Ambulant vs. Klinik (BS)
Windschatten

Ihr Lieben,

nächste Woche habe ich meine diagnostische Bauchspiegelung inkl. Sanierung, wenn nötig. Sie wird ambulant von Prof. Dr. Ebert (Berlin) durchgeführt.

Nun lese ich immer häufiger, dass man sich besser gar nicht ambulant operieren lassen, sondern direkt in ein Endo-Zentrum gehen sollte, damit direkt alles saniert werden kann, wenn nötig.

Das verunsichert mich.. Ich weiß, dass Prof. Ebert Patientinnen mit schlimmeren Verwachsungen für stationäre OPs weiterverweist. Hat er aber bei mir nicht, klar noch keine Diagnose vorhanden.

Oh man, ich hab echt Bammel, dass evtl. Blase und Darm mit betroffen sind und ich dann direkt nochmal stationär operiert werden muss Cry

Fange im Oktober ein Studium an und will/kann den Termin echt nicht noch einmal aufschieben, zumal ich die Schmerzen nicht mehr aushalte..

Wie war das bei euch und was würdet ihr empfehlen?



Keine meiner OPs wäre
Meike

Keine meiner OPs wäre ambulant möglich gewesen. Aber bis auf die Darmteilresektion (dritte OP), nachdem die Darmendo durch eine Darmspiegelung festgestellt wurde, war das Ausmaß jeweils vorher nicht bekannt. Dazu kommen Unverträglichkeiten von Narkosemitteln, die auch nicht "eingeplant" waren. Dazu kommt, dass man ambulant, wenn überhaupt, nur husch husch im Aufwachraum über die OP informiert wird, und für weiteres einen späteren Termin abwarten muss. Wäre für mich nicht auszuhalten. Ich würde mich niemals ambulant operieren lassen. 



Meine OPs fanden auch nicht
Miramee

Meine OPs fanden auch nicht ambulant statt und ich halte es auch nicht für günstig, Bauchspiegelungen ambulant anzubieten. Aber rede doch noch einmal mit Prof. Ebert: vielleicht ist es auch kein Problem, die OP mit anschließender stationärer Betreuung zu koppeln.

Bis Oktober hast Du noch gut Zeit! Und auch, wenn man es unmittelbar nach der OP erstmal nicht glaubt: 10-14 Tage nach der OP fühlt sich alles schon wieder ganz anders an!

 



Ich hatte ähnliche
dormant

Ich hatte ähnliche beschwerden wie du und meine Op war auch nicht ambulant. Bei deinen Beschweden würde ich auch eher vermuten es ist höhergradige Endometriose. 

Nach meiner Op war ich 3 Monate wie erschlagen. Ich konnte nicht mal lange sitzen, weil ich sehr schwach war und  hab meistens nur geschlafen. 

Niemand kann dir genau sagen wie es dir danach geht aber gönne deinem Körper die ruhe, die er danach verlangt.

Bis die Darmbeschwerden weg gehen kanns Monate dauern, dafür waren bei mir sofort nach dem die Endo vom Darm entfernt wurde diese Schmerzen weg. 

Auch wenn Organe betroffen sind muss es nicht zwangweise schlimm sein. Nicht jeder Herd frisst sich irgendwo rein und wenns nur äußerlich ist können sie es leicht entfernen.

Op im Krankenhaus dürfte besser sein. Du kannst doch einfach mal fragen ob zufällig ein Endozentrum einen Termin frei hat. 



Ich hatte eine kleinere
Sofi

Ich hatte eine kleinere Sanierung und hatte trotzdem sehr starke Schmerzen nach der OP und habe auch leider das Narkosemittel nicht vertragen und musste den ganzen Tag Erbrechen. In dem Zustand hätte ich nicht Nach Hause gekonnt und hätte mich mit den Schmerzen auch nicht in ein Auto setzen können.

Somit war ich froh noch unter ärztlicher Aufsicht zu sein.

Natürlich muss das jeder selbst entscheiden, jedoch würde ich nach meiner ersten OP eine weitere auch wieder stationär machen lassen.

 Gute Besserung und viel Glück für deine OP!! 



Hey Windschatten, also ich
hannibunny0606

Hey Windschatten,

also ich hatte beides, sowohl stationär als auch ambulant. Leider muss ich mich den anderen hier anschließen und rate von einer ambulanten Bauchspiegelung ab. Erstens hat man keine Zeit sich auszuruhen, da die versuchen werden, dich so schnell wie möglich loszuwerden. Dann weiß ich nicht, wie es bei dir wäre mit jemanden, der auf dich aufpasst: Meine Mama musste sich freinehmen und hatte eine Anfahrt von zwei Stunden, das war nicht so toll, ich hatte ein ziemlich schlechtes Gewissen. Irgendwann war meine Sauerstoffsättigung nur noch bei 93%, habe dann Sauerstoff bekommen, eine halbe Stunde später wurde ich nach Hause geschickt.

Der Abend und die Nacht war furchtbar, die Schmerzen waren schon krass und ich hatte nichtmal Beschwerden vom Gas, das kommt ja auch bei vielen hinzu. Als ich am nächsten Morgen aufgewacht bin, hatte ich einen großen Fleck auf meinem Oberteil. Eine Wunde ist leicht aufgegangen, wir haben dann im Krankenhaus angerufen, ist nicht schlimm, ich solle einfach noch ein Pflaster drüber kleben. Nach 5 Tagen war ich dann beim Hausarzt, der hat mir ein lokales Antibiotikum verschrieben, da sich die Wunde noch entzündet hat.

 Also alles in allem:

-schlechtere Betreuung im Aufwachraum

-kurzes Arztgespräch kurz nach der Narkose

-keine Ruhe im Aufwachraum

-schlechte Schmerzbehandlung

-Wunden werden nicht überprüft

Also wie gesagt, ich habe den Vergleich :( 



PS: weil ich grad das mit
Meike

PS: weil ich grad das mit dem Erbrechen lese: ich meinte mit Unverträglichkeiten kein Erbrechen, sondern so Dinge, die einen auf Intensiv bringen...



Danke
Windschatten

Danke für eure Rückmeldungen.

Zuversichtlich stimmt mich das jetzt natürlich nicht gerade..

Ich habe auf jeden Fall schon Ibu 600 von meinem Arzt und am nächsten Tag einen Termin zur Wundkontrolle und Besprechung bekommen. Mein Freund wird mich begleiten und sich um mich kümmern. Eine Woche später hab ich auch nochmal einen Termin zur Kontrolle. Wo das nächste KH mit Gyn ist, wurde ich zur Sicherheit auch aufgeklärt.

Hab mir die zwei Wochen nach der OP leider schon ewig freigehalten.. Bin selbstständig und kann den Termin leider nicht mal eben so verschieben..

 Oh man.. 



Hm, Ibu 600 ist jetzt nicht
Meike

Hm, Ibu 600 ist jetzt nicht gerade das, was ich nach ner Endo-Sanierung nehmen würde. Kläre besser jetzt schon, was zu tun ist, wenn die nicht reichen. Bevor du dann doof dastehst und frisch operiert von Arzt zu Arzt rennen musst. Ibu ist n Witz.



Danke, mach ich. Naja, werd
Windschatten

Danke, mach ich.

Naja, werd jetzt einfach mal darauf vertrauen, dass alles klappt. Ne andere Wahl hab ich eh nicht groß und ansonsten halt Notarzt und ab ins KH.

  



Ja, ist jetzt doof. Aber
Meike

Ja, ist jetzt doof. Aber immerhin hast du einen sehr guten Operateur und absoluten Spezialisten ausgewählt. DAS ist richtig viel Wert. :)



Ambulant vs. Klinik
UPS15

Hallo,

ich habe gedacht ich hätte das Glück in Hamburg unter zwei Zertifizierten Endozentren wählen zu können und nahm das Krankenhaus und nicht die Tagesklinik. Mein Erlebnis dort war schlechter als jedes einfache Krankenhaus es hätte machen können. Eine Zyste wurde nur unfollständig entfernt und nach der OP wurde mir gesagt man hätte keine Zeit mehr gehabt die Ensometriose zu behandeln. Obwohl bereits auf der Überweisung Endo stand und ich auch dahingehend deutlich (und ich dachte Gut) beraten wurde und auch die OP Einwilligung diese Endo OP schriftlich verdeutlicht. Ein Zahn war beschädigt, der After verletzt und die Endo weder klassifiziert noch Proben genommen.  Die Infusionen wurden innerhalb von Minuten in die Adern "gejagt" und es fehlte an Personal. Ich wurde mit einem unterirdischen Blutdruck und ohne Endoberatung am nächsten Tag entlassen. Ich gelte als nicht operiert, da kein Befundbericht vorliegt mit dem ein nächster Operateur etwas anfangen könnte. Nach der OP noch drei Termine im Krankenhaus gemacht, weil es mir so schlecht ging. Die Narkose war im Krankenhaus viel zu heftig für mich (Ich hatte andere OPs um einen Vergleich zu haben) Keinerlei Beratung, nur die Aussage ich müsse mich eben noch einmal operieren lassen. Erst mein Umschwung zur Beratung in der Tagesklinik brachte mir Beratung, Untersuchung und die Visanne. Nun weis ich, die Tagesklinik operiert nicht nur in Ihrer Praxisklinik, sondern auch in zwei Krankenhäusern. Wenn man ambulant Operieren läßt und nicht entlassungsfähig ist wird man ins Krankenhaus eingeliefer. Ich hatte nach der Krankenhaus OP ein Jahr massive Probleme.

Nun würde ich immer vor der OP fragen, ob grundsätzlich mindestens 2x Operiert wird und ob die OP vernünftig dokumentiert wird. Wie ich inzwischen erfragt habe, ist das dort standart und es wird überhaupt nicht in betracht gezogen in einer OP die Patientin zu behandeln. Dann würde ich immer die Körperschonenste OP bzw. Narkosemethode anstreben. Oder es gibt den Grund, der Patientin auf expliziete Nachfrage zu erklären das die Endometriose grundsätzlich in 1 OP behandelt wird, sollte allerdings ein größerer Eingriff (Darm, Blase, Organe) nötig sein, müsse erst eine entsprechende Beratung und Genehmigung durch die Patientin erfolgen und somit eine zweite OP nötig werden oder man bespricht vorher alle eventualitäten und gibt schriftlich freie Bahn. Das hätte dieses Krankenhaus aber wohl nicht gemacht, Sie machen die OP Pläne entsprechend und machen die erste OP zum gucken und dann weitere OPs zur Sanierung. Für mich unmöglich. Auch das ich im Krankenhaus bei all den Terminen (1x vor der OP, 3x nach der OP) immer eine andere Ärztin antraf und die OP Ärztin war noch eine andere. Das ist in der Tagesklinik anders. Ich spreche bei jedem Termin mit dem Arzt der mich auch operieren würde. Ich brauchte nach der OP in der Klinik ein Jahr um wieder langsam auf die Füße zu fallen, obwohl ich nicht einmal eine Endosanierung hatte.

Also wenn Du Dich gut aufgehoben fühlst. Sorge getragen hast, das Du gut versorgt bist nach der OP, bedeutet es nicht automatisch das Du schlechter fährst mit einer ambulanten OP.

 

 



UPS da hast du aber auch
hannibunny0606

UPS da hast du aber auch einfach extrem krasse Erfahrungen gemacht. Das ist ja auch in der Klinik nicht Standard



Ambulant vs. Klinik
UPS15

Hallo Hannybunny,

ja, das war wirklich sowas von pech. Du wurdest dort ja auch operiert, soweit ich mich erinnere war Deine letzte Erfahrung aber auch nicht so gut wie die Vorhergegangenen. So wie ich die beiden Endozentren bei dem EEL Infoabend verstanden habe, sind die Ausrichtungen inzwischen aber auch leicht unterschiedlich und es wurde auch gesagt, das Sie beide erst seit 2011 Zertifiziert sind und ständig dazu lernen. Mir sind einige Frauen begegnet, in den Selbsthilfegruppen, die zufrieden waren.

Allerdings habe ich auch teilweise gehört, das sich ,manche Frauen nichts dabei denken mehrfach hintereinander Operiert zu werden, wenn der Arzt das denn meint (unabhängigwelche Klinik). Nicht das wir uns mißverstehen, ich meine nicht, wenn man sich durch extreme Schmerzen zu einer weitern OP als "Notmaßnahme" durchringt, wiel die Endo sozusagen nicht zu bändigen ist. 

Ich weis auch nicht wie weit es selbstverständlich ist, der Patientin eine "Dokumentation" der Operation selbstverständlich aus zu händigen, wie bei Krebst oder Knie OP, als Beispiel selbstverständlich, in meinem Umfeld habe ich gesehen das von der operierenden Institution eine Mappe mitgegeben wurde, mit Laborwerten,Histologie, OP Fotos, Entlassungsbericht....... hat schon einmal jemand von Euch so eine Mappe bekommen?

 

 



Nein, aber nach einer extrem
Meike

Nein, aber nach einer extrem schlechten Erfahrung mit einer OP, in der angeblich die Endo entfernt worden war, was gar nicht passiert war und der OP-Bericht den Abbruch der OP belegte, durfte ich eine Gegenerfahrung machen. Anderes KH, Arzt wusste, was gelaufen war. Weil extrem schlecht dokumentiert während der ersten OP war das Ausmaß nicht abzuschätzen, zweite OP vier Stunden, OP-Plan für den Tag geschrottet. Es wurde nicht nochmal abgebrochen, sondern durchgezogen. Danach am selben Tag 3 (in Worten DREI) Gespräche mit dem operierenden Arzt, der alles geduldig und genau erklärte. Dazu in Rekordzeit ein vierseitiger OP-Bericht, in dem ich alles erklärte wiederfand und noch mehr. Da habe ich mich zum ersten Mal gut behandelt gefühlt (sowohl menschlich als auch medizinisch).



Das versunsichert mich nun
Windschatten

Das versunsichert mich nun wieder >.< 

Hatte gestern mit dem nächstgelegenen Endo-Zentrum telefoniert. Die sagten mir auch, dass sie es grundsätzlich in zwei OPs machen würden. Also Diagnose und dann Sanierung. Es klang ein bisschen nach "damit wir den Aufwand vorher immer richtig abschätzen können und den Plan nicht durcheinanderbringen". Ich wäre durchaus bereit, freie Bahn für alles zu geben, damit nicht mehrmals operiert werden muss. Aber offenbar sind ohne Diagnose nur wenig Ärzte dazu bereit, sich auf "gucken wir mal, was da kommt"!? Oder ist das lokal so unterschiedlich (bin in Berlin)?

  



Ambulant vs. Klinik
UPS15

Hallo Windschatten,

wie schön zu hören, dass Du Dich informierst. Das ist es, was Du als Patientin tun kannst. Frage soviel bis Du weist was Du wissen möchtest. Wenn eine Klinik dir sagt Sie operiert zwei Mal hast Du ja eine klare Aussage und die Entscheidung liegt bei Dir, ob Du Dich dort operieren lassen möchtest oder bei Anderen noch weiterfragst. Welche Narkoseart dort gemacht wird kann man fragen, welche Art der Endoenfernung dort gemacht wird, welche Maßnahmen ergriffen werden um Verwachsungen möglichst zu verhindern..... Aber viele Frauen wollen so etwas gar nicht wissen und das ist dann auch Okay. Schau was Du wissen möchtest und was Dir wichtig ist und dann schau wer Dir was bietet.

Wenn Dich die Geschichten hier eher verunsichern, ist gut gemeint nicht gut gemacht und Du kannst Dich mehr auf Dich und Deine Entscheidung konzentrieren und hier erst einmal nicht mehr mitlesen. Es geht um Dich und das Du in Ruhe die für Dich beste Entscheidung triffst.

Ich kann schon verstehen das erst eine OP zum gucken gemacht wird und finde es gut das Dir das auch so klar gesagt wurde. Das ist eigentlich nur vernünftig um das richtige OP Team zusammen zu stellen und ein best mögliches Sanierungsergebnis anzustreben. Jeder möchte auch operiert werden, zu dem abgesprochenen Termin, das setzt aber eingehaltene OP Pläne vorraus. Überraschungen müssen dann also Ausnahmen sein, für eine funktionierende Klinik. 



Bei tiefinfiltrierender Endo
Meike

Bei tiefinfiltrierender Endo funktioniert das so aber nicht. Bei einer rein diagnostischen Bauchspiegelung sieht man ja auch wieder nur die Oberfläche und nicht, wie weit die Endo in Organe vorgedrungen ist. Bei mir hätte man zum Beispiel nur gesehen: Endo im Douglas-Raum, nach Entfernen von 80 % des Bauchfells im Douglas ging es dahinter aber noch weiter. Dann, Endo auf dem Blasendach, nach Entfernen des kompletten Bauchfells über der Blase fand sich Endo in der Blasenwand selbst. Erst das Freilegen des Harnleiters zeigte die Endo und die Stenose. Erst das Entfernen von umfangreichen Verwachsungen offenbarte den Zustand von linkem Eileiter und Eierstock und den umliegenden Strukturen. Was bitte soll da "nur mal gucken" für einen Mehrwert haben? Ich hatte ja sogar eine vorangegangene OP, aber der Nutzen war gleich Null. Ich hatte die Diagnose Endometriose, ok, aber das hilft zur Planung einer zweiten OP auch nix.

Von daher bin ich absolut gegen eine rein diagnostische OP. Der sehr beschränkte Nutzen rechtfertigt in keiner Weise, eine Frau zweimal zu operieren. Endo ist nunmal nicht planbar. Das wissen Ärzte eigentlich auch. Wieder zumachen mit dem Argument, man hätte nicht genug Zeit gehabt, nein, das ist eine Zumutung für die Patienten. 



Danke euch.Ich werd es
Windschatten

Danke euch.

Ich werd es jetzt einfach machen wie schon geplant und noch ein paar Fragen stellen. Prof. Ebert ist ja echt ein Profi. Und es wird ja definitiv nicht nur Diagnose, sondern auch Sanierung gemacht, wenn nötig. Nur krassere Sachen, wie Darmresektion usw. halt nicht.



Auch weniger krasse Sachen
Meike

Auch weniger krasse Sachen als eine Darmresektion können zu viel für eine ambulante OP sein bzw. sind es normalerweise. Es muss schon eine wenig ausgeprägte Endo sein, damit alles gleich entfernt werden kann. Aber kann ja sein, dass du dieses Glück hast. Meine Daumen sind gedrückt.



Meike, ich kann dich gut
Erna

Meike, ich kann dich gut verstehen. Bei mir war es ähnlich. Ich habe (aus Unwissenheit ohne Diagnose) eine ambulante OP gemacht, um eine Zyste entfernen zu lassen. Dabei hat der erfahrene Operateur gesehen, dass ich ausgeprägte Verwachsungen und Endometriose habe. Er hat viele Fotos gemacht und nichts außer der Zyste entfernt, da ihm sofort klar war, dass ich einen umfangreichen Eingriff (Douglasraum, Harnleiter, Blase, Darm, etc) stationär benötige. Ich habe diese erste"diagnostische" OP sehr gut weggesteckt und kaum etwas gemerkt. Der Arzt war super, hat mich gut aufgeklärt und insgesamt kann ich mich über die Tagesklinik nicht beschweren. Im Nachhinein hätte ich mir natürlich gewünscht, dass ich von meinem Frauenarzt besser aufgeklärt worden wäre und mich dann dazu entschieden hätte, die OP stationär zu machen. Habe ich aber nicht und ich weiß auch nciht, ob mich damals jemand dazu hätte überreden können - ich habe Monate gebraucht, um zu verstehen, was mit mir und meinem Körper los ist (trotz Aufklärung und vielen Gesprächen). Erst einige Wochen nach der großen Sanierung ist es so langsam "gesickert".

Daher kann ich auch gut verstehen, wenn man zu Beginn eine ambulante OP machen lassen möchte. Und ich wünsche allen, dass eine ambulante OP bei einem erfahrenen Spezialisten reicht und sie nicht den Weg gehen müssen, den du, ich oder die ein oder andere gehen mussten. Meine Daumen sind gedrückt!



Ich werds dann sehen. Danke
Windschatten

Ich werds dann sehen. Danke fürs Daumen drücken.

Am meisten macht mir gerade die OP ansich zu schaffen. Untenrum nackt und intubiert auf dem OP-Tisch zu liegen und dass während ich bewusstlos bin mit Instrumenten in meiner Vagina herumhantiert wird (wird noch ne Ektopie verödet und Eileiter durchgepustet).. Da wird mir kotzübel bei dem Gedanken. Ich kann jetzt schon schwer einschlafen..



Lieber Windschatten, ich bin
Erna

Lieber Windschatten,

ich bin auch immer sehr nervös vor den OPs. Sag dem Team vorher bescheid, dann beruhigen sie dich und du schlummerst friedlich weg. Und denk dran: Das sind Profis, die machen das jeden Tag mehrfach - und sie wollen dir Beschwerden und Schmerzen nehmen.Vielleicht hilft es dir, dich darauf zu konzentrieren. 

Toi toi toi!



Operation
UPS15

Liebe Windschatten,

in der OP Vorbereitung werden sich alle um Dich bemühen und wenn Du Ängste äußerst hilft es den Helfern auch für Dich entsprechend da zu sein und Dich umsorgt zu begleiten. Ich war im OP noch kurz wach, konnte schauen wo ich bin und die operierende Ärztin sprach mich an. Das fand ich gut und ich sagte Ihr lachend, Sie solle einen Frühjahrsputz machen. Alles "ordentlich und frisch", damit ich wieder einziehen und auch ein Baby sich wohlfühlen würde. Sie solle die Narben so legen wie Sie möchte, (die vorher verursachten, lagen unglücklich). So legte ich den Frühjahrsputz in Ihre Hände. Als ich dann dann die Narben sah, waren sie kaum zu sehen und an völlig unproblematischen Stellen und das Gefühl ein heller, klärender Frühjahrsputz hätte statt gefunden war wunder-voll. Wink

Vielleicht hast du auch ein Wunschbild, eine Wunschphantasie die Du mit dem Eingriff verbinden kannst.



Hallo Windschatten, wann
Miramee

Hallo Windschatten,

wann genau dürfen wir denn für Dich die Daumen drücken? 

Vor einer OP nervös zu sein, ist völlig normal! So richtig habe ich das erst bei meiner zweiten OP gemerkt und zwar nicht, weil ich bei meiner ersten OP schlechte Erfahrungen gemacht hätte - das Gegenteil war der Fall! -, sondern weil ich vor der ersten OP keine lange Wartezeit hatte, in der ich mich hätte verrücktmachen können. Es ging damals alles so schnell: akute Schmerzen, zum Frauenarzt, "Da werden Sie um eine OP nicht herumkommen!", von dort in die Klinik zu den Voruntersuchungen für die am nächsten Morgen zwischengeschobene OP und dann zuhause nochmal alles rund um die anders geplant Familienwoche umorganisieren, Sachen packen, Taxi für 5:30 Uhr bestellen... Damit war ich so beschäftigt, dass ich gar nicht groß zum Nachdenken kam und mir nur klar war: die OP muss gemacht werden, die werden schon wissen, was sie tun. Zum Glück war dieses Vertrauen nicht ungerechtfertigt - die operierende Ärztin hat das damals wirklich gut hinbekommen und eine gute Rundumbetreuung gab es in dem Krankenhaus auch. 

Beim zweiten Mal dann, einige Jahre später, fand die OP geplant statt. Und ich glaubte, ich würde gelassen hineingehen, weil ich grundsätzlich viel Vertrauen mitbrachte, nicht zu Ängsten und Panik neige, gute Erfahrungen gemacht hatte, ja ungefähr wusste, was mich erwartete und auf einen ähnlich anhaltenden Erfolg wie beim ersten Mal hoffte. Aber irgendwie hat mich der bevorstehende Eingriff dann doch so beschäftigt, dass ich es immer wieder bei den Leuten meines Umfelds loswerden musste und nachts vor dem Einschlafen ewig lang grübelnd wachlag und mir Eventualitäten ausmalte. Da war es für mich eine richtige Erlösung, als der OP-Tag dann endlich herangerückt war.

Auch Dir wünsche ich, dass sich Deine Vorab-Horror bald in gute Erfahrungen umwandeln lässt! Ich hatte z.B. zweimal einen ganz tollen Anästhesisten, der sich in den paar Minuten, die ich vor der OP noch mitbekommen habe, so richtig lieb um mich gekümmert hat. Während die OP-Schwestern jedesmal dachten, ich hätte vielleicht eine nicht angegebene Allergie und mich nochmal danach gefragt haben, hat er gleich erkannt, dass die roten Flecken, die ich unter Anspannung immer am Hals habe, nur "Stressflecken" sind. Vielleicht hat er deswegen seine väterlich-beruhigende Art voll eingesetzt. Aber auch sonst habe ich das ganze OP-Personal (in unterschiedlichen Kliniken) immer als sehr aufmerksam und zugewandt erlebt. Sie sind es gewöhnt, auf Menschen unter Extrembedingungen gut aufzupassen!

Alles Gute Dir!

Mira

 



Ich hatte auch schon ganz,
Meike

Ich hatte auch schon ganz, ganz liebe Anästhesisten. Auf einen mussten wir lange warten und ich habe erwartet, dass er total gestresst angerannt kommt. Das Gegenteil war der Fall. Ich hab ihn gar nicht gesehen, denn er kam von hinten. Aber er hat mir beide Hände an den Kopf gelegt, was mich überraschenderweise sehr beruhigt hat. Und dann hat er ganz ruhig gesagt "wir fangen jetzt an". Und weg war ich. 



Geschafft
Windschatten

Ihr Lieben,

danke nochmal für eure Geschichten.

Von meiner Anästhesistin war ich nicht besonders begeistert ;) Euren Erfahrungen mit der Versorgung in der Praxis direkt nach der OP kann ich nur zustimmen. Besonders viel Aufmerksamkeit bekommt man nicht. Aber ich war darauf vorbereitet, hab auf zusätzliche Schmerzmittel bestanden. War also nicht so tragisch. Für mich war die ambulante OP rückblickend gesehen völlig in Ordnung.

Aber die Patientin, die nach mir operiert wurde, hatte zum Beispiel einen klitzekleinen Darmbefall, der dann eben nicht entfernt werden konnte, weil ambulant. 

Naja, jedenfalls habe ich Endo des Beckens Grad I in der Gebärmutterrückwand (also Adenomyose). Das hatte Prof. Ebert schon bei einem einfachen vaginalen Ultraschall vor ein paar Monaten vermutet und er hat Recht behalten. Alles konnte entfernt werden, es war nur ein kleiner 5mm Herd. Er sagte, dass meine Zyklen sich nun regelmäßiger einpendeln könnten. Möglicherweise bleiben die Regelschmerzen aber, da meine Gebärmutter und Eierstöcke nach hinten "kippen". Mal sehen. Er hat mir die Visanne empfohlen, da kein akuter Kinderwunsch. Aber weil ich lieber ein, zwei Tage im Monat die potenziellen Schmerzen aushalte, statt den ganzen Monat wie n Zombie rumzulaufen, hab ich dankend abgelehnt. Und das war völlig in Ordnung. Wegen der Endo müsse ich sie nicht nehmen.   

Korrektur: Ich habe Ende des Beckens Grad I UND Adenomyose. Es konnte also natürlich nicht alles entfernt werden. Und ich dachte noch, ich hab wenigstens nicht ganz die A***karte gezogen.. Jetzt hat sich meine Hoffnung, dass die Schmerzen vielleicht doch erstmal besser und die Zyklen regelmäßiger werden, erstmal verflüchtigt.. :(

Soweit. Ich bin nun zuhause für zwei Wochen und kuriere mich aus. Mal sehen, wie es weitergeht.