Leistungssport und Endometriose
Tinkerbell369

Hi, ich hätte auch noch eine Frage zu Leistungssport und Endometriose. Da ich ja vor allem eine Verwachsung am Darm (Sigma) habe. Ich habe früher Rhythmische Sportgymnastik gemacht und es vor ca. einem Jahr wieder angefangen (mehr zum Spaß und nicht mehr so leistungsorientiert). Also gehe schon auf Wettkämpe aber alles nicht mehr in dem Ausmaß wie früher mal. Dafür bin ich eh zu alt. Man dehnt sich ja bei dieser Sportart auch sehr krass. Also Spagat, Brücke, Bielmann sowas halt. Nun habe ich mir mal Gedanken gemacht ob das alles überhaupt so gesund ist. Dazu muss ich sagen so ganz krasse Rückenbeweglichkeitssachen wie Bruststand und Unterarmstand und Beine über den Kopf mache ich eh nicht mehr weil ich mir da so oder so den Rücken kaputt machen würde mittlerweile, da ich ja einige Jahre dazwischen pausiert habe. Ich trainiere auch "nur" noch 2 Mal die Woche mit weil es mir sonst eh zu viel würde. Jetzt hab ich aber irgendwie Angst bekommen, dass so eine Verwachsung mal dabei reißen könnte oder so. Andererseits denke ich wäre es ja bestimmt schon längst passiert...

OP Termin habe ich erst im September, da bei mir im Moment noch die letzten Uni Klausuren anstehen und ich mit der Pille im Langzeitzyklus ganz gut klarkomme. Letztens habe ich es nur mit dem Trainieren etwas übertrieben und hatte ziemlich krassen Bauchmuskelkater da habe ich dann irgendwie Panik bekommen :/ Eigtl will ich den Sport nicht aufhören, da es mir viel Spaß macht aber ich will meiner Gesundheit auch nicht schaden.

Liebe Grüße 



Hallo Leidensgenossin, ich
Christina318

Hallo Leidensgenossin,

ich habe Kraftsport gemacht und war bestimmt 3-4x pro Woche im Studio, das volle Programm mit Ernährungsumstellung ..etc.

Durch die Endo musste ich leider aufhören und ich leide sehr darunter. Ich habe es mehrfach probiert aber der Druck auf meinen Bauch ist einfach zu hoch.

Das macht mir sehr zu schaffen da ich den ganzen Tag im Büro sitze und den Sport als Ausgleich und zum Abschalten gebraucht habe. Seit ich keinen Sport mehr mache bin ich viel gestresster.

Ich bin der Meinung dass Sport ok ist solange es nicht wehtut. Ich glaube auch nicht, dass da etwas reisst solange Du den Sport in Maßen und nicht zu viel betreibst.

Du musst ja auch an Deine Psyche denken und mit dem Sport hast Du ja auch Freunde oder Bekanntschaften die Dir gut tun.

 Alles Gute für Dich

 



:)
Tinkerbell369

Danke für die Antwort Christina. Schmerzen beim Sport habe ich eigtl nicht. Letztes Mal habe ich allerdings auch Krafttraining gemacht weil ich eigtl mehr Oberarmmuskulatur für die Bodenturnelemente aufbauen wollte aber das werde ich jetzt auch lassen...danach hatte ich dann ja Bauchmuskelkater und auch Bauchschmerzen. So nach dem normalen Training ging es bisher. 

Ja das stimmt es macht echt Spaß und ist ein Ausgleich wenn auch manchmal schon anstrengend. Und ich bin froh überhaupt nochmal eine Chance bekommen zu haben. Wie es nach der OP weiter geht muss man dann ja eh schauen. Evtl muss auch ein Stück Darm entfernt werden und dann müsste ich ja eh auf jeden Fall länger aussetzen oder aufhören. Schon alles bisschen doof da geb ich dir recht. Vlt findest du ja auch einen anderen Sport der nicht so auf den Bauch geht als Ausgleich?

 



Du musst dann ganz sicher
Meike

Du musst dann ganz sicher nicht aufhören, nur weil ein Stück Darm entfernt wurde. Wenn der Darm verheilt ist, dann ist gut. Man kann ja auch schwanger werden und meist spricht auch nichts gegen eine natürliche Geburt. Mir selbst fehlt der halbe Dickdarm, aber mir wurde nie gesagt, ich dürfe irgendwas nicht mehr machen. Lange ausgesetzt mit Reiten habe ich ebenfalls nicht. Nur wenige Wochen. 



Ich hatte schon mehrere
Berni

Ich hatte schon mehrere Teilresektionen, beim letzten Mal leider sogar mit Stoma.

mit dem Sport habe ich vorsichtig wieder angefangen, langsam gesteigert. Zunächst in Reha mit therapeutischer Anleitung.

 Nach einer hinreichenden Auszeit geht alles wieder, ich jogge regelmäßig, gehe schwimmen und mache leichten Kraftsport.

lass dich durch die Krankheit nicht vom Leben abhalten. Alles Gute.