Lungenembolie nach LASH
Muddy

Hallo an alle,

habe lange nix mehr geschrieben.

Ich bin am 13.06. operiert worden in einem Endometriosezentrum. Mir wurde die Gebaermutter mit Gebaermutterhals entfernt, die Eileiter und ein Endometrioseknoten auf der Scheide.

Ich war 4 Stunden im OP, so gegen 17.30 Uhr war ich raus. Nach der OP habe ich einen Schweissausbruch gehabt, mir lief der Schweiss vom Kopf, sowas habe ich noch nie erlebt. Ausserdem war meine Stirn bläulich rot, die Schwester dachte ich habe ein Feuermal. Wir hatten dann den Verdacht, dass es von der Haube kam. Nach der OP hat man mir auch Sauerstoff gegeben, weil die Sättigung nicht gut war. Was ich noch erwähnen moechte...Als ich vor der OP vom Bett auf die OP-Liege gerutscht bin, habe ich in beide Waden ein Krampf bekommen, sowas kenne ich garnicht.

Naja, es lief alles ganz gut..Am 16.06. bin ich am Vormittag entlassen worden. Mir ging es gut. Paar Tage später bekam ich plötzlich starke Schmerzen beim Einatmen, es wurde so schlimm, dass ich in die Notaufnahme meines Heimatkrankenhauses musste... 

Mir ging es sehr schlecht....Die einheimischen Aerzte hielten sich auch nicht zurück, mir Vorwürfe zu machen, dass ich mich in einem anderen Krankenhaus operieren lassen habe...

Jedenfalls hat man nach paar Tagen festgestellt, dass ich eine beidseitige Lungenembolie habe,  sekundäre Infarktpneumonie und eine begleitende Pleuritis...nachdem man mich erstmal auf Nierenkolik behandelt hat und mir schon zwei verschiedene Antibiotika, die nichts gebracht haben und Schmerzmittel per Infusion verabreicht hat.

Die heimischen Aerzte meinten, ich wäre zu zeitig entlassen worden nach der OP oder man haette wenigstens die Thromboseprophylaxe fortsetzen müssen.

Ich bin enttäuscht, mein Vertrauen zu den den Ärzten ist dahin. 

Es liest sich vielleicht alles so harmlos, aber ich habe Glück gehabt. Ich kann froh sein, dass ich noch am Leben bin. Als ich da im Krankenhaus war und nur noch nach Luft gejapst habe und es ging nichts mehr, da dachte ich, es ist vorbei. Jetzt weiss ich, was Todesangst ist.

Ich bin immer noch sehr schwach und an Arbeiten ist nicht zu denken, ich werde nie wieder die alte sein. 

Ich wollte das hier niederschreiben, damit ihr auch auf solche Dinge achtet, die passieren können. 

Passt auf euch auf! 

 



Schreibe mir bitte mal ne PN
Elhappy

Schreibe mir bitte mal ne PN ! Kann dir leider keine schicken, hast du nicht freigegeben! 



Schreibe mir bitte mal ne PN
Elhappy

Doppel post! 



Hallo Muddy!     Meiner
Lilith

Hallo Muddy!

 

 

Meiner Freundin ist das gleiche passiert,also die Lungenembolie nach Gebährmutterentfernung.

Wenn Du möchtest,dann stelle ich den Kontakt her!Melde Dich einfach, wenn Du es möchtest.

 

 

Alles Gute!

vG Lilith 



Liebe Muddy, es tut mir
Schmusekatze

Liebe Muddy,

es tut mir sehr leid, was dir widerfahren ist.

Ich wünsche dir baldige Genesung und das deine Seele und dein Körper wieder auf die Beine kommen, auch wenn ein Narbe bleiben wird.

 

Vielleicht wäre in deinem Fall eine Therapeutin mit Traumataerfahrung gut zur Bewältigung.

Das hat vielen Menschen helfen können und neuen Lebensmut verschafft.

 

Hast du eigentlich irgendwelche Vorerkrankungen oder hormonelle Medis eingenommen?

Denn das erhöht das Risiko auch eine Embolie/Thrombose zu bekommen.

 

Drei Tage KH-Aufenthalt finde ich erhlich gesagt auch ziemlich kurz für einen derartigen Eingriff, aber das scheint heute Standard zu sein.

Die Betten müssen wieder frei werden für die nächsten Patienten...

Bei meiner letzten Bauchspiegelung wurde ich auch schon nach zwei Tagen entlassen, obwohl viel gemacht werden musste. Ich hätte vom Gefühl her noch zwei, drei Tage länger bleiben können.

 

Was ich irgendwie schade finde ist, dass die Ärzte in deinem heimtnahen KH den Fehler nicht bei dir suchen sollten, von wegen, hätten Sie das mal bei uns gemacht...

Das hätte ja auch dort passieren können oder sehe ich das falsch?

 

Ich wünsche dir schnelle Genesung und ganz viel Sonnenschein!

 

LG



Ja, es hätte auch im
Muddy

Ja, es hätte auch im Heimatkrankenhaus passieren können ...

Da haben sie auch nicht die Embolie erkannt.  

Ich bin wie geschrieben mit starken stechende Schmerzen unter der rechten Brust beim Atmen in die Notaufnahme.

Erster Verdacht war eingeklemmter Nerv, dann Nierenkollik, ich bekam als Infusion Antibiotika und Schmerzmittel. Mein CRP-Wert stieg ständig weiter. Man wollte mich entlassen, da ich aber in der Nacht wieder Schmerzen hatte, verschob man die Entlassung. Ich hatte 2008 schon mal eine schwere Lungenerkrankung und diese Schmerzen kamen mir sehr bekannt vor. Das sagte ich auch der Ärztin, die nur erwiderte, dass im Röntgen nichts zu sehen war. Ich sagte ihr, dass man auch 2008 beim Röntgen nichts gesehen hatte, erst beim CT. Ihre Erwiderung war: CT lass ich nicht machen. 

Was ich an diesen Tag noch erlebte, war die Hölle...3 schwere Anfälle...Nach dem ersten fragte ich dann den Arzt: ...Und ist es eine Nierenkollik?...Er zuckte nur die Schultern.... In der Nacht bekam ich den dritten, den schwersten Anfall, ich habe nur noch nach Luft gejapst und die Schmerzen waren unerträglich...Dann hat der Arzt CT angeordnet... Man musste mich mit den Laken auf die CT-Liege rueber ziehen....

Es wurde eine Lungenentzündung diagnostiziert, man stellte das Antibiotika um. Aber mein CRP-Wert stieg weiter, er war mittlerweile bei 386 angelangt. Ein anderer Arzt ordnete nochmals eine CT-Untersuchung an, da wurde festgestellt, dass ich lauter kleine Blutgerinnsel in der Lunge habe, insgesamt 7cm lang.

Dieses Erlebnis in der Nacht lässt mich nicht los, ich habe zum ersten Mal Todesangst verspürt, ich habe noch einige Tage danach, deshalb geheult, obwohl ich ziemlich hart im nehmen bin. 

Wäre ich an dem Tag entlassen worden, was wäre passiert?

Mir wäre aber viel erspart geblieben, wenn die Ärztin schon eher ein CT angeordnet hätte... 

Ich denke, es gab schon bei mir eine Vorbelastung, durch mein Lip- Lymphoedem, hatte aber keine Venenschwaeche, dann musste ich ja wieder vier Monate lang vor der OP die Pille nehmen, habe trotzdem seit März jeden Tag Blutung gehabt und habe auch jeden Tag Schmerzmittel nehmen müssen.

Jetzt im Nachhinein bin ich auch schlauer..Man unterschreibt ja auch vor der OP... 



Habe dir eine PN geschickt,
Muddy

Habe dir eine PN geschickt, eigentlich hatte ich es freigegeben.



Habs sie dir schon
Elhappy

Habs sie dir schon beantwortet



Ohmann ... Mein aufrichtiges
Katz

Ohmann ...

Mein aufrichtiges Mitgefühl! 

Kümmere dich gut um deine Seele. Die Idee mit der Traumatherapie halte ich für einen sehr guten Vorschlag.

Weiterhin finde ich es wegen der exzessiven (und offenbar nicht indizierten) Antibiotikagabe empfehlenswert, dass du deinen Darm mittels Probiotika wieder aufbaust, damit dein Immunsystem und somit dein ganzes Wohlbefinden wieder zurückkommen. 

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"You're just an empty cage, girl, if you kill the bird."

- Tori Amos -