Darmkoliken: Endo oder Reizdarm?
Tina0518

Hallo,

ich bin so langsam am Verzweifeln. Ich habe seit mehreren Jahren Darmprobleme. Bei einer Darmspiegelung kam nichts raus. Da ich zudem häufig bei der Periode starke Darmkoliken hatte, wurde ich zur Bauchspiegelung geschickt, heraus kam Endo an der Blasenwand und im Douglasraum. Leider in Unwissenheit damals in einem einfachen Kreiskrankenhaus. Anschliessend wurde ich mit Jubrele (Gestagenpille) im Langzeitzyklus versorgt. Mit der Pille war es etwa ein halbes Jahr besser, jedoch dann fingen die alten Probleme wieder an. Nahrungsmittelintoleranzen wurden getestet. Jedoch bin ich Non-H2-Responder und hatte auch während der Tests und danach bei ständigen Nullwerten gar nicht richtig auf meinen Darm geachtet. Verspätete Reaktionen kann ich nicht mehr in Verbindung bringen. Hab aber auch da schon alles mögliche ausgetestet. Koliken hatte ich nach der OP nur noch selten und dann auch nicht so stark. Ende vergangenen Jahres hatte ich fast ständige mal mehr mal weniger Schmerzen im rechten Unterbauch. War komischerweise irgendwann wieder fast weg. Im Februar wurde bei einem MRT eine Entzündung im Dünndarm festgestellt. Jedoch ergaben die Blutwerte keinen erhöhten Entzündungswert, auch wurde Calprotectin negativ getestet. Damit war für den Arzt klar, dass es keine Entzündung geben kann. Sehr merkwürdig. Damit wurde ich wieder mit der Diagnose Reizdarm entlassen. Seit etwa 6 Wochen habe ich häufig Durchfall, Bauchweh und nun immer wieder stärkere Darmkoliken auf Toilette. Diese wehenartigen Koliken kennen bestimmt manche von euch. Weiss jemand von euch wo Prof. Keckstein sich momentan befindet? Und hat jemand ähnliche Beschwerden, da ich echt mega unsicher bin, ob es echt wieder Endo ist oder einfach "nur" Reizdarm. Laut meiner Ärztin dürfte ich keine Probleme unter der Jubrele haben, da sie angeblich die Endo austrocknet. Sorry, bissel lang geworden. 

 Liebe Grüsse 

 

 



Hallo Tina,   ich kann gut
Schmusekatze

Hallo Tina,

 

ich kann gut nachempfinden, wie es dir geht.

Habe auch seit Jahren starke Probleme mit dem Darm allerdings auch zyklusunabhängig.

An deiner Stelle würde ich in ein zertifiziertes Endo-Zentrum gehen, was du ja vorhast wie ich gelesen habe. Denn nur dort kann genau geschaut werden. Auch die MRTs werden dort anders gemacht, oft mit Kontrastmitteleinlauf.

Eine Darmspiegelung ist zwar gut, aber in den wenigsten Fällen sind Endometrioseknoten bereits in das Lumen durchgewachsen. Wenn also ein Endoherd in die Muskularis hineingewachsen ist aber nicht ins Lumen, wird man das bei einer Darmspiegelung nicht sehen, es sei denn es wird eine Endosonografie gemacht.

Bei mir ist das der Fall. Ich wurde vor einem halben Jahr in einer Endoklinik (Stufe 2) operiert und man hat den Endoknoten nicht gesehen.

Dann in einem anderen Endozentrum (Stufe 3) wurde vor kurzem eine Damspiegelung mit Endosonografie gemacht und da fand man dann Endometriose.

Ob Darmendometriose ausschliesslich für die Darmprobleme ursächlich sind, kann dir keiner versprechen. Aber sehr wahrscheinlich ist es schon.

Ich würde auf jeden Fall am Ball bleiben, das bildet man sich schließlich alles nicht ein!

Ob die Pille bei Darm-Endo hilft wiess ich nicht. Ich nehme sie nicht, aber hier haben schon einige im Forum geschrieben, dass die Pille bei Darm-Endo nicht so wirkt.

Aber es werden dir vielleicht noch ein paar andere Mädels schreiben.

Lass dich nicht unterkriegen.

 

LG Schmusekatze

 

 



Bei mir wurde aufgrund der
Meike

Bei mir wurde aufgrund der recht eindeutigen Symptome eine Endo-Sono gemacht, ohne Endo zu finden. Also ging man davon aus, es wäre keine Darm-Endo vorhanden. Wenig später begannen die zyklischen Darmblutungen und es wurde eine Darmspiegelung gemacht. Da sah man dann einen großen Herd, der ins Lumen hineingewachsen war, oberhalb des Bereiches, der bei der Endo-Sono untersucht werden kann. Aber vorher war ich noch für bekloppt erklärt worden, weil ich darauf bestand, da sei was. In einer Darmspiegelung sei derart selten etwas zu sehen, dass sie auch weiterhin nicht zur Standarddiagnostik bei Darmsymptomen gehört. War ein Zentrum Stufe III.



Meike, das ist ja richtig
Schmusekatze

Meike,

das ist ja richtig blöd gelaufen bei dir.

Hätte man damals eine Darmspiegelung zusätzlich zur Endosonografie gemacht, hätte man den Endoherd schon sehen müssen oder?

Ich versteh das immer nicht, warum machen nicht alle Endozentren bei Darmbeschwerden Darmspiegelung+Endosonografie+MRT?!?

Aber nein, da müssen die Patienten sich unnötig lange quälen, unfassbar.

 

LG Schmusekatze



Angeblich, weil man in den
Meike

Angeblich, weil man in den allerallermeisten Fällen sowieso nichts findet. So jemand wie ich hat dann halt Pech. Nach der Endo-Sono hat ja eine vierstündige OP stattgefunden, aber die Darmherde hat man nicht gesehen. Der Darm sei viel zu lang um ihn genau abzusuchen, darum haben sie es nicht gefunden, wurde mir nach der Darm-OP gesagt. Nach der ersten OP, als ich wieder wegen der Schmerzen vorstellig wurde, hieß es, das könne nicht sein. Man könne, wenn ich das denn uuuunbedingt wollte, ein CT machen, aber da würde man sowieso nichts finden. Tja, da das Ergebnis anscheinend schon vorher feststand, habe ich das CT abgelehnt. Da hätte man aber was gefunden, wenn man die Bilder angeschaut hätte. Bei einer DS ebenfalls. Das lag alles zeitlich eng beieinander, der Darmbefall ist nicht später erst entstanden. Und die Darmteilresektion hat mir schmerztechnisch dann sehr viel gebracht.