dadurch kann es leichter zu Knochenbrüchen kommen.

Inwiefern diese Faktoren auf Dich zutreffen (oder damals zugetroffen haben), kannst jedoch nur Du oder Dein Arzt beurteilen.

 

Vielleicht bringt Dich ja die eine oder andere Idee dazu ein bisschen weiter. Ich wünsche Dir alles Gute dabei, Deinen eigenen Weg zu finden.

 

Liebe Grüße,

 

Martina